Einladung zu den Veranstaltungen des globaLE Filmfestivals in Leipzig

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Mike Nagler

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Aug 10, 2021, 10:01:12 AM8/10/21
to Mike Nagler
Liebe Freundinnen und Freunde,

letzte Woche hat das globaLE Filmfestival begonnen und die beiden ersten
Veranstaltungen in Grünau und in Mockau letzten Donnerstag und Freitag
mussten leider aufgrund des Wetters abgebrochen werden. Wir holen beide
Veranstaltungen aber zu einem späteren Zeitpunkt nach. Das betrifft die
Filme "Sorry we missed you" und "Kommen Rührgeräte in den Himmel?.

Diese Woche geht's aber weiter mit der Reihe und es finden Mittwoch,
Donnerstag, Freitag und am Sonnabend Veranstaltungen statt. Der Eintritt
zu allen Veranstaltungen ist frei. Schaut doch mal vorbei!

Das komplette Programm findet ihr auch auf der Webseite der globaLE
unter www.globale-leipzig.de oder auf FB www.fb.com/globaleipzig
Außerdem hat die globaLE einen Telegramkanal über den alle
Veranstaltungsinfos, mögliche spontane Programm- oder Ortsänderungen
etc. zeitnah mitgeteilt werden: https://t.me/globaleleipzig

Hier in Kurzform die Übersicht der kommenden Veranstaltungen:

MI, 11. August | 19.00 Uhr | Caracan im Auwald (Neue Linie 20)
Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts (Vortrag & Buchvorstellung mit Dr.
Werner Rügemer, Uni Köln). Neue Finanzakteure haben nach der Finanzkrise
von 2008 die bisherigen Großbanken abgelöst. Blackrock & Co sind nun die
Eigentümer von Banken und Industriekonzernen. Hinzukommen
Private-Equity-Fonds, Hedgefonds, Wagniskapital-Investoren und
Investmentbanken. Mit Digital-Giganten wie Amazon, Facebook, Google,
Microsoft, Apple und Uber haben die neuen Finanzakteure schon vor Donald
Trumps »America First« die US-Dominanz in der EU verstärkt. Arbeits-,
-Wohn-, -Ernährungs- und Lebensverhältnisse: Die neue Ökonomie dringt in
die feinsten Poren des Alltagslebens von Milliarden Menschen ein. Die
Kapitalisten des 21. Jahrhunderts verstecken ihre Eigentumsrechte in
vier Dutzend Finanzoasen, fördern rechtspopulistische Politik, stützen
sich auf eine zivile, transatlantische Privatarmee von Beratern und
kooperieren in Silicon-Valley-Tradition mit Militär und Geheimdiensten.
Ein Systemvergleich des »westlichen« mit dem sozialistisch geführten
Kapitalismus Chinas umreißt eine alternative Logik.

Und danach, sobald die Lichtverhältnisse es zulassen, zeigen wir
folgenden Film: The New Corporation (Kanada 2020, engl. UT)
Der Film enthüllt, wie die Übernahme der Gesellschaft durch Konzerne,
durch schlaue Umbenennung von Unternehmen als sozial bewusste
Einheiten, gerechtfertigt wird. Der Film befasst sich mit der Macht der
Konzerne im heutigen Kapitalismus, zeigt aber auch wie weltweit
Menschen auf die Straßen gehen um für Gerechtigkeit und die Zukunft des
Planeten zu kämpfen.

DO, 12. August | 20.00 Uhr | Grassimuseum, Wiese im Innenhof
(Johannisplatz 5-11)
Congo Calling (BRD 2019, dt. UT)
Drei Europäer im Krisengebiet Ostkongo. Drei persönliche Perspektiven
auf das Zusammenleben und Zusammenarbeiten zwischen Europa
und Afrika – und die Frage: Wie hilfreich ist die Entwicklungshilfe des
Westens?
Im Anschluss Diskussion mit Prof. (em) Dr. Friederike Diaby-Pentzlin (FIAN).

FR, 13. August | 20.00 Uhr | Grassimuseum, Wiese im Innenhof
(Johannisplatz 5-11)
Chez Jolie Coiffure (Belgien 2018)
Ein winziger Friseursalon im Viertel Matonge in Brüssel. Die Frauen, die
hier arbeiten und bedient werden, kommen aus Afrika. Ihre
Geschichten handeln von gefälschten Pässen und Fluchtwegen über Libyen,
Syrien oder Griechenland, von zurückgelassenen Familien,
belgischen Männern und komplizierten Liebesbeziehungen. Ein höchst
aufschlussreicher Dokumentarfilm, der den Alltag und die Sorgen
westafrikanischer Einwandererfrauen in einem Raum festhält, den sie ihr
eigen nennen können...
Im Anschluss Diskussion mit Aktivistinnen des "Grand Beauty Salon".

SA, 14. August | 20.00 Uhr | (Umland) Schloss Frohburg
(Florian-Geyer-Strasse 1, Frohburg. In Kooperation mit NABU Station
Eschefelder
Teiche und Schloss Frohburg e.V.) (Infos für die gemeinsame Anreise: Wir
organisieren eine Fahrradtour von Leipzig nach Frohburg und starten
gegen Mittag. Hierfür ist eine Anmeldung notwendig. Wer mitkommen
möchte, meldet sich direkt bei mir unter 0179-9619584 oder per Mail bis
Donnerstag Abend. Rückfahrt wäre am Sonntag.)
Film: Land des Honigs (Mazedonien 2019, dt. UT)
Der Dokumentarfilm erzählt auf erschütternde Weise von einem
Einzelschicksal auf dem Land in Nordmazedonien, das ungefragt für das
große Ganze stehen kann: die weltweite Honigproduktion ebenso wie die
Natur im Gesamten...
Im Anschluss Diskussion u.a. mit dem Imker Wolfgang Nitschke aus
Frohburg sowie Aktiven von der Teichstation.

MI, 18. August | 20.00 Uhr | Caracan im Auwald (Neue Linie 20)
Contrahistoria - Geschichte von unten (Spanien, BRD 2020, dt. UT)
Während Spanien den westlichen Demokratien im Allgemeinen als ein Land
gilt, das erfolgreich den Faschismus überwunden hat und
vollständig demokratisiert ist, zeigt der Dokumentarfilm ein konträres
Bild. Contrahistoria ist ein antifaschistischer Dokumentarfilm über
faschistische Kontinuität, Repression und soziale Kämpfe in Spanien.
Im Anschluss Diskussion mit Aktivist/innen.

DO, 19. August | 20.00 Uhr | Grassimuseum, Wiese im Innenhof
(Johannisplatz 5-11)
Downstream to Kinshasa (Belgien, DR Kongo, Frankreich 2020)
Im Sommer 2000 lieferten sich ugandische und ruandische Truppen in
Kisangani eine verheerende Schlacht. Der Internationale Gerichtshof
verurteilte Uganda zur Zahlung von einer Milliarde US-Dollar an die
zivilen Opfer. Nach fast zwanzig Jahren vergeblichen Wartens machen
sich einige von ihnen auf den Weg nach Kinshasa, um ihrem Rechtsanspruch
Nachdruck zu verleihen.
Im Anschluss Diskussion mit dem Sozialwissenschaftler Janosch Kullenberg
(Berlin).

FR, 20. August | 20.00 Uhr | Caracan im Auwald (Neue Linie 20)
„Cancel Culture“ oder demokratische Debattenkultur? (Diskussion)
„Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden“ schrieb Rosa
Luxemburg vor über hundert Jahren in ihrem bekannten Text zur
russischen Revolution. Vielen ist dieses Zitat bekannt und über fast
hundert Jahren war es auch Richtschnur für Toleranz und Handeln
progressiver Akteure. Wie ist es eigentlich um die vielbeschworene
Meinungsfreiheit und Toleranz hierzulande tatsächlich bestellt? Sind wir
noch in der Lage miteinander zu diskutieren? Seit Covid-19 hat der Trend
hin zu Intoleranz und Kommunikationsunfähigkeit zugenommen,
ist der Ton härter geworden und für manche scheint es nur noch diese
oder jene Schublade zu geben. Wir möchten an dem Abend Raum für
Diskussionen über dieses Phänomen schaffen und wie dem entgegnet werden
kann. Diskussion u.a. mit Elisabeth Voss (Berlin), Ingeborg Schellmann
(Halle), Ulrike Bernard (Leipzig), Mike Nagler (Leipzig) und Johannes
Schroth (Leipzig).

MI, 25. August | 20.00 Uhr | Robert-Koch-Park (Wiese vor dem Parkschloss
Grünau)
One Word (Marshallinseln, BRD 2020, dt. UT)
Eine partizipative Dokumentation über die Folgen des Klimawandels. Ein
Großteil der Marshallinseln liegt weniger als zwei Meter über dem
Meeresspiegel. Negative Prognosen gehen davon aus, dass die Inseln bis
2050 untergehen werden. Die Filmemacher vertrauten darauf,
dass die marschallesischen Einwohner*innen die einzigen zuverlässigen
Experten für die Geschichte ihres Landes sind.
Im Anschluss Diskussion mit den Filmemacher/innen und Aktivist/innen
Viviana und Mark Uriona (Kameradistinnen).

DO, 26. August | 20.00 Uhr | Robert-Koch-Park (Wiese vor dem Parkschloss
Grünau)
Grenzland (BRD 2021)
Das weite, flache Land hinter den Deichen an Oder und Neiße liegt wie
einst. Überschwemmungen sind darüber hinweg gezogen, Kriege,
Menschen auf ihren Wanderungen und der Suche nach einem Ort zum Bleiben
und dem besseren Leben. Eine Landschaft und ihre
Geschichte. Grenzland - eine Reise. Vom Dreiländereck, wo Dtl., Polen
und Tschechien einander berühren, bis hinauf zum Oderhaff.
Im Anschluss Diskussion mit dem Filmemacher Andreas Voigt.

FR, 27. August | 20.00 Uhr | Schönefeld-Ost (BGL Hof, Max-Lingner-Straße
8-22 / Löbauer Straße 54-56.)
Wem gehört mein Dorf? (BRD 2021) (In Kooperation mit dem BGL
Nachbarschaftshilfeverein.)
In seinem Heimatdorf an der Ostsee beobachtet der Filmemacher Christoph
Eder das Erwachen der Einwohner*innen aus ihrer politischen
Lethargie im Kampf um das Schicksal des beliebten Touristenorts. Ein
Film über das Wesen der Demokratie zwischen weißer
Bäderarchitektur und dem Rauschen des Meeres.
Im Anschluss Diskussion mit Aktivisten.

MI, 01. September | Innenstadt: Veranstaltung zum Weltfriedenstag,
aktuelle Infos vorab unter www.leipzig-gegen-krieg.de

MI, 01. September | 20.00 Uhr | Caracan im Auwald (Neue Linie 20)
Sommerkrieg (BRD, Ukraine 2019, dt. UT)
Kinder besuchen im Sommer das paramilitärische Ausbildungscamp des
rechtsextremen Azow-Regiments. Sie sollen die Ukraine der
Zukunft begründen. Die minderjährigen Teilnehmer*innen lernen zu
kämpfen, zu schießen, zu schreien und Befehle zu befolgen. Mit aller
Härte werden sie mit der Wirklichkeit einer Gesellschaft im
Kriegszustand konfrontiert und erhalten dafür einen Platz in einer
Gemeinschaft.
Doch wie wirken sich der Drill und die Indoktrination auf die
Teilnehmer*innen aus und was wird aus ihnen, wenn sie das Lager verlassen?
Im Anschluss Diskussion mit den Filmemachern Moritz Schulz und Christoph
Bockisch.

DO, 02. September | Caracan im Auwald (Neue Linie 20)
No gold for Kalsaka (Burkina Faso, BRD 2019, dt. UT)
Schon immer haben die Menschen in Kalsaka, einem Dorf im afrikanischen
Burkina Faso, von ihrem Land gelebt. Dies endete abrupt mit
der Ankunft eines multinationalen Bergbauunternehmens. Ein
eindrücklicher Film über die Folgen des industriell betriebenen Goldabbaus
und die globalen, unfairen Marktbeziehungen.
Im Anschluss Diskussion.

FR, 03. September | 20.00 Uhr | Wagenplatz Toter Arm (Lauerscher Weg
70a, nahe Cospudener See)
Sarita (Italien, BRD 2019, dt. UT)
Der Film porträtiert bhutanische Geflüchtete in einem Lager in Nepal.
Dort leben sie, seitdem sie 1990 verbannt wurden, weil sie mehr
Rechte gefordert hatten. Viele von ihnen werden in verschiedene Länder
umgesiedelt. Die 13-jährige Sarita wurde im Camp geboren. Für
sie beginnt eine unfreiwillige Reise ins Ungewisse. Dabei versucht sie,
wie viele ihrer Landsleute, eine Heimat zu finden.
Im Anschluss Diskussion mit dem Regisseur Sergio Basso.

MI, 08. September | 20.00 Uhr | Peterskirche (Schletterstraße 5)
Die Kordillere der Träume (Chile, Frankreich 2019, dt. UT)
Der Film nimmt uns mit nach Chile, wo das Andengebirge Symbol des Landes
ist, Erinnerung an die Geschichte, erschreckend und
sehnsuchtsvoll. Er zeigt die bizarren Auswüchse eines kapitalistischen
Systems, das einigen beispielsweise durch die Kupfervorkommen
großen Reichtum gebracht hat, während der Rest in Armut lebt und
beschäftigt sich dabei ausführlich mit den Verbrechen der Militärdiktatur.
Im Anschluss Diskussion.

DO, 09. September | 20.00 Uhr | Peterskirche (Schletterstraße 5)
Das andere Leben - Schule, Kindheit und Jugend in der DDR (BRD 2020)
Mit der Gründung der DDR entsteht zum ersten Mal auf deutschem Boden
eine Einheitsschule für alle Kinder. Anekdoten und Erklärungen
über die Polytechnik, politische Bildung, die Pionierorganisation und
zum Jugendleben vermitteln ein Bild eines weit verzweigten,
einheitlichen Netzes der Bildung und Erziehung, das jedem Kind
offenstand. Pioniere und Freie Deutsche Jugend sind sowohl Freizeit-
organisationen als auch Organe der Mitbestimmung gewesen. Zuletzt war
der revolutionäre Geist der Jugend allerdings nicht stark genug...
Im Anschluss Diskussion mit dem Protagonisten Edmund Pelzer und den
Filmemacherinnen von der Kommunistischen Organisation (KO).

FR, 10. September | 20:00 Uhr | Ost-Passage Theater (Konradstraße 27)
Silence Radio (Mexiko, Schweiz 2019, dt. UT)
Die regierungskritische Enthüllungsjournalistin und
Nachrichtensprecherin Carmen Aristegui ist eine der wenigen Stimmen
Mexikos mit dem
Mut zur Wahrheit. 2015 wird Carmen vom Sender mit ihrem Team entlassen
und verklagt. Sie enthüllte die Verwicklung der damaligen
Präsidentenfamilien Peña Nieto in einen Immobilienskandal.
Im Anschluss Diskussion.

SA, 11. September | 20.00 Uhr | Neustadt-Neuschönefeld, Grünfläche
(Meißner Str. 44). In Kooperation mit dem Querbeet-Flimmergarten.
Kabul, City in the Wind (Afghanistan/ Deutschland/ Japan/ Niederlande
2018, dt. UT)
Ja, es ist noch Krieg in Afghanistan, auch wenn der seit langem
brodelnde Krieg längst aus der Aufmerksamkeit der westlichen Öffentlichkeit
verschwunden ist. Für die Menschen in der Hauptstadt Kabul ist Krieg
dagegen an der Tagesordnung. Der Dokumentarfilm schildert
Geschichten von gewöhnlichen Menschen und ihrer Bewältigung des Alltags
in einem von Krieg und Gewalt gezeichneten, instabilen Land.
Im Anschluss Diskussion mit Bahadur Rajabi.

MI, 15. September | 20.00 Uhr | Peterskirche (Schletterstraße 5)
18 Kühe zwischen zwei Fronten (Palästina, Kanada, Frankreich 2014)
1987: Als Reaktion auf die Besetzung des Westjordanlands kaufen die
Bewohner*innen des Städtchens Bait Sahur 18 Kühe und gründen
eine eigene Milch-Kooperative. Das Projekt erweist sich als voller
Erfolg und die Kühe werden zu regionalen Berühmtheiten - bis die
israelische Armee sie zu einer Gefahr für die nationale Sicherheit
erklärt...
Im Anschluss Diskussion.

DO, 16. September | 20.00 Uhr | Peterskirche (Schletterstraße 5)
The Lab (Israel, Belgien, Frankreich 2013)
Die Rüstungs- und Militärindustrie ist einer der wichtigsten
Stützpfeiler der israelischen Wirtschaft: Große israelische Firmen
entwickeln
modernste Techniken der Kriegsführung, die von privaten Geschäftsleuten
über ein Netzwerk aus Politik und Militär in der ganzen Welt
vertrieben werden. Wem der Begriff „Militärisch-industrieller-Komplex“
abstrakt vorkommt sollte sich diesen Film unbedingt ansehen – er
zeig in aller Klarheit, was das in der Praxis bedeutet.
Im Anschluss Diskussion mit dem Ökonom und Journalisten Dr. Shir Hever.

FR, 17. September | 20.00 Uhr | Peterskirche (Schletterstraße 5)
On the side of the road (Israel, Palästina 2013)
Der Film von Lia Tarachansky dokumentiert die kollektive Leugnung der
Ereignisse von 1948, welche zur Gründung des Staates Israel, zur
Zerstörung hunderter palästinensischer Dörfer und der Vertreibung von
über 700.000 Menschen führten. Es kommen Menschen zu Wort,
die bei den damaligen Ereignissen eine Rolle gespielt haben. Die Autorin
ist in der israelischen Großsiedlung Ariel aufgewachsen. Erst als
Erwachsene begann sie die Probleme der Besatzung Palästinas zu realisieren.
Im Anschluss Diskussion.

SA, 18. September | 20.00 Uhr | (Umland), Pödelwitz. In Kooperation mit
„Pödelwitz hat Zukunft e.V.“ (S-Bhf Neukieritzsch + 7 km Rad,
Zelten vor Ort möglich, Infos für gemeinsame Anreise sowie genauer
Veranstaltungsort im Dorf siehe einige Tage vorher auf der Webseite.)
Brückenjahre (BRD 2014)
Den Bewohner*innen des Lausitzer Dorfes Kerkwitz droht seit 2008 die
Abbaggerung durch den Energieriesen Vattenfall aufgrund der
hohen Braunkohlevorkommen. Seit dieser Ankündigung versuchen die
Menschen dort ihren Alltag in dieser Ungewissheit
aufrechtzuerhalten und stehen zwischen dem Verlust Ihrer Heimat und dem
Verlust möglicher Arbeitsplätze in der Region. Der Film versucht
die Probleme der sogenannten Brückentechnologie auszuloten, welche die
Lausitz seit über einem Jahrhundert begleitet.
Im Anschluss Diskussion.

MI, 22. September | 20.00 Uhr | Peterskirche (Schletterstraße 5)
Oeconomia (BRD 2020)
Unser Wirtschaftssystem hat sich unsichtbar gemacht und entzieht sich
dem Verstehen. In den letzten Jahren blieb vielen oft nicht viel mehr
als ein diffuses und unbefriedigendes Gefühl, dass irgendetwas
schiefläuft. Aber was? Der Film versucht die Spielregeln des Systems offen
zu legen und macht sich mit viel Scharfsinn und luzider Stringenz daran,
den Kapitalismus der Gegenwart zu durchleuchten.
Im Anschluss Diskussion.

DO, 23. September | 20.00 Uhr | Peterskirche (Schletterstraße 5)
Passion - Zwischen Revolte und Resignation (Schweiz 2019)
Bilder einer Reise durch den kapitalistischen Dschungel aller fünf
Kontinente öffnen den Blick auf Klimaerwärmung, Krieg, Konsum, Flucht
und Ungleichheit. Entstanden ist ein Essayfilm über den Umgang mit der
schmerzlichen Tatsache, dass unser Dasein heute nicht so ist, wie
es sich viele vor 50 Jahren erträumten. Ein filmischer Versuch, die
Mechanismen eines entfesselten Kapitalismus zu zeigen und die Frage
zu beantworten, ob ein richtiges Leben im falschen möglich ist.
Im Anschluss Diskussion.

MI, 29. September | 20.00 Uhr | Passage-Kinos (Hainstraße 19a)
Die Akte BND - Waffengeschäfte deutscher Reeder (BRD 2019)
Nach sieben Jahren Recherche zu Waffengeschäften deutscher Reedereien
wird dem Team um Autor Rainer Kahrs ein geheimes Konvolut
zugespielt. Die Dokumente beweisen: Der deutsche Geheimdienst BND ist in
Waffentransporte in die Krisen- und Kriegsgebiete dieser Welt
stark involviert. Die Geschäfte laufen vorbei an den Behörden, im toten
Winkel von Außenwirtschaftsgesetz und Kriegswaffenkontrollgesetz.
Im Anschluss Diskussion mit Jacqueline Andres (Informationsstelle
Militarisierung Tübingen).

DO, 30. September | 20.00 Uhr | Peterskirche (Schletterstraße 5)
Der Balkon - Wehrmachtsverbrechen in Griechenland (Griechenland 2018,
dt. UT)
Lyngiades, ein Dorf in Nord-Griechenland, wird wegen seiner wunderbaren
Aussicht der „Balkon“ genannt. Doch die Idylle war Schauplatz
eines Massakers, das in der Bundesrepublik kaum bekannt ist. Am 3.
Oktober 1943 ermordeten die deutschen Besatzer zweiundachtzig
Dorfbewohner, überwiegend Kinder und alte Leute, und zerstörten fast
alle Häuser.
Im Anschluss Diskussion mit Chrysanthos Konstantinidis (Filmemacher) und
Aktiven des Vereins Respekt für Griechenland e.V.

MI, 06. Oktober | 20.00 Uhr | Peterskirche (Schletterstraße 5)
Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit (BRD 2020)
In der westdeutschen Provinz kämpfen osteuropäische Leiharbeiter*innen,
die im größten Schweineschlachtbetrieb des Landes tätig sind,
ums Überleben - und Aktivist*innen, die sich für deren Rechte einsetzen,
mit den Behörden. Zur gleichen Zeit proben Münchener
Gymnasiast*innen das Stück "Die Heilige Johanna der Schlachthöfe" und
reflektieren über die Wirtschaftsstrukturen und ihr Verhältnis dazu.
Im Anschluss Diskussion.

DO, 07. Oktober | 20.00 Uhr | Passage-Kinos (Hainstraße 19a)
Das andere Leben - Kalter Krieg und Konterrevolution (BRD 2020)
Die Dokumentation richtet den Blick auf das Verhältnis zwischen
Bundesrepublik und der ehemaligen DDR. Die Sicherung der Grenze
1961, die Arbeit des Ministeriums für Staatssicherheit und der
Nationalen Volksarmee erscheinen im Licht des Kalten Krieges neu. Die
Beziehungen zwischen der DDR und der BRD werden besonders wichtig für
ein Verständnis der politischen Krise der DDR in den 80er
Jahren. Die Gesprächspartner reflektieren die Zeit danach, die
Lebensumbrüche und den Umgang der Bundesrepublik mit der DDR und mit
ihnen selbst. Die DDR ist Geschichte. Was aber bleibt von der Deutschen
Demokratischen Republik?
Im Anschluss Diskussion mit Protagonisten und Filmemacherinnen der
Kommunistischen Organisation (KO).

MI, 13. Oktober | 20.00 Uhr | Passage-Kinos (Hainstraße 19a)
Ernesto Che Guevara (Kuba, Italien 1994)
Unter Verwendung umfangreichen Bildmaterials aus verschiedenen
kubanischen Archiven und der Mitarbeit von Che Guevaras erster
Lebensgefährtin Hilda Gadea ist ein Film entstanden, der Che Guevaras
Beweggründe, seine Botschaft der Befreiung und seine Hoffnung
für die Möglichkeit einer menschlichen Gesellschaft plastisch darstellt.
Erst dadurch wird klar, warum Che Guevara zur Revolutionslegende,
zur Pop-Ikone und zum Verkaufsschlager werden konnte, worauf er heute
gerne reduziert wird.
Im Anschluss Diskussion u.a. mit Aktiven der Kampagne Unblock Cuba und
des Projektes Tamara Bunke.

DO, 14. Oktober | 19.30 Uhr | Felsenkeller (Karl-Heine-Str. 32).
Präsentiert vom Eine Welt e.V. im Rahmen der Fairen Modewoche Leipzig.
Made in Bangladesh (Spielfilm, Frankreich, Bangladesch, Dänemark,
Portugal 2019)
Dies ist eine Geschichte der Frauen, die unsere Jeans und T-Shirts
herstellen. Die 23-jährige Shimu arbeitet in einer Textilfabrik in
Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs. Aus Protest gegen die
ausbeuterischen Arbeitsbedingungen beschließt sie gemeinsam mit ihren
Kolleg*innen eine Gewerkschaft zu gründen. Trotz der Drohungen der
Fabrikleitung und gegen den wachsenden Druck ihres Ehemannes ist sie
bereit, den Kampf um ihre Rechte aufzunehmen.
Im Anschluss Diskussion mit Aktivistinnen der Clean Clothes Campaign /
Kampagne für Saubere Kleidung.

SA, 16. Oktober | 11.00 Uhr ganztags | Felsenkeller (Karl-Heine-Str. 32)
Tagung: Welche Organisation braucht die Arbeiterklasse heute? und 20
Uhr: Die Schlacht um Algier (Spielfilm, Algerien, Italien 1966)
Die Zustände im heutigen Kapitalismus, wie sie zahlreiche Filme die wir
zeigen dokumentieren, sind auch Ausdruck der schlechten
Organisation der Arbeiterklasse heute. Die organisierten Kräfte
hierzulande, die eine Überwindung des Kapitalismus glaubwürdig
vertreten, sind nahezu nicht existent, zersplittert oder marginalisiert.
Wir laden all diejenigen ein miteinander ins Gespräch zu kommen, die ein
Interesse daran haben, dass sich die Klasse der Ausgebeuteten besser
organisiert.
Abendveranstaltung: Der Film „Die Schlacht um Algier“ thematisiert eine
Episode des algerischen Unabhängigkeitskrieges gegen Frankreich der
Jahre 1954 bis 1962.

MI, 20. Oktober | 20.00 Uhr | Felsenkeller (Karl-Heine-Str. 32)
Katrin (DDR 1986) und Abstich (BRD 1998)
Der Kurzfilm „Katrin“ ist der erste Teil der Langzeitdokumentation über
die Maxhütte Unterwellenborn. „Abstich“ beschreibt das Ende des
Industriekomplexes und die Veränderungen in dieser Thüringer Region
zwischen 1992 und 1997.
Im Anschluss Diskussion mit den Protagonisten Katrin Seyfarth, Faiko
Hensel und dem Filmemacher Joachim Tschirner.

DO, 21. Oktober | 19.00 Uhr | (Umland), Mediothek Borna
(Martin-Luther-Platz 9, Borna). In Kooperation mit dem NABU Zukunftsgarten.
The Whale and the Raven (Kanada, BRD 2019)
Zwei Walforscher auf einer unbewohnten Insel an der Westküste Kanadas.
Das Fjordsystem und Naturparadies ist Zufluchtsort für Orcas,
Buckel- und Finnwale. Mittendrin eine Kleinstadt, von der aus Gas auf
Supertankern nach Asien exportiert werden soll...
Im Anschluss Diskussion.

MI, 27. Oktober | 20.00 Uhr | Felsenkeller (Karl-Heine-Str. 32)
Atomkraft forever? (BRD 2021)
2022 steigt die Bundesrepublik endgültig aus der Atomkraft aus: Das
letzte Atomkraftwerk wird abgeschaltet, weil die Erfahrung von
Fukushima gezeigt hat, dass das Risiko zu hoch ist und die Technik nicht
beherrschbar. Doch dass damit das nukleare Problem gelöst wäre,
erweist sich bei genauerer Betrachtung als Illusion: Zigtausende Tonnen
radioaktiver Müll, dessen Lagerung völlig unklar ist. Gefährlicher
Rückbau der Kraftwerke, der Jahrzehnte dauern und viele Milliarden Euro
verschlingen wird. Und europäische Nachbarn, die an der
vermeintlich sauberen Kernenergie festhalten: Von 27 EU-Staaten
betreiben 13 Atomkraftwerke – und der Ausbau geht weiter...
Im Anschluss Diskussion mit dem Filmemacher Carsten Rau.

DO, 28. Oktober | 20.00 Uhr | Felsenkeller (Karl-Heine-Str. 32)
A woman captured (Ungarn 2018)
Der Dokumentarfilm handelt von Marisch, einer 52-jährigen Ungarin, die
ein Jahrzehnt lang einer Familie diente – bei 20-Stunden-
Arbeitstagen und ohne Arbeitslohn. Ihre Unterdrücker konfiszierten ihre
Ausweispapiere und sie darf das Haus nur mit ausdrücklicher
Erlaubnis verlassen. Sie behandeln sie wie ein Tier, geben ihr nur
Essensreste und kein Bett zum Schlafen. Marisch fristet ihr Dasein in
ständiger Angst, träumt jedoch davon, ihr Leben zurückzuerlangen...
Im Anschluss Diskussion.

FR. 29. Oktober | 20.00 Uhr | Parkschloss Grünau / Sacksche Villa
(Robert-Koch-Park) (Eingang am besten über Schönauer Allee.)
Let‘s make money (Österreich 2008) (In Kooperation mit dem Haus
Steinstraße e.V.)
Der Film folgt dem Weg unseres Geldes, dorthin wo spanische Bauarbeiter,
afrikanische Bäuerinnen oder indische Arbeiterinnen unser Geld
vermehren und selbst bettelarm bleiben. Der Film zeigt mehrere Ebenen
des kapitalistischen Finanzsystems und zeigt auch warum es auf
dem Globus zu einer unglaublichen Geldvermehrung gekommen ist und wie
„Krisen“ entstehen...
Im Anschluss Diskussion.

MI, 03. November | 20.00 Uhr | Ost-Passage Theater (Konradstraße 27)
Golden Fish, African Fish (Senegal 2019)
Das Dorf Kafountine an der senegalesischen Atlantikküste hat sich zu
einem regionalen Zentrum der nicht industriellen Fischerei entwickelt.
Unter härtesten Bedingungen verdienen sich dort rund 15.000 Menschen
täglich ihren meist kargen Lebensunterhalt – sei es auf den
Fischerbooten, als Träger für Fischkisten, in der Fischverarbeitung oder
in der Räucherei. Die Arbeit wird von Hand erledigt und ist
körperlich anstrengend. Die Menschen versuchen mit ihrer Arbeit zur
Ernährungssicherheit in zahlreichen afrikanischen Ländern
beizutragen, auch wenn die Konkurrenz durch europäische Trawler und
chinesische Fischfabriken stetig steigt...
Im Anschluss Diskussion.

Hinweis: Wahrscheinlich werden noch drei bis vier zusätzliche Termine in
den nächsten Wochen in das Programm eingeschoben um die Filme die
aufgrund des Wetters im Open-Air Kino ausfallen mussten zu späterem
Zeitpunkt zu zeigen.

Beste Grüße,

Mike

PS: Wer in Zukunft keine Mails mehr bekommen möchte, schreibt mir
einfach kurz.



--
* "(..) Wir stehen vor einer gewaltigen Aufgabe, aber nicht vor einer
unmöglichen. Im Gegenteil, der Kapitalismus führt uns seine
Menschenfeindlichkeit und historische Überholtheit jeden Tag vor Augen.
Es liegt an den Kommunisten, dass die vorhandene Wut nicht zu Ohnmacht,
sondern zu organisiertem Widerstand wird." ->
https://kommunistische.org/ueber-uns/mitmachen/

* Diskurs & Klärung: https://wiki.kommunistische.org

* GlobaLE Filmfestival 2021: Die GlobaLE findet vom 5.August bis zum
3.November wieder im gesamten Stadtgebiet statt. www.globale-leipzig.de


Mike Nagler
Körnerplatz 8
04107 Leipzig

Mob: 0179 - 96 19 584
@ : mn...@gmx.net

www.mike-nagler.de

www.globale-leipzig.de
www.april-netzwerk.de
www.vorsicht.freihandel.de
www.leipzig-gegen-krieg.de
www.taxjustice.net
www.attac.de
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