kann mir jemand in kurzen und verstaendlichen Worten die Wirkungsweise eines
Halogentrockners erklaeren?
Sven
Ich kann mir unter dem Begriff nichts konkretes Vorstellen.
Meine Phantasie sagt :
1. Halogentrockner ist eine Verfahrentechnische Vorrichtung mit der man Halogene
( Fluor, Chlor, Brom, Iod ) von seinem Feuchtegehalt befreit. Dafür kann es eine
ganze Reihe von phys.-techn.-chemischen Möglichkeiten geben.
2. Halogentrockner : Ist eine grosse Halogenlampe mit der man bestimmte Dinge
wärmebestrahlt um sie physikalisch zu trocknen, wie vielleicht Wäsche.
Gib doch mal mehr Informationen.
--
Glück Auf - Bodo Mysliwietz
Ein Punker mit grünen Haaren ist auch kein Verstoß gegen die Netiquette des
sozialen Lebens. Er sieht halt nur anders aus. Und die größten asozialen tragen
oftmals Nadelstreifenanzug !
Hi Bodo,
Deine Phantasie ist gut! Mettler-Toledo meint zu "Halogentrockner", daß
das ein Trockenofen mit Halogenlampe ist:
http://www.mt.com/home/countries/ger/news/kommuni/nl/labakt_1198/seite04.asp
Außerdem hat google.com noch einige Stellen zur Holztrocknung (ganzer
Baumstämme!) und zur Lebensmittelchemie (Uni Hohenheim) gefunden.
Gruß,
Franz
--
Dipl.-Chem. Franz S. Borgerding | Glück heißt Wasser bei 4°C.
Forschungszentrum Karlsruhe GmbH | (Ken-Dominic Flechtner)
franz.bo...@itc-cpv.fzk.de |
Danke *lol*. Ich hab absolut nicht an einem simplen Laborbackofen - äh -
Trockenschrank mit Innenbeleuchtung oder UV/IR-Bestrahlung gedacht. Hihi :-))
Zur Dimensionierung kann ich Dir nichts sagen. Aber grob zur Wirkung. Hast Du
nur den warmen Trockenschrank ist die Trockenzeit vom Wärmeübergang Luft/Probe
abhängig ( also auch Temp. und Luftumwälzung). Ist nun eine zusätzliche
Wärmequelle, wie eine Infrarotlampe, vorhanden geht natürlich auch deutlich mehr
Wärmeleistung auf die Probe über. Unter Umständen dringt die Wärmestrahlung auch
direkt bis tief in die Probe ein ( Materialabhängig) und unterstützt somit
natürlich erheblich die Trocknung. Das temperieren der Ofenluft stellt dann
vorallem eine Unterstützung des Gleichgewichtes und ein vermeiden von lokalen
überhitzungen dar.
Vergleichbar mit einer Küchenkombination Mikrowelle/Backofen.
Bei quotings bitte überflüssige Dinge wie Sig's herausnehmen.( Äh aber bitte
jetzt nicht wieder über den Sinn oder Unsinn von Sig's als solche Diskutieren)
Geeignet zur Bestimmung der Trockenmasse bzw. des Wasser- oder
Feuchtegehalts eines Stoffes.
Wir verwenden ein solches Gerät z.B. zur Schnellabschätzung des Restalkohols
& Wassergehaltes in Pflanzenextrakten. Dabei wird zuerst eine bestimmte
Menge des Extraktes eingewogen (d.h. nur wenige g), dann das Gerät zur
Feuchtebestimmung eingeschaltet, wo's nun bis zur Gewichtskonstanz heiss
wird. Die Massendifferenz entspricht der Feuchte. Eine andere Methode wäre
im Trockenschrank bei 105°C die Probe bis zur Gewichtskonstanz zu Trocknen.
Das dauert allerdings Stunden im Vergleich zu Minuten mit dem
Feuchtemessgerät. Je nach Probe gibt's bei den beiden Verfahren gewisse,
kleinere Unterschiede, die bestimmt werden können. Wichtig ist vor allem
anzugeben, mit welchem Verfahren gearbeitet wurde. Wird immer dasselbe
Verfahren verwendet, kann damit auch standardisiert werden. Von dem her ist
das kleine Gerätchen mit eingebauter Waage und IR-Trockner doch recht
praktisch & schnell. Es gibt aber auch andere Hersteller z.B. Sartorius.
Gruss, Bertold