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lohnt sich Brennwertkessel wirklich nur bei Fußbodenheizung ?

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richter

unread,
Apr 29, 2008, 11:16:56 AM4/29/08
to
Hallo,

überlege gerade mir einen Brennwertkessel für meinen alte Gasheizung
anzuschaffen.

Jetzt bin ich schon öfters darüber gestolpert, das sich Brennwert eigentlich
nur bei Fußbodenheizung rentiert, bei normalen Heizkörpern würde man nicht
über eine Ersparnis von 7% kommen.

Kann das jemand bestätigen?

Danke im voraus

Gruß

richter

Matthias Frank

unread,
Apr 29, 2008, 11:48:15 AM4/29/08
to
richter schrieb:

> Jetzt bin ich schon öfters darüber gestolpert, das sich Brennwert eigentlich
> nur bei Fußbodenheizung rentiert, bei normalen Heizkörpern würde man nicht
> über eine Ersparnis von 7% kommen.

Und wohin würde man kommen mit BW?

Das Ganze hängt auch davon ab ob man passende Heizkörper hat.
Man muss bei einer BW Heizung mit möglichst geringen
Vorlauftemp. arbeiten, und bei den Temp. müssen die Heizkörper
dann noch genug Leistung abgeben um den Raum zu heizen.

Das Problem ist halt auch immer, dass Einzelbetrachtungen
durchführt. Wenn du an eine neue Heizung denkst, solltest
du umfassender denken und z.b. auch über Dämmung nachdenken.
Der Vorteil wenn du alles gleichzeitig machst ist, dass du
z.b. eine kleinere Heizung nehmen kannst und evtl.
deine Heizkörper weiter verwenden kann, da die ja nicht mehr
soviel Energie abgeben müssen wenn das Haus besser gedämmt ist.
Aber wie gesagt das ist eine Gesamtbetrachtung!

MfG
Matthias

MaWin

unread,
Apr 29, 2008, 11:50:29 AM4/29/08
to
"richter" <nachs...@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag
news:48173c49$0$6788$9b4e...@newsspool2.arcor-online.net...


Das gilt nur, wenn bereits alte Heizkoeper in der Wohnung sind,
die eine hoehere Vorlauftemperatur benoetigen. Das ist nicht
unbedingt der Fall, es koennten schon Niedertemp-HK sein.
Baut man neu, kann man Wandheizkoerper nehmen, die eine ebenso
niedrige Temperatur benoetigen, wie eine Fussbodenheizung, dann
ist kann der Brennwertkessen seinen Brennwert ausspielen.
Hat man alte Heizkoeper mit hoher Vorlauftemp, kann man die
austauschen, ebenso wie man den Schornstein renovieren muss,
damit Brennwert einsetzbar ist.

Man sollte aber nicht auf Brennwert verzichten.
--
Manfred Winterhoff


Martin Kienass

unread,
Apr 29, 2008, 11:50:47 AM4/29/08
to
Am 2008-04-29 schrieb richter <nachs...@arcor.de>:
^^^^^^^
Ein richtiger Name wäre an der Stelle schön. Diskutiert sich
angenehmer.

> Hallo,
>
> überlege gerade mir einen Brennwertkessel für meinen alte Gasheizung
> anzuschaffen.
>
> Jetzt bin ich schon öfters darüber gestolpert, das sich Brennwert eigentlich
> nur bei Fußbodenheizung rentiert, bei normalen Heizkörpern würde man nicht
> über eine Ersparnis von 7% kommen.

So pauschal ist das nicht richtig. Es kommt in diesem Fall auf die
Größe (Größe im Sinne von Heizleistung, nicht physikalische
Abmessungen) der vorhandenen Heizkörper an, wie viel Brennwertnutzung
mit ihnen möglich ist.
In der Regel kommen auch Altanlagen über mindestens 90% der
Heizperiode mit Rücklauftemperaturen aus, die eine Brennwertnutzung
ermöglichen.

Man bekommt ausserdem zusammen mit Brennwertgeräten noch andere
Vorteile geliefert, die zumindest teilweise auch zur
Energieeinsparung beitragen: Großer Modulationsbereich,
Kunststoff-Abgassystem, weniger Ausgaben für den Schornsteinfeger.

> Kann das jemand bestätigen?

Sicher, irgendjemand kann das. Aber war das Deine Frage?

> Danke im voraus

Bitte.

--
____________
/schüüüüüüüß Martin Kienaß
Hamburg (Germany)

Alfred Gemsa

unread,
Apr 29, 2008, 1:25:13 PM4/29/08
to
richter schrieb:

> Jetzt bin ich schon öfters darüber gestolpert, das sich Brennwert eigentlich
> nur bei Fußbodenheizung rentiert, bei normalen Heizkörpern würde man nicht
> über eine Ersparnis von 7% kommen.
>
> Kann das jemand bestätigen?

Also, wir haben keine Fußbodenheizung, freistehendes Einfamilienhaus,
maximale Vorlauftemperatur im Winter 50° (55° bei -20° außen, schon
lange nicht mehr gesehen)

Ende 2003 haben wir einen Brennwertkessel (Gas) bekommen, hier die
Abrechnungen:

2000: 22780 kWh
2001: 23778 kWh
2002: 24536 kWh
2003: 24924 kWh
2004: 20626 kWh
2005: 20846 kWh
2006: 21806 kWh
2007: 17406 kWh

So, das sind die amtlichen Zahlen von der Gasversorgung. Interpretieren
darfst du sie selber.

Gruß, Alfred

Robert Pflüger

unread,
Apr 29, 2008, 3:08:07 PM4/29/08
to
Alfred Gemsa schrieb:
> ...

> Ende 2003 haben wir einen Brennwertkessel (Gas) bekommen, hier die
> Abrechnungen:
>
> 2000: 22780 kWh
> 2001: 23778 kWh
> 2002: 24536 kWh
> 2003: 24924 kWh
> 2004: 20626 kWh
> 2005: 20846 kWh
> 2006: 21806 kWh
> 2007: 17406 kWh
>
> So, das sind die amtlichen Zahlen von der Gasversorgung. Interpretieren
> darfst du sie selber.
>
> Gruß, Alfred

Um die Verbräuche witterungsbereinigt darstellen zu können, müsste man
die Region wissen in der das Haus liegt (Postleitzahl) und ob der
Abrechnungszeitraum genau dem Jahr entspreicht oder z.B. der
Abrechnungsstichtag der 1. Oktober ist.
.. und ob ander bauliche Maßnahmen zur Energieeinsparung ausgeführt
wurden oder die Anzahl der Bewohner stark geschwankt hat ...


--
mit freundlichem Gruß


Robert

Taupunktüberwachte Raumklimaregelung:
http://www.robertpflueger.com/DPC7.pdf

Michael Ströder

unread,
Apr 29, 2008, 3:14:18 PM4/29/08
to
Robert Pflüger wrote:
> Alfred Gemsa schrieb:
>> ...
>> Ende 2003 haben wir einen Brennwertkessel (Gas) bekommen, hier die
>> Abrechnungen:
>> [..Verbrauchswerte..]

>> So, das sind die amtlichen Zahlen von der Gasversorgung.
>> Interpretieren darfst du sie selber.
>
> Um die Verbräuche witterungsbereinigt darstellen zu können, müsste man
> die Region wissen in der das Haus liegt (Postleitzahl) und ob der
> Abrechnungszeitraum genau dem Jahr entspreicht oder z.B. der
> Abrechnungsstichtag der 1. Oktober ist.
> .. und ob ander bauliche Maßnahmen zur Energieeinsparung ausgeführt
> wurden oder die Anzahl der Bewohner stark geschwankt hat ...

Hmm, gibt's da einen Web-Dienst für so was?

Ciao, Michael.

Alfred Gemsa

unread,
Apr 29, 2008, 3:15:33 PM4/29/08
to
Robert Pflüger schrieb:

> Um die Verbräuche witterungsbereinigt darstellen zu können, müsste man
> die Region wissen in der das Haus liegt (Postleitzahl) und ob der
> Abrechnungszeitraum genau dem Jahr entspreicht oder z.B. der
> Abrechnungsstichtag der 1. Oktober ist.

Jau, man kann die Korinthen nicht nur kacken, sondern auch der Größe
nach sortieren und in Zehnerreihen anordnen.

SCNR

Alfred

Robert Pflüger

unread,
Apr 29, 2008, 3:32:49 PM4/29/08
to
Alfred Gemsa schrieb:
> ...

> Jau, man kann die Korinthen nicht nur kacken, sondern auch der Größe
> nach sortieren und in Zehnerreihen anordnen.
>
> SCNR
>

kein Problem.
schau dir aber in einer müßigen Minute mal die Klimafaktoren an.
1 = 100%, z.B. 1,2 = 120% usw.

http://www.bbr.bund.de/cln_007/nn_22276/DE/ForschenBeraten/Bauwesen/EnergieKlima/EnergieGebaeude/Klimafaktoren__Neu,templateId=raw,property=publicationFile.xls/Klimafaktoren_Neu.xls

Alfred Gemsa

unread,
Apr 29, 2008, 3:48:24 PM4/29/08
to
Robert Pflüger schrieb:

> kein Problem.

doch, wohne zwar in einer kleinen Stadt, die liegt nahe Köln/Bonn, und
selbst die finde ich nicht im Excel-Sheet.

Mal im Ernst, ich glaube nicht, dass es möglich ist,
Energeieinsparungen/Mehrverbrauch
*eindeutig* auf eine Ursache zu reduzieren, aber ich sehe bei mir eine
deutliche und nahezu ständige Reduktion der Energiemenge um mehr als
zehn Prozent ab 2004.

Vielleicht ist's ja die Klimakatastrophe, oder kommt alles von dat Atom,
oder weiß ich, woher.

Wenn ich meine Hand in den Abgasstrahl halte, denke ich schon zu wissen,
woher die Energieeinsparzung kommt.

Aber getreu dem Motto: Wissen ist Macht, nicht wissen macht aber auch nix!

Nix für ungut, Alfred.

Robert Pflüger

unread,
Apr 29, 2008, 4:11:26 PM4/29/08
to
HAllo,

Alfred Gemsa schrieb:
>...


> doch, wohne zwar in einer kleinen Stadt, die liegt nahe Köln/Bonn, und
> selbst die finde ich nicht im Excel-Sheet.

ab Seite 9
http://www.bbr.bund.de/nn_22276/DE/ForschenBeraten/Bauwesen/EnergieKlima/EnergieGebaeude/DL1__WG-Regeln-Energieverbrauchskennwerte,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/DL1_WG-Regeln-Energieverbrauchskennwerte.pdf

>
> Mal im Ernst, ich glaube nicht, dass es möglich ist,
> Energeieinsparungen/Mehrverbrauch
> *eindeutig* auf eine Ursache zu reduzieren,

meist sind es mehrere Ursachen.
Das Wetter ist eine der größeren Einflußgrößen die man vergleichsweise
einfach berücksichtigen kann. Die Anzahl der Bewohner bzw. den
Warmwasseranteil am Gesamtenergieverbrauch ... sind da oft schwerer zu
ermitteln.
Oder geändere Raumtemperaturen je 1 Grad niedriger Raumtemperatur sind
überschlägig etwa 6% Heizenergieeinsparung zu erwarten ...

Thomas Hu"bner

unread,
Apr 29, 2008, 4:33:01 PM4/29/08
to
richter wrote:
> überlege gerade mir einen Brennwertkessel für meinen alte Gasheizung
> anzuschaffen.

Warum?

> Jetzt bin ich schon öfters

öfter. Ohne flaschen Plural-S

> darüber gestolpert, das sich Brennwert
> eigentlich nur bei Fußbodenheizung rentiert, bei normalen Heizkörpern
> würde man nicht über eine Ersparnis von 7% kommen.

Rentabel erst, wenn die Investitionskosten samt Zinsverlust durch
eingesparte Brennstoffkosten gedeckt wurden. Die Zeit dafür sollte kleiner
als die Lebensdauer des BW-Kessel sein.

> Kann das jemand bestätigen?

wie schon oft geschreiben: nicht pauschal.

Unbestritten: Erdgas-BW ist deutlich ergiebiger als Öl-BW.
Was soll es denn sein?

wieviele m² Heizfläche?
Welche Heizkessel-Leistung ist derzeit installiert?

Wie hoch ist im Winter die Vorlauf- und Rücklauftemperatur?
Wie hoch jetzt?

--
Thomas


Michael Ströder

unread,
Apr 29, 2008, 5:08:07 PM4/29/08
to

Meine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus wird von der Zentralheizung
beheizt. Meinen derzeitigen Informationen nach ist das ein
Brennwertkessel (Gas). Die Heizung wird auch anhand der Aussentemperatur
geregelt. Insofern ist es sicher von Belang, wie die Witterung in einem
Abrechnungszeitraum war.

(Würde auch gerne die Wirkung meiner Dämmmaßnahmen prüfen. Ist aber in
einem Mehrfamilienhaus noch mal komplizierter.)

Ciao, Michael.

R.R.Kopp

unread,
Apr 29, 2008, 5:29:56 PM4/29/08
to
Matthias Frank wrote:
>richter schrieb:
>
>> Jetzt bin ich schon öfters darüber gestolpert, das sich Brennwert eigentlich
>> nur bei Fußbodenheizung rentiert, bei normalen Heizkörpern würde man nicht
>> über eine Ersparnis von 7% kommen.
>
>Das Ganze hängt auch davon ab ob man passende Heizkörper hat.
>Man muss bei einer BW Heizung mit möglichst geringen
>Vorlauftemp. arbeiten...
>
Genaugenommen kommt es nur auf die Rücklauftemperatur an.

Wir haben hier eine FBH und zusätzlich drei Wandheizkörperin einem
kleinen Anbau mit zwei Büroräumen. Da reicht die Vorlauftemperatur der
FBH (je nach Witterung bis zu 50°C) ohne Probleme auch für die
Büroräume. Die Temperatur beim Rücklauf-Germisch aus beiden
Heizsysteme kommt nie höher als ca. 30°C.

Aus bestimmten Gründen muss ich derzeit bei unserem Gas-BW-Kessel das
Kondensat auffangen und von Hand in den Ausguss schütten. Bei der
kälteren Witterung bis vor wenigen Wochen fielen pro Tag bis zu sieben
Liter Kondensat an. Ich habe Stichprobenartig mal den Gasverbrauch
dazugestellt und komme auf einen Brennwertnutzen zwischen 5 bis 7%.
--
Rolf

Maik Koenig

unread,
Apr 29, 2008, 5:52:44 PM4/29/08
to

Die exakten Werte zwar nicht, aber Brennwert macht wirklich nur dann
Sinn, wenn die Vorlauftemperatur entsprechend niedrig ausfallen kann. Da
FBH grundsätzlich niedrige VL-Temp. hat, ist das Argument also nicht
vollkommen falsch. Richtig aber auch nicht, denn, je nach Auslegung der
HK und vorhandener Dämmung des Hauses, kann sich Brennwert auch schon
bei normalen HK rechnen. Allerdings meine ich mich zu erinnern, dass
BW-Anlagen heute ohnehin nicht mehr sonderlich teurer sind als NT-Anlagen.


Greetz,
MK
--
Religion? War das nicht der Schwachsinn, der jedes Jahr aufs Neue zu
exact den Dingen führt, die in der jeweiligen Glaubensrichtung
eigentlich verboten sind? So nach dem Motto "Ich glaube an die 10
Gebote, also töte ich jene die das nicht tun."

Lutz Schulze

unread,
Apr 30, 2008, 1:14:11 AM4/30/08
to
Am Tue, 29 Apr 2008 23:08:07 +0200 schrieb Michael Ströder:

> Die Heizung wird auch anhand der Aussentemperatur
> geregelt. Insofern ist es sicher von Belang, wie die Witterung in einem
> Abrechnungszeitraum war.

Ich würde die Hand dafür ins Feuer legen dass es auch ohne Aussenfühler
davon abhängig ist ;-)

Lutz

--
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Lutz Schulze

unread,
Apr 30, 2008, 1:15:33 AM4/30/08
to
Am Tue, 29 Apr 2008 23:52:44 +0200 schrieb Maik Koenig:

>> Jetzt bin ich schon öfters darüber gestolpert, das sich Brennwert eigentlich
>> nur bei Fußbodenheizung rentiert, bei normalen Heizkörpern würde man nicht
>> über eine Ersparnis von 7% kommen.
>>
>> Kann das jemand bestätigen?
>
> Die exakten Werte zwar nicht, aber Brennwert macht wirklich nur dann
> Sinn, wenn die Vorlauftemperatur entsprechend niedrig ausfallen kann.

Wie niedrig ist eigentlich ausreichend niedrig so etwa?

R.R.Kopp

unread,
Apr 30, 2008, 2:20:01 AM4/30/08
to
Lutz Schulze wrote:
> Maik Koenig:
>
>>> Jetzt bin ich schon öfters darüber gestolpert, das sich Brennwert eigentlich
>>> nur bei Fußbodenheizung rentiert, bei normalen Heizkörpern würde man nicht
>>> über eine Ersparnis von 7% kommen.
>>>
>>> Kann das jemand bestätigen?
>>
>> Die exakten Werte zwar nicht, aber Brennwert macht wirklich nur dann
>> Sinn, wenn die Vorlauftemperatur entsprechend niedrig ausfallen kann.
>
>Wie niedrig ist eigentlich ausreichend niedrig so etwa?
>
Die Vorlauftemperatur ist im Prinzip uninteressant - es kommt auf die
Rücklauftemperatur an.

"ausreichend niedrig" heißt: das rücklaufende Wasser kühlt die Abgase
im Wärmetauscher so weit herunter, dass der darin enthaltene
Wasserdampf (aus der Verbrennung von CH4) vollständig kondensiert. Die
dabei freiwerdende Kondensationswärme "heizt" das Rücklaufwasser schon
vor, bevor es wieder vom Brenner erwärmt wird. Das hat auch was mit
der Qualität des Wärmetauschers zu tun - nicht alle Hersteller
gestalten den so gut, wie es möglich wäre.
--
Rolf

Matthias Frank

unread,
Apr 30, 2008, 3:09:30 AM4/30/08
to
R.R.Kopp schrieb:

> Matthias Frank wrote:
>
>>richter schrieb:
>>
>>
>>>Jetzt bin ich schon öfters darüber gestolpert, das sich Brennwert eigentlich
>>>nur bei Fußbodenheizung rentiert, bei normalen Heizkörpern würde man nicht
>>>über eine Ersparnis von 7% kommen.
>>
>>Das Ganze hängt auch davon ab ob man passende Heizkörper hat.
>>Man muss bei einer BW Heizung mit möglichst geringen
>>Vorlauftemp. arbeiten...
>>
>
> Genaugenommen kommt es nur auf die Rücklauftemperatur an.

Ganz genaugenommen auf beides.

Der Unterschied zwischen Vor und Rücklauf mulitpliziert mit dem
Volumenstrom ist der abgegebene Leistung proportional.

Man braucht für den BW Effekt einen niedrigen Rücklauf und wenn
eine best. Leistung abgegeben wird, geht das nur mit einem
entsprechend niedrigen Vorlauf.

MfG
Matthias

Matthias Frank

unread,
Apr 30, 2008, 3:14:21 AM4/30/08
to
Alfred Gemsa schrieb:

> Ende 2003 haben wir einen Brennwertkessel (Gas) bekommen, hier die
> Abrechnungen:
>
> 2000: 22780 kWh
> 2001: 23778 kWh
> 2002: 24536 kWh
> 2003: 24924 kWh
> 2004: 20626 kWh
> 2005: 20846 kWh
> 2006: 21806 kWh
> 2007: 17406 kWh
>

Von 2006 auf 7 hast du doch eine Rückgang von 20%. D.h.
der Einfluss des Wetters (ich spreche nicht von Klima, weil
sich das nicht in 1 Jahr ändert) ist sehr gross.

Ich bin jetzt zu faul aber ich denke ich kann dir ne ähnliche
Liste aufschreiben ohne dass wir ne neue Heizung bekommen haben.
Tendenziell fällt bei uns der Verbrauch auch.

MfG
Matthias

Lutz Schulze

unread,
Apr 30, 2008, 3:38:57 AM4/30/08
to
Am Wed, 30 Apr 2008 09:09:30 +0200 schrieb Matthias Frank:

>> Genaugenommen kommt es nur auf die Rücklauftemperatur an.
>
> Ganz genaugenommen auf beides.
>
> Der Unterschied zwischen Vor und Rücklauf mulitpliziert mit dem
> Volumenstrom ist der abgegebene Leistung proportional.
>
> Man braucht für den BW Effekt einen niedrigen Rücklauf und wenn
> eine best. Leistung abgegeben wird, geht das nur mit einem
> entsprechend niedrigen Vorlauf.

Oder man verringert den Volumenstrom (spart auch Strom an der Pumpe) und
vergrößert damit die Differenz zwischen Vor- und Rücklauf?

Lutz Schulze

unread,
Apr 30, 2008, 3:41:51 AM4/30/08
to
Am Wed, 30 Apr 2008 08:20:01 +0200 schrieb R.R.Kopp:

>>Wie niedrig ist eigentlich ausreichend niedrig so etwa?
>>
> Die Vorlauftemperatur ist im Prinzip uninteressant - es kommt auf die
> Rücklauftemperatur an.

Ja, klar.

> "ausreichend niedrig" heißt: das rücklaufende Wasser kühlt die Abgase
> im Wärmetauscher so weit herunter, dass der darin enthaltene
> Wasserdampf (aus der Verbrennung von CH4) vollständig kondensiert. Die
> dabei freiwerdende Kondensationswärme "heizt" das Rücklaufwasser schon
> vor, bevor es wieder vom Brenner erwärmt wird. Das hat auch was mit
> der Qualität des Wärmetauschers zu tun - nicht alle Hersteller
> gestalten den so gut, wie es möglich wäre.

Und was ist in der Praxis in Grad ausreichend niedrig als
Rücklauftemperatur?

Dieter Wiedmann

unread,
Apr 30, 2008, 3:47:18 AM4/30/08
to
Maik Koenig schrieb:

> Die exakten Werte zwar nicht, aber Brennwert macht wirklich nur dann
> Sinn, wenn die Vorlauftemperatur entsprechend niedrig ausfallen kann.

Es gibt auch Hochtemperatur-Brennwertkessel, sind halt teurer.


Gruß Dieter

Martin Kienass

unread,
Apr 30, 2008, 4:02:27 AM4/30/08
to

Es ist nunmal so, dass der Energieverbrauch ganz entscheidend von der
Witterung und vom Nutzerverhalten abhängig ist. Um das zu erkennen,
braucht man nur auf Deine Verbrauchswerte schauen; je nach Wertepaar,
das man sich heraussucht, findet man Argumente für oder gegen die
Brennwertheizung. Immerhin reicht das "Einsparungspotential" in
Deinem Fall von (mageren) 5% bis zu (ohne weitere Maßnahmen sehr guten)
30%.
Die Wahrheit wird irgendwo dazwischen liegen, vermutlich ziemlich
genau in der Mitte. Wirklich wissen kann man das aber erst, wenn man
Witterungseinflüsse und Nutzerverhalten herausgerechnet hat.

Das hat nichts mit Korinthenkacken und Erbsenzählen zu tun. Deine
Werte sind so schlicht nicht vergleichbar.

> SCNR

Das hilft Dir jetzt auch nix mehr.

Matthias Frank

unread,
Apr 30, 2008, 4:08:19 AM4/30/08
to
Lutz Schulze schrieb:

> Am Wed, 30 Apr 2008 09:09:30 +0200 schrieb Matthias Frank:
>
>
>>>Genaugenommen kommt es nur auf die Rücklauftemperatur an.
>>
>>Ganz genaugenommen auf beides.
>>
>>Der Unterschied zwischen Vor und Rücklauf mulitpliziert mit dem
>>Volumenstrom ist der abgegebene Leistung proportional.
>>
>>Man braucht für den BW Effekt einen niedrigen Rücklauf und wenn
>>eine best. Leistung abgegeben wird, geht das nur mit einem
>>entsprechend niedrigen Vorlauf.
>
>
> Oder man verringert den Volumenstrom (spart auch Strom an der Pumpe) und
> vergrößert damit die Differenz zwischen Vor- und Rücklauf?
>

Ja dann kommt man aber evtl. nicht mehr auf die Leistung die man
braucht. Deshalb sind halt manche Heizkörper mit entsprechend grosse
Oberfläche besser geeignet.

MfG
Matthias

Martin Kienass

unread,
Apr 30, 2008, 4:11:13 AM4/30/08
to
Am 2008-04-30 schrieb Lutz Schulze <lsch...@netzwerkseite.de>:
> Am Wed, 30 Apr 2008 08:20:01 +0200 schrieb R.R.Kopp:
>
>>>Wie niedrig ist eigentlich ausreichend niedrig so etwa?
>>>
>> Die Vorlauftemperatur ist im Prinzip uninteressant - es kommt auf die
>> Rücklauftemperatur an.
>
> Ja, klar.
>
>> "ausreichend niedrig" heißt: das rücklaufende Wasser kühlt die Abgase
>> im Wärmetauscher so weit herunter, dass der darin enthaltene
>> Wasserdampf (aus der Verbrennung von CH4) vollständig kondensiert. Die
>> dabei freiwerdende Kondensationswärme "heizt" das Rücklaufwasser schon
>> vor, bevor es wieder vom Brenner erwärmt wird. Das hat auch was mit
>> der Qualität des Wärmetauschers zu tun - nicht alle Hersteller
>> gestalten den so gut, wie es möglich wäre.
>
> Und was ist in der Praxis in Grad ausreichend niedrig als
> Rücklauftemperatur?

Der Taupunkt von Abgasen aus Erdgasverbrennung liegt bei etwa 54°C,
der von Heizölabgasen bei etwa 45°C. Um den Brennwerteffekt zu nutzen,
muss die Rücklauftemperatur unterhalb dieser Werte bleiben. Je weiter
darunter, desto besser.

Michael Ströder

unread,
Apr 30, 2008, 4:43:10 AM4/30/08
to
Lutz Schulze wrote:
> Am Tue, 29 Apr 2008 23:08:07 +0200 schrieb Michael Ströder:
>
>> Die Heizung wird auch anhand der Aussentemperatur
>> geregelt. Insofern ist es sicher von Belang, wie die Witterung in einem
>> Abrechnungszeitraum war.
>
> Ich würde die Hand dafür ins Feuer legen dass es auch ohne Aussenfühler
> davon abhängig ist ;-)

Ja, das wollte ich damit auch nicht bestreiten. ;-)

Ciao, Michael.

Heinz Schmitz

unread,
Apr 30, 2008, 4:54:17 AM4/30/08
to
Martin Kienass wrote:

> weniger Ausgaben für den Schornsteinfeger.

Das ist mir aber jetzt neu, daß die Ausgaben für den
Schornsteinfeger von irgendwas abhängen außer
von dem Schornsteinfeger :-).

Grüße,
H.


R.R.Kopp

unread,
Apr 30, 2008, 5:00:17 AM4/30/08
to
Martin Kienass wrote:
> Lutz Schulze:

>>R.R.Kopp:
>>
>>>>Wie niedrig ist eigentlich ausreichend niedrig so etwa?
>>>>
>>> Die Vorlauftemperatur ist im Prinzip uninteressant - es kommt auf die
>>> Rücklauftemperatur an.
>>
>> Ja, klar.
>>
>>> "ausreichend niedrig" heißt: das rücklaufende Wasser kühlt die Abgase
>>> im Wärmetauscher so weit herunter, dass der darin enthaltene
>>> Wasserdampf (aus der Verbrennung von CH4) vollständig kondensiert. Die
>>> dabei freiwerdende Kondensationswärme "heizt" das Rücklaufwasser schon
>>> vor, bevor es wieder vom Brenner erwärmt wird. Das hat auch was mit
>>> der Qualität des Wärmetauschers zu tun - nicht alle Hersteller
>>> gestalten den so gut, wie es möglich wäre.
>>
>> Und was ist in der Praxis in Grad ausreichend niedrig als
>> Rücklauftemperatur?
>
>Der Taupunkt von Abgasen aus Erdgasverbrennung liegt bei etwa 54°C,
>der von Heizölabgasen bei etwa 45°C. Um den Brennwerteffekt zu nutzen,
>muss die Rücklauftemperatur unterhalb dieser Werte bleiben. Je weiter
>darunter, desto besser.
>
So isset!

Bei Öl kommt neben des ungünstig niedrigen Taupunktes auch noch
verschlechternd hinzu, dass dort weniger H, dafür aber mehr C
enthalten ist. Bei der Verbrennung entsteht deshalb weniger
Wasserdampf, nur dieser aber ist für den Brennwertnutzen wirksam.
--
Rolf

Dieter Wiedmann

unread,
Apr 30, 2008, 5:00:02 AM4/30/08
to
Heinz Schmitz schrieb:

> Das ist mir aber jetzt neu, daß die Ausgaben für den
> Schornsteinfeger von irgendwas abhängen außer
> von dem Schornsteinfeger :-).

Bei Gasbrennwert nur noch alle zwei Jahre Emissionsmessung, und kein
Kaminkehren mehr.


Geuß Dieter

Martin Kienass

unread,
Apr 30, 2008, 5:18:50 AM4/30/08
to

Da sage noch einer, usenet vermittele kein Wissen :)

Im Ernst: Brennwertgeräte (zur Sicherheit: einfamilienhausübliche)
bekommen vom Schorni eine CO-Messung verpasst, erstmals nach drei,
danach wiederkehrend alle zwei Jahre. Zusätzlich prüft er, ob das
Abgassystem "noch da" ist.

Heizkessel über 11kW bekommen jährlich Besuch vom Schornsteinfeger
und es wird eine (teurere) Abgasverlustmessung fällig.

Ist kein großer Unterschied? Dann frag mal den Schornsteinfeger,
warum er so ungern Brennwertgeräte empfiehlt.
Bei Öl(brennwert)heizung fällt zusätzlich noch das Kehren des
Schornsteins weg, obwohl es auch schon Schornis gegeben haben soll,
die das Abgassystem eines Ölbrennwertkessels partout vom Ruß
befreien wollten...

Martin Kienass

unread,
Apr 30, 2008, 5:21:24 AM4/30/08
to
Am 2008-04-30 schrieb Heinz Schmitz <HeinzS...@gmx.net>:

Da sage noch einer, usenet vermittele kein Wissen :)

Im Ernst: Brennwertgeräte (zur Sicherheit: einfamilienhausübliche)
bekommen vom Schorni eine CO-Messung verpasst, erstmals nach drei,
danach wiederkehrend alle zwei Jahre. Zusätzlich prüft er, ob das
Abgassystem "noch da" ist.

NT-Heizkessel über 11kW bekommen jährlich Besuch vom Schornsteinfeger

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