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Von Diebesbanden und Bügelschlössern

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Bodo G. Meier

unread,
May 17, 2015, 1:22:43 AM5/17/15
to
Moin!

Zitat: "Jedes Jahr werden in Deutschland deutlich über 300.000 Fahrräder
gestohlen – pro Tag fast 1.000. Kann man da nichts machen? Sich besser
schützen? Oder den Dieb finden? Das Feature gibt Antworten auf alle drei
Fragen."

In der Reihe Dok 5 - Das Feature sendet WDR5 heute und morgen eine
Sendung, die anschliessend auch heruntergeladen werden kann.

http://www.wdr5.de/sendungen/dok5/fahrradklau136.html

Gruss,
Bodo

Markus Schröder

unread,
May 17, 2015, 9:05:43 AM5/17/15
to
moin,

kann man eigentlich einen 10mm Edelstahldraht einfach mit einer Zange
durchknipsen?

Oder würde eine richtige Eisenkette mit wie starken Gliedern
(4,5,6-10mm) einem Klau eher Stand halten? Oder vereist man die mit Gas
und schlägt sie einfach auf?


Markus

Christian Steins

unread,
May 17, 2015, 11:01:26 AM5/17/15
to
Am 17.05.2015 um 15:05 schrieb Markus Schröder:

> kann man eigentlich einen 10mm Edelstahldraht einfach mit einer Zange
> durchknipsen?

Mit nem Bolzenschneider.

> Oder würde eine richtige Eisenkette mit wie starken Gliedern
> (4,5,6-10mm) einem Klau eher Stand halten? Oder vereist man die mit Gas
> und schlägt sie einfach auf?

Profis bekommen alles auf, mit diversen Methoden.

In der aktuellen "TEST" gibt's nen Test. Gut abgeschnitten und auch
noch relativ preiswert ist eine Kette von AXA.

Christian



Markus Luft

unread,
May 17, 2015, 11:51:06 AM5/17/15
to
On Sun, 17 May 2015 15:05:43 +0200, Markus Schröder wrote:

> Am 17.05.2015 um 07:22 schrieb Bodo G. Meier:
>> Moin!
>>
>> Zitat: "Jedes Jahr werden in Deutschland deutlich über 300.000 Fahrräder
>> gestohlen – pro Tag fast 1.000. Kann man da nichts machen? Sich besser
>> schützen? Oder den Dieb finden? Das Feature gibt Antworten auf alle drei
>> Fragen."
>>
>> In der Reihe Dok 5 - Das Feature sendet WDR5 heute und morgen eine
>> Sendung, die anschliessend auch heruntergeladen werden kann.
>>
>> http://www.wdr5.de/sendungen/dok5/fahrradklau136.html
>>
>
> kann man eigentlich einen 10mm Edelstahldraht einfach mit einer Zange
> durchknipsen?
>
Wenn der Draht aus mehreren Litzen besteht, knabst man sich selbst mit
einer schon sehr abgenutzten Zange in recht kurzer Zeit durch.

> Oder würde eine richtige Eisenkette mit wie starken Gliedern
> (4,5,6-10mm) einem Klau eher Stand halten? Oder vereist man die mit Gas
> und schlägt sie einfach auf?
>
Mit Ketten habe ich jetzt keine Erfahrung, aber mit abgebrochenen
Schlüsseln an Bügelschlössern. Da tauche ich den gesamten
Schließmechanismus in flüssigen Stickstoff und schlage den dann
mit einem kleinen Mottek ab. Das funktioniert auch bei den guten
Bügelschössern. Mit Kältespray ist da nichts zu reißen, das wird
einfach nicht kalt genug. Prima ist es, daß die immer nur das
Oberrohr mit dem Bügelschloss anschließen, da macht man auch nichts
am Rad kaputt, man kommt super dran und kann den Anlehnbügel als
"Widerlager" benutzen. Ich würde ja im Winter einfach mal die
Schlösser ölen, aber nee...
Diebe werden wohl kaum mit flüssigem Stickstoff arbeiten, die haben
andere Methoden, die auch schneller sind.

Harry Mogelsen

unread,
May 17, 2015, 12:16:36 PM5/17/15
to
On Sun, 17 May 2015 15:05:43 +0200 Markus Schröder wrote:
>
>kann man eigentlich einen 10mm Edelstahldraht einfach mit einer Zange
>durchknipsen?
>
Ja, spielend leicht - kommt kalt auf die "Zange" an. Falls du mit
"Edelstahldraht" rostfreien Edelstahl der Güteklasse A2-70 meinst..,
den kannst du als seriösen Kettenwerkstoff vergessen, der taugt nicht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Rostfreier_Stahl

>Oder würde eine richtige Eisenkette mit wie starken Gliedern
>(4,5,6-10mm) einem Klau eher Stand halten? Oder vereist man die mit Gas
>und schlägt sie einfach auf?
>
Das Märchen vom Eisspray aus der Dose ist wohl nicht tot zu kriegen?
Eine Sicherungskette (nicht aus Eisen, sondern speziell legiertem und
gehärtetem Stahl!), die diesen Namen verdient, wirst du damit nicht
beeindrucken können.
https://www.louis.de/artikel/abus-granit-extr-plus-59-kettenschloss-l-110-cm/10002705?list=78396244
oder etwas preiswerter mit etwas geringerem Sicherheitslevel:
https://www.louis.de/artikel/abus-strada-34-55-10ks110-loop-110-cm-louis-edition/10001988?list=78396244

Christian Steins

unread,
May 17, 2015, 12:29:53 PM5/17/15
to
Die wiegen 3 bzw. 4 kg. Tut sich das jemand an am Fahrrad?

Christian


Karsten H.

unread,
May 17, 2015, 12:47:17 PM5/17/15
to
Am Sonntag, 17. Mai 2015 07:22:43 UTC+2 schrieb Bodo G. Meier:
> Moin!
>
> Zitat: "Jedes Jahr werden in Deutschland deutlich über 300.000 Fahrräder
> gestohlen - pro Tag fast 1.000. Kann man da nichts machen? Sich besser
> schützen? Oder den Dieb finden? Das Feature gibt Antworten auf alle drei
> Fragen."
>
> In der Reihe Dok 5 - Das Feature sendet WDR5 heute und morgen eine
> Sendung, die anschliessend auch heruntergeladen werden kann.
>
> http://www.wdr5.de/sendungen/dok5/fahrradklau136.html
>
> Gruss,
> Bodo

Moin,
Wer das Diebstahlproblem mit (immer mehr/ besserer)Technik
lösen will, hat entweder von Technik wenig Ahnung
oder das Problem nicht verstanden.

Gruß Karsten
Fahrrad fährt Fahrbahn

Harry Mogelsen

unread,
May 17, 2015, 12:58:15 PM5/17/15
to
Meine gefüllte Ortlieb Office-Bag wiegt je nach zu transportierendem
Inhalt meistens so um 4,5 bis 6 kg. Tut sich das jemand an am Fahrrad?

Thomas Sçhlueter

unread,
May 17, 2015, 1:03:42 PM5/17/15
to
Am 17.05.2015 um 17:01 schrieb Christian Steins:
>
> Gut abgeschnitten und auch
> noch relativ preiswert ist eine Kette von AXA.

Apropos Bolzenschneider: ich weiß nicht, ob "gut abgeschnitten" ein
Prädikat ist, auf das man als Hersteller stolz sein sollte... :-)

"Aufbruchstimmung bei den Fahrradschloss-Herstellern. Das Modell 'Beagle
Boy' von Albus überzeugte im Test mit einem überaus knackigen Auftritt.
Auch der Test des 'Lupin As' von Dreadlock verlief recht aufschlussreich."

SCNR, Tom

Thomas Heier

unread,
May 17, 2015, 1:55:32 PM5/17/15
to
Christian Steins <cs...@quantentunnel.de> wrote:

> Die wiegen 3 bzw. 4 kg. Tut sich das jemand an am Fahrrad?

Die von mir am Fahrrad - als eine vorn 2 Schlössern - mitgeschleppte
MOTORRADKETTE wiegt laut Verkäufer 3,5kg. Ohne das Rundschloß... Das ist
mir mein 4000Euro-Rad wert.

--
Kennst du groops.de, die Freizeitgemeinschaft im deutschsprachigem
Raum? Reinschauen kostet nichts...
Urlaubsbilder: http://www.thomas-heier.de
Filme: http://www.youtube.com/user/thshDE?feature=mhum#g/u

Martin Wohlauer

unread,
May 17, 2015, 2:27:00 PM5/17/15
to
Wenns Nutzlast ist, ja warum denn auch nicht? Wenn ichs immer dabei
haben muss, dann überlege ichs mir evtl. auch noch mal, ob ich das jeden
Tag mit haben müssen will.

Grüßle,

Martin.

Olaf Schultz

unread,
May 17, 2015, 3:00:52 PM5/17/15
to
Thomas Heier wrote:
> Christian Steins <cs...@quantentunnel.de> wrote:
>
>> Die wiegen 3 bzw. 4 kg. Tut sich das jemand an am Fahrrad?
>
> Die von mir am Fahrrad - als eine vorn 2 Schlössern - mitgeschleppte
> MOTORRADKETTE wiegt laut Verkäufer 3,5kg. Ohne das Rundschloß... Das ist
> mir mein 4000Euro-Rad wert.
>

Wenn der Trupp der SRHH (oder ein anderer Trupp) mit der 18V-Flex von
DeWalt (bei den Jungs der SRHH, es gibt auch andere Markenprodukte z.B.
GWS18, WF18LTX125, W18LTX126...) anrückt bringt das auch nichts. Dünne
Scheibe drauf und keine 15 Sekunden.

Olaf

Gerald E:scher

unread,
May 17, 2015, 3:47:07 PM5/17/15
to
Am 17.05.15 um 21:00 schrieb Olaf Schultz:
> Thomas Heier wrote:
>> Christian Steins <cs...@quantentunnel.de> wrote:
>>
>>> Die wiegen 3 bzw. 4 kg. Tut sich das jemand an am Fahrrad?
>>
>> Die von mir am Fahrrad - als eine vorn 2 Schlössern - mitgeschleppte
>> MOTORRADKETTE wiegt laut Verkäufer 3,5kg. Ohne das Rundschloß... Das ist
>> mir mein 4000Euro-Rad wert.

Sehr sinnvoll. Teures Rad mit hochwertigen, leichten Komponenten kaufen
und anschließend Schwermetall dran hängen.

> Wenn der Trupp der SRHH (oder ein anderer Trupp) mit der 18V-Flex von
> DeWalt

18V-Akkus sind was für Mädchen.
http://www.dewalt.at/powertools/productdetails/catno/DC415M2/

Ein besseres Bügelschloss, das nicht jeder Dahergelaufene mit dem
Bolzenschneider aufkriegt, reicht auch bei einem teuren Rad und gegen
eine Flex ist ohnehin kein Kraut gewachsen.

--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |

Hans CraueI

unread,
May 17, 2015, 3:47:41 PM5/17/15
to
Thomas Heier schrieb

> Die von mir am Fahrrad - als eine vorn 2 Schlössern - mitgeschleppte
> MOTORRADKETTE wiegt laut Verkäufer 3,5kg. Ohne das Rundschloß... Das
> ist mir mein 4000Euro-Rad wert.

Solange der Gegenstand, an dem das Fahrrad angeschlossen ist, nicht
von mindestens gleicher Widerstandsfaehigkeit ist, bringt das wenig.
Ein Verkehrsschild oder ein Anlehnbuegel sind schnell durchgetrennt.

Hans CraueI

Karsten H.

unread,
May 17, 2015, 3:53:17 PM5/17/15
to
Psst: *flüster* vor allem völlig lautlos mit einem "Rohrschneider".
Message has been deleted

Horst Schnellinger

unread,
May 17, 2015, 10:40:02 PM5/17/15
to
* Harry Mogelsen <Torkel...@fahr-zur-hoelle.org> [17-05-15 16:58]:
Nicht wenn noch ein 4kg Schloß dazu kommt. Bei den Gewichten kann man
auch gleich E-Mofa fahren.

[hr. Maer[ker

unread,
May 18, 2015, 1:40:01 AM5/18/15
to
Christian Steins wrote:
> Am 17.05.2015 um 15:05 schrieb Markus Schröder:
>
>> kann man eigentlich einen 10mm Edelstahldraht einfach mit einer Zange
>> durchknipsen?
>
> Mit nem Bolzenschneider.

Auch Litzen? Damit tun sich Bolzenschneider weit schwerer als mit
Vollmaterial.

> Profis bekommen alles auf, mit diversen Methoden.

Die Frage ist, wieviele Fahrraddiebe zu dieser Kategorie zu zählen sind.
Meines Erachtens ist die Mehrheit lausige Amateure. Die klauen entweder
einzelne Räder, um selbst damit zu fahren oder um sie bei A&V, Flohmarkt
& Co. zu versetzen. Ob es wirklich solche Blödiane gibt, die auf den
reinen Schrottwert aus sind, konnte ich noch nicht verifizieren.
Was Th. Graser bechreibt, ist die dritte Kategorie: die leeren ganze
Fahrradständer und fahren sie mit LKW gen .pl oder sonstwohin. Das sind
- wenigstens teilweise - Profis.
--


CU [hr. Maer[ker.

Transport + Sport = Radfahren

[hr. Maer[ker

unread,
May 18, 2015, 10:55:39 AM5/18/15
to
Markus Luft wrote:
> Wenn der Draht aus mehreren Litzen besteht, knabst man sich selbst mit
> einer schon sehr abgenutzten Zange in recht kurzer Zeit durch.

Blechscheren sollen sich dafür auch gut eignen.

> Diebe werden wohl kaum mit flüssigem Stickstoff arbeiten, die haben
> andere Methoden, die auch schneller sind.

In vielen Fällen sind die Schlösser selbst die Schwachstelle und weniger
die massiven Eisenteile. Gerade da soll sich oft Billigware von
Hochwertigem unterscheiden. Manche Schlösser lassen sich mit unglaublich
primitiven Methoden knacken. Dazu gab es vor ca. zwei Jahren einen
Bericht in der RadWelt, in dem schon die verwendeten Werkzeuge darauf
hindeuteten, dass der Schlossknack eher keine hohe Kunst war.
--


CU [hr. Maer[ker.

RADWEGE sind TOD-SICHER! Schlaue Füchse fahren Fahrbahn.

Thomas Heier

unread,
May 18, 2015, 3:21:23 PM5/18/15
to
Gerald E:scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:

> Sehr sinnvoll. Teures Rad mit hochwertigen, leichten Komponenten kaufen
> und anschließend Schwermetall dran hängen.

Billige Unterstellung. Eine Rohloff ist keine "Leicht"kompnente. Und die
Maguras von 2004 sind auch nicht gerade Leichtbau. Und Stahl ist kein
Schwermetall, das wäre Uran, Blei, Gold.

Markus Luft

unread,
May 18, 2015, 3:58:19 PM5/18/15
to
On Mon, 18 May 2015 16:55:38 +0200, [hr. Maer[ker wrote:

> Markus Luft wrote:

>> Diebe werden wohl kaum mit flüssigem Stickstoff arbeiten, die haben
>> andere Methoden, die auch schneller sind.
>
> In vielen Fällen sind die Schlösser selbst die Schwachstelle und weniger
> die massiven Eisenteile. Gerade da soll sich oft Billigware von
> Hochwertigem unterscheiden. Manche Schlösser lassen sich mit unglaublich
> primitiven Methoden knacken. Dazu gab es vor ca. zwei Jahren einen
> Bericht in der RadWelt, in dem schon die verwendeten Werkzeuge darauf
> hindeuteten, dass der Schlossknack eher keine hohe Kunst war.

Hochwertig muß nicht zwangsläufig besser sein.
Für Bordos, so hörte ich aus gewöhnlich gut informierten Kreisen, sollen
Schlagschlüssel im Umlauf sein.
Tatsächlich erzählten mir mehrere Radfahrer, daß ihr Schloss
offensichtlich geöffnet, das Rad gestohlen und dann das Schloss wieder
abgeschlossen am Anlehnbügel baumelte. Diebe spezialisieren sich dann
gern auf bestimmte Schlösser.

frank paulsen

unread,
May 18, 2015, 4:43:47 PM5/18/15
to
Th...@thomas-heier.de (Thomas Heier) writes:

> Gerald E:scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
>
>> Sehr sinnvoll. Teures Rad mit hochwertigen, leichten Komponenten kaufen
>> und anschließend Schwermetall dran hängen.
>
> Billige Unterstellung. Eine Rohloff ist keine "Leicht"kompnente. Und die
> Maguras von 2004 sind auch nicht gerade Leichtbau. Und Stahl ist kein
> Schwermetall, das wäre Uran, Blei, Gold.

chemiker zaehlen Eisen und damit letztlich auch Stahl ganz zwanglos zu
den schwermetallen. wenn man die dichten von sagenwirmal Cadmium und
Eisen vergleicht, in relation zu Gold, wird auch klar, woran das liegt.

--
frobnicate foo

Markus Luft

unread,
May 18, 2015, 5:57:04 PM5/18/15
to
Na ja, Chemiker definieren "schwer" mehr nach Atommasse und weniger nach
Dichte, da gehört dann Arsen als Halbmetall noch kackfrech dazu.
Werkstofftechniker werden wohl nach Dichte gehen und da gehört Eisen
noch meistens zu den Schwermetallen und Chrom auch.
Der Volksmund versteht unter Schwermetallen anscheinend giftige Metalle,
jedenfalls die, von denen sie es wissen. Interessanterweise wollen
die ihre Amalgam-Füllungen los werden, aber von einer Goldvergiftung
haben die noch nicht gehört, das ist ja ein Edelmetall. ;)

Anton Ertl

unread,
May 19, 2015, 2:47:13 AM5/19/15
to
Th...@thomas-heier.de (Thomas Heier) writes:
> Und Stahl ist kein
>Schwermetall, das wäre Uran, Blei, Gold.

http://de.wikipedia.org/wiki/Schwermetalle#Definitionen meint:

|In der Technik (nur NE-Metalle) und der Chemie fallen unter den
|Begriff "Schwermetall" Metalle mit einer Dichte > 5 g/cmł.[7][8] Zu
|diesen werden üblicherweise unter anderem die Edelmetalle sowie
|Bismut, *Eisen*, Kupfer, Blei, Zink, Zinn, Nickel, Cadmium, Chrom und
|Uran gerechnet.

Ich hab's markiert. Eisen hat eine Dichte von 7.8, und die ueblichen
Legierungsmetalle haben auch eine Dichte von ueber 5.

- anton
--
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/

Christian Steins

unread,
May 19, 2015, 3:50:40 AM5/19/15
to
Am 18.05.2015 um 21:58 schrieb Markus Luft:

> Hochwertig muß nicht zwangsläufig besser sein.
> Für Bordos, so hörte ich aus gewöhnlich gut informierten Kreisen, sollen
> Schlagschlüssel im Umlauf sein.

ABUS ist nicht doof. Die Schwachstelle wurde schon längst behoben.

Ein guter Tipp ist, statt einem schweren zwei mittelschwere
Schlösser unterschiedlichen Typs/Marke zu nehmen.

Christian



Message has been deleted

Karsten H.

unread,
May 19, 2015, 6:01:23 AM5/19/15
to
Am Dienstag, 19. Mai 2015 11:38:25 UTC+2 schrieb Andreas Oehler:
> 18 May 2015 19:58:18 GMT, Markus Luft:
> [Bordoschloß, "Schlagschlüssel"]

Gerade zum Bordo, das wohl einen sehr guten Ruf genießt,
gibt es einschlägige Videos auf Youtube.
Suchworte z.b. "Bordo"+ "Lockpicking"
Wie glaubwürdig oder plausibel die Aussagen dieser Videos sind
kann ich nicht beurteilen.

Gruß Karsten
Fahrrad ist Fahrzeug
Fahezeug fährt Fahrbahn

Stephan Behrendt

unread,
May 19, 2015, 6:21:40 AM5/19/15
to
Am Dienstag, 19. Mai 2015 12:01:23 UTC+2 schrieb Karsten H.:

> Gerade zum Bordo, das wohl einen sehr guten Ruf genießt,
> gibt es einschlägige Videos auf Youtube.

Erstens gibt eine Vielzahl von Bordomodellen mit ganz unterschiedlicher
Sicherheitsstufe und ganz unterschiedlichen Schließzylindern.

Zweitens kämest du nie auf die Idee, Jeder könne wie No-Way-Rey
https://www.youtube.com/watch?v=-T0rlwnKWsA
Fahrrad fahren, nur weil es darüber Videos gibt.

Nach wochenlanger Übung mit einem fest eingespannten Schloss, bei dem der
Schlüssel bekannt ist und die Zylinderöffnung nach oben zeigt ist so Manches
möglich, was in der Wirklichkeit mit einem intelligent angeschlossenen Rad
nicht so problemlos funzt.

Aber natürlich sind die Modelle der 6000er Serie des Bordo weniger sicher als
die schwereren Granit X Plus-Varianten.

Stephan

Karsten H.

unread,
May 19, 2015, 6:34:28 AM5/19/15
to
Am Dienstag, 19. Mai 2015 12:21:40 UTC+2 schrieb Stephan Behrendt:
> Am Dienstag, 19. Mai 2015 12:01:23 UTC+2 schrieb Karsten H.:
(...)
>
> Zweitens kämest du nie auf die Idee, Jeder könne wie No-Way-Rey
>
(...)
Zuendelesen hilft
Ich schrob:
"Wie glaubwürdig oder plausibel die Aussagen dieser Videos sind
kann ich nicht beurteilen."

Gruß Karsten
...Fahrbahn

Markus Luft

unread,
May 19, 2015, 7:00:02 AM5/19/15
to
On Tue, 19 May 2015 09:51:06 +0200, Christian Steins wrote:

> Am 18.05.2015 um 21:58 schrieb Markus Luft:
>
>> Hochwertig muß nicht zwangsläufig besser sein.
>> Für Bordos, so hörte ich aus gewöhnlich gut informierten Kreisen, sollen
>> Schlagschlüssel im Umlauf sein.
>
> ABUS ist nicht doof. Die Schwachstelle wurde schon längst behoben.
>
Es warten aber noch jede Menge Schlösser auf die unautorisierte
Öffnung. Mal abgesehen davon, daß auch für neue Schlösser vielleicht
bald schon wieder Öffnungswerkzeug im Handel sein könnte.

> Ein guter Tipp ist, statt einem schweren zwei mittelschwere
> Schlösser unterschiedlichen Typs/Marke zu nehmen.
>
So mache ich das auch. Ich verwende auch gern mal etwas exotischere
Marken.

Markus Luft

unread,
May 19, 2015, 7:10:03 AM5/19/15
to
On Tue, 19 May 2015 03:01:22 -0700, Karsten H. wrote:

> Am Dienstag, 19. Mai 2015 11:38:25 UTC+2 schrieb Andreas Oehler:
>> 18 May 2015 19:58:18 GMT, Markus Luft:
>> [Bordoschloß, "Schlagschlüssel"]
>
> Gerade zum Bordo, das wohl einen sehr guten Ruf genießt,
> gibt es einschlägige Videos auf Youtube.
> Suchworte z.b. "Bordo"+ "Lockpicking"
> Wie glaubwürdig oder plausibel die Aussagen dieser Videos sind
> kann ich nicht beurteilen.
>
Lockpicking halte ich für sehr unwahrscheinlich.
Schlagschlüssel ja, die gibt es ja auch käuflich zu erwerben.

[hr. Maer[ker

unread,
May 19, 2015, 7:20:23 AM5/19/15
to
Andreas Oehler wrote:
[Fahrradschlösser geknackt und anschließend wieder geschlossen?]
> Woran wurden denn das "offensichtlich" erkannt? Könnte es nicht sein, dass
> schlicht der Rahmen des Fahrrad mit Säge oder Rohrschneider durchtrennt
> wurde.

Das wäre eine Option für die Dümmsten unter den Fahrraddieben, die
angeblich auf reinen Metallwert aus sind. Und natürlich für die hier:

> Während der Transport, die Lagerung und der Verkauf von geklauten
> hochwertigen Fahrrädern doch ein deutliches Risiko mit sich bringt,
> scheint mir der Verkauf hochwertiger Fahrradteile relativ gefahrlos.
> werden bei ebay und auch auf Gebrauchtradmärkten gute Preise für gute
> Teile gezahlt.

Diese Clientel ist mir neu, aber einleuchtend. Evtl. hat die hiesige
Polizei das bisher nicht gerafft und glaubt, Fahrräder seien 100%
Schrott, wenn der Rahmen zersägt wird? Weil, die Geschichte mit den
Schrottdieben mag ich nicht recht glauben, das bringt bei Fahrrädern
einfach zu wenig. Das Risiko beim Klau steht in keinem Verhältnis dazu.

[hr. Maer[ker

unread,
May 19, 2015, 7:27:34 AM5/19/15
to
Karsten H. wrote:
> Wer das Diebstahlproblem mit (immer mehr/ besserer)Technik
> lösen will, hat entweder von Technik wenig Ahnung
> oder das Problem nicht verstanden.

Es ist einer der vielen technischen Wettläufe, die es seit langem gibt.
Welche Lösung wäre Deiner Meinung nach die bessere?

Karsten H.

unread,
May 19, 2015, 7:32:56 AM5/19/15
to
Am Dienstag, 19. Mai 2015 13:27:34 UTC+2 schrieb [hr. Maer[ker:
> Karsten H. wrote:
> > Wer das Diebstahlproblem mit (immer mehr/ besserer)Technik
> > lösen will, hat entweder von Technik wenig Ahnung
> > oder das Problem nicht verstanden.
>
> Es ist einer der vielen technischen Wettläufe, die es seit langem gibt.
> Welche Lösung wäre Deiner Meinung nach die bessere?
> --
Eine soziale.
Die Utopie besteht im finden / erfinden einer Gemeinschaftsform.
Message has been deleted

Markus Luft

unread,
May 19, 2015, 11:00:02 AM5/19/15
to
Teileklau ist hier möglicherweise sogar noch weiter verbreitet als
Komplettdiebstahl, nur werden die Teile vor Ort entnommen.
Man klaut doch nicht ein komplettes Rad, nur um Teile davon zu
verwenden. Hier verschwinden ungesicherte Laufräder, Kurbeln, Bremskörper,
da muß man doch nur 2-4 Schrauben lösen und weg ist das Teil und man
fällt ja nicht mal auf, wenn man mit nem Laufrad unterm Arm durch die
Gegend läuft. Und 100 m weiter, zack in's Auto damit und auf zum nächsten
Rad. Wer jetzt einen Rahmen zerstört und das komplette Rad mitnimmt,
halst sich nur Ballast auf...

[hr. Maer[ker

unread,
May 19, 2015, 12:33:42 PM5/19/15
to
Karsten H. wrote:
> Eine soziale.
> Die Utopie besteht im finden / erfinden einer Gemeinschaftsform.

Überlebende einiger nordamerikanischer Indianerstämme haben ja
berichtet, sie hätten noch in Gesellschaftsystemen gelebt, die ohne
Staat und Polizei auskamen. Diebstahl war einfach kein Thema, u.a.
deswegen, weil es nichts wirklich Wertvolles zu klauen gab, bzw. sich
die Wertvorstellungen der Natives völlig von den unsrigen unterscheiden.
Ich hätte nichts gegen so eine Lebensweise, indes Dein Attribut "Utopie"
trifft's leider nur allzu gut.

[hr. Maer[ker

unread,
May 19, 2015, 12:40:32 PM5/19/15
to
Markus Luft wrote:
> Teileklau ist hier möglicherweise sogar noch weiter verbreitet als
> Komplettdiebstahl, nur werden die Teile vor Ort entnommen.
> Man klaut doch nicht ein komplettes Rad, nur um Teile davon zu
> verwenden.

Je nachdem, was schneller geht. Langwieriges Demontieren vor Ort fällt
für Diebe aus. Abflexen etc. ebenfalls, die Teile sollen schließlich
verhökert werden. Da ist Komplettklau oft genug durchaus eine Option.

> Hier verschwinden ungesicherte Laufräder, Kurbeln, Bremskörper,
> da muß man doch nur 2-4 Schrauben lösen und weg ist das Teil und man
> fällt ja nicht mal auf, wenn man mit nem Laufrad unterm Arm durch die
> Gegend läuft.

1:0 für Pitlock vs. Schnellspanner. Mir wollte der Händler allen Ernstes
ein Hinterrad mit Rohloffnabe + Schnellspanner verkaufen ...

> Und 100 m weiter, zack in's Auto damit und auf zum nächsten Rad.

Oder gleich sämtliche Räder, die am Abstellplatz stehen, rauf auf'n LKW
und ab nach Polen ...

> Wer jetzt einen Rahmen zerstört und das komplette Rad mitnimmt,
> halst sich nur Ballast auf...

Den kann er zum Schluss allemal beim Schrotthändler abliefern. Als
kleines Zubrot isses ja gut, für mehr aber auch nicht.

BTW: Geschicktes Boruttisieren sollte manche Einzelteile vor solchen
Langfingern bewahren oder machen die sich wirklich die Arbeit, den
ganzen Krempel aufzupolieren?

Gerald E:scher

unread,
May 19, 2015, 4:41:04 PM5/19/15
to
Am 19.05.15 um 13:20 schrieb [hr. Maer[ker:
> Andreas Oehler wrote:
> [Fahrradschlösser geknackt und anschließend wieder geschlossen?]
>> Woran wurden denn das "offensichtlich" erkannt? Könnte es nicht sein, dass
>> schlicht der Rahmen des Fahrrad mit Säge oder Rohrschneider durchtrennt
>> wurde.
>
> Das wäre eine Option für die Dümmsten unter den Fahrraddieben, die
> angeblich auf reinen Metallwert aus sind. Und natürlich für die hier:

Unsinn, die sind auf die Teile aus. Mein Alltagsrennrad z.B. ist in
Einzelteilen sicherlich mehr wert als im Ganzen. Handelsübliche
Alltagsradfahrer kriegen schon beim Hinsehen Kreuzschmerzen...

--
Gerald

| FAQ zu de.rec.fahrrad: http://0x1a.de/rec/fahrrad/ |
| Wiki von de.rec.fahrrad: http://de-rec-fahrrad.de |

Markus Luft

unread,
May 19, 2015, 8:07:05 PM5/19/15
to
On Tue, 19 May 2015 18:40:31 +0200, [hr. Maer[ker wrote:

> Markus Luft wrote:
>> Teileklau ist hier möglicherweise sogar noch weiter verbreitet als
>> Komplettdiebstahl, nur werden die Teile vor Ort entnommen.
>> Man klaut doch nicht ein komplettes Rad, nur um Teile davon zu
>> verwenden.
>
> Je nachdem, was schneller geht. Langwieriges Demontieren vor Ort fällt
> für Diebe aus. Abflexen etc. ebenfalls, die Teile sollen schließlich
> verhökert werden. Da ist Komplettklau oft genug durchaus eine Option.
>
Was soll denn das sein, was langwierig demontiert werden muß?
Bei meinem ehemaligen FHmgM tauchten reihenweise Kunden mit geklauten
Kurbeln auf. Die haben am Ende Sicherheitsschrauben bei einem
Solargerätehersteller gekauft, dann hörte das auf.
Vierkantkurbeln und Patronenlager sind oller Kram, der
nichts einbringt.

>> Hier verschwinden ungesicherte Laufräder, Kurbeln, Bremskörper,
>> da muß man doch nur 2-4 Schrauben lösen und weg ist das Teil und man
>> fällt ja nicht mal auf, wenn man mit nem Laufrad unterm Arm durch die
>> Gegend läuft.
>
> 1:0 für Pitlock vs. Schnellspanner. Mir wollte der Händler allen Ernstes
> ein Hinterrad mit Rohloffnabe + Schnellspanner verkaufen ...
>
Ich habe mir von einem Verlegenheitsfahrraddieb zeigen lassen, wie
schnell man meine Pitlocks mit einer Spitzzange öffnet...
Das hilft auch nur gegen Gelegenheitsdiebe.

>> Und 100 m weiter, zack in's Auto damit und auf zum nächsten Rad.
>
> Oder gleich sämtliche Räder, die am Abstellplatz stehen, rauf auf'n LKW
> und ab nach Polen ...
>
Das Gerücht hält sich ja hartnäckig. Auslandverschiebung ist sehr, sehr
selten. Organisierte Diebesringe, welche im großen Maßstab klauen,
verschieben von Stadt zu Stadt innerhalb Deutschland.
Der Großteil bleibt aber in der Stadt, weil es unorganisierte Diebe
sind und die verhökern an Geiz-ist-geil-Leute. Gut, ein Teil geht
sicher auch über Ebay-Kleinanzeigen.
Was sollten denn Räder auch in Polen oder noch weiter östlich?
Wenn, dann geht das nach den Niederlanden oder Gähnemark.


>> Wer jetzt einen Rahmen zerstört und das komplette Rad mitnimmt,
>> halst sich nur Ballast auf...
>
> Den kann er zum Schluss allemal beim Schrotthändler abliefern. Als
> kleines Zubrot isses ja gut, für mehr aber auch nicht.
>
> BTW: Geschicktes Boruttisieren sollte manche Einzelteile vor solchen
> Langfingern bewahren oder machen die sich wirklich die Arbeit, den
> ganzen Krempel aufzupolieren?
Wenn Du an Studenten verkaufst, ist das nicht notwendig, die suchen
einfach nur ein fahrtüchtiges Rad für kleines Geld.
Hierzustadt funktioniert das zu Geld machen von geklauten Dingen
nicht mehr so einfach. Die Schrottis sind nicht dämlich und
erkennen sehr schnell ob ihnen da jemand Gestohlenes unterjubeln
will, die jagen Dich wieder vom Hof, es sei denn, die kennen Dich
schon seit Jahren. Die habe es nicht nötig sich für ein paar
Euro sich im Zweifel Ärger einzuhandeln.


Markus Luft

unread,
May 19, 2015, 8:23:37 PM5/19/15
to
On Tue, 19 May 2015 03:21:40 -0700, Stephan Behrendt wrote:

> Am Dienstag, 19. Mai 2015 12:01:23 UTC+2 schrieb Karsten H.:
>
>> Gerade zum Bordo, das wohl einen sehr guten Ruf genießt,
>> gibt es einschlägige Videos auf Youtube.
>
>
> Nach wochenlanger Übung mit einem fest eingespannten Schloss, bei dem der
> Schlüssel bekannt ist und die Zylinderöffnung nach oben zeigt ist so Manches
> möglich, was in der Wirklichkeit mit einem intelligent angeschlossenen Rad
> nicht so problemlos funzt.
>
Von echtem Lockpicking war auch gar nicht die Rede.
Mein Nachbar, Mitglied bei den SSDeV, fummelt schon eine Weile
an Türschlössern herum. In Natura geht das nicht so wie im Krimi.
Die allermeisten Räder sind übrigens nicht intelligent angeschlossen,
da baumelt das Schloss gut zugänglich am Oberrohr herum.
Ich habe ohnehin das Gefühl, daß spektakuläre Öffnungsmethoden nach
ein paar Wochen/Monaten schon wieder kaum praktiziert werden, vermutlich
halten sich solche hochqualifizierten Diebe auch nicht lange in einer
Stadt auf und ziehen weiter.


Arno Welzel

unread,
May 19, 2015, 11:37:42 PM5/19/15
to
Markus Luft schrieb am 2015-05-18 um 21:58:

> On Mon, 18 May 2015 16:55:38 +0200, [hr. Maer[ker wrote:
>
>> Markus Luft wrote:
>
>>> Diebe werden wohl kaum mit flüssigem Stickstoff arbeiten, die haben
>>> andere Methoden, die auch schneller sind.
>>
>> In vielen Fällen sind die Schlösser selbst die Schwachstelle und weniger
>> die massiven Eisenteile. Gerade da soll sich oft Billigware von
>> Hochwertigem unterscheiden. Manche Schlösser lassen sich mit unglaublich
>> primitiven Methoden knacken. Dazu gab es vor ca. zwei Jahren einen
>> Bericht in der RadWelt, in dem schon die verwendeten Werkzeuge darauf
>> hindeuteten, dass der Schlossknack eher keine hohe Kunst war.
>
> Hochwertig muß nicht zwangsläufig besser sein.
> Für Bordos, so hörte ich aus gewöhnlich gut informierten Kreisen, sollen
> Schlagschlüssel im Umlauf sein.

Die billigen Bordos haben nur Bohrmuldenschlösser - die zu picken ist in
der Tat keine hohe Kunst und auch ein Grund, weshalb Abus bei den
hochwertigeren Modellen andere Schlösser verwendet.

Siehe auch hier: <https://www.youtube.com/watch?v=EiLSj84sGPQ>



--
Arno Welzel
http://arnowelzel.de
http://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de

Andreas Borutta

unread,
May 20, 2015, 5:28:40 AM5/20/15
to
Karsten H. schrieb:
Und bis dahin kann man die Motive von Profidieben berücksichtigen.
Hier kam ja schon zur Sprache, wie mühelos und risikoarm mit separat
verkauften gestohlenen Teilen Kasse gemacht werden kann.

Verschandelte Bauteile sind praktisch unverkäuflich. Und funktionieren
perfekt.

Andreas
--
http://fahrradzukunft.de (Freies Magazin)
http://de-rec-fahrrad.de (Wiki)
http://borumat.de/fahrrad-diebstahlschutz
http://borumat.de/kampagnen-gegen-radwegebenutzungspflicht

[hr. Maer[ker

unread,
May 20, 2015, 9:04:12 AM5/20/15
to
Andreas Borutta wrote:
> Verschandelte Bauteile sind praktisch unverkäuflich. Und funktionieren
> perfekt.

Ah, der Experte meldet sich persönlich zu Wort. ;-)
Wie stellt man das z.B. bei Rohloffnaben an? Bisher habe ich sie
a) durch einen sehr großen Putzring notdürftig getarnt und
b) ansonsten nicht gar zu sauber gehalten

Ich würde sehr ungern den Firmennamen auf dem Nabenkörper mit Feile,
Säure, ... bearbeiten wollen. Abgesehen davon, dass Profis das Teil
trotzdem erkennen.

Beim Rahmen hat sich Patria tatsächlich darauf eingelassen, ihn ohne
jede Inschrift/Logo auszuliefern. Ich finde, damit hat die Firma etwas
Werbung im Usenet verdient. ;-)

Das Logo von Brooks-Satteln ließe sich übermalen oder überkleben, was
Kenner aber ebenfalls durchschauen dürften. Allein der Spannbolzen
verrät den Rolls Royce unter den Sätteln.

An den Plastik-Gehäusen der Beleuchtung lässt sich auch nicht mehr viel
boruttisieren. Früher war's wiederum nicht nötig, da eh alles mieser
Billigkrempel oder uralt war.

Auf welche Teile sind Diebe sonst noch besonders scharf?
--


CU [hr. Maer[ker.

Transport + Sport = Radfahren

[hr. Maer[ker

unread,
May 20, 2015, 9:24:26 AM5/20/15
to
Markus Luft wrote:
> Was soll denn das sein, was langwierig demontiert werden muß?

z.B. Laufräder mit Pitlocks, Lenker | Sattel, die fest im Rahmen
klemmen, ...?

> Bei meinem ehemaligen FHmgM tauchten reihenweise Kunden mit geklauten
> Kurbeln auf. Die haben am Ende Sicherheitsschrauben bei einem
> Solargerätehersteller gekauft, dann hörte das auf.

Also solchen Krams wie Pitlocks, wo man niemals das Werkzeug verlieren
darf. Auch nicht optimal. Abgesehen davon: Kurbeln lassen sich nicht
besonders schnell und leicht demontieren, die sitzen bisweilen
bombenfest. Abzieher etc. muss $Dieb dazu schon mitführen. Ohne die
Kette vorher durchzuschneiden oder sonstwie zu entspannen, wird's auch
nicht leichter.

> Ich habe mir von einem Verlegenheitsfahrraddieb zeigen lassen, wie
> schnell man meine Pitlocks mit einer Spitzzange öffnet...

Gut zu wissen, sollte ich für den Notfall vielleicht mal üben. Viel
Kraft kann man mit Spitzzangen aber nicht entwickeln und Radmuttern
sitzen manchmal auch ziemlich fest. Problematischer finde ich die
Adapter für Rohloffnaben. Statt Torx sollten sich die auch mit passenden
(Schlitz)Schraubendrehern öffnen lassen. Am Pitlock muss da gar nicht
gedreht werden.

> Das hilft auch nur gegen Gelegenheitsdiebe.

Das wäre schon wichtig, ich denke, Profis sind eine Minderheit und sie
konzentrieren sich auf größere Ansammlungen von Fahrrädern.

> Das Gerücht hält sich ja hartnäckig. Auslandverschiebung ist sehr, sehr
> selten. Organisierte Diebesringe, welche im großen Maßstab klauen,
> verschieben von Stadt zu Stadt innerhalb Deutschland.

ACK, es dürfte beides geben. Auf Märkten in .pl soll es aber auffallend
viele gute Fahrradteile geben ...

> Der Großteil bleibt aber in der Stadt, weil es unorganisierte Diebe
> sind und die verhökern an Geiz-ist-geil-Leute. Gut, ein Teil geht
> sicher auch über Ebay-Kleinanzeigen.

Örtliche A&V-Läden verdienen ebenfalls Beachtung.

> Was sollten denn Räder auch in Polen oder noch weiter östlich?

Autos "verirren" sich massenhaft dorthin. In Polen kann ich mir aber gut
vorstellen, dass es dort inzwischen auch diverse Freunde von
Schickimicki-Rädern gibt. Möglicherweise achten die - bisher - aber mehr
auf Design + modischen Schnickschnack als auf echte Qualität.

> Wenn, dann geht das nach den Niederlanden oder Gähnemark.

In diese Richtungen sollte die Kripo in der Tat mal genauer schauen.
Oder jene Schlapphüte, die uns zwar rund um die Uhr ausspionieren, aber
zu blöd sind, uns vor Verbrechern zu schützen.

>> BTW: Geschicktes Boruttisieren sollte manche Einzelteile vor solchen
>> Langfingern bewahren oder machen die sich wirklich die Arbeit, den
>> ganzen Krempel aufzupolieren?
> Wenn Du an Studenten verkaufst, ist das nicht notwendig, die suchen
> einfach nur ein fahrtüchtiges Rad für kleines Geld.

d.h. für die ist Baumarktschrott, welches mit gleichwertigem Schloss
"gesichert" war, das passende Diebesgut. Unterhalb von Studenten gibt es
noch eine Gruppe von Kleinkriminellen, die ein Auge auf sehr schlecht
oder gar nicht gesicherte Räder haben, um sie anschließend selbst zu
fahren und sei es nur für kurze Zeit. Die nehmen auch alles, Hauptsache
es ist (so gut wie) nicht gesichert.

> Hierzustadt funktioniert das zu Geld machen von geklauten Dingen
> nicht mehr so einfach. Die Schrottis sind nicht dämlich und
> erkennen sehr schnell ob ihnen da jemand Gestohlenes unterjubeln
> will, die jagen Dich wieder vom Hof, es sei denn, die kennen Dich
> schon seit Jahren. Die habe es nicht nötig sich für ein paar
> Euro sich im Zweifel Ärger einzuhandeln.

Mich wundert sowieso, wieso das Schrottgeschäft so lange funktionierte
und wieso es sich bei den Preisen, die ich gelegentlich gesehen habe,
überhaupt lohnt. Mit Stahl oder Alu jedenfalls nicht wirklich.

[hr. Maer[ker

unread,
May 20, 2015, 9:26:30 AM5/20/15
to
Gerald E:scher wrote:
>> Das wäre eine Option für die Dümmsten unter den Fahrraddieben, die
>> angeblich auf reinen Metallwert aus sind.

[x] Dieses Klaumotiv wurde mir von einem Vertreter der Polizeidirektion
Magdeburg genannt. Wirklich geglaubt habe ich es nie.

> Unsinn, die sind auf die Teile aus. Mein Alltagsrennrad z.B. ist in
> Einzelteilen sicherlich mehr wert als im Ganzen. Handelsübliche
> Alltagsradfahrer kriegen schon beim Hinsehen Kreuzschmerzen...

Wegen dem Br**ks? ;-)

Gerald E:scher

unread,
May 20, 2015, 10:46:42 AM5/20/15
to
Am 20.05.15 um 15:26 schrieb [hr. Maer[ker:
> Gerald E:scher wrote:
>>> Das wäre eine Option für die Dümmsten unter den Fahrraddieben, die
>>> angeblich auf reinen Metallwert aus sind.
>
> [x] Dieses Klaumotiv wurde mir von einem Vertreter der Polizeidirektion
> Magdeburg genannt. Wirklich geglaubt habe ich es nie.

Glaube ich auch nicht, Baustellen sind in der Hinsicht wesentlich
attraktiver. Falls diese Typen allerdings Fahrradständer von
zurückgelassenen Schrottgurken befreien, erweisen sie der Gesellschaft
einen nützlichen Dienst ;-)

>> Unsinn, die sind auf die Teile aus. Mein Alltagsrennrad z.B. ist in
>> Einzelteilen sicherlich mehr wert als im Ganzen. Handelsübliche
>> Alltagsradfahrer kriegen schon beim Hinsehen Kreuzschmerzen...
>
> Wegen dem Br**ks? ;-)

Welcher Brooks? Nein, Rennlenker ca. 10 cm tiefer als Sattel.

Gerald E:scher

unread,
May 20, 2015, 10:49:59 AM5/20/15
to
Am 20.05.15 um 11:26 schrieb Andreas Borutta:
>
> Verschandelte Bauteile sind praktisch unverkäuflich. Und funktionieren
> perfekt.

Habe ich für dich eigentlich schon ein Betretungsverbot meines Kellers
und meiner Wohung ausgesprochen? Sicherheizhalber tue ich dies hiermit ;-)

Karsten H.

unread,
May 20, 2015, 11:27:57 AM5/20/15
to
Am Mittwoch, 20. Mai 2015 11:28:40 UTC+2 schrieb Andreas Borutta:
> Karsten H. schrieb:
>
> > Am Dienstag, 19. Mai 2015 13:27:34 UTC+2 schrieb [hr. Maer[ker:
> >> Karsten H. wrote:
> >>> Wer das Diebstahlproblem mit (immer mehr/ besserer)Technik
> >>> lösen will, hat entweder von Technik wenig Ahnung
> >>> oder das Problem nicht verstanden.
> >>
> >> Es ist einer der vielen technischen Wettläufe, die es seit langem gibt.
> >> Welche Lösung wäre Deiner Meinung nach die bessere?
> >> --
> > Eine soziale.
> > Die Utopie besteht im finden / erfinden einer Gemeinschaftsform.
>
> Und bis dahin kann man die Motive von Profidieben berücksichtigen.
> Hier kam ja schon zur Sprache, wie mühelos und risikoarm mit separat
> verkauften gestohlenen Teilen Kasse gemacht werden kann.
Warum "bis dahin"?
Borutisieren ist auch eine soziale Lösung des Problems.
Eine andere ist z.b. die Wohnform.
Ich wohne in einem Gemeinschaftsprojekt.
Seit fünf Jahren habe ich weder eines meiner Räder zu Hause abgeschlosen noch je
meine Wohnungtür.
Trotzdem ist nix gestohlen worden.

Holger Müller

unread,
May 20, 2015, 3:43:33 PM5/20/15
to
Gerald E:scher <Dein-H...@liebt-dich.info> wrote:
> Welcher Brooks? Nein, Rennlenker ca. 10 cm tiefer als Sattel.

Hm. Normale Überhöhung, jeder halbwegs trainierte Rücken hat da keine
Probleme mit ;-)

ciao
Holger

--
http://holger.outgesourced.org/blog/

Andreas Borutta

unread,
May 20, 2015, 5:43:08 PM5/20/15
to
[hr. Maer[ker schrieb:

> Andreas Borutta wrote:
>> Verschandelte Bauteile sind praktisch unverkäuflich. Und funktionieren
>> perfekt.

> Wie stellt man das z.B. bei Rohloffnaben an? Bisher habe ich sie
> a) durch einen sehr großen Putzring notdürftig getarnt und
> b) ansonsten nicht gar zu sauber gehalten
>
> Ich würde sehr ungern den Firmennamen auf dem Nabenkörper mit Feile,
> Säure, ... bearbeiten wollen.

Wer verschandelt schon /gerne/. Ich auch nicht. Es ist eine
nüchtern-pragmatische Abwägung.

> Abgesehen davon, dass Profis das Teil
> trotzdem erkennen.

Klar, aber sie könnten das Ding nur schwer/kaum verkaufen bzw. ihr
Erlös wäre gering.
Und der nicht völlig depperte Dieb sucht sich dann was
Unverschandeltes.

> Beim Rahmen hat sich Patria tatsächlich darauf eingelassen, ihn ohne
> jede Inschrift/Logo auszuliefern.

Das ist beim Verschandeln unwichtig. Unvollständig runtergerissene
Absziebilder sind sogar vorteilhaft.

> Das Logo von Brooks-Satteln ließe sich übermalen oder überkleben,

Das angenietete Blechschildchen geht fix ab.
Das eingestanzte Logo im Leder lässt sich mühelos mit grobem Schmirgel
behandeln.

> was
> Kenner aber ebenfalls durchschauen dürften. Allein der Spannbolzen
> verrät den Rolls Royce unter den Sätteln.

Man muss das Gestänge halt mit 'ner Feile oder Vergleichbarem
verkratzen.

> An den Plastik-Gehäusen der Beleuchtung lässt sich auch nicht mehr viel
> boruttisieren.

Klar. Mit Heißkleber, Bindfaden, Draht und Blech eine Reparatur faken.

> Früher war's wiederum nicht nötig, da eh alles mieser
> Billigkrempel oder uralt war.
>
> Auf welche Teile sind Diebe sonst noch besonders scharf?

Bremsen.

Aber am wirksamsten ist es, wenn das Gesamtpaket abstoßend hässlich
wirkt.

Andreas Borutta

unread,
May 20, 2015, 5:44:05 PM5/20/15
to
Gerald E:scher schrieb:

> Am 20.05.15 um 11:26 schrieb Andreas Borutta:
>>
>> Verschandelte Bauteile sind praktisch unverkäuflich. Und funktionieren
>> perfekt.
>
> Habe ich für dich eigentlich schon ein Betretungsverbot meines Kellers
> und meiner Wohung ausgesprochen? Sicherheizhalber tue ich dies hiermit ;-)

Du kannst mich gerne mal wieder besuchen :)

Markus Luft

unread,
May 21, 2015, 7:30:03 AM5/21/15
to
On Wed, 20 May 2015 05:37:38 +0200, Arno Welzel wrote:

> Markus Luft schrieb am 2015-05-18 um 21:58:
>
>> On Mon, 18 May 2015 16:55:38 +0200, [hr. Maer[ker wrote:
>>
>>> Markus Luft wrote:
>>
>>>> Diebe werden wohl kaum mit flüssigem Stickstoff arbeiten, die haben
>>>> andere Methoden, die auch schneller sind.
>>>
>>> In vielen Fällen sind die Schlösser selbst die Schwachstelle und weniger
>>> die massiven Eisenteile. Gerade da soll sich oft Billigware von
>>> Hochwertigem unterscheiden. Manche Schlösser lassen sich mit unglaublich
>>> primitiven Methoden knacken. Dazu gab es vor ca. zwei Jahren einen
>>> Bericht in der RadWelt, in dem schon die verwendeten Werkzeuge darauf
>>> hindeuteten, dass der Schlossknack eher keine hohe Kunst war.
>>
>> Hochwertig muß nicht zwangsläufig besser sein.
>> Für Bordos, so hörte ich aus gewöhnlich gut informierten Kreisen, sollen
>> Schlagschlüssel im Umlauf sein.
>
> Die billigen Bordos haben nur Bohrmuldenschlösser - die zu picken ist in
> der Tat keine hohe Kunst und auch ein Grund, weshalb Abus bei den
> hochwertigeren Modellen andere Schlösser verwendet.
>
Verstehe ich nicht. Bohrmuldenschlüssel werden/wurden doch gerade in
Bereichen mit höheren Sicherheitsanforderungen eingesetzt.
Schlagschlüssel gibt es für verschiedene Stiftschlösser, auch für
Bohrmuldenschösser.
Die beiden Schlagschlüssel links:
<http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2a/Bumpkey.jpg>
Für Drehscheibenschösser gibt es prinzipbedingt keine Schlagschlüssel.
Meine Bügelschlösser von Abus, Kryptonite und Knog sind allesamt
Drehscheibenschösser.


Karsten H.

unread,
May 21, 2015, 8:02:35 AM5/21/15
to
Am Dienstag, 19. Mai 2015 13:10:03 UTC+2 schrieb Markus Luft:
> On Tue, 19 May 2015 03:01:22 -0700, Karsten H. wrote:
>
> > Am Dienstag, 19. Mai 2015 11:38:25 UTC+2 schrieb Andreas Oehler:
> (...)
> > Suchworte z.b. "Bordo"+ "Lockpicking"
(...)
> >
> Lockpicking halte ich für sehr unwahrscheinlich.
> Schlagschlüssel ja, die gibt es ja auch käuflich zu erwerben.
Das war von mir lediglich eine Empfehlung zum Auffinden der entsprechenden
Videos. Kenne gerade nicht den angelsächsischen Begrif für "Schlagschlüssel"
Gruß Karsten
Fahrrad Fahrbahn Sicher

Arno Welzel

unread,
May 21, 2015, 8:33:43 AM5/21/15
to
Am 2015-05-21 um 13:25 schrieb Markus Luft:

> On Wed, 20 May 2015 05:37:38 +0200, Arno Welzel wrote:
[...]
>> Die billigen Bordos haben nur Bohrmuldenschlösser - die zu picken ist in
>> der Tat keine hohe Kunst und auch ein Grund, weshalb Abus bei den
>> hochwertigeren Modellen andere Schlösser verwendet.
>>
> Verstehe ich nicht. Bohrmuldenschlüssel werden/wurden doch gerade in
> Bereichen mit höheren Sicherheitsanforderungen eingesetzt.

Hinterher ist man immer schlauer ;-)

Im Ernst: Ob die Stifte nun in Bohrmulden des Schlüssel gedrückt werden
oder in einer Reihe entlang der Schlüsselkante, macht keinen so großen
Unterschied - in beiden Fällen sind Stifte im Einsatz, die durch Picking
oder Schlagschlüssel passend bewegt werden können.

Siehe auch <http://www.dieterade.de/schlosstypen.html>.

> Schlagschlüssel gibt es für verschiedene Stiftschlösser, auch für
> Bohrmuldenschösser.
> Die beiden Schlagschlüssel links:
> <http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2a/Bumpkey.jpg>
> Für Drehscheibenschösser gibt es prinzipbedingt keine Schlagschlüssel.

Eben.

> Meine Bügelschlösser von Abus, Kryptonite und Knog sind allesamt
> Drehscheibenschösser.

Und jetzt rate mal warum.

Andreas Borutta

unread,
May 21, 2015, 9:14:36 AM5/21/15
to
Arno Welzel schrieb:

>> Für Drehscheibenschösser gibt es prinzipbedingt keine Schlagschlüssel.
>
> Eben.
>
>> Meine Bügelschlösser von Abus, Kryptonite und Knog sind allesamt
>> Drehscheibenschösser.
>
> Und jetzt rate mal warum.

Hat jemand mal den Sportsfreunden der Schließtechnik zugesehen, wie
lange sie mit einem Pickingwerkzeug
http://www.dieterade.de/Drehscheiben.html
zum Öffnen von Abus-Drehscheibenschlössern benötigen?

Laut http://www.dieterade.de/schlosstypen.html#drehscheiben soll es
Ausführungen von Drehscheibenschlössern geben, die als unpickbar
gelten.

Arno Welzel

unread,
May 21, 2015, 9:38:44 AM5/21/15
to
Am 2015-05-21 um 15:12 schrieb Andreas Borutta:

> Arno Welzel schrieb:
>
>>> Für Drehscheibenschösser gibt es prinzipbedingt keine Schlagschlüssel.
>>
>> Eben.
>>
>>> Meine Bügelschlösser von Abus, Kryptonite und Knog sind allesamt
>>> Drehscheibenschösser.
>>
>> Und jetzt rate mal warum.
>
> Hat jemand mal den Sportsfreunden der Schließtechnik zugesehen, wie
> lange sie mit einem Pickingwerkzeug
> http://www.dieterade.de/Drehscheiben.html
> zum Öffnen von Abus-Drehscheibenschlössern benötigen?

Ich kenne Videos von Öffnungen, die in eine Größenordnung von 10 Minuten
liegen - aber unter idealen Bedingungen mit dem Schloss passend eingespannt.

Im Freien mit dem Schloss am Fahrrad dürfte das schon deutlich schwerer
sein - aber selbst 10 Minuten wird sich kein potentieller Dieb antun.
Dann doch eher gleich mit Flex o.Ä. anrücken.

Markus Luft

unread,
May 21, 2015, 11:00:02 AM5/21/15
to
On Thu, 21 May 2015 14:33:41 +0200, Arno Welzel wrote:

> Am 2015-05-21 um 13:25 schrieb Markus Luft:
>
>> On Wed, 20 May 2015 05:37:38 +0200, Arno Welzel wrote:
> [...]
>>> Die billigen Bordos haben nur Bohrmuldenschlösser - die zu picken ist in
>>> der Tat keine hohe Kunst und auch ein Grund, weshalb Abus bei den
>>> hochwertigeren Modellen andere Schlösser verwendet.
>>>
>> Verstehe ich nicht. Bohrmuldenschlüssel werden/wurden doch gerade in
>> Bereichen mit höheren Sicherheitsanforderungen eingesetzt.
>
> Hinterher ist man immer schlauer ;-)
>
> Im Ernst: Ob die Stifte nun in Bohrmulden des Schlüssel gedrückt werden
> oder in einer Reihe entlang der Schlüsselkante, macht keinen so großen
> Unterschied - in beiden Fällen sind Stifte im Einsatz, die durch Picking
> oder Schlagschlüssel passend bewegt werden können.
>
> Siehe auch <http://www.dieterade.de/schlosstypen.html>.
>
>> Schlagschlüssel gibt es für verschiedene Stiftschlösser, auch für
>> Bohrmuldenschösser.
>> Die beiden Schlagschlüssel links:
>> <http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2a/Bumpkey.jpg>
>> Für Drehscheibenschösser gibt es prinzipbedingt keine Schlagschlüssel.
>
> Eben.
>
Ich hatte deine Aussage dahingehend verstanden, daß Bohrmuldenschlösser
unsichererer seien als andere Stiftschlösser und das halte ich für
falsch, für beide Arten gibt es Schlagschlüssel und sie lassen sich mit
der entsprechenden Übung auch picken.
Die Nachschlüsselfertigung ist bei Bohrmuldenschlüsseln erschwert.
Da hatten wir uns wohl mißverstanden.

>> Meine Bügelschlösser von Abus, Kryptonite und Knog sind allesamt
>> Drehscheibenschösser.
>
> Und jetzt rate mal warum.

Da brauche ich nicht zu raten, ich habe sie absichtlich nach diesem
Kriterium gekauft. So weit ich weiß, lassen sich diese Art Schlösser
auch nur mit sehr viel Übung und Geschick picken.
Das macht man dann nur aus Spaß an der Freud. Ein Dieb wird die
Schlösser anders öffnen.
Gegen Auflexen kann man auch noch technisch aufrüsten, nur wie hier
schon richtigerweise angedeutet wurde, die Lösung wird nur auf
sozialer Ebene zu finden sein.

Markus Luft

unread,
May 21, 2015, 11:00:02 AM5/21/15
to
Ist Bump Key angelsächsisch genug? Es gibt bestimmt noch Fachslang-Ausdrücke
unter Dieben...

Volker Borchert

unread,
May 21, 2015, 2:02:50 PM5/21/15
to
Markus Schröder wrote:

> kann man eigentlich einen 10mm Edelstahldraht einfach mit einer Zange
> durchknipsen?

Wenn du mit "Edelstahl" wie weithin üblich V2A oder V4A meinst -
ja, das Zeug ist zwar eklig zäh, aber recht weich und läßt sich
deshalb zwar nur ungern und unter heftiger Wärmeentwicklung
zerspanen, setzt aber einem Bolzenschneider wenig entgegen.

> Oder würde eine richtige Eisenkette mit wie starken Gliedern
> (4,5,6-10mm) einem Klau eher Stand halten?

Wenn es wirklich nur Eisen ist und kein hochwertiger Stahl,
reicht auch dafür ein gescheiter Bolzenschneider.

> Oder vereist man
> die mit Gas und schlägt sie einfach auf?

Ob Kältespray jemals reichte, um ein massives Teil soweit zu
schocken? Und bevor man mit der großen Buddel LN o.ä. anrückt,
ist ein Schneidbrenner vielseitiger.

--

"I'm a doctor, not a mechanic." Dr Leonard McCoy <mc...@ncc1701.starfleet.fed>
"I'm a mechanic, not a doctor." Volker Borchert <v_bor...@despammed.com>

Volker Borchert

unread,
May 21, 2015, 2:02:51 PM5/21/15
to
[hr. Maer[ker wrote:
> Gerald E:scher wrote:
>
> > Unsinn, die sind auf die Teile aus. Mein Alltagsrennrad z.B. ist in
> > Einzelteilen sicherlich mehr wert als im Ganzen. Handelsübliche
> > Alltagsradfahrer kriegen schon beim Hinsehen Kreuzschmerzen...
>
> Wegen dem Br**ks? ;-)

KREUZ, nicht A....

Volker Borchert

unread,
May 21, 2015, 3:02:50 PM5/21/15
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Gerald E:scher wrote:
> Am 20.05.15 um 11:26 schrieb Andreas Borutta:
> >
> > Verschandelte Bauteile sind praktisch unverkäuflich. Und funktionieren
> > perfekt.
>
> Habe ich für dich eigentlich schon ein Betretungsverbot meines Kellers
> und meiner Wohung ausgesprochen? Sicherheizhalber tue ich dies hiermit ;-)

Ich hingegen spreche hiermit eine Einladung zu Bier oder Wein
und Knabberzeugs aus.

Volker Borchert

unread,
May 21, 2015, 3:02:50 PM5/21/15
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Gerald E:scher wrote:

> 18V-Akkus sind was für Mädchen.

Äechte Männer [TM] haben einen Stromerzeuger im Rucksack und eine
Richtige Flex [TM].

> http://www.dewalt.at/powertools/productdetails/catno/DC415M2/

Überschrift "36V 4Ah Akku-Winkelschleifer", und dann steht unter
"Serienmäßiger Lieferumfang" aber "2 x 2,2 Ah Li-Ion-Akkus"...

Gerald E:scher

unread,
May 21, 2015, 3:33:30 PM5/21/15
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Am 20.05.15 um 23:41 schrieb Andreas Borutta:
> Gerald E:scher schrieb:
>
>> Am 20.05.15 um 11:26 schrieb Andreas Borutta:
>>>
>>> Verschandelte Bauteile sind praktisch unverkäuflich. Und funktionieren
>>> perfekt.
>>
>> Habe ich für dich eigentlich schon ein Betretungsverbot meines Kellers
>> und meiner Wohung ausgesprochen? Sicherheizhalber tue ich dies hiermit ;-)
>
> Du kannst mich gerne mal wieder besuchen :)

Dass du des nachts still und heimlich meine Elektroschaltung
verschandelst? Niemals!!!!!!!!!!!!!!!einhundertelf

Zudem habe ich die perfekte Ausrede: Der Akku hielt bislang nur ca.
1000 km[1] ;-)



[1] Stadtverkehr und/oder hügelig, also nicht für eine Radreise
repräsentativ, aber das brauchst du ja nicht wissen :-)

Gerald E:scher

unread,
May 22, 2015, 10:36:11 AM5/22/15
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Am 21.05.15 um 20:14 schrieb Volker Borchert:
> Gerald E:scher wrote:
>
>> 18V-Akkus sind was für Mädchen.
>
> Äechte Männer [TM] haben einen Stromerzeuger im Rucksack und eine
> Richtige Flex [TM].
>
>> http://www.dewalt.at/powertools/productdetails/catno/DC415M2/
>
> Überschrift "36V 4Ah Akku-Winkelschleifer", und dann steht unter
> "Serienmäßiger Lieferumfang" aber "2 x 2,2 Ah Li-Ion-Akkus"...

Was stört dich daran? Bei den 18V Geräten muss der Akku separat erworben
werden, sofern man noch keinen hat.

Raphael Haugwitz

unread,
May 23, 2015, 11:27:53 AM5/23/15
to
Am Sonntag, 17. Mai 2015 17:01:26 UTC+2 schrieb Christian Steins:

>
> In der aktuellen "TEST" gibt's nen Test. Gut abgeschnitten und auch
> noch relativ preiswert ist eine Kette von AXA.
>
> Christian

Nehme mal an, dass du die Cherto 100 meinst, Stiftung Warentest Note 1,7 Aufbruchsicherheit. Die bekommt bei der ebenfalls im Beitrag erwähnten niederländischen Stiftung "ART" interessanterweise nur 2 Sterne.
http://www.stichtingart.nl/sloten_resultaat.asp
Vermutlich berechtigterweis wegen des Schlosses, denn es hat keinen Drehscheiben-Mechanismus.

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