QUELLE:
http://www.raucherwahnsinn.de/ropohl-unsinn.htm
Die verzerrte Weltsicht von notorisch Nikotinabhängigen
von Peter Rachow
Ein weiteres schreckliches Beispiel für die verzerrte Weltsicht von
Tabakabhängigen habe ich auf folgender Seite gefunden:
http://www.ropohl.de/5.html. Der Autor schreibt darin u. a.:
"Raucher aller Länder, vereinigt euch!"
Der hilflose Versuch, das Manifest des Karl Marx auf Drogensüchtige zu
übertragen wirkt zuerst einmal über die Maßen lächerlich. Zu was soll man
sich vereinen? Zu einem gemeinsamen Schlag gegen die allfällige
"Nichtrauchermafia"? Für "Freiheit zum Drogengebrauch" oder ganz einfach zum
gemeinsamen Sterben an Lungenkrebs?
"18 Millionen Deutsche werden entrechtet, europaweit sogar mehr als 100
Millionen."
Es zeugt schon von fast nicht mehr zu steigernden Verwirrtheit, wenn man
Rauchverbote als "Entrechtung von Menschen" bezeichnet. Folgt man dieser
absonderlichen Einlassung, wären alle Gesetze, die eine Einschränkung der
persönlichen Freiheit bedeuten, per se eine "Entrechtung". Mit der gleichen
"Logik" könnte der ADAC dann verlautbaren lassen,
Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Autobahnen seien eine "Entrechtung der
Autofahrer".
(C) 2009 Peter Rachow
"Man verwehrt diesen Menschen das Recht, in öffentlichen Räumen, Gaststätten
und Verkehrsmitteln Tabak zu geniessen."
Abgesehen davon, Herr Ropohl, dass man "genießen" immer noch mit "ß"
schreibt, ist derlei in der Tat ein schwerwiegender Verstoß gegen die
Menschenrechte. Wieso ist noch niemand von den einschlägig bekannten
Organisationen wie "Human Rights Watch" oder "amnesty international" darauf
gestoßen, dass hier akuter Handlungsbedarf besteht? Schließlich ist aktiver
Drogengebrauch ja ein Grundrecht des Menschen und jemand, der eine legale
Droge erwirbt, hat ja wohl das unveräußerliche Recht, diese an allen Orten
und zu allen Zeiten ohne Rücksicht auf die Belange anderer zu konsumieren.
"Damit schränkt man ihr Grundrecht auf freie Persönlichkeitsentfaltung
drastisch ein."
Ein entsetzlich verkürtzter Gedanke! Und der Begriff "Rechtsgüterabwägung"
scheint Herrn Ropohl überhaupt nicht geläufig zu sein. Oder wie kann man
sonst auf die fixe Idee kommen, jedes Grundrecht sei durch ein Individuum
vollkommen schrankenlos wahrzunehmen und eine Inkaufnahme der Verletzung der
Grundrechte anderer Menschen sei daher vollkommen akzeptabel?
"Das wird einer verfassungsrechtlichen Überprüfung mit Sicherheit nicht
standhalten."
Doch, Herr Ropohl, das hat es bereits. Das BVerfG hat in seiner
Urteilsbegründung vom 30.7.08 sogar ausgeführt, dass auch ein unbeschränktes
Rauchverbot verfassungsgemäß wäre. Sie sollten nicht über Rechtsdinge
sprechen. Das ist nicht Ihr Fachgebiet.
"Man begründet diese Menschenrechtsverletzung mit der Behauptung, ein
höherrangiges Gut stände auf dem Spiel, nämlich die Gesundheit der
Nichtraucher."
Nun, wem seine eigene Gesundheit völlig egal ist, der dürfte auch mit der
Fragestellung überfordert sein, ob andere Menschen dieser Gesundheit
eventuell einen höheren Stellenwert einräumen als man selber. Nicht jeder
ist so dumm und zerstört sich selbst.
"Die Luft in der Umgebung von Rauchern, heisst es, würde mit
Tabakrückständen versetzt, die, von Nichtrauchern unfreiwillig ("passiv")
eingeatmet, tödliche Erkrankungen auslösen würden."
Auch wenn diese Erkrankungen nicht immer unbedingt tödlich enden, so sind
sie doch für Menschen schwerwiegend. Herr Ropohl scheint als Raucher sowieso
nicht verstanden zu haben, dass Gesundheit einen wesentlichen Teil von
Lebensqualtität ausmacht.
"Zu dieser Behauptung, die vor rund dreissig Jahren in den USA erfunden
wurde, sind unzählige Untersuchungen angestellt worden, die durchweg allein
auf statistischen Schätzungen beruhen."
Da irrt Herr Ropohl mal wieder. Es waren die "bösen Nazis" die Passivrauchen
als Erkrankungsrisiko "entdeckt" hatten. Diesmal war es also nicht der "böse
Ami" sondern Hitolf Adler persönlich, der dem Passivrauchen den Kampf
angesagt hatte. Oder war es doch der sozialdemokratische Arzt Fritz
Lickkint, der den Begriff in die wissenschaftliche Diskussion eingeführt
hat? Ach, egal, es waren immer "die Bösen".
"Ihre Ergebnisse, widersprüchlich und unter Wissenschaftlern höchst
umstritten, können nicht beweisen, das "Passivrauchen" gesundheitsgefährlich
wäre."
Es ist schon erschreckend, dass ein ehemaliger Prof. den aktuellen Stand der
Forschung nicht kennt oder nicht zur Kenntnis nehmen will.
"Trotzdem behaupten Gesundheitsfunktionäre lautstark das Gegenteil und
wollen mit wissenschaftlich fragwürdigen Spekulationen ein Grundrecht ausser
Kraft setzen. Wegen eines bloss hypothetischen, unbewiesenen Risikos soll
wirkliche Freiheit geopfert werden."
Ja, Herr Ropohl, das ist schlimm. Sie haben mein tiefsten Mitgefühl. Sie
armer entrechteter Tabakgenussraucher.
"Die gesetzlichen Rauchverbote verstossen gegen den Rechtsgrundsatz der
Verhältnismässigkeit:"
Aha. Der Herr lässt sich nun zu juristischen Fragestellungen ein.
"(1) Rauchverbote sind überhaupt nicht geeignet, zusätzlichen
Gesundheitsschutz zu schaffen. Wenn Umgebungsrauch die Gesundheit nicht
gefährdet, sind Rauchverbote nicht nur nicht geeignet, sondern sie sind
sinnlos."
Leider ist eine Schlussfolgerung bereits dann falsch, wenn sie schon auf
einer einzigen falschen Annahme basiert. Ach ja: Passivrauch ist nicht
kanzerogen und toxisch. Und die Erde ist eine Scheibe.
"(2) Rauchverbote sind nicht erforderlich. Selbst wenn sie geeignet sind,
eine Minderheit empfindlicher Nichtraucher vor Belästigung zu schützen, gibt
es mildere Mittel, dieses Schutzziel zu erreichen. Man kann im öffentlichen
Raum praktikable Abgrenzungen von Nichtraucher- und Raucherbereichen
vorsehen, die beiden Seiten die freie Wahl belassen. Das hatte sich bei den
Eisenbahnen seit Jahrzehnten bewährt, bevor nun auch hier grundlos totale
Rauchverbote verhängt werden."
Warum sollte man teure technische Maßnahmen implementieren, wenn man das
gleiche Ziel durch ein einfaches Rauchverbot errreichen kann? Dadurch sinken
Gesundheits- UND Kostenbelastung zeitgleich. Und ich zahle doch nicht dem
Raucher "seine" Lüftung mit, so dass er mich nicht mehr vergiftet.
Wobei noch zusätzlich keineswegs bewiesen ist, dass Lüftungsmaßname
überhaupt geeignet sind, damit ich im Restaurant nicht vom Qualm des hinter
mir sitzenden Qualmers vergiftet werde. Denn zuerst zieht sein Qualm bei mir
vorbei und danach dann erst in die über uns angebrachte Lüftungsanlage. Oder
kann Herr Ropohl erklären, warum Diffusion jetzt plötzlich sprunghaft werden
solte?
"(3) Der Schaden allgemeiner Rauchverbote steht in einem krassen
Missverhältnis zu einem kaum nachweisbaren Nutzen."
Schaden???? Von welchem messbaren Schaden redet dieser Mann? Wem schanden
denn die Rauchverbote? Doch nur den nikotinsüchtigen Dauerkiffern, die ohne
Droge keine 20 Minuten still sitzen können.
"Millionen Menschen werden von der Teilhabe an öffentlicher Geselligkeit und
Mobilität ausgeschlossen."
Biiiittee? Wieso? Wenn diese Menschan nicht dauernd ihrem Drogenkonsum
nachkommen müssten, könnten sie vollumfänglich am öffentlichen, sozialen und
kulturellen Leben teilhaben. Zur Not hilft halt ein Drogenentzug. Niemand
muss zu Fuß gehen, weil er mit der DB nicht fahren darf. Er muss halt nur
mal auf die Kippe verzichten können. Dieser Herr Ropohl ist schon reichlich
bizarr in seinen Gedankengängen....
"In Arbeitsstätten, Fernzügen, Krankenhäusern und Altenheimen werden sie zu
leidvollem Genussverzicht gezwungen."
Ja, das ist wirklich unerträglich. Immerhin in das "Recht auf Genuss" im
Grundgesetz verankert (welcher Artikel war das nochmal?). Und diese armen
Menschen müssen nun unter zwangsweisem von außen oktruiertem Genussentzug
leiden, nur wil ein paar neurotische und genussfeindliche der Askese
verhaftete Nichtraucher sie dazu verdammen. Ein unhaltbarer Zustand. Gerade
in Krankenhäusern, namentlich den Stationen der Onkologischen Pulmologie, wo
der Lungenkrebspatient behandelt wird, muss das Rauchverbot dringend
aufgehoben werden! Rauchen ist ein Grundrecht bis ins Endstadium. Jawohl,
Herr Ropohl (hey, das reimt sich sogar! )
"Schliesslich sind Zigtausende von Gaststättenbesitzern in ihrer
wirtschaftlichen Existenz bedroht,"
Auch das ist ein schlagendes Argument. Weil es wirtschaftliche Zwänge gibt,
werden andere Bedenken (Gesundheit und Wohlergehen der Nichtraucher)
vollständig ignoriert. Ich bin daher auch für die rigorose Freigabe des
Waffenhandels. Sachließlich sind die strengen Waffengesetze in der EU die
Ursache dafür, dass jedes Jahr 10.000de kleiner Waffenhändler ihre Betriebe
schließen müssen und zu Empfängern von sozialen Transferleistungen werden.
"One man, ten rifles!", Mr. Ropohl, that's what WE want!
"und eine traditionelle Kneipen- und Tabakkultur wird zerstört."
Genau. Der Drogengebrauch ist schließlich eine kulturelle Errungenschaft, so
wie Theater, Tanz, Musik, Malerei, Literatur, Dichtkunst etc. etc. Und das
Prekariat hat daher auch einen unveräußerlichen Anspruch auf "seine" Kultur.
"Die Organisationsmenschen bei Fluglinien, Verkehrsbetrieben und
öffentlichen Gebäuden missbrauchen die unbegründete Angst vor dem Tabakrauch
als Alibi, um mit allgemeinen Rauchverboten lächerliche Reinigungskosten
einzusparen. "
Ein wahrhaftiger Skandal!
An dieser Stelle muss ich diesen Text beenden. Passivrauch verursacht mir ja
bereits Kopfschmerzen. Dieses unsägliche Geschwätz von Herrn Ropohl ist aber
viel übler in der Wirkung. Zu den Kopfschmerzen kommt jetzt auch noch ein
unerträglicher Brechreiz hinzu. Entschuldigen Sie mich, ich muss mal eben
"wohin"...