Das hat mich weniger überrascht, vielmehr hat mir die Auswahl der
Exponate, oder das jähe Ende derselben bei den 60er Jahren zu denken
gegeben.
Das Ganze fängt ja nett an, mit klapprigen Fahrrädern, bei denen unterm
Lenker ein Motor sitzt, dessen Kraft mittels flachem Transmissionriemen
auf's Vorderrad übertragen wird. Es folgen die bekannten
Entwicklingsstufen, bis dann eine Triumph Bonneville und ein voll
verkleidetes Renngespann den technologischen Endpunkt darstellen.
Wüßte ich es nicht besser, ich müsste jetzt glauben Stand der Dinge sei
eine Schwinge mit zwei Federbeinen hinten und ein Stahlrohrrahmen.
Dann aber habe ich mich wieder gefragt, welche Motorräder fehen hier ?
Irgendein Gatschhupfer aus den 80ern mit dem ersten Zentralfederbein ?
Eine Ducati Monster als radikalstes Beispiel eines tragenden Motorblocks ?
Eine TDM mit ihrem Kastenprofil-Rahmen ?
Irgendeine BMW mit Telelever ?
Was sind eigentlich die revolutionären Konzepte der letzten 30-40 Jahre
Motorradbau ? (ehrlich !)
Goesta - der sich auf kontroversielle Listen freut ;-)
> Eine Ducati Monster als radikalstes Beispiel eines tragenden Motorblocks ?
Gar kein gutes Beispiel, die Vierventilbeamer taugen dafür wirklich, die
haben fast keinen Rahmen.
> Was sind eigentlich die revolutionären Konzepte der letzten 30-40 Jahre
> Motorradbau ? (ehrlich !)
eine Britten natürlich.
Raoul
--
==To e-mail me exchange das_liest_keiner with anything else==
I'll give up my Land Rover when you pry my cold dead fingers
from the steering wheel.
>Was sind eigentlich die revolutionären Konzepte der letzten 30-40 Jahre
>Motorradbau ? (ehrlich !)
Gibt's in dem sinne nicht.
Immer ein bißchen schneller, immer ein bißchen leichter, immer ein
bißchen zuverlässiger.
Und Ansätze wie Einspritzung, Vierventiler, Zentralfederbein usw. die
vor 40 Jahren vereinzelt an Exoten zu sehen waren haben sich auf
breiter Front durchgesetzt.
--
lg&b, he
Wenn ist das Nunstruck git und Slotermeyer? Ja!
Beiherhund das Oder die Flipperwaldt gersput!
>On Tue, 02 May 2006 22:25:39 +0200, Goesta Smekal
><goe...@smekal.at.nospam> wrote:
>
>>Was sind eigentlich die revolutionären Konzepte der letzten 30-40 Jahre
>>Motorradbau ? (ehrlich !)
>
>Gibt's in dem sinne nicht.
>Immer ein bißchen schneller, immer ein bißchen leichter, immer ein
>bißchen zuverlässiger.
>Und Ansätze wie Einspritzung, Vierventiler, Zentralfederbein usw. die
>vor 40 Jahren vereinzelt an Exoten zu sehen waren haben sich auf
>breiter Front durchgesetzt.
Scheibenbremsen waren ev. ein bissi revolutionär.
Aber gut, die kamen wahrscheinlich auch eher vom Automobilsektor.
Andere Dinge wie die Achsschenkellenkung mögen ev. revolutionär gedacht
gewesen sein, durchgesetzt haben sich die allerdings weniger.
lg
wode
--
Die meisten Menschen haben mit der Demokratie etwas missverstanden.
In einer Demokratie *darf* man eine Meinung haben.
Man muss aber nicht. Dieter Nuhr
Das Ziel: Dakar. Das Motorrad: XT. http://www.1500-teile-xt500.info
>Scheibenbremsen waren ev. ein bissi revolutionär.
Irgendwann mal war das eh alles ein bisserl revolutionär.
Mir kommt halt vor, daß es ansich eh schon alles seit Jahrzehnten gibt
und in den letzten 40 Jahren ist einiges ausgegraben und verbessert
worden aber weniges neu erfunden.
Wär interessant wann's die erste Scheibenbremse gab.
Vermutlich eh auch irgendwann mal um die vorletzte Jahrhundertwende.
>Aber gut, die kamen wahrscheinlich auch eher vom Automobilsektor.
>Andere Dinge wie die Achsschenkellenkung mögen ev. revolutionär gedacht
>gewesen sein, durchgesetzt haben sich die allerdings weniger.
Wirklich schad isses eh nur um den Radnabenmotor.
> Wirklich schad isses eh nur um den Radnabenmotor.
Warum? Welche Vorteile hätte der?
Sers,
Robert
--
Eat. Sleep. Mod.
>> Wirklich schad isses eh nur um den Radnabenmotor.
>
>Warum? Welche Vorteile hätte der?
Schaut cool aus.
>>> Wirklich schad isses eh nur um den Radnabenmotor.
>> Warum? Welche Vorteile hätte der?
> Schaut cool aus.
Ah du beschränkst dich wieder aufs Wesentliche :-)
>Irgendwann mal war das eh alles ein bisserl revolutionär.
>Mir kommt halt vor, daß es ansich eh schon alles seit Jahrzehnten gibt
>und in den letzten 40 Jahren ist einiges ausgegraben und verbessert
>worden aber weniges neu erfunden.
Ja, ich meinte am Motorrad, da hat sich die Scheibenbremse ja offenbar
erst später durchgesetzt...
>Wär interessant wann's die erste Scheibenbremse gab.
>Vermutlich eh auch irgendwann mal um die vorletzte Jahrhundertwende.
Gut geschätzt.
http://www.google.at/search?q=scheibenbremse+erfindung
>Wirklich schad isses eh nur um den Radnabenmotor.
Aber geh, den gibt's eh.
http://www.hmw-rad.at/produkte.php
> Scheibenbremsen waren ev. ein bissi revolutionär.
http://www.erft.de/schulen/gymlech/2004/Auto/geschichte%20des%20automobils.htm
| Im Jahre 1939 wurde die Scheibenbremse erfunden.
Und wahrscheinlich hat schon in Antike, Mittelalter oder Renaissance
jemand versucht, ein Rad von der Seite zu bremsen.
> Aber gut, die kamen wahrscheinlich auch eher vom Automobilsektor.
Vermutlich vorher bei Panzern und Flugzeugen im Einsatz.
Helmut Wollmersdorfer
> Vermutlich vorher bei Panzern und Flugzeugen im Einsatz.
Ich glaube sowieso, das die meisten technischen Erneuerungen
aus der Flugzeugtechnik stammen. Und da speziell aus dem
militärischen Bereich. Auch das Internet haben wir von dort bekommen.
--
Robert Schreiner, XJR1300
http://www.robert-schreiner.at
> Wär interessant wann's die erste Scheibenbremse gab.
> Vermutlich eh auch irgendwann mal um die vorletzte Jahrhundertwende.
Nicht ganz. Aber bei mechanischen Erfindungen geh ich auch immer davon
aus, dass es so ziemlich alles schon vor 100 Jahren gegeben hat.
Helmut Wollmersdorfer
>http://www.erft.de/schulen/gymlech/2004/Auto/geschichte%20des%20automobils.htm
>
>| Im Jahre 1939 wurde die Scheibenbremse erfunden.
Laut
http://www.br-online.de/wissen-bildung/kalenderblatt/2005/12/kb20051201.html
schon viel früher, nämlich 1902.
> Laut
> http://www.br-online.de/wissen-bildung/kalenderblatt/2005/12/kb20051201.html
> schon viel früher, nämlich 1902.
Was meine Vermutung bestätigt, dass im Maschinenbau vor 100 Jahren schon
fast alles erfunden war.
Und wer weiss, ob die Chinesen, Inder oder alten Ägypter nicht schon
lange vorher sowas kannten.
Helmut Wollmersdorfer
Du sprichst von Britten Motocycle Company ?
Kalle_B.
Der Nabenmotor kommt ohne Reibungsverluste bei der Kraftübertragung aus,
seine Masse muss nicht gefedert werden, sonst fallt mir auch nix ein.
Und scheinbar gefällt er auch den Hybridantrieb- und Elektroauto Typen.
(vergleiche auch http://www.theoscarproject.org )
Goesta
> Der Nabenmotor kommt ohne Reibungsverluste bei der Kraftübertragung aus,
> seine Masse muss nicht gefedert werden, sonst fallt mir auch nix ein.
ich denk eher, die masse _kann_ nicht gefedert werden, und das ist ein
nachteil.
> Und scheinbar gefällt er auch den Hybridantrieb- und Elektroauto Typen.
> (vergleiche auch http://www.theoscarproject.org )
da aber vermutlich, weil es ein elektrischer ist, und der kann a) im
vergleich zum verbrennungsmotor relativ klein und leicht sein und b)
über einen hohen drehzahlbereich leistung abgeben, braucht also kein
schaltgetriebe.
der klassische radnabenmotor ist ein bissi was anderes: ein
verbrennungsmotor in sternform (5 zyl? oder warens 3?) im hinterrad
verbaut -- also solides zeug, nicht diese neumodischen kleinen
leichten elektrodinger. ich dergoogel leider grad kein bild davon,
schaut arg aus...
cm.
--
** christian mock in vienna, austria -- http://www.tahina.priv.at/~cm/
Wahrscheinlich ist die Klage billiger als eine Inseratenkampagne: "Wir
haben das Internet nicht verstanden."
-- Martin Hlustik ueber Ferrero in Sachen kinder.at
> Du sprichst von Britten Motocycle Company ?
Keine Ahnung wie die Firma hiess, ich mein die Böcke die der geniale und
zu früh verstorbene John Britten gebaut hat. Die waren in jeder Hinsicht
genial und dem Rest um Lichtjahre voraus und überlegen.
> Der Nabenmotor kommt ohne Reibungsverluste bei der Kraftübertragung aus,
> seine Masse muss nicht gefedert werden, sonst fallt mir auch nix ein.
Letzteres ist aber genau verkehrt, da ist ja der ganze Motor ungefederte
Masse und das ist neben der Masse an sich das schlimmste im Fahrzeugbau.
Da schau ... gut, dass ich nur oben sitz und die Dinger nicht selber
konstruier ;-)
Wieder was gelernt, danke !
Goesta
>der klassische radnabenmotor ist ein bissi was anderes: ein
>verbrennungsmotor in sternform (5 zyl? oder warens 3?) im hinterrad
>verbaut -- also solides zeug, nicht diese neumodischen kleinen
>leichten elektrodinger. ich dergoogel leider grad kein bild davon,
>schaut arg aus...
Die Megola fallert mir ein.
Hat den Motor aber im VR.
Da zahlen sich dann auch die ungefederten Massen richtig aus.
> Die Megola fallert mir ein.
> Hat den Motor aber im VR.
> Da zahlen sich dann auch die ungefederten Massen richtig aus.
motor im vorderrad ist natürlich besonders fesch. im technischen
museum steht (oder stand) eine mit murl im hinterrad...
ciao,
cm.
--
rotfl. Wirkli, tuat ma lad her Doktor, oba fuer mi is a a ausfoil (downtime
eines Services, Herr Doktor, falls Sie die Sprache unserer Landesleute
nicht verstehen), wann a service offline geht und net nur daun, waun sie da
probella hintn nimma draht. -- Peter Vratny in aip