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Re: Generalversch...

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Oliver Jennrich

unread,
Aug 26, 2017, 10:16:41 AM8/26/17
to
r...@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) writes:

> In den Medien hört man ja zur Zeit dieses Wort
> »Generalversch...«. Ein Motor sei »zu unrecht in
> Generalversch... geraten« sagt eine Ministerin, deren Name
> etwas an »Zypern« erinnert. Ich einmal versucht, mich etwas
> zu informieren:

Generalverschiss. Das Wort darf man schreiben.

Aha.
>
> Es handelt sich wohl im eine andere Bezeichnung für einen
> »Perpetualversch...«.
>
> Dieser kann von einem Seniorenconvent gegen ungehorsame
> Studenten beschlossen werden. Es handelt sich um eine Art
> von Acht. Beispielsweise ist der Student dann weder bier-
> noch satisfactionsfähig. Wenn ich das recht verstanden habe.

Uiuiui. Das ist aber doll schlimm. Sorry, aber die Hausregeln solcher
'Corps' kann ich nicht recht ernst nehmen. Das ist so wie die
Hausordnung für die Kegelbahn im Keller der Vereinskneipe von Saufaus 05
- Wichtig für die Leute die da kegeln, irrelevant für alle praktischen
Belange des Lebens.
>
> Unklar, wie eine Ministerin auf das Wort kommt, die wohl
> selber keinem Corps angehört haben kann.

Allgemeinbildung? Gerüchteweise soll es ja Politiker geben, deren
Wortschatz mehr als nur unterdurchschnittlich ist.

'Verschiss' oder 'der/die hat verschissen' ist nun so selten nicht in
der Umgangssprache, und der Sinn wird anhand der fäkalen Assoziation
eigentlich auch recht schnell deutlich.

--
Space - The final frontier

Detlef Meißner

unread,
Aug 26, 2017, 10:22:46 AM8/26/17
to
Am 26.08.2017 um 16:16 schrieb Oliver Jennrich:
> r...@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) writes:
>
>> In den Medien hört man ja zur Zeit dieses Wort
>> »Generalversch...«. Ein Motor sei »zu unrecht in
>> Generalversch... geraten« sagt eine Ministerin, deren Name
>> etwas an »Zypern« erinnert. Ich einmal versucht, mich etwas
>> zu informieren:
>
> Generalverschiss. Das Wort darf man schreiben.
>
> Aha.
>>
>> Es handelt sich wohl im eine andere Bezeichnung für einen
>> »Perpetualversch...«.
>>
>> Dieser kann von einem Seniorenconvent gegen ungehorsame
>> Studenten beschlossen werden. Es handelt sich um eine Art
>> von Acht. Beispielsweise ist der Student dann weder bier-
>> noch satisfactionsfähig. Wenn ich das recht verstanden habe.
>
> Uiuiui. Das ist aber doll schlimm. Sorry, aber die Hausregeln solcher
> 'Corps' kann ich nicht recht ernst nehmen.

Musst du aber, wenn du dazu gehören willst.

Da existieren ja noch ganz andere Regeln, die außerhalb dieser
geschlossenen Gesellschaft(en) geächtet würden.

> Hausordnung für die Kegelbahn im Keller der Vereinskneipe von Saufaus 05
> - Wichtig für die Leute die da kegeln, irrelevant für alle praktischen
> Belange des Lebens.

Och, das werden dann (Sauf-)Brüderschaften gebildet, die ein ganzes
Leben lang halten und gewisse Vorteile bringen können.

Detlef

Jakob Achterndiek

unread,
Aug 26, 2017, 11:00:25 AM8/26/17
to
Am 26.08.2017 um 15:44 schrieb Stefan Ram:
> In den Medien hört man ja zur Zeit dieses Wort
> »Generalversch...«. Ein Motor sei »zu unrecht in
> Generalversch... geraten« sagt eine Ministerin, [..]
>
> Dieser kann von einem Seniorenconvent gegen ungehorsame
> Studenten beschlossen werden. [..]
>
> Unklar, wie eine Ministerin auf das Wort kommt, die wohl
> selber keinem Corps angehört haben kann. [..]
>

Früher wußten so etwas auch die höheren Töchter, die von den
Studenten poussiert wurden. Eine solche könnte die Frau Zypries
immerhin noch gewesen sein. :)
--
j/\a

Stefan Schmitz

unread,
Aug 26, 2017, 12:33:28 PM8/26/17
to
Am Samstag, 26. August 2017 16:16:41 UTC+2 schrieb Oliver Jennrich:

> 'Verschiss' oder 'der/die hat verschissen' ist nun so selten nicht in
> der Umgangssprache, und der Sinn wird anhand der fäkalen Assoziation
> eigentlich auch recht schnell deutlich.

Das Verb ist mir absolut geläufig, das Substantiv dagegen habe ich nie zuvor
gehört oder gelesen.

Vor dem Googeln dachte ich, dein Vorposter habe sich schlicht bei
"Generalverdacht" verhört.

Ulf.K...@web.de

unread,
Aug 26, 2017, 2:47:09 PM8/26/17
to
Am Samstag, 26. August 2017 16:22:46 UTC+2 schrieb Detlef Meißner:

> > Generalverschiss. Das Wort darf man schreiben.
> >
> > Aha.
> >>
> >> Es handelt sich wohl im eine andere Bezeichnung für einen
> >> »Perpetualversch...«.
> >>
> >> Dieser kann von einem Seniorenconvent gegen ungehorsame
> >> Studenten beschlossen werden. Es handelt sich um eine Art
> >> von Acht. Beispielsweise ist der Student dann weder bier-
> >> noch satisfactionsfähig. Wenn ich das recht verstanden habe.
> >
> > Uiuiui. Das ist aber doll schlimm. Sorry, aber die Hausregeln solcher
> > 'Corps' kann ich nicht recht ernst nehmen.
>
> Musst du aber, wenn du dazu gehören willst.

Vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Verruf#Studentenverbindungen

> Da existieren ja noch ganz andere Regeln, die außerhalb dieser
> geschlossenen Gesellschaft(en) geächtet würden.

Ich meine, letztens im Usenet gelesen zu haben,
eben so etwas sei durch ein deutsches Gericht
geschehen. BVerfg? Finde nur weder Posting noch
gar eine passende Gerichtsentscheidung.

Gruß, ULF

xylo...@gmail.com

unread,
Aug 26, 2017, 2:51:59 PM8/26/17
to
Die vormalige Westberliner Schulsenatorin Hanna-Renate
"Hanna-Granata" Laurien war erstaunlich kommentfest,
trieb sich auch öfter auf Korporationshäusern rum -
ihr Vater war Königsberger Burschenschafter, ihre Staatssekretärin
Besser war auch von erheblicher Dreibastigkeit.

FR

xylo...@gmail.com

unread,
Aug 26, 2017, 3:01:39 PM8/26/17
to
Am Samstag, 26. August 2017 20:47:09 UTC+2 schrieb Ulf.K...@web.de:

>> Da existieren ja noch ganz andere Regeln, die außerhalb dieser
>> geschlossenen Gesellschaft(en) geächtet würden.

> Ich meine, letztens im Usenet gelesen zu haben,
> eben so etwas sei durch ein deutsches Gericht
> geschehen. BVerfg? Finde nur weder Posting noch
> gar eine passende Gerichtsentscheidung.

Dimissio cum infamia - FR

Detlef Meißner

unread,
Aug 26, 2017, 4:09:58 PM8/26/17
to
Wie "unehrenhaft aus der Armee entlassen".

Kann nur dort von Bedeutung sein, wo man auf solche Ehre Wert legt.

Detlef

Christian Weisgerber

unread,
Aug 26, 2017, 6:30:07 PM8/26/17
to
On 2017-08-26, Detlef Meißner <unge...@mailinator.com> wrote:

>> Dimissio cum infamia - FR
>>
> Wie "unehrenhaft aus der Armee entlassen".
> Kann nur dort von Bedeutung sein, wo man auf solche Ehre Wert legt.

Oder es ist, wie in den USA, ein Euphemismus für den Verlust von
Rentenansprüchen und eine Verurteilung für ein Verbrechen, mit allem
was daran hängt:

| In most cases, a person who receives a dishonorable discharge
| loses the right to vote and the right to receive governmental
| assistance of any kind. They cannot obtain a bank loan and they
| are unable to find work at the state or government level. Finding
| gainful civilian employment is also an arduous task for someone
| with a DD as most states now require employers to conduct background
| checks and the results of military records and discharges are
| often disclosed. Going to college is another pitfall because
| government loans and grants are unavailable for anyone with a DD.
| This is a permanent record that will follow the individual for
| the duration of their lives anywhere in the world. In some US
| states, the United Kingdom and other countries this may be for the
| duration of his/her sentence, elsewhere this may be permanent.

http://www.oregon.gov/ODVA/docs/PDFs/Criminal_Justice_Portal/Military_discharge.pdf

--
Christian "naddy" Weisgerber na...@mips.inka.de

Wolfgang Εnzinger

unread,
Aug 27, 2017, 10:10:15 AM8/27/17
to
Am Sat, 26 Aug 2017 11:51:58 -0700 (PDT) schrieb xylo...@gmail.com:

> Die vormalige Westberliner Schulsenatorin Hanna-Renate
> "Hanna-Granata" Laurien war erstaunlich kommentfest,

Ha - da sprichst du ein Rätsel an, das ich bestimmt schon zweieinhalb
Jahrzehnte lang mit mir rumtrage.

Mindestens so lange ist es nämlich her, dass ich im TV eine kleine
Talkrunde sah - neben der o.g. Dame war auch Herbert Grönemeyer geladen.
Die beiden fetzten sich ordentlich; beispielsweise meinte Frau Laurien nach
der obligatorischen Sangesdarbietung des Herrn Grönemeyer, das sei ja nun
"grauenhaft" gewesen. So in etwa war der Ton.

Umso bemerkenswerter folgende Szene. HG giftet HL an, ob sie denn Kinder
habe (Unterton: du weisst nicht, wovon du redest), worauf HL entgegnet, sie
habe "Kinder im Geiste". Grönemeyer darauf: "oh, Entschuldigung".

Mir war und ist dieser Ausdruck unbekannt, Grönemeyer schien ihn aber
sofort verstanden zu haben.

Ich habe mir das dann so zusammengereimt, dass man damit umschreibt, dass
man unfreiwillig keine Kinder hat.

Nun lese ich aber auf Wikipedia, dass Hanna-Renate Laurien eine "geweihte
Jungfrau" (https://de.wikipedia.org/wiki/Geweihte_Jungfrau) gewesen sei.

Also doch nicht unfreiwillig? Ist "Kinder im Geiste" für geweihte
Jungfrauen reserviert? Und woher kannte Grönemeyer die?

Wem hier sagt der Ausdruck "Kinder im Geiste haben" was?

Ulf.K...@web.de

unread,
Aug 27, 2017, 10:19:33 AM8/27/17
to
Am Samstag, 26. August 2017 20:51:59 UTC+2 schrieb xylo...@gmail.com:

> >> Unklar, wie eine Ministerin auf das Wort kommt, die wohl
> >> selber keinem Corps angehört haben kann. [..]
>
> > Früher wußten so etwas auch die höheren Töchter, die von den
> > Studenten poussiert wurden. Eine solche könnte die Frau Zypries
> > immerhin noch gewesen sein. :)
>
> Die vormalige Westberliner Schulsenatorin

und davorige Kultusministerin zu Mainz

> Hanna-Renate
> "Hanna-Granata" Laurien war erstaunlich kommentfest,

Also trinkfest bis alkoholkrank?

Die Burschenschaften hatten wohl auch
Veranstaltungen, die für Freundinnen von
Aktiven geöffnet waren.

Detlef Meißner

unread,
Aug 27, 2017, 10:27:22 AM8/27/17
to
Am 27.08.2017 um 16:10 schrieb Wolfgang Εnzinger:
> Am Sat, 26 Aug 2017 11:51:58 -0700 (PDT) schrieb xylo...@gmail.com:
>
>> Die vormalige Westberliner Schulsenatorin Hanna-Renate
>> "Hanna-Granata" Laurien war erstaunlich kommentfest,
>
> Ha - da sprichst du ein Rätsel an, das ich bestimmt schon zweieinhalb
> Jahrzehnte lang mit mir rumtrage.
>
> Mindestens so lange ist es nämlich her, dass ich im TV eine kleine
> Talkrunde sah - neben der o.g. Dame war auch Herbert Grönemeyer geladen.
> Die beiden fetzten sich ordentlich; beispielsweise meinte Frau Laurien nach
> der obligatorischen Sangesdarbietung des Herrn Grönemeyer, das sei ja nun
> "grauenhaft" gewesen. So in etwa war der Ton.
>
> Umso bemerkenswerter folgende Szene. HG giftet HL an, ob sie denn Kinder
> habe (Unterton: du weisst nicht, wovon du redest), worauf HL entgegnet, sie
> habe "Kinder im Geiste". Grönemeyer darauf: "oh, Entschuldigung".
>
> Mir war und ist dieser Ausdruck unbekannt, Grönemeyer schien ihn aber
> sofort verstanden zu haben.
>
> Ich habe mir das dann so zusammengereimt, dass man damit umschreibt, dass
> man unfreiwillig keine Kinder hat.
>
> Nun lese ich aber auf Wikipedia, dass Hanna-Renate Laurien eine "geweihte
> Jungfrau" (https://de.wikipedia.org/wiki/Geweihte_Jungfrau) gewesen sei.

Das lese ich dort aber nicht.

> Also doch nicht unfreiwillig? Ist "Kinder im Geiste" für geweihte
> Jungfrauen reserviert? Und woher kannte Grönemeyer die?

Dass er sie kannte, lässt sich aus seiner Äußerung nicht zwingend
schließen. Klingt für mich ironisch.
>
> Wem hier sagt der Ausdruck "Kinder im Geiste haben" was?
>
Gehört das nicht zu "Brüder im Geiste", "Arme im Geiste", "Schwestern im
Geiste", "Verwandte im Geiste" ...

Detlef

Detlef Meißner

unread,
Aug 27, 2017, 10:28:55 AM8/27/17
to
Passt jetzt aber wirklich nicht zu einer geweihten Jungfrau.

Detlef

Wolfgang Εnzinger

unread,
Aug 27, 2017, 10:32:26 AM8/27/17
to
Am Sun, 27 Aug 2017 16:27:17 +0200 schrieb Detlef Meißner:

>> Nun lese ich aber auf Wikipedia, dass Hanna-Renate Laurien eine "geweihte
>> Jungfrau" (https://de.wikipedia.org/wiki/Geweihte_Jungfrau) gewesen sei.
>
> Das lese ich dort aber nicht.

Steht unter https://de.wikipedia.org/wiki/Hanna-Renate_Laurien, Abschnitt
"Katholikin".

>> Also doch nicht unfreiwillig? Ist "Kinder im Geiste" für geweihte
>> Jungfrauen reserviert? Und woher kannte Grönemeyer die?
>
> Dass er sie kannte, lässt sich aus seiner Äußerung nicht zwingend
> schließen.

Zwingend nicht. Deswegen ja die Frage.

> Klingt für mich ironisch.

Für mich nicht.

>> Wem hier sagt der Ausdruck "Kinder im Geiste haben" was?
>>
> Gehört das nicht zu "Brüder im Geiste", "Arme im Geiste", "Schwestern im
> Geiste", "Verwandte im Geiste" ...

Keine Ahnung. Ich vermute, es hat irgendeine spezielle Bedeutung.

Ulf.K...@web.de

unread,
Aug 27, 2017, 10:32:59 AM8/27/17
to
Moin,

Am Sonntag, 27. August 2017 16:27:22 UTC+2 schrieb Detlef Meißner:

> > Nun lese ich aber auf Wikipedia, dass Hanna-Renate Laurien eine "geweihte
> > Jungfrau" (https://de.wikipedia.org/wiki/Geweihte_Jungfrau) gewesen sei.
>
> Das lese ich dort aber nicht.

Dann lies es dort: https://de.wikipedia.org/wiki/Hanna-Renate_Laurien#Katholikin

Immerhin räumte sie, so steht es hier https://de.wikipedia.org/wiki/Hanna-Renate_Laurien#Leben_und_Beruf , unverheirateten Schwangeren Steine aus dem Weg.

Gruß, ULF

Henning Sponbiel

unread,
Aug 27, 2017, 11:49:48 AM8/27/17
to
On Sun, 27 Aug 2017 16:32:23 +0200, Wolfgang ?nzinger wrote:

>> Gehört das nicht zu "Brüder im Geiste", "Arme im Geiste", "Schwestern im
>> Geiste", "Verwandte im Geiste" ...
>
>Keine Ahnung. Ich vermute, es hat irgendeine spezielle Bedeutung.

Geist meint hier Bott.

Die Armen im Geiste sind - WIMRE - diejenigen, die arm vor und für Gott
sind. Im Sinne der Essener, die allen weltlichen Besitztümern entsagten.


Henning

Wolfgang Εnzinger

unread,
Aug 27, 2017, 12:08:32 PM8/27/17
to
Am Sun, 27 Aug 2017 17:49:25 +0200 schrieb Henning Sponbiel:

> On Sun, 27 Aug 2017 16:32:23 +0200, Wolfgang ?nzinger wrote:
>
>>> Gehört das nicht zu "Brüder im Geiste", "Arme im Geiste", "Schwestern im
>>> Geiste", "Verwandte im Geiste" ...
>>
>>Keine Ahnung. Ich vermute, es hat irgendeine spezielle Bedeutung.
>
> Geist meint hier Bott.

Bott sagt mir nun leider auch nichts. Meinten Sie: Gott?

> Die Armen im Geiste sind - WIMRE - diejenigen, die arm vor und für Gott
> sind. Im Sinne der Essener, die allen weltlichen Besitztümern entsagten.

OK, also anscheinend doch ein religiöser Bezug. Aus religiösen Gründen
keine weltlichen Kinder haben, oder so.

Könnte sein.

Ob der Grönemeyer das wusste? Möglicherweise hat er ja vorsichtshalber
einfach mal geblöfft.

Detlef Meißner

unread,
Aug 27, 2017, 12:34:34 PM8/27/17
to
Am 27.08.2017 um 18:08 schrieb Wolfgang Εnzinger:

> OK, also anscheinend doch ein religiöser Bezug. Aus religiösen Gründen
> keine weltlichen Kinder haben, oder so.
>
> Könnte sein.
>
> Ob der Grönemeyer das wusste?

> Möglicherweise hat er ja vorsichtshalber
> einfach mal geblöfft.
^^
Schreibt man das jetzt so?

Detlef


Roland Franzius

unread,
Aug 27, 2017, 12:46:25 PM8/27/17
to
Am 27.08.2017 um 16:10 schrieb Wolfgang Εnzinger:

> Also doch nicht unfreiwillig? Ist "Kinder im Geiste" für geweihte
> Jungfrauen reserviert? Und woher kannte Grönemeyer die?
>
> Wem hier sagt der Ausdruck "Kinder im Geiste haben" was?
>

So nennt man als Lehrer seine Schüler, wenn man sie als selbstgezogene
Gewächse im Geiste betrachten kann. Kann aber auch negativ gemeint sein
im Sinne der Anhänger eines Chef-Ideologen.

--

Roland Franzius

xylo...@gmail.com

unread,
Aug 27, 2017, 2:24:39 PM8/27/17
to
Am Sonntag, 27. August 2017 16:19:33 UTC+2 schrieb Ulf.K...@web.de:

>> Die vormalige Westberliner Schulsenatorin

> und davorige Kultusministerin zu Mainz

>> Hanna-Renate
>> "Hanna-Granata" Laurien war erstaunlich kommentfest,

> Also trinkfest bis alkoholkrank?

Du biss mir doch viel zu blöde, wa...

> Die Burschenschaften hatten wohl auch
> Veranstaltungen, die für Freundinnen von
> Aktiven geöffnet waren.

Eine jegliche Korporation (bisweylen auch Corporation)
gibt jeweils ein Semesterprogramm heraus, darin sind
die für jedermann zutrittlichen Veranstaltungen
gekennzeichnet.
Zumindest die von den Corps veranstalteten Cocktailparties
haben Zugkraft von der Art, daß der Zugang reguliert werden
muß, anderenfalls Flurschäden zu gewärtigen wären - FR

Oliver Jennrich

unread,
Aug 27, 2017, 3:20:37 PM8/27/17
to
Eigenartig. Mir ist aus meiner Studienzeit nicht eine einzige solche
Veranstaltung erinnerlich auf der man auch nur in der Nähe gesehen hätte
werden wollen. Manche Dinge kann man nicht mal im Vollrausch ertragen.

Matthias Opatz

unread,
Aug 28, 2017, 7:57:36 AM8/28/17
to
Dies schrieb Oliver Jennrich:

> Generalverschiss. Das Wort darf man schreiben.

Du darfst und tust es. Ich auch. Stefan darf auch, aber er will nicht.

Matthias

Dorothee Hermann

unread,
Aug 28, 2017, 10:18:32 AM8/28/17
to
*schmunzel*


Dorothee

Quinn C

unread,
Aug 28, 2017, 12:11:13 PM8/28/17
to
* Detlef Meißner:

> Am 26.08.2017 um 16:16 schrieb Oliver Jennrich:
>> r...@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) writes:
>>
>>> Es handelt sich wohl im eine andere Bezeichnung für einen
>>> »Perpetualversch...«.
>>>
>>> Dieser kann von einem Seniorenconvent gegen ungehorsame
>>> Studenten beschlossen werden. Es handelt sich um eine Art
>>> von Acht. Beispielsweise ist der Student dann weder bier-
>>> noch satisfactionsfähig. Wenn ich das recht verstanden habe.
>>
>> Uiuiui. Das ist aber doll schlimm. Sorry, aber die Hausregeln solcher
>> 'Corps' kann ich nicht recht ernst nehmen.
>
> Musst du aber, wenn du dazu gehören willst.

Ja eben, wenn.

Dazu gehören zu wollen wirft in meinen Augen kein gutes Licht auf
jemanden.

> Da existieren ja noch ganz andere Regeln, die außerhalb dieser
> geschlossenen Gesellschaft(en) geächtet würden.

Die Hausregeln der Vereine namens "Katholiken" und "Protestanten"
nehme ich auch nicht so ernst, es lohnt sich aber, sie ein wenig
zu kennen.

--
die gugelmänner schleppen leichen, kranke LILIENCRON
GRIMM, Deutsches Wörterbuch

Detlef Meißner

unread,
Aug 28, 2017, 12:21:32 PM8/28/17
to
Am 28.08.2017 um 18:11 schrieb Quinn C:
> * Detlef Meißner:
>> Am 26.08.2017 um 16:16 schrieb Oliver Jennrich:
>>> r...@zedat.fu-berlin.de (Stefan Ram) writes:
>>>
>>>> Es handelt sich wohl im eine andere Bezeichnung für einen
>>>> »Perpetualversch...«.
>>>>
>>>> Dieser kann von einem Seniorenconvent gegen ungehorsame
>>>> Studenten beschlossen werden. Es handelt sich um eine Art
>>>> von Acht. Beispielsweise ist der Student dann weder bier-
>>>> noch satisfactionsfähig. Wenn ich das recht verstanden habe.
>>>
>>> Uiuiui. Das ist aber doll schlimm. Sorry, aber die Hausregeln solcher
>>> 'Corps' kann ich nicht recht ernst nehmen.
>>
>> Musst du aber, wenn du dazu gehören willst.
>
> Ja eben, wenn.
>
> Dazu gehören zu wollen wirft in meinen Augen kein gutes Licht auf
> jemanden.

Aber man will doch immer irgendwo zugehören. Und da gibt es Regeln.
Befolgt man die nicht, bleibt man ganz einsam - oder macht was Neues mit
neuen Regeln, das auch wieder für andere attraktiv ist, die dann dazu
gehören wollen und die Regeln befolgen müssen.

>> Da existieren ja noch ganz andere Regeln, die außerhalb dieser
>> geschlossenen Gesellschaft(en) geächtet würden.
>
> Die Hausregeln der Vereine namens "Katholiken" und "Protestanten"
> nehme ich auch nicht so ernst, es lohnt sich aber, sie ein wenig
> zu kennen.

Sicher, die Regeln von Gesellschaften, denen man nicht ausweichen kann,
sollte man schon kennen und sich auch - zumindest ein wenig - danach
richten.

Detlef

Quinn C

unread,
Aug 28, 2017, 5:01:25 PM8/28/17
to
* Detlef Meißner:

> Am 28.08.2017 um 18:11 schrieb Quinn C:
>> * Detlef Meißner:
>>> Am 26.08.2017 um 16:16 schrieb Oliver Jennrich:

>>>> Uiuiui. Das ist aber doll schlimm. Sorry, aber die Hausregeln solcher
>>>> 'Corps' kann ich nicht recht ernst nehmen.
>>>
>>> Musst du aber, wenn du dazu gehören willst.
>>
>> Ja eben, wenn.
>>
>> Dazu gehören zu wollen wirft in meinen Augen kein gutes Licht auf
>> jemanden.
>
> Aber man will doch immer irgendwo zugehören.

Aber hoffentlich nicht gerade bei Burschenschaften o.dgl. Darum
ging es mir im Moment.

--
da kamen abermals in das Elsas uber die Zaberer steig ein volck,
die nante man auch die Engelländer und gugeler B. HERTZOG

Wolfgang Εnzinger

unread,
Aug 29, 2017, 5:42:52 AM8/29/17
to
Weiss ich nicht. Hatte keine Zeit zum Nachschauen und hab's dann so
hingeschrieben, dass man es zumindest versteht. Scheint ja auch gelungen zu
sein.

Wolfgang Εnzinger

unread,
Aug 29, 2017, 5:43:22 AM8/29/17
to
Demnach hätte sich Grönemeyer eigentlich nicht entschuldigen müssen.
Wahrscheinlich also ging's ihm wie mir: unsicher, was genau es bedeutet,
und daher lieber mal vorsichtig.

Ulf.K...@web.de

unread,
Aug 29, 2017, 10:02:40 AM8/29/17
to
Am Dienstag, 29. August 2017 11:42:52 UTC+2 schrieb Wolfgang Εnzinger:
^^
> > Schreibt man das jetzt so?
>
> Weiss ich nicht. Hatte keine Zeit zum Nachschauen und hab's dann so
> hingeschrieben, dass man es zumindest versteht. Scheint ja auch gelungen zu
> sein.

Rächtschrajbunk wyrt auch yberbewähtett...

Stefan Schmitz

unread,
Aug 29, 2017, 11:20:36 AM8/29/17
to
Mir kommt gerade der Verdacht, er könnte es so verstanden haben, als seien
ihre Kinder gestorben.

Dorothee Hermann

unread,
Aug 29, 2017, 12:21:08 PM8/29/17
to
Am 29.08.2017 um 16:02 schrieb Ulf Kutzner:
> Am Dienstag, 29. August 2017 11:42 schrieb Wolfgang Εnzinger:
> ^^
>>> Schreibt man das jetzt so?

>> Weiss ich nicht. Hatte keine Zeit zum Nachschauen und hab's dann so
>> hingeschrieben, dass man es zumindest versteht. Scheint ja auch
>> gelungen zu sein.

?
Versteh ich nicht.
Ich sehe da zwei Zirkumflexzeichen unter dem Wort "August".


> Rächtschrajbunk wyrt auch yberbewähtett...

In d.e.s.d?


Dorothee

Ulf.K...@web.de

unread,
Aug 29, 2017, 12:23:48 PM8/29/17
to
Moin,

Am Dienstag, 29. August 2017 18:21:08 UTC+2 schrieb Dorothee Hermann:

> > ^^
> >>> Schreibt man das jetzt so?
>
> >> Weiss ich nicht. Hatte keine Zeit zum Nachschauen und hab's dann so
> >> hingeschrieben, dass man es zumindest versteht. Scheint ja auch
> >> gelungen zu sein.
>
> ?
> Versteh ich nicht.
> Ich sehe da zwei Zirkumflexzeichen unter dem Wort "August".

Markierungen in der Antwortzeile
verrutschen je nach Schriftart nicht selten deutlich.

Gruß, ULF

Detlef Meißner

unread,
Aug 29, 2017, 12:25:39 PM8/29/17
to
Richtig.
Aber in diesem Falle wurde der unterstrichene Text gelöscht.

Detlef

Detlef Meißner

unread,
Aug 29, 2017, 12:27:54 PM8/29/17
to
Am 29.08.2017 um 18:21 schrieb Dorothee Hermann:
> Am 29.08.2017 um 16:02 schrieb Ulf Kutzner:
>> Am Dienstag, 29. August 2017 11:42 schrieb Wolfgang Εnzinger:
>> ^^
>>>> Schreibt man das jetzt so?
>
>>> Weiss ich nicht. Hatte keine Zeit zum Nachschauen und hab's dann so
>>> hingeschrieben, dass man es zumindest versteht. Scheint ja auch
>>> gelungen zu sein.
>
> ?
> Versteh ich nicht.
> Ich sehe da zwei Zirkumflexzeichen unter dem Wort "August".

Das Original lautet:
**********************************************
> Möglicherweise hat er ja vorsichtshalber
> einfach mal geblöfft.
^^
Schreibt man das jetzt so?
**********************************************
>
>
>> Rächtschrajbunk wyrt auch yberbewähtett...
>
> In d.e.s.d?

Im "richtigen" Leben. ;-)

Detlef

Ulf.K...@web.de

unread,
Aug 29, 2017, 12:37:29 PM8/29/17
to
Moin,

Am Dienstag, 29. August 2017 18:27:54 UTC+2 schrieb Detlef Meißner:

> >> ^^
> >>>> Schreibt man das jetzt so?
> >
> >>> Weiss ich nicht. Hatte keine Zeit zum Nachschauen und hab's dann so
> >>> hingeschrieben, dass man es zumindest versteht. Scheint ja auch
> >>> gelungen zu sein.
> >
> > ?
> > Versteh ich nicht.
> > Ich sehe da zwei Zirkumflexzeichen unter dem Wort "August".
>
> Das Original lautet:
> **********************************************
> > Möglicherweise hat er ja vorsichtshalber
> > einfach mal geblöfft.
> ^^


Auch dafür gilt:

> Markierungen in der Antwortzeile
> verrutschen je nach Schriftart nicht selten deutlich.
>
> Gruß, ULF

Dorothee Hermann

unread,
Aug 29, 2017, 1:09:51 PM8/29/17
to
Danke.

Dorothee, wenigstens einer, der mich aufklärt
--
;-)

Roland Franzius

unread,
Aug 29, 2017, 1:28:09 PM8/29/17
to
Ich denk mal, das ist eher der Moment, wo nachzutreten sich für den
Gentleman angesichts einer Jungfrau sich situationsbedingt erübrigt.

Natürlich kennt jederman die Formel "wes Geistes Kind man sei".

--

Roland Franzius

Detlef Meißner

unread,
Aug 29, 2017, 1:36:56 PM8/29/17
to
Habe ich auch nicht bestritten.

Aber wenn die Textstelle, die unterstrichen wurde, fehlt, dann nützt
einem dieser Hinweis auch recht herzlich wenig.

Und damit nichts verrutscht, gibt es für Newsreader gewisse Hinweise.

Detlef

Quinn C

unread,
Aug 29, 2017, 2:35:59 PM8/29/17
to
* Detlef Meißner:
Wenn man's so spricht, sollte man's ruhig auch so schreiben. Finde
ich.

Anscheinend gehört das Wort in eine kleine Gruppe von Wörtern, bei
denen das englische [ʌ] als ö wiedergegeben wurde. Mir fallen
jetzt spontan nur noch die "Pumps" ein, aber es sollte noch ein
paar geben.

--
nun schmeckt, wer ich sei, ihr gugelnarren! PARACELSUS
GRIMM, Deutsches Wörterbuch

Detlef Meißner

unread,
Aug 29, 2017, 4:02:49 PM8/29/17
to
Am 29.08.2017 um 20:35 schrieb Quinn C:
> * Detlef Meißner:
>
>> Am 27.08.2017 um 18:08 schrieb Wolfgang Εnzinger:
>>
>>> OK, also anscheinend doch ein religiöser Bezug. Aus religiösen Gründen
>>> keine weltlichen Kinder haben, oder so.
>>>
>>> Könnte sein.
>>>
>>> Ob der Grönemeyer das wusste?
>>
>>> Möglicherweise hat er ja vorsichtshalber
>>> einfach mal geblöfft.
>> ^^
>> Schreibt man das jetzt so?
>
> Wenn man's so spricht, sollte man's ruhig auch so schreiben. Finde
> ich.
>
> Anscheinend gehört das Wort in eine kleine Gruppe von Wörtern, bei
> denen das englische [ʌ] als ö wiedergegeben wurde. Mir fallen
> jetzt spontan nur noch die "Pumps" ein, aber es sollte noch ein
> paar geben.

Andererseits ist das Wort schon vor Ewigkeiten in den deutschen
Sprachgebrauch eingegangen, dass man von Bluff (mit u) spricht.

Detlef

Wolfgang Εnzinger

unread,
Aug 29, 2017, 5:09:58 PM8/29/17
to
Respekt, auf die Idee bin ich noch nicht gekommen. Finde ich ausgesprochen
plausibel.

Wolfgang Εnzinger

unread,
Aug 29, 2017, 5:12:31 PM8/29/17
to
Das passt aber nicht zusammen. Wenn er von der Jungfrauennummer gewusst
hätte, hätte er erst gar nicht vom Thema Kinder anfangen und sich hinterher
dafür entschuldigen müssen.

Wäre gut, wenn er sich hier jetzt selber mal zu Wort melden würde. Aber
wenn er's täte, würde ihm garantiert keiner glauben, dass er's ist. ;-)

Und wahrscheinlich erinnert er sich eh nicht mehr daran, im Gegensatz zu
mir, komischerweise. :-)

> Natürlich kennt jederman die Formel "wes Geistes Kind man sei".

Ja, klar. Aber "Kinder im Geiste haben" ist was anderes, und was es ist,
dazu gibt es offenbar keine einhellige Meinung.

Jakob Achterndiek

unread,
Aug 29, 2017, 6:03:08 PM8/29/17
to
Man muß wohl daran erinnern, daß die Hanna Granata Laurien nicht nur
Ministerin und Senatorin war, sondern zuvor Lehrerin und Schuldirektorin
und fanatische Gschaftelhuberin im Philologenverband. Solche Frauen,
wenn sie dann auch noch fromm und jungfräulich sind, können schon mal
auf die fixe Idee kommen, ihre Schülerinnen seien ihre Kinder im Geiste.
Freud hätte das vielleicht als eine Form der Hysterie verbucht. Und dem
Groenemeyer traue ich zu, daß er das im Hinterkopf hatte und wußte, daß
man daran nicht rühren darf. - Eine andere Erklärung könnte sein, daß
sogar die Laurien hier eine Anwandlung von Ironie gehabt hat. Ganz dumm
war die Frau ja nicht.
--
j/\a

Christina Kunze

unread,
Aug 30, 2017, 12:55:55 AM8/30/17
to
Möglicherweise wollte sie damit ausdrücken, dass man nicht leibliche
Kinder haben muss, um die Belange von Kindern zu kennen.
Das kommt mir bei einer Frau mit Schulerfahrung gar nicht so unlogisch vor.
(Wobei ich aber vergessen habe und jetzt auch nicht nachsehen will,
worum es in der Diskussion mit Grönemeyer an der Stelle ging.)

chr

Ulf.K...@web.de

unread,
Aug 30, 2017, 3:42:45 AM8/30/17
to
Moin,
Am Dienstag, 29. August 2017 19:36:56 UTC+2 schrieb Detlef Meißner:

> >>>> ^^
> >>>>>> Schreibt man das jetzt so?
> >>>
> >>>>> Weiss ich nicht. Hatte keine Zeit zum Nachschauen und hab's dann so
> >>>>> hingeschrieben, dass man es zumindest versteht. Scheint ja auch
> >>>>> gelungen zu sein.
> >>>
> >>> ?
> >>> Versteh ich nicht.
> >>> Ich sehe da zwei Zirkumflexzeichen unter dem Wort "August".
> >>
> >> Das Original lautet:
> >> **********************************************
> >>> Möglicherweise hat er ja vorsichtshalber
> >>> einfach mal geblöfft.
> >> ^^
> >
> >
> > Auch dafür gilt:
> >
> >> Markierungen in der Antwortzeile
> >> verrutschen je nach Schriftart nicht selten deutlich.
>
> Habe ich auch nicht bestritten.
>
> Aber wenn die Textstelle, die unterstrichen wurde, fehlt, dann nützt
> einem dieser Hinweis auch recht herzlich wenig.


Ach so. Bei mir unterrahmen die Zeichen das 'g' von 'Dienstag'.

Und zum Kommentieren der eigentlichen Schreibung
konnte man dort nachsehen, wo es geschah.

Mir ging es jetzt um den Umgang mit Schreibung all und
gemein.

Gruß, ULF

Detlef Meißner

unread,
Aug 30, 2017, 3:46:43 AM8/30/17
to
Ach so. Man lässt jetzt neuerdings den Text, den man kommentiert, weg?

Detlef

Ulf.K...@web.de

unread,
Aug 30, 2017, 3:54:38 AM8/30/17
to
Moin,

Am Mittwoch, 30. August 2017 09:46:43 UTC+2 schrieb Detlef Meißner:

> Ach so. Man lässt jetzt neuerdings den Text, den man kommentiert, weg?

Ich kommentierte scherpunktmäßig den Zusatz,
es hätten doch wohl alle verstanden,
Schreibweise sei also egal gewesen.

Um den Punkt ging es mir.

Gruß, ULF

Detlef Meißner

unread,
Aug 30, 2017, 5:50:29 AM8/30/17
to
Am 30.08.2017 um 09:54 schrieb Ulf.K...@web.de:
> Am Mittwoch, 30. August 2017 09:46:43 UTC+2 schrieb Detlef Meißner:
>
>> Ach so. Man lässt jetzt neuerdings den Text, den man kommentiert, weg?
>
> Ich kommentierte scherpunktmäßig den Zusatz,
> es hätten doch wohl alle verstanden,
> Schreibweise sei also egal gewesen.

Deine Bemerkung zur Schreibweise kann man aber auch nur verstehen, wenn
man den Bezug kennt, sonst steht sie zusammenhanglos im Raum.

Detlef

xylo...@gmail.com

unread,
Aug 30, 2017, 8:33:06 AM8/30/17
to
Am Dienstag, 29. August 2017 20:35:59 UTC+2 schrieb Quinn C:

>>> Möglicherweise hat er ja vorsichtshalber
>>> einfach mal geblöfft.
^^
>> Schreibt man das jetzt so?

> Wenn man's so spricht, sollte man's ruhig auch so schreiben. Finde
> ich.

Du bist ja cool, Alter!

> Anscheinend gehört das Wort in eine kleine Gruppe von Wörtern, bei
> denen das englische [ʌ] als ö wiedergegeben wurde. Mir fallen
> jetzt spontan nur noch die "Pumps" ein, aber es sollte noch ein
> paar geben.

Ich war grad lönschen - FR

Andreas Karrer

unread,
Aug 30, 2017, 8:59:42 AM8/30/17
to
* Quinn C <lispa...@crommatograph.info>:
> * Detlef Meißner:
>
>>> Möglicherweise hat er ja vorsichtshalber
>>> einfach mal geblöfft.
>> ^^
>> Schreibt man das jetzt so?
>
> Wenn man's so spricht, sollte man's ruhig auch so schreiben. Finde
> ich.
>
> Anscheinend gehört das Wort in eine kleine Gruppe von Wörtern, bei
> denen das englische [ʌ] als ö wiedergegeben wurde. Mir fallen
> jetzt spontan nur noch die "Pumps" ein, aber es sollte noch ein
> paar geben.

Wenn es denn aus dem Englischen kommt. Wiktionary

From the Dutch verb bluffen (“to brag”), from Middle Dutch
bluffen (“to make something swell; to bluff”); or from the Dutch
noun bluf (“bragging”).

und Webster

probably from Dutch bluffen to boast, play a kind of card game

sind der Ansicht, dass das englische Verb "to bluff" aus dem
Niederländischen komme. Dort wird es (heute) tatsächlich wie blöffen
ausgesprochen.



köntri hört man hier neben kauntri auch nicht selten, beide
jedenfalls häufiger als kʌntri.

- Andi

Ulf.K...@web.de

unread,
Aug 30, 2017, 10:14:28 AM8/30/17
to
Moin,

Am Mittwoch, 30. August 2017 11:50:29 UTC+2 schrieb Detlef Meißner:

> >> Ach so. Man lässt jetzt neuerdings den Text, den man kommentiert, weg?
> >
> > Ich kommentierte sch[w]erpunktmäßig den Zusatz,
> > es hätten doch wohl alle verstanden,
> > Schreibweise sei also egal gewesen.
>
> Deine Bemerkung zur Schreibweise kann man aber auch nur verstehen, wenn
> man den Bezug kennt, sonst steht sie zusammenhanglos im Raum.

Deswegen ließ ich ja die Unterkringelungsakzente stehen,
in der Hoffnung, daß die, die sich für den Ursprungsstein
des Anstoßes interessieren, weiter oben nachschauen.

Ich wollte jetzt nicht speziell die Schreibweise von
'bl^ffen", sondern die Nachkommentierung diskutieren.

Beim Zitieren sitzt man gerne zwischen den Stühlen.

Zu Viel kann gleichzeitig zu wenig sein.

Gruß, ULF

Christian Weisgerber

unread,
Aug 30, 2017, 11:30:07 AM8/30/17
to
On 2017-08-30, Andreas Karrer <ak...@gmx.ch> wrote:

>> Anscheinend gehört das Wort in eine kleine Gruppe von Wörtern, bei
>> denen das englische [ʌ] als ö wiedergegeben wurde. Mir fallen
>> jetzt spontan nur noch die "Pumps" ein, aber es sollte noch ein
>> paar geben.
>
> Wenn es denn aus dem Englischen kommt. Wiktionary [...] und Webster
> sind der Ansicht, dass das englische Verb "to bluff" aus dem
> Niederländischen komme. Dort wird es (heute) tatsächlich wie blöffen
> ausgesprochen.

Für französisch „bluffer“ /blœfe/ gibt TLFi eine Entlehnung Ende
des 19. Jahrhunderts aus dem amerikanischen Englisch an; das englische
Wort sei durch Vermittlung holländischer Auswanderer aus dem
Niederländischen entlehnt.
http://www.cnrtl.fr/definition/bluffer

Auch dänisch „bluffe“ sei aus dem Englischen.
http://ordnet.dk/ddo/ordbog?query=bluffe

--
Christian "naddy" Weisgerber na...@mips.inka.de

Ulf.K...@web.de

unread,
Aug 30, 2017, 11:49:30 AM8/30/17
to
Moin,

Am Mittwoch, 30. August 2017 17:30:07 UTC+2 schrieb Christian Weisgerber:

> >> Anscheinend gehört das Wort in eine kleine Gruppe von Wörtern, bei
> >> denen das englische [ʌ] als ö wiedergegeben wurde. Mir fallen
> >> jetzt spontan nur noch die "Pumps" ein, aber es sollte noch ein
> >> paar geben.
> >
> > Wenn es denn aus dem Englischen kommt. Wiktionary [...] und Webster
> > sind der Ansicht, dass das englische Verb "to bluff" aus dem
> > Niederländischen komme. Dort wird es (heute) tatsächlich wie blöffen
> > ausgesprochen.
>
> Für französisch „bluffer“ /blœfe/ gibt TLFi eine Entlehnung Ende
> des 19. Jahrhunderts aus dem amerikanischen Englisch an; das englische
> Wort sei durch Vermittlung holländischer Auswanderer aus dem
> Niederländischen entlehnt.
> http://www.cnrtl.fr/definition/bluffer

Ich bin verblüfft.

Gruß, ULF

Klaus Dahlwitz

unread,
Aug 30, 2017, 12:14:52 PM8/30/17
to
Am 29.08.2017 um 20:35 schrieb Quinn C:
> Anscheinend gehört das Wort in eine kleine Gruppe von Wörtern, bei
> denen das englische [ʌ] als ö wiedergegeben wurde. Mir fallen
> jetzt spontan nur noch die "Pumps" ein, aber es sollte noch ein
> paar geben.

Hämbörger und ähnliche Produkte des Gastroimperialismus.

Klaus, Hamburger
--
Am 9.9. rollen hier die Steine

Quinn C

unread,
Aug 30, 2017, 3:08:10 PM8/30/17
to
* xylo...@gmail.com:
Nicht lünchen - da haben wir ja noch mal Glück gehabt.

--
die gugel gehört seit je zur narrenkleidung:
GRIMM, Deutsches Wörterbuch

Quinn C

unread,
Aug 30, 2017, 3:11:01 PM8/30/17
to
* Klaus Dahlwitz:

> Am 29.08.2017 um 20:35 schrieb Quinn C:
>> Anscheinend gehört das Wort in eine kleine Gruppe von Wörtern, bei
>> denen das englische [ʌ] als ö wiedergegeben wurde. Mir fallen
>> jetzt spontan nur noch die "Pumps" ein, aber es sollte noch ein
>> paar geben.
>
> Hämbörger und ähnliche Produkte des Gastroimperialismus.

Nein, das giltet nicht. Das r hinter dem u resultiert da in einem
ganz anderen Laut in der Originalsprache, und der wird stets und
zu Recht mit ö wiedergegeben. Man sagt Pörl S. Back, aber nicht
Pörl S. Böck.

--
von Muret ein gugeln guot
mit lûtrem vêhen bunde
V. D. HAGEN

Ulf.K...@web.de

unread,
Aug 31, 2017, 7:12:09 AM8/31/17
to
Moin,

Am Mittwoch, 30. August 2017 21:11:01 UTC+2 schrieb Quinn C:
> * Klaus Dahlwitz:
>
> > Am 29.08.2017 um 20:35 schrieb Quinn C:
> >> Anscheinend gehört das Wort in eine kleine Gruppe von Wörtern, bei
> >> denen das englische [ʌ] als ö wiedergegeben wurde. Mir fallen
> >> jetzt spontan nur noch die "Pumps" ein, aber es sollte noch ein
> >> paar geben.
> >
> > Hämbörger und ähnliche Produkte des Gastroimperialismus.
>
> Nein, das giltet nicht. Das r hinter dem u resultiert da in einem
> ganz anderen Laut in der Originalsprache, und der wird stets und
> zu Recht mit ö wiedergegeben. Man sagt Pörl S. Back, aber nicht
> Pörl S. Böck.

Purl/Pearl?

Nimm einstweilen 'cut' für den abgeschnittenen Gehrock.

Gruß, ULF

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