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Massiv Bauen - Welches Material?

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Philip Ohdendrumm

unread,
Jun 25, 2002, 12:34:36 PM6/25/02
to
Hallo,

ich habe mich jetzt entschieden, mein Haus massiv zu bauen. Ein
Bekannter sagt, es würden oft unterschiedliche Materialien verwendet
und das könne später zu Bauschäden, wie Rissen führen. Ich will mit
Ziegeln bauen und die Innenwände aus Ytong. Ist das ein Problem? Kann
ich Keller und Rohbau aus unterschiedlichem Material herstellen
(lassen)? Ich mache viel in Eigenleistung und möchte natürlich auch
Sonderangebote nutzen.

Danke Euch für jede kompetente Antwort!

Werner Reimann

unread,
Jun 25, 2002, 2:22:48 PM6/25/02
to
maa...@web.de (Philip Ohdendrumm) wrote:


>Ich will mit
>Ziegeln bauen und die Innenwände aus Ytong. Ist das ein
>Problem?


Problem nicht, aber warum das teure Ytong innen ? Da brauchst Du keine
Wärmedämmung, höchstens Schalldämmung.
Also Ziegel, wenn Du nicht so schwer heben willst, sonst KS ( billiger ).
Nimm Klebeziegel. Die sind einiges teurer als die normalen, dafür ist der Kleber
dabei. Der Mörtel geht bei Ziegeln weg wie nix, wegen der Löcher.
Wenn Du selbst mauerst, such Dir einen Betonwagenfahrer und kauf Mörtel bei ihm :-
)


>Kann
>ich Keller und Rohbau aus unterschiedlichem Material
>herstellen
>(lassen)?


Sicher doch. Ytong hat im Keller nix verloren, da nimm auch für Innenwände
Ziegel, evtl KS.


viele Grüße
Werner
--
__________________________________________________________
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Robert Hiendlmayer

unread,
Jun 25, 2002, 2:38:31 PM6/25/02
to

Hallo Philip,

bin auch kurz vorm bauen. Ich hab schon mit einigen Ytonghaus-Besitzer
gesprochen und die meisten haben mir abgeraten. Der Hauptgrund ist die
große Schallübertragung! Zwar hat Ytong einen sehr guten Dämmwert aber
wenn im OG jemand etwas lauter die Tür schließt hört man es im Keller
noch. Also wenn, dann höchstens Ytong als Aussenwand.

Bin zwar kein Experte, aber das mit den Rissen bei verschiedenen
Materialien glaub ich auch.

Gruß
robert

Matthias Koehler

unread,
Jun 25, 2002, 3:20:19 PM6/25/02
to
[Philip schreibt:]


> ich habe mich jetzt entschieden, mein Haus massiv zu bauen.

Glückwunsch, eine gute und richtige Entscheidung.

> Ein Bekannter sagt, es würden oft unterschiedliche Materialien verwendet und
> das könne später zu Bauschäden, wie Rissen führen.

Es "kann", muss aber nicht. Hängt wie immer von der richtigen Ausführung ab.

> Ich will mit Ziegeln bauen und die Innenwände aus Ytong. Ist das ein Problem?

Nein, wird oft gemacht. Es sollten eben nur die Ixel (also die Innenecken)
entsprechend ausgebildet werden (mit Acryl). Also die Anschlüsse eben
elastisch ausführen. Ist der letzte Schritt vor dem Malern. Gilt ja genauso
für die Anschlüsse zwischen Mauerwerk und Gipskartonplatten unter dem Dach.

> Kann ich Keller und Rohbau aus unterschiedlichem Material herstellen (lassen)?

Soll der Keller wasserdicht sein? Da ist sehr viel zu beachten, dass ist
einen eigenen Thread wert. Aber generell können unterschiedliche Materialien
kombiniert werden. Wenn es eine WU-Wanne aus Stahlbeton wird, dann hast Du
ja schon automatisch verschiedene Materialien, wenn Du danach die Innenwände
mauerst.

> Ich mache viel in Eigenleistung und möchte natürlich auch
> Sonderangebote nutzen.

Kann ich verstehen. Suche Dir aber besser einen guten Baustoffhandel, der
Dich mit allem beliefert, was Du brauchst. Da ist ein Vertrauensverhältnis
wichtig, das man sich aufbauen muss.

Und dann gleich noch Deine zweite Frage hinterher:

> Um die Fläche besser zu nutzen, soll der Keller ausgebaut werden. Wie
> ist es da mit Wärmedämmung, Feuchtigkeitsregulierung etc. bestellt?

Es ist kein Problem, einen Keller mit Wohnraumqualität zu schaffen. Dafür
sollte dann aber schon unter der Bodenplatte eine Dämmlage sein
(Perimeterdämmung) und dann eben auch im Keller schwimmenden Estrich mit
ausreichender Dämmlage. Außerdem genügend Belichtung vorsehen. Und natürlich
eine ausreichende Raumhöhe. Am besten vorher mit der Bauaufsicht sprechen,
damit die Räume kein grünes "u" bekommen.

> Und wie ist es mit dem Schimmel?

Gründlich lüften. Gilt aber für das ganze Haus.

Matthias

--
Matthias Köhler
Film- und Fernsehproduktion
http://www.koehler-film.de

Matthias Koehler

unread,
Jun 25, 2002, 3:35:06 PM6/25/02
to
[Robert:]

> Ich hab schon mit einigen Ytonghaus-Besitzer gesprochen und die meisten haben
> mir abgeraten. Der Hauptgrund ist die große Schallübertragung! Zwar hat Ytong
> einen sehr guten Dämmwert aber wenn im OG jemand etwas lauter die Tür schließt
> hört man es im Keller noch. Also wenn, dann höchstens Ytong als Aussenwand.

Guter Hinweis, ich hatte ganz vergessen, auf das Material Ytong einzugehen.
Gilt natürlich auch für Hebel. Das ist eben ein System, in welchem sich
ziemlich viel Luft befindet. Daher die gute Wärmedämmung und das nicht so
hohe Eigengewicht. Aber für Schallschutz braucht man eben viel Masse.
Schließt sich also beides zunächst mal aus.

Außer bei Blähton, also Liapor. Das ist eine ganz gute Kombination aus
beidem. Beim Beton ist es wieder umgekehrt. Hohe Masse, hohe Festigkeit,
guter Schutz gegen Luftschall. Dafür eben in Sachen Wärmedämmung dumm wie
Stulle. (falsch, eine Stulle gleicher Stärke hätte bessere Werte, so lange
sie nicht verschimmelt ist) :-)))

Von daher sollte sich Philip überlegen, wo er die Schwerpunkte setzt: Ytong
und Hebel sind Systeme, die für Laien ganz gut beherrschbar sind. Er kann
also viel selbst machen, weil die Dinger so maßhaltig sind, dass sie geklebt
werden können. Andere Steine (KSHbl, Poroton, Backstein) müssen eben vom
Profi vermauert werden.

Zu dumm nur, dass sich mein Lieblingsunternehmen im Insolvenzverfahren
befindet, so dass ich mein Vorzugssystem (Liapor-Massivwand-Elemente) nicht
mehr ruhigen Gewissens empfehlen kann... :-((

Es ist eben sehr schwer, die richtige Bauweise zu wählen.

Dirk Salva

unread,
Jun 25, 2002, 3:48:00 PM6/25/02
to
Robert.Hi...@t-online.de (Robert Hiendlmayer) schrieb am 25.06.02:


> bin auch kurz vorm bauen. Ich hab schon mit einigen Ytonghaus-Besitzer
> gesprochen und die meisten haben mir abgeraten. Der Hauptgrund ist die

> grosse Schalluebertragung! Zwar hat Ytong einen sehr guten Daemmwert aber
> wenn im OG jemand etwas lauter die Tuer schliesst hoert man es im Keller
> noch. Also wenn, dann hoechstens Ytong als Aussenwand.

Warum das? Weil aussen keine Tueren zum Knallen im Freien stehen?


ciao, Dirk

--
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nino

unread,
Jun 25, 2002, 5:58:06 PM6/25/02
to
On 25 Jun 2002 09:34:36 -0700, maa...@web.de (Philip Ohdendrumm)
wrote:

Hi,

erst mal ist "Ytong" kein Stein sondern ein Hersteller - und zwar von
Porenbeton. Momentan ist Ytong allerdings dabei, sich ein weit-
gehendes Monopol zu sichern. Der zweite große Porenbetonhersteller
Hebel steht anscheinend kurz vor der Übernahme. Dann gibts noch
Greisel und Porit als Hersteller von Porenbeton

Porenbetonsteine haben den Vorteil einfach zu verarbeiten zu sein
(für Selberbauer), da auch kleine Reststücke gut verwertbar sind zu-
dem ohne großen Verschnitt, allerdings sind die Steine hochporosiert
empfindlich gegen abbrechende Ecken, Kanten - zudem Befestigungen in
der Wand nur mit speziellen Porenbetonschrauben/ - dübel für schwere
Regale möglich/ ratsam. Spezielles Außenputzsystem zudem angeraten
(hochporosierte Steine sind empfindlich (Spannungsrisse durch
Zugkräfte oder natürliches Schwinden der Steine)

Tonziegel als Mauerwerksteine sind für Innenwände am preiswertesten-
und bieten durch das relativ hohe Steingewicht etwas besseren
Schallschutz (Schallschutz hängt vom Steingewicht ab - von jeder Stein
sorte gibts die in verschiedenen Steinrohdichteklassen.

Porosierte Tonziegel als Aussenmauerwerk werden auch fast nur noch
geklebt verarbeitet. Dadurch Schallschutz- und Dichtigkeitsprobleme
durch fehlende Flieseinlagen in den Klebefugen möglich. Da die
Stoßfugen nicht geklebt werden, haben alle Klebesysteme das Problem,
ohne Innen-/ Außenputz nicht ausreichend dicht zu sein (Anforderungen
der ENEV).

Mauerwerkstein erreicht momentan lamda R
0,09 - Tonziegel (T9) sowie Porenbeton Je größer lamda R, desto
schlechter dämmt der Stein gegen Wärme, desto
besser dämmt er gegen Schall (Gewicht nimmt zu).

Dann gibts noch Steine mit Blähtonen oder Bims, wie z.B. Liaplan
(Hersteller) oder Bisotherm (Hersteller). Diese Steine sind durchaus
eine ernstzunehmende Alternative.

Die Bauweise außen Porenbeton (weiß), innen Tonziegel (rot) oder
auch Mischsysteme mit KS (Kalksandstein) haben bei mir persönlich
in keinem Fall zu Problemen geführt :-) Ich kann also diese Ängste
nicht bestätigen ...

Wer Angst vor Schall hat, sollte innen hohe Steinrohdichten als
Zimmer-
trennwände einbauen, oder Gipssteinwände (10 cm starke fertige
Gipssteine).

Die alte Frage. Wie würden Sie bauen, wenn sie jetzt bauen würden,
kann ich wie folgt beantworten:

Zweischalige Wand: innen 50 cm Bruchstein, Kerndämmung 20
cm PU 0,025, außen 30 cm Bruchstein- Sichtmauerwerk :-))

Da ich mir das nicht leisten kann: Liaplan 36,5 cm, lamda R 0,10 ...
Innenwände als HLZ oder auch Liaplan (hängt davon ab, wer wieviel
Rabatt gibt :-))

Und Kalksandstein hab ich vergessen - ist für Außenwände eher in
Verbindung mit Vollwärmeschutzsystemen im Einsatz. Wegen der
relativ hohen Steinrohdichten gut für Schallschutzmaßnahmen geeignet.

Sonst gibt es auch noch verschiedebne Verfüllsysteme (Mörtel als
Füllmasse für aufeinandergesetzte Steine). Davon halte ich weniger
was, gibts mit gebundener Holzwolle und Styropor.

Dann gibt es noch die Möglichkeit mit Lehm zu bauen - oder mit
Naturstein. Beides wegen der ENEV etwas schwierig heutzutage,
abgesehen vom Verabeitungsaufwand.

Über die menschliche Lebenszeit hinaus gesehen, bleibt der einzige
in Jahrhunderten noch ansehliche Baustoff: Holz, Naturstein, Ton-
vollziegel (Klinker) Der Rest wird wohl ungepflegt rasch zerfallen :-)

Gruß

Tobias


Josef Möllers

unread,
Jun 26, 2002, 2:55:18 AM6/26/02
to
Dirk Salva wrote:
>
> Robert.Hi...@t-online.de (Robert Hiendlmayer) schrieb am 25.06.02:
>
> > bin auch kurz vorm bauen. Ich hab schon mit einigen Ytonghaus-Besitzer
> > gesprochen und die meisten haben mir abgeraten. Der Hauptgrund ist die
> > grosse Schalluebertragung! Zwar hat Ytong einen sehr guten Daemmwert aber
> > wenn im OG jemand etwas lauter die Tuer schliesst hoert man es im Keller
> > noch. Also wenn, dann hoechstens Ytong als Aussenwand.
>
> Warum das? Weil aussen keine Tueren zum Knallen im Freien stehen?

LOL!
Nein, ich denke, daß die Schallübertragung durch Fenster die
Schallübertragung durch (dickere) Außenwände übertrifft.

Wir haben Poroton innen. Wenn unsere Tochter in ihrem Zimmer
Hausaufgaben macht, beklagt sich unser Sohn im Zimmer daneben darüber,
daß ihr Füller kratzt.

Poroton außen, KS innen wäre am Besten, meine ich.

Josef
--
Josef Möllers (Pinguinpfleger bei FSC)
If failure had no penalty success would not be a prize
-- T. Pratchett

Klaus Klabisch

unread,
Jun 26, 2002, 5:36:09 AM6/26/02
to
"nino" <ni...@cotse.net> schrieb im Newsbeitrag
news:3d18dbc9...@news.premium-news.de...
>
Hallo Tobias,
selbstverständlich sind Deine hier getroffenen Feststellungen absolut
stichhaltig und lediglich nur eine Klitzekleinigkeit etwas im Ton
gefärbt; somit bedarf 's es -aus meiner Sicht- doch noch folgender
Polemik:


> - und zwar von Porenbeton.

Früher gab es für dieses Material noch die griffige Bezeichnung
Gasbeton. Ich möchte wissen, warum dieser einschlägige Begriff
plötzlich nun "bäh" geworden ist.


> Momentan ist Ytong allerdings dabei, sich ein weitgehendes
> Monopol zu sichern.

Leider nicht nur weitgehend, sondern inzwischen sogar schon
Europa-weit. Es lebe die Monopol-Gesellschaft.


> Porenbetonsteine haben den Vorteil einfach zu verarbeiten zu sein
> (für Selberbauer),

Leicht zu verarbeiten ja, aber auch höchst empfindlich bei
Kerbspannungen, Punktlasten sowie Schwind-und Kriechspannungen.
Insbesondere kann es hier zu wirklich
gravierenden Problemerscheinungen kommen (Rissbildungen),
wenn man nicht sicherstellt kann, dass dieses Zeugs auch wirklich
zuvor ausreichend abgelagert wurde.


> allerdings sind die Steine hochporosiert
> empfindlich gegen abbrechende Ecken, Kanten

Hier sollte jedoch richtiggestellt werden, dass sich diese niedliche
Warnung eben nicht explizit auf die Verarbeitung bezieht, sondern
auf die leider erst späterhin auftretenden Umstände.


> zudem Befestigungen in der Wand nur mit speziellen
> Porenbetonschrauben/ - dübel für schwere
> Regale möglich/ ratsam.

Also, das dürfte mit Sicherheit das kleinste Problem sein -
schließlich gibt es inzwischen für jeden Untergrund einen
Spezialdübel. Sogar für die Anbringung eines Griffs zum Wegwerfen.


> Spezielles Außenputzsystem zudem angeraten
> (hochporosierte Steine sind empfindlich (Spannungsrisse durch
> Zugkräfte oder natürliches Schwinden der Steine)

Die Krux hierbei ist nur, dass dieses Material-typische extreme
Verhalten aus dem Schwind- und Kriechprozess ungewöhnlich lange
anhält (mir sind Fälle bekannt geworden, wo auch noch mehr als 2
Jahre nach Bezug spezielle Schäden auftraten).
Nahezu unvermeidbar erscheinen sogar Schäden am Außenputz zu
sein, wenn hier zu dunkleren Putzfarben gegriffen wurde; hier habe
ich schon großflächíge Außenputz-Brocken in den Händen gehalten,
an denen noch (nahezu unlösbar) mehrere Zentimeter starke
Porenbeton-Wand-Reste klebten.

Ähnliche Schäden konnte ich auch bei mit Fliesen bekleidete
Innenwänden beobachten, wo dann kreuz und quer verlaufende
Risse auch erst nach etwa zwei Jahren in Erscheinung traten.

Ich persönlich lehne das Material Gas/Poren-Beton rundweg für
Wohngebäude ab (mir kommt es noch nicht einmal mehr für das
Ausmauern von Badewannen auf die Baustelle) und seitdem habe
ich auch so gut wie keine Probleme mehr mit Rissbildungen,
Putzabplatzungen und ähnlichen Ärgernissen.


> Tonziegel als Mauerwerksteine sind für Innenwände am
> preiswertesten-
> und bieten durch das relativ hohe Steingewicht etwas besseren
> Schallschutz (Schallschutz hängt vom Steingewicht ab - von jeder
> Stein sorte gibts die in verschiedenen Steinrohdichteklassen.

Nicht unbedingt am preiswertesten, denn schließlich bedürfen diese
ja noch einen beidseitigen Verputz und liegen damit schon etwas
über die Gestehungskosten gleichstarker Gips-Platten-Wände.
Aber m. E. bieten sie eben immer noch das mit Abstand
angenehmste Wohnklima - ganz egal, was hier jeder für sich
darunter auch verstehen mag.


> Porosierte Tonziegel als Aussenmauerwerk werden auch fast nur
> noch geklebt verarbeitet. Dadurch Schallschutz- und
> Dichtigkeitsprobleme durch fehlende Flieseinlagen in den
> Klebefugen möglich. Da die Stoßfugen nicht geklebt werden,
> haben alle Klebesysteme das Problem, ohne Innen-/ Außenputz
> nicht ausreichend dicht zu sein (Anforderungen der ENEV).


Also, bei allen unbestrittenen Vorteile für diese wunderschönen
Tonziegel-Wände, aber ohne Innen- und Außenputz werden eben
solche wohl auch bei reinen Puristen nicht stehen bleiben. Was soll
also diese Null-Aussage bezüglich angeblich ungenügender
Dichtigkeiten?
Oder beschwerst Du Dich auch über die Rostanfälligkeit
Deines VW-Lupo vor der Werkslackierung?


> Dann gibts noch Steine mit Blähtonen oder Bims, wie z.B. Liaplan
> (Hersteller) oder Bisotherm (Hersteller). Diese Steine sind
> durchaus eine ernstzunehmende Alternative.

Ich weiß ja, dass jeder von uns so seine Lieblings-Materialien hat.
Auch ich bin gegen so eine (subjektive?) Meinung nicht gefeit. Aber
nach Abwägung aller Vor- und Nachteile betrachte ich -unter 'm
Strich gesehen- den Edelbims-Stein (z. B. von Bisotherm) nach wie
vor als optimalste Lösung; nur schade, dass dieser nicht mehr als
Vollmassiv-Stein (also ohne Kammern) angeboten wird.


> Wer Angst vor Schall hat, sollte innen hohe Steinrohdichten als

> Zimmertrennwände einbauen, oder Gipssteinwände (10 cm starke
> fertige Gipssteine).

Hier sollte natürlich nicht verschwiegen werden, dass dies nur die
halbe Wahrheit ist, denn die Kette ist natürlich nur so stark wie das
schwächste Glied. Und im gegebenen Falle sind dies immer
noch die sog. Schall-Nebenwege.

Richtig muss es also heißen:
Wer Angst (?) vor Schall hat muss halt ein paar T€uro mehr für
ordentliche Türen ausgeben.


> Und Kalksandstein hab ich vergessen - ist für Außenwände eher in
> Verbindung mit Vollwärmeschutzsystemen im Einsatz.

Ich halte die irreführende -und wohl auch von der Kunststoffindustrie
geprägte- Bezeichnung "Vollwärmeschutz" für lachhaft und zudem
eines Fachmann unwürdig. Wenn einem schon kein besserer Begriff
für eine solche Styropor-Verschachtelung einfällt, so sollte man
(n)/frau sich wenigstens auf den eingeführten Begriff "Thermohaut"
für das gar scheußliche Zeugs einigen.

Aber apropos Kalksandstein: Für Bauherren mit einem ausreichend
gefüllten Geldbeutel könnte ich mir durchaus eine reine
KS-Stein-Fassade -als Sichtmauerwerk- vorstellen. Und als sog.
Kerndämmung ist auch so ziemlich jedes Material deutlich besser
aufgehoben als von außen auf die Wand geklatscht
(Entschuldigung, hier stehe ich - ich kann nicht anders).


> was, gibts mit gebundener Holzwolle und Styropor.

> Gruß
> Tobias

Vorsicht, vorsicht Freunde vor Sauerkraut-Platten auf einer
bewitterten Fassade. Ich habe immer noch ein Gerichtsurteil in
Erinnerung, wo eben eine solche Bauweise zur Verurteilung und
Haftung des Architekten geführt hat (im Bedarfsfalle kann ich hierzu
näheres gerne mitteilen).

PS. Vor einiger Zeit wurden von der Fa. KLB Bims-Steinsysteme als
reines Trockenmauerwerk für kleinere Wohngebäude angeboten,
die gänzlich ohne Mörtel-Fugen auskommen (also weder Stoß- noch
Lagerfugen) und angeblich auch eine entsprechende Zulassung
erhielten. Seinerzeit wurden auch nach meinem Informationsstand
sogar einige Musterobjekte errichtet. Hat einer von Euch
diesbezügliche Erfahrungen mit dieser Bauweise vorzuweisen?
--
Viele Grüße aus der Pfalz
Klaus Klabisch

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Ron Sommer abgelöst werden
sollte.

Stefan Blümel

unread,
Jun 26, 2002, 6:42:29 AM6/26/02
to
> Früher gab es für dieses Material noch die griffige Bezeichnung
> Gasbeton. Ich möchte wissen, warum dieser einschlägige Begriff
> plötzlich nun "bäh" geworden ist.

Gas klingt (in mancher Ohren) irgendwie belastet

> Leicht zu verarbeiten ja, aber auch höchst empfindlich bei
> Kerbspannungen, Punktlasten sowie Schwind-und Kriechspannungen.
> Insbesondere kann es hier zu wirklich
> gravierenden Problemerscheinungen kommen (Rissbildungen),
> wenn man nicht sicherstellt kann, dass dieses Zeugs auch wirklich
> zuvor ausreichend abgelagert wurde.

und dann kommt da noch das Problem der Feuchteaufnahme
vor/während/nach dem Einbau dazu.
Allein Regen beim Abladen des Lkw sorgt noch jahrelang
für Freude (Ausblühungen auf Raumseite unter Flachdach).

> Ich persönlich lehne das Material Gas/Poren-Beton rundweg für
> Wohngebäude ab (mir kommt es noch nicht einmal mehr für das

warum diese unnötige Einschränkung?
Auch im Gewerbebau ein problematischer Baustoff,
Stichwort Massivdach...

> Ich halte die irreführende -und wohl auch von der Kunststoffindustrie
> geprägte- Bezeichnung "Vollwärmeschutz" für lachhaft und zudem
> eines Fachmann unwürdig. Wenn einem schon kein besserer Begriff
> für eine solche Styropor-Verschachtelung einfällt, so sollte man
> (n)/frau sich wenigstens auf den eingeführten Begriff "Thermohaut"
> für das gar scheußliche Zeugs einigen.

warum nicht WDVS

> Aber apropos Kalksandstein: Für Bauherren mit einem ausreichend
> gefüllten Geldbeutel könnte ich mir durchaus eine reine
> KS-Stein-Fassade -als Sichtmauerwerk- vorstellen. Und als sog.

passt nur nicht überall hin (sitze gerade an einem Bayer. PC ;-)

Stefan Blümel


nino

unread,
Jun 26, 2002, 6:45:07 AM6/26/02
to
On Wed, 26 Jun 2002 11:36:09 +0200, "Klaus Klabisch"
<k_kla...@hotmail.com> wrote:

Hi Klaus,

>Früher gab es für dieses Material noch die griffige Bezeichnung
>Gasbeton. Ich möchte wissen, warum dieser einschlägige Begriff
>plötzlich nun "bäh" geworden ist.

Aus ökologischen Gründen wurde der Nahme geändert :-)
Auch die Porenbetonmarketingabteilung lernt von der
Politik :-))

>Leider nicht nur weitgehend, sondern inzwischen sogar schon
>Europa-weit. Es lebe die Monopol-Gesellschaft.

Wohl war ..

>Hier sollte jedoch richtiggestellt werden, dass sich diese niedliche
>Warnung eben nicht explizit auf die Verarbeitung bezieht, sondern
>auf die leider erst späterhin auftretenden Umstände.

Hat sich einiges getan, in Bezug auf Schwindreduzierung.

>Die Krux hierbei ist nur, dass dieses Material-typische extreme
>Verhalten aus dem Schwind- und Kriechprozess ungewöhnlich lange
>anhält (mir sind Fälle bekannt geworden, wo auch noch mehr als 2
>Jahre nach Bezug spezielle Schäden auftraten).
>Nahezu unvermeidbar erscheinen sogar Schäden am Außenputz zu
>sein, wenn hier zu dunkleren Putzfarben gegriffen wurde; hier habe
>ich schon großflächíge Außenputz-Brocken in den Händen gehalten,
>an denen noch (nahezu unlösbar) mehrere Zentimeter starke
>Porenbeton-Wand-Reste klebten.

Kann ich nicht betätigen - mit ca. 50 schadensfreien Porenbetonbauten
...

>Ähnliche Schäden konnte ich auch bei mit Fliesen bekleidete
>Innenwänden beobachten, wo dann kreuz und quer verlaufende
>Risse auch erst nach etwa zwei Jahren in Erscheinung traten.

>Ich persönlich lehne das Material Gas/Poren-Beton rundweg für
>Wohngebäude ab (mir kommt es noch nicht einmal mehr für das
>Ausmauern von Badewannen auf die Baustelle) und seitdem habe
>ich auch so gut wie keine Probleme mehr mit Rissbildungen,
>Putzabplatzungen und ähnlichen Ärgernissen.

>Also, bei allen unbestrittenen Vorteile für diese wunderschönen


>Tonziegel-Wände, aber ohne Innen- und Außenputz werden eben
>solche wohl auch bei reinen Puristen nicht stehen bleiben. Was soll
>also diese Null-Aussage bezüglich angeblich ungenügender
>Dichtigkeiten?
>Oder beschwerst Du Dich auch über die Rostanfälligkeit
>Deines VW-Lupo vor der Werkslackierung?

Diese Nullaussage soll heißen, dass hinter Vormauerschalen auch
verputz werden sollte, dass der Innenputz bis Boden zu führen
ist (oftmals immer noch unüblich, da früher Putz wegen Feuchte
nicht bis Boden geführt wurde)

>Ich weiß ja, dass jeder von uns so seine Lieblings-Materialien hat.
>Auch ich bin gegen so eine (subjektive?) Meinung nicht gefeit. Aber
>nach Abwägung aller Vor- und Nachteile betrachte ich -unter 'm
>Strich gesehen- den Edelbims-Stein (z. B. von Bisotherm) nach wie
>vor als optimalste Lösung; nur schade, dass dieser nicht mehr als
>Vollmassiv-Stein (also ohne Kammern) angeboten wird.

Bzw. mit PS-Füllung meist inzwischen ...

>Hier sollte natürlich nicht verschwiegen werden, dass dies nur die
>halbe Wahrheit ist, denn die Kette ist natürlich nur so stark wie das
>schwächste Glied. Und im gegebenen Falle sind dies immer
>noch die sog. Schall-Nebenwege.

Jo, aber ich schreibe einen Beitrag - und kein Fachbuch :-)

>Richtig muss es also heißen:
>Wer Angst (?) vor Schall hat muss halt ein paar T¤uro mehr für
>ordentliche Türen ausgeben.

>Ich halte die irreführende -und wohl auch von der Kunststoffindustrie


>geprägte- Bezeichnung "Vollwärmeschutz" für lachhaft und zudem
>eines Fachmann unwürdig. Wenn einem schon kein besserer Begriff
>für eine solche Styropor-Verschachtelung einfällt, so sollte man
>(n)/frau sich wenigstens auf den eingeführten Begriff "Thermohaut"
>für das gar scheußliche Zeugs einigen.

Über Begriffe kann man streiten :-) Für mich ist es Vollwärmeschutz
:-))

>Aber apropos Kalksandstein: Für Bauherren mit einem ausreichend
>gefüllten Geldbeutel könnte ich mir durchaus eine reine
>KS-Stein-Fassade -als Sichtmauerwerk- vorstellen. Und als sog.
>Kerndämmung ist auch so ziemlich jedes Material deutlich besser
>aufgehoben als von außen auf die Wand geklatscht
>(Entschuldigung, hier stehe ich - ich kann nicht anders).

Stimmt, kostet nicht mal soviel mehr, sofern der Bauunternehmer
jemanden hat, der noch Sichtmauerwerk herstellen kann ..

>> was, gibts mit gebundener Holzwolle und Styropor.

>Vorsicht, vorsicht Freunde vor Sauerkraut-Platten auf einer


>bewitterten Fassade. Ich habe immer noch ein Gerichtsurteil in
>Erinnerung, wo eben eine solche Bauweise zur Verurteilung und
>Haftung des Architekten geführt hat (im Bedarfsfalle kann ich hierzu
>näheres gerne mitteilen).

Richtig, dehnt sich bei Feuchteaufnahme aus - und schrumpft dann
nach dem Verputzen ... daher nur mit vollflächiger Gewebeauflage.

>PS. Vor einiger Zeit wurden von der Fa. KLB Bims-Steinsysteme als
>reines Trockenmauerwerk für kleinere Wohngebäude angeboten,
>die gänzlich ohne Mörtel-Fugen auskommen (also weder Stoß- noch
>Lagerfugen) und angeblich auch eine entsprechende Zulassung
>erhielten. Seinerzeit wurden auch nach meinem Informationsstand
>sogar einige Musterobjekte errichtet. Hat einer von Euch
>diesbezügliche Erfahrungen mit dieser Bauweise vorzuweisen?

Leider nein ...

Gruß

Tobias

Klaus Klabisch

unread,
Jun 26, 2002, 10:37:00 AM6/26/02
to
"nino" <ni...@cotse.net> schrieb im Newsbeitrag
news:3d199798....@news.premium-news.de...

>
> > > was, gibts mit gebundener Holzwolle und Styropor.
>
> > Vorsicht, vorsicht Freunde vor Sauerkraut-Platten auf einer
> > bewitterten Fassade. Ich habe immer noch ein Gerichtsurteil in
> > Erinnerung, wo eben eine solche Bauweise zur Verurteilung und
> > Haftung des Architekten geführt hat (im Bedarfsfalle kann ich
> > hierzu näheres gerne mitteilen).
>
> Richtig, dehnt sich bei Feuchteaufnahme aus - und schrumpft dann
> nach dem Verputzen ... daher nur mit vollflächiger Gewebeauflage.
>
> Gruß
> Tobias


Nein, falsch.
Ob mit oder mit ohne einer vollflächiger Gewebeüberspannung,
denn das höchstrichterliche Urteil (bzgl. Fassaden-Ausbildung der
Kurpfalzschule in Wachenheim/Pfalz) bezieht sich auf die (trotz
Magnesit-Überzug) relativ quellfreudigen Holzfasern-Anteile der
Heraklith/Heratekta/Hera-Sauerkraut-Platten.

Bekanntlich ist auch der beste Außenputz nicht wasserdicht, sondern
nur mehr oder weniger Regen-abweisend. Und wenn eben der
Schlagregen den Untergrund zum Quellen bringt, so hält auch das
beste Gewebe nicht mehr die Putzfassade zusammen. Exakt diesen
Umstand hat der Richter -mit Hilfe einer Reihe von Gutachtern-
herausgefunden und das verantwortliche Architekturbüro F.&H. zum
Schadenersatz verknackt.
Schlicht und einfach - da hilft auch kein ach so schönes
Halte-mich-zusammen-Gewebe mehr.

Sicher, die Leute mussten nicht selbst bezahlen, schließlich waren
sie ausreichend versichert. Aber die Versicherungs-Prämie hat dann
anschließend -wie mir erzählt wurde- einen deutlichen Hüpfer nach
oben gemacht und über die Jahre kommt ja so einiges zusammen.

Also, warum soll man sich eine Gewebe-armierte Laus in den Pelz
setzen wenn es auch anders geht.

Ich verwende das Zeugs noch nicht einmal mehr als
Fertig-Rolladen-Kasten; auch da gibt es zwischenzeitlich wunderschöne
Massiv-Kästen aus Ziegelsplitt und Bims - für eine Handvoll mehr an €.
Aber spätestens wenn die Hausfrau/mann den Rolladen an die
Putzabschlussschiene knallen lässt und der Außenputz trotzdem nicht
reißt oder gar abplatzt, hat sich diese geringe Mehrinvestition
wieder ausbezahlt.

PS. Zwischenzeitlich habe ich eine umfangreiche Sammlung von
problematischen (Bau-) Materialien und (Bau-) Konstruktionen angelegt.
Dieses Schwarz-Buch hat auch Eingang gefunden in das von mir
verbrochene Qualtätssicherungs-Handbuch. Selbstverständlich haben auch
die in diesem Thread gefallenen Begriffe wie Sauerkraut und Gasbeton
einen würdigen Ehrenplatz darin gefunden. Über die sonstigen
Materialien, die besser nie erfunden worden wären und die die Welt
nicht braucht, können wir uns ja demnächst noch näher unterhalten. :-)

nino

unread,
Jun 26, 2002, 12:00:10 PM6/26/02
to
On Wed, 26 Jun 2002 16:37:00 +0200, "Klaus Klabisch"
<k_kla...@hotmail.com> wrote:

Hi Klaus,

>Ob mit oder mit ohne einer vollflächiger Gewebeüberspannung,


>denn das höchstrichterliche Urteil (bzgl. Fassaden-Ausbildung der
>Kurpfalzschule in Wachenheim/Pfalz) bezieht sich auf die (trotz
>Magnesit-Überzug) relativ quellfreudigen Holzfasern-Anteile der
>Heraklith/Heratekta/Hera-Sauerkraut-Platten.
>
>Bekanntlich ist auch der beste Außenputz nicht wasserdicht, sondern
>nur mehr oder weniger Regen-abweisend. Und wenn eben der
>Schlagregen den Untergrund zum Quellen bringt, so hält auch das
>beste Gewebe nicht mehr die Putzfassade zusammen. Exakt diesen
>Umstand hat der Richter -mit Hilfe einer Reihe von Gutachtern-
>herausgefunden und das verantwortliche Architekturbüro F.&H. zum
>Schadenersatz verknackt.
>Schlicht und einfach - da hilft auch kein ach so schönes
>Halte-mich-zusammen-Gewebe mehr.

Zum Glück hab ich seit meinem ersten Bau kein Sauerkraut mehr
außen verbaut. Damals war es eine Balkonunterseite - und der Gipser
hatte gar arg gejammert :-)

>Ich verwende das Zeugs noch nicht einmal mehr als
>Fertig-Rolladen-Kasten; auch da gibt es zwischenzeitlich wunderschöne
>Massiv-Kästen aus Ziegelsplitt und Bims - für eine Handvoll mehr an ¤.
>Aber spätestens wenn die Hausfrau/mann den Rolladen an die
>Putzabschlussschiene knallen lässt und der Außenputz trotzdem nicht
>reißt oder gar abplatzt, hat sich diese geringe Mehrinvestition
>wieder ausbezahlt.

Der Zug mit den Rolladekästen ist wohl eh abgefahren, ausser man nimmt
die teueren winddichten, allerdings gabs bei den Krautkästen auch
keine Schäden (bei mir) ... zur Not halt einen 30 er in die 36 er Wand
einbauen und ausserndas PS-Hartschaumgefummel drüberführen ... :-)

>PS. Zwischenzeitlich habe ich eine umfangreiche Sammlung von
>problematischen (Bau-) Materialien und (Bau-) Konstruktionen angelegt.
>Dieses Schwarz-Buch hat auch Eingang gefunden in das von mir
>verbrochene Qualtätssicherungs-Handbuch. Selbstverständlich haben auch
>die in diesem Thread gefallenen Begriffe wie Sauerkraut und Gasbeton
>einen würdigen Ehrenplatz darin gefunden. Über die sonstigen
>Materialien, die besser nie erfunden worden wären und die die Welt
>nicht braucht, können wir uns ja demnächst noch näher unterhalten. :-)

Sauerkraut ist sicher problematisch, (Gas)Porenbeton wohl inzwischen
weniger wegen der darauf angepassten Putzsysteme. Aber mit den
erhöhten Anforderungen an den Wärmeschutz sind so ziemlich alle
Aussenwandmauersteine oder Systeme erheblich anfälliger als die
einstigen :-) Abgesehen vielleicht von Mauersteinen auf Blähton- oder
Bimsbasis. Aber da klebt auch meist inzwischen Styropor/ gleichwertig
drin, quasi als Dämmhülle im Stein.

Natürlich kann man sich jetzt wieder streiten, ob da inzwischen nicht
doch das Material allgemein nicht mehr den gesetzten Anforderungen
genügt, genügen kann, bzw. zu schadensanfällig wird. Auch die
porosierten Tonziegel zerspringen inzwischen förmlich, schaut man sie
schief an (ab z.B. T14, abgesehen T9 (der sich erst noch bewähren muß,
da die Perlitfüllung ja auch hydrophobiert werden mußte))

Ich betrachte diese Entwicklung auch mit einem weinenden Auge- und
irgendwie bin ich froh, dass mein Haus aus 55 cm Bruchsteinwänden
besteht :-) Das schaut auch ohne Verputz nett aus, ist zwar
wärmeschutztechnisch eine Niete, dafür steht es wohl auch noch in
100 Jahren ganz gut da ...

Tja, es leben zwei Teufel in meiner Brust - und noch ein paar mehr.
Was soll ich sagen? Was willste noch verbauen? Es ist so ziemlich
alles Neuland ohne wirkliche Langzeiterfahrung ... und um auf den
Hamburger Klaus zurückzukommen, sicher ein ziemlicher Berg
Abfall in der Zukunft...

jedenfalls werde ich demnächst für die neue Fenstertüre einen
alten Eichenholzbalken als Sturz einziehen (ganz entgegen aller
Lehrmeinung :-), nicht nur weil der gratis ist, sondern weil das dort
oftmals so gemacht wurde - und sich langfristig bewährt hat :-).

Während alles Nadelzeugs von den Würmern zernagt wird, neigt
die Eiche doch eher dazu es dem Stein gleichzutun - und an Ort und
Stelle zu versteinern (aus den alten Balken kriegste nicht mal mehr
die alten Nägel raus (quasi eingesteinert :-) ).

Aber ich kann auch mit Einfachverglasung und undichten Fenstern leben,
nur das darf man halt hier nicht - und sowas darf ich auch keinem
Kunden antun :-)

Gruß

Tobias

Michael Trenkel

unread,
Jun 26, 2002, 12:48:54 PM6/26/02
to
"Klaus Klabisch" <k_kla...@hotmail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:afc1vt$clpiq$1...@ID-74936.news.dfncis.de...

Hallo Klaus,

> PS. Vor einiger Zeit wurden von der Fa. KLB Bims-Steinsysteme als
> reines Trockenmauerwerk für kleinere Wohngebäude angeboten,
> die gänzlich ohne Mörtel-Fugen auskommen (also weder Stoß- noch
> Lagerfugen) und angeblich auch eine entsprechende Zulassung
> erhielten. Seinerzeit wurden auch nach meinem Informationsstand
> sogar einige Musterobjekte errichtet. Hat einer von Euch
> diesbezügliche Erfahrungen mit dieser Bauweise vorzuweisen?

Wir haben unser neues Haus mit Bimsstein gebaut (neue Nut u. Feder
Version) und sind *sehr* zufrieden damit. Der Schallschutz ist
bedeutend(!!!) besser als Bei YTONG die Wärmedämmung bei gleicher Stärke
quasi identisch. Weitere Infos "unserer" Steine gibt's hier:
http://www.ruenz-hoffend.de

Viele Grüße
Michael

--
Handwerk statt Fliessband! http://www.wien-innovation.de
(Bin nur begeisterter Kunde, erhalte keine Provision!)


Michael Trenkel

unread,
Jun 26, 2002, 12:53:00 PM6/26/02
to
"Philip Ohdendrumm" <maa...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:43ed789c.02062...@posting.google.com...

Hallo,

> und das könne später zu Bauschäden, wie Rissen führen. Ich will mit
> Ziegeln bauen und die Innenwände aus Ytong. Ist das ein Problem?

Nimm Bimsstein! Da hast Du das Beste aus beiden Welten, aber ohne die
systembedingten Nachteile obiger Steine (siehe dazu auch mein Posting
weiter unten und folgenden Link: http://www.ruenz-hoffend.de)!

PS: Du kannst selbst den Keller aus diesen Steinen erstellen, je nach
Grundwassersituation ist natürlich eine schwarze Wanne ratsam.

Ernst

unread,
Jun 26, 2002, 1:32:53 PM6/26/02
to
Ich habe zwischen 1980 und 1983 nach langem Abwägen zwischen
verschiedenen Wandbaustoffen Porotonziegel, 36,5cm dick verwendet.
Damals gab's noch nicht die maßgenauen und mit Zickzackstoßfugensteine
von heute. Ich habe als bis dahin kompletter Laie das ganze grosse
Haus, zwei Stockwerke, damit gemauert, mit Leichtmauermörtel. Ist sehr
gut geworden, ich hab's bis heute (vor allem aus Geldmangel) noch
nicht verputzt, sieht aber trotzdem gut aus und hat noch immer
keinerlei Schäden irgendwelcher Art. Ich würd' zweifellos nochmal
diese Großblockziegel nehmen. Innenwände hab ich aus den üblichen 11,5
er und 24 er Ziegelsteinen gemauert.
Wenn du mehr wissen willst oder auch ein Photo kriegen willst, dann
schick mir ne Mail.
Gruß, Ernst.

Klaus Klabisch

unread,
Jun 26, 2002, 1:40:48 PM6/26/02
to
"nino" <ni...@cotse.net> schrieb im Newsbeitrag
news:3d19db98....@news.premium-news.de...

>
> Aber ich kann auch mit Einfachverglasung und undichten Fenstern
> leben, nur das darf man halt hier nicht - und sowas darf ich auch
> keinem Kunden antun :-)
>
> Gruß
> Tobias


Also "keinem" wäre in meinem Falle exakt einer zuviel.

Irgendwo im Norden gibt es einen Herrn V., der ein wunderschönes
Wasserschloss bewohnt und auch sonst alte Häuser liebt.
Seine Vorfahren stammen aus Neustadt/Weinstr. und es ist immer noch
eine starke Verwurzelung bei ihm gegeben.

So kauft er auch ab und an heruntergekommene oder gar zerfallene
Fachwerkhäuser und saniert diese unter strikter Einhaltung aller
damaligen Materialien und Bauweisen. Da werden wirklich noch alle
Holzverbindungen verzapft oder als Verblattung ausgeführt, unter
Verwendung der damals gebräuchlichen (aber nachgefertigten)
Holznägeln. Da darf noch nicht einmal im zugeputzten Bereich mit
HVV-Verbindungen gearbeitet werden.

So weit zur Vorgeschichte.

Dieser Herr V. hatte auch noch hier ein Elternhaus stehen, welches
im letzten Weltkrieg zerbombt, anschließend so auf die Schnelle und
nach rein ökonomischen Gesichtspunkten, wieder aufgebaut wurde.
Pläne von diesem Anwesen gab es zwar keine mehr, jedoch eine ganze
Menge an alten Fotos und nach diesen wurden dann -so
originalgetreu wie möglich- Zeichnungen angefertigt.

Das Haus selbst wurde bis auf die Fundamente abgetragen, diese nach
den Erfordernissen neu mit Klinkersteinen (nein, kein Beton) gemauert,
bzw. ergänzt und anschließend mit den damals gebräuchlichen
Materialien neu errichtet.

Nun gab es ja inzwischen die sog. Wärmeschutzverordnung (in der
ersten, noch nicht novellierten Version); aber hier konnte man die
Umfassungswände noch so hinrechnen (nach dem Motto: 3 m dicke
Wärmedämmung für das Dach und dafür entsprechende
Abminderungen an den Lambda-Werten bei der Außenwand).

Probleme bereiteten hier nur die Fenster, denn Herr V. weigerte sich
entschieden, Isoliergläser einzusetzen (....gab es damals auch nicht
und wenn die Scheiß-Ami-Bomber nicht das Haus zerschmissen
hätten, so würden auch noch die alten Fenster bestehen, Basta).
Es kam wie es kommen musste; es wurden in die teuren
Eichenholz-Sprossenfenster ganz ordinäre 4/4 Einfachverglasungen
eingekittet und Herr V. hat halt auch keine Gebrauchabnahme
bekommen; was soll 's.

Die Mieter wurden auf diese (und eine Vielzahl ähnlicher) Umstände
hingewiesen und waren es auch zufrieden; sogar trotz einer
vergleichsweise empfindlich hohen Miete.

Und der eigentliche Treppenwitz daran ergibt sich aus der Tatsache,
dass aufgrund späterer Vergleiche, mit nach dem Styropor-Gesetz
nahezu totgedämmten Häusern, absolut kein merkantiler
Energie-Mehrverbrauch festzustellen war.

Auch solche Kunden wie der Herr V. haben mich in meinem Berufsgebaren
geprägt:
Wenn man etwas für Richtig erkannt hat, so muss man es, konsequenter
Weise, einfach auch entsprechend realisieren.

PS. Genanntes Haus steht in 67433 Neustadt/Weinstr. (in der
verlängerten Rathausstr.) und kann dort besichtigt werden. Die
genaue Bauzeit steht auf einem an der Fassade angebrachten Schild; ich
glaube es war so etwa 1985.

nino

unread,
Jun 26, 2002, 2:27:19 PM6/26/02
to
On Wed, 26 Jun 2002 19:40:48 +0200, "Klaus Klabisch"
<k_kla...@hotmail.com> wrote:

Hi Klaus,

>So kauft er auch ab und an heruntergekommene oder gar zerfallene


>Fachwerkhäuser und saniert diese unter strikter Einhaltung aller
>damaligen Materialien und Bauweisen. Da werden wirklich noch alle
>Holzverbindungen verzapft oder als Verblattung ausgeführt, unter
>Verwendung der damals gebräuchlichen (aber nachgefertigten)
>Holznägeln. Da darf noch nicht einmal im zugeputzten Bereich mit
>HVV-Verbindungen gearbeitet werden.

>Dieser Herr V. hatte auch noch hier ein Elternhaus stehen, welches


>im letzten Weltkrieg zerbombt, anschließend so auf die Schnelle und
>nach rein ökonomischen Gesichtspunkten, wieder aufgebaut wurde.
>Pläne von diesem Anwesen gab es zwar keine mehr, jedoch eine ganze
>Menge an alten Fotos und nach diesen wurden dann -so
>originalgetreu wie möglich- Zeichnungen angefertigt.

Kann ich gut verstehen :-)

Vielleicht werde ich senil, aber je mehr ich mich wieder auf die
Denkmalpflege zurückbesinne, desto offenbarer wird auch,
dass man mit wenigen Materialien ziemlich alles machen kann.

Natürlich werde ich jetzt meine Kunden nicht überreden, ihren
Putz selber anzumischen, oder ihre Wandfarbe - aber ich werde
es mal teilweise selber so machen - und schauen was dabei
rauskommt :-)

>Auch solche Kunden wie der Herr V. haben mich in meinem Berufsgebaren
>geprägt:
>Wenn man etwas für Richtig erkannt hat, so muss man es, konsequenter
>Weise, einfach auch entsprechend realisieren.

Es gibt halt auch diverse Nachteile, z.B. die aufsteigende
Feuchtigkeit. Vor ein paar Jahren hatte es sich ergeben, dass ich für
einen Bekannten Unmengen an alten Hütten besichtigt hatte.

Gemauerte Keller waren immer feucht. Bei einem Haus aus den 30er-
Jahren war dann auf halber Höhe des Kellermauerwerks eine Bitumenpappe
eingezogen (horizontal). Erstaunlich der Effekt. Unter der Pappe war
das Mauerwerk feucht und schimmelig, darüber total trocken.

So haben kleine Verbesserungen oft gewaltige Wirkung.

Dies mag nur als Beispiel dafür gelten, dass ich zu keinem der Extreme
neigen möchte, eher dazu, die sinnvolle Lösung zu finden.

Durch die intensive Gebäudenutzung (jede Ecke wird ausgebaut),
kommt man um "High-Tech-Baustoffe" nicht herum. Natürlich ist
es besser, ein DG z.B. nicht auszubauen - und die Ziegel von innen
offen sichtbar zu lassen (kein Dach ist wartungsfreundlicher, als das
an dem ich einen kaputten Ziegel einfach von innen rausziehen und
ersetzen kann).

Nur geben das die meisten Bebauungspläne in Verbindung mit den
Grundstückspreisen (Zwang zur äußersten Nutzungsmöglichkeit)
nicht mehr her.

Auch ist der reine Lagerkeller in der Regel Vergangenheit. Auch wenn
nicht, jede feuchte Stelle ein Haftungsgrund, d.h. auch der reine
Lagerkeller mündet im Rheintal meist in einer (wenn auch nicht ganz
so hochwertigen "fast weißen" Wanne.

Allerdings ist auch bei der Altbausanierung zu beachten, dass
Verbesserungen richtig ausgeführt werden. So hat z.B. in der Denkmal-
pflege eine Bitumenpappe unter dem unteren Rähm bei Fachwerkbauten
meist zu einer Verschlimmerung geführt (schnelles Wegfaulen des
Rähms), weil an der Fassade ablaufendes Wasser sich auf der Bitumen-
pappe staute - und dieser Effekt schadensträchtiger war, wie die
kapilar durch das Fundament aufsteigende Feuchte.

Es gibt halt keine Patentrezepte :-) Aber sicherlich die im Einzelfall
sinnvolle Lösung. Nur braucht es dazu wohl mehr Erfahrung, als ein
Leben hergibt :-))

So wird alles bleinben wie es ist, ob alt oder neu, nicht perfekt :-)

Gruß

Tobias


Thorwald Brandwein

unread,
Jun 26, 2002, 8:00:49 PM6/26/02
to
Klaus Klabisch <k_kla...@hotmail.com> schrieb:

> Früher gab es für dieses Material noch die griffige Bezeichnung
> Gasbeton. Ich möchte wissen, warum dieser einschlägige Begriff
> plötzlich nun "bäh" geworden ist.

Sowas nennt man "Verkaufsstrategie" :-)

> Leider nicht nur weitgehend, sondern inzwischen sogar schon
> Europa-weit. Es lebe die Monopol-Gesellschaft.

(Folgendes OT ist unpersönlich - aber mitleidvoll, und hämisch bis
schadenfroh im Sinne von "Ich hab nicht dran geglaubt".
Du meintest: "Es lebe die Monopolgesellschaft der (Klein)Aktionäre" - jeder
profitiert von der eigenen Ausbeutung?)

> Leicht zu verarbeiten ja, aber auch höchst empfindlich bei
> Kerbspannungen, Punktlasten sowie Schwind-und Kriechspannungen.
> Insbesondere kann es hier zu wirklich
> gravierenden Problemerscheinungen kommen (Rissbildungen),
> wenn man nicht sicherstellt kann, dass dieses Zeugs auch wirklich
> zuvor ausreichend abgelagert wurde.

Wobei ich darauf hinweisen möchte, dass sich das Problem ebenso wie der
schlechte Shallschutz mit steigender Dichte relativiert - allerdings auch
die Vorzüge.

> Also, das dürfte mit Sicherheit das kleinste Problem sein -
> schließlich gibt es inzwischen für jeden Untergrund einen
> Spezialdübel. Sogar für die Anbringung eines Griffs zum Wegwerfen.

Mit Gasbetondübeln (auch solchen, die selbst im leichtesten Stein kaum wie
vorgesehen verwendbar waren(sind)), kann man offenbar gutes Geld verdienen.
Als Praktiker kommt man schnell auf den Trichter, dass ausgerechnet diese,
wo Gas- oder Porenbeton draufsteht, nur bedingt geeignet sind - schon
allein aufgrund ihrer Länge, bzw. Kürze und dem Spreizdruckprinzip. Eine
2 - 3 x so lange (Spax)Schraube (ggf. mit halbem Durchmesser vorgebohrt)
erreicht ohne Dübel offenbar höhere Auszugsfestigkeiten in Porenbeton als
eine Verankerung mit manchen systemkonformen Dübeln. Oberndrein
funktioniert das Universalrezept: Reinigen und kleben - im Extrem Regale
aufstellen (Vertikallasten über Schienen/Ständer ableiten)

> Nahezu unvermeidbar erscheinen sogar Schäden am Außenputz zu
> sein, wenn hier zu dunkleren Putzfarben gegriffen wurde; hier habe
> ich schon großflächíge Außenputz-Brocken in den Händen gehalten,
> an denen noch (nahezu unlösbar) mehrere Zentimeter starke
> Porenbeton-Wand-Reste klebten.

Das Schicksal dunkler Putzfassaden wird in diesem Fall von der
Wärmeleitfähigkeit des Untergrundes negativ beeinträchtigt. Es kommt zu
thermisch bedingten Spannungen zwischen den Baustoffen. Übrigens auch ein
Problem der "Thermohäute", die ich lieber WDVS nenne. Hier äußert sich das
Problem allerdings nicht durch Abplatzung, sondern durch Rissbildung, gerne
auch zwischen hellen und dunklen oder besonnten und dauerbeschatteten
Fassadenbereichen.

> Ich halte die irreführende -und wohl auch von der Kunststoffindustrie
> geprägte- Bezeichnung "Vollwärmeschutz" für lachhaft und zudem
> eines Fachmann unwürdig. Wenn einem schon kein besserer Begriff
> für eine solche Styropor-Verschachtelung einfällt, so sollte man
> (n)/frau sich wenigstens auf den eingeführten Begriff "Thermohaut"
> für das gar scheußliche Zeugs einigen.

Ich nenn's WDVS, weil mir das neutral und stimmig vorkommt. Die Elastizität
einer Haut hat das Zeug jedenfalls nicht - und schon garnicht regeneriert
es sich :-)

> Aber apropos Kalksandstein: Für Bauherren mit einem ausreichend
> gefüllten Geldbeutel könnte ich mir durchaus eine reine
> KS-Stein-Fassade -als Sichtmauerwerk- vorstellen. Und als sog.
> Kerndämmung ist auch so ziemlich jedes Material deutlich besser
> aufgehoben als von außen auf die Wand geklatscht
> (Entschuldigung, hier stehe ich - ich kann nicht anders).

Du kannst dir sicherlich vorstellen, dass ich persönlich auch lieber
außenseitig harte tragfähige Außenwände, als irgendeinen dicken
"Weichbelag" hätte. Aber auf der anderen Seite sehe ich bei ausreichender
Dämmstoffdicke keinen bauphysikalischen Vorteil einer solchen Außenschale.
Mehr als einen (dauerhaften) Witterungsschutz braucht man da doch nicht -
es sei denn, man will preiswerter begrünen können.... :-) Aber ob sich
deshalb eine ausreichend tragfähige Außenschale rechnet?

> PS. Vor einiger Zeit wurden von der Fa. KLB Bims-Steinsysteme als
> reines Trockenmauerwerk für kleinere Wohngebäude angeboten,
> die gänzlich ohne Mörtel-Fugen auskommen (also weder Stoß- noch
> Lagerfugen) und angeblich auch eine entsprechende Zulassung
> erhielten. Seinerzeit wurden auch nach meinem Informationsstand
> sogar einige Musterobjekte errichtet. Hat einer von Euch
> diesbezügliche Erfahrungen mit dieser Bauweise vorzuweisen?

Nö - aber das liegt voll im Bereich dessen, was ich mir vorstellen könnte.
Präzise Formen und ein bischen "Lego" - schon steht die Hütte - erst recht
bei einer hohen Wanddicke..... Der Pferdefuss dürfte allerdings entweder im
Preis (vielleicht Qualitätssicherung - formbedingter Auschuss in der
Produktion) oder im Boykott durch die Bauindustrie liegen :-(

Grüße
Thorwald Brandwein

--
www.biotekt.de


Klaus Klabisch

unread,
Jun 27, 2002, 5:29:53 AM6/27/02
to
"Thorwald Brandwein" <t...@biotekt.de> schrieb im Newsbeitrag
news:afdl2p$rra$03$1...@news.t-online.com...

>
> > Leider nicht nur weitgehend, sondern inzwischen sogar schon
> > Europa-weit. Es lebe die Monopol-Gesellschaft.
>
> (Folgendes OT ist unpersönlich - aber mitleidvoll, und hämisch bis
> schadenfroh im Sinne von "Ich hab nicht dran geglaubt".
> Du meintest: "Es lebe die Monopolgesellschaft der (Klein)
> Aktionäre" - jeder profitiert von der eigenen Ausbeutung?)


Hallo Thorwald,
die eigene Ausbeutung sehe ich erst einmal positiv besetzt -
zumindest so lange der monetäre Gegenwert stimmt.

Und nachdem ich meine (unbestritten vorhandene) Schönheit nicht
vermarkten kann, biete ich halt (meistbietend) meinen (in geringen
Spuren) vorhandenen Intellekt und meine fachlichen Erfahrungen an.

Nein, was mich an der Monopol-Gesellschaft wirklich stört, ist die
damit verbundene Verbraucher-Verarschung; dies empfinde ich als
pure Beleidigung meines Verstandes.

Beispiel gefällig?
Vor einiger Zeit suchte ich für ein größeres Bauvorhaben in Hanau
einen Fertigbeton-Lieferanten. Zu meinem Erstaunen musste ich
bald einsehen, dass es fast unmöglich war, das dort etablierte Kartell
zu knacken; die verschiedenen Firmen waren nicht bereit von ihren
maßlos überhöhten Preisvorstellungen herunterzukommen. Und erst als
ich drohte einen Freifall-Mischer aufstellen zu lassen und meinen
Beton selbst vor Ort zu produzieren (ich hätte es auch wirklich
durchgezogen), kamen geringfügige Bewegungen in die
Vergabe-Verhandlungen und ich konnte den Auftrag (schließlich ging es
damals um mehrere 100 tausend DM) doch noch zu einem gerade noch
erträglichen Preis unterbringen.
Aber wer beschreibt mein Erstaunen, als die späteren
Transportbeton-Lieferungen von ganz anderen Firmen durchgeführt
wurden als der von mir beauftragte Auftragnehmer - nämlich exakt
von den Firmen, die aus dem Vergabe-Wettbewerb, wegen ihren
überhöhten Preisvorstellungen, bereits ausgeschieden waren.

Damals lernte ich dann, was eine Monopol-Stellung in Deutschland
wirklich bedeutet. OK, der Frankfurter Raum ist sicherlich ein ganz
besonderes Pflaster und (nach Berlin) sicherlich auch eines der
korruptesten Städte unseres Landes überhaupt.
Aber bekanntlich hat sich ja auch inzwischen Köln geoutet und
ähnliche Beispiele kenne ich zur genüge; sogar von den kleinsten
Gemeinden des hiesigen Einzugsgebietes.

Bananen-Republik? Aber selbstverständlich - zumindest in unserem
(Bau-) Gewerbe. Und in vielen weiteren Bereichen unseres Lebens
sicherlich ganz ähnlich, Wobei wir wieder bei der Politik gelandet
wären - sicherlich das mit Abstand schmutzigste Gewerbe überhaupt.


> Das Schicksal dunkler Putzfassaden wird in diesem Fall von der
> Wärmeleitfähigkeit des Untergrundes negativ beeinträchtigt. Es
> kommt zu thermisch bedingten Spannungen zwischen den
> Baustoffen.

Exakt so spielt es sich ab. Verbleibt nur die Frage, warum die
Studenten auf ihrer Uni oder FS nicht ebenfalls mit solchen banalen
Erkenntnissen gefüttert werden? Nein, sie müssen erst ein paar Mal
auf die Schnauze fallen, bis sie dann endlich mitbekommen, dass
die Bauphysik doch etwas mehr in petto hat, als es sich unsere
Schul-Weißheit träumen lässt. (Gab es tatsächlich schon früher die
PISA-Problematik und keiner ahnte es?).


> Übrigens auch ein Problem der "Thermohäute", die ich lieber
> WDVS nenne. Hier äußert sich das Problem allerdings nicht durch
> Abplatzung, sondern durch Rissbildung, gerne auch zwischen
> hellen und dunklen oder besonnten und dauerbeschatteten
> Fassadenbereichen.

Ebenfalls uneingeschränkte Zustimmung. Aus diesem Grunde lehne
ich auch in solchen Bereichen einen zu glattflächigen Außenputz
rundweg ab. Nur durch eine stärker (bzw. gröber) strukturierte
Außenputz-Beschichtung können solche (unvermeidbaren)
Rissbildungen (zumindest optisch) kaschiert werden.


> Ich nenn's WDVS, weil mir das neutral und stimmig vorkommt. Die
> Elastizität einer Haut hat das Zeug jedenfalls nicht - und schon
> garnicht regeneriert es sich :-)

Ich schließe mich auch hier Deiner Meinung an und werde ebenfalls
das Zeugs nur noch als WDVS beschimpfen. Auch wenn die Laien
mit diesem (Fach-) Begriff sicherlich wenig anfangen können. Aber
die Bezeichnung Thermohaut suggeriert eine (positive) Eigenschaft,
welche das Zeugs ganz gewiss nicht aufzuweisen hat und die
hochtrabende Bezeichnung "Vollwärmeschutz" klinkt in meinen
Ohren einfach nur absurd.


> deshalb eine ausreichend tragfähige Außenschale rechnet?

> Grüße
> Thorwald Brandwein


Nein, eine KS-Stein-Verblendmauerwerk rechnet sich ganz gewiss
nicht. Auch dann nicht, wenn ein ganz normaler Außenputz nach
spätestens 20 Jahren wieder einer Auffrischung bedarf. Dafür kann
eine solche Fassade aber wunderschön aussehen und es war ja
bekanntlich schon immer etwas teurer, einen besonderen
Geschmack zu haben.
(Warum sonst kauft man(n) einen Porsche 911 Bi-Turbo-GTI-VSOP,
wenn man mit einem ganz schlichten Ferrari ja auch von A nach B
kommt?)

Klaus Klabisch

unread,
Jun 27, 2002, 5:33:24 AM6/27/02
to
"nino" <ni...@cotse.net> schrieb im Newsbeitrag
news:3d19fe54....@news.premium-news.de...

>
> Vielleicht werde ich senil, aber je mehr ich mich wieder auf die
> Denkmalpflege zurückbesinne, desto offenbarer wird auch,
> dass man mit wenigen Materialien ziemlich alles machen kann.
>
> Gruß
> Tobias


Lasst senile Männer um mich sein - oder so ähnlich.

Nein, ganz im Ernst, Tobias:
Es kommt gewiss nicht auf eine reine Reduzierung der verwendeten
Materialien an, sondern nur auf die richtige Auswahl derselben.
Wobei man(n)/frau sich unbedingt doch auch wieder auf (Alt-)
Bewährtes zurückbesinnen könnte.

Beispiel gefällig?

Obwohl in unserem Haushalt die Badewanne überhaupt nicht mehr
genutzt wird (wir duschen nur noch regelmäßig einmal im Jahr - egal
ob wir es nötig haben oder nicht), ärgerte es mich doch, dass
ständig diese (dauer?) elastischen Wandanschluss-Fugen so
unansehnlich wurden.

Aber, erbarmungslos wie ich bin, habe ich diese dann irgendwann
einfach ganz brutal herausgerissen und mir eine (zementgebundene)
Fugenmasse angerührt, bestehend aus einem Kunststoff-vergüteten
Reparatur-Mörtel der Fa. Woellner (nennt sich "Ombran") und
herausgebürsteten Haaren meines Freundes Terry, der wie CDU-
Meyer stolz ist, ein Deutscher (Schäferhund) zu sein.

Und dieser (modernisierte) Haar-Mörtel hat sich wirklich bestens
bewährt und im Laufe der Jahre hat er so ziemlich alle
St.-Thiokol-Fugen im ganzen Haus verdrängt (und da sammeln sich
wirklich einige km an) Sogar die Balkon-Anschluss-Fugen auf der
Südfassade haben sich zwischenzeitlich seit über 5 Jahren
überhaupt nicht verändert, während vorher fast jedes Jahr ein
"Nachspritzen" erforderlich wurde. Und bald werde ich das erste
Elastik-Fugen-freie Haus in D. mein eigen nennen dürfen.

PS. Silikon, Acryl, Thiokol alles der gleiche Mist, der besser nie
hätte erfunden werden sollen. Früher waren z. B. Fenster-Anschlüsse
mit einem sog. Haar-Kalk-Mörtel "Stand der Technik" und als
dauerhafte Lösung absolut problemlos.
Und dann wollten plötzlich die Weiber anscheinend nicht mehr ihre
Haare hergeben und wir Perlen der Schöpfung sahen uns
gezwungen, dieses St.-Thiokol-Scheißdreck zu erfinden. Und nun haben
wir das Elend:
Überall wo eine solche Fuge ist, pieselt es auch früher oder später
herein.

Werner Reimann

unread,
Jun 27, 2002, 9:34:19 AM6/27/02
to
Bernd Claus <Famili...@t-online.de> wrote:


>> Ytong hat im Keller nix verloren, [...]
>
>Warum?
>
Es kann Dir passieren, daß es die Außenbeschichtung durch Dampfdruck abstößt,
diese Risse bekommt und das Wasser reinkommt.
Angeblich soll es sich auch zersetzen, wenn es dauernd feucht gehalten wird.

Thorwald Brandwein

unread,
Jun 27, 2002, 4:40:41 PM6/27/02
to
Klaus Klabisch <k_kla...@hotmail.com> schrieb

> "Thorwald Brandwein" <t...@biotekt.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:afdl2p$rra$03$1...@news.t-online.com...

> > (Folgendes OT ist unpersönlich - aber mitleidvoll, und hämisch bis


> > schadenfroh im Sinne von "Ich hab nicht dran geglaubt".
> > Du meintest: "Es lebe die Monopolgesellschaft der (Klein)
> > Aktionäre" - jeder profitiert von der eigenen Ausbeutung?)

Hallo Klaus

> die eigene Ausbeutung sehe ich erst einmal positiv besetzt -
> zumindest so lange der monetäre Gegenwert stimmt.

Das hat aber - abgesehen davon, dass du allein über deine Arbeitskraft
verfügst - wenig mit Monopol und Aktien zu tun...

Ich konnte mir nicht verkneifen, darauf hinzuweisen, dass ich es für sehr
unwahrscheinlich halte, dass man die Trends zu "Volksaktien" (Aktie als
Anlageform für jedermann) und den Monopoltrend (auch den legalen)
voneinander trennen kann.
M.E. ist jeder Aktienkäufer mehr oder weniger ein Unterstützer des
Monopolismus, weil er Kapital (meist bei offiziell guten
Geschäftsaussichten) beisteuert. Gerade der Größenwahn der
(monopolerfahrenen) Telekom war mir immer - ohne dass ich mich damit im
Detail befasst hätte - eine Art gelb blinkendes Dreieck... Achtung entweder
sie übernehmen sich oder sie werden zu groß, vielleicht auch beides.
Als Kapitalgeber, der um Sicherheit und Zuwachs bedacht ist (was wohl für
die meisten Kleinaktionäre gilt) stütze ich ggf gerade solche Firmen und
verhelfe ihnen zu einem Monopol, auf deren Leistung zum günstigen Preis ich
besonders angewiesen bin. Irgendwie würde es mich überhaupt nicht wundern,
wenn am Ende wieder die alte - oder eine schlimmere - Abzocke bei den
Telefongebühren, Strompreisen usw. herauskäme..... Bei einigen leicht
gemindert durch kleine Dividenden :-( So meinte ich die eigene Ausbeutung.

> Und nachdem ich meine (unbestritten vorhandene) Schönheit nicht
> vermarkten kann, biete ich halt (meistbietend) meinen (in geringen
> Spuren) vorhandenen Intellekt und meine fachlichen Erfahrungen an.

Das erwarten wir ja auch alle von dir... Mir persönlich wär's nur lieber,
du und viele andere würden "überflüssiges" Kapital (also das was zum Spiel
an der Börse verfügbar ist) nicht gerade den Großen irgend wo hin schieben,
sondern dann auch wirklich damit Risiken eingehen und wirklich neue
Firmen/Ideen unterstützen. Also keine Oschenfrösche aufblasen, sondern den
Laubfröschen und anderen kleinen auch mal Gelegenheit zum Wachsen und
Bestehen im Umfeld geben.... Und wer das nicht will, sollte m.E. das
Risikokapital (so es wirklich welches ist) verfressen, versaufen oder
versonstwassen damit es sich verteilt.

> Nein, was mich an der Monopol-Gesellschaft wirklich stört, ist die
> damit verbundene Verbraucher-Verarschung; dies empfinde ich als
> pure Beleidigung meines Verstandes.

Ich fürchte, dieser Verarschung kannst du vielfach nur entgehen, indem du
den Verstand oder die "Antennen" abschaltest.

> Beispiel gefällig?

....Geschnippt....

Weitestgehende Zustimmung, aber mehr als die Situation besch(*** )ämend zu
finden, fallt mir dazu auch nicht ein, solange ich derartiges nicht hieb-
und stichfest beweisen kann. Äußerst unwahrschenlich, dass ich mal in diese
Situation komme. Also wendet sich der hilflose Blick zum Gesetzgeber (wo
nichts hilfreiches zu entdecken ist) und weiter zu ein paar Behörden, die
wenigstens die gesetzlichen Mindesstandards überwachen sollen.... Diese
könnte man als "sehr schlank" bezeichnen - jedenfalls nach den Ergebnissen
zu urteilen.

> Bananen-Republik? Aber selbstverständlich - zumindest in unserem
> (Bau-) Gewerbe. Und in vielen weiteren Bereichen unseres Lebens
> sicherlich ganz ähnlich, Wobei wir wieder bei der Politik gelandet
> wären - sicherlich das mit Abstand schmutzigste Gewerbe überhaupt.

M.E. nicht ganz. Aber auf keinen Fall frei von kriminellen Handlungen -
teilweise perfekt geplant und bandenmäßig organisiert.
Zwar nicht naturgemäß verbrecherisch veranlagt aber fast durchgängig durch
Macht korrumpiert und damit durch manche erpressbar Vor allem durch solche,
die Kapital(Interessen) im Rücken haben - womit ich wieder ergebnislos auch
bei der "Volksaktie" und dem "Aktionärsvolk" als neuere Einflussgröße
wäre.....

>.... Nein, sie müssen erst ein paar Mal


> auf die Schnauze fallen, bis sie dann endlich mitbekommen, dass
> die Bauphysik doch etwas mehr in petto hat, als es sich unsere
> Schul-Weißheit träumen lässt. (Gab es tatsächlich schon früher die
> PISA-Problematik und keiner ahnte es?).

"KleinPISA" gab's schon immer. Darunter verstehe ich einfach die
Ausblendung dessen, was gerade mal Lehrenden und Lernenden nicht so wichtig
erscheint. Nur betraf das früher vielleicht mal unter den Lehrenden primär
ideologisch beeinflusste Wissensgebiete auf höherem Niveau, nicht
"Handwerk" und Naturwissenschaft. Lesen und Schreiben war zu meiner
Schulzeit Rüstzeug wie der Gebrauch von Zahnbürste, Messer und Gabel -
Handwerkzeug eben, auf das anderes aufbaute. Irgendwie - vielleicht nicht
unwesentlich durch eine Ideologisierung der Pädagogik - ist der Fall
eingetreten, dass es am Rüstzeug hapert ....Und Handwerk ist sowieso
verpönt.... Infolgedessen schreiben und lesen heutige Schulabgänger (auch
Abiturienten) schlechter und vor allem weit fehlerhafter als z.B. meine
Großmutter nach 5 Kriegschuljahren (WK I) auf dem Dorf. Auf dieser Basis
sind weitere Defizite zwangsläufig, vor allem, wenn es geduldet wird, dass
der Besuch allgemeinbildender Schulen vielfach eher hobbymäßig erfolgt....

Dass aber in unspezialisierten Berufen zum nie endenden "Lernen" auch in
erheblichem Umfang eigene Erfahrungen (gute und schlechte) gehören, ist
m.E. PISAunabhängig. Fehlende Berufsvorbereitung ist in solchen Berufen
(vielfach trotz Praktika) ein uralter Hut und daran wird sich nichts ändern
solange die Ausbildungsabsolventen noch halbwegs "frisch" ("etwas" vor dem
Rentenalter ;-)) in den Beruf einsteigen.

.... [WDVS]...

>Aus diesem Grunde lehne
> ich auch in solchen Bereichen einen zu glattflächigen Außenputz
> rundweg ab. Nur durch eine stärker (bzw. gröber) strukturierte
> Außenputz-Beschichtung können solche (unvermeidbaren)
> Rissbildungen (zumindest optisch) kaschiert werden.

Theoretisch müsste durch so vergrößerte Oberflächen und eine gewisse
Selbstverschattung durch die Struktur der Wärmeaustausch mit der Luft
begünstigt, also die Temperatur des Putzes etwas niedriger gehalten werden
können.
Ob dieser Effekt allerdings bei Materialtemperaturen dicht an 60° C, die
innerhalb des Verbundes über wenige cm Dicke auf RT abfallen, beachtenswert
ist, weiß ich nicht. Hinzu kommen Außenseitig Temperaturschwankungen des
Putzes im Tagesgang bis etwa 50 °C. Was ich aber wohl weiß, ist, dass die
Putze sehr oft deutlich dünner sind, als angegeben. (Was auf Besch***
schließen lässt.)

> Nein, eine KS-Stein-Verblendmauerwerk rechnet sich ganz gewiss
> nicht. Auch dann nicht, wenn ein ganz normaler Außenputz nach
> spätestens 20 Jahren wieder einer Auffrischung bedarf. Dafür kann
> eine solche Fassade aber wunderschön aussehen und es war ja
> bekanntlich schon immer etwas teurer, einen besonderen
> Geschmack zu haben.

Ist das nicht auch sehr standortabhängig? (Luftverschmutzung?)
Ohne regelmäßige Hydrophobierung hätte ich vielerorts nicht viel
Vertrauen zur Ansehnlichkeit von KS-Außenwänden. Was mir
überhaupt nicht gefällt sind (vermutlich mal rettungslos verschmutzte)
Verblendmauerwerke jedes Steines und Formats, die durch vollflächiges
Überstreichen "versaut" werden.

> (Warum sonst kauft man(n) einen Porsche 911 Bi-Turbo-GTI-VSOP,
> wenn man mit einem ganz schlichten Ferrari ja auch von A nach B
> kommt?)

Das weiß ich doch nicht :-) Welchen von beiden gibt's denn mit
Anhängerkupplung?. Apropos - Porscheaktien würd ich kaufen, obwohl ich
Sportwagen eher als Spazierfahrgeräte ansehe. Aber Porsche braucht meine
paar Kröten nicht....

Grüße
Thorwald Brandwein

--
www.biotekt.de


>

nino

unread,
Jun 30, 2002, 3:46:21 AM6/30/02
to
On Thu, 27 Jun 2002 11:33:24 +0200, "Klaus Klabisch"
<k_kla...@hotmail.com> wrote:

Hallo Klaus,

danke für Deine Fugenmörteltipps. Ich werde mal, Stand
der Dinge, verschiedenste Möglichkeiten ausprobieren - und
einem Langzeittest unterziehen.

Habe nämlich festgestellt, dass jedes Fenster unterschiedlich alt ist
(Beschläge, Profilstärken, Ausführungsdetail) und erhalten. So habe
ich mich entschlosen jedes anders zu sanieren. Eines habe ich (nachdem
die Gläser ausgebaut) jetzt mal mit Kunsstofflackfarbe signalrot
gestrichen (Wetterseite). Das nächste (an dem keine alte Farbe mehr
ist und einiges älter) wird nur mit Leinölfirnis behandelt und die
Gläser neu mit Fensterkitt auf Leinölbasis eingekittet.

Bei einem wächst schon Moos am unteren Rahmen (Bereich EG/Hang, wo ich
noch abgrabe), bzw. weitere
Holschädlinge. Das werde ich wohl mal tränken in Kunstharz, weiss
nur noch nicht mit was ... Tipps gerne willkommen :-).

Ähnlich mit den Holzdeckenschalungen, Da werde ich wohl drei
Varianten machen. Einmal Acryl mit hochglänzendem Lackanstrich
(erledigt), einmal Kalk - Kasein (falls ich die alte Farbe mit
erträglichem Aufwand abkriege), einmal Dispersion mehrlagig.

Wände einmal Kalkputz pur (dabei), einmal Dispersion - und einmal
Kasein-Kalk-Farbe auf bstehendem Putz.

Bei Fugen werde ich mal Silikon und Deine Variante probieren ...

Irgendwie kam mir beim Renovieren der Gendanke, warum denn
alles gleich machen? Zumal es scheint, als hätte man früher das
Haus aus Bauteilen (Fenster-Türen) verschiedener Zeitstellung
zusammengebaut (was man halt so auftreiben konnte :-) ). So kriegt
jetzt wohl jedes Fenster eine andere Kur.

Ansonsten war es mal wieder sehr schön. Obwohl ich den ganzen Tag
renoviere, wie Urlaub :-) Abends gehts dann an den See zum Baden
mit Verwanden, anderen Renovatinsküntler (n).

Die Franzosen sind sehr nett. Hatte ursprünglich eigentlich ein paar
unterschwellige Bedenken, dass der WW II noch etwas nachhallt.
Aber dem ist gar nicht so ( ein Hoch auf de Gaulle und die EU)

Die Nachbarin (Rentnerin) hat mir stolz ihren Garten nebst kleine
Bruchsteinfledermaushöhle im Hang gezeigt - und ist anscheinend
von der Öko-Fraktion. Zumal sie mir Erdbeeren brachte, die wie
sie betonte, absolut superöko seien (schmecken auch sehr gut :-)).

Nun werde ich wohl vorerst nur noch Montag bis Mittwoch arbeiten,
und dann nix wie weg :-) Mal schauen, wann ich Pleite bin - bisher
läuft es auch so hervorragend. Ursprünglich hatte ich vor dies nur
über den Sommer so zu machen. Zwischenzeitlich habe ich mal
10 Ster Brennholz bestellt und noch einen Rechner gekauft, den
ich nebenher auf das Exil vorbereite ...

Gruß

Tobias


"Ich weiss es nicht", ist im Grunde die einzig
ehrliche Antwort die ich habe; erzähle ich
trotzdem was, ist es nur auf dem Weg dorthin ...

Klaus Klabisch

unread,
Jun 30, 2002, 6:55:25 AM6/30/02
to
"nino" <ni...@cotse.net> schrieb im Newsbeitrag
news:3d1ea825....@news.premium-news.de...

>
> danke für Deine Fugenmörteltipps. Ich werde mal, Stand
> der Dinge, verschiedenste Möglichkeiten ausprobieren - und
> einem Langzeittest unterziehen.

OK, melde Dich halt so in etwa 10 Jahren wieder - aber möglichst
Vormittags.

> Eines habe ich (nachdem die Gläser ausgebaut) jetzt mal mit
> Kunsstofflackfarbe signalrot gestrichen (Wetterseite).

Nachdem Du speziell auf die Wetterseite hinweist schlussfolgere
ich, dass Du Dich hier auf einen Außenanstrich beziehst. Hier
solltest Du dann aber nicht vergessen, die Fenster (aber nicht die
Scheiben) von innen gleichermaßen zu beschichten - von wegen
Dampfdruckwiderstand, Dampfdichtigkeit, Dampfsperre,
Dampfbremse, usw. usf..
Aber das hatten wir -glaube ich- schon alles einmal durchgekaut.

> Das nächste (an dem keine alte Farbe mehr ist und einiges älter)
> wird nur mit Leinölfirnis behandelt

Prima, einen Gewitter-Regen dürfte eine solche Öl-Kur sicherlich
aushalten und danach kann man(n) ja wieder behandeln und
behandeln und behandeln........
Und wenn sie nicht gestorben sind, so behandeln sie noch heute.

> bzw. weitere Holschädlinge. Das werde ich wohl mal tränken in
> Kunstharz, weiss nur noch nicht mit was ... Tipps gerne
> willkommen :-).

Ich betrachte mich zwar auch (zumindest manchmal) als Öko-Freak,
aber vor dem Tränken würde ich doch erst 'mal die Schädlinge
ertränken. Es gibt übrigens inzwischen auch Holzwurm-Ex ohne PCP
oder Lindan. Ich habe damit (als Hobby-Möbel-Restaurator) wirklich
sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

Und nachdem ich relativ viel mit Kunstharz arbeite, kann ich Dir ja
auch verraten, dass man damit kein Holz tränken kann - es ist viel zu
dickflüssig um einzuziehen und verbleibt nur an der Oberfläche; bis
es irgendwann wieder abblättert. Warum nimmst Du da nicht einfach
eine bewährte offenporige Lasierung.

> Ähnlich mit den Holzdeckenschalungen, Da werde ich wohl drei
> Varianten machen. Einmal Acryl mit hochglänzendem Lackanstrich
> (erledigt), einmal Kalk - Kasein (falls ich die alte Farbe mit
> erträglichem Aufwand abkriege), einmal Dispersion mehrlagig.

Nach allem was ich bislang von Deinen Anschauungen kennen
lernen durfte, befürchte ich auch hier, dass es Dir völlig schnuppe
ist, ob die Holzstruktur nun (Dispersion mehrlagig!) mehr oder
weniger zugeschlämmt wird.

Falls Du jedoch -wider erwarten- doch noch einen gewissen Wert auf
die Beibehaltung der Holz-Maserung legen solltest, so kann ich Dir
nur "Lucite" empfehlen. Diese Farbe ist zwar leider sehr teuer, kann
jedoch -je nach persönlicher Einstellung- mit Wasser verdünnt werden
und hält auf jedem Untergrund ohne je abzublättern.

> Zwischenzeitlich habe ich mal 10 Ster Brennholz bestellt und noch
> einen Rechner gekauft,
>

> Gruß
> Tobias

Wow, wirklich ein Rechner, der mit Holz betrieben wird? Was es
nicht heutzutage alles gibt. Na ja, mein gutes altes Dampfradio ist ja
auch nicht ohne.

nino

unread,
Jun 30, 2002, 9:53:19 AM6/30/02
to
On Sun, 30 Jun 2002 12:55:25 +0200, "Klaus Klabisch"
<k_kla...@hotmail.com> wrote:

Hi Klaus,

>OK, melde Dich halt so in etwa 10 Jahren wieder - aber möglichst
>Vormittags.

Und das wo ich schon die Hälfte der Termine für nächste Woche
vergessen, äh verdrängt, habe ... :-)

>Nachdem Du speziell auf die Wetterseite hinweist schlussfolgere
>ich, dass Du Dich hier auf einen Außenanstrich beziehst. Hier
>solltest Du dann aber nicht vergessen, die Fenster (aber nicht die
>Scheiben) von innen gleichermaßen zu beschichten - von wegen
>Dampfdruckwiderstand, Dampfdichtigkeit, Dampfsperre,
>Dampfbremse, usw. usf..
>Aber das hatten wir -glaube ich- schon alles einmal durchgekaut.

Genauer gesagt habe ich den alten Kitt entfernt, die Scheiben
rausgennommen (Haltenägel entfernt), das Fenster geschliffen -
und vollflächig, einschließlich Einlagenut Gläser gestrichen - also
rundum sorglos :-)

Allerdings ist das Einkitten eine Trainingssache - und anfänglich
etwas übungsbedürftig.

>Prima, einen Gewitter-Regen dürfte eine solche Öl-Kur sicherlich
>aushalten und danach kann man(n) ja wieder behandeln und
>behandeln und behandeln........
>Und wenn sie nicht gestorben sind, so behandeln sie noch heute.

Das ist an der Ostseite, direkt unter den (wenn auch relativ kurzen)
Dachüberstand. Hier (und dort auch) gibts von Osten keine
Schlagregen, bzw. bei Ostwind ist durch die Gebirge/Kontinent,
kein Regen zu erwarten. Bestenfalls im Winter bei auflaufender
Warmfront ...

>Ich betrachte mich zwar auch (zumindest manchmal) als Öko-Freak,
>aber vor dem Tränken würde ich doch erst 'mal die Schädlinge
>ertränken. Es gibt übrigens inzwischen auch Holzwurm-Ex ohne PCP
>oder Lindan. Ich habe damit (als Hobby-Möbel-Restaurator) wirklich
>sehr gute Erfahrungen damit gemacht.

Nun ja, ich wüßte gar nicht wo ich anfangen soll diese Tiere zu jagen.
Die sitzen hauptsächlich im Dachstuhl dort wo Nadelholz ist
(Mickersparren). Ich werde die Fensterflügel in einen Sack packen-
und über dem Ofen rösten :-) Hab die Zeit nicht im Kopf, aber bei
über x °C bei soundsoviel Stunden sterben die den Hitzetod.

Hinter einer Holzleiste tauchte eine Ameisenstrasse zum Dachstuhl auf.
Da ich nicht weiss, was für die da oben so interessant ist, werde ich
diesen Verkehrsweg erst mal lassen ... interessanterweise sieht man im
Haus keine Ameisen ... aber lässt man was essbares auf dem Boden
liegen, tauchen die über Nacht gleich auf - und transportieren die
Beute ab ... solange die im Haus bleiben, werden die wohl die anderen
Insekten im Rahmen halten. Die Weberknechtkolonie scheint aber
weitgehend ausgewandert zu sein ... ein Siebenschläfer scheint in der
Wand zur Scheune zu wohnen ...

>Und nachdem ich relativ viel mit Kunstharz arbeite, kann ich Dir ja
>auch verraten, dass man damit kein Holz tränken kann - es ist viel zu
>dickflüssig um einzuziehen und verbleibt nur an der Oberfläche; bis
>es irgendwann wieder abblättert. Warum nimmst Du da nicht einfach
>eine bewährte offenporige Lasierung.

Teilweise sind ein paar Holzteile etwas zerfallen - irgendwie wieder
verfestigen, ausbessern - gibt da sowas aus dem Denkmalschutz ...

>Nach allem was ich bislang von Deinen Anschauungen kennen
>lernen durfte, befürchte ich auch hier, dass es Dir völlig schnuppe
>ist, ob die Holzstruktur nun (Dispersion mehrlagig!) mehr oder
>weniger zugeschlämmt wird.

Ein paar Türen wurden mal von der Vorbesitzerin (OG) abgeschliffen.
Die bleiben auch so. Wo noch Farbe drauf ist, werde ich nur
anschleifen und streichen. Im Grunde gefallen mir beide Varianten -
so führe ich der Einfachheit halber beide aus. D.h. Türen weiß
Glanzlack wo noch Farbe drauf ist ... sind eh nur 2 Türen unten,
2 Türen oben, und 2 Türen zu den Wandschränken ...

>Falls Du jedoch -wider erwarten- doch noch einen gewissen Wert auf
>die Beibehaltung der Holz-Maserung legen solltest, so kann ich Dir
>nur "Lucite" empfehlen. Diese Farbe ist zwar leider sehr teuer, kann
>jedoch -je nach persönlicher Einstellung- mit Wasser verdünnt werden
>und hält auf jedem Untergrund ohne je abzublättern.

Danke für den Tip, aber die Holzmaserung sehe ich auch durch 1 mal
Acryl Voranstrich und einmal weiss Glanzlack ganz toll :-). Nein,
es geht mir darum, die Räume möglichst hell zu machen. Dazu ist
weisser Glanzlack am besten ... als Alternative zu einer Verspiegelung
... wobei ich durch Zufall gemerkt habe, dass das Auto viel Licht
in das Haus reflektiert (Fenster). Daher überlege ich zusätzlich ein
paar "Freispiegel" anzuordnen (später) um zusätzliche Lichteffekte
zu schaffen...

>Wow, wirklich ein Rechner, der mit Holz betrieben wird? Was es
>nicht heutzutage alles gibt. Na ja, mein gutes altes Dampfradio ist ja
>auch nicht ohne.

Du wirst es nicht glauben, aber ich habe direkten Anschluss zu bestem
französischem Atomstrom, nebst einer eigenen Straßenlaterne, die bis
nachts um halb eins für Notbeleuchtung sorgt :-)

Wenn Du willst, schicke ich Dir mal ein Bild ...

Klaus Klabisch

unread,
Jun 30, 2002, 10:45:38 AM6/30/02
to
"nino" <ni...@cotse.net> schrieb im Newsbeitrag
news:3d1f02c4...@news.premium-news.de...

>
> Wenn Du willst, schicke ich Dir mal ein Bild ...
>
> Gruß
> Tobias


Wieso nur eines, Tobias?
Ach so, Du malst noch selber - aber für solche Zwecke gibt es doch
inzwischen doch auch günstig Fotoapparate zu erwerben.

Also, ich gehe schon davon aus, dass demnächst hier von Dir eine
komplette Foto-Session gestartet wird. Oder willst Du es wirklich
riskieren, dass Dich demnächst ein ganzer Schwarm neugieriger
NG-Leser heimsucht? Denke aber hierbei nicht nur an Dich und
Deine netten Nachbarn - sondern insbesondere auch an Deine
Rotwein-Vorräte.

PS. Ping an den Hamburger Klaus: Könntest Du schon 'mal rein
prophylaktisch Angebote für geführte Omnibusreisen nach F. einholen?

nino

unread,
Jun 30, 2002, 1:06:12 PM6/30/02
to
On Sun, 30 Jun 2002 16:45:38 +0200, "Klaus Klabisch"
<k_kla...@hotmail.com> wrote:

Hi Klaus,

>Wieso nur eines, Tobias?


>Ach so, Du malst noch selber - aber für solche Zwecke gibt es doch
>inzwischen doch auch günstig Fotoapparate zu erwerben.

Schau in Deinen Ron Sommer-Briefkasten :-)

>Also, ich gehe schon davon aus, dass demnächst hier von Dir eine
>komplette Foto-Session gestartet wird. Oder willst Du es wirklich
>riskieren, dass Dich demnächst ein ganzer Schwarm neugieriger
>NG-Leser heimsucht?

Architekten kann ich an der Baustelle nicht brauchen. Hinterher
weiß keiner mehr, was wie gemacht werden könnte, oder die
Sache artet in ein nie enden werdendes Projekt aus ...

und ich wollte Ende Sommer fertig sein :-)

>PS. Ping an den Hamburger Klaus: Könntest Du schon 'mal rein
>prophylaktisch Angebote für geführte Omnibusreisen nach F. einholen?

Fahrt doch mit der Bahn. Ganz in der Nähe (nur 30 km) gibts einen
Bahnhof, an dem der Schnellzug Basel-Paris hält ... einen hol ich ab,
der andere muss laufen (habe momentan die Rücksitzbank ausgebaut)
Während der Fahrt könnt ihr schon mal knobeln :-)

Stefan Wimmer

unread,
Jul 1, 2002, 11:04:56 AM7/1/02
to
In article <3d1ea825....@news.premium-news.de>, ni...@cotse.net (nino) wrote:
>
>Bei einem wächst schon Moos am unteren Rahmen (Bereich EG/Hang, wo ich
>noch abgrabe), bzw. weitere
>Holschädlinge. Das werde ich wohl mal tränken in Kunstharz, weiss
>nur noch nicht mit was ... Tipps gerne willkommen :-).

..im Holzbootsbau nimmt man dafür G4 von Voss-Chemie (ein
Einkomponenten-Urethanharz; Achtung: klebt organische Materialien (auch
Finger) wie Sau :))
Das erste mal mit dem passenden Verdünner, damit es besser einzieht.
Bei schweren Hölzern auch mit hoher Verdünnung ein paar mal...

--
Stefan Wimmer ADVA AG Optical Networking
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