Erinnerung:
Samstag, 11. Juni 2011
Über den Zusammenhang von Krise und „Sarrazin-Debatte"
Referent: Tomasz Konicz (Gostyn)
Ort: Jugendhaus Erlangen, Wöhrmühle 7, 91056 Erlangen
Beginn: 18.00 Uhr
Eintritt frei
Ein zivilisatorischer Damm schien gebrochen: Etliche Personen des
öffentlichen Lebens der BRD solidarisierten sich mit Sarrazin, dessen
sozialdarwinistisch und biologistisch grundierte Ausländerhetze oftmals
als „mutiges Aussprechen unbequemer Wahrheiten“ interpretiert wurde. Ist
nach dem rassistischen Sommersturm wieder alles gut? Unser Referent geht
vom Gegenteil aus, wobei seine Kernthese lautet, dass Sarrazin einen
„Extremismus der Mitte“ hoffähig gemacht habe, bei dem die neoliberale
Ideologie in ihr Extrem getrieben und teilweise weiter irrationalisiert
wird. – Referat und Diskussion.
Tomasz Konicz, geb. 1973 in Olsztyn/Polen, studierte Geschichte,
Soziologie und Philosophie in Hannover sowie Wirtschaftsgeschichte in
Poznan. Er lebt derzeit als freier Journalist mit den Schwerpunkten
„Osteuropa“ und „Krisentheorie“ in der westpolnischen Stadt Gostyn.
Diese Veranstaltung findet im Rahmen der kritischen Vortragsreihe
"Weltwirtschaftskrise und Ideologie (Teil 2)" der Initiative Jugendhaus
Erlangen e.V. in Kooperation mit der Volkshochschule Erlangen statt.