-------- Original-Nachricht --------
Unglaublich! Fast 700.000 von uns engagierten sich gegen
"korrigierende Vergewaltigung" und Aktivistinnen in Südafrika
konnten die Regierung zu einem Gespräch zwingen. Gemeinsam erreichen
wir eine Million Unterschriften und können den Druck weiter erhöhen
-- Klicken Sie den Link, um zu unterzeichnen und leiten Sie diese
E-Mail an alle, die Sie kennen weiter:
Liebe Freundinnen und Freunde
"Korrigierende Vergewaltigung", die barbarische Praxis, mit
der Lesben zu heterosexuellen Frauen "umerzogen" werden
sollen, entwickelt sich zu einer Krise in Südafrika.
Mutige Aktivistinnen riskieren ihr Leben, um diese brutale
Verbrechen zu stoppen und Aufmerksamkeit zu erlangen.
Unterstützen wir sie dabei - ein weltweiter Protest kann die
Regierung zum raschen und konkreten Handeln zwingen. Unterzeichnen
Sie die Petition und leiten Sie diese E-Mail weiter!
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Thembi (Name geändert) wurde in der Nähre ihres Hauses aus ihrem
Taxi gezerrt, geschlagen und vergewaltigt, von einem Mann, der
sie angeblich von ihrer Homosexualität "heilen" wollte.
Thembi ist eine von vielen --
dieses abscheuliche Verbrechen
wiederholt sich ständig in Südafrika, wo lesbische Frauen in
ständiger Angst vor einem Übergriff leben. Bislang wurde allerdings
noch niemand aufgrund von "korrigierender Vergewaltigung"
verurteilt.
Doch von einem kleinen Kapstädter Frauenhaus aus
riskieren eine
Handvoll mutiger Aktivistinnen ihr Leben, um dieser
schrecklichen Praxis ein Ende zu bereiten. Ihre wirksame Kampagne
zwang die Regierung zu einem Gespräch.
Lassen Sie uns nun aus allen Ecken der Erde auf diesen Horror
aufmerksam machen - wenn sich jetzt genug von uns anschließen,
verstärken wir die Kampagne und erreichen, dass diese Gespräche zu
konkretem und raschem Handeln führen. Fordern wir nun Präsident Zuma
und den Justizminister dazu auf, diese "korrigierenden
Vergewaltigungen" öffentlich zu verurteilen, diese Hassverbrechen zu
kriminalisieren, unmittelbare Vollzugsmaßnahmen durchzusetzen, die
Öffentlichkeit aufzuklären und die Opfer zu schützen.
Unterschreiben
Sie die Petition und informieren Sie alle Ihre Freunde --
Sobald wir eine Million Unterschriften erreichen wird Avaaz die
Petition durch unmissverständliche und schlagkräftige Aktionen an
die südafrikanische Regierung übergeben:
http://www.avaaz.org/de/stop_corrective_rape_6/?vl
Südafrika wird oft auch die Regenbogennation genannt und ist bekannt
für seine Post-Apartheid-Bemühungen zum Schutz gegen
Diskriminierung.
Es war das erste Land, das die Gleichstellung
der Geschlechter verfassungsrechtlich festschrieb und somit
seine Bürger gegen Ungleichbehandlung schützt. Doch lokale
Organisation berichten von mehreren "korrigierenden
Vergewaltigungen" pro Woche und die Straffreiheit bleibt bestehen.
“Korrigierende Vergewaltigungen” basieren auf einer empörenden und
völlig falschen Vorstellung, dass eine lesbische Frau durch
Vergewaltigung “heterosexuell gemacht werden kann”. Dieser
abschäuliche Akt wird in Südafrika jedoch nicht einmal als
Hassverbrechen eingestuft. Die Opfer sind meist schwarze, arme,
lesbische Frauen, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.
Doch auch die Massenvergewaltigung und der Mord an Eudy Simelane,
der Nationalheldin und ehemaligen südafrikanischen
Fussballnationalspielerin, führte keine Wende herbei. Letzte Woche
bestand Minister Radebe drauf, dass das Motiv bei Verbrechen wie
“korrigierender Vergewaltigung” irrelevant sei.
Vergewaltigungen stehen in Südafrika auf der Tagesordnung. Für
eine in Südafrika geborene Frau ist die Wahrscheinlichkeit,
sexuell missbraucht zu werden, höher als die, lesen und schreiben
zu lernen. Erstaunlicherweise werden ein Viertel aller
südafrikanischen Mädchen einmal vergewaltigt bevor Sie 16 Jahre alt
werden. Dies hat mehrere Gründe: männlicher Machtanspruch (62% aller
Jungen über 11 Jahren glauben, jemanden zum Sex zu zwingen sei kein
Gewaltverbrechen), Armut, überfüllte Siedlungen, arbeitslose und
entrechtete Männer, gesellschaftliche Akzeptanz -- und dass die
wenigen Fälle, die von mutigen Frauen bei den Behörden gemeldet
werden, von der Polizei nicht ernst genommen werden und die
angezeigten Täter umgehend wieder freigelassen werden.
Dies ist eine humanitäre Katastrophe. Doch mutige Südafrikanerinnen
und Partner von Change.org haben ein kleines Fenster der Hoffnung
geöffnet.
Wenn sich jetzt die ganze Welt einschaltet, können wir
Gerechtigkeit für die Opfer sicherstellen und einen nationalen
Aktionsplan gegen “korrigierende Vergewaltigung” vorantreiben:
http://www.avaaz.org/de/stop_corrective_rape_6/?vl
Schlussendlich ist es ein Kampf gegen Armut, Patriarchat und
Homophobie. Um die Welle der Vergewaltigungen zu stoppen braucht es
eine mutige Führungsrolle, um den transformativen Wandel in
Südafrika und auf dem ganzen Kontinent anzuführen. Präsident Zuma
ist ein Zulu-Traditionalist, der sich selber wegen Vergewaltigung
vor Gericht verantworten musste. Doch er verurteilte die Verhaftung
eines schwulen Paares aus Malawi letztes Jahr und nach gewaltigen
nationalen und internationalen Protesten stimmte Südafrika einer
UNO-Resolution zur Ächtung von außergerichtlichen und willkürlichen
Tötungen aufgrund sexueller Orientierung zu.
Wenn sich jetzt genug von uns diesem globalen Aktionsaufruf
anschließen, können wir erreichen, dass Zuma seine Stimme erhebt,
dringend benötigtes
staatliches Handeln vorantreibt und einen
nationalen Dialog einleitet, um die öffentliche Meinung bezüglich
Vergewaltigungen und Homophobie in Südafrika grundlegend zu
verändern. Unterzeichnen Sie jetzt und verbreiten Sie die
Nachricht:
http://www.avaaz.org/de/stop_corrective_rape_6/?vl
Wenn man mit einem Fall wie von Thembi konfrontiert wird verliert
man leicht die Hoffnung. Doch wenn Bürgerinnen und Bürger aus der
ganzen Welt zusammenkommen und ihre Stimmen erheben, können wir
Veränderungen bei grundlegenden Ungerechtigkeiten hervorrufen, die
tief in Praktiken und Normen verwurzelt sind. Letztes Jahr in Uganda
haben wir solch eine gewaltige Protestwelle auslösen können, dass
die Regierung gezwungen wurde einen Gesetzesentwurf zu verwerfen,
welcher die Todesstrafe für homosexuelle Ugander vorschrieb. Und es
war der weltweite Druck zur Unterstützung von mutigen Aktivisten,
der Südafrikas Spitzenpolitker dazu brachte, die Aids-Krise in ihrem
Land anzupacken.
Lassen Sie uns nun gemeinsam für eine Welt
einstehen, in der jeder Mensch ohne Furcht vor Missbrauch leben
kann.
Hoffnungsvoll,
Alice, Ricken, Maria Paz, David und das ganze Avaaz Team
QUELLEN:
Aktivisten protestieren gegen “korrigierende” Vergewaltigungen in
Südafrika
http://www.n-tv.de/mediathek/sendungen/auslandsreport/Lesben-wehren-sich-gegen-Schaendung-article858811.html
Korrigierende Vergewaltigung: Kampf gegen eine südafrikanische Plage
(Auf Englisch: 'Corrective Rape': Fighting a South African Schurke),
Time
http://www.time.com/time/world/article/0,8599,2057744,00.html
"Korrigierende Vergewaltigung" - Lesben wehren sich gegen Schändung,
N-TV Report
http://www.n-tv.de/mediathek/sendungen/auslandsreport/Lesben-wehren-sich-gegen-Schaendung-article858811.html
Jeder vierte Mann in Südafrika ist Vergewaltiger; Welt Online
http://www.welt.de/politik/article3955294/Jeder-vierte-Mann-in-Suedafrika-ist-Vergewaltiger.html
Missbrauch in Südafrika: Alle zehn Minuten eine Vergewaltigung, Der
Spiegel
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,632612,00.html
Südafrika: Fast jeder zweite Schüler berichtet von Vergewaltigungen,
Der Spiegel
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,568606,00.html
Die Petition auf Change.org von den Aktivistinnen von Luleki Sizwe
(Englisch)
http://humanrights.change.org/petitions/view/south_africa_declare_corrective_rape_a_hate-crime
Das Interview mit Justizminister Radebe auf dem Staatsfernsehen
(South African Broadcasting Corporation) (Englisch)
http://www.youtube.com/watch?v=lkx-PYqHM0U
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