La Suisse n'achèterait à présent plus le F-35!

1 view
Skip to first unread message

Nicolas Bárdos-Féltoronyi

unread,
Jan 25, 2026, 6:52:40 AM (9 days ago) Jan 25
to Alert-OTAN groupe (alerte-otan@googlegroups.com)

«Wenn der Bundesrat heute einen Kampfjet wählen müsste, würde er wohl nicht mehr auf den F-35 setzen»: Die Zweifel am US-Jet wachsen im Bundeshaus

Amerika ist unter Präsident Donald Trump kein verlässlicher Partner mehr. Sollte die Schweiz den Kauf der F-35-Kampfjets deswegen überdenken?

Ladina Triaca

In : NZZ, 25.01.2026, 05.30 Uhr

 

Es war eine verstörende Rede, die Donald Trump diese Woche am WEF gehalten hat. Der US-Präsident schwärmte von seiner guten Beziehung zum russischen Machthaber Wladimir Putin, äffte Finanzministerin Karin Keller-Sutter nach und hielt an seinen Plänen fest, Grönland kontrollieren zu wollen.

Trotz Trumps Gebaren will sich die Schweiz militärisch enger an die USA binden. Der Bundesrat hat – noch unter der Präsidentschaft von Joe Biden – beschlossen, 36 Kampfflugzeuge des Typs F-35A aus den USA zu kaufen. Die Schweizer Armee wird damit abhängiger vom Weissen Haus. Ist das in der derzeitigen geopolitischen Lage sinnvoll?

Nein, findet die Linke schon länger. Der SP-Nationalrat Fabian Molina sagt: «Die USA sind kein verlässlicher Partner mehr. Allerspätestens seit dem Angriff auf Venezuela und den Drohungen gegenüber Europa und Grönland müsste der Bundesrat die Reissleine ziehen und die Beschaffung der F-35-Kampfjets stoppen.»

Die Bürgerlichen sehen das anders. Sie wollen am Kauf der amerikanischen Flugzeuge festhalten. Doch auch bei ihnen wächst die Skepsis gegenüber Amerika. Mehrere Parlamentarier finden, in Zukunft müsse die Schweiz ihre Luftwaffe stärker an Europa ausrichten.

Zu ihnen gehört die FDP-Nationalrätin Jacqueline de Quattro. Sie sagt: «Wir müssen die Beschaffung des F-35 jetzt durchziehen.» Es würde die Schweiz sehr viel kosten, wenn sie den Deal mit den USA aufkündigen würde. Aber: «Bei einer künftigen Beschaffung wäre es geopolitisch sinnvoll, nach einem europäischen Flieger Ausschau zu halten.» Sie betont, dass sich die Zeiten geändert hätten. «Wenn der Bundesrat heute einen Kampfjet wählen müsste, würde er wahrscheinlich nicht mehr auf den F-35 setzen.»

Ähnlich sieht das die Mitte-Ständerätin Marianne Binder. Sie sass während Trumps Auftritt in Davos im Publikum. «Mir blieb die Sprache weg bei diesem verstörenden Auftritt», sagt sie. Trotzdem hält sie es für den falschen Zeitpunkt, jetzt aus dem Vertrag mit den USA auszusteigen. «Unserem Land fehlt für eine alternative Beschaffung schlicht die Zeit.» Für künftige Käufe sieht sie das aber anders. «Dass die Schweiz zu Europa gehört, ist ja wohl unbestritten. Nun sieht man, wie zentral für die Schweiz die sicherheitspolitische Kooperation mit Europa ist.»

Der Bundesrat will bis zu 70 Kampfjets

Bundesrat Martin Pfister hatte im Dezember angekündigt, dass die Schweiz wegen Mehrkosten zwar kurzfristig weniger als die geplanten 36 F-35-Jets beschaffen werde. Längerfristig möchte der Bundesrat die Flotte aber aufstocken – auf 55 bis 70 Kampfflugzeuge. Noch ist offen, mit welchem Typ.

Für den SVP-Nationalrat Mauro Tuena ist klar, dass die Schweiz stets jenen Jet kaufen sollte, der «das beste Preis-Leistungs-Verhältnis» bietet, unabhängig vom Hersteller. Im Moment sei das der F-35. Die geopolitische Lage könne sich schnell ändern. «In einigen Jahren ist Trump nicht mehr Präsident der USA», sagt er. «Und was, wenn wir einen französischen Flieger kaufen und Marine Le Pen in Frankreich an die Macht kommt?» Dann, ist er überzeugt, gäbe es wieder einen Aufschrei.

 

Reply all
Reply to author
Forward
0 new messages