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Abstand zwischen Variablen in Formeln

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Gert und Ulrike Fischer

unread,
May 18, 2001, 4:24:39 AM5/18/01
to

Thomas Ludwig schrieb:
>
> Ich bin nicht so recht gluecklich mit dem Abstand zwischen Variablen,
> die multipliziert werden. Beispiel:
>
> *****
>
> \begin{equation}
> U_{a} = k_{2} A B I_{1}
> \label{eq:1}
> \end{equation}
>
> Er hat \emph{ABI 2000} auf seinem VW Golf stehen.
>
> \begin{equation}
> U_{a} = k_{2} \, A \, B \, I_{1}
> \label{eq:2}
> \end{equation}
>
> *****
>
> Ich kann zwischen verschiedenen Styles (times, mathptm, amsmath,) oder
> Classes keinen Unterschied erkennen, deshalb keine Angaben dazu.
>

Ich kann einen deutlichen Unterschieden zwischen times und cm erkennen.
Bei times finde ich keine deiner Varianten optimal. Hast du schon mal
\cdot in Erwägung gezogen?

Ulrike Fischer

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Christian Gudrian

unread,
May 18, 2001, 5:50:23 AM5/18/01
to

"Thomas Ludwig" <mat...@gmx.de> schrieb:

> Jain. Eigentlich hat ein \cdot in solchen Gleichungen nichts zu suchen.
> Mein Vorbild ist z.B.:

Wo ist der mathematische Unterschied zwischen

$u = r i$

und

$u = r \cdot i$

?

Christian


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Christian Gudrian

unread,
May 18, 2001, 6:48:56 AM5/18/01
to

"Thomas Ludwig" <mat...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:1etlrop.1qkjvvp1sxmq0wN%mat...@gmx.de...

> Spaetestens in einem Text, in
> dem Kreuz- und Skalarprodukte neben 'normalen' Multiplikationen
> erscheinen, waere ich mit \cdot _sehr_ vorsichtig.

Wenn man's genau nimmt, ist der Operator für das Skalarprodukt auch nicht
\cdot, sondern eher sowas wie \bullet, obwohl letzteres schon wieder etwas
zu dick ist. Oder irre ich mich da?

Außerdem sollte man Skalare gut genug von Vektoren unterscheiden können, so
dass sich aus dem Kontext bereits ergibt, ob ich nun das Skalarprodukt
bilden soll oder eine ordinäre Multiplikation durchführen.

> Ich bin mir einfach nicht sicher, ob \cdot eine gute Loesung ist, wenn
> einem die Abstaende zu klein vorkommen. Aber vielleicht liege ich damit
> ja auch falsch.

Meinst Du in typographischer Hinsicht? Da hat erst mal LaTeX das Sagen.
Wenn's mir nicht gefällt, schaue ich mir Referenzbücher an (also Bücher, von
denen ich annehmen kann, dass sie von Leuten gesetzt wurden, die sich damit
auskennen). Sowas in der Richtung hast Du ja auch schon gemacht. Und wenn
die Verwendung von \, dem Ergebnis, das dir vorschwebt, nahe genug kommt,
spricht eigentlich nichts dagegen.

Vermutlich suchst Du nach einer Lösung, die den vergrößerten Zwischenraum
_automatisch_ einfügt. Da kann ich dir allerdings auch nicht helfen. Ich
vermute aber, dass dazu recht tiefgreifende Änderungen im Formelsatz von
LaTeX notwendig sein dürften.

Christian


Gert und Ulrike Fischer

unread,
May 18, 2001, 8:16:26 AM5/18/01
to

Thomas Ludwig schrieb:


>
> Gert und Ulrike Fischer <Nililand...@t-online.de> wrote:
>
> > Ich kann einen deutlichen Unterschieden zwischen times und cm erkennen.
>

> Muss ich mir nochmal genauer ansehen...


>
> > Bei times finde ich keine deiner Varianten optimal.
>

> Im Sinne von: Bei eq:1 ist der Abstand zu gering und bei eq:2 zu gross?
> Und welche Variante findest Du bei cm gut?

Ohne Abstand

>
> > Hast du schon mal
> > \cdot in Erwägung gezogen?
>

> Jain. Eigentlich hat ein \cdot in solchen Gleichungen nichts zu suchen.

Na ja, ich bin eigentlich für lieber mehr Operatoren als zu wenig, ich
finde es i.a. schlecht lesbar, wenn man UNI = ABI und so was da stehen
hat. Ich habe mal in einem Physikbuch hier nachgeschaut, da wird relativ
viel mit \cdot gearbeitet. Aber viel Anschauungsmaterial dazu habe ich
nicht ;-)

Ulrike Fischer

Ralf Muschall

unread,
May 18, 2001, 6:32:11 PM5/18/01
to
"Christian Gudrian" <Christia...@gmx.de> writes:

> Außerdem sollte man Skalare gut genug von Vektoren unterscheiden können, so
> dass sich aus dem Kontext bereits ergibt, ob ich nun das Skalarprodukt
> bilden soll oder eine ordinäre Multiplikation durchführen.

Hilft nicht - in der Physik lässt man üblicherweise \otimes zwischen
Vektoren weg, schreibt das \cdot dagegen hin, d.h. man braucht sowohl
Luft als auch \cdot.

Ralf

Ulrich Dirr

unread,
May 21, 2001, 1:54:15 AM5/21/01
to
Herr Ludwig,

Sie haben hier die Entdeckung gemacht, dass TeX typographisch doch nicht so
perfekt ist, wie man sich das immer vorstellt!

TeX hat nichts eingebaut, was in diesen Fällen richtigen Ausschluss
automatisch erzeugt. Nicht einmal bei einem einfachen Produkt wie ab ("a
multipliziert mit b") wird ein Ausschluss gesetzt!

Ein Zitat aus DIN 1338:

"In Einheitenprodukten werden die Faktoren durch 0,25 mm Ausschluss getrennt
[...] Anstelle des Ausschlusses kann auch ein Multiplikationspunkt gesetzt
werden; dies empfiehlt sich insbesondere dann, wenn eine Einheit auch als
Vorsatz gelesen werden könnte (z.B. m als Milli statt Meter), also $m\cdot
s$ (Meter mal Sekunde) im Gegensatz zu $ms$ (Millisekunde)."

Am besten definieren Sie sich einige aufeinander abgestimmte Ausschlüsse
(z.B. als \Spatium[n]) und machen sich an die Handarbeit!

Wenn Sie weiter auf Entdeckungsreise gehen wollen: TeX setzt prinzipiell
deutschen Text mit falschem, weil englisch-amerikanischem Kerning. Raten Sie
einmal wo überall ...


MfG
Ulrich Dirr


--
Art & Satz
Ulrich Dirr
Arnimstraße 9
81369 München
Germany/Deutschland
--
fon (+49 89) 743 30 60
fax (+49 89) 743 30 61
email mailto:u...@art-satz.de
-=*:-)


"Thomas Ludwig" <mat...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag

news:1etkhq2.1q9u0hsedmwhwN%mat...@gmx.de...


> Ich bin nicht so recht gluecklich mit dem Abstand zwischen Variablen,
> die multipliziert werden. Beispiel:
>
> *****
>
> \begin{equation}
> U_{a} = k_{2} A B I_{1}
> \label{eq:1}
> \end{equation}
>
> Er hat \emph{ABI 2000} auf seinem VW Golf stehen.
>
> \begin{equation}
> U_{a} = k_{2} \, A \, B \, I_{1}
> \label{eq:2}
> \end{equation}
>
> *****
>
> Ich kann zwischen verschiedenen Styles (times, mathptm, amsmath,) oder
> Classes keinen Unterschied erkennen, deshalb keine Angaben dazu.
>

> Ohne zusaetzliche Abstaende sieht das 'ABI' in der {eq:1} genauso aus
> wie in 'ABI 2000'. Diese Abstaende sind IMHO zu gering. Die Abstaende
> zwischen kleinen Buchstaben sehen hingegen gut aus. Mit dem 'A B I' in
> {eq:2} koennte ich mich auch anfreunden.
>
> Ist das ein Fall, in dem die Verwendung von '\,' gerechtfertigt ist? In
> der Elektrotechnik ist eine solche Haeufung von Variablen in
> Grossbuchstaben ja nicht selten und man hat dann auch keine freie Wahl
> zwischen Gross- und Kleinbuchstaben (U = R * I bedeutet etwas anderes
> als u = r * i). Oder mache ich irgendetwas falsch?
>
> Danke und Gruss
> Thomas
> --
> Thomas Ludwig
> Institute of Mineralogy
> University of Heidelberg, Germany


Gert und Ulrike Fischer

unread,
May 21, 2001, 6:59:19 AM5/21/01
to

Ulrich Dirr schrieb:


>
> Herr Ludwig,
>
> Sie haben hier die Entdeckung gemacht, dass TeX typographisch doch nicht so
> perfekt ist, wie man sich das immer vorstellt!
>
> TeX hat nichts eingebaut, was in diesen Fällen richtigen Ausschluss
> automatisch erzeugt. Nicht einmal bei einem einfachen Produkt wie ab ("a
> multipliziert mit b") wird ein Ausschluss gesetzt!
>
> Ein Zitat aus DIN 1338:
>
> "In Einheitenprodukten werden die Faktoren durch 0,25 mm Ausschluss getrennt
> [...] Anstelle des Ausschlusses kann auch ein Multiplikationspunkt gesetzt
> werden; dies empfiehlt sich insbesondere dann, wenn eine Einheit auch als
> Vorsatz gelesen werden könnte (z.B. m als Milli statt Meter), also $m\cdot
> s$ (Meter mal Sekunde) im Gegensatz zu $ms$ (Millisekunde)."

Hmm. Produkte von Einheiten sind doch was anderes als Produkte von
Variablen. Variablen werden i.a. in italic gesetzt, Einheiten wie m, mm
werden gerade geschrieben. Für den Satz von Einheiten empfiehlt sich
eines der Pakete SIunits oder units.

Ulrike Fischer

Ulrich Dirr

unread,
May 22, 2001, 8:37:45 AM5/22/01
to
Frau Fischer:

> Hmm. Produkte von Einheiten sind doch was anderes als
> Produkte von Variablen. Variablen werden i.a. in
> italic gesetzt, Einheiten wie m, mm werden gerade
> geschrieben. Für den Satz von Einheiten empfiehlt sich
> eines der Pakete SIunits oder units.

Da habe ich mich unklar ausgedrückt. Es sollte lediglich als Beispiel
dienen, wo es zu semantischen Zweideutigkeiten kommen kann, wenn die
Typografie nicht eindeutig ist.

Ich hätte vielleicht hinzufügen sollen, dass dieses Ausschliessen auch für
Variablen gilt.

Z.B. ab - ac(x + c) + cd
oder auch
(7\cdot 6) + (4\cdot 5)

Im ersten Beispiel wird eben u.a. ein Auschluss bei den Produkten "ab", "ac"
und "cd" gesetzt.

Im zweiten Beispiel sollte idealerweise die engere Bindung der
Multiplikation durch unterschiedlich starkes Ausschliessen gegliedert
werden, also weniger Ausschluss um \cdot und mehr um "+".

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