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Beständige Farbe für Treppengeländer

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Hans-Juergen Schwab

unread,
Dec 5, 2011, 5:24:36 AM12/5/11
to
Hallo,
ich möchte mein Treppengeländer mattweiß streichen. Bisher ist es farblos
lasiert.
Ein Teil der Konstruktion besteht aus Kiefer, der andere aus einem
exotischem Hartholz.
Welche Farbe nimmt man dafür? Ist Acrylfarbe das Richtige?

Vielen Dank

Jürgen

Friz Knauer

unread,
Dec 5, 2011, 5:41:19 AM12/5/11
to
Es grenzt an ein Verbrechen, Naturhölzer farbig anzupinseln!

--
Friz

MaWin

unread,
Dec 5, 2011, 7:28:53 AM12/5/11
to
"Hans-Juergen Schwab" <hans-juer...@sap.com> schrieb im Newsbeitrag
news:jbi654$9f6$1...@news.sap-ag.de...

> Welche Farbe nimmt man dafür? Ist Acrylfarbe das Richtige?

Eine beständige Farbe gibt es nicht.

Farbe ist immer eine dünne Deckschickt, und bei der kleinsten
Beschädigung guckt das Innenleben hervor.

Es ist halt nur eine oberflächliche Kaschierung, während Öl und
bedingt auch Dünnschichtlasur ins Holz eindringt, also das
Material tiefer penetriert.

Wenn man abriebfeste Farbe haben will, ist Acrylfarbe aus dem
Baumarkt so ziemlich das untauglicheste was es gibt (obwohl mir
1978 in den USA eine durchaus gute Acrylfarbe begegnet ist, die
Qualität habe ich hier aber nie gesehen). Analog zum Parkettlack
gibt es weisse PU-Farbe mit hoher Abriebbeständigkeit, da du aber
schreibst: "Bisher ist es farblos lasiert" stellt sich eher die
Frage, was auf dem bisherigen Untergrund hält. Damit deine
Farbe besser hält als das was bisher drauf ist, müsstest du
das was bisher drauf ist restlos entfernen, abschleifen. Alleine
vom Arbeitsaufwand her ist das ähnlich wie in 10 Jahren wenn
jemand aus dem farbversauten Holz wieder Naturholz haben will,
man kann also nur raten: Lass es so, und bessere nur die Stellen
aus, die eventuell beschädigt sind, denn das geht bei lasierten/
klarlackiertem/geölten Holz ganz einfach:
Jedes Jahr ein mal mit einem Lappen mit Leinöl(firnis) abreiben,
dann nehmen die beschädigten Stellen wieder Öl auf (welches
polymerisiert, also fest wird) und die Stellen an denn noch
Farbe/Lack drauf ist werden wieder glänzend, bekommen aber keine
so dicke Schicht Farbe als ob sie jedes Jahr neu lackiert worden
wären.

Wenn du den guten Rat ignorieren willst: Finde heraus, mit welcher
Farbe/Lasur/Öl es derzeit gestrichen wurde, und nimm als neue
Farbe eine mit demselben Lösemittel. Die hält dann zwar nicht
besser als die bisherige Farbe, aber zumindest genau so gut,
zumindest wenn du die alte Oberfläche gut gereinigt hast und
leicht angecshliffen hast.
Vermutlich ist es Alkydharz-Kunstlack. Und weil du von weiss
sprichst: Alkydharz ist immer gelblich, ganz weiss (titanweiss)
geht dabei also nicht, sondern weisse Alkydharzfarbe ist immer
leicht altweiss.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net

Hans-Juergen Schwab

unread,
Dec 5, 2011, 9:18:48 AM12/5/11
to
Mein optisches Problem sind die unterschiedlichen Holzarten,
die verbaut sind. Einmal schönes Tropenholz, das mittlerweile
recht dunkel ist und andererseits Kiefernholz, welches noch
recht hell ist. Das Tropenholz könnte ich abschleifen und mit
Öl oder Lasur behandeln. Für das Kiefernholz möchte ich aber
gerne einen abriebfesten Lack nehmen. Dieser sollte aber
matt sein. PU-Farben sind aber eher glänzend oder gibt es
da auch etwas Mattes?

Danke Jürgen


"MaWin" wrote in message news:jbide8$f7k$1...@news.albasani.net...

S.Jedath

unread,
Dec 5, 2011, 12:06:35 PM12/5/11
to
Am 05.12.2011 15:18, schrieb Hans-Juergen Schwab:
> Mein optisches Problem sind die unterschiedlichen Holzarten,
> die verbaut sind. Einmal schönes Tropenholz, das mittlerweile
> recht dunkel ist und andererseits Kiefernholz, welches noch
> recht hell ist. Das Tropenholz könnte ich abschleifen und mit
> Öl oder Lasur behandeln. Für das Kiefernholz möchte ich aber
> gerne einen abriebfesten Lack nehmen. Dieser sollte aber
> matt sein. PU-Farben sind aber eher glänzend oder gibt es
> da auch etwas Mattes?
>
> Danke Jürgen

Hi,
richtig matt? Wenn du nach seiden-matt schaust, kommt das dem schon
näher. Gängig ist seidenglänzend und auch das ist von Firma zu Firma
unterschiedlich.

Was ist da drauf?
Wenn da eine nicht zu dicke, klebrige Ölschicht drauf ist, sprich:
vielleicht 1-2 x gestrichen, egal mit was, reicht gutes MATT schleifen.
Vielleicht noch mit Terpentin abwaschen.
Also nicht abschleifen sondern mattschleifen.
Darauf ein LH-Vorlack. Dann am besten einen PU-Lack.
Guter Acryllack ist schön weiss und bleibt es auch lange.
Du wirst dich aber damit abfinden müssen, dass reinweisse Lacke nicht
gut decken. Also stell dich auf 2x lackieren ein.

Ach ja: manche Tropenhölzer sondern Stoffe ab, durch die sich Decklacke
verfärben können. Durch den Vorlack sollte das nicht passieren. Wenn
doch, die Hersteller haben da für Isolieranstriche im Angebot.
Was Manfred da schreibt:
> Vermutlich ist es Alkydharz-Kunstlack. Und weil du von weiss
> sprichst: Alkydharz ist immer gelblich, ganz weiss (titanweiss)
> geht dabei also nicht, sondern weisse Alkydharzfarbe ist immer
> leicht altweiss.

Das ist absolut richtig. Aber wie auch sonst im Leben, kauft man die
wirklich guten Dinge nicht beim Billig-Anton, sondern im Fachhandel.
Dort gibts Lacke 3/4l für 30-40 Euro. Da sind dann die wirklich guten
Pigmente drin. Nicht so ein Verschnitt wie im Baumarkt.
Da kriegste auch Alcydharzlacke die für Türen, Möbel usw. gedacht sind.
Und "eigentlich" nur da für. Die halten dann auch einiges aus.

Gruss Siggi


--
Der Maler - Garant für Schutz und Schönheit

Hans-Juergen Schwab

unread,
Dec 6, 2011, 3:35:46 AM12/6/11
to
Hallo,
was ist jetzt ein empfehlenswerter Alcydharzlack?

Danke
Jürgen

"S.Jedath" wrote in message news:9k4c0p...@mid.individual.net...

S.Jedath

unread,
Dec 6, 2011, 4:39:48 AM12/6/11
to
Am 06.12.2011 09:35, schrieb Hans-Juergen Schwab:
> Hallo,
> was ist jetzt ein empfehlenswerter Alcydharzlack?
>

Hi,
http://www.einza.com/Weisslacke.101.0.html
Such dir einen aus. ;-)

http://www.einza.com/Produkt-Details.110.0.html?&tt_products[backPID]=101&tt_products[product]=935&tt_products[cat]=23&cHash=1af5adddbd

http://www.einza.com/Produkt-Details.110.0.html?&tt_products[backPID]=101&tt_products[product]=937&tt_products[cat]=23&cHash=9b498bfdac

Nur als Beispiel, denn alle gängigen Farbenhersteller wie Glasurit,
Sikkens, CWS, usw, usw., haben sehr gute Lacke im Angebot.
Alles LACKE; die seit Jahrzenhnten verarbeitet werden und "normalen"
Bedingungen einiges aushalten.
Für Kindergärten und Schulen würde ich dann aber doch einen 2K-Lack nehmen.

Einen Nachteil müsstest du in Kauf nehmen: die Lacke bekommst du nicht
im Baumarkt. Auch nicht im Baustoff-Fachhandel. Nur im Farben-Fachhandel
oder über/beim Malermeister.

Hans-Juergen Schwab

unread,
Dec 6, 2011, 4:58:26 AM12/6/11
to
Hallo,
ich werde was finden!

Vielen Dank


"S.Jedath" wrote in message news:9k6674...@mid.individual.net...
Message has been deleted

Jens Fittig

unread,
Dec 6, 2011, 6:42:14 AM12/6/11
to

Hans-Juergen Schwab schrieb:

> Hallo,
> ich werde was finden!

Und hoffentlich findest du eine Lösung wie man richtig quotet und
zitiert!

<Sinnlosdeppenhintendranvollquoting gelöscht>

Matthias Kohrs

unread,
Dec 6, 2011, 7:40:08 AM12/6/11
to
Am 05.12.2011 11:24, schrieb Hans-Juergen Schwab:

> ich möchte mein Treppengeländer mattweiß streichen.

Den Handlauf zumindest würde ich nicht mattweiß streichen, wenn man den
nach dem Heimwerken mal anfasst wird der schmutzig-grau und nie wieder
sauber. Jedenfalls wenn ich von mir und einer meiner Zimmertüren ausgehe.

Auch wenn man ansonsten saubere Hände hat schwitzt man mal, oder hat
eine Aluleiter angefasst, oder sonstwas.

CYA! Matthias

S.Jedath

unread,
Dec 6, 2011, 8:54:45 AM12/6/11
to
Am 06.12.2011 11:07, schrieb Martin Τrautmann:
> On Tue, 06 Dec 2011 10:39:48 +0100, S.Jedath wrote:
>> Einen Nachteil müsstest du in Kauf nehmen: die Lacke bekommst du nicht
>> im Baumarkt. Auch nicht im Baustoff-Fachhandel. Nur im Farben-Fachhandel
>> oder über/beim Malermeister.
>
> Wer von denen kennt sich mit dem Zeug über die normalen Werbegespräche
> hinaus überhaupt noch aus?

In einem Fall weiss ich es ganz genau: Neben dem Firmeninhaber, dessen
Ehefrau. Die managt das Büro und kriegt dadurch alles mit.
Gerade die Reklamationen. ;-)
>
> Unser Handwerker hier wurde beispielsweise von seinem Baustoffhändler
> beraten, dass statt Bitumen auch Dichtschlämme zur Wandabdichtung gehen
> würde - und zwar mittels Mapei Idrosilex Pronto. Laut Produktdatenblatt
> ist speziell das Produkt als Untergrund für Bitumen gedacht
> und taugt mangels elastischer Zusätze nicht auf rissgefährdeten
> Bauteilen.

Sei froh, dass es das Internet und die vielen Baumärkte gibt.
Wenn ich nicht auf'm Bau arbeiten würde, ich wäre vor 35 Jahren beim
Renovieren meines Hauses wohl verzweifelt.
Hier auf'm Lande gabs nur 2 Baustoffachhändler, Raiffeisen und eben die
diversen Handwerksmeister.
Also hör auf zu weinen. ;-)
>
> Selbst du scheint z.B. mit Eisenglimmerprodukten auf Leinölbasis keine
> echte Erfahrung zu haben?

Ich habs schon gestrichen, klar. Genau wie so'n komisches Zeugs aus
Schweden, und dies und jenes und sogar das "hält auf sogar auf Rost".
Alles ****. BLEIMENNIGE!!!
(Auf die Vorarbeit kommts an! Und, ein Tip: nie einmal dick drauf ...
Lieber 2x etwas verdünnt.)
Ausserdem kommts auch auf den Preis an und die schnelle Verfügbarkeit.
Kaum ein Malerbetrieb betreibt noch grössere Lagerhaltung.
>
> Laut http://www.malerei-gruen.de/schuppenpanzerfarbe.htm hat die im
> ARD-Ratgeber Technik als Testsieger abgeschnitten (schon etliche Jahre
> alt: August 2000).
>
> <http://www.kreidezeit.de/Produktinformationen/PDFs_Datenblaetter/Rostschutzfarbe.pdf>
> <http://www.wo-we.de/produkte_detail/eisenglimmerfarbe.html>.
>
> Im normalen Fachhandel dürfte man solche Produkte wohl nicht bekommen -
> die verkaufen in der Regel nur das Sortiment ihrer Handelspartner. Sied
> kennen oft das beste Produkt aus deren Palette, nicht aber noch bessere
> Alternativen anderer Hersteller.
>
> Da hat man als Heimwerker zwar das schlechtere Sortiment zur Wahl, dafür
> aber Heimwerker-Tests wie
> http://www.afripix.de/Kram/rostschutzfarbe05.pdf
> http://www.afripix.de/Kram/rostschutzfarben08.pdf
> (Selbst ist der Mann, 2005 bzw. 2008)
>

Ich dachte immer, dass ich allgemeine Tips zu Anstrichproblemen gebe
wäre so ok. Dann kommt letztens ein Post von Jemandem, meine Tips wären
zu speziell und von Heimwerkern im Praktischen wie in der
Materialbeschaffung nicht zu machen.
Und jetzt kommst du mit deinen Gesammelten Links über "bessere"
Rostschutzfarben....
Na klar, gut so! Eigeninitiative zeigen! Schon mein Lehrmeister sagte
das immer.
Ich werde weiter frei Schnauze und Erfahrung antworten.
Message has been deleted

S.Jedath

unread,
Dec 6, 2011, 9:50:27 AM12/6/11
to
Am 06.12.2011 15:20, schrieb Martin Τrautmann:
> On Tue, 06 Dec 2011 14:54:45 +0100, S.Jedath wrote:
>> Ich habs schon gestrichen, klar. Genau wie so'n komisches Zeugs aus
>> Schweden, und dies und jenes und sogar das "hält auf sogar auf Rost".
>> Alles ****. BLEIMENNIGE!!!
>
> Das bekommen wohl selbst die Profis nur noch mit Giftschein und
> besonderem Zertifikat - ist wohl ausser im Bootsbereich kategorisch
> verboten.

Wie vernünftige Abbeizer, bestimmte Leime ...
>

>
> Naja, beides ist hilfreich! Leinöl auf Holz, da bräuchte ich nicht dich
> fragen, da wäre Manfred schon eingesprungen ;-)
>
> Aber Leinöl auf Eisen? Das habe ich noch nie absichtlich probiert, und
> dass es in Kombination mit Eisenglimmer obendrein noch einen besseren
> Rostschutz darstellen sollte als normale Kunstharzfarbe erschien mir
> schon etwas esoterisch.

Ich habs noch kennen gelernt: Öllacke. Da musste man noch richtig
lackieren können. Nix Lackwälzchen, die gibts noch nicht lange.
Original Bleimennige = Leinöl. Wie/ woraus eben früher Lack u.
Gundierfarben hergestellt wurden: wiederum Produkte aus natürlichen Ölen.
>
>> Na klar, gut so! Eigeninitiative zeigen! Schon mein Lehrmeister sagte
>> das immer.
>
> Eigeninitiative hier heisst Lehrgeld - und in ein paar Jahren ein
> geschmiedetes Gitter wieder komplett zu entrosten und neu zu streichen
> macht nicht wirklich Spaß, von der Verschwendung von Zeit und Farbe
> nicht zu schweigen.

Nein, das muss nicht sein.
Ich schreib doch immer wieder: Saubere Vorarbeit. Vernünftig arbeiten.
Auch ein Maler muss sich erst wieder einarbeiten bei einer Arbeit, die
er länger nicht gemacht hat.
Ich mach mit dir ne Wette, das "normaler" Rostschutz genau so lange hält
wie dein Eisenglimmer.
Ah, noch ein Tip für dein Eisenglimmer:
Streich, falls deine Zeit nicht zu kostbar ist, 1-2x einen LH-Klarlack
auf deinen Eisenglimmer. Hält noch mal 5 Jahre länger.

>
> Du hast vielleicht den Vorteil, dass dich ein Architekt oder
> Restaurateur damit beauftragt und für die Arbeit bezahlt, egal ob
> erfolgreich oder nicht. Im Gegenteil hast du in ein paar Jahren
> vielleicht einen Folgeauftrag - oder einer deiner Kollegen, wenn man mit
> deiner Arbeit selbst unzufrieden war.

Träum weiter, mijn Jong.
>
> Bei vielen veralgten und vergammelten Fassadenanstrichen habe ich das
> Gefühl, die Maler selbst wollen nicht, dass das länger als 10 Jahre hält
> - die haben von der Industrie gelernt. Aber aus meiner Heimwerkersicht
> erspare ich mir gerne unnötige Arbeit, und wenn's fuktioniert wäre mir
> das Material sogar lieber...
>

Der Westgiebel meines Hauses ist voller Algen. Trotz seeehr teurer
Farbe. Warum?
Weil ich die Birke und die Ulme, die dort stehen, nicht fälle.

Wenn sich allerdings ein Kunde nicht von seiner Liguster oder
Koniferenhecke trennen mag. Sein Haus aber unbedingt gestrichen haben
will, warum soll der Maler auf den Auftrag verzichten?

Komm mir jetzt nicht mit Algen auf gedämmten Fassaden. Das hatten wir
vor kurzem. Hat andere Gründe.
Message has been deleted

S.Jedath

unread,
Dec 6, 2011, 11:38:21 AM12/6/11
to
Am 06.12.2011 16:08, schrieb Martin Τrautmann:
> On Tue, 06 Dec 2011 15:50:27 +0100, S.Jedath wrote:
>>> Aber Leinöl auf Eisen? Das habe ich noch nie absichtlich probiert, und
>>> dass es in Kombination mit Eisenglimmer obendrein noch einen besseren
>>> Rostschutz darstellen sollte als normale Kunstharzfarbe erschien mir
>>> schon etwas esoterisch.
>>
>> Ich habs noch kennen gelernt: Öllacke. Da musste man noch richtig
>> lackieren können. Nix Lackwälzchen, die gibts noch nicht lange.
>> Original Bleimennige = Leinöl. Wie/ woraus eben früher Lack u.
>> Gundierfarben hergestellt wurden: wiederum Produkte aus natürlichen Ölen.
>
> Das nahm man damals, weil man nichts besseres hatte.

Weil es das beste für die Baumaterialien war.

> Das beantwortet
> aber nicht das Problem, ob das neue auch besser oder billiger oder
> einfach nur einfacher zu verarbeiten ist.

Einfacher zu verarbeiten.
Bei richtiger Anwendung gleich gut.
Billiger? Naja.

>
>> Ich schreib doch immer wieder: Saubere Vorarbeit. Vernünftig arbeiten.
>
> Das mit der vernünftigen Vorarbeit ist eben das Problem - in die
> geschmiedeten Winkel kommt keine Drahtbürste, kein Sandstrahlgebläse,
> kein Schleifpapier. Da müsste schon das ganze Teil selbst in eine Wanne
> Phosphorsäure gehängt werden.

Spachtelmesser, altes Taschenmesser, Abbeizer, usw.
>
>> Auch ein Maler muss sich erst wieder einarbeiten bei einer Arbeit, die
>> er länger nicht gemacht hat.
>> Ich mach mit dir ne Wette, das "normaler" Rostschutz genau so lange hält
>> wie dein Eisenglimmer.
>
> Naja - die auf Wasserbasis scheinen erst in den letzten Jahren aufgeholt
> zu haben.

Guter Rostschutz ist auf keinen Fall wasserlöslich.

>
>> Ah, noch ein Tip für dein Eisenglimmer:
>> Streich, falls deine Zeit nicht zu kostbar ist, 1-2x einen LH-Klarlack
>> auf deinen Eisenglimmer. Hält noch mal 5 Jahre länger.
>
> LH heisst lufthärtend? Klassisch wird wohl nochmals Leinöl-Lasur
> drübergepinselt.

Nein, L ösungsmittel H altig
>
>> Der Westgiebel meines Hauses ist voller Algen. Trotz seeehr teurer
>> Farbe. Warum?
>> Weil ich die Birke und die Ulme, die dort stehen, nicht fälle.
>
>> Komm mir jetzt nicht mit Algen auf gedämmten Fassaden. Das hatten wir
>> vor kurzem. Hat andere Gründe.
>
> Wenn ich mich umsehe, dann finde ich teils deutliche Streifen, wo die
> Dämmung über dem Beton zu dünn ist, teils mehr als deutliche Schatten,
> bevorzugt durch Kondenswasser über dem gekippten Badezimmerfenster,
> gerne aber auch an ungedämmten Wänden, egal ob Nord oder Süd.
>

In irgend einer Wiederholung lief, ich glaube Gestern, das Thema
Brandschutz und Wärmedämmung in gekürzter Fassung. Danach über die Stare
die sich im WDVS Nester bauen usw.
"Siggi, komm mal gucken. Hast du das gewusst?"
Naja, fragt sie mich das. Seid ich die erste Dämmung in der Nähe eines
Parks gemacht habe und sich die Mäuse ihre Gänge und Nester in der
Dämmung bauten. :-)
Bin ich das jetzt schuld?
Auf kalten Oberflächen schlägt sich Feuchtigkeit nieder.
Ist das neu?
Feuchte mit Dreck vermischt ist ein top Nährboden für Algen und Moos.
Ist das neu?

MaWin

unread,
Dec 6, 2011, 1:12:28 PM12/6/11
to
"Martin Τrautmann" <t-us...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:slrnjdsbum....@ID-685.user.individual.de...

>> Ich habs noch kennen gelernt: Öllacke. Da musste man noch richtig
>> Original Bleimennige = Leinöl. wiederum Produkte aus natürlichen Ölen.
>
> Das nahm man damals, weil man nichts besseres hatte.

Heute auch noch nicht, aber der Industie ist ein Trick gelungen:

Zuerst hat sie billige Ersatzstoffe gesucht, teures Terpentinöl durch
billigen Terpentinersatz ersetzt, teures Leinöl durch billiges
Pflanzenöl gehärtet als Alkydharz ersetzt, und uns die Produkte
billiger verkauft.

Alles klar, alles in Ordnung, kann man ja machen, und wer dann zum
billigeren Produkt greift weil es ihm reicht, der weiß es ja.

Dann jedoch hat der Trick geklappt, die Originalsubstanzen in
Vergessenheit geraten zu lassen, und die Menschen glauben heute,
der billige Ersatz wäre das wahre Produkt, und zwahlen dafür in
der Zwischenzeit mehr als für das viel bessere Originalprodukt.

Wie blöd ist das denn ?

Ja, das einölen mit Leinöl, 5 bis 7 mal im 2-Tages-Abstand bei
Sonnenschein, ist aufwändiger als jeder Klarlack, aber wer es ein
mal gemacht hat, weiß auch, daß zwischen den Ergebnissen Welten
liegen.

> Naja - die auf Wasserbasis scheinen erst in den letzten Jahren aufgeholt
> zu haben.

Eher verloren. Damals, als Aryllack neu war, hat er mich überzeugt,
voller Pigmente für satten deckenden Frabauftrag. Heute wird jedoch
nur noch Plörre verkauft, gestreckt bis zum Sanktnimmerleinstag.
Und Acryl hält nicht, wird zwar als witterungsbeständiger
Fensterlack verkauft, aber ist schon nach 2 Jahren quasi vollständig
abgewaschen. Um Acryl mach ich nur noch einen grossen Bogen.

Oder die geistig voll behinderte Art von ICI, einen Heizkörperlack auf
Wassserbasis anzubieten. Hallo, geht's noch ? Heizkörper bestehen
meistens aus Eisen, und das rostet, es ist nicht vollständig grundierbar
weil jeder Zwischenschliff an Ecken und Schweisspickeln wieder das
blanke Metall hervorbringt, und dann zieht sich eine rostige Spur durch
den Lack, und bei jedem Überlackieren wird's nur noch mehr.

Manche Leute muß man ungespitzt in den Boden rammen, deren Kopf ist eh
abgestorben (ja ja, und ich Blödmann hab's gekauft...)

>> Streich, falls deine Zeit nicht zu kostbar ist, 1-2x einen LH-Klarlack
> LH heisst lufthärtend?

Eher lösemittelhaltig.
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