Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Prioritätenliste Tram (war: Re(9): Station Schottenring (Re: GR 0.9.98:StationPra

0 views
Skip to first unread message

Michael Suda

unread,
Oct 8, 1998, 3:00:00 AM10/8/98
to
Daniel Sokolov wrote on 10/6/98 at 18:08
to GA-Umwelt/Verkehr about "Re(8): Station Schottenring (Re: GR
30.9.98:StationPraterstern, Umbau...)":
-----------------------------
>Du magst Recht haben. Ich erlaube mir die rhetorische Frage, warum
>ein Bus
>soviel besser ins Stadtbild paßt als eine Strßenbahn...

Dazu meine ich:

Zuerst: hier geht's nicht um Recht oder Unrecht sondern um die
Divergenz zwischen technischer Machbarkeit und politischer Akzeptanz.

Optisch "paßt" der Bus als Fahrzeug genauso gut oder schlecht ins
Stadtbild wie eine Tramway. Das Problem sind die ortsfesten Bauteile
der Tramway, insbesondere Gleise und Fahrdraht. Ob z.B. der
Michaelerplatz oder Josefsplatz mit einer querdrüberlaufenden Tram
besser ausschauen würden, wage ich zu bezweifeln. Beide sind übrigens
(weitgehend) parkplatzfreie Plätze.
Als Straßenbahnfan würde ich es akzeptieren, andere Leute würden wohl
dagegen Sturm laufen.

Aus meiner Sicht sollten im Straßenbahnnetz Dinge Vorrang haben, die
der Verbesserung und Optimierung des Bestandes dienen, wie z.B.
Verbesserung der Netzstruktur ((Wieder-)Herstellung von
Gleisverbindungen, Linienverknüpfungen), dann neue Erschließungslinien
am Stadtrand, dann Erhöhung der Leistungsfähigkeit auf wichtigen Linien
(z.B. durch längere Züge), dann eventuell Schließung von Netzlücken im
Vorstadtgebiet (Bezirke 2-9). Diese Dinge erscheinen mir bei genügender
Aufklärungsarbeit und einer geschickten Informationspolitik auch
durchsetzbar. Gegen Ende der Prioritätenlisten kämen dann auch
umstrittenere Dinge wie Wiederherstellung von Parallelführungen zur
U-Bahn (Wagramer Straße - Lasallestraße - Praterstraße z.B.) oder
vielleicht auch eine Trasse quer durch die Innenstadt.
Ganz unabhängig davon wären allgemeine technische Reformen wie deutlich
effizientere Bevorrangung, ein funktionierendes Leit- und
Informationssystem statt des verhunzten RBL-Sch*****, verbesserte
Gestaltung von Haltestellen und Umsteigpunkten sowie verbesserte Rad-
und Weichenbauformen notwendig. Die Fahrzeugfrage dürfte, falls die
größere ULF-Bestellung wirklich schon rechtsverbindlich ist, für das
nächste Jahrzehnt geklärt sein.

Und immer dran denken: Selbst ein Luxus-Verbesserungspaket für die
Tramway kostet vielleicht höchstens so viel wie eine neue U-Bahnlinie,
würde aber in ganz Wien flächendeckend wirken....
-----------------------------
Michael Suda
Autokaderstraße 3-7/32/15
A-1210 Wien
Österreich/Austria

E-Mail: michae...@blackbox.at (privat)
michae...@bka.gv.at (Büro)


--- OffRoad 1.9x registered to Michael Suda

--

0 new messages