Ich habe immer Cassirer so ausgesprochen, dass das i betont war (ein
langes i). Doch höre in letzter Zeit Leute, die das a betonen.
Wie ist das also richtig? Wie spricht man eigentlich Cassirer aus?
Vielen Dank,
--
Karin Volobuef
E-mail: volo...@fclar.unesp.br
Ich kenne nur die Aussprache mit der Betonung auf dem i.
Gruß
Laura
> On Sun, 19 May 2002 19:36:08 +0200, Karin Volobuef wrote:
>
> > Ich habe immer Cassirer so ausgesprochen, dass das i betont war (ein
> > langes i). Doch höre in letzter Zeit Leute, die das a betonen.
> >
> > Wie ist das also richtig? Wie spricht man eigentlich Cassirer aus?
>
> "Cassirer"? Welcher Sprache soll das Wort entstammen?
Das war jemand, der hat fuer Geld so Buecher geschrieben.
> Marco Bruchmann <jax...@ewetel.net> writes:
>
>> "Cassirer"? Welcher Sprache soll das Wort entstammen?
>
> Das war jemand, der hat fuer Geld so Buecher geschrieben.
Nee, das war mehr einer von denen, die über so Sachen nachdenken, und
dann aufschreiben, was ihnen eingefallen ist.
- Sebastian
> Oh-oh! Warum sind hier eigentlich nur Informatiker vertreten? Die dann
> nichtmal wissen, daß das Weltbild sich im Zweifelsfall auch via Google
> erweitern läßt? Mehr Glück beim nächsten Mal!
Wahnsinnsvorschlag, genauso könnte man per google versuchen, die
Bedeutung des Wortes "Müller" zu ergründen.
Ozan
Viele Grüße aus Brasilien,
Versteh ich jetzt nicht. Welcher Weisheit? Ich hatte Karins Frage doch
beantwortet? Ich meine: da stand's doch schon, oder? Daraus war doch
möglicherweise zu schließen, daß es das Wort sehr wohl gab? Was ja auch aus
der Frage selbst schon hervorging? Oder nicht? Oder wie? Es wunderte mich
schier, daß danach jemand postet, das sei nicht deutsch.
> Bestimmt hat der eine oder andere Diskus-
> sionsteilnehmer nichts dagegen, seinen Wortschatz auch mal
> um einen obskuren Begriff wie Cassirer oder Omnivalenz zu
> bereichern.
>
> cu Axel
Das mit der Omnivalenz versteh ich wiederum nicht. Sieht man dem Begriff
nicht auf Anhieb an, was er bedeutet? Und Cassirer, falls das immer noch
nicht klar ist, denn ich war der Wahnsinnserwartung verfallen, daß auf meine
sarkastische Bemerkung hin vielleicht wirklich mal jemand Google bemüht
hätte: kein obskurer Begriff, sondern ein deutscher jüdischer Familienname.
Ich erwarte keineswegs, daß Informatiker das wissen müssen. Aber, wie
gesagt, vor dem Antworten vielleicht doch mal nachsehen ...
Schönen Gruß!
Laura
Das wäre tatsächlich weder unmöglich noch unsinnig. Macht aber vielleicht
etwas mehr Arbeit als ein etymologisches Wörterbuch, zugegeben, da es kein
gutes online-Etymologiebuch gibt (oder ich habe es noch nicht gefunden).
Aber hättest Du "Cassirer" eingegeben ... na probier's halt.
Schönen Gruß!
Laura
Aber gar nicht. Ich wollte niemanden auf eine Bildungslücke hinweisen. Es
ging um etwas ganz anderes: die Diskrepanz zwischen liebenswürdiger
Hilfsbereitschaft und Ahnungslosigkeit, die hier öfter zu bemerken ist.
Manchmal fühle ich mich an gelegentliche Auslandserfahrungen erinnert (ich
sag jetzt einfach mal in Quisquilistan): man fragt Einheimische nach einem
Weg, die erklären auch lieb, man geht in die angegebene Richtung - und ist
völlig falsch. Fragt wieder, kriegt eine neue Erklärung und landet, sich
nach dieser richtend, in irgend einer neuen Irre - solange man fremd ist,
kommt einem schon mal der Gedanke, das sei Absicht, die mögen hier Ausländer
vielleicht nicht. Bis man lange genug im Land ist, um allmählich zu
begreifen, daß da keinerlei Bosheit im Spiel ist: die Gefragten haben zwar
tatsächlich keine Ahnung, können das aber nicht zugeben, da es
unliebenswürdig und wenig hilfsbereit wirken könnte, und um diesen Eindruck
unbedingt zu vermeiden, schicken sie einen lieber falsch als gar nicht, aus
schierer freundlicher Hilfswilligkeit. Bloß daß die nicht sehr effizient
ist.
Ich meine, wenn ich mich in voller Ahnungslosigkeit in eine Informatiker-NG
begäbe und auf eine Frage mit der Antwort käme: Deine Frage ist mir völlig
unklar, von dem Sachverhalt, den Du beschreibst, habe ich noch nie was
gehört - wär doch vielleicht bisserl peinlich, oder? Und erzeugte
gleichfalls überflüssigen "Traffic", wie Du das so schönst nennst - (danke
für die Vokabularerweiterung. Bei mir fand traffic bisher nur auf der Straße
statt.).
> es Dir zur Ehre gereichte, wenn Du diese auch gleich schlössest.
Das wiederum wäre mir überheblich erschienen, da es, wie gesagt, nicht darum
ging, jemanden auf seine Bildungslücken hinzuweisen. Meine Äußerung, ein
Informatiker müsse nicht wissen, wer die Cassirers waren, war völlig
ernstgemeint.
> Wenn ich eins im Usenet gelernt habe, dann das, nach
> Möglichkeit nichts vorauszusetzen. Schon gar nicht, daß
> jeder alle Antworten gelesen hat, bevor er selbst zur
> Tastatur greift.
Völlig klar, steht aber nicht zur Debatte.
>> Das mit der Omnivalenz versteh ich wiederum nicht. Sieht man dem
>> Begriff nicht auf Anhieb an, was er bedeutet?
>
> Man kann sich eine Bedeutung erschließen, sicher. Das macht
> den Begriff aber nicht weniger obskur.
Nein? Sobald mir klar ist, was ein Begriff bedeutet, ist er doch nicht mehr
obskur, und ich kann doch damit hantieren?
> Bei der damaligen Diskussion um Omnivalenz wurden leider nur
> Belege für eine Existenz in der englischen Sprache gebracht.
> Weder wurde der Fachbereich benannt, in dem man ihn hierzu-
> lande verwendet, noch die spezifische Bedeutung die er dort
> besitzt und ohne eine solche wäre er wohl ziemlich überflüs-
> sig.
Wenn ich weiß, was Omnivalenz heißt, muß ich doch nicht wissen, wie das auf
englisch gebraucht wird, ehe ich das auf deutsch einsetzen kann? (Es sei
denn, der Begriff hätte auch noch eine eingeschränkte fachspezifisch
Bedeutung, und es geht darum, herauszufinden, wie ihn der & die AutorIn in
dem & dem Fachbuch gemeint haben könnte. Darüber läßt sich diskutieren.)
>> Aber, wie gesagt, vor dem Antworten vielleicht doch mal nachsehen ...
> Das könnte man. Allerdings erzeugt es weniger Traffic, wenn
> Du uns *einmal* erleuchtest,
Ich beantworte die Fragen, die gestellt werden, sofern ich die Antwort weiß.
Eine Frage, wer die Herren Cassirer waren, habe ich nirgends gesehen.
> statt daß jeder Unwissende die
> Suchmaschine einzeln bemüht. Das weiß doch nun wirklich
> jeder Informatiker! ;)
Daraus aber den Schluß zu ziehen, daß man lieber gar nicht erst nachsieht,
halte ich für verfehlt. Wie gesagt, Hilfsbereitschaft gut & schön, aber die
sollte wenigstens auf einem Informationsvorsprung beruhen. Wer den nicht
hat, sagt eben zu der Frage besser nichts oder macht sich vielleicht die
Mühe, die gewünschte Information zu beschaffen, wenn er denn unbedingt von
Nutzen sein will. Vor zuviel Traffic hätte ich da keine Angst: es werden
sich schon nicht bei jeder Frage sämtliche aug-LeserInnen zugleich in
sämtliche Suchmaschinen stürzen. Mich nervt es eher, wenn ich überflüssige
Postings lesen muß. (Ich erinnere an die einstige Frage nach einer möglichen
Übersetzung von "Herschlag": wie da alle mit Hirnschlag oder Herzschlag
angerannt kamen. Wenn das nicht ineffizient ist!)
Gespannt, wie ineffizient jetzt mein Sermon war ...
grüßt
Laura
> Oh-oh! Warum sind hier eigentlich nur Informatiker vertreten? Die dann
> nichtmal wissen, daß das Weltbild sich im Zweifelsfall auch via Google
> erweitern läßt? Mehr Glück beim nächsten Mal!
Danke. Du mich auch.
--
Marco Bruchmann -*- jax...@epost.de -*- jax...@ewetel.net
-*- marco.b...@informatik.uni-oldenburg.de -*-
> Versteh ich jetzt nicht. Welcher Weisheit? Ich hatte Karins Frage doch
> beantwortet? Ich meine: da stand's doch schon, oder? Daraus war doch
> möglicherweise zu schließen, daß es das Wort sehr wohl gab? Was ja auch aus
> der Frage selbst schon hervorging? Oder nicht? Oder wie? Es wunderte mich
> schier, daß danach jemand postet, das sei nicht deutsch.
Das waere dann aber eben ein Fehlschluss gewesen, denn zumindest fuer mich
zaehlen ...
> hätte: kein obskurer Begriff, sondern ein deutscher jüdischer Familienname.
... Familiennamen (und Vornamen, und Staedtenamen, und so fort) zumindest
nicht im umgangssprachlichen Sinn zu den "deutschen Worten", insbesondere
da sie als Namen zumindest prinzipiell nicht sprachgebunden sind.
Kai
--
http://www.westfalen.de/private/khms/
"... by God I *KNOW* what this network is for, and you can't have it."
- Russ Allbery (r...@stanford.edu)
> Aber gar nicht. Ich wollte niemanden auf eine Bildungslücke hinweisen. Es
Es *klang* sicher so, als wolltest Du jemanden ob seiner Bildungsluecke
blossstellen.
> Manchmal fühle ich mich an gelegentliche Auslandserfahrungen erinnert (ich
> sag jetzt einfach mal in Quisquilistan): man fragt Einheimische nach einem
> Weg, die erklären auch lieb, man geht in die angegebene Richtung - und ist
> völlig falsch. Fragt wieder, kriegt eine neue Erklärung und landet, sich
> nach dieser richtend, in irgend einer neuen Irre - solange man fremd ist,
> kommt einem schon mal der Gedanke, das sei Absicht, die mögen hier Ausländer
> vielleicht nicht. Bis man lange genug im Land ist, um allmählich zu
> begreifen, daß da keinerlei Bosheit im Spiel ist: die Gefragten haben zwar
> tatsächlich keine Ahnung, können das aber nicht zugeben, da es
> unliebenswürdig und wenig hilfsbereit wirken könnte, und um diesen Eindruck
> unbedingt zu vermeiden, schicken sie einen lieber falsch als gar nicht, aus
> schierer freundlicher Hilfswilligkeit. Bloß daß die nicht sehr effizient
> ist.
Aeh - war das vielleicht in Japan? Ich erinnere mich an mehrere Threads,
in denen ein aehnliches Verhalten beklagt wurde.
> Ich meine, wenn ich mich in voller Ahnungslosigkeit in eine Informatiker-NG
> begäbe und auf eine Frage mit der Antwort käme: Deine Frage ist mir völlig
> unklar, von dem Sachverhalt, den Du beschreibst, habe ich noch nie was
> gehört - wär doch vielleicht bisserl peinlich, oder? Und erzeugte
Aeh - ich kann Dir da, glaube ich, nicht ganz folgen: was soll die
Parallele sein? Und wem soll was peinlich sein oder auch nicht?
> gleichfalls überflüssigen "Traffic", wie Du das so schönst nennst - (danke
> für die Vokabularerweiterung. Bei mir fand traffic bisher nur auf der Straße
> statt.).
Wenn Dir das Wort "Verkehr" lieber ist, das ist, glaube ich, das deutsche
Fachwort dafuer ...
Im Internet misst man soetwas in Bits oder Bytes, entweder absolut oder
pro sekunde, und es ist fuer praktisch jedermann ausser Privatnutzern das,
was sich auf der Rechnung wiederfindet. (Privatnutzer bekommen
typischerweise entweder Minuten oder Pauschalen in Rechnung gestellt.)
> > es Dir zur Ehre gereichte, wenn Du diese auch gleich schlössest.
>
> Das wiederum wäre mir überheblich erschienen, da es, wie gesagt, nicht darum
> ging, jemanden auf seine Bildungslücken hinzuweisen. Meine Äußerung, ein
Komisch, mir erschien eher das Gegenteil ausserordentlich unhoeflich.
> >> Das mit der Omnivalenz versteh ich wiederum nicht. Sieht man dem
> >> Begriff nicht auf Anhieb an, was er bedeutet?
> >
> > Man kann sich eine Bedeutung erschließen, sicher. Das macht
> > den Begriff aber nicht weniger obskur.
>
> Nein? Sobald mir klar ist, was ein Begriff bedeutet, ist er doch nicht mehr
> obskur, und ich kann doch damit hantieren?
"Man kann sich die Bedeutung erschliessen" ist bei weitem nicht dasselbe
wie "mir ist klar, was der Begriff bedeutet".
> > Bei der damaligen Diskussion um Omnivalenz wurden leider nur
> > Belege für eine Existenz in der englischen Sprache gebracht.
> > Weder wurde der Fachbereich benannt, in dem man ihn hierzu-
> > lande verwendet, noch die spezifische Bedeutung die er dort
> > besitzt und ohne eine solche wäre er wohl ziemlich überflüs-
> > sig.
>
> Wenn ich weiß, was Omnivalenz heißt, muß ich doch nicht wissen, wie das auf
> englisch gebraucht wird, ehe ich das auf deutsch einsetzen kann? (Es sei
Nein, aber das hat ja auch keiner gesagt. Was Du aber wissen solltest,
ist, wo im Deutschen dieser Begriff angebracht ist, und da scheint bisher
eine Luecke zu bestehen ...
> denn, der Begriff hätte auch noch eine eingeschränkte fachspezifisch
"Auch noch"? Ich kann mir jedenfalls keine *nicht* eingeschraenkt
fachsprachliche Bedeutung auch nur vorstellen.
> Bedeutung, und es geht darum, herauszufinden, wie ihn der & die AutorIn in
> dem & dem Fachbuch gemeint haben könnte. Darüber läßt sich diskutieren.)
Und genau das schien mir der Punkt zu sein.
> Ich beantworte die Fragen, die gestellt werden, sofern ich die Antwort weiß.
> Eine Frage, wer die Herren Cassirer waren, habe ich nirgends gesehen.
Die kann ja auch nur kommen, wenn man bereits weiss, dass es "Herren
Cassirer" gegeben hat. Du wusstest das offenbar, die grosse Mehrheit
wusste es offenbar nicht, und das war Dir ja offensichtlich auch durchaus
bewust.
Von daher kann man diesen Satz nur als hoechst fadenscheinige und
scheinheilige Ausrede werten.
> halte ich für verfehlt. Wie gesagt, Hilfsbereitschaft gut & schön, aber die
> sollte wenigstens auf einem Informationsvorsprung beruhen. Wer den nicht
> hat, sagt eben zu der Frage besser nichts oder macht sich vielleicht die
> Mühe, die gewünschte Information zu beschaffen, wenn er denn unbedingt von
> Nutzen sein will.
Nun, die Antwort, die Du so kritisiert hast, muss ich im Nachhinein als
durchaus korrekt einstufen. Es ist *wirklich* kein "deutsches Wort".
Ich an Deiner Stelle wuerde Deine Arroganz hier noch mal ueberdenken.
> Postings lesen muß. (Ich erinnere an die einstige Frage nach einer möglichen
> Übersetzung von "Herschlag": wie da alle mit Hirnschlag oder Herzschlag
> angerannt kamen. Wenn das nicht ineffizient ist!)
Das eigentliche Problem war hier natuerlich die Unterstellung, ein Name
muesse eine Uebersetzung haben, und der fehlende Hinweis, dass es ein Name
*war*.
Aeh - ganz aehnlich bei Cassirer ...
Wenn du das Wort "Kassierer" meinst , also einen Angestellten eines
Unternehmens, der die Kasse führt, dann hast du das richtig ausgesprochen.
Das i wird lang gesprochen und betont.
Liana Haas - Antipariotou
> Wenn du das Wort "Kassierer" meinst , also einen Angestellten eines
> Unternehmens, der die Kasse führt, dann hast du das richtig ausgesprochen.
> Das i wird lang gesprochen und betont.
Könnte sogar sein, daß er das meint. Vermutlich bezieht er sich aber
auf den gleichnamigen Hamburger Philosophen.
- Sebastian
Der Philosoph wird aber genauso ausgesprochen.
The name of the philosopher is spoken in the same way like
"Kassierer".
Gruesse,
greetings
Andreas, sich delurkend