Am 03.05.2012 20:36, schrieb Wolfgang 'Willy' Weilinger:
> Martin Smarda schrieb:
>>
>> Also ich kenne mittlerweile mehr Honda-Fahrer, deren Laderegler das Leben ausgehaucht hat, als Ducati-Fahrer die liegengeblieben sind.
>
> Um so mehr ist dieses komische Verhalten sehr eigenartig.
Manche Marken bzw. Herstellerländer haben eine lange Fehler-Historie,
die sich nicht so rasch aus dem kollektiven Gedächtnis der fahrenden
Bevölkerung löschen lässt ("deutsche Fahrzeuge = zuverlässig",
"italienische Fahrzeuge = schlampig verabeitet, rosten und sind immer
hin"). Und da merkt man sich wohl die Fälle, die ins KLischee passen,
besser als die anderen.
Zusätzlich gibt es noch die eindrucksvollen Einzelfälle, wie z.B. den
Ducatifahrer, der am Wochenende in Liechtenstein vor mir gefahren ist,
und dessen Fahrzeug beim Schalten (bzw. dem Versuch, zu schalten)
geklungen hat, als würde man ein großes leeres Ölfass mit einem dicken
Schraubenschlüssel darin heftig schütteln. So einen Ton habe ich vorher
noch nie von einem anderen Motorrad gehört.
Was die Briten angeht ("verlieren Öl, sind elektrisch anfällig und sind
oft eigenwillig designt und verarbeitet"): Die Bonneville ist
mittlerweile 10 Jahre alt, hat 76.000 km am Tacho und hat (abgesehen von
den üblichen Verschleissteilen) bis jetzt einmal ein
Öl-Inkontinenzproblem gehabt, eine Rücklichtbirne durchbrennen lassen
(soviel zum KLischee "Öl und Elektrik") und einmal etwas mangelhafter
gebremst als üblich. Und letztes Jahr hat sie hinten einen Satz
angeblich neuer Bremsbeläge in 5000 km bis aufs Metall verbraucht, was
mich (weil ich nicht damit gerechnet habe) eine neue Bremsscheibe
gekostet hat....
Heuer könnte noch ein Kupplungsservice nötig sein.
Ich halte das für ganz okay. Es wird aber sicher Leute geben, die mit
dieser Fehlerhäufigkeit nicht leben könnten.