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The Wise One

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Jan 6, 2009, 3:07:29 PM1/6/09
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"Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist
das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft
steht. Wer es nicht kennt uns sich nicht mehr wundern, nicht mehr
staunen kann, der ist sozusagen tot und sein Auge erloschen. Das
Erlebnis des Geheimnisvollen - wenn auch mit Furcht gemischt - hat auch
die Religion gezeugt. Das Wissen um die Existenz des für uns
Undurchdringlichen, der Manifestationen tiefster Vernunft und
leuchtendster Schönheit, die unserer Vernunft nur in ihren primitivsten
Formen zugänglich sind, dies Wissen und Fühlen macht wahre Religiosität
aus; in diesem Sinn und nur in diesem gehöre ich zu den tief religiösen
Menschen. Einen Gott, der die Objekte seines Schaffens belohnt und
bestraft, der überhaupt einen Willen hat nach Art desjenigen, den wir an
uns selbst erleben, kann ich mir nicht einbilden. Auch ein Individuum,
das seinen körperlichen Tod überdauert, mag und kann ich mir nicht
denken; mögen schwache Seelen aus Angst oder lächerlichem Egiosmus
solche Gedanken nähren. Mir genügt das Mysterium der Ewigkeit des
Lebens und das Bewußtsein und die Ahnung von dem wunderbaren Bau des
Seienden sowie das ergebene Streben nach dem Begreifen eines noch so
winzigen Teiles der in der Natur sich manifestierenden Vernunft."

-- Albert Einstein (1879-1955)
"Mein Weltbild", published by Querido Verlag, Amsterdam, 1933


"The fairest thing we can experience is the mysterious. It is the
fundamental emotion which stands at the cradle of true art and true
science. He who knows it not and can no longer wonder, no longer feel
amazement, is as good as dead, a snuffed-out candle. It was the
experience of mystery - even if mixed with fear - that engendered
religion. A knowledge of the existence of something we cannot
penetrate, of the manifestations of the profoundest reason and the most
radiant beauty, which are only accessible to our reason in their most
elementary forms - it is this knowledge and this emotion that constitute
the truly religious attitude; in this sense, and in this alone, I am a
deeply religious man. I cannot conceive of a God who rewards and
punishes his creatures, or has a will of the kind that we experience in
ourselves. Neither can I nor would I want to conceive of an individual
that survives his physical death; let feeble souls, from fear or absurd
egoism, cherish such thoughts. I am satisfied with the mystery of the
eternity of life and with the awareness and a glimpse of the marvelous
structure of the existing world, together with the devoted striving to
comprehend a portion, be it ever so tiny, of the Reason that manifests
itself in nature."

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