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D I V E R S E S :
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USA 1998
REGIE:
- Steven Spielberg
DARSTELLER:
- Tom Hanks
- Tom Sizemore
- Matt Damon
- Ted Danson
- Edward Burns
MUSIK:
- John Williams
PRODUKTION:
- DreamWorks SKG
- Amblin Entertainment
- Paramount Pictures
- Mark Gordon Produktions
- Mutual Film Company
EFFEKTE:
- Industrial Light & Magic
SPIELZEIT:
- 168 Minuten
FREIGABE:
- Ab 12 Jahren
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I N H A L T :
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6. Juni 1944, Tag des alliierten Großangriffs auf Hittlers "Festung Europa".
Nach der verlustreichen Landung am Strand der Normandie wartet auf US-Captain
Miller (Tom Hanks) eine weitere Bewährungsprobe. Er soll den jungen Soldat James
Ryan (Matt Damon), einziger Überlebender von vier Brüdern, hinter den deutschen
Linien finden und Heil nach Hause bringen...
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-----------------------------
M E I N U N G :
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Der "Schrecken des Krieges"! Wenn man "Der Soldat James Ryan" gesehen hat, kann
man sich ein ungefähres Bild von dieser Bezeichnung machen. Bekannt dürften ja
wohl schon die ersten 20 Minuten des Filmes sein, in denen man so unglaublich
viel Tod und Leiden sieht. Wahrscheinlich drücken diese paar Minuten nicht ganz
den 18 stündigen Schrecken aus, dem damals knapp 62.000 Soldaten zum Opfer
vielen - jedoch bekommt man einen kleinen Vorgeschmack...und der ist
ausreichend.
Spielberg schafft genau diesen Schrecken unglaublich gut einzufangen. Die
Kameraführung ist exzellent. Oft wechselt Spielberg in die wackelige Handkamera.
Die Kamera rennt fast hilflos in dem grausamen Geschehen vorbei an verzweifelten
Verletzten, Körperteilen und Toten.
Teilweise läßt Spielberg einen an den "Freuden" eines Gehörsturzes teilhaben und
beeindruckt auch sonst sehr mit einer fabelhaften Geräuschkulisse - egal ob über
oder unter Wasser, man fühlt sich stets "dabei".
Die hervorragenden Effekte lassen nicht nur den Film gut, sondern auch 'echt'
erscheinen. Schonungslos sieht man die grausamen Arten des Todes, denen so viele
Soldaten zum Opfer vielen.
Ab und zu taucht zwar schon noch ein gewisses "Hollywood-Element" auf, jedoch
sieht man über dies recht leicht hinweg. Wie im echten Krieg gibt es auch hier
keine "Guten" oder "Bösen". Jeder kämpft für seine Sache - jeder, ob Deutscher
oder Amerikaner kann gütig jedoch auch extrem kaltherzig und brutal sein. Dies
rechne ich Spielberg hoch an. Jeder kriegt bei ihm sein "Fett" weg.
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F A Z I T :
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Ein Film nicht nur für Anhänger der (Anti)Kriegsfilme; sehenswert bis zur
letzten Minute. Keine Munute langatmig - dafür schockierend realistisch.
Unbedingt ansehen!
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W E R T U N G :
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OOOOO Action
OOOOO Atmosphäre
OOOOO Computer FX
OOOOO Handlung
OOO Humor
OOOOO Kamera
OOO Musik
OOOO Spannung
OOOOO Pers. Meinung
Gesamtpunktzahl: 4,44 von 5
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==========================================
L I S T E G E S E H E N E K I N O F I L M E 1 9 9 8
==========================================
X 01. [4,44 Punkte] Der Soldat James Ryan
02. [4,33 Punkte] Titanic
03. [4,00 Punkte] Armageddon
04. [3,89 Punkte] Lola Rennt
05. [3,88 Punkte] Lethal Weapon 4
06. [3,57 Punkte] Stadt Der Engel
07. [3,56 Punkte] Starship Troopers
08. [3,44 Punkte] Godzilla
09. [3,33 Punkte] Mäusejagd
10. [3,25 Punkte] Besser Geht's Nicht
11. [3,11 Punkte] Dr. Dolittle
12. [3,00 Punkte] Der Mann In Der Eisernen Maske
12. [3,00 Punkte] In & Out
12. [3,00 Punkte] Deep Impact
13. [2,89 Punkte] Sphere
14. [2,88 Punkte] Gattaca
15. [2,56 Punkte] Lost in Space
16. [2,11 Punkte] Akte X - Der Film
17. [1,89 Punkte] Mit Schirm, Charme Und Melone
===========================================
Punkte:
5,00 - 4,01 Punkte = Unbedingt anschauen!
4,00 - 3,01 Punkte = Aeusserst sehenswert!
3,00 - 2,01 Punkte = Nicht gesehen? Kein Verlust!
2,00 - 1,00 Punkte = Unbedingt meiden!
Bye,
/\/\ichael!
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>M E I N U N G :
>Der "Schrecken des Krieges"! Wenn man "Der Soldat James Ryan" gesehen hat,
>F A Z I T :
>Ein Film nicht nur für Anhänger der (Anti)Kriegsfilme; sehenswert bis zur
>letzten Minute. Keine Munute langatmig - dafür schockierend realistisch.
>Unbedingt ansehen!
Alles in allem hast du ja schon recht, aber mir war der Film einfach etwas
zu amerikanisch/patriotisch, was nicht heissen soll, ich fand ihn nicht
toll!
(Und ich würde ihn nicht als bessten Film des jahres bezeichnen, immerhin
war da noch "The Big lebowski" und "Jackie Brown" und.....)
simon
Waaaas ? Also das stimmt jawohl nicht !! Bei der Szene kurz nach dem
Sieg am Strand der Normandie, hat ein AMI einen Deutschen abgeknallt,
nur weil er ihn nicht verstehen konnte. Und die Szene, wo die Mauer
einstürzt und sich die beiden Seiten anschreien, mit den Fingern im
Anschlag, bei der dann schließlich die AMIS schießen und alle anderen
töten. Dagegen steht "nur" eine böse deutsche Szene: Der deutsche Soldat
sticht den anderen (der ihn ein paar Tage zuvor laufen lies) tot.
--
Christian K.
Take your greatest fear and multiply it by X....
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- Überraschungsei-Page: http://surf.to/ei-page
- TiberianSun-Site: http://fly.to/GDI-Site
- ICQ: 14054779
> Anschlag, bei der dann schließlich die AMIS schießen und alle anderen
> töten. Dagegen steht "nur" eine böse deutsche Szene: Der deutsche Soldat
> sticht den anderen (der ihn ein paar Tage zuvor laufen lies) tot.
War der nicht, war ein anderer mit aehnlicher Frisur. Ich habe das auch
erst gedacht, wurde aber in der drfm schnell berichtigt. Habe den Film
jetzt noch einmal gesehen. Die hatten recht, er ist es nicht!!!
ACHTUNG SPOILER SPOILER SPOILER
1
2
3
4
5
6
7
Aber "boese Deutschenszene", das wird immer behauptet, weil der
freigelassene Deutsche, "Steamboat Willie" (Stadler), Captain Miller
(Hanks) erschiesst. Daraufhin "exekutiert" ihn Upham (Davis). Ich sehe
die Szene weder Anti Deutsch, noch Anti Amerikanisch. Der Deutsche ist
Scharfschuetze, er ist nun mal dazu da, Menschen umzubringen, der Krieg
bringt das mit sich. Upham wurde durch den Krieg zum Moerder. Seine
ethischen Grundsaetze sind im Kampf zerstoert worden. Schlimm, aber
realistisch.
Bis dann,
Knut B.
-----------------------------------------------------------------------
Knut Brockmann
E- Mail: Knut.Br...@darmstadt.netsurf.de
Die Filmpage des Knut B.: http://surf.to/filmpage/
Neues Special im Anmarsch: Der Soldat James Ryan: Eine Analyse
> Waaaas ? Also das stimmt jawohl nicht !! Bei der Szene kurz nach dem
> Sieg am Strand der Normandie, hat ein AMI einen Deutschen abgeknallt,
> nur weil er ihn nicht verstehen konnte.
Nein, weil er sauer und ... äh ... schießwütig(?) war. Er hätte ihn
auch erschossen, wenn er ihn verstanden hätte. Man kann einen Menschen
auch ohne die Sprache zu verstehen, verstehen. Wenn die Menschen, die
dort ankamen gerufen haben "Erschießt uns!", fresse ich einen Besen.
Nach dem "Mord" hat er sich über die Sprachprobleme nur lustig
gemacht. Das war eine Szene, in der der Ami nicht gut wegkommen
sollte.
> Und die Szene, wo die Mauer einstürzt und sich die beiden Seiten
> anschreien, mit den Fingern im Anschlag, bei der dann schließlich
> die AMIS schießen und alle anderen töten.
Nur eben nicht die Amerikaner, die mit der Waffe im Anschlag die
Deutschen anschreien, sondern welche die von hinten zu Hilfe kamen. In
der Situation "gegenüberstehen" hatten beide Seiten soviel Angst, daß
keine Seite geschossen hat.
> Dagegen steht "nur" eine böse deutsche Szene: Der deutsche Soldat
> sticht den anderen (der ihn ein paar Tage zuvor laufen lies) tot.
Das war ein anderer und dem hat es auch keinen Spaß gemacht.
Andreas
--
a.e...@gmx.de ICQ: 4133249 http://www.filmfacts.de
-------------------------------------------------------------------------
Achtung! Es wird keine Gnade geben! letztes Update: 10.10.1998
Ach und warum ließ er dann den heulenden einfach so liegen (mit viel
Munition) ?? Ich denke, weil der heulende ja dafür gesorgt hatte, dass
der Deutsche nicht getötet wurde !!!!
Ja eben, genau das meinte ich ja, der AMI war da böse !!! Das wollte
ich ja mit diesem Beispiel erklären (dass es genauso viele böse AMIS
gab) !!!!
>
> > Und die Szene, wo die Mauer einstürzt und sich die beiden Seiten
> > anschreien, mit den Fingern im Anschlag, bei der dann schließlich
> > die AMIS schießen und alle anderen töten.
>
> Nur eben nicht die Amerikaner, die mit der Waffe im Anschlag die
> Deutschen anschreien, sondern welche die von hinten zu Hilfe kamen. In
> der Situation "gegenüberstehen" hatten beide Seiten soviel Angst, daß
> keine Seite geschossen hat.
Ja aber die AMIS(allgemein) haben schließlich geshossen und waren bei
diesem Beispiel ebenfalls die Bösen !!
>
> > Dagegen steht "nur" eine böse deutsche Szene: Der deutsche Soldat
> > sticht den anderen (der ihn ein paar Tage zuvor laufen lies) tot.
>
> Das war ein anderer und dem hat es auch keinen Spaß gemacht.
Sicher ? (siehe meine erste Antwort)
Ich habe doch nie von Spaß geredet !!
Ich meinte er hätte den Ami auch niederschlagen können und dann
fesseln....
> > War der nicht, war ein anderer mit aehnlicher Frisur. Ich habe das auch
> > erst gedacht, wurde aber in der drfm schnell berichtigt. Habe den Film
> > jetzt noch einmal gesehen. Die hatten recht, er ist es nicht!!!
>
> Ach und warum ließ er dann den heulenden einfach so liegen (mit viel
> Munition) ?? Ich denke, weil der heulende ja dafür gesorgt hatte, dass
> der Deutsche nicht getötet wurde !!!!
Keine Ahnung warum. Der eine hat einen norddeutschen, der andere einen
sueddeutschen Akzent. Es sind ganz andere Maenner, was alleine das
andere Gesicht beweisst.
>Waaaas ? Also das stimmt jawohl nicht !! Bei der Szene kurz nach dem
>Sieg am Strand der Normandie, hat ein AMI einen Deutschen abgeknallt,
>nur weil er ihn nicht verstehen konnte. Und die Szene, wo die Mauer
>einstürzt und sich die beiden Seiten anschreien, mit den Fingern im
>Anschlag, bei der dann schließlich die AMIS schießen und alle anderen
>töten. Dagegen steht "nur" eine böse deutsche Szene: Der deutsche Soldat
>sticht den anderen (der ihn ein paar Tage zuvor laufen lies) tot.
Und der Deutsche wird dann als einziger wieder von einem AMI abgeknallt!
Natürlich ist Saving Private Ryan ein spitzen Film, aber die Freigabe ab 12
Jahren kann ich nicht ganz verstehen.
In dem Film kommen mehr Brutalitäten und Tote in jeder erdenklichen
möglichkeit als Beispielsweise in Screm 2 . Und der war auch nicht wirklich
ab 12.
Und noch dazu denke ich, dass die Englische Originalversion (wie meißtens)
um einiges besser ist und gerade bei den Sprachschwierigkeiten besonders zur
Geltung kommt.
Ta4n
Mike
"Inge Schöffl" wrote:
>
> >FREIGABE:
> > - Ab 12 Jahren
> >-----------------------------
>
> Natürlich ist Saving Private Ryan ein spitzen Film, aber die Freigabe ab 12
> Jahren kann ich nicht ganz verstehen.
> In dem Film kommen mehr Brutalitäten und Tote in jeder erdenklichen
> möglichkeit als Beispielsweise in Screm 2 . Und der war auch nicht wirklich
> ab 12.
>
> Und noch dazu denke ich, dass die Englische Originalversion (wie meißtens)
> um einiges besser ist und gerade bei den Sprachschwierigkeiten besonders zur
> Geltung kommt.
also ich weiß nicht!
irgendwie empfand ich den film als weitaus weniger schockierend,
als ich mir aufgrund der ganzen postings vorgestellt hatte...
ob der masse an solchen szenen drangen die einzelheiten doch
gar nicht so zum betrachter durch..
ich persönlich empfand die Schlachtszenen in Michael Manns
THE LAST OF THE MOHICANS als weitaus intensiver und beeindruckender..
(um nicht zu sagen: schockierender).
ich finde, daß SPR ein toll gefilmter, solider Kriegsfilm ist,
der alles schonungslos so zeigt, wie es gewesen sein dürfte..
ein Antikriegsfilm ist er allerdings nicht,
(denn dann müßte er zeigen, daß dieser krieg sinnlos ist)
vielmehr ist die aussage:
ja gut, krieg ist das allerletzte,
und es gibt nichts schrecklicheres,
aber manchmal ist es einfach notwendig...
ich finde die Freigabe ab 12 grundsätzlich nicht falsch.
nur stellt sich die frage, ob man 12jährige unvorbereitet
und ohne begleitung in diesen film gehen lassen sollte...
(und um sowas können sich Eltern NATÜRLICH nicht kümmern,
das wär doch zu viel verlangt...)
es laufen ja nicht umsonst unmengen von kleinen monstern
und geistesgestörten herum..
bei denen würde SPR allerdings auch keinen weiteren schaden
anrichten können, genausowenig wie der film sie zum nachdenken
anregen würde...
> ich finde die Freigabe ab 12 grundsätzlich nicht falsch.
> nur stellt sich die frage, ob man 12jährige unvorbereitet
> und ohne begleitung in diesen film gehen lassen sollte...
Ich sehe ja schon, bei euch in Oestereich ist der ab 12, hier ab 16.
Letzteres finde ich auch besser: Hier im Kinopolis Viernheim lag sogar
in jedem Kassenhaeuschen ein (zufaellig von mir gelesener) Zettel vom
Chef aus: Ja keine Karten an unter 16- Jaehrige verkaufen, auch an
Eltern nicht. Bei SPR besonders darauf achten!!! Darunter stand:
Wer den Film gesehen hat oder ihn noch sieht, wird die Dringlichkeit der
Einhaltung der Vorschriften verstehen.
MFG
und so weiter...
Ich meine, der hatte schon irgendwie recht, fuer unter 16 jaehrige ist
der Film im Durchschnitt zu intensiv, war uebrigens auch Stalingrad oder
Schindlers Liste, beide in Deutshland "ab 12 "
Wer hat denn dieses Gerücht in die Welt gesetzt ?? Also bei uns war er
ab 16 !!!!!! Ich wurde auch gefragt, ob ich denn 16 Jahre alt bin !!
Frank
Ich glaube das stimmt nicht. Der deutsche Soldat, der den Ami totgestochen
hat war nicht der, den die Amis vorher laufen ließen. Der kam später erst
vor als eine Gruppe Deutscher sich dem "Feigling" ergab. Das war der, den er
erschoß. (Wahrscheinlich deshalb, weil er sich eigentlich ergeben und nicht
wieder zurücklaufen sollte zur Wehrmacht)
Der Film ist technisch Perfekt, keine Frage. Und die Kameraführung ist
genial aber die Geschichte ist oberflach.
Außerdem bin ich auch der Meinung, daß der Film mal wieder ein Werbespot für
die US-Army war.
1. Die Amerikaner gehen mal wieder durch die Scheiße um die Welt zu retten.
Diesmal gegen die Deutschen, sonst sind es entweder die Viet-Kongs,
irgendwelche Terroristen, die Drogenmafia oder Aliens.
2. Die US-Army schickt natürlich ein paar ihrer besten Jungs um einen
einzigen Soldaten zu suchen. Aus Rücksicht der Mutter gegenüber. - Ach, ist
die US-Army, nicht ein toller Verein? Wie realistisch! Prinzip: Alle für
einen und einer für alle!
3. Der bekloppte Ryan ist natürlich auch so geil und zieht es lieber vor in
diesem Krieg als Held weiter zu kämpfen als nach Hause zu gehen. Toller
Amerikanischer Patriot! Auch alle für einen und...!
Das Ende ist das allerdämlichste an dem Film, mal wieder so typisch
Hollywood. Der Ryan mußte natürlich überleben - wie scheiße ist das denn.
Dann diese Frage an seine Frau: War ich denn ein guter Mensch? Sag´ mir, daß
ich gut war! - so ein Schwachsinn. Und natürlich ganz zum Schluß: Der
Sternenbanner - hmm, war kein Werbefilm!?
Wäre es nicht ein herrliches Ende gewesen, wenn alle gestorben wären? Und
dann als letzte Szene: Eine weinende Mutter um dem Verlust Ihrer vier Söhne.
Dann, wäre die Sinnlosigkeit des Krieges viel besser rübergekommen und man
würde sich ärgern, daß all´diese Jungs umsonst gestorben sind. So sagt man
sich, naja, es lohnt sich ja irgendwie doch für das Land zu sterben wenn man
damit Gutes tut.- Und das ist finde ich keine Anti-Kriegs Aussage.
Wie gesagt halt: ein US-Army Werbespot.
Jaja, jetzt kommem sie wieder, die Besserwisser (nicht böse gemeint).
Kaum ist ein Film zu hochgelobt, kommen sie daher und decken auch den
kleinsten Logikfehler auf. Bei solch einem schwierigen Thema ist es eben
auch schwer "alles" richtig zu machen !! Und schließlich war Spielberg
weder im Krieg dabei, noch Oberfeldwebel (oder einer der sich mit
Kampf-Strategie auskennt) !!! Und das mit dem AMIS sind wieder die
GUTEN !! Eine Frage: Warum sollten denn die Deutschen die GUTEN sein ?
Und wir können froh sein, dass die Deutschen damals mehr Fehler gemacht
haben....wir alle waren nicht dabei und können daher auch nicht
urteilen !!
Ich glaube sehr wohl, dass der Soldat, der den Ami erstach,
der zuvor freigelassene Soldat *sein s o l l*, da es ansonsten für mich
keinen Sinn macht, weshalb er den "Feigling" im Treppenflur verschont hat.
Wie ich die amerikanischen (z.T.) oberflächlichen Filmemacher einschätze,
hat man hier versehentlich einen ähnlich ausschauenden Schauspieler in die
Rolle des einst freigelassenen Gefangenen gepackt - warum auch immer (merkt
ja eh' keiner)...
[...]
>Das war der, den er
>erschoß. (Wahrscheinlich deshalb, weil er sich eigentlich ergeben und nicht
>wieder zurücklaufen sollte zur Wehrmacht)
Nein, wohl eher weil er mit angesehen hat, dass dieser seinen Captain
erschossen hat.
[...]
>Das Ende ist das allerdämlichste an dem Film, mal wieder so typisch
>Hollywood. Der Ryan mußte natürlich überleben - wie scheiße ist das denn.
>Dann diese Frage an seine Frau: War ich denn ein guter Mensch? Sag´ mir,
daß
>ich gut war! - so ein Schwachsinn. Und natürlich ganz zum Schluß: Der
>Sternenbanner - hmm, war kein Werbefilm!?
Hollywood eben ;)
>Wäre es nicht ein herrliches Ende gewesen, wenn alle gestorben wären? Und
>dann als letzte Szene: Eine weinende Mutter um dem Verlust Ihrer vier
Söhne.
hmm, *herrlich* fände ich das nicht unbedingt. Obwohl du damit - wie ich
finde - nicht ganz unrecht hast (Gefahr der Kriegsverherrlichung). Es ist
aber nun mal leider so, dass sich Filme mit einem (zumindest teilweisen)
*Happyend* besser verkaufen lassen, als Filme in denen niemand überlebt.
Trotz aller Kritikpunkte empfand ich diesen Film als sehr gelungen;
zumindest mich hat er sehr nachdenklich gestimmt und das nicht nur aufgrund
der Tatsache, dass ich selbst Soldat bin, und im Falle eines Falles auch
*ran* müsste. Allerdings befinde ich mich in der glücklichen Lage, einem
Land zu dienen, in dem die Regierung nicht ganz so *gerechtigkeitsfanatisch*
ist, und nicht gleich jedem Andersdenkenden den Krieg erklärt...
> Ich glaube sehr wohl, dass der Soldat, der den Ami erstach,
> der zuvor freigelassene Soldat *sein s o l l*, da es ansonsten für mich
> keinen Sinn macht, weshalb er den "Feigling" im Treppenflur verschont hat.
1. Er ist es aber nicht. Spielberg haette doch keinen anderen
Schauspieler eingesetzt.
2. Macht es keinen Sinn oder passt es nicht in deine Argumentation?
> Außerdem bin ich auch der Meinung, daß der Film mal wieder ein Werbespot für
> die US-Army war.
> 1. Die Amerikaner gehen mal wieder durch die Scheiße um die Welt zu retten.
> Diesmal gegen die Deutschen, sonst sind es entweder die Viet-Kongs,
> irgendwelche Terroristen, die Drogenmafia oder Aliens.
Mag auf sehr viele Filme zutreffen. Auf diesen aber definitiv nicht!!!! Ich
habe in diesem Film viele Menschen jaemmerlich, nach ihren Muettern schreiend
krepieren sehen. Sie waren keine Individuen, sondern vielmehr Kanonenfutter.
Ohne eine derart grosse Anzahl von Soldaten waere die Invasion am Omaha-Beach
ziemlich in die Hose gegangen. Es ist klar, dass die Amerikaner nur gewonnen
haben, weil fuer einen getoeteten GI zwei ueberlebten. Ich weiss nicht, ob
das eine erfolgreiche Werbebotschaft fuer die US-Army darstellen soll???
> 2. Die US-Army schickt natürlich ein paar ihrer besten Jungs um einen
> einzigen Soldaten zu suchen. Aus Rücksicht der Mutter gegenüber. - Ach, ist
> die US-Army, nicht ein toller Verein? Wie realistisch! Prinzip: Alle für
> einen und einer für alle!
Miller hat es oft genug gesagt. Ryan ist ihm scheissegal. Er geht nur, weil
er sich damit das Recht erkauft, zu seiner Frau zurueckzukommen. Gerade der
Kontrast zwischen der sterilen und sicheren Atmosphaere in der Szene des
Oberkommandierenden und dem Schlachtfeld zeigt doch, wie hohl diese Phrasen
von Vaterlandsliebe und Heldentot sind. Direkt im Anschluss an die Szene am
Omaha-Beach sehen wir Frauen, die hunderte von Mitteilungen an die
Hinterbliebenen schreiben, die alle einen aehnlichen scheinheiligen Text
enthalten.
> 3. Der bekloppte Ryan ist natürlich auch so geil und zieht es lieber vor in
> diesem Krieg als Held weiter zu kämpfen als nach Hause zu gehen. Toller
> Amerikanischer Patriot! Auch alle für einen und...!
All das hast Du offensichtlich nicht mit dem kritischen Auge wahrgenommen, mit
dem Spielberg es erzaehlt hat. Ich glaube es ist eindeutig, dass niemand der
Beteiligten seinen Entschluss verstehen kann, am wenigsten seine "Retter".
> Das Ende ist das allerdämlichste an dem Film, mal wieder so typisch
> Hollywood. Der Ryan mußte natürlich überleben - wie scheiße ist das denn.
Oh Mann, in diesem Film geht es doch nicht primaer um Ryan. Miller ist die
Hauptperson. Und der ist still schweigend gestorben. Schliesslich ist er es,
von dem wir am meisten erfahren. Ryan ist nur das Ziel fuer Miller (seine
Heimkehr) aber auch das Symbol der Sinnlosigkeit dieses Krieges: 6 Soldaten
werden geopfert, um einen zu retten, weil sich ein General auf die Schulter
klopfen will, dass er in all dem Chaos Menschlichkeit und Mitgefuehl fuer die
hinterbliebene Mutter bewiesen hat.
> Dann diese Frage an seine Frau: War ich denn ein guter Mensch? Sag´ mir, daß
> ich gut war! - so ein Schwachsinn. Und natürlich ganz zum Schluß: Der
> Sternenbanner - hmm, war kein Werbefilm!?
Zugegeben die Frage an seine Frau ist ein Klischee. Aber davon abgesehen ist
die Frage verstaendlich, wenn auch reichlich hoelzern (von Spielberg)
formuliert.
Mit dem Sternenbanner bin ich mir nicht ganz sicher. Ich habe viele Meinungen
gelesen, in denen von Verblichenheit die Rede ist....?!? Aber selbst wenn es
ein patriotisches Symbol sein soll, ist Spielberg in diesem Punkt nicht
einseitig. Einige Momente spaeter wird auch die franzoesische Flagge gezeigt.
Eine andere Sache: Kann es sein, dass das Bild der von hinten angestrahlten
amerik. Flagge bereits genauso bei Oliver Stone (ich glaub in 4.Juli) zu
sehen war?
> Wäre es nicht ein herrliches Ende gewesen, wenn alle gestorben wären? Und
> dann als letzte Szene: Eine weinende Mutter um dem Verlust Ihrer vier Söhne.
> Dann, wäre die Sinnlosigkeit des Krieges viel besser rübergekommen und man
Also in Anbetracht der Tatsache, dass ich schon in den ersten 30 Minuten
beinahe das Kotzen gekriegt habe (obwohl ich als Rettungssanitaeter schon
einiges gesehen habe), glaube ich, dass eine heulende Mutter an der
Intensitaet der zu vermittelnden Botschaft vorbeigerauscht waere. (Ausserdem
haben wir sie ja gesehen, nur halt nicht am Ende.)
> würde sich ärgern, daß all´diese Jungs umsonst gestorben sind. So sagt man
> sich, naja, es lohnt sich ja irgendwie doch für das Land zu sterben wenn man
> damit Gutes tut.- Und das ist finde ich keine Anti-Kriegs Aussage.
> Wie gesagt halt: ein US-Army Werbespot.
In keiner einzigen Szene, ist mir irgendwo suggeriert worden, dass der Tod des
Einzelnen einen Sinn gehabt haette.
-----------== Posted via Deja News, The Discussion Network ==----------
http://www.dejanews.com/ Search, Read, Discuss, or Start Your Own
ich schätze, du verwechselst da etwas: trotz aller meistens durchaus
vorhandenen oberflächlichkeit in amerikanischen filmen ist Saving Private
Ryan keine fernsehproduktion fuer das nachmittagsprogramm, und demzufolge
wird der regisseur nicht so nachlaessig sein und die besetzung mitten im
film aendern.
das käme ebei einem film, der den anspruch erhebt, wichtig zu sein, einem
kuenstlerischen selbstmord gleich.
>>Das war der, den er
>>erschoß. (Wahrscheinlich deshalb, weil er sich eigentlich ergeben und
nicht
>>wieder zurücklaufen sollte zur Wehrmacht)
>
>Nein, wohl eher weil er mit angesehen hat, dass dieser seinen Captain
>erschossen hat.
wie wäre es mit beiden fakten als motiv? waere doch sinnvoll.
>>Das Ende ist das allerdämlichste an dem Film, mal wieder so typisch
>>Hollywood. Der Ryan mußte natürlich überleben - wie scheiße ist das denn.
>>Dann diese Frage an seine Frau: War ich denn ein guter Mensch? Sag´ mir,
>daß
>>ich gut war! - so ein Schwachsinn. Und natürlich ganz zum Schluß: Der
>>Sternenbanner - hmm, war kein Werbefilm!?
immerhin war es weniger patriotisch als ID4. und dass muss bei einem
amerikanischen film schon was heissen. ;-)
aber im ernst: ich haette mir die friedhofsszenen und vor allem die
Stars'n'Stripes auch lieber als weggelassen gewünscht.
vorschlag: wie ware es, wenn die BPJS in zukunft zuviel amerikanismus
zensiert?;)
>>Wäre es nicht ein herrliches Ende gewesen, wenn alle gestorben wären? Und
>>dann als letzte Szene: Eine weinende Mutter um dem Verlust Ihrer vier
>Söhne.
>
>hmm, *herrlich* fände ich das nicht unbedingt. Obwohl du damit - wie ich
>finde - nicht ganz unrecht hast (Gefahr der Kriegsverherrlichung). Es ist
>aber nun mal leider so, dass sich Filme mit einem (zumindest teilweisen)
>*Happyend* besser verkaufen lassen, als Filme in denen niemand überlebt.
vielleicht ist es aber auch ansatzweise realistisch. wenn ich mir die
wirklich unglaublichen kriegsgeschichten meines oppas anhoere, wundere ich
mich auch nur, wie der das überlebt hat (auch als einziger seiner truppe...)
allerdings hat man wenn man ihm zuhoert das gefühl, der krieg sei die beste
zeit seines lebens gewesen.
jaja, wie man dinge verklaeren kann...
>Trotz aller Kritikpunkte empfand ich diesen Film als sehr gelungen;
>zumindest mich hat er sehr nachdenklich gestimmt und das nicht nur aufgrund
>der Tatsache, dass ich selbst Soldat bin, und im Falle eines Falles auch
>*ran* müsste. Allerdings befinde ich mich in der glücklichen Lage, einem
>Land zu dienen, in dem die Regierung nicht ganz so
*gerechtigkeitsfanatisch*
>ist, und nicht gleich jedem Andersdenkenden den Krieg erklärt...
*unterschreib*
--
mst
++ "I'm so boring that I fall asleep when I talk to myself" ++
eMail: Martin.S...@GMX.net
>Ach und warum ließ er dann den heulenden einfach so liegen (mit viel
>Munition) ?? Ich denke, weil der heulende ja dafür gesorgt hatte, dass
>der Deutsche nicht getötet wurde !!!!
Munition mit falschem Kaliber? Kann der Deutsche vielleicht nicht brauchen.
Vielleicht hatte der Deutsche auch einfach nur Mitleid. Soll ab und zu auch
vorkommen - immer sind die Deutschen ja auch nicht nur die Bösen!
Bye,
/\/\ichael!
===========> Kinofilm-Kritiken
========> Starttermine in Deutschland und USA
=====> Downloads
==> http://home.augsburg.baynet.de/michael.pech
>Ich habe doch nie von Spaß geredet !!
>Ich meinte er hätte den Ami auch niederschlagen können und dann
>fesseln....
Ob das die beste Lösung ist, wenn draußen der Krieg tobt. Stechen geht dann doch
leichter als fesseln. In der Situation hätte wohl keiner - egal welche
Nationalität - anders gehandelt
Bye,
/\/\ichael!
===========> Kinofilm-Kritiken
========> Starttermine in Deutschland und USA
Marco...@gmx.de wrote:
> Ohne eine derart grosse Anzahl von Soldaten waere die Invasion am Omaha-Beach
> ziemlich in die Hose gegangen. Es ist klar, dass die Amerikaner nur gewonnen
Hat mich an Starship Troopers erinnert. Da waren die Leute auch nichts
weiter als Canonfodder und ich hab' mich gefragt, warum man da nicht
erst mit schwerem Geschuetz alles platt gemacht hat, war ja eh nur
Wueste.
Wie war das am D-Day? Wurden da keine Flugzeuge vorgeschickt und wenn
nein, warum?
> Oh Mann, in diesem Film geht es doch nicht primaer um Ryan. Miller ist die
> Hauptperson. Und der ist still schweigend gestorben. Schliesslich ist er es,
> von dem wir am meisten erfahren. Ryan ist nur das Ziel fuer Miller (seine
Nein, Ryan ist die Hauptperson, das sagt doch schon der Untertitel: "The
mission is a man." Ryan haette sterben muessen. Dann waere es zu einem
"richtigen" Anti-Kriegsfilm geworden.
So wie das Boot. Da bleibt am Schluss auch fast keiner uebrig. Der
Kontrast, den das Boot am Schluss hat (erst Volksfest, dann das sinkende
Boot und fast alle Besatzungsmitglieder tot), fehlt SPR.
> Heimkehr) aber auch das Symbol der Sinnlosigkeit dieses Krieges: 6 Soldaten
Das wird aber nicht gerade betont. Es geht unter.
> > Wäre es nicht ein herrliches Ende gewesen, wenn alle gestorben wären? Und
> > dann als letzte Szene: Eine weinende Mutter um dem Verlust Ihrer vier Söhne.
> > Dann, wäre die Sinnlosigkeit des Krieges viel besser rübergekommen und man
>
> Also in Anbetracht der Tatsache, dass ich schon in den ersten 30 Minuten
> beinahe das Kotzen gekriegt habe (obwohl ich als Rettungssanitaeter schon
Ja, die ersten 30 Minuten waren schlimm.
Aber Deinem Vorredner muss ich schon auch recht geben. Der Film waere
duesterer, abschreckender geworden, wenn es kein Happy-End gegeben
haette. Sicher, Miller ist tot, aber die (in meinen Augen) Hauptfigur
wird Rentner.
Das ist Familien-kompatibel (welche Freigabe hatte der in GB und USA?),
aber kein Antikriegsfilm, der *jeden* ueberzeugt.
Stefan
--
Am ersten November geht Deutschland offline.
http://www.gamespy.de/internetstreik/
Natuerlich. Ende gut, alles gut. Hey, die Jungs von der Army haben es
wieder mal geschafft. Sie haben die Nazis platt gemacht und den Auftrag
erfuellt. Ryan darf ein glueckliches Leben fuehren.
Der kann doch bitte in einem US Film nicht _sterben_!! Was waere denn
das, wenn den Amis hinterher daemmern wuerde, dass nicht alles so eitel
Wonne ist? Wenn die Amis _deprimiert_ aus dem Kino gehen muessten? Wenn
ihnen das Popcorn im Halse stecken bleiben wuerde?
Stellt euch vor! Vielleicht wuerde sogar die Anzahl der freiwilligen
Meldungen fuer die Starship Troopers^H^H^H^H^H^H^H^H^H^H^H^H^H^H^HUS
Army zurueckgehen. Am End muesst man die Wehrpflicht wieder einfuehren
in den USA, nur weil so ein linker Filmemacher die Leute nicht gluecklich
aus dem Kino entlassen kann. Ihnen Flausen in den Kopf setzt.
Nein. Die Maenner in SPR sind fuer eine gute Sache gestorben. Es war
etwas wert. Es war nicht umsonst. Krieg ist also doch geil, weil man
sich - trotz Schmerzen, trotz Entbehrungen, trotz Tod - fuer eine GUTE,
RICHTIGE, GERECHTE Sache aufopfern kann. Ja, Schmerzen und Aufopferung
sind geil, das sagt der Film.
Und er ist zum Kotzen. Weinerliches Amerikanisches
Heldentheater. Spielzwerg halt. Ich wette, in den USA sind die Leute im
Kino aufgesprungen und haben salutiert am Schluss. 8^>
/ferdl
--
<< In Real Life: Goldmann Ferdinand -= MUM =- >>
<< eMail : fe...@oeh.uni-linz.ac.at Muehlviertler UNIX Militia >>
<< "Oesterreich wird von schweren Beben erschuettert, ueberlebt aber!" >>
<< ('Kommt der Komet?', in: Taeglich Alles, 26.4.1998, S. 31) >>
>> Außerdem bin ich auch der Meinung, daß der Film mal wieder ein Werbespot für
>> die US-Army war.
[..]
>Mag auf sehr viele Filme zutreffen. Auf diesen aber definitiv nicht!!!! Ich
>habe in diesem Film viele Menschen jaemmerlich, nach ihren Muettern schreiend
>krepieren sehen. Sie waren keine Individuen, sondern vielmehr Kanonenfutter.
>Ohne eine derart grosse Anzahl von Soldaten waere die Invasion am Omaha-Beach
>ziemlich in die Hose gegangen. Es ist klar, dass die Amerikaner nur gewonnen
>haben, weil fuer einen getoeteten GI zwei ueberlebten. Ich weiss nicht, ob
>das eine erfolgreiche Werbebotschaft fuer die US-Army darstellen soll???
Allerdings ist uns das Kanonenfutter von Omaha-Beach völlig unbekannt.
Die erste Stunde hat mir auch ausgesprochen gut gefallen - so
realistisch hat das bisher m.W. noch niemand auf die Leinwand
gebracht. Nur hat der Zuschauer noch keine Beziehung zu den dort
getöteten. Im weitern krepiert dann zwar auch der wesentliche Teil der
uns vertrauten millerschen Truppe - aber keiner von denen versucht mit
dem nicht mehr vorhandenen Arm den abgerissenen Arm aufzuheben, hat
plötzlich nur noch ein Loch wo vorher das Gesicht war usw.. Die
sterben dann wieder wie im Kino üblich ihren Heldentot.
Gruß, Mathias Bölckow
Sehr traurig, dass man sich so darüber aufregen kann. Mir kommt es eher
so vor, als würdest du den Film von vorne herein hassen, nur weil er
viel Erfolg hat (und von allen gelobt wird)....
Mann kann doch nicht alle Soldaten sterben lassen, obwohl in
Wirklichkeit ja auch nicht alle gestorben sind !!!!
: Sehr traurig, dass man sich so darüber aufregen kann. Mir kommt es eher
: so vor, als würdest du den Film von vorne herein hassen, nur weil er
: viel Erfolg hat (und von allen gelobt wird)....
Amen.
*vor US Flagge salutier* Gott schuetze Amerika.
Ben Karré wrote:
> Wenn du sagst das Ryan die Hauptperson ist dann kannst du von Kino keine
> Ahnung haben.
Wieso?
Der ganze Film dreht sich doch nur um Ryan. Ryan ist das Ziel.
Miller ist einer der anderen Soldaten, der etwas mehr hervorgehoben
wird, aber das macht ihn IMHO nur zum Hauptdarsteller Nr. 2.
Ryan am Anfang, Ryan am Schluss. Ryan ist eine wichtige Person in dem
Film, wenn nicht die wichtigste ueberhaupt (seinetwegen setzt sich doch
der Trupp in Bewegung).
Hm, mal sehen: (Reihenfolge & Vollständigkeit wird nicht garantiert)
- Abschuss durch Scharfschütze, einige Minuten Zittern & Wimmern, tot
ohne letzte Worte
- Tödliche Verletzung bei Erstürmung des MG-Nestes, blutig oben, Loch
hinten nicht gezeigt, pure Hilflosigkeit bei den Kameraden, relativ
stiller Tod
- langsames Erstochen-Werden durch Feind, Erschlaffen des Körpers,
nachdem das Messer tief genug war, keine letzten Worte
- der etwas massigere Soldat starb irgendwann bei der Verteidigung der
Brücke, ohne es selbst ganz zu begreifen
- [Bitte ergänzen]
Nur ein Tod war richtig pathetisch:
Unser geliebter Anführer stirbt, als er heldenmutig die Brücke zu
sprengen versucht und hat noch genug Zeit, einen Appell an Ryan zu
richten, bevor er im Kreise der Restüberlebenden stirbt.
So long,
Thomas G. Liesner
Hallo Stefan!
> Wie war das am D-Day? Wurden da keine Flugzeuge vorgeschickt und wenn
> nein, warum?
Genau weiss ich es auch nicht. Dieser Teil der europaeischen Geschichte
interessiert mich eigentlich auch mehr von der politischen und menschlichen
Seite. Fuer die militaerische Details findet sich aber bestimmt ein
"Spezialist"....!!
Vielleicht war die Fliegerabwehr der Deutschen zu stark, die Verluste der
Alliierten zu gross??
> Nein, Ryan ist die Hauptperson, das sagt doch schon der Untertitel: "The
> mission is a man."
Nicht dort wo Ryan drauf steht, ist auch Ryan drin. Ich habe mich zumindest am
meisten mit Miller identifizert. Er ist von Anfang an Mittelpunkt nahezu jeder
Szene. Ryan ist SEINE Mission genauso wie .....(Mist, mir faellt gerade kein
Beispiel ein...!! :-( )
>Ryan haette sterben muessen. Dann waere es zu einem
> "richtigen" Anti-Kriegsfilm geworden.
Ist es denn jetzt ein "falscher" A.-K.-film?
> So wie das Boot. Da bleibt am Schluss auch fast keiner uebrig. Der
> Kontrast, den das Boot am Schluss hat (erst Volksfest, dann das sinkende
> Boot und fast alle Besatzungsmitglieder tot), fehlt SPR.
Bei SPR bleibt schliesslich von der Kerntruppe auch fast keiner uebrig. Aber
das ist eigentlich fuer die Message des Films vollkommen egal....
> > Heimkehr) aber auch das Symbol der Sinnlosigkeit dieses Krieges: 6 Sold=
> aten
>
> Das wird aber nicht gerade betont. Es geht unter.
Soooo? Ich fand, es war staendig gegenwaertig. (Vorsicht: Subjektivitaet!)
> Ja, die ersten 30 Minuten waren schlimm.
> Aber Deinem Vorredner muss ich schon auch recht geben. Der Film waere
> duesterer, abschreckender geworden, wenn es kein Happy-End gegeben
> haette. Sicher, Miller ist tot, aber die (in meinen Augen) Hauptfigur
> wird Rentner.
Das ist auch wieder eine Frage der Betrachtungsweise. Ich empfand das Ende
eben gerade nicht unbedingt als Happy-End. Mag daran liegen, dass ich mich
mehr mit Miller identifiziert habe. Die Ironie, dass gerade er von dem
Deutschen erschossen wird, den er vorher laufengelassen hatte, hat mich schon
arg verbittert. Natuerlich waere er auch von irgendeinem x-beliebigen Gegner
erschossen worden, aber gerade diese Wahl der Darstellung schnuerte mir die
Kehle zu!!
> Das ist Familien-kompatibel (welche Freigabe hatte der in GB und USA?),
> aber kein Antikriegsfilm, der *jeden* ueberzeugt.
Jeden ueberzeugen funktioniert eh nicht. Ich denke auch, dass nicht die
Familien-Kompatibilitaet der entscheidende Qualitaets-Faktor ist. Die Art und
Weise der Darstellung, das Vermeiden von Stereotypen und abgenutzten Symbolen
und Klischees stellen fuer mich schon eher Merkmale dar. Und da hat mich
Spielberg was dieses Genre angeht von seiner Handwerkskunst wieder mal
ueberzeugt!!
Marco
Wann denn?
Genau so, war es bei mir auch....und so sollte es auch ganz klar sein !
Häh ? Was ist denn an Zeitlupen schlimm ? Also ich finde sie cool,
gerade wenn es heiß her geht und man nicht alles aufnehmen kann. So
konnte Spielberg die Brutalität auch mehr einfangen....
Nachdem hier gerade über den Soldat Ryan hergezogen wird will auch
meine Gedanken dazu beitragen.
Also
Ausstattung: Die selben Fehler wie bei fast allen Kriegsfilmen, Die
Tiger Panzer waren keine sondern umgebaute Fahrzeuge (wahrscheinlich
ruschisse T34 ), die angesprochenen Panther Panzer sind dann
Selbstfahrgeschütze (die Dinger wo die Soldaten im offenen
Geschützraum stehen) und einem Sturmgeschütz (das Fahrzeug das den
Kirchturm wegschiesst) und alle waren meiner Meinung historisch auch
nicht richtig.
Der Lukendeckel des ersten Tigerpanzer war ausserdem sehr dünn.
Landungsszene: sehr gut in Szene gesetzt, in einem Kino mit gutem
Soundsystem ist man versucht selbst Deckung zu suchen. Aber sie wird
nur von der Amerikanischen Seite gezeigt was die Deutschen alles
durchstehen mussten sieht man nur so nebenbei (zb. Vorbereitungs und
Unterstützungsfeuer von See her). Ach ja Flugzeuge waren fast nicht im
Einsatz an den Stränden zu Teil wegen des schlechten Wetters zum
anderen weil anderswo gebraucht wurden.
Wenn man genau aufpasst sieht man das die Szenen des ersten Dorfes und
der Ortschaft mit der Brücke in den gleichen Kulissen gedreht wurde.
Radaranlage: Für diesen Angriff müsste Captian Miller eigentlich mit
dem Kriegsgericht rechnen, denn als Kommandant ist er verantwortlich
für die Sicherheit seiner Leute und die Einhaltung der Befehle und das
angreifen und einehmen einer feindlichen Stellung (noch dazu Bunker)
war absolut nicht befohlen. Er hat damit seine Mannschaft und die
Durchführung seines Befehles wissentlich gefährdet und dabei den Tod
eines Mannes verursacht.
Ausserdem marschiert man mit seiner Mannschaft nicht über freies
Gelände im Kriegs- und Einsatzgebiet sondern benutzt soviel Deckung
wie möglich.
Tja dann wären da noch Deutsche Einheiten die ohne viel Vorbereitung
noch dazu mit für das deutsche Heer äussert wichtigen (weil seltenen)
Material in Ortschaften vorstossen und sich quasi freiwillig einem
Hinterhalt hingeben, Panzerkommandanten die unter schwerem Feuer in
der offenen Luke stehen und Befehle geben.
Aber trotzdem find ich den Film gut, er kann halt nicht in Reihe der
wirklich guten Kriegsfilme eingereiht werden.
Grüsse
Johann
Bitte die vielen Rechtschreib und Grammatikfehler ignorieren, ist
besser für die Nerven.
>Ich glaube sehr wohl, dass der Soldat, der den Ami erstach,
>der zuvor freigelassene Soldat *sein s o l l*, da es ansonsten für mich
>keinen Sinn macht, weshalb er den "Feigling" im Treppenflur verschont hat.
>Wie ich die amerikanischen (z.T.) oberflächlichen Filmemacher einschätze,
>hat man hier versehentlich einen ähnlich ausschauenden Schauspieler in die
>Rolle des einst freigelassenen Gefangenen gepackt - warum auch immer (merkt
>ja eh' keiner)...
Warum kann ein Deutscher Soldat nicht einfach mal Mitleid mit einem zu Tode
verängstigten Amerikaner haben. Die Deutschen sind nicht immer die Bösen! Es hat
dem Deutschen ja auch sichtlich keinen Spaß gemacht, den Ami abzustechen. Auch
einem deutschen Soldaten kann das ewige Töten mal zu viel werden.
Bye,
/\/\ichael!
========> Kinofilm-Kritiken
=====> Starttermine in Deutschland und USA
>Wer hat denn dieses Gerücht in die Welt gesetzt ?? Also bei uns war er
>ab 16 !!!!!! Ich wurde auch gefragt, ob ich denn 16 Jahre alt bin !!
Dafür muß ich mich wohl verantwortlich zeigen. Ich vergaß leider in dem Text
einer alten Kinokritik, den ich kopiert habe, das Freigabealter abzuändern.
Das fiel mir leider erst auf, als die Kritik schon abgeschickt war.
Also nochmals entschuldigung an alle - ich weiß, sowas sollte nicht vorkommen.
Marco...@gmx.de wrote:
> Nicht dort wo Ryan drauf steht, ist auch Ryan drin. Ich habe mich zumindest am
> meisten mit Miller identifizert. Er ist von Anfang an Mittelpunkt nahezu jeder
Na ok, Ihr habt gewonnen.
Aber er kommt gleich nach Miller und haette trotzdem sterben muessen.
IMHO.
> >Ryan haette sterben muessen. Dann waere es zu einem
> > "richtigen" Anti-Kriegsfilm geworden.
> Ist es denn jetzt ein "falscher" A.-K.-film?
"[]"!
Mir waer's lieber gewesen, wenn ich deprimiert aus dem Kino gegangen
waere anstatt mit einer "Doch nochmal gut gegangen"-Stimmung.
> Deutschen erschossen wird, den er vorher laufengelassen hatte, hat mich schon
> arg verbittert. Natuerlich waere er auch von irgendeinem x-beliebigen Gegner
Hab' ich gar nicht mitbekommen.
Aber der Typ, der sich nicht die Treppen raufgetraut hat, als oben der
andere US-Soldat erstochen wurde, der hat doch dann den erschossen, den
sie vorher laufen liessen, oder?
Ben Karré wrote:
> Wenn du sagst das Ryan die Hauptperson ist dann kannst du von Kino keine
> Ahnung haben.
Wieso?
Der ganze Film dreht sich doch nur um Ryan. Ryan ist das Ziel.
Miller ist einer der anderen Soldaten, der etwas mehr hervorgehoben
Das meinst du doch nicht in im Ernst?
wird, aber das macht ihn IMHO nur zum Hauptdarsteller Nr. 2.
Ryan am Anfang, Ryan am Schluss. Ryan ist eine wichtige Person in dem
Film, wenn nicht die wichtigste ueberhaupt (seinetwegen setzt sich doch
der Trupp in Bewegung).
Ryan ist wvielleicht der zentrale Charakter der den Plot bestimmt, aber
deswegen ist Matt Damon noch lange nicht der Hauptdarstell
ISt dann bei Indiana Jones 3 auch der heilige Gral der Hauptsarsteller?
Oder bei "Auf der Suche nach dem goldenen Kind" das kleine Balg der
Hauptdarsteller?
T
Die befanden sich auch nicht in einer deratigen Schlacht. Es ist etwas
anderes in einem solchen Horror-Szenario wie Omaha BEach zu sterben als bei
einem kleineren Gefecht.
Und was ist mit dem, der verscuht die STICKY BOMB an den Panzer zu pappen,
und dabei Hopps geht? Helden Tod???
>Hm, mal sehen: (Reihenfolge & Vollst=E4ndigkeit wird nicht garantiert)
>- Abschuss durch Scharfschütze, einige Minuten Zittern & Wimmern, tot
> ohne letzte Worte
Ja, das war zumindest noch richtig blutig.
>- Tödliche Verletzung bei Erstürmung des MG-Nestes, blutig oben, Loch
> hinten nicht gezeigt, pure Hilflosigkeit bei den Kameraden, relativ
> stiller Tod
Was kümmert sich der Trottel auch um das Kind. Vor allem aber war
natürlich der fiese deutsche Schütze schuld. Naja, wurde sauber
erledigt he he....
>- langsames Erstochen-Werden durch Feind, Erschlaffen des Körpers,
> nachdem das Messer tief genug war, keine letzten Worte
Ich bin mir aber nicht sicher, ob die Szene nicht anders auf mich
gewirkt hat, als auf die meisten, da ich den Film in OF gesehen habe
und somit den deutschen besser verstanden habe. Aber:
Ehrlicher Zweikampf. Wenn nur unser Angshase, Übersetzter und Pazifist
mal seinen Arsch hochgekriegt hätte, hätte das nicht einmal not getan.
>- der etwas massigere Soldat starb irgendwann bei der Verteidigung der
> Brücke, ohne es selbst ganz zu begreifen
War wohl nicht so spektakulär, ich erinnere mich kaum noch.
>- [Bitte ergänzen]
Der Typ, dessen Auge fast in sein Zielfernrohr kroch, was aber meist
zum gewünschten Resultat führte, wurde mit samt Kirchturm
weggeschossen. Für sich genommen wäre diese Szene auch bei Dick&Doof
zu finden. Oh oh oh oooooo....
>Nur ein Tod war richtig pathetisch:
>Unser geliebter Anführer stirbt, als er heldenmutig die Brücke zu
>sprengen versucht und hat noch genug Zeit, einen Appell an Ryan zu
>richten, bevor er im Kreise der Restüberlebenden stirbt.
... für Gott und Vaterland keine Handbreit dem Feind. Wenn seine Leute
tot sind gibt es auch für ihn keine Berechtigung mehr weiterzuleben.
So sind sie unsere Helden.
Und das soll ein Antikriegsfilm sein????
Ich merke schon, Pazifismus ist so aus der Mode gekommen, dass sich
kaum noch einer daran erinnert, was das eigentlich ist.
Gruß, Mathias Bölckow
>
>Häh ? Was ist denn an Zeitlupen schlimm ? Also ich finde sie cool,
>gerade wenn es heiß her geht und man nicht alles aufnehmen kann. So
>konnte Spielberg die Brutalität auch mehr einfangen....
>
Ja, Mann... war echt volle Kanne geil, ey!
Mark
P.S. Also wer nach Statements wie diesem immer noch glaubt, er hätte einen
Antikriegsfilm gesehen..... *kopfschüttel*
: Sehr traurig, dass man sich so darüber aufregen kann. Mir kommt es eher
: so vor, als würdest du den Film von vorne herein hassen, nur weil er
: viel Erfolg hat (und von allen gelobt wird)....
>Amen.
>*vor US Flagge salutier* Gott schuetze Amerika.
Ach, werd doch endlich erwachsen!
Echte Antikriegsfilme sind z.B.
"Im Westen nichts neues" Ein Film aus den 30er Jahren spielt im 1.Weltkrieg.
"Die Brücke" Ein Haufen kleiner Jungs (Volkssturm) sollen eine unwichtige
Brücke verteidigen.
"Platoon"
"Stalingrad" für mein Empfinden der beste AK-Film
"Das Boot"
"Apocalipse Now"
Die meisten anderen angeblichen A-Kriegsfilme sind in Wirklichkeit
Kriegsfilme. Und das ist "Der Soldat James Ryan" leider auch.
Spielberg sollte mal lieber weiter seine Kinderfilme drehen und solche
Themen lieber Oliver Stone überlassen.
Ciao Morris
Was ist denn gutgegangen? Waren doch fast alle aus dem Team Tod!
Mensch Jungs! Das war dasFilmische MIttel, um die kurzfristige Taubheit vom
Miller deutlich zu machen. Der Schick, der Bombe die diekt neben ihm
explodierte. Da wird ein Trance-ähnlicher Zustand erzeugt!
David
Jo und erst der "appe Arm am Anfang ey!
David
Das sind IMHO alles ganz hervorragende Kriegsfilme! (Vor allem "Apocalypse
Now"). Ich würde aber nicht einfach sagen Kriegsfilm: Happy-End,
Anti-Kriegsfilm: kein Happy-End. Das Ziel eines Kriegsfilmes (und
Antikriegsfilm!) ist doch eigentlich dem Zuschauer zu zeigen, wie sinnlos
und zerstörerisch (psychisch und körperlich) Krieg ist. Gibt es in einem
Kriegsfilm einen Held, der die halbe Welt (die USA) rettet und es ein
schönes Happy-End kommt, ist dies weder ein K- noch ein AK-Film, sondern nur
ein Heldenepos, das im Krieg spielt, wobei das Szenario Krieg allerdings nur
ausgeliehen ist.
Da niemand einen Film dreht um zu zeigen, wie schön Krieg doch ist, bin ich
der Meinung ist ein K-Film und ein AK-Film ein und dasselbe!
> > >Ryan haette sterben muessen. Dann waere es zu einem
> > > "richtigen" Anti-Kriegsfilm geworden.
> > Ist es denn jetzt ein "falscher" A.-K.-film?
> "[]"!
> Mir waer's lieber gewesen, wenn ich deprimiert aus dem Kino gegangen
> waere anstatt mit einer "Doch nochmal gut gegangen"-Stimmung.
Also ich kann mich noch gut erinnern, wie ich aus dem Kino gegangen bin. Ich
gehoerte zu den letzten, die den Saal verliessen. Der Abspann war meine
Chance mich erstmal zu sammeln und die Bilder, die ich gerade gesehen hatte,
zu verarbeiten. Ich weiss nicht mehr welchen Gesichtsausdruck ich hatte, aber
von den Massen, die fuer die naechste Vorstellung draussen schon warteten,
fragte mich jemand, ob es denn so "schlimm" gewesen waere!! Egal ob die
Geschichte fuer Ryan gut ausgegangen ist; tausende Menschen haben in einem
Jahre andauernden Gemetzel ihr Leben gelassen, und wenn ich das in derart
intensiven Bildern geschildert bekomme (obwohl es keine Neuigkeit ist), bin
ich nicht gerade gut drauf!
> Aber der Typ, der sich nicht die Treppen raufgetraut hat, als oben der
> andere US-Soldat erstochen wurde, der hat doch dann den erschossen, den
> sie vorher laufen liessen, oder?
Yup, "Upham der Uebersetzer" erschiesst "Willie den Deutschen" (Frage an den
Rest: Wo wird eigentlich sein Name erwaehnt?) zum Schluss.
> Mir waer's lieber gewesen, wenn ich deprimiert aus dem Kino gegangen
> waere anstatt mit einer "Doch nochmal gut gegangen"-Stimmung.
Also ich kann mich noch gut erinnern, wie ich aus dem Kino gegangen bin. Ich
gehoerte zu den letzten, die den Saal verliessen. Der Abspann war meine
Chance mich erstmal zu sammeln und die Bilder, mit denen ich gerade
bombardiert worden war, zu verarbeiten. Ich weiss nicht mehr welchen
Um ehrlich zu sein, find ich die ganze Diksussion ueber Anti oder Nicht-Anti
voll ueberfluessig. Diese Genrezuordnung sagt nicht im geringsten etwas ueber
die Qualitaet des Films aus und ist Wortspalterei!!!
> Die befanden sich auch nicht in einer deratigen Schlacht. Es ist etwas
> anderes in einem solchen Horror-Szenario wie Omaha BEach zu sterben als bei
> einem kleineren Gefecht.
Tat aber bestimmt genauso weh und ist den Angehoerigen auch total egal!
> Warum kann ein Deutscher Soldat nicht einfach mal Mitleid mit einem zu Tode
> verängstigten Amerikaner haben. Die Deutschen sind nicht immer die Bösen! Es
hat
> dem Deutschen ja auch sichtlich keinen Spaß gemacht, den Ami abzustechen. Auch
> einem deutschen Soldaten kann das ewige Töten mal zu viel werden.
Spass hat es ihm ganz offensichtlich nicht gemacht. Aber was haetten sie denn
gemacht, wenn sie aufgehoert haetten zu kaempfen. Umarmung? Bruderkuss?
Handschlag? Nix da! Wenn nicht der Ami dann der Deutsche! Und wenn nicht in
diesem Raum, dann ein paar Minuten spaeter in einer anderen
Gefechtssituation unten auf der Strasse!!!!
Marco
*unterschreib*
Nina
Marco...@gmx.de wrote:
> In article <70nekg$nnj$1...@bw107zhb.bluewin.ch>,
> "simon" <simonr...@bluewin.ch> wrote:
> > >> Ryan haette sterben muessen. Dann waere es zu einem
> > >> "richtigen" Anti-Kriegsfilm geworden.
> > > Ist es denn jetzt ein "falscher" A.-K.-film?
> > Wo liegt den der Unterschied zwischen Kriegs- und Anti-Kriegsfilm?
> > Ist ein A-K-Film vielleicht ein Film, indem gezeigt wird, dass Krieg nichts
> > gutes ist? (welch schönes Exemplar von Satz!) Ist den ein Kiregsfilm ein
> > Film der zeigt, wie toll doch Krieg ist?
> > ===> Ist SPR denn nun ein Kriegs- oder ein Anti-Kriegfilm??
>
> Um ehrlich zu sein, find ich die ganze Diksussion ueber Anti oder Nicht-Anti
> voll ueberfluessig. Diese Genrezuordnung sagt nicht im geringsten etwas ueber
> die Qualitaet des Films aus und ist Wortspalterei!!!
Doch, sie sagt was über die Aussage eines Films aus, was ich ein rehct zentrales
Kriterium finde.
Gruss Nina
>>Mir waer's lieber gewesen, wenn ich deprimiert aus dem Kino gegangen
>>waere anstatt mit einer "Doch nochmal gut gegangen"-Stimmung.
Stimmt, bin ich auch der Meinung. Ein anderes Ende und der Film wäre genial
gewesen.
Naja, aber bei diesem Film, hatte man zum Schluß eher das Gefühl: "O.k. der
Krieg war scheiße und die Jungs um Miller sind drauf gegangen aber es war in
Ordnung, weil man dafür ja einen guten Menschen gerettet hat und einer
Mutter leid erspart." Ich finde man hätte eher mit dem Gefühl aus dem Kino
rausgehen sollen: "Scheiße, alle diese Männer sind in Wirklichkeit für
nichts gestorben."
Dieser Film rechtfertigt ein wenig den Krieg als ein notwendigen Übel und
vermittelt einem nicht das Gefühl, daß Kriege völlig überflüssig sind. Und
da finde ich ist genauer der Unterschied zwischen AK-Filmen und
Kriegsfilmen.
Ein Anti-Kriegsfilm muß eine Anti-Kriegsaussage haben.
Typische Kriegsfilme sind solche Filme wie:
"Der längste Tag"
"Die Brücke von Arnheim"
"Steiner, das eiserne Kreuz"
Was Du zum Schluß beschrieben hast sind solche Filme wie Rambo z.B. und da
stimme ich Dir vollkommen zu, das sind nun gar keine Kriegsfilme.
Morris
Ralph
>
>
>> Aber der Typ, der sich nicht die Treppen raufgetraut hat, als oben der
>> andere US-Soldat erstochen wurde, der hat doch dann den erschossen, den
>> sie vorher laufen liessen, oder?
>Yup, "Upham der Uebersetzer" erschiesst "Willie den Deutschen" (Frage an
den
>Rest: Wo wird eigentlich sein Name erwaehnt?) zum Schluss.
>
Ja, so habe ich das auch gesehen Upham erschießt Willie.
Der Name wurde mehrmals erwähnt:
1. Als die Deutschen die Treppe hochkamen wurde Upham von den US-Soldaten
oben im Haus gerufen.
2. Bei der Prügelei mit dem Deutschen ( der nicht Willie war, wie hier schon
mehrmals irrtümlich angenommen wurde ) schrie der Ami auch nach Upham.
Morris
Aber genau das haette ein ANTIkriegsfilm deutlich machen muessen: dass
es _keinen_ Heldentot gibt - weder in einem "Horroszenario" noch in
"kleinen Gefechten" noch bei "Aktionen". JEDER Tod ist sinnlos und
niemals heldenhaft!
Ralph
On Fri, 23 Oct 1998 12:06:21 GMT, Marco...@gmx.de wrote:
>> Aber der Typ, der sich nicht die Treppen raufgetraut hat, als oben der
>> andere US-Soldat erstochen wurde, der hat doch dann den erschossen, den
>> sie vorher laufen liessen, oder?
>Yup, "Upham der Uebersetzer" erschiesst "Willie den Deutschen" (Frage an den
>Rest: Wo wird eigentlich sein Name erwaehnt?) zum Schluss.
Er nennt seinen Spitznamen ("Steamboat-Willie") an der Radarstation,
als er merkt, dass Millers Leute ihn erschiessen wollen.
Gruss, Jan.
Allerdings soll es das sein. Schließlich wird viel Blut gezeigt und der
Film wirkt auf mich nicht kriegsverherrlichend !!!
--
Christian K.
Take your greatest fear and multiply it by X....
-----------------------------------------------------------------------
- Themes-Page: http://welcome.to/c-themes
- Überraschungsei-Page: http://surf.to/ei-page
- TiberianSun-Site: http://fly.to/GDI-Site
- ICQ: 14054779
Wen interessiert denn was die Deutschen alles gemacht haben ?? Es geht
in dem Film um die Amis (die Landung, die Mission). Fertig !
> Aber trotzdem find ich den Film gut, er kann halt nicht in Reihe der
> wirklich guten Kriegsfilme eingereiht werden.
Und die wären ??
Das finde ich absolut nicht. So ein toller Mensch kann Ryan niemals
gewesen sein !!!!!! Und der Mutter wurde nun wirklich nicht viel Leid
ersparrt, schließlich sind 3 ihrer 4 Söhne gestorben....
> Ich finde man hätte eher mit dem Gefühl aus dem Kino
> rausgehen sollen: "Scheiße, alle diese Männer sind in Wirklichkeit für
> nichts gestorben."
Im Krieg sind so gesehen wenige für nichts gestorben.....
>
> Dieser Film rechtfertigt ein wenig den Krieg als ein notwendigen Übel > und
> vermittelt einem nicht das Gefühl, daß Kriege völlig überflüssig sind.
Ein Quatsch....das stimmt doch gar nicht. Es wurde oft genug
verdeutlicht, dass es sinnlos ist, dass 6 Menschen für einen sterben.
Selbst schuld !! Ihr seid schon viel zu abgehärtet !! Wie kann man nur
sagen: "Hey ist noch mal gut gegangen" , wenn 6 Leute ihr Leben gelassen
haben ??
Hätte man sich den Deutschen etwa ergeben sollen ????
Mich
>> Aber trotzdem find ich den Film gut, er kann halt nicht in Reihe der
>> wirklich guten Kriegsfilme eingereiht werden.
>
>Und die wären ??
Im Westen nichts neues
Die Brücke
Das Boot
Stalingrad
Grüsse
Johann
Der heißt so, weil er in seiner hilflosigkeit all sein us-vokabular
ausschüttet. Unter anderem auch "Steamboat Willie" - nur zur errinerung: Das
war so mit der erste MIckey Maus Film, auf so einem blöden Hausboot.
Uphams Name fällt doch ständig!
David
>Und was ist mit dem, der verscuht die STICKY BOMB an den Panzer zu pappen,
>und dabei Hopps geht? Helden Tod???
Bumm&wech wenn ich recht erinnere. Sehr sauber, nicht so ecklig, wie
der Soldat, der am Strand versucht, seine Gedärme wieder einzusammen.
Gruß, Mathias Bölckow
>Mathias Boelckow <mathias....@gmx.net> wrote:
>
>> aber keiner von denen versucht mit dem nicht mehr vorhandenen Arm den
>> abgerissenen Arm aufzuheben,
>
>Was auch ziemlich schwer gehen würde, gelle ;)
Ja, und ziemlich makaber die Szene. Aber es war für mich die
eindrucksvollste Szene des ganzen Films.
Gruß, Mathias Bölckow
Meinst du jetzt die Szenen mit den Hörschäden? Das dumpfe hatte nichts
mit Zeitlupe zu tun, sondern sollte die Auswirkung einer neben einem
explodierten Granate zeigen. Die Bewegungen der anderen waren dabei
völlig normal. Die Idee fand ich wirklich genial.
So long,
Thomas G. Liesner
Sie haben Anti-Wirkung, wenn man das Gefühl haben soll, dass man direkt
dabei ist. Das Realleben schaltet so selten Zeitlupen...
Wo hast du den Unsinn her?
Bitte zitiere erkennbar. Und wenn dein Outlook es nicht hinkriegt, dann
kennzeichne Zitate eben manuel, aber so ist es unlesbar.
Nein.
>Ryan ist das Ziel.
Genau. Aber nicht die Hauptperson. Wie wird Ryan denn charakterisiert?
Wir wissen doch nur, dass er drei Brüder hat, aus Iowa kommt und er
gerne Krieg spielt. Und Miller? Da erfahren wir mehr. Viel mehr.
Ryan ist das auslösende Element der ganzen Handlung, um seine *Rettung*
dreht sich alles. Aber nicht um die Person an sich.
Florian
--
"Knock knock" - "Who's there?" - "Kosh" - "Kosh who?" - "Gesundheit"
-- Sheridan & Ivanova
Thomas G. Liesner wrote:
> Christian K. schrieb:
> >Häh ? Was ist denn an Zeitlupen schlimm ?
>
> Sie haben Anti-Wirkung, wenn man das Gefühl haben soll, dass man direkt
> dabei ist. Das Realleben schaltet so selten Zeitlupen...
Ja, ich finde dass in der Kameraführung bei SPR eine seltsame Diskrepanz
besteht. Einerseits das Pseudo-Dokumentarische (Blutspritzer auf der Linse,
Shaky cam und so) und andererseits diese künstl. Verfremdungen.
Offenbarkann er sich nicht so recht entscheiden was eindrücklicher ist.
Wirkte auf mich recht unentschlossen.
Gruss Nina
Sechs?
Florian
--
Offizieller Sündenbock in de.rec.sf.babylon5
Ich meine halt die Truppe, die Ryan retten sollte....
>Ryan am Anfang, Ryan am Schluss. Ryan ist eine wichtige Person in dem
>Film, wenn nicht die wichtigste ueberhaupt (seinetwegen setzt sich doch
>der Trupp in Bewegung).
Nun, eigentlich setzt sich der Trupp ja nur in Bewegung, um Hilter zu
töten, also ist Hitler die Hauptperson des Films? Bevor du mir jetzt
Godwin's Law vorwirfst, werd ich lieber ernst.
IMHO ist Miller eindeutig die Hauptperson. Ryan ist mehr ein Symbol, das
an sich gar nicht mal so wichtig ist, ähnlich wie der Koffer mit der Lese-
lampe in Pulp Fiction. Ob die Soldaten nunb losgeschickt werden, einen
vierten Bruder zu finden, einen Hügel vom Vietcong zu befreien, oder eine
Brücke zu halten, die absolut unwichtig ist, spielt doch alles keine Rolle.
Im Film geht es um Miller und seine Männer, ja sogar Upham spielt eine
größere Rolle, als Ryan!
Ciao,
Arty
--
http://home.pages.de/~arthur/
Choose Life. Choose a job. Choose a career. Choose a family.
Ach da gibt es aber auch 2(3), in denen die Amis sehr fies sind:
- Ein Ami versteht nicht, was ein Deutscher, der sich "ergeben" hat
sagt und knallt darauf hin den Deutschen lachend ab.
- Amis und Deutsche (oder waren es Franzosen) stehen sich gegenüber
mit den Fingern im Anschlag und schreien sich an. Sie verstehen sich
nicht. Und wer schießt letztendlich ? Genau, Amis !!
- Sie lassen den Deutschen, der erst noch recht unschuldig war, sein
eigenes Grab schaufeln und wollen ihn hinrichten. (unsere "nette"
Truppe)
Tata !!!!
1. es sind bedeutend weniger
2. das thema ist abgehakt
3. nerv nicht mit wiederholungen, wenn du selber auch keine zeit übrig
hast
Der hat nicht überlegt!!!!!!!!! Das wurde jetzt hier schn dutzend mal
festgestellt und ist auch definiv so. Damit wir_s nochmal klarstellen:
Steamboat Willie ist sich nicht darüber bewußt, daß er MIller tötet!!!!!!!
mit 'die
>sinnlosigkeit des krieges' hat das nichts mehr am hut. ich finde, gerade
bei
>solchen filmen, die sehr ans gemuet gehen, die fragen und gedanken ueber
den
>krieg freisetzen sollen , steuern solche szenen ( ausserdem : der deutsche
>soldat als mr. mega brutal sticht den dolch schoen langsam zu
Der würde gerne schneller, ging aber nicht!!!!!
David
>- Amis und Deutsche (oder waren es Franzosen) stehen sich gegenüber
>mit den Fingern im Anschlag und schreien sich an. Sie verstehen sich
>nicht. Und wer schießt letztendlich ? Genau, Amis !!
>- Sie lassen den Deutschen, der erst noch recht unschuldig war, sein
>eigenes Grab schaufeln und wollen ihn hinrichten. (unsere "nette"
>Truppe)
>
>Tata !!!!
>--
>Christian K.
Kann man noch wochenlang fortführen:
Der Flammenwerfer am Anfang...
Die Rpckeschüsse an den Schützengräben nach der eroberung....
Diese bösen Ami-Schweine! ;-)
David Gielen
>> ausserdem : der deutsche
>>soldat als mr. mega brutal sticht den dolch schoen langsam zu
>
>Der würde gerne schneller, ging aber nicht!!!!!
Habe ich auch so verstanden. Merkwürdig, dass das so unterschiedlich
aufgefasst wurde.
Gruß, Mathias Bölckow
> Was die Zeitlupe betrifft, so ist dergleichen ja auch nicht gerade
> verboten. Im Gegensatz zu Sam Peckinpah, der auf diese Art Gewalt
> genüßlich zelebrierte, setzt Spielberg das Mittel in SPR durchaus
> passend ein. Wenn man Berichte von Menschen liest, die in derart
> extremen Situationen waren, so erfährt man da oft von "Zeitdehnungen"
> und ähnlichem.
Frisch doch bitte nochmal mein Gedaechtnis auf: ich kann mich waehrend
der Schlachten eigentlich nicht richtig an Zeitlupen erinnern. Die
beiden Gelegenheiten an denen Stille eintrat, war IIRC als zweimal in
allernaechster Naehe von Capt. Miller ein Einschlag stattgefunden hatte.
Korrekt?
bye...
--
Dietmar Althaus
a286...@smail.uni-koeln.de
> Ich kann ja verstehen, daß man bei einem Film, der einem in
> der Tendenz mißfallen hat, versucht, alles schlecht zu finden.
Verstehen kann ich das auch. Dennoch macht es für mich genau den
Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Kritik aus.
Aber dies nur am Rande.
Oliver.
Jupiee, endlich mal jemand der weiß was bei Pulp-Fiction in dem Koffer war!
Danke.
Ciao Morris.
Harald Spyra wrote:
> On Sat, 24 Oct 1998 11:06:20 +0200, Nina Stoessinger wrote:
>
> >Ja, ich finde dass in der Kameraführung bei SPR eine seltsame Diskrepanz
> >besteht. Einerseits das Pseudo-Dokumentarische (Blutspritzer auf der Linse,
> >Shaky cam und so) und andererseits diese künstl. Verfremdungen.
> >Offenbarkann er sich nicht so recht entscheiden was eindrücklicher ist.
> >Wirkte auf mich recht unentschlossen.
>
> Ich kann ja verstehen, daß man bei einem Film, der einem in der Tendenz
> mißfallen hat, versucht, alles schlecht zu finden.
Lieber harald, Du hast SPR und Spielberg zwar grandios verteidigt, bist aber gar
nicht auf das eingegangen, was ich oben gemeint habe. Ich habe nicht versucht
alles schlecht zu finden, es gibt durchaus auch Aspekte an SPR die ich gut fand,
über die effects z.b. kann ich nur staunen.
ich bleibe dabei, dass in der kameraführung (ja: auch wenn der kaminski halt
auch bekannt und "gut " ist wage ich ihn zu kritisieren) eine gewisse
unentschlossenheit (s.o.) herrscht. ich würde gerne dazu reaktionen hören, nicht
unbedingt schlammschlachten gegen leute, die gewisse aspekte an SPR nicht mögen.
ok?
Gruss Nina
Genau meine Meinung !!
--
Christian K.
Ich meine, dass sich in der Kameraführung ein prinzipieller Konflikt des FIlmes
spiegelt: Einerseits will er die Wirklichkeit so genau wie nur irgend möglich
abbilden, also dem Zuschauer fast dokumentarische Qualitäten vermitteln. Andererseits
kann er sich doch nicht ganz vom Hollywoodschmalz fernhalten und vom, wie ich meine,
Pseudo-Tragischen.
Ich denke nicht, dass es ein Vorwurf an Spielberg in dem Sinne ist. Ich anerkenne
seine Verdienste. Ich behalte mir aber vor, jeden Film, den ich sehe,
auseinanderzunehmen.
Ich habe unter einem neuen Titel meine ausführliche Kritik von SPR (nach dem 2.
Ansehen) gepostet. Wenn jemanden meine ausführliche Meinung interessieren sollte,
kann er / sie's dort nachlesen :-)
Gruss Nina
> Ja. Mir kam es nur während der bewußten Szenen so vor, als würden sich
> die von Miller beobachteten Dinge etwas langsamer als real abspielen.
> Wenn etwa der Soldat am Strand seinen abgerissenen Arm aufhebt. War aber
> vielleicht auch nur gerade die von Spielberg beabsichtigte Wirkung. Kann
> also gut sein, daß "richtige" Zeitlupe gar nicht vorkam. Jedenfalls war
> es aber ein Effekt, über dem man in Memoiren von Soldaten, Unfallopfern
> usw. öfter lesen kann und IMO hervorragend realisiert. Spielberg (von
> einigen hier billig als "Spielzwerg" verunglimpft) hat momentan
> handwerklich nicht seinesgleichen. Über seinen Geschmack und seine
> Fähigkeiten als Erzähler kann man sicherlich geteilter Meinung sein.
Sehe ich aehnlich, die Darstellung der Geschehnisse und die
Vereinnahmung des Zuschauers geschieht speziell in dieser ersten halben
Stunde auf hoechstem Niveau. Ich habe nach einiger Zeit im Kino gesessen
und gedacht: hoffentlich ist es bald vorbei. Speziell die Kamera die
kurz ins Meer taucht dort die Leute sieht, wie sie Unterwasser getroffen
werden und sich dann gleich einem GI wieder an den Strand kaempft.
Deshalb war auch dieser Kunstgriff mit der ploetzlichen Stille nach
einem Granateinschlag so unglaublich gut: keine verklaerte Pause oder
Zeit fuer getragene Streicher im Hintergrund, die Leute krepieren mit
oder ohne Sound wie die Tiere. Man war einfach (um mal etwas unpassend
eine beliebten Werbespruch zu zitieren) mittendrin statt nur dabei.
Das ist, wie Du schon sagst, gottseidank nicht der Fall. Aber fuer mich
persoenlich war Mr.Spielberg in der ersten halben Stunde so nah dran wie
noch keiner vor ihm. Es war natuerlich auch eine sehr intensive Szene,
die er bewusst fuer ihre Eindringlichkeit und Identifikationspotential
ausgesucht haben duerfte. Dennoch offenbart sich IMHO hoechste
Virtuositaet in der Art und Weise wie sie umgesetzt wurde.
>Und damit sind wir bei der prinzipiellen Schwäche von solchen Filmen.
>Sie können noch so realistisch sein. "The real stuff" sind sie natürlich
>gottseidank nicht. Deshalb dürften viele Zuschauer in SPR auch in erster
>Linie einen Film mit geiler Action sehen. Vor ein paar Tagen hörte ich
>in der U-Bahn Jugendliche (definitiv unter 16) mit Lust die
>entsprechenden Szenen von SPR diskutieren. Das hörte sich nicht
>"betroffener" an als vor ein paar Monaten im Fall von "Starship
>Troopers".
Aber ob die "definitiv unter 16jährigen" auch den Sinn von SPR verstanden haben
und ein bißchen hinter das 'Gemetzel' geschaut haben...
Bye,
/\/\ichael!
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