Liebe Freundinnen und Freunde,
es ist noch einen guten Monat hin aber ich sende euch an dieser Stelle
schonmal zum vormerken die Termine des diesjährigen Leipziger globaLE
Filmfestivals welches vom 5. August bis zum 3. November 2021 stattfinden
wird. Der Eintritt ist frei.
* Das Plakat als pdf gibt es hier:
http://www.globale-leipzig.de/wp-content/uploads/2021/07/2021-A1-GlobaLE-Leipzig-Plakat.pdf
* Den Programmflyer als pdf gibt es hier:
http://www.globale-leipzig.de/wp-content/uploads/2021/07/2021-Programmflyer-GlobaLE-Leipzig.pdf
Die Webseite ist gerade noch in Überarbeitung.
Plakate und Flyer sind ab dem 15.07. gedruckt da. Wer wieder Lust und
Zeit hat beim plakatieren mitzuhelfen oder ein paar Flyer unter die
Leute bringen möchte: Material kann sehr gern individuell ab dem 15.7.
bei mir am Körnerplatz 8 abgeholt werden.
-> Hier die Veranstaltungen in chronologischer Reihenfolge mit kurzer
Beschreibung ->
Im Rahmen der Aufführung sind bei allen Veranstaltungen jeweils Gäste
(Filmemacher/innen und/oder Aktivist/innen) eingeladen für anschließende
Diskussionen mit dem Publikum.
DO, 05. August | 20.00 Uhr | WK 7 Grünau (Wiese Uranusstr. 27-33, Nähe
Jupitercenter). In Kooperation mit dem BGL Nachbarschaftshilfeverein e.V.
"Sorry we missed you" (Spielfilm, GB, FR, B 2019, dt.)
Seit der Finanzkrise von 2008 kämpft sich Familie Turner nur noch mühsam
durchs Leben. Während Abbie als Pflegekraft alte Menschen betreut und so
den ganzen Tag unterwegs ist, hangelt sich Ricky von einem schlecht
bezahlten Job zum nächsten.
FR, 06. August | 20.00 Uhr | Mockau-Ost (Wiese an der Wendeschleife,
gegenüber Mockauer Post, Ecke Kieler Str. / Mockauer Str.) In
Kooperation mit dem BGL Nachbarschaftshilfeverein e.V.
"Kommen Rühregeräte in den Himmel?" (BRD 2016, dt.)
Der kultige DDR-Küchenmixer „RG28“ bildet den Ausgangspunkt für die
Reise einer Thüringer Studentin zu den Menschen, die einst die
zuverlässigsten technischen Geräte des Landes produzierten. Ausgehend
davon, wirft der Film allgemeine Fragen zur Produktionsweise im
Kapitalismus und der Alternative dazu auf.
MI, 11. August | 19.00 Uhr | Caracan im Auwald (Neue Linie 20)
"Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts" (Vortrag und Gespräch) und um
20:30 Film: The New Corporation (Kanada 2020, engl. UT)
Der Film enthüllt, wie die Übernahme der Gesellschaft durch Konzerne,
durch schlaue Umbenennung von Unternehmen als sozial bewusste Einheiten,
gerechtfertigt wird. Der Film befasst sich mit der Macht der Konzerne im
heutigen Kapitalismus, zeigt aber auch wie weltweit Menschen auf die
Straßen gehen um für Gerechtigkeit und die Zukunft des Planeten zu kämpfen.
DO, 12. August | 20.00 Uhr | Grassimuseum, Wiese im Innenhof
(Johannisplatz 5-11)
"Congo Calling" (BRD 2019, dt. UT)
Drei Europäer im Krisengebiet Ostkongo. Drei persönliche Perspektiven
auf das Zusammenleben und Zusammenarbeiten zwischen Europa
und Afrika – und die Frage: Wie hilfreich ist die Entwicklungshilfe des
Westens?
FR, 13. August | 20.00 Uhr | Grassimuseum, Wiese im Innenhof
(Johannisplatz 5-11)
Chez Jolie Coiffure (Belgien 2018)
Ein winziger Friseursalon im Viertel Matonge in Brüssel. Die Frauen, die
hier arbeiten und bedient werden, kommen aus Afrika. Ihre Geschichten
handeln von gefälschten Pässen und Fluchtwegen über Libyen, Syrien oder
Griechenland, von zurückgelassenen Familien, belgischen Männern und
komplizierten Liebesbeziehungen. Ein höchst aufschlussreicher
Dokumentarfilm, der den Alltag und die Sorgen westafrikanischer
Einwandererfrauen in einem Raum festhält, den sie ihr eigen nennen können.
SA, 14. August | 20.00 Uhr | (Umland) Schloss Frohburg
(Florian-Geyer-Strasse 1, Frohburg. In Kooperation mit NABU Station
Eschefelder Teiche und Schloss Frohburg e.V.) (Infos für die gemeinsame
Anreise: siehe einige Tage vorher auf der Webseite. Rückfahrt am Sonntag.)
"Land des Honigs" (Mazedonien 2019, dt. UT)
Der Dokumentarfilm erzählt auf erschütternde Weise von einem
Einzelschicksal auf dem Land in Nordmazedonien, das ungefragt für das
große Ganze stehen kann: die weltweite Honigproduktion ebenso wie die
Natur im Gesamten.
MI, 18. August | 20.00 Uhr | Caracan im Auwald (Neue Linie 20)
"Contrahistoria - Geschichte von unten" (Spanien, BRD 2020, dt. UT)
Während Spanien den westlichen Demokratien im Allgemeinen als ein Land
gilt, das erfolgreich den Faschismus überwunden hat und
vollständig demokratisiert ist, zeigt der Dokumentarfilm ein konträres
Bild. Contrahistoria ist ein antifaschistischer Dokumentarfilm über
faschistische Kontinuität, Repression und soziale Kämpfe in Spanien.
DO, 19. August | 20.00 Uhr | Grassimuseum, Wiese im Innenhof
(Johannisplatz 5-11)
"Downstream to Kinshasa" (Belgien, DR Kongo, Frankreich 2020)
Im Sommer 2000 lieferten sich ugandische und ruandische Truppen in
Kisangani eine verheerende Schlacht. Der Internationale Gerichtshof
verurteilte Uganda zur Zahlung von einer Milliarde US-Dollar an die
zivilen Opfer. Nach fast zwanzig Jahren vergeblichen Wartens machen sich
einige von ihnen auf den Weg nach Kinshasa, um ihrem Rechtsanspruch
Nachdruck zu verleihen.
FR, 20. August | 20.00 Uhr | Caracan im Auwald (Neue Linie 20)
"Cancel Culture oder demokratische Debattenkultur?" (Diskussion)
„Freiheit ist immer nur Freiheit des anders Denkenden“ schrieb Rosa
Luxemburg vor über hundert Jahren in ihrem bekannten Text zur russischen
Revolution. Vielen ist dieses Zitat bekannt und über fast hundert Jahren
war es auch Richtschnur für Toleranz und Handeln progressiver Akteure.
Wie ist es eigentlich um die vielbeschworene Meinungsfreiheit und
Toleranz hierzulande tatsächlich bestellt? Sind wir noch in der Lage
miteinander zu diskutieren? Seit Covid-19 hat der Trend hin zu
Intoleranz und Kommunikationsunfähigkeit zugenommen, der Ton ist härter
geworden und für manche scheint es nur noch diese oder jene Schublade zu
geben. Wir möchten an dem Abend Raum für Diskussionen über dieses
Phänomen schaffen und wie dem entgegnet werden kann.
MI, 25. August | 20.00 Uhr | Robert-Koch-Park (Wiese vor dem Parkschloss
Grünau)
"One Word" (Marshallinseln, BRD 2020, dt. UT)
Eine partizipative Dokumentation über die Folgen des Klimawandels. Ein
Großteil der Marshallinseln liegt weniger als zwei Meter über dem
Meeresspiegel. Negative Prognosen gehen davon aus, dass die Inseln bis
2050 untergehen werden. Die Filmemacher vertrauten darauf, dass die
marschallesischen Einwohner*innen die einzigen zuverlässigen Experten
für die Geschichte ihres Landes sind.
DO, 26. August | 20.00 Uhr | Robert-Koch-Park (Wiese vor dem Parkschloss
Grünau)
"Grenzland" (BRD 2021)
Das weite, flache Land hinter den Deichen an Oder und Neiße liegt wie
einst. Überschwemmungen sind darüber hinweg gezogen, Kriege, Menschen
auf ihren Wanderungen und der Suche nach einem Ort zum Bleiben und dem
besseren Leben. Eine Landschaft und ihre
Geschichte. Grenzland - eine Reise. Vom Dreiländereck, wo Dtl., Polen
und Tschechien einander berühren, bis hinauf zum Oderhaff.
FR, 27. August | 20.00 Uhr | Schönefeld-Ost (BGL Hof, Max-Lingner-Straße
8-22 / Löbauer Straße 54-56.) In Kooperation mit dem BGL
Nachbarschaftshilfeverein e.V.
"Wem gehört mein Dorf?" (BRD 2021)
In seinem Heimatdorf an der Ostsee beobachtet der Filmemacher Christoph
Eder das Erwachen der Einwohner*innen aus ihrer politischen Lethargie im
Kampf um das Schicksal des beliebten Touristenorts. Ein Film über das
Wesen der Demokratie zwischen weißer Bäderarchitektur und dem Rauschen
des Meeres.
MI, 01. September | 20.00 Uhr | Caracan im Auwald (Neue Linie 20)
"Sommerkrieg" (BRD, Ukraine 2019, dt. UT) Veranstaltung im Rahmen der
Aktionen zum Weltfriedenstag.
Kinder besuchen im Sommer das paramilitärische Ausbildungscamp des
rechtsextremen Azow-Regiments. Sie sollen die Ukraine der
Zukunft begründen. Die minderjährigen Teilnehmer*innen lernen zu
kämpfen, zu schießen, zu schreien und Befehle zu befolgen. Mit aller
Härte werden sie mit der Wirklichkeit einer Gesellschaft im
Kriegszustand konfrontiert und erhalten dafür einen Platz in einer
Gemeinschaft. Doch wie wirken sich der Drill und die Indoktrination auf
die Teilnehmer*innen aus und was wird aus ihnen, wenn sie das Lager
verlassen?
DO, 02. September | Caracan im Auwald (Neue Linie 20)
"No gold for Kalsaka" (Burkina Faso, BRD 2019, dt. UT)
Schon immer haben die Menschen in Kalsaka, einem Dorf im afrikanischen
Burkina Faso, von ihrem Land gelebt. Dies endete abrupt mit der Ankunft
eines multinationalen Bergbauunternehmens. Ein eindrücklicher Film über
die Folgen des industriell betriebenen Goldabbaus und die globalen,
unfairen Marktbeziehungen.
FR, 03. September | 20.00 Uhr | Wagenplatz Toter Arm (Lauerscher Weg
70a, nahe Cospudener See)
"Sarita" (Italien, BRD 2019, dt. UT)
Der Film porträtiert bhutanische Geflüchtete in einem Lager in Nepal.
Dort leben sie, seitdem sie 1990 verbannt wurden, weil sie mehr Rechte
gefordert hatten. Viele von ihnen werden in verschiedene Länder
umgesiedelt. Die 13-jährige Sarita wurde im Camp geboren. Für sie
beginnt eine unfreiwillige Reise ins Ungewisse. Dabei versucht sie, wie
viele ihrer Landsleute, eine Heimat zu finden.
MI, 08. September | 20.00 Uhr | Peterskirche (Schletterstraße 5)
"Die Kordillere der Träume" (Chile, Frankreich 2019, dt. UT)
Der Film nimmt uns mit nach Chile, wo das Andengebirge Symbol des Landes
ist, Erinnerung an die Geschichte, erschreckend und
sehnsuchtsvoll. Er zeigt die bizarren Auswüchse eines kapitalistischen
Systems, das einigen beispielsweise durch die Kupfervorkommen großen
Reichtum gebracht hat, während der Rest in Armut lebt und beschäftigt
sich dabei ausführlich mit den Verbrechen der Militärdiktatur.
DO, 09. September | 20.00 Uhr | Peterskirche (Schletterstraße 5)
"Das andere Leben - Schule, Kindheit und Jugend in der DDR" (BRD 2020)
Mit der Gründung der DDR entsteht zum ersten Mal auf deutschem Boden
eine Einheitsschule für alle Kinder. Anekdoten und Erklärungen über die
Polytechnik, politische Bildung, die Pionierorganisation und zum
Jugendleben vermitteln ein Bild eines weit verzweigten, einheitlichen
Netzes der Bildung und Erziehung, das jedem Kind offenstand. Pioniere
und Freie Deutsche Jugend sind sowohl Freizeitorganisationen als auch
Organe der Mitbestimmung gewesen. Zuletzt war der revolutionäre Geist
der Jugend allerdings nicht stark genug...
FR, 10. September | 20:00 Uhr | Ost-Passage Theater (Konradstraße 27)
"Silence Radio" (Mexiko, Schweiz 2019, dt. UT)
Die regierungskritische Enthüllungsjournalistin und
Nachrichtensprecherin Carmen Aristegui ist eine der wenigen Stimmen
Mexikos mit dem Mut zur Wahrheit. 2015 wird Carmen vom Sender mit ihrem
Team entlassen und verklagt. Sie enthüllte die Verwicklung der damaligen
Präsidentenfamilien Peña Nieto in einen Immobilienskandal.
SA, 11. September | 20.00 Uhr | Neustadt-Neuschönefeld, Grünfläche
(Meißner Str. 44).
"Kabul, City in the Wind" (Afghanistan/ Deutschland/ Japan/ Niederlande
2018, dt. UT)
Ja, es ist noch Krieg in Afghanistan, auch wenn der seit langem
brodelnde Krieg längst aus der Aufmerksamkeit der westlichen
Öffentlichkeit verschwunden ist. Für die Menschen in der Hauptstadt
Kabul ist Krieg dagegen an der Tagesordnung. Der Dokumentarfilm
schildert Geschichten von gewöhnlichen Menschen und ihrer Bewältigung
des Alltags in einem von Krieg und Gewalt gezeichneten, instabilen Land.
MI, 15. September | 20.00 Uhr | Peterskirche (Schletterstraße 5)
"18 Kühe zwischen zwei Fronten" (Palästina, Kanada, Frankreich 2014)
1987: Als Reaktion auf die Besetzung des Westjordanlands kaufen die
Bewohner*innen des Städtchens Bait Sahur 18 Kühe und gründen
eine eigene Milch-Kooperative. Das Projekt erweist sich als voller
Erfolg und die Kühe werden zu regionalen Berühmtheiten - bis die
israelische Armee sie zu einer Gefahr für die nationale Sicherheit
erklärt...
DO, 16. September | 20.00 Uhr | Peterskirche (Schletterstraße 5)
"The Lab" (Israel, Belgien, Frankreich 2013)
Die Rüstungs- und Militärindustrie ist einer der wichtigsten
Stützpfeiler der israelischen Wirtschaft: Große israelische Firmen
entwickeln modernste Techniken der Kriegsführung, die von privaten
Geschäftsleuten über ein Netzwerk aus Politik und Militär in der ganzen
Welt vertrieben werden. Wem der Begriff
„Militärisch-industrieller-Komplex“ abstrakt vorkommt sollte sich diesen
Film unbedingt ansehen – er zeig in aller Klarheit, was das in der
Praxis bedeutet.
FR, 17. September | 20.00 Uhr | Peterskirche (Schletterstraße 5)
"On the side of the road" (Israel, Palästina 2013, dt. UT)
Der Film von Lia Tarachansky dokumentiert die kollektive Leugnung der
Ereignisse von 1948, welche zur Gründung des Staates Israel, zur
Zerstörung hunderter palästinensischer Dörfer und der Vertreibung von
über 700.000 Menschen führten. Es kommen Menschen zu Wort, die bei den
damaligen Ereignissen eine Rolle gespielt haben. Die Autorin ist in der
israelischen Großsiedlung Ariel aufgewachsen. Erst als Erwachsene begann
sie die Probleme der Besatzung Palästinas zu realisieren.
SA, 18. September | 20.00 Uhr | (Umland), Pödelwitz. In Kooperation mit
„Pödelwitz hat Zukunft e.V.“ (S-Bhf Neukieritzsch + 7 km Rad, Zelten vor
Ort möglich, Infos für gemeinsame Anreise sowie genauer
Veranstaltungsort im Dorf siehe einige Tage vorher auf der Webseite.)
"Brückenjahre" (BRD 2014)
Den Bewohner*innen des Lausitzer Dorfes Kerkwitz droht seit 2008 die
Abbaggerung durch den Energieriesen Vattenfall aufgrund der
hohen Braunkohlevorkommen. Seit dieser Ankündigung versuchen die
Menschen dort ihren Alltag in dieser Ungewissheit
aufrechtzuerhalten und stehen zwischen dem Verlust Ihrer Heimat und dem
Verlust möglicher Arbeitsplätze in der Region. Der Film versucht die
Probleme der sogenannten Brückentechnologie auszuloten, welche die
Lausitz seit über einem Jahrhundert begleitet.
MI, 22. September | 20.00 Uhr | Peterskirche (Schletterstraße 5)
"Oeconomia" (BRD 2020)
Unser Wirtschaftssystem hat sich unsichtbar gemacht und entzieht sich
dem Verstehen. In den letzten Jahren blieb vielen oft nicht viel mehr
als ein diffuses und unbefriedigendes Gefühl, dass irgendetwas
schiefläuft. Aber was? Der Film versucht die Spielregeln des Systems
offen zu legen und macht sich mit viel Scharfsinn und luzider Stringenz
daran, den Kapitalismus der Gegenwart zu durchleuchten.
DO, 23. September | 20.00 Uhr | Peterskirche (Schletterstraße 5)
"Passion - Zwischen Revolte und Resignation" (Schweiz 2019)
Bilder einer Reise durch den kapitalistischen Dschungel aller fünf
Kontinente öffnen den Blick auf Klimaerwärmung, Krieg, Konsum, Flucht
und Ungleichheit. Entstanden ist ein Essayfilm über den Umgang mit der
schmerzlichen Tatsache, dass unser Dasein heute nicht so ist, wie es
sich viele vor 50 Jahren erträumten. Ein filmischer Versuch, die
Mechanismen eines entfesselten Kapitalismus zu zeigen und die Frage zu
beantworten, ob ein richtiges Leben im falschen möglich ist.
MI, 29. September | 20.00 Uhr | Passage-Kinos (Hainstraße 19a)
"Die Akte BND - Waffengeschäfte deutscher Reeder" (BRD 2019)
Nach sieben Jahren Recherche zu Waffengeschäften deutscher Reedereien
wird dem Team um Autor Rainer Kahrs ein geheimes Konvolut
zugespielt. Die Dokumente beweisen: Der deutsche Geheimdienst BND ist in
Waffentransporte in die Krisen- und Kriegsgebiete dieser Welt stark
involviert. Die Geschäfte laufen vorbei an den Behörden, im toten Winkel
von Außenwirtschaftsgesetz und Kriegswaffenkontrollgesetz.
DO, 30. September | 20.00 Uhr | Peterskirche (Schletterstraße 5)
"Der Balkon - Wehrmachtsverbrechen in Griechenland" (Griechenland 2018,
dt. UT)
Lyngiades, ein Dorf in Nord-Griechenland, wird wegen seiner wunderbaren
Aussicht der „Balkon“ genannt. Doch die Idylle war Schauplatz eines
Massakers, das in der Bundesrepublik kaum bekannt ist. Am 3. Oktober
1943 ermordeten die deutschen Besatzer zweiundachtzig Dorfbewohner,
überwiegend Kinder und alte Leute, und zerstörten fast alle Häuser.
MI, 06. Oktober | 20.00 Uhr | Peterskirche (Schletterstraße 5)
"Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit" (BRD 2020)
In der westdeutschen Provinz kämpfen osteuropäische Leiharbeiter*innen,
die im größten Schweineschlachtbetrieb des Landes tätig sind, ums
Überleben - und Aktivist*innen, die sich für deren Rechte einsetzen, mit
den Behörden. Zur gleichen Zeit proben Münchener Gymnasiast*innen das
Stück "Die Heilige Johanna der Schlachthöfe" und reflektieren über die
Wirtschaftsstrukturen und ihr Verhältnis dazu.
DO, 07. Oktober | 20.00 Uhr | Passage-Kinos (Hainstraße 19a)
"Das andere Leben - Kalter Krieg und Konterrevolution" (BRD 2020)
Die Dokumentation richtet den Blick auf das Verhältnis zwischen
Bundesrepublik und der ehemaligen DDR. Die Sicherung der Grenze 1961,
die Arbeit des Ministeriums für Staatssicherheit und der Nationalen
Volksarmee erscheinen im Licht des Kalten Krieges neu. Die Beziehungen
zwischen der DDR und der BRD werden besonders wichtig für ein
Verständnis der politischen Krise der DDR in den 80er Jahren. Die
Gesprächspartner reflektieren die Zeit danach, die Lebensumbrüche und
den Umgang der Bundesrepublik mit der DDR und mit ihnen selbst. Die DDR
ist Geschichte. Was aber bleibt von der Deutschen Demokratischen Republik?
MI, 13. Oktober | 20.00 Uhr | Passage-Kinos (Hainstraße 19a)
"Ernesto Che Guevara" (Kuba, Italien 1994)
Veranstaltung anlässlich des Beginns der Sanktions- und Blockadepolitik
der USA vor genau 61 Jahren gegen das sozialistische Kuba. Unter
Verwendung umfangreichen Bildmaterials aus verschiedenen kubanischen
Archiven und der Mitarbeit von Che Guevaras erster Lebensgefährtin Hilda
Gadea ist ein Film entstanden, der Che Guevaras Beweggründe, seine
Botschaft der Befreiung und seine Hoffnung für die Möglichkeit einer
menschlichen Gesellschaft plastisch darstellt. Erst dadurch wird klar,
warum Che Guevara zur Revolutionslegende, zur Pop-Ikone und zum
Verkaufsschlager werden konnte, worauf er heute gerne reduziert wird.
DO, 14. Oktober | 19.30 Uhr | Felsenkeller (Karl-Heine-Str. 32).
Präsentiert vom Eine Welt e.V. im Rahmen der Fairen Modewoche Leipzig.
"Made in Bangladesh" (Spielfilm, Frankreich, Bangladesch, Dänemark,
Portugal 2019)
Dies ist eine Geschichte der Frauen, die unsere Jeans und T-Shirts
herstellen. Die 23-jährige Shimu arbeitet in einer Textilfabrik in
Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs. Aus Protest gegen die
ausbeuterischen Arbeitsbedingungen beschließt sie gemeinsam mit ihren
Kolleg*innen eine Gewerkschaft zu gründen. Trotz der Drohungen der
Fabrikleitung und gegen den wachsenden Druck ihres Ehemannes ist sie
bereit, den Kampf um ihre Rechte aufzunehmen.
SA, 16. Oktober | 11.00 Uhr ganztags | Felsenkeller (Karl-Heine-Str. 32)
"Tagung: Welche Organisation braucht die Arbeiterklasse heute?"
Die Zustände im heutigen Kapitalismus, wie sie zahlreiche Filme die wir
zeigen dokumentieren, sind auch Ausdruck der schlechten Organisation der
Arbeiterklasse heute. Die organisierten Kräfte hierzulande, die eine
Überwindung des Kapitalismus glaubwürdig vertreten, sind nahezu nicht
existent, zersplittert oder marginalisiert. Wir laden all diejenigen ein
miteinander ins Gespräch zu kommen, die ein Interesse daran haben, dass
sich die Klasse der Ausgebeuteten besser organisiert.
SA, 16. Oktober | 20.00 Uhr | Felsenkeller (Karl-Heine-Str. 32)
"Die Schlacht um Algier" (Spielfilm, Algerien, Italien 1966)
Der Film thematisiert eine Episode des algerischen
Unabhängigkeitskrieges gegen Frankreich der Jahre 1954 bis 1962.
MI, 20. Oktober | 20.00 Uhr | Felsenkeller (Karl-Heine-Str. 32)
"Katrin" (DDR 1986) und "Abstich" (BRD 1998)
Der Kurzfilm „Katrin“ ist der erste Teil der Langzeitdokumentation über
die Maxhütte Unterwellenborn. „Abstich“ beschreibt das Ende des
Industriekomplexes und die Veränderungen in dieser Thüringer Region
zwischen 1992 und 1997.
DO, 21. Oktober | 19.00 Uhr | (Umland), Mediothek Borna
(Martin-Luther-Platz 9, Borna).
"The Whale and the Raven" (Kanada, BRD 2019)
Zwei Walforscher auf einer unbewohnten Insel an der Westküste Kanadas.
Das Fjordsystem und Naturparadies ist Zufluchtsort für Orcas, Buckel-
und Finnwale. Mittendrin eine Kleinstadt, von der aus Gas auf
Supertankern nach Asien exportiert werden soll...
MI, 27. Oktober | 20.00 Uhr | Felsenkeller (Karl-Heine-Str. 32)
"Atomkraft forever?" (BRD 2021)
2022 steigt die Bundesrepublik endgültig aus der Atomkraft aus: Das
letzte Atomkraftwerk wird abgeschaltet, weil die Erfahrung von Fukushima
gezeigt hat, dass das Risiko zu hoch ist und die Technik nicht
beherrschbar. Doch dass damit das nukleare Problem gelöst wäre, erweist
sich bei genauerer Betrachtung als Illusion: Zigtausende Tonnen
radioaktiver Müll, dessen Lagerung völlig unklar ist. Gefährlicher
Rückbau der Kraftwerke, der Jahrzehnte dauern und viele Milliarden Euro
verschlingen wird. Und europäische Nachbarn, die an der vermeintlich
sauberen Kernenergie festhalten: Von 27 EU-Staaten betreiben 13
Atomkraftwerke – und der Ausbau geht weiter...
DO, 28. Oktober | 20.00 Uhr | Felsenkeller (Karl-Heine-Str. 32)
"A woman captured" (Ungarn 2018)
Der Dokumentarfilm handelt von Marisch, einer 52-jährigen Ungarin, die
ein Jahrzehnt lang einer Familie diente – bei 20-Stunden-Arbeitstagen
und ohne Arbeitslohn. Ihre Unterdrücker konfiszierten ihre
Ausweispapiere und sie darf das Haus nur mit ausdrücklicher Erlaubnis
verlassen. Sie behandeln sie wie ein Tier, geben ihr nur Essensreste und
kein Bett zum Schlafen. Marisch fristet ihr Dasein in ständiger Angst,
träumt jedoch davon, ihr Leben zurückzuerlangen...
FR. 29. Oktober | 20.00 Uhr | Parkschloss Grünau / Sacksche Villa
(Robert-Koch-Park) (Eingang am besten über Schönauer Allee.)
"Let‘s make money" (Österreich 2008) (In Kooperation mit dem Haus
Steinstraße e.V.)
Der Film folgt dem Weg unseres Geldes, dorthin wo spanische Bauarbeiter,
afrikanische Bäuerinnen oder indische Arbeiterinnen unser Geld vermehren
und selbst bettelarm bleiben. Der Film zeigt mehrere Ebenen des
kapitalistischen Finanzsystems und zeigt auch warum es auf dem Globus zu
einer unglaublichen Geldvermehrung gekommen ist und wie „Krisen“
entstehen...
MI, 03. November | 20.00 Uhr | Ost-Passage Theater (Konradstraße 27)
"Golden Fish, African Fish" (Senegal 2019)
Das Dorf Kafountine an der senegalesischen Atlantikküste hat sich zu
einem regionalen Zentrum der nicht industriellen Fischerei entwickelt.
Unter härtesten Bedingungen verdienen sich dort rund 15.000 Menschen
täglich ihren meist kargen Lebensunterhalt – sei es auf den
Fischerbooten, als Träger für Fischkisten, in der Fischverarbeitung oder
in der Räucherei. Die Arbeit wird von Hand erledigt und ist körperlich
anstrengend. Die Menschen versuchen mit ihrer Arbeit zur
Ernährungssicherheit in zahlreichen afrikanischen Ländern beizutragen,
auch wenn die Konkurrenz durch europäische Trawler und chinesische
Fischfabriken stetig steigt...
Viele Grüße,
Mike
PS: Wer keine E-Mails mehr erhalten möchte schreibt mir bitte einfach
eine kurze Nachricht.
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* "(..) Wir stehen vor einer gewaltigen Aufgabe, aber nicht vor einer
unmöglichen. Im Gegenteil, der Kapitalismus führt uns seine
Menschenfeindlichkeit und historische Überholtheit jeden Tag vor Augen.
Es liegt an den Kommunisten, dass die vorhandene Wut nicht zu Ohnmacht,
sondern zu organisiertem Widerstand wird." ->
https://kommunistische.org/ueber-uns/mitmachen/
* Diskurs & Klärung:
https://wiki.kommunistische.org
* GlobaLE Filmfestival 2021: Die GlobaLE findet vom 5. August bis zum 3.
November statt. Das Programm findet sich auf:
www.globale-leipzig.de
Mike Nagler
Körnerplatz 8
04107 Leipzig
Mob: 0179 - 96 19 584
@ :
mn...@gmx.net
www.mike-nagler.de
www.globale-leipzig.de
www.april-netzwerk.de
www.vorsicht.freihandel.de
www.leipzig-gegen-krieg.de
www.taxjustice.net
www.attac.de