Fwd: Reflexionen zu Agro-Kruh (Feld - Kreis)

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livada beach

unread,
Mar 10, 2014, 2:19:31 AM3/10/14
to agroc...@googlegroups.com
hi alle,

wir haben einige neue empfänger aus der gartencoop freiburg in der
liste. willkommen fabzgy, jacob und luciano. aus dem was ich so
überblicke sind wir alle eher die umsetzer des projektes, also eher
ingenieure und techniker statt landwirte. ich denke wir sollten diese
diskussion unbedingt auch mit leuten aus der landwirtschaft ergänzen.
@gartencoop mehr mitglieder sind wirklich erwünscht um die pros und
contras abzuwägen, wer weiß vielleicht kommen wir ja doch bei eurem
gewünschen akkutraktor raus?

deswegen noch mal die mehr oder weniger vollständige diskussion im anhang.

der brabbl link ist auch eine echt gute methode um die besten
argumente rauszukristalisieren.

ich würde mich über eine rege diskussion freuen.

gruß

mabe

*******************************+

Hallo Helmut,

mir geht es nicht um die Form des Feldes. Beim Agrocircle ergibt sich halt
ein rundes Feld durch den festen Drehpunkt in der Mitte.
Viele Argumente hab ich auf
http://www.brabbl.com/discussions/solidarische-oekologische-landwirtschaft-wird-attraktiver-wenn-sie-automatisierte-anbaupflegeerntemethoden-verwendet/
gepostet.

Wenn wir einen Prototypen auf unserem Hof testen, müssen ca. 50m Kabel
verlegt werden.
es ist erstmal nur ein feld mit auslegerlänge von 12 oder 18m geplant.
Der Erfinder in der Slovakei hat einen 750W-Motor als Hauptantrieb verbaut.
Der Strom kommt bei uns aus der Steckdose, an der anderen Seite hängen
diverse PV-Anlagen und dutzende riesen-WKAs.
bei der größe muss die verkabelung nicht unbedingt unterirdisch geschehen.
falls doch, gibt es vorrichtungen für den traktor, um kabel und
wasserleitung unterirdisch zu ziehen.
Andere Variante sind ca 500W-1000W solarplatten, die jegliche längere
Verkabelung überflüssig machen, wenn sie am drehpunkt stehen.

Hier steht, dass mit 4000kwh 30t gemüse auf 2ha mit 15 rundfeldern (mit 3
auslegern) produziert werden können, wobei 80% der Arbeit durch den
agrocircle verrichtet wird:
http://www.farmlandia.sk/en/agrokruh/strojna-technologia/
die 80% liessen sich durch schlaue werkzeuge/softwaresteuerung noch
steigern.

Überschlägig gerechnet:
Das sind 2to gemüse pro 1000m²-kreis (=18m-Ausleger) mit 267kwh strombedarf.
bei 100kg gemüse/person/a (im netz gefundener Wert) kann der gemüsebedarf
(bei unverändertem durchschnittsverhalten) für 20 Leute mit einem Circle
gedeckt werden.
50m² und 14kwh p.P./a.

Wir sind dabei, die Investitionskosten zu ermitteln. ich schätze für einen
ersten prototypen ca. 3000-5000€ an material/komponenten, je nach
ausbaustufe.

Gruss, Stefan

Am 8. März 2014 11:54 schrieb Helmut Leitner <lei...@wikiservice.at>:

> Hallo Stefan,
>
> natürlich muss man auch rechnen, und weder die Produktivität
> noch die Investitionskosten sind egal. Man kann mit Geld und
> Ressourcen ja auch was anderes sinnvolles anfangen, wenn sie
> nicht gebunden werden.
>
> Wenn man den Diesel-Traktor nicht will, kann man ihn auch
> elektrifizieren. Platz für Photovoltaik ist auf einem Bauernhof
> normalerweise genug.
>
> Willst du das elektrische Rundfeld eigentlich wie betreiben?
> Durch Verkabelung der Felder? Wieviele Tonnen Kupfer verlegst
> du da in welcher Tiefe und mit welchem Aufwand an
> Erdbewegung?
> Mit welchen Anschlußwerten und welchen Kosten?
> Und der Strom kommt aus der Steckdose?
>
> Wie sieht denn deine Gesamtrechung aus?
>
> Und was ist eigentlich deine Motivation für das Rundfeld?
>
> Es kenne bis jetzt noch keine Aussage, die inhaltlich für
> das Rundfeld spricht; außer dass es eine "Alternativität"
> zum Ausdruck bringt.
>
> lg Helmut
>
>
> Am 07.03.14 17:57, schrieb Stefan Raabe:
>
> Heho,
>
> Eva geht davon aus, das ein mehrerer ha-betrieb auf rundfelder umstellt
> und sich das "rechnen" soll, was immer das heisst.
> Die Arbeitsschritte, die Eva genannt hat, erfordern auch jeweils ein
> eigenes Gerät am Traktor.
> Klar kann man in gleicher Zeit mehr Fläche mit dem Traktor schaffen. Ich
> denke es muss auch die eingesetzte Energiemenge verglichen werden.
> Man kann Kohlekraftwerke mit Windkraftanlagen vergleichen.
> Und dieselbasierte Landwirtschaft mit elektrisch unterstützen Methoden,
> unabhängig davon, welche Form die Felder nun haben.
>
> Ich denke eher an lokale Gemeinschaften, die so ein Ding zur
> Eigenversorgung betreiben.
> Hohe Produktivität spielt da nicht so die Rolle, v.a. weil das Ding, wenn
> es einmal eingerichtet ist und arbeitet, kaum Menschenzeit bindet. Man
> könnte ja auch einen automatischen Werkzeugwechsler vorsehen.
>
> Wir können hier unsere Argumente sammeln:
>
> http://www.brabbl.com/discussions/solidarische-oekologische-landwirtschaft-wird-attraktiver-wenn-sie-automatisierte-anbaupflegeerntemethoden-verwendet/
>
> Ich hab weiterhin Lust sowas zu bauen und zu testen.
>
> Ahoi!
> Stefan
>
>
> Am 6. März 2014 22:54 schrieb Franz Nahrada <f.na...@reflex.at>:
>
>> Hi Kreisfeldfreunde
>>
>> Eva Vesovnik ist Expertin für Bio - Landwirtschaft, ihre Argumente sind
>> noch nicht sehr begeisternd.
>>
>> Vielleicht wäre eine Überprüfung ihrer Argumente hilfreich. Auch mit
>> Helmut Leitner gabs vor 2 Jahren eine interessante Kontroverse.
>>
>> über Ján Šlinský hab ich mit Thomas gesprochen - ich denke das mit dem
>> 20. März wird uns leider nicht mehr gelingen. Aber Bratislava ist sehr nahe
>> von hier .....
>>
>> lg Franz
>>
>> *----- Ursprüngliche Nachricht -----*
>>
>> ....
>>
>> Zum „FebruarBallon“: Kreispflügen. Ist eine in Riesenmaßstäben in Usa und
>> Afrika (!)
>> in der großindustriellen LW angewandte Methode mit Auslegerlängen bis zu
>> 50m =100m d.
>> Rechnet sich nur in Intensivstlw weil Du ja pro Ackerjahr 4-7
>> verschiedene Geräte oder
>> Aufsätze zur Bodenbearbeitung brauchst; man pflügt ja nicht nur sd macht
>> Saatbettvorbereitung
>> grubbert, fräst, säät und walzt, oder setzt, dann Egge/ Kreiselegge.. Am
>> Traktor hast du 2 versch
>> Aufbauten, an die Du mit paar Handgriffen die einzelnen Geräte montieren
>> kannst und fährst –
>> je nach Zugmaschine, mit 3,4,vielleicht 7 Spuren/ Reihen,
>> Bearbeitungsbreiten 2-4m (im Ö Maßstab)
>> Dann fährst Du aber 2,,3,4 ha damit, mit einem Umbau – im Kreis jedoch: r2
>>
>> Und dann muß dein Boden noch wirklich brettleben sein sonst steckt der
>> Ausleger fest – und du mußt erst mit dem Traktor anrücken….
>> Also ich würd´s Dir nicht als HotelGF-ErsatzJob empfehlen….
>>
>> Eva
>>
>> On Fri, Feb 28, 2014 at 3:58 PM, Franz Nahrada <f.na...@reflex.at>
>> wrote:
>>
>> http://www.youtube.com/watch?v=mYrJ0BJ4Qak
>>
>> links: http://wiki.opensourceecology.de/AgroCircle
>>
>> liebe Grüße
>>
>> Franz
>>
>>
>> *****************************************************************************
>> schon vor 2 Jahren hatten wir eine Diskussion mit Helmut Leitner, die
>> leider nicht fortgesetzt wurde:
>> Ich schrieb damals an Alexander Baltosee, der die Rundfelder in seinem
>> Buch "Jamilanda" propagiert:
>>
>> Hallo Alander,
>>
>> kannst Du ein paar Belege geben wo und wie sich das System des Rundfeldes
>> bewährt hat?
>>
>> siehe unsere Diskussion hier:
>>
>>
>> http://transitionaustria.ning.com/group/netzwerkglobaledoerfer?groupUrl=netzwerkglobaledoerfer&xgi=&test-locale=&exposeKeys=&xg_pw=&xgsi=&groupId=&id=2720067%3AGroup%3A7794&xg_disable_customizations=&paywall_published=&paywall_unpublished=&paywall_updated=&paywall_saved=&test_embed=&test_baz_7722=&test_baz_6713=&categoryId=&page=2#comments
>>
>>
>> und insbesondere Helmuts kritischen Post und die Folgeposts:
>>
>> "Wir sind uns jedenfalls einig, dass schließe ich daraus dass du es so
>> vormachst, dass es Sinn gibt, rationale Gründe für oder gegen ein Muster
>> anzuführen, und dass es für ein Muster spricht, wenn es Beispiele der
>> Anwendung gibt. Hier könnten wir ansetzen, d. h. ich könnte als Advocatus
>> diaboli Argumente dagegen anführen:
>>
>> * Rundfelder können das Problem haben, dass sie eine spezielle
>> maschinelle Ausstattung brauchen, d. h. erhöhte Investionskosten erfordern,
>> oder in der Bearbeitung mit konventionellen Maschinen durch die ständige
>> Richtungsveränderung schwerer zu bearbeiten sind.
>>
>> * Rundfelder können das Problem haben, dass sie dem Gelände schwerer
>> anpassbar als Dreiecks- und Vierecks-Felder.
>>
>> * Rundfelder können bei Geländeneigung Probleme machen, wenn erwünscht
>> ist dass die Ackerfurche quer zu Hangneigung wasserrückhaltend wirkt (was
>> für mich als Nicht-Agronom logisch in den meisten Fällen logisch wäre).
>>
>> * Rundfelder können dazu führen, dass sich die dazwischen verlaufenden
>> Wege verlängern. Das kann zu bis zu 20-30% größeren Wegflächenverlusten,
>> Wegbauaufwendungen, Transportzeiten führen.
>>
>> Damit übergebe ich den argumentativen "Talking-Stick" wieder dir, was das
>> pro und contra betrifft.
>>
>> Bezüglich meiner "arroganten" Erklärung, dass dieses Muster unbrauchbar
>> wäre, möchte ich klarer sage, was ich damit meine. Ich habe ja nicht
>> behauptet, dass ein Rundfeld nicht möglich wäre, oder dass dafür keine
>> Beispiele existieren würde, oder dass es nicht Situationen gäbe, wo ein
>> Rundfeld die beste Lösung ist. Ich wollte damit sagen, dass ein Rundfeld,
>> nach meinem Dafürhalten, in den meisten Fällen, sagen wir mal in über 90%,
>> die schlechtere Lösung ist, sich also nicht dazu eignet, als Ideal
>> propagiert zu werden. Genau das scheint aber in dem Buch (Jamilanda) zu
>> erfolgen, bzw. das scheinst du an dem Buch zu lieben, dass hier eine
>> Idealwelt beschrieben wird."
>>
>> --
>>
>> "Um es noch einmal deutlich zu machen: Ein Muster wird imho erst mit der
>> Offenlegung und Beschreibung seiner Rationalität interessant. Dann kann
>> jeder (Bauer) in seiner Situation entscheiden, ob das Muster für ihn passt.
>> Ein Muster ist also "mögliche Praxis" als Handlungsoption.
>>
>> Die logische Folgefrage ist nun, ob das Buch solche Rationalitäten
>> enthält, d. h. zum Verständnis und der Anwendbarkeit seiner Muster einlädt
>> oder nicht. D.h. in welcher Form wird das Pro und Contra des Rundfeldes
>> dargelegt?"
>>
>> ----
>>
>> "* Für den rotierenden Arm ist ein mechanischer Antrieb nötig. Wie hoch
>> ist sein Energiebedarf? Ist dieser fossil, konventionell-elektrisch oder
>> solar-elektrisch zu decken?
>>
>> * Der Gegensatz zum Rundfeld ist nicht unbedingt das Rechtecksfeld,
>> sondern es geht mehr um die spiralförmigen/konzentrischen oder parallelen
>> Ackerfurchen. Theoretisch könnte man ein Rundfeld wohl auch parallel
>> pflügen. Es wäre aber unpraktisch ein eckiges Feld (dreieckig,
>> trapezförmig, rechteckig etc.) spiralförmig/konzentrisch zu pflügen.
>>
>> * Gerade Ackerfurchen können wohl leichter einer Arbeitsorganisation
>> unterworfen werden. Beispielsweise könnten 5 Arbeiter bei 20 Ackerfurchen
>> je 4 Furchen bearbeiten. Das Saatgut lässt sich leichter errechnen und
>> aufteilen als bei einer spiraligen Ackerfurche.
>>
>> * Ein eckiges Feld kann leicht unterteilt werden, etwa für den Anbau
>> mehrerer Sorten.
>>
>> * Für mich ist mal unklar, wann ein rotierender Arm bei der Bewässerung
>> gegenüber konventionellen Sprinklern oder anderen Bewässerungsmethoden
>> einen Vorteil hat.
>>
>> * Wenn Hecken und Bäume wegen ihre positiven Wirkung geschätzt werden,
>> dann können sie bei eckigen Felder auch an jeder Seite geführt werden, und
>> sind dort nicht an die Restgeometrie der Kreise gebunden. "
>>
>> ---
>>
>> ja ich denk wir nehmen mal dieses Beispiel, das neben ´tausend anderen
>> steht.... Ich hab versucht zu argumentieren aber letztlich muss ich passen
>> weil ich wirklich nicht viel technische Erfahrung habe
>>
>> ich meine nicht dass man sich von technologischer Ratiuonalität
>> verabschieden kann, ganz im Gegenteil sind ja musterhafte Technologien
>> solche die im Idealfall Probleme lösen und keine neuen schaffen, und das
>> muss man in jedem Einzelfall zeigen können ...
>>
>> vielleicht beziehen wir in diese Diskussion auch Leute ein die sich
>> wirklich auskennen....
>>
>> liebe Grüße
>>
>> Franz
>>
>>
>>
>
>
> --
> HLS SOFTWARE/WIKISERVICE www.hls-software.at www.wikiserv...@hls-software.at lei...@wikiservice.at
> DI Dr. Helmut Leitner MOBIL: +43 676 7221638 TEL: +43 316 383820
> Rosenberggürtel 41, A-8010 Graz, Österreich
>
>


Am 8. März 2014 11:54 schrieb Helmut Leitner <lei...@wikiservice.at>:

> Hallo Stefan,
>
> natürlich muss man auch rechnen, und weder die Produktivität
> noch die Investitionskosten sind egal. Man kann mit Geld und
> Ressourcen ja auch was anderes sinnvolles anfangen, wenn sie
> nicht gebunden werden.
>
> Wenn man den Diesel-Traktor nicht will, kann man ihn auch
> elektrifizieren. Platz für Photovoltaik ist auf einem Bauernhof
> normalerweise genug.
>
> Willst du das elektrische Rundfeld eigentlich wie betreiben?
> Durch Verkabelung der Felder? Wieviele Tonnen Kupfer verlegst
> du da in welcher Tiefe und mit welchem Aufwand an
> Erdbewegung?
> Mit welchen Anschlußwerten und welchen Kosten?
> Und der Strom kommt aus der Steckdose?
>
> Wie sieht denn deine Gesamtrechung aus?
>
> Und was ist eigentlich deine Motivation für das Rundfeld?
>
> Es kenne bis jetzt noch keine Aussage, die inhaltlich für
> das Rundfeld spricht; außer dass es eine "Alternativität"
> zum Ausdruck bringt.
>
> lg Helmut
>
>
> Am 07.03.14 17:57, schrieb Stefan Raabe:
>
> Heho,
>
> Eva geht davon aus, das ein mehrerer ha-betrieb auf rundfelder umstellt
> und sich das "rechnen" soll, was immer das heisst.
> Die Arbeitsschritte, die Eva genannt hat, erfordern auch jeweils ein
> eigenes Gerät am Traktor.
> Klar kann man in gleicher Zeit mehr Fläche mit dem Traktor schaffen. Ich
> denke es muss auch die eingesetzte Energiemenge verglichen werden.
> Man kann Kohlekraftwerke mit Windkraftanlagen vergleichen.
> Und dieselbasierte Landwirtschaft mit elektrisch unterstützen Methoden,
> unabhängig davon, welche Form die Felder nun haben.
>
> Ich denke eher an lokale Gemeinschaften, die so ein Ding zur
> Eigenversorgung betreiben.
> Hohe Produktivität spielt da nicht so die Rolle, v.a. weil das Ding, wenn
> es einmal eingerichtet ist und arbeitet, kaum Menschenzeit bindet. Man
> könnte ja auch einen automatischen Werkzeugwechsler vorsehen.
>
> Wir können hier unsere Argumente sammeln:
>
> http://www.brabbl.com/discussions/solidarische-oekologische-landwirtschaft-wird-attraktiver-wenn-sie-automatisierte-anbaupflegeerntemethoden-verwendet/
>
> Ich hab weiterhin Lust sowas zu bauen und zu testen.
>
> Ahoi!
> Stefan
>
>
> Am 6. März 2014 22:54 schrieb Franz Nahrada <f.na...@reflex.at>:
>
>> Hi Kreisfeldfreunde
>>
>> Eva Vesovnik ist Expertin für Bio - Landwirtschaft, ihre Argumente sind
>> noch nicht sehr begeisternd.
>>
>> Vielleicht wäre eine Überprüfung ihrer Argumente hilfreich. Auch mit
>> Helmut Leitner gabs vor 2 Jahren eine interessante Kontroverse.
>>
>> über Ján Šlinský hab ich mit Thomas gesprochen - ich denke das mit dem
>> 20. März wird uns leider nicht mehr gelingen. Aber Bratislava ist sehr nahe
>> von hier .....
>>
>> lg Franz
>>
>> *----- Ursprüngliche Nachricht -----*
>>
>> ....
>>
>> Zum „FebruarBallon“: Kreispflügen. Ist eine in Riesenmaßstäben in Usa und
>> Afrika (!)
>> in der großindustriellen LW angewandte Methode mit Auslegerlängen bis zu
>> 50m =100m d.
>> Rechnet sich nur in Intensivstlw weil Du ja pro Ackerjahr 4-7
>> verschiedene Geräte oder
>> Aufsätze zur Bodenbearbeitung brauchst; man pflügt ja nicht nur sd macht
>> Saatbettvorbereitung
>> grubbert, fräst, säät und walzt, oder setzt, dann Egge/ Kreiselegge.. Am
>> Traktor hast du 2 versch
>> Aufbauten, an die Du mit paar Handgriffen die einzelnen Geräte montieren
>> kannst und fährst –
>> je nach Zugmaschine, mit 3,4,vielleicht 7 Spuren/ Reihen,
>> Bearbeitungsbreiten 2-4m (im Ö Maßstab)
>> Dann fährst Du aber 2,,3,4 ha damit, mit einem Umbau – im Kreis jedoch: r2
>>
>> Und dann muß dein Boden noch wirklich brettleben sein sonst steckt der
>> Ausleger fest – und du mußt erst mit dem Traktor anrücken….
>> Also ich würd´s Dir nicht als HotelGF-ErsatzJob empfehlen….
>>
>> Eva
>>
>> On Fri, Feb 28, 2014 at 3:58 PM, Franz Nahrada <f.na...@reflex.at>
>> wrote:
>>
>> http://www.youtube.com/watch?v=mYrJ0BJ4Qak
>>
>> links: http://wiki.opensourceecology.de/AgroCircle
>>
>> liebe Grüße
>>
>> Franz
>>
>>
>> *****************************************************************************
>> schon vor 2 Jahren hatten wir eine Diskussion mit Helmut Leitner, die
>> leider nicht fortgesetzt wurde:
>> Ich schrieb damals an Alexander Baltosee, der die Rundfelder in seinem
>> Buch "Jamilanda" propagiert:
>>
>> Hallo Alander,
>>
>> kannst Du ein paar Belege geben wo und wie sich das System des Rundfeldes
>> bewährt hat?
>>
>> siehe unsere Diskussion hier:
>>
>>
>> http://transitionaustria.ning.com/group/netzwerkglobaledoerfer?groupUrl=netzwerkglobaledoerfer&xgi=&test-locale=&exposeKeys=&xg_pw=&xgsi=&groupId=&id=2720067%3AGroup%3A7794&xg_disable_customizations=&paywall_published=&paywall_unpublished=&paywall_updated=&paywall_saved=&test_embed=&test_baz_7722=&test_baz_6713=&categoryId=&page=2#comments
>>
>>
>> und insbesondere Helmuts kritischen Post und die Folgeposts:
>>
>> "Wir sind uns jedenfalls einig, dass schließe ich daraus dass du es so
>> vormachst, dass es Sinn gibt, rationale Gründe für oder gegen ein Muster
>> anzuführen, und dass es für ein Muster spricht, wenn es Beispiele der
>> Anwendung gibt. Hier könnten wir ansetzen, d. h. ich könnte als Advocatus
>> diaboli Argumente dagegen anführen:
>>
>> * Rundfelder können das Problem haben, dass sie eine spezielle
>> maschinelle Ausstattung brauchen, d. h. erhöhte Investionskosten erfordern,
>> oder in der Bearbeitung mit konventionellen Maschinen durch die ständige
>> Richtungsveränderung schwerer zu bearbeiten sind.
>>
>> * Rundfelder können das Problem haben, dass sie dem Gelände schwerer
>> anpassbar als Dreiecks- und Vierecks-Felder.
>>
>> * Rundfelder können bei Geländeneigung Probleme machen, wenn erwünscht
>> ist dass die Ackerfurche quer zu Hangneigung wasserrückhaltend wirkt (was
>> für mich als Nicht-Agronom logisch in den meisten Fällen logisch wäre).
>>
>> * Rundfelder können dazu führen, dass sich die dazwischen verlaufenden
>> Wege verlängern. Das kann zu bis zu 20-30% größeren Wegflächenverlusten,
>> Wegbauaufwendungen, Transportzeiten führen.
>>
>> Damit übergebe ich den argumentativen "Talking-Stick" wieder dir, was das
>> pro und contra betrifft.
>>
>> Bezüglich meiner "arroganten" Erklärung, dass dieses Muster unbrauchbar
>> wäre, möchte ich klarer sage, was ich damit meine. Ich habe ja nicht
>> behauptet, dass ein Rundfeld nicht möglich wäre, oder dass dafür keine
>> Beispiele existieren würde, oder dass es nicht Situationen gäbe, wo ein
>> Rundfeld die beste Lösung ist. Ich wollte damit sagen, dass ein Rundfeld,
>> nach meinem Dafürhalten, in den meisten Fällen, sagen wir mal in über 90%,
>> die schlechtere Lösung ist, sich also nicht dazu eignet, als Ideal
>> propagiert zu werden. Genau das scheint aber in dem Buch (Jamilanda) zu
>> erfolgen, bzw. das scheinst du an dem Buch zu lieben, dass hier eine
>> Idealwelt beschrieben wird."
>>
>> --
>>
>> "Um es noch einmal deutlich zu machen: Ein Muster wird imho erst mit der
>> Offenlegung und Beschreibung seiner Rationalität interessant. Dann kann
>> jeder (Bauer) in seiner Situation entscheiden, ob das Muster für ihn passt.
>> Ein Muster ist also "mögliche Praxis" als Handlungsoption.
>>
>> Die logische Folgefrage ist nun, ob das Buch solche Rationalitäten
>> enthält, d. h. zum Verständnis und der Anwendbarkeit seiner Muster einlädt
>> oder nicht. D.h. in welcher Form wird das Pro und Contra des Rundfeldes
>> dargelegt?"
>>
>> ----
>>
>> "* Für den rotierenden Arm ist ein mechanischer Antrieb nötig. Wie hoch
>> ist sein Energiebedarf? Ist dieser fossil, konventionell-elektrisch oder
>> solar-elektrisch zu decken?
>>
>> * Der Gegensatz zum Rundfeld ist nicht unbedingt das Rechtecksfeld,
>> sondern es geht mehr um die spiralförmigen/konzentrischen oder parallelen
>> Ackerfurchen. Theoretisch könnte man ein Rundfeld wohl auch parallel
>> pflügen. Es wäre aber unpraktisch ein eckiges Feld (dreieckig,
>> trapezförmig, rechteckig etc.) spiralförmig/konzentrisch zu pflügen.
>>
>> * Gerade Ackerfurchen können wohl leichter einer Arbeitsorganisation
>> unterworfen werden. Beispielsweise könnten 5 Arbeiter bei 20 Ackerfurchen
>> je 4 Furchen bearbeiten. Das Saatgut lässt sich leichter errechnen und
>> aufteilen als bei einer spiraligen Ackerfurche.
>>
>> * Ein eckiges Feld kann leicht unterteilt werden, etwa für den Anbau
>> mehrerer Sorten.
>>
>> * Für mich ist mal unklar, wann ein rotierender Arm bei der Bewässerung
>> gegenüber konventionellen Sprinklern oder anderen Bewässerungsmethoden
>> einen Vorteil hat.
>>
>> * Wenn Hecken und Bäume wegen ihre positiven Wirkung geschätzt werden,
>> dann können sie bei eckigen Felder auch an jeder Seite geführt werden, und
>> sind dort nicht an die Restgeometrie der Kreise gebunden. "
>>
>> ---
>>
>> ja ich denk wir nehmen mal dieses Beispiel, das neben ´tausend anderen
>> steht.... Ich hab versucht zu argumentieren aber letztlich muss ich passen
>> weil ich wirklich nicht viel technische Erfahrung habe
>>
>> ich meine nicht dass man sich von technologischer Ratiuonalität
>> verabschieden kann, ganz im Gegenteil sind ja musterhafte Technologien
>> solche die im Idealfall Probleme lösen und keine neuen schaffen, und das
>> muss man in jedem Einzelfall zeigen können ...
>>
>> vielleicht beziehen wir in diese Diskussion auch Leute ein die sich
>> wirklich auskennen....
>>
>> liebe Grüße
>>
>> Franz
>>
>>
>>
>
>
> --
> HLS SOFTWARE/WIKISERVICE www.hls-software.at www.wikiserv...@hls-software.at lei...@wikiservice.at
> DI Dr. Helmut Leitner MOBIL: +43 676 7221638 TEL: +43 316 383820
> Rosenberggürtel 41, A-8010 Graz, Österreich
>
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livada beach

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Mar 12, 2014, 3:14:20 AM3/12/14
to agroc...@googlegroups.com
Hallo Liste,

ist ein wenig ins stocken geraten die Diskussion. Ich glaube wir brauchen ein gemeinsames Excel Sheet in welchem wir eher die technischen Daten aufbereiten die uns schon bekannt sind mit geeigneten Quellenangaben.

@stefan magst du deine schon getätigten Berechnungen mal in einem solchen eintragen. Kann auch erst mal ein Google Docs sein. Ich denke das ist das Sinnvollste was wir im Moment erarbeiten können. Mir scheint bis jetzt betrachten wir das ganze sehr technisch. Mich würde jedoch auch interessieren wie das erfahrene Gärtner sehen.

@gartencoop -> meint ihr das könnte für euch interessant sein, ich gehe jedoch erst mal davon aus das man das pilotmäßig im kleinen testet um es bei erfolg vielleicht zu erweitern. Ich denke vor allem da an Zeitintensive Ackerbearbeitung wo der Mensch von Nöten ist. Würdet ihr das überhaupt einsetzen wollen wenn es das denn gäbe? Gibt es Kulturen die wohl geeigneter dafür wären? Erdbeeren, Wein, Kartoffeln, reiner Kräuterkreis?

@all super das ihr so viele kontraargumente liefert. ich denke da ist jedoch eine deutliche agrargroßflächensichtweise drin. Das dies mit diesem Prototyp nicht erreicht wird ist sofort klar. Ich denke es ist vielmehr ein Pilotprojekt um generell mehr Automatismus in der Landwirtschaft zu realisieren. Wenn die Kreisbeet erfolgreich sind kann Mensch auch wieder auf längliche Beete umschwenken, nur ist da der Schwierigkeitsgrad hin zur vollen Automation viel größer. Soweit ich weiß fahren die GPS vollgesteuerten Traktoren schon selbstständig aber ein Mensch sitzt immernoch drin. Anderseits denke ich auch könnte es zum Beispiel interessant werden für kleinere Landwirtschaft. Zum Beispiel eine Gemeinschaft aus 10 Leuten die neben der Arbeit so noch ihr eigenes BioGemüse relativ pflegeleicht anbauen kann. Theoretisch könnte die Gemeinschaft über ein Webinterface ihren Gemüseanbau besprechen, anbauen, pflegen, beobachten erntezeitpunkte erkennen. Ich denke da bleibt immernoch viel Arbeit übrig aber der hohe automatisierungsgrad würde es der gemeinschaft ermöglichen das da niemand auf einem traktor sitzen muss und ich glaube auch die anfangsinvestition für solch einen kreis durchaus gering ist im verhältniss zum traktor plus anbaugeräte.

hier vielleicht auch nochmal mein persönlicher workload und motivation. ich würde das nur forcieren, wenn auch aus der gartencoop mehr zuspruch kommt und die das ausprobieren wollen da Sie diejenigen sind die einfach das anpflanzknowhow haben. Nur die Maschine hinzustellen wird nicht reichen damit da erfolgreich krumme gurken raus kommen ;-)

gruß in die runde

mabe
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