DPS ist ein etwas besseres System von EVVA:
http://www.lockwiki.com/index.php/EVVA_DPS
http://www.lissy.at/index.asp?/produkte/key_evvadps.asp
http://www.evva.at/produkte/mechanische-schliesssysteme/schliesssystem-dpi/schliesszylinder/de/
DPS ist AFAIK eine Variante die über Schlüsseldienste vertrieben
wird, d.h. du kannst nur zu einem Händler gehen, der das Monopol
drauf hat.
> Wurde im Mehrfamilien-Neubau installiert und wir wurden gewarnt, dass der
> Aufwand beim versehentlichen Aussperren extrem hoch wäre.
Naja, DPS ist ein System bei dem man nicht ohne Codekarte
die Schlüssel oder den Zylinder nachbekommt. Wenn du daher
dich aussperrst, dann muß der Schlüsseldienst de facto
deinen Türzylinder zerstören (Picken dürfte zu lange
dauern, Schlagschlüssel geht eher nicht). Er wird dir
erst mal einen billigen Standardzylinder einbauen müssen,
weil ein passender Ersatz-DPS nicht da sein wird.
Dann mußt du den Ersatz-Zylinder über die Hausverwaltung
(bzw. deren Codekarte) bestellen. Das wird teuer (rechne
mit 100 oder 200 Euro nur für den Zylinder. Eventuell muß noch
ein verlorener Schlüssel ersetzt werden (50 bis 100 Euro),
geht auch nur mit Codekarte.
Dann rechne das alles zusammen: Provisorischer Zylinder,
Ersatz-DPS, Schlüssel, erster Schlüsseldienstbesuch,
eventuell zweiter Schlüsseldienstbesuch (fürs endgültige
Schloss), Wartezeiten, etc., und wenn du 500 Euro loswirst,
dann würde es mich nicht groß schockieren.
Dabei kann das noch Glück sein. Wenn du Pech hast und
einen Schlüssel "verloren" hast, eventuell nötigt man
dir sogar noch teurere Maßnahmen auf (keine Ahnung,
was da mietrechtlich gedeckt ist, technisch kann der
Wechsel der ganzen Anlage sinnvoll sein, denn dann
kann eventuell jeder ins Haus).
> Viellleicht liegt dies aber an den 3 Schliessen in der Zarge?
> Im Internet konnte ich nicht so rech etwas über den Typ erfahren.
> Kenn dies jemand?
Österreichische Standardware in Wohnanlagen. Zuverlässig, problemlos,
schwer manipulierbar, aber wie oben beschrieben: letztendlich teuer.
De facto würde ich das so sehen, daß die Vermieter wenig interesse
an einer für den Mieter günstigen Lösung haben, und lieber was
mit "full service" nehmen, was ihnen Aufwand erspart und dem
Schlüsseldienst eine stete Einnahmequelle sichert.
/ralph