1. Jäger sind auch nur Menschen - genau wie Geocacher. Und unter
beiden Gruppen gibt es vernünftige Menschen und Idioten. Bei den
Idioten hilft eh nichts mehr, ansonsten gehe ich jetzt mal von den
halbwegs vernünftiegn Leuten aus.
2. Der Jäger, den wir gestern abend getroffen haben, war anfangs
ziemlich sauer und ungehalten - klar, wir hatten ihm die Jagd versaut.
Als er aber merkte, daß wir keine besoffenen Partygänger sind, die den
Wald verwüsten, wurde er auch wieder ganz umgänglich.
3. Ich denke, es ist niemandem geholfen, wenn wir einen Krieg zwischen
Jägern und Geocachern anfangen. Jäger haben ebenso das Recht im Wald
zu sein wie wir, ob uns das passt oder nicht. Man sollte lieber das
Gespräch suchen, anstatt sich stur zu stellen, damit ist uns
Geocachern nämlich nicht geholfen!
4. Nachdem sich verschiedene Leute heute in den Gesetzen schlau
gemacht haben, gilt in Schleswig-Holstein ab 1.1.05 folgende Regelung:
Der Wald darf von jedermann überall zu Erholungszwecken betreten
werden. Eine Stunde nach Einbruch der Dunkelheit bis eine Stunde vor
Morgengrauen darf der Wald nur auf den Wegen betreten werden. Das
bedeutet im Klartext, das Nachtcachen abseits der Wege verboten ist!
Das ich das persönlich sehr schade finde, ist eine andere Sache. In
den Regeln zum Verstecken eines Caches steht eindeutig, das die
entsprechenden Regeln und Gesetze der Gebiete, Länder, Grundstücke
usw. zu beachten sind. Das bedeutet, das wir zumindest in S-H die
Nachtcaches zukünftig so verstecken müssen, das die Wege nicht oder
nur unwesentlich verlassen werden müssen. Wie die Regelungen in
anderen Bundesländern sind, müßt Ihr selber ermitteln.
5. Und nun noch eine Ergänzung zu dem Posting von WeJott bei dem
Yrekesbeke-Nachtcache: Wenn sich einer persönlich dafür entscheidet,
bestimmte Regeln nicht zu beachten, ist das sein Ding. Das verbessert
allerdings nicht den Ruf der Geocacher. Wenn aber ein Cache so
versteckt wird, das ich die Regeln mißachten muss, um ihn zu finden,
ist das etwas ganz anderes. Und zu der Äußerung "Wir werden uns als
Geocacher auch weiterhin am Rande der Legalität bewegen." kann ich nur
sagen: Wer die Regeln von Geocaching.com zum Verstecken eines Caches
beachtet, bewegt sich nicht am Rande der Legalität sondern völlig
legal. Wenn wir aber selber von uns behaupten, es würde alles nicht so
ganz korrekt sein, dann schaden wir nur uns und unserem Hobby. Das
jemand aus Unwissenheit einen Cache versteckt, der gegen die Regeln
verstösst, kann vorkommen. Aber dann kann er ja den Cache verlegen,
wenn er darauf aufmerksam gemacht wird.
Und zu guter Letzt mal ein kleiner Denkanstoss: Gesetze hin oder her -
niemandem ist geholfen, wenn jemand von einem übereifrigen Jäger für
ein Wildschwein gehalten wird.
Frei nach dem Motto: Auf seinem Grabstein steht geschrieben: "Aber ich
hatte doch meine Taschenlampe an!"
Happy Hunting!
Katharina aka sheep
Will heissen : ganz Deiner Meinung :-)
Gruß
Ralf
"Katha" <Kathari...@yahoo.de> schrieb im Newsbeitrag
news:312eff78.0412...@posting.google.com...
> Und zu guter Letzt mal ein kleiner Denkanstoss: Gesetze hin oder her -
> niemandem ist geholfen, wenn jemand von einem übereifrigen Jäger für
> ein Wildschwein gehalten wird.
Und dazu noch einen Zusatz: Gesetze hin oder her, man kann sich einen
solchen Cache ja auch einfach aufheben und ausserhalb der Jagdsaison suchen.
Dann gibt es auch keinen Streit.
Ich finde das das Versteckspiel (also beim Cachen nicht gesehen zu werden)
schon irgendwie Teil des Sportes ist.
Nils
--
Well... It all started with a typo in a safe sex pamphlet. By the time
I discovered I didn't really have to use a condor every time, I'd kind
of gotten used to them.
[bsvit...@mln.lib.ma.us in rec.arts.comics.dc.universe]
> 1. Jäger sind auch nur Menschen - genau wie Geocacher. Und unter
> beiden Gruppen gibt es vernünftige Menschen und Idioten. Bei den
> Idioten hilft eh nichts mehr, ansonsten gehe ich jetzt mal von den
> halbwegs vernünftiegn Leuten aus.
Wobei ich die fast philosophische Frage stellen könnte, was einen
'halbwegs vernünftigen Menschen' ausmacht.
Aber das würde hier zu weit führen.
> 2. Der Jäger, den wir gestern abend getroffen haben, war anfangs
> ziemlich sauer und ungehalten - klar, wir hatten ihm die Jagd versaut.
> Als er aber merkte, daß wir keine besoffenen Partygänger sind, die den
> Wald verwüsten, wurde er auch wieder ganz umgänglich.
Ist doch prima, wenn euer Gespräch einen positiven Verlauf genommen hat.
Nochmehr hätte es mich gefreut, wenn ihr es geschafft hättet, einen Jäger
zum Geocacher zu konvertieren. ;-)
> 3. Ich denke, es ist niemandem geholfen, wenn wir einen Krieg zwischen
> Jägern und Geocachern anfangen. Jäger haben ebenso das Recht im Wald
> zu sein wie wir, ob uns das passt oder nicht. Man sollte lieber das
> Gespräch suchen, anstatt sich stur zu stellen, damit ist uns
> Geocachern nämlich nicht geholfen!
Dies ist eine übertriebene und sehr subjektive Einschätzung deinerseits.
Ich möchte hier keinen Krieg anzetteln, sondern lediglich die Problematik
und den Rand der Legalität diskutieren.
> 4. Nachdem sich verschiedene Leute heute in den Gesetzen schlau
> gemacht haben, gilt in Schleswig-Holstein ab 1.1.05 folgende Regelung:
> Der Wald darf von jedermann überall zu Erholungszwecken betreten
> werden. Eine Stunde nach Einbruch der Dunkelheit bis eine Stunde vor
> Morgengrauen darf der Wald nur auf den Wegen betreten werden. Das
> bedeutet im Klartext, das Nachtcachen abseits der Wege verboten ist!
> Das ich das persönlich sehr schade finde, ist eine andere Sache. In
> den Regeln zum Verstecken eines Caches steht eindeutig, das die
> entsprechenden Regeln und Gesetze der Gebiete, Länder, Grundstücke
> usw. zu beachten sind. Das bedeutet, das wir zumindest in S-H die
> Nachtcaches zukünftig so verstecken müssen, das die Wege nicht oder
> nur unwesentlich verlassen werden müssen. Wie die Regelungen in
> anderen Bundesländern sind, müßt Ihr selber ermitteln.
Bei rund 50 Logs bei Yrekesbeke seid ihr übrigens die Ersten, die ein
Zusammentreffen mit einem Jäger hatten. Diese Erfahrung zugrunde gelegt,
von den Ownern zu erwarten, dass sie die letzten Stages ihres Caches zu
verlegen, halte ich für äußerts vermessen. Es bleibt jedem "vernünftigen
Menschen" selbst überlassen sich mit einem Gummiseil von einer Brücke zu
stürzen, ohne Kopfschutz zu inlinern, die Sonntagsbrötchen ohne
Wärmeschutz aus dem Backofen zu nehmen - oder aber einen Nachtcache zu
heben, dessen Final etwa 200m abseits vom Weg zu finden ist. Dass ihr bei
eurem Rückweg dabei selbst gegen die vielzitierten Regeln verstoßen habt
und querfeldein über ein Feld gelaufen seid und euch völlig unnötig in
Gefahr gebracht habt, solltet ihr aber der Cacher-Gemeinde fairer Weise
nicht vorenthalten.
> 5. Und nun noch eine Ergänzung zu dem Posting von WeJott bei dem
> Yrekesbeke-Nachtcache: Wenn sich einer persönlich dafür entscheidet,
> bestimmte Regeln nicht zu beachten, ist das sein Ding. Das verbessert
> allerdings nicht den Ruf der Geocacher. Wenn aber ein Cache so
> versteckt wird, das ich die Regeln mißachten muss, um ihn zu finden,
> ist das etwas ganz anderes. Und zu der Äußerung "Wir werden uns als
> Geocacher auch weiterhin am Rande der Legalität bewegen." kann ich nur
> sagen: Wer die Regeln von Geocaching.com zum Verstecken eines Caches
> beachtet, bewegt sich nicht am Rande der Legalität sondern völlig
> legal. Wenn wir aber selber von uns behaupten, es würde alles nicht so
> ganz korrekt sein, dann schaden wir nur uns und unserem Hobby. Das
> jemand aus Unwissenheit einen Cache versteckt, der gegen die Regeln
> verstösst, kann vorkommen. Aber dann kann er ja den Cache verlegen,
> wenn er darauf aufmerksam gemacht wird.
Wenn man die Regeln von GC.com und die landestypischen Gesetze als
Geocacher zu 100% beachten würde, dann könnte man 98% aller Caches als
illegal betrachten. Streng genommen ist schon das Platzieren einer
Tupperdose in der freien Natur nicht erlaubt. Bleiben nach eurer
gesetzestreuen These nur noch Leitplanken- und virtuelle Caches sowie
jungpopuläre Earth-Caches, die durch ein aufwendiges Approving-Procedere
freigeschaltet werden. Zum Glück gibt es aber eine ganze Reihe von Caches,
deren Legalität ich nicht unbedingt überprüfen möchte, weil ich ein
anderes Verständnis vom Geocaching habe und trotzdem behaupte weder der
Natur noch den Menschen drum herum zu schaden.
> Und zu guter Letzt mal ein kleiner Denkanstoss: Gesetze hin oder her -
> niemandem ist geholfen, wenn jemand von einem übereifrigen Jäger für
> ein Wildschwein gehalten wird.
Wer mit seiner Vollkasko-Mentalität meint, er müsse in der
Cachebeschreibung auf alle Eventualitäten vorbereitet werden, Erste-Hilfe
Stationen an jeder Stage erwartet und jedes Stacheldrahtzäunchen erwähnt
haben möchte, sollte erneut sich und sein Hobby in Frage stellen, um
vielleicht zukünftig besser Klöppelarbeiten oder echt witzige Window-Color
Bilder erzeugen - denn dies ist garantiert streß- und konfliktfrei.
Warum gibt es solche ganz speziellen Probleme denn fast immer bei reinen
Nachtcaches???!!! Hat sich darüber schon mal jemand gedanken gemacht?
Merke-ein Geocacher kann fast jeden Cache auch zu einem Nachtcache machen,
so er will! Aber Reine Nachtcache´s ziehen die Cacher nun mal je nach gegend
schon fast in Scharen Nachts in den Wald, und das ist dann doch mehr als wie
wenn einzelne Cacher mal einen Cache im Dunkeln suchen.
Vorschlag meinerseits an die Verstecker von speziellen Nachtcaches:
A: Entweder ihr kennt den Waldbesitzer und sprecht mit denen über euer
Vorhaben und holt euch explizit eine Genehmigung ein.
B: Oder ihr baut den Cache einfach so auf, das er nicht direkt im Wald oder
in Jagdgegenden ist. Hochsitze sind ja eigentlich bei Tageslicht, wenn der
Cache vermutlich versteckt wird, deutlich zu erkennen. Es gibt auch genügend
"Freie Flächen" z.b. Ackerland. Da könnte man z.b. an einer Ecke ebenfalls
eine Sttion eines Nachtcaches bauen. Nur muss man da eben erfinderischer
sein, wenn genauso viel sass dabei sein soll
- Wenn weder A noch B möglich ist, dann macht einfach einen Normalen Cache
daraus, wenn dort ein Cache hin soll. Orginelle verstecke finde ich im
Übrigen besser, als ewig lange Multis oder Spezielle Nachtcaches, worum es
hier ja wieder einmal geht. Orginelle Verstecke können in einem Baum hängend
sein,ein alter Briefkasten, der unauffällig wo angebracht werden kann, unter
einem Gullydeckel mit Magnet, unter Wasser an einer Schnur, usw! Man braucht
nur Phantasie um auch tolle "Normale" Caches zu machen.
Leider denke ich mir in letzter Zeit öfter, wenn ich mir neue
Cachebeschreibungen durchlese (vor allem wenn es sich um Multis handelt),
das sich manche da nur gegenseitig mit dem "besseren" Cache überbieten
wollen. Einfache Traditionals bleiben dabei dann oft auf der strecke... :-(
--
Geocaching - Stammtisch in Cadolzburg und mehr:
www.geocaching.bxf.de
marco2206
"4lagig-deluxe" <geoca...@planet.ms> schrieb im Newsbeitrag
news:opsjsld5...@ag1.catv.wtnet.de...
Holla die Waldfee... Ich als männlicher Teil von Sheep muß mich jetzt
hier mal einbringen, da ich mit meinem Kumpel Fusselking zusammen den
überwiegenden Teil der Diskussion mit dem Jäger geführt habe. Erst
mal vorweg: wenn ich mir ansehe in welchem Ton Du mit Deinen ,,Fans"
umgehst, dann bin ich ehrlich heilfroh, daß wir den Jäger getroffen
haben und nicht Du. Ansonsten wäre der Jersebeker Forst jetzt
wahrscheinlich für die Öffentlichkeit gesperrt. ;-)
Durch unser gemeinsames Hobby verbunden sollten wir doch eigentlich auf
der gleichen Seite stehen.
Folgendes möchten wir nochmals klarstellen:
> Bei rund 50 Logs bei Yrekesbeke seid ihr übrigens die Ersten, die
ein
> Zusammentreffen mit einem Jäger hatten.
Die Tatsache daß wir die ersten waren, die mit einem Jäger
zusammengetroffen sind, ist natürlich reiner Zufall. Der Final liegt
praktisch in direkter Nachbarschaft mit einem Hochsitz und JEDER
"vernünftige Mensch" wird danach den direkten Weg zum Auto wählen (ob
quer übers Feld oder am Rand entlang spielt dabei keine Rolle)
> Dass ihr bei eurem Rückweg dabei selbst gegen die vielzitierten
Regeln
> verstoßen habt und querfeldein über ein Feld gelaufen seid und euch
völlig
> unnötig in Gefahr gebracht habt, solltet ihr aber der
Cacher-Gemeinde fairer
> Weise nicht vorenthalten.
Die Behauptung wir würden der Cachergemeinde irgend etwas vorenthalten
ist schlicht und ergreifend falsch. Wir haben den genauen Hergang exakt
widergegeben und unser eigenes Verhalten in keiner Weise verschwiegen.
Darum haben wir ja auch in unseren Log reingeschrieben, daß unsere
Nachfolger bei diesem Cache eben NICHT den Weg über das Feld nehmen
sollen, da sie direkt in die Schußlinie laufen.
Der einzige Grund, warum wir uns nach unserem Log an Dich gewandt
haben, war, das uns dieser Nachtcache sehr viel Spass gemacht hat und
wir gerne möchten, das nachfolgende Cacher genausoviel Spass an diesem
Cache haben. Wir sind davon ausgegangen, das die meisten - genauso wie
wir - denken, die könnten nachts im Wald rumlaufen, wo sie möchten
und keine Ahnung haben, wann Jagdsaison für welches Wild ist. Wir
bestreiten nicht, das wir uns falsch verhalten haben, und wollten
lediglich anderen Cachern ähnliche Begegnungen ersparen!
> von den Ownern zu erwarten, dass sie die letzten Stages ihres Caches
zu
> verlegen, halte ich für äußerts vermessen.
Wir erwarten nicht, daß der Cache verlegt wird, obwohl wir es durchaus
vorgeschlagen haben. Wir hätten aber erwartet, daß die
Cache-Beschreibung mit entsprechenden deutlichen Warnhinweisen ergänzt
wird, damit jeder selber entscheiden kann, welchem Risiko er sich
aussetzen möchte.
Wer mit seiner Vollkasko-Mentalität meint, er müsse in der
> Cachebeschreibung auf alle Eventualitäten vorbereitet werden,
Erste-Hilfe
> Stationen an jeder Stage erwartet und jedes Stacheldrahtzäunchen
erwähnt
> haben möchte, sollte erneut sich und sein Hobby in Frage stellen, um
> vielleicht zukünftig besser Klöppelarbeiten oder echt witzige
Window-Color
> Bilder erzeugen - denn dies ist garantiert streß- und konfliktfrei.
Es ist schade, das wir hier jetzt plötzlich auf so eine unsachliche
Weise angegriffen werden. Dazu fällt mir echt nichts mehr ein, außer:
Überleg Dir mal, ob Du mit jedem, den Du nicht kennst, in diesem
Tonfall redest! Auch wenn wir uns hier im Internet befinden, kann man
solche Diskussionen auch sachlich führen. Vielleicht liest Du noch mal
unsere Logs und Mails durch: Wir haben Dir von Anfang an zu diesem
Cache gratuliert (wie im übrigen auch zu Deinen anderen Caches, die
wir ebenfalls mit Begeisterung besucht haben!). Wir haben lediglich
versucht, andere Cacher vor ähnlichen Begegnungen zu bewahren, und,
nachdem sich herausgestellt hat, das dieser Cache gegen ein Gesetz
verstößt, Vorschläge zur Verbesserung gemacht. Natürlich bleibt es
Dir überlassen, wie Du damit umgehst, aber wir finden, das es einen
Unterscheid macht, ob man bewußt ein Risiko eingeht, in dem man sich
von einem Felsen abseilt (um Dich zu zitieren), oder ob man ahnungslos
einem Jäger vors Zielfernrohr läuft. Natürlich hätten wir uns
vorher besser informieren können - das ist unser Fehler. Aber Du
hast jetzt die Möglichkeit, andere darauf aufmerksam zu machen.
Da wir keine Lust haben, uns weiterhin hier rechtfertigen zu müssen,
werden wir diese Diskussion hier für uns abbrechen.
Zum Schluß noch eine Info an Nils:
> man kann sich einen solchen Cache ja auch einfach aufheben und
ausserhalb
> der Jagdsaison suchen.
Wir haben uns inzwischen schlau gemacht: Jagdsaison für Wildschweine
ist leider das ganze Jahr ... ;-)
Gruß,
Jörg & Katha
PS: Wir werden Deine Caches auch weiterhin gerne besuchen. (Allerdings
tragen wir dabei schußsichere Westen...) ;-)
ich bin auch dafür, die Diskussion wieder etwas zu versachlichen.
Ich glaube, dass sich viele wenig bis keine Gedanken über ein
Zusammentreffen mit einem Jäger gemacht haben. Zwar gab es bei Yresbeke
die Knicklichter (Box war übrigens noch über 1/3 gefüllt, als wir da
waren), aber das war doch eher ein netter Gag.
Grundsätzlich kann es einem bei jeden Nachtcache im Wald passieren, dass
man auf einen Jäger trifft. Und auch andere Nachtcache verlassen die
Wege bzw. liegen am Waldrand (z.B. die Drei ??? und der Fluch des Ruins).
Deswegen ist in meinen Augen keine Lösung, wenn Andreas nun besondere
Warnhinweise anbringt oder den Cache verlegt. Die meisten lesen eh die
Logs und sind auch so gewarnt. Das hilft aber wenig für andere
Nachtcache, wo es bislang keine zufällige Begegnung mit einem Jäger gab.
Grundsätzlich würde ich es für besser halten, wenn jemand, der
vielleicht auch Jäger ist, mal einige Warnhinweise (z.B. dass man
möglichst nicht aus dem Wald auf eine Lichtung treten sollte oder dass
bei Vollmond das Jägeraufkomen am höchsten ist oder was auch immer)
zusammenstellt und diese ins Netz stellt. Darauf könnte man ja
verweisen, so dass Leute, die zum ersten Mal einen Nachtcache im Wald so
ungefähr wissen, auf was sie sich einlassen und wie sie sich am besten
verhalten. Garantien gibt es natülich nie Leben - weder beim Cachen noch
beim Spazierengehen an der Alster!
Viele Grüße
Anette
1. In der Cachebeschreibung zu Yrekesbeke befindet sich im unteren Bereich
eine Reihe von CacheIcons - unter anderem findet man als drittes Symbol
von rechts ein Männchen, dass ein Gewehr in der Hand hält. Was soll dieses
Symbol wohl bedeuten? Jäger könnten einem über den Weg laufen!
2. Im speziellen bei Station #2 von Yrekesbeke gibt es einen Hinweis auf
mögliche Jäger, die einem über den Weg laufen könnten. Wer diesen Hinweis
nicht Ernst nimmt, weil er glaubt, da hat sich der Cache-Owner eine schöne
Geschichte ausgedacht, dem kann ich auch nicht mehr helfen.
Ich vertrete immer noch die Meinung, dass jeder Geocacher
eigenverantwortlich handeln und sich nicht darauf verlassen sollte, das es
der Cache-Owner schon richten wird. Ich, und viele andere Cache-Owner,
können keine Garantien geben, dass die Suchenden unverletzt, psychisch
unbeschadet zu Hause wieder ankommen. Dies gilt insbesondere für
_das Zusammentreffen zwischen Geocachern und Jägern,
bspw.
http://www.geocaching.com/seek/log.aspx?LUID=bda25705-ed71-41ca-8a6f-e74d83bd50b9
_den Zutritt von Lost Places,
bspw.
http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=0ac30476-65d8-4df5-a5f4-2bc9a69a094d
_den Zugang zu schwierigen Terrains
bspw.
http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=521e099e-04fc-4139-a97d-50aff26e3881
Allen nachfolgenden Cachern wünsche ich nach wie vor viel Glück und Erfolg
bei Suche nach dem Cache.
Mit nachdenklichen Grüßen und einen guten Rutsch ins neue Jahr,
4lagig-deluxe
Dein Cache ist klasse und wird es auch bleiben. Und natürlich gibt es
auch Warnungen ... aber wir blöden Stadtmenschen haben eben keine
wirklichen Erfahrungen nachts im Wald mit Jägern. Dafür bist Du in
keiner Weise verantwortlich. Deinen Link zum Sachsenwald habe ich aber
in diesem Zusammenhang nicht ganz verstanden .... gefakete Förster sind
nicht wirklich eine Hilfe in dieser Diskussion.
Mir ist nicht ganz klar, warum die Diskussion emotional so aufgeheizt
ist. Warum kann man nicht versuchen, aus solchen Situationen zu lernen
(und das betrifft alle: Cacheowner und Cachesucher) und Überlegungen
anzustelllen, wie man Gefahren minimieren kann.
Herzliche Grüße
Anette
(immer noch Fan)
4lagig-deluxe wrote:
> Mir fehlen nach dem letzten Beitrag von sheep ehrlich gesagt die
Worte.
Das erstaunt mich jetzt aber schon. Offenbar war mein Versuch der
Deeskalationspolitik nicht erfolgreich. Schade.
Also nochmal in aller deutlichkeit:
Wir finden den Cache super.
Wir wurden von einem Jäger ziemlich lautstark darauf hingewiesen, daß
wir abseits der Wege nichts zu suchen haben und konnten ihn nur mit
Mühe besänftigen.
Wie haben ihm versprochen den Cache-Owner darauf hinzuweisen, daß der
Cache an einer ungünstigen Stelle liegt und sich die Cache-Sucher in
Gefahr begeben (seine Meinung!). Das haben wir dann ja auch getan. Wie
Du mit dieser Situation umgehst ist ganz allein Deine Sache. Damit war
die Sache eigentlich auch schon erledigt und in Deiner Mail warst Du
dann ja auch ganz freundlich.
Katha hat dann, weil Sie sich Sorgen gemacht hat (Frauen machen sich
eben immer Sorgen) nochmal darauf hingewiesen, daß man die Gefahr
ernst nehmen sollte. Eine Meinung der man sich anschließen kann, oder
eben auch nicht.
Was sie dann von Dir als Antwort bekommen hat, war gespickt mit Polemik
und unsachlicher Aggression. War das nötig?
Niemand hat Dich in irgendeiner Weise angegriffen oder Dir die
Verantwortung für irgendwelche potentiellen Jagdunfälle zugeschoben.
Es war nur ein gutgemeinter Rat, da man sich ja schließlich nie sicher
sein kann, was da an bewaffneten Psychophaten im Wald rumläuft. Unser
Jäger war eigentlich ein netter Kerl, aber das gilt vielleicht nicht
für seine Kollegen.
> Ich vertrete immer noch die Meinung, dass jeder Geocacher
> eigenverantwortlich handeln und sich nicht darauf verlassen sollte,
das es
> der Cache-Owner schon richten wird. Ich, und viele andere
Cache-Owner,
> können keine Garantien geben, dass die Suchenden unverletzt,
psychisch
> unbeschadet zu Hause wieder ankommen.
Dieser Meinung können wir uns voll und ganz anschließen.
Ich wünsche ebenso einen guten Rutsch und nichts für ungut.
Gruß,
Jörg (sheep)
>Bei rund 50 Logs bei Yrekesbeke seid ihr übrigens die Ersten, die ein
>Zusammentreffen mit einem Jäger hatten. Diese Erfahrung zugrunde gelegt,
>von den Ownern zu erwarten, dass sie die letzten Stages ihres Caches zu
>verlegen, halte ich für äußerts vermessen.
Ich erwarte von keinem Owner, daß er an seinem Cache irgendwas ändert,
nur weil in der Nähe Jäger herumlaufen, Stacheldraht ist oder eine
Autobahn entlangführt.
Als Cacher gehe ich freiwillig einen Cache suchen (er wird auch
freiwillig verlegt) und muß mich auf die Situatuion einstellen. Wenn ich
jedemal und überall erwarte, daß ein Owner alle Eventualfälle
ausschließt, dann darf ich auch nicht leben - da warten noch viel
größere Gefahren auf mich.
Wer beim Cachen mit der weit verbreiteten Konsum- und
Sicherheitsmentalität herumläuft, sollte lieber auf Tupperpartys
gehen...
Walter
--
I wandered lonely as a cloud
That floats on high o'er vales and hills...
(William Wordsworth)
Mojn mojn,
ich finde, gegen so viele Gefahren sollte man sich absichern. Wie wärs mit
einer Cacher-Versicherung? Mit Wald-Haftpflicht-, Stolperunfall- (weil man
nur aufs GPS sieht statt auf den Weg), GPS-Display-Verkratz- und
Tupperdosendiebstahlversicherung.
Guten Rutsch
Franky
P.S. Bevor ich jetzt auch verbal gesteinigt werde, das war witzig gemeint.
Mensch WeJott,
bist Du verrückt? Tupperpartys? Weisst Du wie leicht man sich an den
scheiss Plastikdosen den Finger klemmen kann? Viel zu gefährlich, ich
fordere sofort eine Handschuhpflicht für solche Veranstaltungen.
Ausserdem könnten diese Behälter zur lagerung von waffenfähigem
Plutonium geeignet sein. Ich fordere also des Weiteren die Anweseheit
von Uno-Waffeninspektoren auf Tupper-Partys.
Gruß,
Jörg (sheep)
> Das erstaunt mich jetzt aber schon. Offenbar war mein Versuch der
> Deeskalationspolitik nicht erfolgreich. Schade.
Blödsinn. Ich hatte nur keine Lust direkt zu antworten, weil das mit dem
eigentlichen Thema nichts mehr zu tun hatte.
> Also nochmal in aller deutlichkeit:
Ja, das sagtest du bereits.
> Wie haben ihm versprochen den Cache-Owner darauf hinzuweisen, daß der
> Cache an einer ungünstigen Stelle liegt und sich die Cache-Sucher in
> Gefahr begeben (seine Meinung!).
Genau. Ist ja auch korrekt den Owner auf einen Zwischenfall hinzuweisen.
> Katha hat dann, weil Sie sich Sorgen gemacht hat (Frauen machen sich
> eben immer Sorgen) nochmal darauf hingewiesen, daß man die Gefahr
> ernst nehmen sollte. Eine Meinung der man sich anschließen kann, oder
> eben auch nicht.
Ja richtig und die passenden Auszüge über GC.com Regelwerke etc. waren
dann auch dabei. Schließlich sind Regeln und Gesetze ja nicht umsonst
erstellt worden. Ich nehme deshalb eure Bedenken und natürlich die des
Jägers ernst.
> Was sie dann von Dir als Antwort bekommen hat, war gespickt mit Polemik
> und unsachlicher Aggression. War das nötig?
Mensch Jörg, ich habe hier niemanden aggressiv und persönlich angegriffen
- ich habe bewußt allgemein gesprochen. Es tut mir außerordentlich leid,
sollten sich zufällig Parallelen aufzeigen, was die Hobbies Klöppeln und
Window-Color angeht. So bitte ich um Nachsicht, da ich nicht wissen
konnte, das dies so starke Befindlichkeiten hervorruft. Sorry. ;-)
> oder Dir die Verantwortung für irgendwelche
> potentiellen Jagdunfälle zugeschoben.
Seh ich anders, siehe unten...
> Frei nach dem Motto: Auf seinem Grabstein steht geschrieben: "Aber ich
> hatte doch meine Taschenlampe an!"
Um wieder zurück zum Thema zu kommen.
Mir ist zumindest kein Patentrezept eingefallen, um die
Jäger-Geocacher-Problematik zu entschärfen. Die einzige Empfehlung kann
nur sein, mit wachen Augen durch den Wald zu stolpern und bei Verdacht auf
Jagdbetrieb die Suche einzustellen. Des Weiteren könnte eine laminierte
Karte im Final mit einer Rückwegempfehlung für die Luftlinien-Befürworter
hilfreich sein.
Gibt es sonst noch konstruktive Kritik oder Tipps zum Thema?
Ok, ich werde meinen Jungs von der Klöppel-Gruppe Norderstedt e.V.
sagen, daß wir den Teer und die Federn wohl doch nicht brauchen. :-)
Übrigens bin ich grade bei der Planung eines eigenen Nacht-Caches und
versuche diesen weitgehend konfrom mit der Waldverordnung (hieß die
so?) zu halten. Gar nicht so leicht. Naja, sobald er fertig ist bin ich
für (konstruktive) Kritik sehr aufgeschlossen.
Gruß,
Jörg
PS: Noch eine Sache ist mir eingefallen. Das mit den Knicklichtern ist
ja ne Superidee, auch wenn wir leider leer ausgegangen sind, aber
kosten die nicht ein Vermögen? Hast Du einen Sponsor? "Dieser Cache
wurde Ihnen präsentiert von Hakle feucht" oder so in der Art?
für das normale Inline-Skaten ist ein Kopfschutz aber auch sowas von
überflüssig ...
> Wer mit seiner Vollkasko-Mentalität meint, er müsse in der
> Cachebeschreibung auf alle Eventualitäten vorbereitet werden,
> Erste-Hilfe Stationen an jeder Stage erwartet
... und wahlweise einen Becher mit Tee oder heißer Suppe wär auch nicht
schlecht ;-)
-Thomas
> PS: Noch eine Sache ist mir eingefallen. Das mit den Knicklichtern ist
> ja ne Superidee, auch wenn wir leider leer ausgegangen sind, aber
> kosten die nicht ein Vermögen? Hast Du einen Sponsor? "Dieser Cache
> wurde Ihnen präsentiert von Hakle feucht" oder so in der Art?
Nein, das Projekt ist selbsttragend. Am Final befindet sich ein Gerät mit
Münzeinwurf. Jeder Cacher ist aufgefordert dort 2 Euro einzuwerfen, erst
dann wird der Zugang zum Logbuch freigemacht. Vom Gewinn finanzieren wir
dann unseren Sommersitz in Kampen, die Raten für den Allradjeep und unsere
Entwicklungsabteilung für Caches. ;-)
Im Ernst. JFSebastian hat die Sticks spendiert. Gekostet haben die zwar
nur ein paar Cent pro Stück, aber trotzdem ist es ärgerlich, wenn die
Bereitstellung von Gimmicks schamlos ausgenutzt wird. Wir werden
wahrscheinlich diese Stage in dieser Form nicht mehr befüllen.
> zusammenstellt und diese ins Netz stellt. Darauf könnte man ja
> verweisen, so dass Leute, die zum ersten Mal einen Nachtcache im Wald so
> ungefähr wissen, auf was sie sich einlassen und wie sie sich am besten
> verhalten. Garantien gibt es natülich nie Leben - weder beim Cachen noch
> beim Spazierengehen an der Alster!
Richtig. Ich bin zwar kein Jaeger, aber ein Paar uebliche
Vorsichtsmassnahmen machen schon Sinn:
Tagsueber Warnfarben tragen. Es so leicht wie moeglich machen gesehen zu
werden. Wer sich tarnt hat die beste Chance fuer Wild gehaltne zu werden.
Nachts: Reflektoren und Lampe tragen. Lampe auch einschalten. Ist sowieso
besser, wenn man sieht wo man hintritt. Ich habe auch noch eine Glocke am
Rucksack, wenn ich alleine unterwegs bin (die ist zwar eigentlich gegen
Baeren und nicht gegen Jaeger, aber auch damit hat man ein
Alleinstellungsmerkmal Tieren gegenueber).
Und ansonsten gilt: Wenn ich in einem Wald Schrotflinten hoere gehe ich
nicht hinein, sondern komme ein anderes mal wieder.
Nils
--
Would you like to play a game?