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Erneut Affen in Zoo getötet
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| Liebe Frau Darau,
nach der Erschießung gesunder Paviane im Tiergarten Nürnberg im vergangenen Jahr sorgt nun ein weiterer Fall für Kritik. Der Zoo Zürich hat zehn Dscheladas (Blutbrustpaviane) getötet. Für Pro Wildlife ist klar: Das sind keine Einzelfälle, sondern die Folgen eines strukturellen Problems der Zootierhaltung. Zoos züchten Tiere – ohne Konzept, wohin mit dem Nachwuchs. Wenn die absehbar begrenzten Kapazitäten erreicht sind, werden gesunde Tiere getötet, um selbst verursachte „Tierüberschüsse“ zu „entsorgen“. Europäische Zoos versuchen, diese unverantwortliche Praxis auf immer mehr Tierarten auszuweiten – und bringen dabei auch die Tötung von Menschenaffen wie Gorillas ins Spiel. Wir finden: Zootiere zu züchten, um sie anschließend auszusortieren und zu töten, ist eine moralische Bankrotterklärung.
Tiere ohne vernünftigen Grund zu töten, ist laut Deutschem Tierschutzgesetz eine Straftat – und eine wachsende Zahl juristischer Fachbeiträge stellt in Frage, dass die Tötung „überzähliger“ Zootiere rechtmäßig sei. Schließlich lassen sich Überpopulationen vermeiden: durch Geburtenkontrolle, Abgabe von Tieren oder andere Haltungskonzepte. Auch die Behauptung, Tiere würden als „Beitrag zum Artenschutz“ gezüchtet, ist nicht haltbar, wenn die Zucht lediglich dem Erhalt der Zoopopulation dient und es keine tragfähigen Programme zum Schutz der Wildpopulation gibt.
>> Kritik an Tötung von Affen in Zürich
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„Ökosiegel“ für Meeresfisch in der Kritik
Die Organisation MSC feiert ihr blaues Siegel als „weltweit strengstes Umweltsiegel für Wildfisch". Doch das Label gerät immer wieder in die Schlagzeilen – und das aus gutem Grund: Gerade erst hat die Antarctic & Southern Ocean Coalition Einspruch gegen die erneute MSC-Zertifizierung der Krillfischerei in der Antarktis eingelegt. Die Gründe: Diese setzt eines der sensibelsten Ökosysteme der Welt unter enormen Druck, eine lokale Überfischung ist nicht ausgeschlossen, die Kontrollen an Bord sind lückenhaft.
Krill ist die Basis des gesamten Nahrungsnetzes rund um das Südpolarmeer – und damit überlebenswichtig für Pinguine, Buckelwale und viele andere Arten. Obwohl diese Tiere bereits durch die Klimakrise unter immensem Druck stehen, wird weiter gefischt. Vor allem Supertrawler aus China und Russland fischen Krill industriell ab, für die Weiterverarbeitung zu Tierfutter (z.B. für Fisch- und Krabbenfarmen) und Nahrungsergänzungsmitteln.
Pro Wildlife und andere Organisationen kritisieren das MSC-Siegel seit Jahren als unzureichend. Zu lasche Standards, problematische Fangmethoden, hoher Beifang, mangelnde Kontrolle und Greenwashing-Vorwürfe untergraben die Glaubwürdigkeit des Labels. Ein hübsches blaues Logo reicht nicht! Um die Meere und ihre Bewohner zu retten, braucht es harte Kriterien, transparente Kontrolle und wirksamen Schutz! Unser Tipp: Verzichten Sie ganz auf Meeresfisch & -früchte!
>> mehr zum MSC-Siegel |
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Jagd auf Wölfe in Deutschland
Bislang durften Wölfe nur im Einzelfall getötet werden – künftig sollen sie regulär bejagt werden können. Der Bundestag stimmte am 5. März für die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht sowie eine Änderung des Naturschutzgesetzes. Ein schwarzer Tag für den Artenschutz, der die erfolgreiche Rückkehr des Wolfes aufs Spiel setzen könnte. Pro Wildlife kritisiert, dass die geplanten Gesetzesänderungen von Klientelpolitik und Polarisierung geleitet sind – und dass Einwände von Tier- und Naturschutzorganisationen sowie Wissenschaftler*innen ignoriert wurden. Bevor die Entscheidung in Kraft treten kann, muss am 26. März noch der Bundesrat zustimmen.
Wölfe sind eine Schlüsselart und spielen eine wichtige Rolle für die Wiederherstellung naturnaher Ökosysteme. Wenn wir den Wolfsbestand im Einklang mit dem europäischen Naturschutzrecht erhalten und eine erneute Ausrottung verhindern wollen, müssen wir lernen, mit dem Wolf zu leben und Konflikte zu reduzieren. Der entscheidende Ansatz ist ein wirksamer Schutz von Nutztieren – nicht das Gewehr. Denn Abschüsse hindern zuwandernde Wölfe nicht daran, ungeschützte Weidetiere zu reißen. Sie lösen keine Konflikte – im Gegenteil: Sie können Wolfsrudel destabilisieren und dadurch sogar zu mehr Nutztierrissen führen. Genau davor warnen auch Wissenschaftler*innen, die eindringlich betonen: Es gibt keine wissenschaftliche Grundlage für die Bejagung von Wölfen und anderen bedrohten und geschützten Arten, die ebenfalls im Visier der Politik stehen.
Um zu verhindern, dass der Wolf zum Präzedenzfall wird, engagiert sich Pro Wildlife in einem breiten Bündnis europäischer Tier- und Naturschutzorganisationen gegen den Abbau unserer Naturschutzgesetze.
>> zur HandsOffNature-Kampagne |
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Endspurt für ein pelzfreies Europa!
Noch bis Ende März haben Sie Zeit, bei der EU-Kommission ein Verbot von Pelzfarmen zu fordern – der Countdown läuft und wir brauchen Ihre Stimme dringend.
Die Sachlage ist klar: 2023 verlangten mehr als 1,5 Mio. EU-Bürger*innen ein Ende der Pelzfarmen in Europa – seither ist die EU-Kommission unter Zugzwang, denn sie muss nun konkrete Schritte vorschlagen. Auch zwölf EU-Länder haben die Europäische Kommission dazu aufgerufen, einen Gesetzesvorschlag für ein dauerhaftes Verbot der Pelztierhaltung in der EU vorzulegen. Sogar die oberste Veterinärbehörde der EU (EFSA) bestätigte letzten Sommer hochoffiziell die Grausamkeit der Tierhaltung in Europas Pelzfarmen. Und die Branche ist ohnehin im Sinkflug: In den letzten 10 Jahre ist die Anzahl der Pelzarmen in der EU um 73% zurück gegangen. Dennoch will die EU-Kommission, allen voran der EU-Kommissar für Tierschutz, Olivér Várhelyi, an Pelztierfarmen festhalten: statt eines Verbotes denkt man nur an strengere Auflagen und eine bessere Kennzeichnung von Pelzprodukten. Nutzen Sie die letzte Chance, mit uns gemeinsam nochmals Druck zu machen! |
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Gemeinsam Wildtiere schützen
Liebe Frau Darau,
mit Ihrer Hilfe kämpfen wir für bessere Gesetze, unterstützen Hilfsprojekte vor Ort und sensibilisieren Menschen für den Schutz von Wildtieren. Herzlichen Dank für Ihr wichtiges Engagement!
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Spendenkonto: Pro Wildlife e.V. SozialBank IBAN: DE72 3702 0500 0008 8852 00 BIC: BFSWDE33XXX
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