Guten Tag an alle in dieser Gruppe.
Mein Name ist Kilian Bürger, ich bin 19 Jahre jung und habe mich
seit mehreren Monaten mit dem Thema Fahrraddiebstahl (u. a. in
Ahrensburg) beschäftigt.
Mir selbst wurden innerhalb von 10 Tagen am U-Bahnhof Ahrensburg
West zwei angeschlossene Fahrräder gestohlen. Das erste verschwand
am 10.10.2022 zwischen 8:10 - 16:45 Uhr.
Ich konnte mir gut vorstellen, dass ich mit dem Problem nicht
alleine bin und auch anderen schon das ein oder andere Fahrrad in
Ahrensburg abhandenkam. Deswegen gründete ich die Initiative
"Schutz vor Fahrraddiebstahl Ahrensburg".
Ich möchte damit auf das Thema aufmerksam machen und etwas in
Ahrensburg bewirken. Dazu müssen jedoch alle, sowohl die Stadt,
die Polizei als auch die Bevölkerung ihren Anteil erbringen.
So sollten Bürger auffällige Personen melden und Diebstähle immer
anzeigen, als auch auf massive und gut angebrachte Schlösser
setzen.
Die Polizei muss sich dem Thema genauso annehmen und Kontrollen
durchführen sowie präventiv Streife fahren.
Die Stadt steht wiederum in der Verantwortung, für sichere und
genügend Abstellanlagen zu sorgen, besonders im Hinblick auf den
Bau der S4 und der neuen Haltestelle Ahrensburg West. Schon jetzt
findet sich bei gutem Wetter kein Platz mehr am U-Bahnhof
gegenüber.
Ich sprach bereits zweimal mit dem Bürgermeister Eckart Boege und
einmal mit dem Leiter der Kriminalpolizei in Ahrensburg, Felix
Schmidt. Anbei sende ich das vorgelegte PDF, welches ich am
11.06.2023 eigenhändig verfasste. Darin zu finden sind meine
Beobachtungen, Umfrageergebnisse und Vorschläge zur Verbesserung
der Situation.
Hier ein Link zu meinem Guide "Fahrraddiebstahl verstehen
und verhindern", den ich auf Grundlage meiner Recherchen
angefertigt habe: https://kilihd.de/guides/alles-rund-um-fahrraddiebstahlschutz.php.
Für mehr Informationen zu der Initiative: https://kilihd.de/svf/.
Zusätzlich ein nicht ganz vollständiger Ausschnitt der am
U-Bahnhof Ahrensburg West über den Zaun des Friedhofs geworfenen
Schlösser, die bei der ersten Erkundung gefunden wurden:

Einen schönen Tag wünsche ich allen noch!
Am 04.10.2023 um 09:17 schrieb 'Initiative Schutz vor Fahrraddiebstahl Ahrensburg' via adfc-ahrensburg <adfc-ah...@googlegroups.com>:
Hllo Kilian, ich bin schwer beeindruckt von Deiner
("wissenschaftlichen Arbeit"- Teilnehmerzahl ist zu gering -
klar), aber das schmälert ja nicht Deine Erhebung! Supergut! Aber
was hat denn der Bürgermeister gesagt? Wie sich die Polizei
eingelassen hat, kann ich fast erahnen, befürchten. Ich habe in
anderen Fällen ausnahmlos gehört: ja, aber da können wir gar
nichts machen. herzlichen Gruß Carmen
--
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Guten Abend an alle.
Am 23.02.2023 gab es ein Gespräch zwischen dem Bürgermeister und mir. In diesem wurde auf Grundlage der Erkenntnisse der ersten Umfrageauswertung sowie Beobachtungen ein erster Lagebericht vorgelegt. Es wurde Besserung bei der Fahrradboxen-Miete zugesagt, bei welcher man keine Antwort erhielt. Der Bericht soll der Polizei Ahrensburg vorgelegt werden. Es wurde wie zu erwarten auf die geringe Zuständigkeit hingewiesen.
Am 25.05.2023 gab es das zweite Gespräch mit dem Bürgermeister, in welchem auf die derzeitige Situation hingewiesen und sich nach Neuigkeiten erkundigt wurde. Große Probleme die aufkamen: Personalmangel beispielsweise zu dem Zeitpunkt noch das Tiefbauamt sowie der Platz für sichere Abstellplätze und die langwierigen Bauprojekte, die damit oft verbunden sind.
Am 12.06.2023 traf ich den Leiter der Kriminalpolizei in
Ahrensburg. Das Gespräch, dessen Grundlage eine E-Mail von Eckart
Boege an Felix Schmidt war, dauerte rund 1 Stunde und 20 Minuten.
Besprochen wurden eine ganze Reihe an Themen von Zuständigkeit und
rechtlichen Bedingungen zu persönlichen Themen und Möglichkeiten
zur Verbesserung der Situation.
Unter anderem wurde erwähnt, dass die Rahmennummer oft nicht bei
der Anzeige vermerkt ist. Dies macht ein Auffinden und Zuordnen
des Fahrrads extrem schwer.
Man freue sich über ein Erhellen des Dunkelfelds durch die
Initiative, denn bei Diebstählen von Fahrrädern ist dieses sehr
groß. Zusätzlich wies Felix Schmidt auf
Unterstützungsmöglichkeiten für die Initiative seitens
Präventionsmitteln aus Ratzeburg hin.
In Ahrensburg seien zudem Täter mit Winkelschleifern unterwegs und
bereits geschnappt worden. Die oft genutzte Drehstock-Methode ist
der Polizei bereits lange bekannt, bloß nicht der Bevölkerung.
Zudem wurde darauf hingewiesen, dass die Polizei keine konkreten
Schlösser oder Anbieter empfehlen darf und so etwas Vereine und
Unternehmen tun müssten. Es wurde zudem erzählt, dass der Einsatz
eines Bolzenschneiders nicht so einfach ist, wie es in einigen
Videos aussieht.
Das Thema Videoüberwachung wird weiterhin kritisch gesehen,
besonders aufgrund des Datenschutzes und es schrecke nicht jeden
Täter ab. Spuren können außerdem nur schwer gesichert werden, da
die vielen anderen Gebrauchsspuren eine genaue Identifizierung
stark erschweren. Der Täter müsste im richtigen Winkel und mit
einem gewissen Druck die Fläche berühren, um einen verwertbaren
Abdruck zu hinterlassen. Zudem ist ein alleiniger Fingerabdruck
kein Beweis. Es lassen sich jedoch Spuren von Werkzeugen sichern,
die bei einer Verurteilung genutzt werden können. Ausnahme stellt
der Winkelschleifer dar, der keine brauchbaren Spuren hinterlässt.
Es kann sich trotzdem lohnen, das Schloss bei einer Anzeige
mitzunehmen.
Die Polizei sollte in allen Verdachtsfällen gerufen werden! Es
obliegt der Leitstelle zu entscheiden, wie dringlich der Einsatz
ist und an den Beamten was für Maßnahmen getroffen werden.
Beispielsweise könnte bei einer bereits auffälligen Person
aufgefundenes Werkzeug zu weiteren Untersuchungen führen.
Es wurde auch das Thema "Bait-Bike" angesprochen. Hier sei eine
Absprache mit der Staatsanwaltschaft nötig, ob und inwiefern der
Einsatz eines mit Ortungsgeräten präpariertes Fahrrad benutzt
werden darf, um Täter zu fassen. In Hamburg sei dies erfolgreich
nach einer großen Zahl an Kinderwagendiebstählen eingesetzt
worden. Man würde sich in Berlin, wo das Konzept erfolgreich
eingesetzt wird, und bei der Staatsanwaltschaft erkundigen.
Es stehen noch fünf Fahrräder im Keller des Fundamts, dessen
Besitzer gesucht werden.
Es wurde ein aktualisierter Bericht zu den aktuellen Zuständen in
Ahrensburg vorgelegt, dessen Inhalt unter anderem Beobachtungen
und Umfrageergebnisse umfasst.
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