jurg...@hotmail.com schrieb am 17.09.2014 01:28:
> Bernd Lammer <
bernd....@arcor.de> wrote:
>> wie arbeitet man auf Dachpappe, ohne sie zu besch�digen?
>>
>> Unser Gartenhaus braucht eine neue Eindeckung. Schindeln waren da,
>
> Du redest von Holzschindeln?
Sorry, es sind Bitumenschindeln, wie diese hier:
http://www.hornbach.de/shop/Dachschindel-Dreieck-rot-3-m/3493274/artikel.html?WT.svl=artikel_img
Das sind 1m-St�cke, die optisch sp�ter 3 Schindeln ergeben, also 3
Zungen haben. Die Oberseite ist beschifert. Mit einem Cutter kommt man
nicht durch. Ich schneide die von der R�ckseite.
>> Dachpappe soll man bei warmem Wetter verlegen, damit sie glatt
>> wird. Klingt logisch.
>
> Na ja, solange es nicht Stein und Bein friert brauchst du dir
> deswegen keine grossen Gedanken machen. Die legt sich schon platt,
> dauert bei Kaelte halt ein wenig laenger.
Ich habe das vorher zwei mal bei Herbstwetter, also um die 10�C gemacht.
Das ist beide Male ziemlich wellig geworden, weil sich die Pappe noch
nicht angelegt hatte, bis ich die N�gel drauf gekloppt hatte.
Dieses Mal habe ich es bei 20�C gemacht und die Pappe war praktisch
innerhalb von wenigen Minuten glatt, bzw. dem Untergrund angepasst.
>> Die Schindeln m�ssen dann aber auch bei warmem Wetter drauf, denn
>> die Dachpappe (V13, besandet) h�lt starkem Wind nicht stand.
>
> Nein, man muss sie nur richtig sichern. Als bei mir das Dach gemacht
> wurde, wurde das alte Dach von einer 8 Mann starken Crew an einem
> Nachmittag runtergerissen und dann sofort die Dachpappe fuer das neue
> Dach draufgenagelt. Damit was das Dach wieder wasserdicht. Das blieb
> dann erstmal so bis mehrere Wochen spaeter der Dachdecker Zeit hatte,
> die neuen Schindeln zu verlegen. Das hat dann seinerseits reichlich
> eine weitere Woche gedauert. Um Schaeden durch z.B. Wind waehrend
> diesen 2-3 Wochen zu vermeiden hat die Abrisscrew an strategischen
> Stellen von oben nach unten lange Dachleisten ueber die Dachpappe
> genagelt, die dann spaeter vom Dachdecker wieder entfernt wurden.
Ich habe zwar auch ein paar Latte drauf geschraubt, aber das h�lt dann
trotzdem keinem starken Wind stand.
Und da ich auch fertig werden m�chte und die halbwegs stabile Wetterlage
ausnutzen m�chte, m�ssen die Schindeln halt doch jetzt bei 25�C drauf.
W�rde man das Dach im Sommer neu decken, w�rde man vermutlich auch nicht
bis zum Herbst mit der zweiten Lage, also den Schindeln warten.
>> Als ich nun �ber die Dachpappe gelatscht bin und besonders als ich
>> mich
>
> Genau das sollte man halt nicht oder nur sehr, sehr vorsichtig
> machen.
Ich habe mir M�he gegeben, aber mit 100kg Lebendgewicht ist bei 25�C +
direkter Sonneneinstrahlung nicht viel zu machen.
>> zum Annageln der Schindeln hingekniet habe, habe ich mit den
>> Schuhen tiefe Dellen in die Pappe gedr�ckt und bin auch leicht
>> Richtung Traufe gerutscht. Die Pappe ist dort gesch�tzt nur noch
>> halb so dick.
>
> Schlecht!
Sehe ich auch so :-) Deswegen frage ich hier ja nach Rat.
>> Nachdem eine Dachfl�chenh�lfte halb mit Schindeln belegt war,
>> konnte/musste ich �ber diese laufen. Die halten deutlich mehr aus,
>> aber auch die leiden ganz deutlich.
>
> Das verstehe ich jetzt nicht. Wie sollen die Schindeln leiden?
Die Beschieferung an den Kanten br�ckelt ab. Das Bitumin�se Zeug
darunter ist vermutlich weit weniger Witterungsbest�ndig.
>
>> Wie macht es der Profi?
>
> Der betritt die Dachpappe nur wenn es ueberhaupt nicht anders geht.
> Und dann auch nur sehr, sehr vorsichtig.
Also zumindest die beiden letzten Reihen Dachpappe muss man bei einem
Satteldach betreten.
Unser Gartenhaus hat dabei ja noch eine relativ g�nstige Dachneigung.
Bei 30 oder gar 45� Dachneigung d�rfte es gar nicht mehr ohne
Besch�digung gehen.
> Die untersten Reihen der Holzschindeln werden sowieso besser von der
> Leiter aus verlegt. Bzw. man faengt dort an, wo die Leiter anliegt,
> und legt 3 bis 4 Reihen soweit aus wie die Arme reichen.
...
> Dachpappe betreten ist dabei eigentlich nie noetig, man tritt halt
> auf den schon fertigen Teil des Daches. Anders waere es bei mir ueber
> der Garage z.B. auch gar nicht moeglich, weil das Unterdach nur aus
> 6-Zoll Leisten mit 4-Zoll Zwischenraeumen besteht. In anderen Worten:
> wenn man auf der Dachpappe auf die falsche Stelle traette, dann
> faende sich der Fuss und ein grosser Teil des Beines innerhalb der
> Garage wieder.
Hier ist es leider genau anders herum. Hier ist es quasi unm�glich, ans
Dach zu gelangen, ohne es zu betreten.
Das Gartenhaus steht direkt an der Grundst�cksgrenze im S�dosten. Da
kann ich keine Leiter anlegen. Die Dachpappe und die Schindeln habe ich
von oben auf dem Dach hockend angenagelt. Das war ein ziemlicher Krampf.
Wie legt man �berhaupt eine Leiter an eine Traufe an, bei der die
Dachpappe �bersteht?
Ich habe mir eine Stehleiter vor die nordseitige Traufe gestellt. Wenn
ich die Dachfl�chenh�lfte auf der Nordseite belege, wollte ich mir zwei
Leitern aufstellen, damit ich die nicht immer hin und her stellen muss.
Der darunter befindliche Rasen ist nicht sehr eben und unterschiedlich
weich. Da muss ich die Stehleiter f�r einen sicheren Stand immer erst
ausrichten und mit Brettchen unterlegen.
--
Bernd