Hallo, liebe SWLs, YLs und OMs,
Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 23 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs für die 23. Kalenderwoche 2011. Diesmal haben wir Meldungen zu folgenden Themen:
- Amateurfunkmesse HAM RADIO wirft ihre Schatten voraus
- Astronaut Paolo Nespoli, IZ0JPA, stellt neuen ARISS-Rekord auf
- DL-IOTA-Inselwertung veröffentlicht
- YLWM-Aktivität verzeichnet schon über 17 000 QSOs
- Termine
- BEMFV kurz erklärt. Heute Teil 10: Welche Leistungen zeige ich an?
- Aktuelle Conteste
und
- Was gibt es Neues über das Funkwetter?
Hier die Meldungen:
Amateurfunkmesse HAM RADIO wirft ihre Schatten voraus
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Europas größte Amateurfunkmesse HAM RADIO wirft bereits jetzt ihre Schatten voraus. Noch bis zum 15. Juni können Sie sich zu einem Wettbewerb um die skurrilsten Selbstbau-Morsetasten anmelden - passend zum diesjährigen Messe-Motto "Morsen lebt!". Eine E-Mail nebst kurzer Beschreibung und einem Foto Ihrer Taste genügen [1]. Voraussetzung zur Teilnahme ist, dass Sie am Messe-Samstag mit dem Exponat bei der Veranstaltung anwesend sind. Die drei Sieger, sowie eine kleine Auswahl interessanter Tasten, werden vor Ort am Samstag von 12 bis 13 Uhr ausgestellt. Die Prämierung ist aktuell für den Samstag um 13.15 Uhr vorgesehen. Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie z.B. in der Juniausgabe der CQ DL auf Seite 391.
Der Diplommanager des amerikanischen Amateurfunkverbandes ARRL, Bill Moore, NC1L, weist darauf hin, dass vor Ort QSL-Karten für das DXCC-Diplom geprüft werden können.
Das Messegeschehen aus der Luft kann man bei einer Zeppelinfahrt beobachten. Wenige Restplätze stehen noch für folgende Zeiten am Messe-Samstag zur Verfügung: von 9:35 bis 10:05 Uhr, 10:05 bis 10:35 Uhr oder 10:35 bis 11:05 Uhr - jeweils Lokalzeit. Interessenten wenden sich bitte per E-Mail an den DARC [1]. Vom Boden aus kann man ebenfalls teilnehmen und DL0ZZF/AM auf 145,550 MHz arbeiten. Das Handfunkgerät also nicht vergessen.
Die 36. HAM RADIO auf dem Messegelände Friedrichshafen ist vom 24. bis 26. Juni geöffnet. Neben der Verkaufsausstellung, zu der 180 Aussteller erwartet werden, gibt es einen großen Flohmarkt und das 62. Bodenseetreffen mit einem umfangreichen Vortragsprogramm.
Astronaut Paolo Nespoli, IZ0JPA, stellt neuen ARISS-Rekord auf
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Mit 45 Schulskeds bzw. Funkkontakten zu 77 Schulen und weiteren 68 QSOs hat ESA-Astronaut Paolo Nespoli, IZ0JPA, einen neuen Rekord innerhalb des Programms Amateur Radio on International Space Station, kurz ARISS, aufgestellt. Dazu gehört auch ein Schulkontakt mit dem Münchner Luitpold-Gymnasium, ein Bericht dazu ist in der Juni-Ausgabe der CQ DL auf Seite 425 nachzulesen. Ab dem 15. Dezember 2010 verbrachte OM Nespoli 157 Tage auf der Raumstation ISS. Er gehörte zur Expeditionsbesatzung 26/27 und landete am 24. Mai mit einer Sojus-Kapsel wieder sicher auf der Erde.
DL-IOTA-Inselwertung veröffentlicht
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Die von Mario Borstel, DL5ME, zusammengestellte DL-IOTA-Inselwertung wurde auf den Webseiten des DX und HF-Funksportreferats veröffentlicht [2]. Sie stellt ein Extrakt der Liste des britischen Amateurfunkverbandes RSGB dar und weist neben dem erreichten Inselstand auch die weltweite Platzierung und die erreichte Diplomstufe aus. Bereits sechs DL-Stationen sind mit über 1000 Inselgruppen gelistet und damit Besitzer der IOTA-Trophy: DL8NU, DF2NS, DL8USA, DK1RV, DK2PR und DL5ME. Insgesamt stehen 188 deutsche Stationen in der Liste, d.h. sie haben in den vergangenen fünf Jahren Punkte für das IOTA-Programm eingereicht. Fast die Hälfte der deutschen IOTA-Jäger ist mit über 548 IOTA-Gruppen in der Honor-Roll vertreten. Gesondert hat OM Mario, DL5ME, die Einsteiger ausgewiesen. Das ist sicher ein Grund dafür, dass IOTA weiter wächst. Der Sommer mit vielen IOTA-Aktivierungen hat gerade begonnen, dabei sein ist recht einfach.
YLWM-Aktivität verzeichnet schon über 17 000 QSOs
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Mit über 17 000 QSOs ist die Funkaktion zur Fußball-WM der Frauen bereits nach einer Woche ein Erfolg. So viele QSOs der Sonderstationen stehen nämlich bereits im DARC Contest Logbook (DCL). Trotz Gewitter und Feiertag haben die YLs ein Feuerwerk an Aktivitäten gestartet, sodass bereits die ersten erfolgreichen Diplomanträge gestellt werden konnten. Dabei ist zu vermerken, dass einige Sonderstationen noch gar kein Log ins DCL geladen haben. Den aktuelle Überblick zu den QSO-Ständen der YL-Sonderstationen (im DCL) findet man im Internet [3].
Termine
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Die Verantwortlichen des ATV-Relais DB0HEX laden zum überregionalen ATV-Treffen nach Schierke im Harz ein. Man trifft sich am 18. Juni im Hotel König, Beginn ist ab 9:30 Uhr. Es stehen vielfältige Themen auf dem Vortragsprogramm. Von Messtechnik im USB-Stick-Format wird der Entwickler Günter Fromhagen, DK8OH, berichten und diese Messtechnik auch vor Ort demonstrieren. Stefan Reimann, DG8FAC, stellt neueste Technik für D-ATV vor. Eine Fragestunde an die anwesenden Stationsbetreiber zu den künftigen Ausbauplänen wird das Treffen abrunden. Auch hier gibt es weitere Informationen im Internet [4].
Griechische Funkamateure aktivieren vom 17. bis 25. Juni die Insel Othonoi mit der IOTA-Nummer EU-052. Dort ansässig ist auch der Leuchtturm Kastri, katalogisiert unter der LOTA-Nummer GRE-078. Dem DXpeditionsteam zufolge handelt es sich um eine Erstaktivierung, der man mit dem Sonder-Rufzeichen J48O Rechnung tragen will.
BEMFV kurz erklärt. Heute Teil 10: Welche Leistungen zeige ich an?
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Bei der Ausfertigung der Anzeige nach BEMFV stellt sich für jedes Band die Frage, welche Ausgangsleistung angesetzt wird. Ist die Wohnsituation eng, so kann es erforderlich sein, dass die angezeigte Betriebsleistung kleiner ist, als das Gerät tatsächlich erzeugen kann. Es treten aber auch Fälle ein, bei denen der Betrieb aus Sicht der BEMFV mit voller zulässiger Leistung möglich wäre, der betreffende Funkamateur diese jedoch gar nicht erzeugen kann oder will. In diesem Fall sollte immer nur die Leistung je Band angezeigt werden, die auch tatsächlich produziert werden kann. Die Anzeige einer höheren Leistung - weil vielleicht später eine Endstufe angeschafft werden soll - ist nicht zu empfehlen. Kommt es nämlich zu einer messtechnischen Prüfung, so werden die Ergebnisse hochgerechnet, wodurch Messunsicherheiten überschätzt werden.
Abschließend eine Anmerkung in eigener Sache: Noch liegen einige Fragen vor, die wir in der Serie "BEMFV kurz erklärt" in den nächsten Wochen klären wollen. Allerdings gehen noch vor Beendigung des BEMFV-Jahrs 2011 die Fragen zu Ende, weshalb wir um Mithilfe bitten. Sollten Sie Fragen zum Thema BEMFV/EMVU haben, stellen Sie sie uns [5]. Wir werden diese dann als Rundspruch-FAQ für alle beantworten.
Aktuelle Conteste
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9. Juni: DIG Kurzcontest
11. Juni: DRCG Long Distance Contest, Portugal Day Contest, QSO-Party am Funkertag, Asia Pacific Sprint Contest, VFDB Contest und Rheinland-Pfalz-Aktivitätsabend
12. Juni: DRCG Long Distance Contest
11. bis 12. Juni: WW South America Contest
18. Juni: AGCW-DL VHF/UHF Contest
18. bis 19. Juni: JARL All Asian DX Contest
Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des DX und HF-Funksportreferates [dx] sowie mittels der Contesttermin-Tabelle in der CQ DL 6/11 auf S. 438.
Der Funkwetterbericht vom 7. Juni, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL
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Rückblick vom 31. Mai bis 6. Juni: Der das Funkwetter bestimmende Faktor war - wie in der Woche zuvor - das an den meisten Tagen unruhig bis aktive geomagnetische Feld. Der Monatswechsel begann mit einem unruhigen Feld mit k-Werten von 3 bis 4. Es folgte eine ruhige Periode mit k-Werten von 0 bis 2 vom 2. Juni abends bis zum 4. Juni abends. Während des CW-Feldtages stürmte es auroraverdächtig mit k = 4 bis 6. Der Index A des Erdmagnetfeldes erreichte Werte bis 94. Seit dem Mittag des 5. Juni beruhigte sich das Feld. Am Morgen des 7. Juni war beispielsweise 20 m wieder dämpfungsarm und weltweit offen. Der solare Flux durchlief im quasi-periodischen Auf und Ab ein Maximum von 113,6 Einheiten am 1. Juni. Er zeigte danach fallende Tendenz und betrug 100,2 am 6. Juni. Der 90-Tage-Mittelwert des solaren Fluxes betrug am 6. Juni 106 Einheiten. Die typisch sommerlichen Ausbreitungsbedingungen spiegelten sich in moderaten DX-Bedingungen auf den Bändern 40, 30, 20 und 17 m wider. Zwischen 15 und 10 m gab es wenige DX-Öffnungen, dafür aber Sporadic-E-unterstützte Short-skip-Möglichkeiten. Auf 160 und 80 m dominierten atmosphärische Störungen. Die Gewittertätigkeit sorgte für Scatterzentren auf 3 cm. Auf 2 m und 6 m wurden Verbindungen via Tropo und Sporadic-E getätigt.
Vorhersage bis zum 14. Juni:
In zwei Wochen ist bereits Sommersonnenwende, wir merken es am Terminator, denn die wöchentlichen Änderungen der Sonnenauf- und Untergangszeiten sind sehr gering. An geomagnetisch ruhigen Tagen bleiben die DX-Bedingungen auf den mittleren Bänder 40, 30 und 20 m stabil, 20 m bleibt nachts offen und ermöglicht DX-Verbindungen rund um die Uhr. Die Bänder oberhalb 17 m öffnen besser, sobald der solare Flux wieder steigt. Momentan sieht es so aus, als fielen die Fluxwerte zunächst wieder unter 100 Einheiten [6]. Sporadische E-Schichten helfen zur Belebung der Bänder 12, 10 und 6 m.
NASA warnt vor Sonnensturm:
Am 8. Juni kam es um 5.41 Uhr westeuropäischer Zeit zu einem koronalen Masseauswurf auf der Sonne, bei dem große Partikelmengen ins All geschleudert wurden. Der Sturm soll der heftigste seit 2006 sein - so zitiert das Onlinemagazin Spiegel einen Sprecher der US-Raumfahrtbehörde NASA. Eine riesige Partikelwolke sei freigesetzt worden und habe sich anschließend über ein Gebiet von nahezu der halben Größe der Sonnenoberfläche gelegt. Dennoch stufte die NASA die Sonnenfackel nur als mittelschwerer M2-Flare ein. Zum Ereignis auf der Sonne hat das Nachrichtenmagazin Spiegel Online einen Bericht im Internet veröffentlicht [7].
Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:
Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 19:27; Melbourne/Ostaustralien 21:29; Perth/Westaustralien 23:11; Singapur/Republik Singapur 22:57; Tokio/Japan 19:25; Honolulu/Hawaii 15:48; Anchorage/Alaska 12:24; Johannesburg/Südafrika 04:49; San Francisco/Kalifornien 12:48; Stanley/Falklandinseln 11:57; Berlin/Deutschland 02:45.
Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 00:24; San Francisco/Kalifornien 03:30; Sao Paulo/Brasilien 20:27; Stanley/Falklandinseln 19:53; Honolulu/Hawaii 05:11; Anchorage/Alaska 07:27; Johannesburg/Südafrika 15:23; Auckland/Neuseeland 05:11; Berlin/Deutschland 19:25.
Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte Stefan Hüpper, DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Diesen Rundspruch gibt es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite sowie in Packet Radio unter der Rubrik DARC. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie per E-Mail ausschließlich an reda...@darcverlag.de. Vielen Dank fürs Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!
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Verzeichnis der Internetadressen (Rundspruchsprecher: Bitte nicht vorlesen!):
[1] s.h...@darc.de
[2] http://www.darc.de/mitglieder/referate/dx/bulls/dl-iota-inselwertung/
[3] http://www.dxhf.darc.de/~dcl/public/yl_statistik.php
[4] http://www.db0hex.de
[5] da...@darc.de
[6] http://www.solen.info/solar/
[7] http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,767274,00.html
[dx] http://www.darc.de/referate/dx/
Neu im DARC Verlag: CQ DL Spezial: Mikrocontroller: http://darcverlag.de/CQ-DL-Spezial-Mikrocontroller
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Rundspruch mailing list
Runds...@lists.darc.de
http://lists.darc.de/mailman/listinfo/rundspruch
Hallo, liebe SWLs, YLs und OMs,
Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 24 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs für die 24. Kalenderwoche 2011. Diesmal haben wir Meldungen zu folgenden Themen:
- Funkamateure helfen der NASA bei der Beobachtung der Sonneneruptionen
- Energieexperte vergleicht intelligente Stromzähler mit Zwangsbeglückung
- Europäische Union billigt überarbeitete RoHS-Richtlinie
- Funkamateure sollen bei großflächigem Stromausfall helfen
- Besuchen Sie die HAM RADIO!
- EUDXF veranstaltet Eyeball-Contest auf der HAM RADIO
- Nachrichten der DARC-Bandwacht
- BEMFV kurz erklärt. Heute Teil 11: Ein Band über 10 W EIRP
- Aktuelle Conteste
und
- Was gibt es Neues über das Funkwetter?
Hier die Meldungen:
Funkamateure helfen der NASA bei der Beobachtung der Sonneneruptionen
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Die aktuelle Sonneneruption wird von der NASA u.a. mit den beiden STEREO-Raumsonden beobachtet. STEREO steht für "Solar TErrestrial RElations Observatory". Die Sonden liefern spektakuläre Bilder der Eruption, die zum Beispiel bei YouTube im Kanal "thesuntoday" (the sun today) angesehen werden können. Eine wichtige Rolle haben für die NASA Funkamateure übernommen. So werden von der AMSAT-DL mit der 20-m-Parabolantenne am IUZ in Bochum kontinuierlich und automatisch die Daten von STEREO empfangen. Die Antenne wird dabei fernbedient durch James Miller, G3RUH, Hartmut Päsler, DL1YDD, und Michael Lengrüsser, DD5ER, von deren jeweiligen QTH aus.
Energieexperte vergleicht intelligente Stromzähler mit Zwangsbeglückung
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Holger Krawinkel, Energieexperte beim Bundesverband der Verbraucherzentralen, verglich in einem Interview mit dem Internetportal Energlobe.de die Einführung intelligenter Stromzähler mit einer Zwangsbeglückung für die Verbraucher. Die Ausgaben für den Zähler seien höher als die jährlich zu erzielende Ersparnis. Harald Schrimpf, Vorstandsmitglied des Softwareentwicklers Psi sieht die größten Befürworter eher in der Industrie. Energieversorger sowie Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche wünschten demnach eine flächendeckende Einführung der neuen so genannten Smart Meter. Mit der Einführung seien Milliardenumsätze zu machen. Intelligente Stromzähler messen den Verbrauch beim Kunden und senden die gewonnenen Daten in Echtzeit an den Energieversorger zurück. Der Kunde kann daraufhin seinen Energieverbrauch auf der Internetseite seines Stromanbieters analysieren und gegebenenfalls den eigenen Verbrauch optimieren. Ob sich der Smart Meter für alle Verbraucher rentiert, wird weiter diskutiert. Vor allem der DARC e.V. sieht die Technik vor dem Hintergrund kritisch, dass manche Geräte zur Datenübertragung HF-Signale auf ungeschirmten Stromleitungen nutzen. Störende Beeinträchtigungen beim Kurzwellenempfang sind die Folge.
Europäische Union billigt überarbeitete RoHS-Richtlinie
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Der Rat der Europäischen Union hat im Mai 2011 eine überarbeitete Version der EU-Richtlinie für gefährliche Stoffe in elektrischen und elektronischen Geräten gebilligt. Man spricht hier von der so genannten "RoHS-Richtlinie". Die Liste der verbotenen Schadstoffe wurde - entgegen dem Wunsch des EU-Parlaments - nicht erweitert. Deshalb dürften sich für die Hersteller z.B. von Funkgeräten keine Änderungen ergeben. Die Liste der verbotenen Schadstoffe soll jedoch regelmäßig geprüft und ggf. ergänzt werden. Die überarbeitete Version erfasst jetzt auch solche elektrischen Geräte und Zubehörteile, die nicht unter die bisherige Richtlinie fielen. In der RoHS-Richtlinie ist festgelegt, dass bestimmte Schadstoffe, z.B. Blei, Cadmium und Quecksilber, in elektrischen Geräten nicht enthalten sein dürfen. Die erste Version stammt aus dem Jahr 2003 und wurde in Deutschland im März 2005 in Form des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes in deutsches Recht umgesetzt. Die überarbeitete Richtlinie muss noch im EU-Amtsblatt veröffentlicht und danach in den einzelnen Mitgliedsländern in nationales Recht umgesetzt werden.
Funkamateure sollen bei großflächigem Stromausfall helfen
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Bei einem großflächigen Stromausfall sollte der Staat auch auf die Hilfe der Funkamateure zurückgreifen. Das empfiehlt das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag. Dort hat man untersucht, wie sich ein großflächiger und lang andauernder Stromausfall in Deutschland und über die Ländergrenzen hinweg auswirken würde. Die Ergebnisse dieser Untersuchung wurden in einem Bericht des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung im April dieses Jahres veröffentlicht. Der vollständige 136 Seiten umfassende Bericht des Ausschusses kann als Bundestagsdrucksache 17/5672 im Internet heruntergeladen werden [1].
Besuchen Sie die HAM RADIO!
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Der DARC e.V. veranstaltet auch im Jahr 2011 das traditionelle Bodenseetreffen auf dem Messegelände in Friedrichshafen. Bereits zum 62. Mal lockt das Vortragsprogramm das interessierte Publikum auf die HAM RADIO: 46 Fachvorträge, 18 Treffen und acht Workshops sowie Wettbewerbe und zwei Amateurfunkprüfungen laden in die Konferenzzentren West und Ost ein. Im Foyer West erwartet die Besucher an allen drei Messetagen die DARC-Aktionsbühne mit einem abwechslungsreichen Programm. Kinder und Jugendliche können am Samstag und Sonntag an der HAM RALLYE teilnehmen. Angelaufen werden können 21 Stationen in der Halle A1 und im HAM CAMP. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr wird erneut eine große Verlosung angeboten. Die Teilnehmer erwarten tolle Preise und Gutscheine, teilweise von den ausstellenden Firmen und Unternehmen gespendet. An allen Messetagen greift die Glücksfee alle zwei Stunden auf der Aktionsbühne im Foyer West in die Lostrommel. Am Samstag besteht in der Zeit von jeweils 9:35 bis 10:05 Uhr, 10:05 bis 10:35 Uhr oder 10:35 bis 11:05 Uhr Lokalzeit noch die Möglichkeit eines Zeppelinfluges. Interessenten müssen sich vorab anmelden [2]. Zeitgleich wird das Rufzeichen DL0ZZF/AM auf 145,550 MHz aktiviert. Das Team der Geschäftsstelle freut sich über Ihren Besuch im DARC-Zentrum Halle A1, Stand 460. Weitere Informationen gibt es im Internet [2].
EUDXF veranstaltet Eyeball-Contest auf der HAM RADIO
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Während der HAM RADIO veranstaltet die EUDXF einen Eyeball-Contest. Die Teilnehmer sind verpflichtet, Rufzeichen, Namen und Unterschriften von Personen aus so vielen verschiedenen DXCCs wie möglich zu suchen. Dies geschieht durch persönliche Kontakte, also so genannte "Eyeball QSOs" während der HAM RADIO. Die Log-Daten sind auf einer Karte zu notieren, die man beim EUDXF-Stand bekommen kann. Abgabe ist Sonntag 11 Uhr. Derjenige, der die meisten DXCCs gesammelt hat, wird der Sieger sein. Der Gewinner wird auf der EUDXF-Webseite bekannt gegeben. Weitere Details zum Wettbewerb sind am Stand zu erfahren.
Nachrichten der DARC-Bandwacht
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Nachfolgend die Nachrichten der DARC-Bandwacht, zusammengestellt von Ulrich Bihlmayer, DJ9KR.
Die Intermodulationsprodukte von Radio Ankara auf 10 110 und 14 210 kHz sind weg. Sie waren bis zum 25. Mai lautstark zu hören. Beschwerden von Bundesnetzagentur und Bandwacht haben gefruchtet. Die Ingenieure im Senderstandort Emirler haben ihre Sender, Feederleitungen und Antennen entkoppelt. Beide Frequenzen sind wieder frei.
Katholischer Gottesdienst mit Orgelklang, Gebeten und Predigten wird bei Sporadic-E-Bedingungen immer wieder auf der Frequenz 28 266 kHz in FM gehört. Die Bandwacht weiß, dass die betreffende Kirche in Irland steht. Die irische Bandwacht stellt zurzeit Nachforschungen an.
Zu den Überhorizontradaren aus der Türkei, von der Insel Zypern und aus Russland hat sich im Mai auch das Überhorizontradar "Jindalee" aus dem australischen Outback gesellt. Es war im 15-m-Band oft über Stunden hinweg mit seinem Rattern und Blubbern zu hören. "Jindalee" hört in Richtung Norden und stellt Flugzeuge und Flüchtlingsboote fest, die aus Indonesien, Timor und Neuguinea kommend in australisches Staatsgebiet eindringen.
Bitte notieren Sie sich den Termin des Bandwacht-Treffens für Samstag, den 25. Juni um 10 Uhr in Halle A2 im Vortragssaal "Schweiz". Nach einem Kurzbericht von DJ9KR berichtet OM Peter Jost, HB9CET, in seinem Gastvortrag über seine Arbeit als Leiter der Bandwacht der USKA. Ihm schließt sich der Vortrag von Wolf Hadel, DK2OM, über Kurzwellenradare an.
BEMFV kurz erklärt. Heute Teil 11: Ein Band über 10 W EIRP
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Es kann vorkommen, dass man auf einem oder mehreren Bändern mehr als 10 W EIRP auf anderen weniger als 10 W EIRP erzeugt. In diesem Fall muss man trotzdem alle Bänder - also auch solche, die unterhalb 10 W EIRP bleiben - anzeigen. Nach Formulierung in der Verordnung entscheidet nämlich über die Anzeigepflicht das Überschreiten der Grenze bei der gesamten Amateurfunkstelle.
Aktuelle Conteste
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18. Juni: AGCW-DL VHF/UHF Contest
18. bis 19. Juni: JARL All Asian DX Contest
25. bis 26. Juni: Ukrainian DX DIGI Contest und King of Spain Contest
Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des DX und HF-Funksportreferates [dx] sowie mittels der Contesttermin-Tabelle in der CQ DL 6/11 auf S. 438.
Der Funkwetterbericht vom 14. Juni, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL
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Rückblick vom 7. bis 13. Juni: Der M-Flare am 7. Juni war der Höhepunkt im Funkwettergeschehen der Woche. Er war phantastisch anzusehen [3] und für die Nachrichtenagenturen ein willkommenes Ereignis im "Sommerloch" für die Schilderung möglicher Horrorszenarien. Die von der CME in den Weltraum ausgestoßene Plasmawolke war nur teilweise auf die Erde gerichtet und traf am frühen Morgen des 8. Juni ein. Die insgesamt sehr geringe Sonnenaktivität entsprach etwa der von Mitte März 2011, charakterisiert durch solare Fluxwerte zwischen 85 und 95 Einheiten, ein bis drei Sonnenflecken und recht intensiven Flux hochenergetischer Elektronen aus koronalen Löchern. Bevor die Störung am 8. Juni begann, herrschten sehr gute Ausbreitungsbedingungen auf den mittleren Bändern bis etwa 21 MHz. Seitdem wurden wir eher an das Sonnenfleckenminimum erinnert. 20, 30 und 40 m boten an einigen Tagen DX-Möglichkeiten, morgens nach VK und ZL und abends in die Karibik, Afrika und Südamerika. Alle transpolaren Funkwege waren nur hin und wieder offen.
Vorhersage bis zum 21. Juni:
Wir erwarteten für den 14. Juni eine neue aktivere Fleckengruppe. Die Fluxwerte steigen nun wieder über die 100er Marke. Zunächst bleiben die typischen Sommerbedingungen erhalten, wobei 20 m das beste DX-Band sein wird. Das geomagnetische Feld wird auch weiterhin von Sonnenwind aus koronalen Löchern bestimmt und bleibt unbestimmt bis aktiv. Sporadische E-Schichten sind weiterhin ein Überraschungsfaktor auf 10, 6 und eventuell auf 2 m.
Es folgen nun die Orientierungszeiten für Gray-Line DX, jeweils in UTC:
Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 19:31; Melbourne/Ostaustralien 21:33; Perth/Westaustralien 23:14; Singapur/Republik Singapur 22:58; Tokio/Japan 19:24; Honolulu/Hawaii 15:48; Anchorage/Alaska 12:18; Johannesburg/Südafrika 04:52; San Francisco/Kalifornien 12:47; Stanley/Falklandinseln 12:02; Berlin/Deutschland 02:43.
Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 00:28; San Francisco/Kalifornien 03:33; Sao Paulo/Brasilien 20:27; Stanley/Falklandinseln 19:51; Honolulu/Hawaii 05:14; Anchorage/Alaska 07:35; Johannesburg/Südafrika 15:23; Auckland/Neuseeland 05:10; Berlin/Deutschland 19:30.
Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte Stefan Hüpper, DH5FFL, vom Amateurfunkmagazin CQ DL. Diesen Rundspruch gibt es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite sowie in Packet Radio unter der Rubrik DARC. Meldungen für den Rundspruch - mit bundesweiter Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion CQ DL sowie per E-Mail ausschließlich an reda...@darcverlag.de. Vielen Dank fürs Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!
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Verzeichnis der Internetadressen (Rundspruchsprecher: Bitte nicht vorlesen!):
[1] http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/056/1705672.pdf
[2] http://www.darc.de/aktuelles/ham-radio/
[3] http://www.solarham.com/gallery.htm