was kann man tun, wenn B�ro-Kolleginnen/Kollegen (in einem
Dienstleistungsunternehmen) derma�en offensichtlich rassistisch eingestellt
sind (st�ndig: "Schei� Neger", "Schei� Ausl�nder", manchmal auch nur total
harmlos "Schei� Kunden", "der depperte Kunde" (eine Mitarbeiterin ist leider
zu dumm, zu begreifen, da� diese "dummen Kunden" auch ihr Gehalt bezahlen),
soda� die t�gliche Arbeit zur Qual wird? Das Prek�re ist, da� wir
�sterreicher selbst alle "Schei� Ausl�nder" sind, gute 80 % sind ja selbst
vor Jahrzehnten zugewandert. Ich stelle zur Zeit eine extreme Zunahme von
Rassismus fest, und das Schlimme dabei ist, da� dies offen gelebt wird (vor
ca. 5 Jahren noch haben ausl�nderfeindliche Individuen noch gr��tenteils
ihren Mund gehalten). Das Schlimme ist, da� bei einer kleinen
Privatveranstaltung mehrere Mitarbeiter und deren Angeh�rige in diese
"Schei� Neger" Verlautbarung eingestimmt haben, bis auf den Chef, der hat
den Mund gehalten.
Zur�ck zum Topic: Was kann ich tun? Der Chef h�lt sich raus. F�r mich ist
die Situation derma�en belastend, da� ich denke, den Arbeitsplatz zu
wechseln, allerdings ist das in der heutigen Zeit auch nicht gerade die
beste L�sung. Ach ja: Nein, ich bin kein Schwarzafrikaner, kein "Ausl�nder",
sondern "nicht normaler" - nicht rassistischer - "Schei� �sterreicher" (und
vielleicht eines Tages auch "Schei� Ausl�nder"; vielleicht haben wir ja auch
mal das vergn�gen, aus � fl�chten zu m�ssen...).
Danke
Roman
Dein Chef scheint ja vern�nftig zu sein?
Das andere mu� an dir runterrinnen wie Wasser auf neuem Autolack.
w.
Habe ich etwa erw�hnt, da� ich _nicht_ "den Mund aufgemacht" h�tte? K�nnen
Sie lesen? Oder interpretieren Sie Dinge, ohne zu (nachzu)denken?
Herr Werner, Sie unfreundliche Kreatur, halten Sie einfach den Mund, wenn
Sie einfach nur unqualifizierte, unfreundliche Antworten geben k�nnen!
mfg
Roman
>> Zur�ck zum Topic: Was kann ich tun?
>
>Den Mund aufmachen und den Betreffenden sagen, was dir nicht passt.
>Wenn du dazu zu feige bist, wird dir dein Gejammere im Usenet auch nicht
>helfen.
Da kann er gleich k�ndigen, weil eine Zusammenarbeit mit denen dann
nicht mehr m�glich sein wird. Vermutlich kommt es �ber kurz oder lang
sowieso zum Konflikt, weil den Kollegen nicht entgangen sein wird, da�
der OP diese Art von Bemerkungen nicht entsprechend goutiert.
K�rpersprache sagt in dem Fall alles.
Ob man sich eine Anzeige nach � 283 STGB antut und dann k�ndigt oder
gleich k�ndigt und die Narren in diesem K�fig alleinl��t, mu� jeder in
so einem Fall f�r sich entscheiden. Relevant scheint hier zu sein, da�
nicht eine bestimmte Person Ziel der Angriffe ist, die es zu sch�tzen
g�lte. Und da� eine strafrechtliche Verfolgung die Kollegen mit
Sicherheit nicht von ihren Einstellungen abbringen wird.
>Ob man sich eine Anzeige nach � 283 STGB antut
Wegen derartiger �usserungen?
Ob das nicht ein bisschen zu weit gegriffen ist?
Hat der Gesetzgeber tats�chlich derartige �usserungen im Sinn gehabt,
als er dieses Gesetz entworfen hat?
lg
Wolfgang
--
�Du kennst mich doch, ich hab' nichts gegen Fremde.
Einige meiner besten Freunde sind Fremde.
Aber diese Fremden da sind nicht von hier!� (Methusalix)
Neu: http://www.traumrouten.com/namibia
Was f�r ein Unsinn. Afaik war der Anteil an zugewanderten �sterreichern
im Jahr 2000 so ca. 6%. Auch wenn der Anteil mittlerweile gr��er
geworden sein sollte, 80% ist eine v�llig utopische Zahl.
Wenn ichs richtig gelesen hab, ist der Anteil an Ausl�ndern und
zugewanderten �sterreichern zusammen bei ca. 15%.
> Ich stelle zur Zeit eine extreme Zunahme von
> Rassismus fest, und das Schlimme dabei ist, da� dies offen gelebt wird (vor
> ca. 5 Jahren noch haben ausl�nderfeindliche Individuen noch gr��tenteils
> ihren Mund gehalten). Das Schlimme ist, da� bei einer kleinen
> Privatveranstaltung mehrere Mitarbeiter und deren Angeh�rige in diese
> "Schei� Neger" Verlautbarung eingestimmt haben, bis auf den Chef, der hat
> den Mund gehalten.
>
> Zur�ck zum Topic: Was kann ich tun? Der Chef h�lt sich raus. F�r mich ist
> die Situation derma�en belastend, da� ich denke, den Arbeitsplatz zu
> wechseln, allerdings ist das in der heutigen Zeit auch nicht gerade die
> beste L�sung. Ach ja: Nein, ich bin kein Schwarzafrikaner, kein "Ausl�nder",
> sondern "nicht normaler" - nicht rassistischer - "Schei� �sterreicher" (und
> vielleicht eines Tages auch "Schei� Ausl�nder"; vielleicht haben wir ja auch
> mal das vergn�gen, aus � fl�chten zu m�ssen...).
Geh mal in dich, und �berlege, ob du das Verhalten nicht provozierst,
falls du �fter Unsinn wie oben zitiert von dir gibst.
Sollten sich deine Kollegen aber tats�chlich rassistisch oder
fremdenfeindlich bet�tigen: Ist es wirklich der Chef der sich raush�lt,
oder nur der unmittelbare Vorgesetzte?
Red mal mit dem Betriebsrat.
M�gliche Ansatzpunkte wenn sich der AG weigert Massnahmen zu ergreifen.
� 1157 ABGB (F�rsorgepflicht des Dienstgebers), � 18 AngG
(F�rsorgepflicht), � 3 ASchG (Allgemeine Pflichten des Arbeitsgebers).
Tom
>
>Ob man sich eine Anzeige nach § 283 STGB antut und dann kündigt oder
>gleich kündigt und die Narren in diesem Käfig alleinläßt, muß jeder in
>so einem Fall für sich entscheiden.
Sinnvoller wäre, professionelle ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Denn das Problem ist vorallem selbstgemacht.
h
> Was fᅵr ein Unsinn. Afaik war der Anteil an zugewanderten ᅵsterreichern
> im Jahr 2000 so ca. 6%. Auch wenn der Anteil mittlerweile grᅵᅵer
> geworden sein sollte, 80% ist eine vᅵllig utopische Zahl.
> Wenn ichs richtig gelesen hab, ist der Anteil an Auslᅵndern und
> zugewanderten ᅵsterreichern zusammen bei ca. 15%.
Das kommt drauf an, wie viele Jahrzehnte man ansetzt - so um 1900 zB
wird der Anteil wohl hoeher gewesen sein. Und dann koennte man noch
damit anfangen, ab der wievielten Generation man als "Oesterreicher"
zaehlt...
cheers,
&r<Neo-Oesterreicher, erst in 4. Generation oder so>w
--
-- "On HDTV everything looks brighter and sharper
-- ... except the politicians."
-- - http://www.glasbergen.com/
"Josef Werner" <abgesc...@spamonly.net> schrieb im Newsbeitrag
news:p8hqt6x...@leafnode.de.cz...
> Den Mund aufmachen und den Betreffenden sagen, was dir nicht passt.
> Wenn du dazu zu feige bist, wird dir dein Gejammere im Usenet auch nicht
Der Schieß Nestbeschmutzer will doch nur polemisieren.
> Herr Werner, Sie unfreundliche Kreatur, ....
Was regt dich in dieser Firma auf? Du passt doch offenbar
genau in deren Mitarbeiterschema
ofG
Herbert
>"Roman Schreiber" <romansc...@gmx.at> wrote:
>> Das Prek�re ist, da� wir
>> �sterreicher selbst alle "Schei� Ausl�nder" sind, gute 80 % sind ja selbst
>> vor Jahrzehnten zugewandert.
>
>Wo hast Du denn das her? Jeder bastelt sich offenbar seine
>eigene Statistik zurecht, Deine Kollegen haben da wohl eine
>andere Statistik im Kopf - h�chstwahrscheinlich die
>Kriminalit�tsstatistik.
Es kommt drauf an, wie viele Generationen lang und mit welchem
Ahnenanteil man jemanden als Migranten ansieht. Vor 100 bis 130 Jahren
gabs eine riesige Immigrationswelle. (Gut, die Italiener, die die
Stadtbahn gebaut haben, habens wieder heimgeschickt).
Wenn man weit genug zur�ckgeht, sind wir zu praktisch 100%
Immigranten.
Liebe Gr��e
Hannes
--
F�r pers�nliche Nachricht Reply-Adresse verwenden und "usenet" im Betreff einf�gen.
Eigentlich nicht. Ich nehm mal an du meinst eigentlich Immigranten und
nicht Migranten, aber egal, beides ist recht klar definiert. Der
Interpretationsspielraum h�lt sich dabei in Grenzen.
Der OP hat von "zugewandert" geschrieben, da ist die Sache eigentlich
auch relativ klar und verst�ndlich. Jemand der immer seinen Wohnsitz
in �sterreich hatte, kann schwerlich zugewandert sein. Wie sollte das
auch gehen?
> Vor 100 bis 130 Jahren
> gabs eine riesige Immigrationswelle. (Gut, die Italiener, die die
> Stadtbahn gebaut haben, habens wieder heimgeschickt).
> Wenn man weit genug zur�ckgeht, sind wir zu praktisch 100%
> Immigranten.
Unsinn. Was du meinst sind "Menschen mit Migrationshintergrund", das
ist was anderes als Immigranten. Und auch da gibt es eine passende
Definition, damit sich der Begriff nicht in Beliebigkeit verliert.
In �sterreich bezeichnet man Personen mit Migrationshintergrund als
solche, wenn beide Elternteile im Ausland geboren wurden.
Nat�rlich kannst f�r dich deine eigenen Definitionen basteln, und als
Immigranten jemand bezeichnen der unter seinen Vorfahren einen Ausl�nder
hat, dann kommst wirklich auf 100%, letzlich stammen wir alle von
Urmenschen aus Afrika ab. Aber derart pers�nliche Umdefinitionen helfen
nat�rlich nicht wen man sich verst�ndlich machen will.
Tom
>Johann Mayerwieser <johann.ma...@gmail.com> wrote:
>>>Wo hast Du denn das her? Jeder bastelt sich offenbar seine
>>>eigene Statistik zurecht, Deine Kollegen haben da wohl eine
>>>andere Statistik im Kopf - h�chstwahrscheinlich die
>>>Kriminalit�tsstatistik.
>>
>> Es kommt drauf an, wie viele Generationen lang und mit welchem
>> Ahnenanteil man jemanden als Migranten ansieht.
>
>Eigentlich nicht. Ich nehm mal an du meinst eigentlich Immigranten und
>nicht Migranten, aber egal, beides ist recht klar definiert. Der
>Interpretationsspielraum h�lt sich dabei in Grenzen.
Ja - Immigranten
>
>Der OP hat von "zugewandert" geschrieben, da ist die Sache eigentlich
>auch relativ klar und verst�ndlich. Jemand der immer seinen Wohnsitz
>in �sterreich hatte, kann schwerlich zugewandert sein. Wie sollte das
>auch gehen?
Sorry - ich liefere nach:
:) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :)
:) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :)
:) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :) :)
Liebe Gr��e
hanens
> Das kommt drauf an, wie viele Jahrzehnte man ansetzt - so um 1900 zB
Jahrzehnte?
Lt. http://de.wikipedia.org/wiki/Noricum sind ab 450 v. Chr. Kelten aus
(heute) .de (und .fr) eingewandert. Oder gilt .de nicht als "Ausland"?
Dann waren es 15 v. Chr. die römische Besetzung (ergo .it).
> wird der Anteil wohl hoeher gewesen sein. Und dann koennte man noch
> damit anfangen, ab der wievielten Generation man als "Oesterreicher"
> zaehlt...
>
> cheers,
> &r<Neo-Oesterreicher, erst in 4. Generation oder so>w
Vor 4 Generationen war ja .at auch viel größer;-)
Und gib's uns Inländern mit Migrationshintergrund nur;-)
Bernd, 1. Generation
--
>Glaub mir, in der Datenverarbeitung ist es unumstritten, daß man am
>wenigsten Ärger hat wenn man 4 Elementen die Nummern 0 bis 3 zuordnet.
Die Frage ist allerdings, ob man sich den Vorteilen der DV unterwirft, oder
ein eigenes Ordnungssystem aufstellt. --- P. Renner und H. Blüml in a.g.r
[Haarespalt]
Wenn jemand mit oesterreichischen Eltern auf einer Reise im Ausland
geboren wurde, dann normal in Oesterreich aufwaechst, ist er kein
Immigrant, und seine Kinder haben deswegen keinen Migrationshintergrund.
lg, Bernhard
Wie hat es die UNECE so sch�n formuliert:
Place of birth can be collected according to either the geographical
unit in which the birth took place or to the place of usual residence
of the mother at the time of the birth.
Tom
> ... letzlich stammen wir alle von Urmenschen aus Afrika ab.
Das darf bezweifelt werden!
Fup wohin?
--
Jo
"Johann Mayerwieser" <johann.ma...@gmail.com> schrieb
> Wenn man weit genug zur�ckgeht, sind wir zu praktisch 100%
> Immigranten.
"Es gibt kane drei Weana. Ana davun is sicher Tschech'!"
SCNR!
Aber in der k. k. Monarchie wurde sicher einiges gut durchmischt...
Roland
Ich brauch gar net so viele Haare spalten:
Meine Mutter ist Italienerin: geboren in Belgrad, aufgewachsen zunᅵchst
in Warschau, mit ihrem Vater mit 13 nach Wien gekommen (der war
Diplomat, daher hat meine Mutter ihre angebliche Heimat Italien so gut
wie nicht gesehen).
Mein Vater ist eigentlich ein waschechter Salzburger, aber auch nicht in
ᅵsterreich geboren, weil seine Mutter zum Zeitpunkt seiner Geburt in
Deutschland arbeitete (als Kᅵchin).
Somit bin ich schwuppsdiwupps eine Person mit Migrationshintergrund.
Seeehr interessant. Hat mir bisher noch niemand gesagt.
Livia
Wieso "schwuppsdiwupps"? Und wieso "seeehr interessant"? So aufregend
ist das doch nicht.
Du warst es eh schon immer, auch wenn dir der Begriff
Migrationshintergrund bis jetzt nichts gesagt hat.
> Hat mir bisher noch niemand gesagt.
Wahrscheinlich weil die meisten angenommen haben, du w�sstest es
schon oder hast es in der Schule gelernt. Aber keine Ahnung ob man
das heutzutage in der Schule �berhaupt lehrt, oder ob man sich das
selbst beibringen muss.
Tom
ein migrationshintergrund, der sich von indigenem hintergrund nicht
untescheidet, ist keiner.
das war jetzt einfach.
--
lg georg
"Ich weiss, dass das die Rechts-Gruppe ist, bitte entschuldigt meine
Ratschlaege eher praktischer Natur." - Otto A. in agr 7.8.09
> ein migrationshintergrund, der sich von indigenem hintergrund nicht
> untescheidet, ist keiner.
Ich weiss was indigene V�lker sind, aber was meinst du mit indigenem
Hintergrund genau? Und wieso sollte Migrationshintergrund von so einem
indigenem Hintergrund abh�ngig sein?
Tom
> Georg Gruber <ggruber_ispu...@aon.at> wrote:
>> ein migrationshintergrund, der sich von indigenem hintergrund nicht
>> untescheidet, ist keiner.
>
> Ich weiss was indigene V�lker sind, aber was meinst du mit indigenem
> Hintergrund genau? Und wieso sollte Migrationshintergrund von so einem
> indigenem Hintergrund abh�ngig sein?
migrationshintergrund hier und heute ist ein euphemismus f�r "bildungsferne
zuwanderer" geworden, es hat daher keinen sinn, diesen begriff weiterhin
allgemein auf nicht-dageborene gruppen anzuwenden, da die gleichung
"migrant/migrantennachfahre=bildungsfern" nicht aufgeht.
das f�hrt nur zu erstaunen und verwirrung, wie hier im thread zu sehen.
Ooops, sorry for politically incorrect and off-topic.
Bernd
Was f�r ein Unsinn. Es gibt viele Immigranten die alles andere als
bildungsfern sind. Und wenn du hier Leute mit Migrationshintergrund
in so ein Eck stellen willst, dann find ich das extrem erschrechend.
Funktioniert die Propaganda von Strache und Co. tats�chlich so gut
dass du darauf hereinf�llst?
Tom
Genau das hat er ja gesagt: "...die gleichung
"migrant/migrantennachfahre=bildungsfern" [geht] nicht auf".
> Und wenn du hier Leute mit Migrationshintergrund
> in so ein Eck stellen willst, dann find ich das extrem erschrechend.
> Funktioniert die Propaganda von Strache und Co. tats�chlich so gut
> dass du darauf hereinf�llst?
Ich glaube, ihr redet hier aneinander vorbei. So wie ich ihn
verstanden habe, meint Georg nicht, dass alle Migranten bildungsfern
sind, sondern dass der Term "Personen mit Migrationshintergrund"
inzwischen als Euphemismus f�r die "Problemgruppe" unter den
Zuwanderern (bzw. deren Kindern) verwendet wird. Wenn (wie k�rzlich
auf �1) �ber die Probleme von "Sch�lern mit Migrationshintergrund"
diskutiert wird (weder Deutsch- noch gute muttersprachliche
Kenntnisse, keine Anerkennung weiblicher Lehrer als Respektspersonen,
etc.), so ist relativ offensichtlich, dass damit nicht wohlerzogene
Diplomatenkinder gemeint sind.
Und wenn man �ber diese "Problemgruppe" reden m�chte, ist es nat�rlich
m��ig, �ber die exakte Definition von "Migrationshintergrund" zu
diskutieren, da man zwar politisch korrekt "Migrationshintergrund"
sagt, damit eigentlich etwas anderes meint (n�mlich die
nicht-integrierte Teilmenge davon). Das ist halt das Problem mit den
Euphemismen: Sie �ndern an den Problemen nichts sondern machen nur die
Diskussion (und damit die Probleml�sung) schwieriger.
Georgs Vorschlag, ab sofort "Migrationshintergrund" nur noch in seiner
�bertragenen Form zu verwenden, kann ich allerdings nicht viel
abgewinnen.
LG,
Heinzi
PS: Sorry f�r die Off-Topic-Antwort.
>>>> ein migrationshintergrund, der sich von indigenem hintergrund nicht
>>>> untescheidet, ist keiner.
>>> Ich weiss was indigene Vᅵlker sind, aber was meinst du mit indigenem
>>> Hintergrund genau? Und wieso sollte Migrationshintergrund von so einem
>>> indigenem Hintergrund abhᅵngig sein?
>> migrationshintergrund hier und heute ist ein euphemismus fᅵr "bildungsferne
>> zuwanderer" geworden, es hat daher keinen sinn, diesen begriff weiterhin
>> allgemein auf nicht-dageborene gruppen anzuwenden, da die gleichung
>> "migrant/migrantennachfahre=bildungsfern" nicht aufgeht.
>> das fᅵhrt nur zu erstaunen und verwirrung, wie hier im thread zu sehen.
> Was fᅵr ein Unsinn. Es gibt viele Immigranten die alles andere als
> bildungsfern sind. Und wenn du hier Leute mit Migrationshintergrund
> in so ein Eck stellen willst, dann find ich das extrem erschrechend.
> Funktioniert die Propaganda von Strache und Co. tatsᅵchlich so gut
> dass du darauf hereinfᅵllst?
Also ich habe die Aussage von Georg ganz anders verstanden als Du, denke
ich - vielleicht solltest Du sie Dir nochmal durchlesen und versuchen
den Sinn zu verstehen.
mfg
otto
>Ich habe mal wo gelesen dass zB die USA von der Bildungsgruppe
>von der 60% unserer Einwanderer kommen nur 3% aufnehmen.
>Deswegen haben zB T�rken dort auch nicht so einen schlechten
>Ruf, weil sie eben durchschnittlich besser gebildet sind als die
>bei uns.
>
>Au�erdem: Wenn �ber "die Ausl�nder" gemeckert wird, sind ja
>meistens nicht die gemeint die man kennt und auch nicht die
>Chinesen die selten negativ auffallen sondern eben ganz
>bestimmte Gruppen die aber nicht extra angesprochen werden.
Ich hab im Lauf der Jahre Albanerfamilien, T�rken, Bosnier etc.
kennengelernt, bei denen man teilweise nicht einmal gemerkt hat, dass
sie erst vor wenigen Jahren bei uns zugewandert sind, alle in keinster
Weise dem ber�hmten Feindbild entsprochen haben.
Beispiel: Firmenchef nimmt voriges Jahrtausend bosnisches
Fl�chtlings-Ehepaar auf, zahlt der Frau einen Deutsch-Intensivkurs und
setzt sie nach 3 Monaten in Empfang/Telefonzentrale - reife Leistung
der Dame.
dass die verwirrung derart ausgepr�gt ist, h�tt ich jetzt nicht gedacht.
Das ist halt das Problem, wenn man die Begriffe nicht so verwendet wie
sie definiert sind, sondern wenn sich jeder seine eigene Begrifflichkeit
schafft.
Z.b. das man nicht mehr einfach alle Einwanderer als Immigranten z�hlt
sondern nur mehr die "Sozialschmarotzer mit niedriger Bildung", und
nicht die "klugen und/oder fleissigen" Einwanderer.
Wie schon oben geschrieben finde ich es h�chst bedauerlich, dass auch
durchaus vern�nftige Menschen diesen Euphemismus der Rechten
�bernehmen. Dem kann man nicht entschieden genug entgegentreten.
Tom
> Georg Gruber <ggruber_ispu...@aon.at> wrote:
>> Thomas Koller tat kund:
>>> Georg Gruber <ggruber_ispu...@aon.at> wrote:
>>>> migrationshintergrund hier und heute ist ein euphemismus f�r "bildungsferne
>>>> zuwanderer" geworden, es hat daher keinen sinn, diesen begriff weiterhin
>>>> allgemein auf nicht-dageborene gruppen anzuwenden, da die gleichung
>>>> "migrant/migrantennachfahre=bildungsfern" nicht aufgeht.
>>>>
>>>> das f�hrt nur zu erstaunen und verwirrung, wie hier im thread zu sehen.
>>>
>>> Was f�r ein Unsinn. Es gibt viele Immigranten die alles andere als
>>> bildungsfern sind. Und wenn du hier Leute mit Migrationshintergrund
>>> in so ein Eck stellen willst, dann find ich das extrem erschrechend.
>>> Funktioniert die Propaganda von Strache und Co. tats�chlich so gut
>>> dass du darauf hereinf�llst?
hier unterstellst du mir ein ins-eck-stellen, nur weil ich eben dieses
konstatiere und noch ausdr�cklich dazusage, weshalb es unsinn ist.
>>
>> dass die verwirrung derart ausgepr�gt ist, h�tt ich jetzt nicht gedacht.
>
> Das ist halt das Problem, wenn man die Begriffe nicht so verwendet wie
> sie definiert sind, sondern wenn sich jeder seine eigene Begrifflichkeit
> schafft.
wenn das z. b. kleinformatige massenmedien tun, sind die nicht "jeder",
sondern definieren das f�r den allgemeinen gebrauch um (ob vors�tzlich
boshaft oder nur so gedankenlos, ist im ergebnis egal), damit wird die
�rspr�nglich breit angelegte definition zur spezialdefinition f�r
einschl�gige berufsgruppen bzw. zum bildungsb�rger-mandarin.
genauso kannst du gegen "ergo dessen", "aufoktoyieren" oder "sinn machen"
sturm laufen, irgendwann steht das so im w�rterbuch.
>
> Z.b. das man nicht mehr einfach alle Einwanderer als Immigranten z�hlt
> sondern nur mehr die "Sozialschmarotzer mit niedriger Bildung", und
> nicht die "klugen und/oder fleissigen" Einwanderer.
>
ein tv-beitrag vom wochenende, in dem "migrationshintergrund" zum thema
passt und nicht als positive oder negative schein-kausalit�t herhalten
muss:
http://tvthek.orf.at/programs/70018-Wien-heute/episodes/1008333-Wien-heute>
das ist allerdings der �ffentlich-rechtliche orf, von dem das zu erwarten
ist und �berdies der erste medienbeitrag seit langem, bei dem mir das
auff�llt.
>Wie schon oben geschrieben finde ich es h�chst bedauerlich, dass auch
> durchaus vern�nftige Menschen diesen Euphemismus der Rechten
> �bernehmen. Dem kann man nicht entschieden genug entgegentreten.
das sind aber nicht nur die rechten, das ist der (meiner beobachtung nach
meist kleinformatige, aber eben deswegen) mainstream.