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Wählt die Partei der bibeltreuen Christen !

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Thorsten Mueller

unread,
Feb 23, 2001, 3:54:46 AM2/23/01
to
Die Partei Bibeltreuer Christen - PBC - versteht sich als eine Partei für
ALLE - gleich welcher Konfession oder Denomination - die überzeugt sind, daß
ein aktives Engagement der Christen für unsere Gesellschaft dringend
notwendig ist und daß die Weisheit der Bibel besser ist als vom Zeitgeist
bestimmte Meinungen.
Die Partei Bibeltreuer Christen - PBC - ist das politische Sprachrohr der
Christen aus allen Kirchen, die für eine gesellschaftliche Wende durch
Besinnung auf bewährte biblische Grundsätze eintreten. In der
Stimmenvielfalt einer Großpartei werden Christen weitgehend "untergebuttert
". Deshalb brauchen sie eine eigene Partei - die PBC. Als Christen in der
PBC sehen wir unsere Verantwortung für das Gemeinwohl, schlagen politische
Alternativen vor und handeln - ganz im Auftrag Jesu, der alle Menschen
liebt. Seine Liebe sollte eine Leitlinie in der Politik sein. Dafür treten
wir ein! Wie das realisiert werden soll, können Sie auf den folgenden Seiten
anhand konkreter Beispiele lesen.
www.pbc.de

Thorsten Müller
www.guter-hirte.de

Rudolf Womes

unread,
Feb 23, 2001, 4:21:55 AM2/23/01
to
Hallo Thorsten,

Religion und Politik ist eine schlechte Partnerschaft, das hat die
Geschichte oft genug bewiesen. Gerade bei den Parteien die auf christlich
pochen sollte man besser sein Kreuzchen nicht machen.

MfG Rudi


"Thorsten Mueller" <Thorsten...@guter-hirte.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9758i9$ot5$04$1...@news.t-online.com...


---
Ausgehende Mail ist zertifiziert virenfrei.
Überprüft durch AVG Antivirus System (http://www.grisoft.com/de).
Version: 6.0.231 / Virendatenbank: 112 - Erstellungsdatum: 12.02.01


Juergen Woczek

unread,
Feb 23, 2001, 7:44:16 AM2/23/01
to
"Thorsten Mueller" wrote:

[Parteienwerbung für die Partei des christlichen Fundamentalismus]
> www.pbc.de

Zitat aus der HP:
"10. November 1938, zweiter Tag der Reichskristallnacht
10. November 2000, die Mehrheit der rot-grünen Regierungskoalition in
Berlin beschließt, gegen eine sehr schwache Opposition im Parlament wie
auch in der Bevölkerung, die Schaffung der "Homo-Ehe". Damit stellt sich
die Frage: Wird dieses Datum ebenso den Beginn eines schrecklichen
Kapitels der Geschichte unseres Landes einläuten wie damals der 10.
November im Jahre 1938?"

Wer sowas schreibt, darf nicht ernstgenommen werden.

MfG, Jürgen

Johannes Kuhn

unread,
Feb 23, 2001, 8:15:38 AM2/23/01
to
Hi Jürgen,

"Juergen Woczek" <woz...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:hdmc9tsvub68rafvj...@4ax.com...

> [Parteienwerbung für die Partei des christlichen Fundamentalismus]
> > www.pbc.de

Gegen-Link: http://freunde.imperium.de/gansel/pbc.htm

:-))

Gruß Johannes

Juergen Woczek

unread,
Feb 23, 2001, 8:39:03 AM2/23/01
to
"Johannes Kuhn" wrote:

> "Juergen Woczek" schrieb:



> > [Parteienwerbung für die Partei des christlichen Fundamentalismus]
> > > www.pbc.de

> Gegen-Link: http://freunde.imperium.de/gansel/pbc.htm

> :-))

*LOL*
Das gefällt mir.

MfG, Jürgen

Ing. Franz Glaser

unread,
Feb 23, 2001, 9:30:51 AM2/23/01
to
Rudolf Womes wrote:
>
> Religion und Politik ist eine schlechte Partnerschaft, das hat
> die Geschichte oft genug bewiesen. Gerade bei den Parteien die
> auf christlich pochen sollte man besser sein Kreuzchen nicht
> machen.

Würden Sie da irgendwie zustimmen, daß "sozialistisch" und
"freiheitlich" auch nix Anderes als eine Religion ist? Und
"vaterländisch" bzw. "national" und "Friedenspartei" und
"Umweltpartei"?

Wird ganz schön eng, Ihr Hemd! Historisch, mein ich.

MfG
--
Franz Glaser, Glasau 3, A-4191 Vorderweissenbach Austria +43-7219-7035-0
Muehlviertler Elektronik Glaser. Industrial control and instrumentation
http://members.eunet.at/meg-glaser/ http://members.xoom.com/f_glaser/
http://www.geocities.com/~franzglaser/ http://start.at/bedarf

Andreas Lenz

unread,
Feb 23, 2001, 9:39:11 AM2/23/01
to

> Als Christen in der
> PBC sehen wir unsere Verantwortung für das Gemeinwohl, schlagen politische
> Alternativen vor und handeln - ganz im Auftrag Jesu, der alle Menschen
> liebt. Seine Liebe sollte eine Leitlinie in der Politik sein.
^^^^^^^^^^^

Wäre er wohl so mit Homosexuellen umgesprungen wie Du und Deine PBC das tun?

Gruss,
Andreas

Thorsten Müller

unread,
Feb 23, 2001, 10:24:46 AM2/23/01
to
Homosexuelle Partnerschaften
Gesellschaftliche Aufwertung oder Befreiung?

http://www.pbc.de/suli/1_00/homo.htm

Thorsten Müller
www.guter-hirte.de


Rudolf Womes

unread,
Feb 23, 2001, 10:44:38 AM2/23/01
to

"Ing. Franz Glaser" <meg-g...@eunet.at> schrieb im Newsbeitrag
news:3A96741B...@eunet.at...

>
> Würden Sie da irgendwie zustimmen, daß "sozialistisch" und
> "freiheitlich" auch nix Anderes als eine Religion ist? Und
> "vaterländisch" bzw. "national" und "Friedenspartei" und
> "Umweltpartei"?
>

Wers mag kan auch diese Ansicht vertreten, dem muß ich mich aber nicht
anschließen.

> Wird ganz schön eng, Ihr Hemd! Historisch, mein ich.

Warum?

Sehr geehrter Herr Glaser,

siezen wir uns also wieder nachdem Sie mir vor einiger Zeit (ja, ja ist
schon ein weilchen her) angeboten haben?

Mir solls recht sein.

MfG Rudi

mathieu

unread,
Feb 23, 2001, 11:01:35 AM2/23/01
to
=?iso-8859-1?Q?Thorsten_M=FCller?= :
(welch ein schöner Name !)

> Homosexuelle Partnerschaften
> Gesellschaftliche Aufwertung oder Befreiung?
>
> http://www.pbc.de/suli/1_00/homo.htm

Ich verstehe nicht : sa steht, Homosexuellen soll «Heilung angeboten
werden». Worunter leiden sie denn ?

--
M.

Andreas Lenz

unread,
Feb 23, 2001, 11:16:08 AM2/23/01
to
> Homosexuelle Partnerschaften
> Gesellschaftliche Aufwertung oder Befreiung?

Aufwerten kann man sie nur, wenn sie zuvor abgewertet werden. Und das
ist ja das Diskriminierende.

Gruss,
Andreas


Norbert Sima

unread,
Feb 23, 2001, 11:29:33 AM2/23/01
to
Juergen Woczek <woz...@gmx.de> schrieb:

>"Thorsten Mueller" wrote:
>
>[Parteienwerbung für die Partei des christlichen
>Fundamentalismus]
>> www.pbc.de
>
>Zitat aus der HP:
>"10. November 1938, zweiter Tag der Reichskristallnacht
>10. November 2000, die Mehrheit der rot-grünen
>Regierungskoalition in Berlin beschließt, gegen eine sehr
>schwache Opposition im Parlament wie auch in der Bevölkerung,
>die Schaffung der "Homo-Ehe". Damit stellt sich die Frage:
>Wird dieses Datum ebenso den Beginn eines schrecklichen
>Kapitels der Geschichte unseres Landes einläuten wie damals
>der 10. November im Jahre 1938?"
>

Unglaublich. Diese schamlosen Arschloecher haben vor nichts
Respekt. Den Mord an den Juden mit der Schaffung einer Homo-Ehe
zu vergleichen - ich habe zwar eigentlich was gegen Gesetze die
die freie Meinungsaeusserung einschraenken, aber so ein Scheiss
wie oben sollte wirklich verboten werden.
Das ist eine Verharmlosung des Holocaust, und einfach widerlich.
Und es setzt die Homo-Ehe mit Mord an Juden gleich. Wahnsinn.

>Wer sowas schreibt, darf nicht ernstgenommen werden.

Sowas gehoert bekaempft. Sowas gehoert in die Psychiatrie.


Ciao,
Norbert
--
Garniert mit frischen Oliven:
http://members.aon.at/nsima

Frank Bechhaus

unread,
Feb 23, 2001, 1:02:08 PM2/23/01
to
mathieu <math...@worldnet.fr> wrote:
...

> Ich verstehe nicht : sa steht, Homosexuellen soll «Heilung angeboten
> werden». Worunter leiden sie denn ?

Was die PBC darunter verstehen, weiss ich nicht.

Ich bin schon auf Angebote gestossen, die sich an Menschen richten, die
zwar homosexuell leben, aber mit ihrer sexuellen Identität Schwierigkeiten
haben. Zum Beispiel http://www.wuestenstrom.de/.

Gruß,
Frank
<><


""""""""""-. homepage: http://www.bechhaus.de/ .-""""""""""
"------------------------------------"

Norbert Sima

unread,
Feb 23, 2001, 2:06:21 PM2/23/01
to
Frank Bechhaus <fr...@bechhaus.de> schrieb:

>mathieu <math...@worldnet.fr> wrote:
>...
>> Ich verstehe nicht : sa steht, Homosexuellen soll «Heilung
>> angeboten werden». Worunter leiden sie denn ?
>
>Was die PBC darunter verstehen, weiss ich nicht.
>
>Ich bin schon auf Angebote gestossen, die sich an Menschen
>richten, die zwar homosexuell leben, aber mit ihrer sexuellen
>Identität Schwierigkeiten haben. Zum Beispiel
>http://www.wuestenstrom.de/.

Von eben dort:
"In unserer politischen Arbeit wollen wir dafür eintreten, dass
es in unserem Land ein "Recht auf Veränderung der sexuellen
Orientierung" geben muss, dass Kinder geschützt aufwachsen
können und dass jeder Mensch das Recht auf körperliche
Unversehrtheit hat."

Wobei sich die Frage stellt, was sexuelle Orientierung mit dem
Schutz von Kindern und koerperlicher Unversehrtheit zu tun hat.
Aber wahrscheinlich ist das nur eine subtilere Umschreibung fuer
die Gleichsetzung von Homosexuellen mit Paedophilen und anderen
Sexualtaetern. Reizend.

"Dieses Recht kommt dort ins Wanken, wo sexuelle Orientierungen
zur Normalität erklärt werden und keine öffentlichen Mittel
dafür bereit gestellt werden, dass Menschen therapeutische
Beratung in Anspruch nehmen können oder sexualwissenschaftliche
Forschungen zur Veränderung von sexueller Orientierung
durchgeführt werden."

Der gleiche Scheiss wie immer. Homosexualitaet soll nicht als
normal anerkannt werden, dafuer soll die Krankenkasse fuer eine
sexuelle Umorientierung zahlen. Es ist einfach widerlich.

G. Wittka

unread,
Feb 23, 2001, 2:34:08 PM2/23/01
to

"Andreas Lenz" <andi...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3A968CC8...@web.de...


Es ist einfach zu wertvoll, die Zeit damit zu vergeuden, sich mit
solchen Menschen auseinanderzusetzen, die nicht bereit sind, sich mit
der empirischen Wissenschaft auseinanderzusetzen und nur Ergebnisse
anerkennen, die für ihre Ideologie hilfreich ist.

Die PBC ist eine ideologisch total verirrte Partei: Grund genug sie
nicht zu wählen.

Wer halbwegs sein Hirn einsetzen kann, wird dies mit Leichtigkeit
einsehen!
Gruß,
Gerd


Johannes Kuhn

unread,
Feb 23, 2001, 2:48:25 PM2/23/01
to
Hi Frank,

"Frank Bechhaus" <fr...@bechhaus.de> schrieb im Newsbeitrag
news:0j8679...@jade.bechhaus.de...

> Ich bin schon auf Angebote gestossen, die sich an Menschen
> richten, die zwar homosexuell leben, aber mit ihrer sexuellen
> Identität Schwierigkeiten haben. Zum Beispiel
> http://www.wuestenstrom.de/.

Das ist Schwulendiskriminierung wie gehabt - nur versteckt.

Aber was da steht: "In unserer politischen Arbeit wollen wir dafür


eintreten, dass es in unserem Land ein "Recht auf Veränderung der

sexuellen Orientierung" geben muss,..."

Das find ich nun gelungen. Ich muß also nicht ewig hetero
bleiben..... ?

Gruß Johannes

Klaus-Peter Studer

unread,
Feb 23, 2001, 3:02:14 PM2/23/01
to

Thorsten Mueller <Thorsten...@guter-hirte.de> schrieb in im
Newsbeitrag: 9758i9$ot5$04$1...@news.t-online.com...

> Seine Liebe sollte eine Leitlinie in der Politik sein. Dafür treten
> wir ein!

Christus ist tot. Gott ist tot.
Sollte Christus wiedergeboren werden, dann bezahle
ich die Nägel mit denen er ans Kreuz geheftet wird.

Gruß Ein Antichrist.


Frank Bechhaus

unread,
Feb 23, 2001, 2:43:47 PM2/23/01
to
Norbert Sima <nms...@gmx.net> wrote:
...
>>http://www.wuestenstrom.de/.

> Von eben dort:
> "In unserer politischen Arbeit wollen wir dafür eintreten, dass
> es in unserem Land ein "Recht auf Veränderung der sexuellen
> Orientierung" geben muss, dass Kinder geschützt aufwachsen
> können und dass jeder Mensch das Recht auf körperliche
> Unversehrtheit hat."

> Wobei sich die Frage stellt, was sexuelle Orientierung mit dem
> Schutz von Kindern und koerperlicher Unversehrtheit zu tun hat.
> Aber wahrscheinlich ist das nur eine subtilere Umschreibung fuer
> die Gleichsetzung von Homosexuellen mit Paedophilen und anderen
> Sexualtaetern. Reizend.

Wobei Du die Frage stellst und auch gleich in Deinem Sinne beantwortest.
Woher weißt Du, daß der Autor des Textes das so gemeint hat?

Heute bin ich beim Nachdenken über etwas gestolpert, beim Vergleichen
zweier Situationen:

- Ein Mann gibt kund, daß er mit seiner Identität als Mann Probleme
hat und sich eher als Frau fühlt. Er möchte sich gerne zur Frau
umoperieren lassen. Es gibt Menschen, die ihn bei diesem Weg
ermutigen.
- Ein Mann gibt kund, daß er zwar homosexuell lebt, aber mit einer
Identität als Homosexueller tief innen doch Probleme hat und
gerne versuchen möchte, heterosexuell zu werden. Es gibt
Menschen, die ihn bei diesem Weg ermutigen.

Warum führt die zweite Situation zu einem erbosten Aufschrei und die
erste nicht?

> "Dieses Recht kommt dort ins Wanken, wo sexuelle Orientierungen
> zur Normalität erklärt werden und keine öffentlichen Mittel
> dafür bereit gestellt werden, dass Menschen therapeutische
> Beratung in Anspruch nehmen können oder sexualwissenschaftliche
> Forschungen zur Veränderung von sexueller Orientierung
> durchgeführt werden."

> Der gleiche Scheiss wie immer. Homosexualitaet soll nicht als
> normal anerkannt werden, dafuer soll die Krankenkasse fuer eine
> sexuelle Umorientierung zahlen. Es ist einfach widerlich.

Verstehe ich nicht, was daran widerlich sein soll, daß Menschen das Recht
haben, über eine Änderung ihrer sexuellen Orientierung nachzudenken oder
sie auszuprobieren.

Bist Du da nicht vielmehr derjenige, der zu eng denkt und Menschen
darauf verpflichten will, so zu leben, wie Du es als normal empfindest?
Merkst Du nicht, daß Du Dir den Dogmatismus Deines Feindbildes längst
zu eigen machst?

Norbert Sima

unread,
Feb 23, 2001, 3:14:46 PM2/23/01
to
"Johannes Kuhn" <ij....@gmx.de> schrieb:

In ihrer politischen Arbeit sind sie natuerlich auch gegen
positive homosexuelle Identifikationsfiguren:
"Das Lebenspartnerschaftsgesetz und das
Antidiskriminierungsgesetz wird uns in den nächsten Jahren
beschäftigen. Denn mit diesen Gesetzen werden Meinungen und
nicht mehr hinterfragbare Leitbilder geschaffen, die eine
konstitutive Funktion in unserer Gesellschaft haben werden und
bereits haben."

Waehrend nicht mehr hinterfragbare heterosexuelle Leitbilder
natuerlich echt klasse sind.

"Damit ist gemeint, dass durch das Reden über die Normalität von
Homosexualität Menschen sich erst als Homosexuelle
identifizieren werden. Diese Erfahrungen machen wir in unserer
Beratungsarbeit heute schon."

Es ist also schlecht eine Identitaet als Homosexueller zu
finden. Besser waere es dann natuerlich keine positiven
Identifikationsfiguren zu haben, was vielleicht die
Selbstmordrate erhoehen mag, aber daran wuerde man wohl auch nur
sehen, wie gefaehrlich Homosexualitaet doch ist. Gerissen.

Norbert Sima

unread,
Feb 23, 2001, 3:34:10 PM2/23/01
to
Frank Bechhaus <fr...@bechhaus.de> schrieb:

>Norbert Sima <nms...@gmx.net> wrote:
>...
>>>http://www.wuestenstrom.de/.
>
>> Von eben dort:
>> "In unserer politischen Arbeit wollen wir dafür eintreten,
>> dass es in unserem Land ein "Recht auf Veränderung der
>> sexuellen Orientierung" geben muss, dass Kinder geschützt
>> aufwachsen können und dass jeder Mensch das Recht auf
>> körperliche Unversehrtheit hat."
>
>> Wobei sich die Frage stellt, was sexuelle Orientierung mit
>> dem Schutz von Kindern und koerperlicher Unversehrtheit zu
>> tun hat. Aber wahrscheinlich ist das nur eine subtilere
>> Umschreibung fuer die Gleichsetzung von Homosexuellen mit
>> Paedophilen und anderen Sexualtaetern. Reizend.
>
>Wobei Du die Frage stellst und auch gleich in Deinem Sinne
>beantwortest. Woher weißt Du, daß der Autor des Textes das so
>gemeint hat?

Es ist nur eine Vermutung, und muss nicht stimmen. Aber ich
werden den Autor mal per Mail danach fragen - bin schon gespannt
was und ob er darauf antworten wird... :-P

>
>Heute bin ich beim Nachdenken über etwas gestolpert, beim
>Vergleichen zweier Situationen:
>
>- Ein Mann gibt kund, daß er mit seiner Identität als Mann
>Probleme
> hat und sich eher als Frau fühlt. Er möchte sich gerne zur
> Frau umoperieren lassen. Es gibt Menschen, die ihn bei
> diesem Weg ermutigen.
>- Ein Mann gibt kund, daß er zwar homosexuell lebt, aber mit
>einer
> Identität als Homosexueller tief innen doch Probleme hat
> und gerne versuchen möchte, heterosexuell zu werden. Es
> gibt Menschen, die ihn bei diesem Weg ermutigen.
>
>Warum führt die zweite Situation zu einem erbosten Aufschrei
>und die erste nicht?

Weil die wenigsten Homosexuellen danach fragen, heterosexuell
werden zu koennen.
Natuerlich gibt es Menschen, die Probleme damit haben,
homosexuell zu fuehlen, aber auf die Idee zu kommen, dass es
daran liegt dass sie in Wirlichkeit heterosexuell sind, darauf
kommen sie meistens nicht von selbst, das braucht Nachhilfe.

Um nur fuer mich zu sprechen: ich habe ueberhaupt kein Problem
damit, wenn jemand meint in Wirklichkeit heterosexuell zu sein,
und es stellt sich dann als wahr heraus. Kein Problem.

Ich bin dafuer jedem Menschen der danach verlangt zu helfen so
zu werden wie er (wirklich) ist, was immer das auch sein mag.
Nur gehe ich dabei halt nicht von einem bestimmten Ergebnis aus,
sage also sicher nicht, du musst heterosexuell werden.
Sowas ist falsch, unverantwortlich, und gehoert verboten.

>
>> "Dieses Recht kommt dort ins Wanken, wo sexuelle
>> Orientierungen zur Normalität erklärt werden und keine
>> öffentlichen Mittel dafür bereit gestellt werden, dass
>> Menschen therapeutische Beratung in Anspruch nehmen können
>> oder sexualwissenschaftliche Forschungen zur Veränderung
>> von sexueller Orientierung durchgeführt werden."
>
>> Der gleiche Scheiss wie immer. Homosexualitaet soll nicht
>> als normal anerkannt werden, dafuer soll die Krankenkasse
>> fuer eine sexuelle Umorientierung zahlen. Es ist einfach
>> widerlich.
>
>Verstehe ich nicht, was daran widerlich sein soll, daß
>Menschen das Recht haben, über eine Änderung ihrer sexuellen
>Orientierung nachzudenken oder sie auszuprobieren.

Wieso sollte Homosexualitaet nicht als Normal erklaert werden?
Wieso darf Monogamie als Normal erklaert werden?
Ich halte Monogamie nicht generell fuer normal, ich befuerworte
auch Vielehe, homosexuelle Ehen u.ae.

Jeder Mensch hat das Recht seine Orientierung zu aendern, sollte
er das denn schaffen, aber warum sollten dafuer oeffentliche
Mittel zur Verfuegung gestellt werden?
Werden dann auch oeffentliche Mittel zur Verfuegung gestellt,
wenn jemand mit den herrschenden Leitbildern nicht zufrieden
ist?
Waerst du dafuer oeffentliche Mittel einzusetzen, wenn jemand
homosexuell werden will?

>Bist Du da nicht vielmehr derjenige, der zu eng denkt und
>Menschen darauf verpflichten will, so zu leben, wie Du es als
>normal empfindest?

Nein, siehe oben. Ich weiss dass es Leute gibt, die auf den
Vorschlag einer Aenderung homosexueller Orientierung gleich mit
einem Aufschrei reagieren, und obwohl ich das verstehe, halte
ich es fuer Unsinn. Das Problem ist nur das, dass jene Leute die
sich fuer eine Offenheit der sexuellen Orientierung einsetzen,
ein bestimmtes Ergebnis, naemlich Heterosexualitaet
vorraussetzen.

>Merkst Du nicht, daß Du Dir den
>Dogmatismus Deines Feindbildes längst zu eigen machst?

Nein, dieses Argument geht in's Leere.


Ciao,
Norbert

Ilja Schmelzer

unread,
Feb 23, 2001, 3:54:36 PM2/23/01
to
"Klaus-Peter Studer" <kpst...@t-online.de> writes:
>> Seine Liebe sollte eine Leitlinie in der Politik sein. Dafür treten
>> wir ein!
>
> Christus ist tot. Gott ist tot.
> Gruß Ein Antichrist.

Gott ist Tot. (Nietzsche) - Nietzsche ist tot. (Gott)

Ilja (Atheist, der den Spruch aber trotzdem lustig findet)
--
I. Schmelzer, <il...@ilja-schmelzer.net> , http://ilja-schmelzer.net

Thorsten Guenther

unread,
Feb 23, 2001, 3:12:34 PM2/23/01
to
In <hdmc9tsvub68rafvj...@4ax.com> Juergen Woczek wrote:
>Zitat aus der HP:
>"10. November 1938, zweiter Tag der Reichskristallnacht
>10. November 2000, die Mehrheit der rot-grünen Regierungskoalition in
>Berlin beschließt, gegen eine sehr schwache Opposition im Parlament wie
>auch in der Bevölkerung, die Schaffung der "Homo-Ehe". Damit stellt sich
>die Frage: Wird dieses Datum ebenso den Beginn eines schrecklichen
>Kapitels der Geschichte unseres Landes einläuten wie damals der 10.
>November im Jahre 1938?"

Naja, immerhin hat es schon mal gestimmt:

9. November 1938: Reichskristallnacht
9. November 1989: Mauerfall

Thorsten

Meikel Katzengreis

unread,
Feb 23, 2001, 6:47:48 PM2/23/01
to

"Thorsten Mueller" <Thorsten...@guter-hirte.de> schrieb im Newsbeitrag
news:9758i9$ot5$04$1...@news.t-online.com...
> Die Partei Bibeltreuer Christen - PBC - versteht sich als eine Partei für
> ALLE - gleich welcher Konfession oder Denomination - die überzeugt sind,
daß
> ein aktives Engagement der Christen für unsere Gesellschaft dringend
> notwendig ist und daß die Weisheit der Bibel besser ist als vom Zeitgeist
> bestimmte Meinungen.

Amen. Alle Jahre wieder sucht die "deutsche Antwort auf Scientology" auch
hier ein paar neue Schafe.

> Thorsten Müller
> www.guter-hirte.de

Schön zu wissen, daß Du nur Schafe und keine Menschen suchst.


--
Mit einem freundlichen Grinsen: Meikel

Norbert Sima

unread,
Feb 23, 2001, 11:46:18 PM2/23/01
to
Richard....@gmx.de (Rainer R. Friedrich) schrieb:

>andi...@web.de schrieb am Freitag, den 23.02.01 um 15:46:


>
>
>> Wäre er wohl so mit Homosexuellen umgesprungen wie Du und
>> Deine PBC das tun?

>Ich gehe davon aus, dass er das Vorgehen der PBC unterstützt
>haette.

In deinen Traeumen. :-D

Ellen Fink

unread,
Feb 24, 2001, 3:37:35 AM2/24/01
to

Ilja Schmelzer wrote:
>
> "Klaus-Peter Studer" <kpst...@t-online.de> writes:
> >> Seine Liebe sollte eine Leitlinie in der Politik sein. Dafür treten
> >> wir ein!
> >
> > Christus ist tot. Gott ist tot.
> > Gruß Ein Antichrist.
>
> Gott ist Tot. (Nietzsche) - Nietzsche ist tot. (Gott)
>
> Ilja (Atheist, der den Spruch aber trotzdem lustig findet)

In einer Zeit, in der man (scheinbar) sogar für den
Atheismus gute Argumente haben muss (zumindest auf´m Dorf),
finde ich den Spruch auch lustig, aber bezeichnend...

Eine Partei mit einem Jesus, einer Bibel oder einem
geheuchelten "C" im Namen wird niemals mein Kreuz erhalten..
dafür lebe ich zu sehr in der Realität.

--

Regards Ellen / Talena (-SP2-)
---------------------------------------------------
Aufgrund eines Gesetzes darf in Pennsylvania kein Mann
ohne eine schriftlichen Genehmigung seiner Frau
Alkohol kaufen. :-))

Juergen Woczek

unread,
Feb 24, 2001, 7:00:10 AM2/24/01
to
"Meikel Katzengreis" wrote:

> > ein aktives Engagement der Christen für unsere Gesellschaft dringend
> > notwendig ist und daß die Weisheit der Bibel besser ist als vom Zeitgeist
> > bestimmte Meinungen.

> Amen. Alle Jahre wieder sucht die "deutsche Antwort auf Scientology" auch
> hier ein paar neue Schafe.

Ob Du die Bibel-Spinner da nicht in ihrer Bedeutung überschätzt... na
ja, zumindest ebenso gemeingefährlich dürften sie sein.
Nicht auszudenken, wenn diese Leute Einfluß hätten...

MfG, Jürgen

Ralf Haarig

unread,
Feb 24, 2001, 8:06:07 AM2/24/01
to
Thorsten Guenther wrote:
> Naja, immerhin hat es schon mal gestimmt:
>
> 9. November 1938: Reichskristallnacht
> 9. November 1989: Mauerfall
>
> Thorsten

Verstehe ich Dich richtig? Du setzt dem Mauerfall der Reichskristallnacht
gleich?
Wie krank bist Du eigentlich?

mfg
Ralf


PS: Es wäre vielleicht besser, der Verfassungsschutz würde sich mal mit Dir
beschäftigen...

--
ralf....@gmx.net


Ing. Franz Glaser

unread,
Feb 24, 2001, 8:47:17 AM2/24/01
to
Ellen Fink wrote:
>
> In einer Zeit, in der man (scheinbar) sogar für den
> Atheismus gute Argumente haben muss (zumindest auf´m Dorf),
> finde ich den Spruch auch lustig, aber bezeichnend...
>
> Eine Partei mit einem Jesus, einer Bibel oder einem
> geheuchelten "C" im Namen wird niemals mein Kreuz erhalten..
> dafür lebe ich zu sehr in der Realität.

Sie tun der Realität so gar keine Ehre an...

Frank Nagel

unread,
Feb 24, 2001, 2:13:17 PM2/24/01
to
> naja, zumindest ebenso gemeingefährlich dürften sie sein.

Wieso? Ich bin froh dass es die gibt. Die machen immer so lustige
Wahlwerbespots.


Thorsten Guenther

unread,
Feb 24, 2001, 11:41:32 AM2/24/01
to
In <978ca8$3kl$00$1...@news.t-online.com> "Ralf Haarig" wrote:
>Thorsten Guenther wrote:
>> Naja, immerhin hat es schon mal gestimmt:
>>
>> 9. November 1938: Reichskristallnacht
>> 9. November 1989: Mauerfall

>Verstehe ich Dich richtig? Du setzt dem Mauerfall der Reichskristallnacht


>gleich?
>Wie krank bist Du eigentlich?

Nicht kränker als unser Ex-Kanzler, für den die Überschwemmung im Oder-
bruch 1998 "die schlimmste Katastrophe seit der Wiedervereinigung" war,
und der damit letztere in das richtige Licht gerückt hat.

>PS: Es wäre vielleicht besser, der Verfassungsschutz würde sich mal mit Dir
>beschäftigen...

*LOL* Man merkt, es ist Karneval.

Thorsten

--
"Gebt den Osten zuück an die Ossis, in die Trabbis und Wartburgs und
dann ab Marsch Marsch! Gebt den Osten zurück an die Ossis, denn sonst
ist bald ganz Deutschland am Arsch!" - Die Roten Rüben

Hansjörg Innerebner

unread,
Feb 24, 2001, 1:50:50 PM2/24/01
to
Wenn schon wähle ich die Partei der Atheisten (wenn es eine solche Partei gäbe).
Vielleicht gründe ich ja "Die Partei der Atheisten"!


Die Atheisten, sind nämlich diejenigen die die Realität sehen, die anderen
schweben ...

--
_____________________________________________________________
NewsGroups Suchen, lesen, schreiben mit http://netnews.web.de

Pieter Wenk

unread,
Feb 24, 2001, 3:23:46 PM2/24/01
to
* On Fri, 23 Feb 2001 09:54:46 +0100, "Thorsten Mueller" <Thorsten...@guter-hirte.de> said:

> Die Partei Bibeltreuer Christen - PBC - versteht sich als eine Partei für
> ALLE - gleich welcher Konfession oder Denomination - die überzeugt sind, daß

> ein aktives Engagement der Christen für unsere Gesellschaft dringend
> notwendig ist und daß die Weisheit der Bibel besser ist als vom Zeitgeist
> bestimmte Meinungen.

> Die Partei Bibeltreuer Christen - PBC - ist das politische Sprachrohr der
> Christen aus allen Kirchen, die für eine gesellschaftliche Wende durch
> Besinnung auf bewährte biblische Grundsätze eintreten. In der
> Stimmenvielfalt einer Großpartei werden Christen weitgehend "untergebuttert
> ". Deshalb brauchen sie eine eigene Partei - die PBC. Als Christen in der


> PBC sehen wir unsere Verantwortung für das Gemeinwohl, schlagen politische
> Alternativen vor und handeln - ganz im Auftrag Jesu, der alle Menschen

> liebt. Seine Liebe sollte eine Leitlinie in der Politik sein. Dafür treten
> wir ein! Wie das realisiert werden soll, können Sie auf den folgenden Seiten
> anhand konkreter Beispiele lesen.
> www.pbc.de

Mir reichen die islamistischen Terroranschläge. Eine christliche
ebenso intolerante Organisation ist nun sicherlich nicht auch noch
erfoderlich.

Grüße

--

/ / (_)____ __ ____ __
Pieter Wenk / /__/ / _ \/ // /\ \/ / Vevey/Switzerland
/____/_/_//_/\_,_/ /_/\_\


Ozan Ayyüce

unread,
Feb 24, 2001, 4:03:51 PM2/24/01
to
Ellen Fink schrieb:

> Nenne mir nur einen Grund, der z.B. das "C" in der CDU/CSU
> rechtfertigt?

Scheinheiligkeit?


Ozan
--
This posting has been modified to fit your primitive screen.

Ellen Fink

unread,
Feb 24, 2001, 1:17:41 PM2/24/01
to

"Ing. Franz Glaser" wrote:
>
> Ellen Fink wrote:
> >
> > In einer Zeit, in der man (scheinbar) sogar für den
> > Atheismus gute Argumente haben muss (zumindest auf´m Dorf),
> > finde ich den Spruch auch lustig, aber bezeichnend...
> >
> > Eine Partei mit einem Jesus, einer Bibel oder einem
> > geheuchelten "C" im Namen wird niemals mein Kreuz erhalten..
> > dafür lebe ich zu sehr in der Realität.
>
> Sie tun der Realität so gar keine Ehre an...

Nenne mir nur einen Grund, der z.B. das "C" in der CDU/CSU
rechtfertigt?


Ing. Franz Glaser

unread,
Feb 24, 2001, 4:37:05 PM2/24/01
to
Ellen Fink wrote:
>
>>> Eine Partei mit einem Jesus, einer Bibel oder einem
>>> geheuchelten "C" im Namen wird niemals mein Kreuz erhalten..
>>> dafür lebe ich zu sehr in der Realität.
>>
>> Sie tun der Realität so gar keine Ehre an...
>
> Nenne mir nur einen Grund, der z.B. das "C" in der CDU/CSU
> rechtfertigt?

Das ist historisch entstanden. Es kommt von der "christlich
sozialen" Bewegung, die sich als Gegenstück zur sozialistischen
bzw. kommunistischen Arbeiterbewegung verstanden hat. Die CSU
in Bayern hat den Namen 1:1 übernommen, die CDU hat da offenbar
noch ein wenig Pfeffer von der Demokratie dazu nehmen wollen.

Aber - ich bin ja Österreicher und weiß nicht sooo genau
Bescheid. Tun'S doch einen Exberddeee fragen! Die schwarze
Partei in Österreich nennt sich Volkspartei. Das wäre in
Deutschland nach dem Krieg und mit der pc im Genick nicht
möglich gewesen. Sie hätte sich zumindest Bevölkerungspartei
nennen müssen, um nicht anzuecken.

Allerdings - ich bin drauf gekommen, daß sich gerade solche
Leute, die die christlichen Religionen und ihre Inhalte nur
vom Hörensagen her kennen, besonders lautstark über das C
aufregen tun.

Ich, als eingefleischter Katholik, habe sogar viel Verständnis
dafür, daß sich die Kirche in Italien problemloser mit der Mafia
bzw. der Cosa Nostra versteht als mit dem italienischen Staat.
Ein toitscher Protestant dagegen hätte dafür überhaupt kein
Verständnis, beispielsweise. Und das meine ich absolut nicht
spaßig.

Klaus-Peter Studer

unread,
Feb 24, 2001, 4:34:58 PM2/24/01
to

Ozan Ayyüce <oz...@gmx.net> schrieb in im Newsbeitrag:
9797lu$8c1$1...@nets3.rz.RWTH-Aachen.DE...
Ellen Fink schrieb:

> > Nenne mir nur einen Grund, der z.B. das "C" in der CDU/CSU
> > rechtfertigt?

> Scheinheiligkeit?

Das wäre dann das S bei der CSU

Gruß Klaus


Johannes Kuhn

unread,
Feb 24, 2001, 4:55:32 PM2/24/01
to
Hi FRanz,

"Ing. Franz Glaser" <meg-g...@eunet.at> schrieb im Newsbeitrag
news:3A982981...@eunet.at...

> Ich, als eingefleischter Katholik, habe sogar viel Verständnis
> dafür, daß sich die Kirche in Italien problemloser mit der Mafia
> bzw. der Cosa Nostra versteht als mit dem italienischen Staat.
> Ein toitscher Protestant dagegen hätte dafür überhaupt kein
> Verständnis, beispielsweise. Und das meine ich absolut nicht
> spaßig.

So wie ich Dich kenne, meinst Du das tatsächlich ernst :-(( ..Sachen
gibts....

Gruß Johannes

Ing. Franz Glaser

unread,
Feb 24, 2001, 4:55:39 PM2/24/01
to
Ozan Ayyüce wrote:
>
> Ellen Fink schrieb:
>
> > Nenne mir nur einen Grund, der z.B. das "C" in der CDU/CSU
> > rechtfertigt?
>
> Scheinheiligkeit?
>
> Ozan

Ich hab's doch schon geschrieben: so was meinen nur die Leute,
die von der christlichen Religion nix wissen.

Der Glauben ist doch nicht dazu da, die Welt zu verbessern.
Oder ist das bei Ihrer Religion anders?

Ing. Franz Glaser

unread,
Feb 24, 2001, 5:05:02 PM2/24/01
to
Johannes Kuhn wrote:
>
>> Ich, als eingefleischter Katholik, habe sogar viel Verständnis
>> dafür, daß sich die Kirche in Italien problemloser mit der Mafia
>> ...
> So wie ich Dich kenne, meinst Du das tatsächlich ernst :-((
> ..Sachen gibts....

Johannes,

ich sag's ja ...

Lawinengefahr Stufe 5

und ich Depp hab's nicht beachtet.

Ozan Ayyüce

unread,
Feb 24, 2001, 5:07:57 PM2/24/01
to
Ing. Franz Glaser schrieb:

> Ich hab's doch schon geschrieben:

eine halbe Stunde nach mir.

> so was meinen nur die Leute, die von der christlichen Religion nix wissen.

vieleicht nicht alles. Aber genug.

Natürlich ist ein Unterschied zwischen der "chrstlichen Maxime" und
der tatsächlichen von der Kirche durchgeführten Interpretation. Und
genau so verhält es sich in der Union. Sie ist so christlich wie die
christliche Kirche.

> Der Glauben ist doch nicht dazu da, die Welt zu verbessern.

Aber er schreibt es sich auf die Fahnen.

> Oder ist das bei Ihrer Religion anders?

Ich habe keine Religion in meinem Besitz. Auch habe ich eine
Weltanschauung, die von keiner existierenden Religion geteilt wird,
jedenfalls keiner die ich kenne.

Johannes Schwarz

unread,
Feb 24, 2001, 5:29:52 PM2/24/01
to
Hi,

"Ing. Franz Glaser" schrieb:

> Ich, als eingefleischter Katholik, habe sogar viel Verständnis
> dafür, daß sich die Kirche in Italien problemloser mit der Mafia
> bzw. der Cosa Nostra versteht als mit dem italienischen Staat.

Was ist denn ein eingefleischter Katholik bzw. wie denkt er und wie
rechtfertigt er sein Handeln?

Grüße
Hannes

Johannes Schwarz

unread,
Feb 24, 2001, 5:32:23 PM2/24/01
to
Hi,

"Ing. Franz Glaser" schrieb:

> > > Nenne mir nur einen Grund, der z.B. das "C" in der CDU/CSU
> > > rechtfertigt?
> >
> > Scheinheiligkeit?

> Ich hab's doch schon geschrieben: so was meinen nur die Leute,


> die von der christlichen Religion nix wissen.

Dann klär uns vermeintlich Nichtwissende doch auf. Ich z. B. (als
ehemaliger Katholik mit mehr als 10jähriger Erfahrung in einer
katholischen Gemeinde etc.) sehe das nicht viel anders als Ozan "2001"
Ayyüce.

Grüße
Hannes

Meikel Katzengreis

unread,
Feb 24, 2001, 9:09:40 PM2/24/01
to

"Juergen Woczek" <woz...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:m78f9tknk9e3k0n0c...@4ax.com...

Besonders dann, wenn die Ex-Ekutive wieder Inquisition heißt. Auf solchen
"Zeitgeist" kann ich wohl verzichten.

Ing. Franz Glaser

unread,
Feb 25, 2001, 4:01:04 AM2/25/01
to
Ozan Ayyüce wrote:
>
> Ing. Franz Glaser schrieb:
>
> > Ich hab's doch schon geschrieben:
>
> eine halbe Stunde nach mir.

Das mag sein. Es kann an den Eigentümlichkeiten des Netzes liegen,
daß ich zuerst meine eigenen und erst später die postings von
Ihnen lesen kann :-)


>
>> so was meinen nur die Leute, die von der christlichen Religion
>> nix wissen.
>
> vieleicht nicht alles. Aber genug.

>..,


>> Der Glauben ist doch nicht dazu da, die Welt zu verbessern.
>
> Aber er schreibt es sich auf die Fahnen.

Das meinen die Nicht-Christen und die christlichen Pfäfflein
tun so. Sie hätten es gern, daß ihr Hobby während der
Arbeitszeit betrieben werden kann.

Ing. Franz Glaser

unread,
Feb 25, 2001, 4:08:34 AM2/25/01
to

Ich rechtfertige Ihnen gegenüber gar nix, dem Staat gegenüber
nolens volens einiges, der Kirche gegenüber auch gar nix.

Wenn ich mir ein Fax-Gerät kaufe, dann rechtfertige ich ja auch
dem Händler gegenüber nicht, was für Texte ich damit übertrage,
und Ihnen gegenüber auch nicht, oder? Wieso sollte ich Ihnen
gegenüber oder der Kirche gegenüber einen Bedarf an
Rechtfertigung haben?

Wenn das Fax-Gerät nicht funktioniert, dann geh ich zum Händler
oder zur Telekom und verlange oder bitte um Reparatur. Klaro?

Ing. Franz Glaser

unread,
Feb 25, 2001, 4:21:53 AM2/25/01
to
Johannes Schwarz wrote:

>> Ich hab's doch schon geschrieben: so was meinen nur die Leute,
>> die von der christlichen Religion nix wissen.
>
> Dann klär uns vermeintlich Nichtwissende doch auf. Ich
> z. B. (als ehemaliger Katholik mit mehr als 10jähriger
> Erfahrung in einer katholischen Gemeinde etc.) sehe das
> nicht viel anders als Ozan "2001" Ayyüce.

Tut mir leid, ich habe übersehen, daß hier auch die d.s.w.c.
beteiligt ist. Ich meinte, nur in der d.s.p.m. zu posten. Und
da mag ich über sowas nicht palavern. Jetzt ist mir auch
erst klar, wieso da alte Bekannte antworten.

Ich mag in der d.s.p.m. nicht über religiöse Sachen posten.

Johannes Kuhn

unread,
Feb 25, 2001, 4:43:22 AM2/25/01
to
HI FRanz,

"Ing. Franz Glaser" <meg-g...@eunet.at> schrieb im Newsbeitrag

news:3A98300E...@eunet.at...

> > So wie ich Dich kenne, meinst Du das tatsächlich
> > ernst :-(( ..Sachen gibts....
>
> Johannes,
> ich sag's ja ...
> Lawinengefahr Stufe 5
> und ich Depp hab's nicht beachtet.

*lol*
Das ist wie mit den Ex-Rauchern: Das sind die schmimmsten Nörgler...
und ich bin halt man ehemaliger Katholik: Also nimm Dich in acht....
äh.... cave linguam! :-))

toitsche Grüße

Johannes


Andrew J. Brehm

unread,
Feb 25, 2001, 4:44:04 AM2/25/01
to
Thorsten Mueller <Thorsten...@guter-hirte.de> wrote:

> Die Partei Bibeltreuer Christen - PBC - versteht sich als eine Partei für
> ALLE - gleich welcher Konfession oder Denomination - die überzeugt sind, daß

> ein aktives Engagement der Christen für unsere Gesellschaft dringend
> notwendig ist und daß die Weisheit der Bibel besser ist als vom Zeitgeist
> bestimmte Meinungen.

Na dann haut rein.

Wieso muss man euch dazu waehlen? Ihr koennt doch einfach so ein
bisschen christlich sein.

--
Fan of Woody Allen
PowerPC User
Supporter of Pepperoni Pizza

Christian Hofius

unread,
Feb 25, 2001, 5:42:25 AM2/25/01
to
Hallo Juergen,

"Juergen Woczek" <woz...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:m78f9tknk9e3k0n0c...@4ax.com...

Du bist ja recht schnell im (vor-)verurteilen von Leuten, die du gar nicht
näher kennst......
Ob ich Leute, die so wie du handeln, lieber mit Einfluß sehen würde? Da bin
ich mir nicht so sicher....

Herzlichen Gruß
Christian


Christian Hofius

unread,
Feb 25, 2001, 5:45:03 AM2/25/01
to
Hallo Pieter,

"Pieter Wenk" <pw...@urbanet.ch> schrieb im Newsbeitrag
news:m38zmvb...@sre-4-139.urbanet.ch...

Hmm - da setzt du Liebe mit Terrorismus gleich, Verantwortung fürs
Gemeinwohl mit Intoleranz?
Woher nimmst du diese Einstellung - findest du es einfach "in" und "toll",
da etwas zu verdammen, was du nicht näher kennst, nur weil es christlich
ist, oder woher kommen deine Vorurteile?

Herzlichen Gruß
Christian

Norbert Sima

unread,
Feb 25, 2001, 6:16:27 AM2/25/01
to
"Christian Hofius" <chri...@hofius.de> schrieb:

Und, kennst du das Parteiprogramm der PBC genauer?

Diese Leutchen wollen Bibelunterricht an allen Schulen, und die
Wiedereinfuehrung des Schulgebets.
Ausserdem ein Verbot von Astrologie, Wahrsagerei und Horoskopen.

Sie wollen ein bibelbezogenes Eheseminar, dass mit oeffentlichen
Geldern bezahlt werden soll.

Offenbar ist diesen Leutchen jede Trennung zwischen Staat und
Religion schnuppe, und auch andere religioese Traditionen.

Und das hier, ein wahrliches Zuckerstueck:
"Gotteslästerliche, pornographische und gewaltverherrlichende
Filme, Videos und Druckerzeugnisse sind total zu verbieten,
ebenso die Werbung für Prostitution."

Hahahaha! Liebe? Da moechte ich lieber gehasst werden.


Ciao,
Norbert
--
Garniert mit frischen Oliven:
http://members.aon.at/nsima

Ellen Fink

unread,
Feb 25, 2001, 4:53:35 AM2/25/01
to

"Ing. Franz Glaser" wrote:
>
> Ich hab's doch schon geschrieben: so was meinen nur die Leute,
> die von der christlichen Religion nix wissen.
>
> Der Glauben ist doch nicht dazu da, die Welt zu verbessern.
> Oder ist das bei Ihrer Religion anders?

Ach - wozu ist die Religion denn da? Wenn sie nicht die Welt
verbessern soll, hat sie doch eigentlich gar keine
Existenz"berechtigung"...

Du glaubst also nicht an Gott, um Deine Welt und Dein Umfeld
zu verbessern? Dann lebst Du aber arg an der Bibel (neues
Testament) vorbei... die Lehren Jesu geben doch nichts
anderes her als die ständige Verbesserung der Welt und
Deines Umfeldes.

Ellen Fink

unread,
Feb 25, 2001, 4:49:37 AM2/25/01
to

"Ing. Franz Glaser" wrote:
>
> Ellen Fink wrote:
> >
> >>> Eine Partei mit einem Jesus, einer Bibel oder einem
> >>> geheuchelten "C" im Namen wird niemals mein Kreuz erhalten..
> >>> dafür lebe ich zu sehr in der Realität.
> >>
> >> Sie tun der Realität so gar keine Ehre an...
> >
> > Nenne mir nur einen Grund, der z.B. das "C" in der CDU/CSU
> > rechtfertigt?
>
> Das ist historisch entstanden. Es kommt von der "christlich
> sozialen" Bewegung, die sich als Gegenstück zur sozialistischen
> bzw. kommunistischen Arbeiterbewegung verstanden hat. Die CSU
> in Bayern hat den Namen 1:1 übernommen, die CDU hat da offenbar
> noch ein wenig Pfeffer von der Demokratie dazu nehmen wollen.

Tja - und was rechtfertigt heute das C?

Ellen Fink

unread,
Feb 25, 2001, 4:50:24 AM2/25/01
to

Ozan Ayyüce wrote:
>
> Ellen Fink schrieb:
>
> > Nenne mir nur einen Grund, der z.B. das "C" in der CDU/CSU
> > rechtfertigt?
>
> Scheinheiligkeit?

_Guter_ Grund ;-)))

Ellen Fink

unread,
Feb 25, 2001, 4:51:02 AM2/25/01
to

Dirk Moebius wrote:


>
> Ellen Fink <tal...@talena.de> writes:
>
> > "Ing. Franz Glaser" wrote:
> > >
> > > Ellen Fink wrote:
> > > >
> > > > In einer Zeit, in der man (scheinbar) sogar für den
> > > > Atheismus gute Argumente haben muss (zumindest auf´m Dorf),
> > > > finde ich den Spruch auch lustig, aber bezeichnend...
> > > >
> > > > Eine Partei mit einem Jesus, einer Bibel oder einem
> > > > geheuchelten "C" im Namen wird niemals mein Kreuz erhalten..
> > > > dafür lebe ich zu sehr in der Realität.
> > >
> > > Sie tun der Realität so gar keine Ehre an...
> >
> > Nenne mir nur einen Grund, der z.B. das "C" in der CDU/CSU
> > rechtfertigt?
>

> Criminell? Commerciell? Corrupt? Chuzpe?

Wahrlich eine bessere Antwort als die von Franz...

Juergen Woczek

unread,
Feb 25, 2001, 8:20:13 AM2/25/01
to
"Christian Hofius" wrote:

> "Juergen Woczek" schrieb:

> > "Meikel Katzengreis" wrote:

> > > Amen. Alle Jahre wieder sucht die "deutsche Antwort auf Scientology"
> > > auch hier ein paar neue Schafe.

> > Ob Du die Bibel-Spinner da nicht in ihrer Bedeutung überschätzt... na
> > ja, zumindest ebenso gemeingefährlich dürften sie sein.
> > Nicht auszudenken, wenn diese Leute Einfluß hätten...

> Du bist ja recht schnell im (vor-)verurteilen von Leuten, die du gar nicht
> näher kennst......

Die Sache ist für mich ganz einfach. Mir macht diese leibfeindliche
Haltung der christlichen Fundamentalisten Angst. Und wenn ich vor was
Angst habe, will ich mir nicht ausdenken müssen, dass es an die Macht
kommt.
Und wie das aussehen kann, wenn Mächtige religiöse Schriften zum
Fundament des Handelns erklären, hat man im Iran beobachten können.

> Ob ich Leute, die so wie du handeln, lieber mit Einfluß sehen würde? Da bin
> ich mir nicht so sicher....

Wieso?

MfG, Jürgen

Ozan Ayyüce

unread,
Feb 25, 2001, 8:25:14 AM2/25/01
to
Norbert Sima schrieb:

> Ausserdem ein Verbot von Astrologie, Wahrsagerei und Horoskopen.

*nachFrauenimRaumumseh*

Also mit dem Verbot DAVON kann man sich ja anfreunden.

Andreas Höfeld

unread,
Feb 24, 2001, 8:01:54 PM2/24/01
to
"Ellen Fink" <tal...@talena.de> schrieb im Newsbeitrag news:3A97FAC5...@talena.de...

> > > Eine Partei mit einem Jesus, einer Bibel oder einem
> > > geheuchelten "C" im Namen wird niemals mein Kreuz erhalten..
> > > dafür lebe ich zu sehr in der Realität.
> >
> > Sie tun der Realität so gar keine Ehre an...
>
> Nenne mir nur einen Grund, der z.B. das "C" in der CDU/CSU
> rechtfertigt?

Eben.

> Regards Ellen / Talena (-SP2-)
> ---------------------------------------------------
> Aufgrund eines Gesetzes darf in Pennsylvania kein Mann
> ohne eine schriftlichen Genehmigung seiner Frau
> Alkohol kaufen. :-))

Ich bin nicht verheiratet ;-)))

Andreas

F'up de.soc.weltanschauung.christentum


Christian Hofius

unread,
Feb 25, 2001, 12:33:01 PM2/25/01
to
Hallo Jürgen,

> > > Ob Du die Bibel-Spinner da nicht in ihrer Bedeutung überschätzt... na
> > > ja, zumindest ebenso gemeingefährlich dürften sie sein.
> > > Nicht auszudenken, wenn diese Leute Einfluß hätten...
>
> > Du bist ja recht schnell im (vor-)verurteilen von Leuten, die du gar
nicht
> > näher kennst......
>
> Die Sache ist für mich ganz einfach. Mir macht diese leibfeindliche
> Haltung der christlichen Fundamentalisten Angst. Und wenn ich vor was
> Angst habe, will ich mir nicht ausdenken müssen, dass es an die Macht
> kommt.
> Und wie das aussehen kann, wenn Mächtige religiöse Schriften zum
> Fundament des Handelns erklären, hat man im Iran beobachten können.

Testfrage - und ehrliche Antwort:
hättest du exakt die gleichen Probleme, wenn sie z.B. buddhistische
Schriften zum Fundament ihres Handelns erklären würden?

Hintergrund der Frage:
- kannst du wirklich alle religiösen Überzeugungen auf diese Art
gleichsetzen?
- kannst du alle Formen der religiösen Überzeugung (auch innerhalb einer
Religion) miteinander gleichsetzen?

Ich bin immer noch der Meinung: du machst es dir VIEL zu einfach. Bin aber
trotzdem sehr gespannt auf deine Antwort auf obenstehende Frage....

Gruß
Christian

Juergen Woczek

unread,
Feb 25, 2001, 1:59:14 PM2/25/01
to
"Christian Hofius" wrote:

> > Die Sache ist für mich ganz einfach. Mir macht diese leibfeindliche
> > Haltung der christlichen Fundamentalisten Angst. Und wenn ich vor was
> > Angst habe, will ich mir nicht ausdenken müssen, dass es an die Macht
> > kommt.
> > Und wie das aussehen kann, wenn Mächtige religiöse Schriften zum
> > Fundament des Handelns erklären, hat man im Iran beobachten können.

> Testfrage - und ehrliche Antwort:
> hättest du exakt die gleichen Probleme, wenn sie z.B. buddhistische
> Schriften zum Fundament ihres Handelns erklären würden?

Das kann ich nicht beantworten, weil ich nicht viel vom Buddhismus weiß.



> Hintergrund der Frage:
> - kannst du wirklich alle religiösen Überzeugungen auf diese Art
> gleichsetzen?

Nein.

> - kannst du alle Formen der religiösen Überzeugung (auch innerhalb einer
> Religion) miteinander gleichsetzen?

Nein. Aber egal um welche Religion es geht... sie sollte Privatsache
sein und nicht Motor der Gesetzgebung.



> Ich bin immer noch der Meinung: du machst es dir VIEL zu einfach. Bin aber
> trotzdem sehr gespannt auf deine Antwort auf obenstehende Frage....

Viel zu einfach?
Ich habe lange gebraucht, um mit dieser Religion abzuschließen.

MfG, Jürgen

Norbert Sima

unread,
Feb 25, 2001, 3:41:17 PM2/25/01
to
nms...@gmx.net (Norbert Sima) schrieb:

>Das Problem ist nur das, dass jene
>Leute die sich fuer eine Offenheit der sexuellen Orientierung
>einsetzen, ein bestimmtes Ergebnis, naemlich
>Heterosexualitaet vorraussetzen.

Was ist denn Frank, keine Antwort mehr?

Christian Hofius

unread,
Feb 25, 2001, 5:04:27 PM2/25/01
to
Hallo Jürgen,

"Juergen Woczek" <woz...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag

news:64li9t8dmqk4g8hk8...@4ax.com...


> "Christian Hofius" wrote:
>
> > > Die Sache ist für mich ganz einfach. Mir macht diese leibfeindliche
> > > Haltung der christlichen Fundamentalisten Angst. Und wenn ich vor was
> > > Angst habe, will ich mir nicht ausdenken müssen, dass es an die Macht
> > > kommt.
> > > Und wie das aussehen kann, wenn Mächtige religiöse Schriften zum
> > > Fundament des Handelns erklären, hat man im Iran beobachten können.
>
> > Testfrage - und ehrliche Antwort:
> > hättest du exakt die gleichen Probleme, wenn sie z.B. buddhistische
> > Schriften zum Fundament ihres Handelns erklären würden?
>
> Das kann ich nicht beantworten, weil ich nicht viel vom Buddhismus weiß.

Gut - klare Antwort.
Nächste Rückfrage: was weißt du vom Christsein?
Und was weißt du davon, was dir obenstehende Probleme bereitet?

> > Hintergrund der Frage:
> > - kannst du wirklich alle religiösen Überzeugungen auf diese Art
> > gleichsetzen?
>
> Nein.
>
> > - kannst du alle Formen der religiösen Überzeugung (auch innerhalb einer
> > Religion) miteinander gleichsetzen?
>
> Nein. Aber egal um welche Religion es geht... sie sollte Privatsache
> sein und nicht Motor der Gesetzgebung.
>
> > Ich bin immer noch der Meinung: du machst es dir VIEL zu einfach. Bin
aber
> > trotzdem sehr gespannt auf deine Antwort auf obenstehende Frage....
>
> Viel zu einfach?
> Ich habe lange gebraucht, um mit dieser Religion abzuschließen.

Warum? Und: womit hast du abgeschlossen? Mit der Religion? Mit Gott? Mit der
Kirche?

Herzlichen Gruß
Christian

Johannes Schwarz

unread,
Feb 25, 2001, 8:18:03 PM2/25/01
to
Hi,

"Ing. Franz Glaser" schrieb:

> > Was ist denn ein eingefleischter Katholik bzw. wie denkt er und


> > wie rechtfertigt er sein Handeln?
>
> Ich rechtfertige Ihnen gegenüber gar nix, dem Staat gegenüber
> nolens volens einiges, der Kirche gegenüber auch gar nix.

Oh Entschuldigung, wenn ich Dir auf die Füsse getreten bin und ein paar
allgemeine Aussagen hinterfragt haben, um ein paar klärende Antworten zu
bekommen. Irgendwie ist es bezeichnend, wenn jemand nach einer
allgemeinen Anfrage glaubt, er wäre zur Rechtfertigung aufgefordert.



> Wenn ich mir ein Fax-Gerät kaufe, dann rechtfertige ich ja auch
> dem Händler gegenüber nicht, was für Texte ich damit übertrage,
> und Ihnen gegenüber auch nicht, oder? Wieso sollte ich Ihnen
> gegenüber oder der Kirche gegenüber einen Bedarf an
> Rechtfertigung haben?

Wo habe ich geschrieben, daß ich eine Rechtfertigung von Dir erwarte?
Lass gut sein, auf eine Diskussion mit Dir bin ich nicht sonderlich
scharf. Es ist aber merkwürdig, wenn jemand in eine Gruppe mit dem Thema
"Christliche Weltanschauung" sein Weltbild nicht darlegen möchte.

Hannes

Norbert Sima

unread,
Feb 26, 2001, 1:17:59 AM2/26/01
to
Rainer.F...@fh-reutlingen.de (Rainer R. Friedrich)
schrieb:

>nms...@gmx.net schrieb am Montag, den 26.02.01
>um 06:47 in de.soc.politik.misc unter dem
>Topic "Re: Wählt die Partei der bibeltreuen Christen !"
>folgendes:

>
>
>
>
>> Und das hier, ein wahrliches Zuckerstueck:
>> "Gotteslästerliche, pornographische und
>> gewaltverherrlichende Filme, Videos und Druckerzeugnisse
>> sind total zu verbieten, ebenso die Werbung für
>> Prostitution."

>Ich weiss ja nict ob Dior was fehlen würde, wenn es die
>obigen Dinge nicth geben würde, mir jedenfalls nicts.

Nun, Gotteslaesterlichkeit wuerde dir sicher nicht fehlen, aber
ich moechte mir doch noch das Recht vorbehalten, einen Film von
Monty Python zu sehen. :-D

Ausserdem finde ich Pornos gut, und bin ein tooooootaaaaaaler
Fan von Stallone und Schwarzenegger, auch wenn ich Van Damme und
die anderen eher bloed find.

Stell dir aber vor, ich sag Gott ist ein verfluchter Bastard,
und die wuerden mich dafuer einsperren.
Du wuerdest das wirklich richtig finden? Ehrlich?

Andererseits, in diesem obigen Fall wuerde die Bibel wohl auch
verboten werden. Bruahahahahahaha! :-))))))))))))))))

Norbert Sima

unread,
Feb 26, 2001, 1:48:46 AM2/26/01
to
Rainer.F...@fh-reutlingen.de (Rainer R. Friedrich)
schrieb:

>Denn es gibt nix "Schlimmeres" als einen
>Agnostiker/Atheisten, ausser einem weinenden/schmollenden ;->

Oh doch, einen "liebevollen" Christen. :-P

>>
>> Andererseits, in diesem obigen Fall wuerde die Bibel wohl
>> auch verboten werden. Bruahahahahahaha! :-))))))))))))))))
>

>Siehste, jetzt haste ja wieder was zu lachen. Nur das Gott
>immer zuletzt lacht =8-)

Jaja, wahrscheinlich ueber all die Leute, die glauben dass er
existiert. ;-)

>Sind doch kleine Dinge, die Dich erfreuen können.

Sowieso. Das Leben besteht doch aus lauter kleinen Dingen.

>RRF (ohne Sig)

Wie ruecksichtsvoll. :-/

Norbert Sima

unread,
Feb 26, 2001, 2:07:39 AM2/26/01
to
fp...@t-online.de (Frank Pruefer) schrieb:

>nms...@gmx.net (Norbert Sima) schrieb am 25.02.01
>unter anderem folgende Dinge, die ich einfach kommentieren
>muß:

>
>> nms...@gmx.net (Norbert Sima) schrieb:
>
>>> Das Problem ist nur das, dass jene
>>> Leute die sich fuer eine Offenheit der sexuellen
>>> Orientierung einsetzen, ein bestimmtes Ergebnis, naemlich
>>> Heterosexualitaet vorraussetzen.
>
>> Was ist denn Frank, keine Antwort mehr?
>

>Ich gehe mal davon aus, daß Du den Bundeswehrfeldwebel (dreh
>mal die ASCII-Grafik in seiner Schlußformel um 90° nach
>rechts) Frank Bechhaus meinst:

Stimmt, er erinnert sich sicher noch mal an diesen Thread.

>Wenn man diese Typen, die ihr "Theologe"-Sein mit einem
>echten Beruf verwechseln, mal näher fragt, wie sie etwas
>konkret meinen, dann ziehen sie entweder sofort den Schwanz
>ein oder fangen an, wüstes mittelalterliches Laberblahfasel
>zu salbadern, was sich wirklich seit vielen Jahrhunderten
>inhaltlich nicht verändert hat; nur vom wording her wird es
>etwas der "neuen Zeit" angepaßt.

Stimmt wohl. Christentum mit "menschlichem Antlitz".

>Herr Blechtrampel ist ein typischer Homophober, wie es sie
>unter Christen und Nazis eben zuhauf gibt. _Scheinbar_ ist
>seine Frage, wie das sei, wenn ein homosexueller Mensch _von
>sich aus_ (!) ein Hetero werden will, ob man dem dann nicht
>helfen sollte, völlig harmlos, hat es aber gerade dennoch
>absolut in sich. Denn Herr Blechhaus hinter- fragt natürlich
>_nicht_, *w a r u m* jemand mit seiner ganz natür- lichen
>Veranlagung in "unserer" sog. "christlich-abendländischen"
>Gesellschaft Probleme hat!

Und *wenn* jemand Probleme hat, dann liegt es natuerlich an
seiner Homosexualitaet... :-((

Das ist eben auch das perfide. Homosexualitaet wird von diesen
Leuten nicht als normal akzeptiert, und wenn sich dann jemand
dadurch als Aussenseiter fuehlt, mit allen Folgen, wie
Depressionen usw. dann wird das noch gegen ihn verwendet!

>Da sei sein "GOtt" vor! Es sind
>nämlich solche Deviduen wie die Christen, die diesen
>Leidensdruck erst einmal _erzeugen_ und dann die "Rezepte"
>dafür anbieten, ihn wieder zu "beseitigen"

Funktioniert doch gemeinhin auch so mit Schuld und Suende - erst
muss man daran glauben, dann wird einem, aehm, geholfen.

>Mit ihren scheinbaren "Hilfsangeboten" versorgen sich die
>"Hirten" mit immer neuen _Schafen_, die eigentlich einmal
>die Anlage zu richtigen Menschen hatten, bis sie in die
>Klauen dieser religiösen Verblödungs- maschinerie geraten
>sind. Ein sich selbst erhaltender Kreislauf, aus dem nur
>wenige in der Lage sind, auszubrechen, die dann in "unserer"
>Gesellschaft der Massenverblödung (die HERRschenden nennen es
> "Kultur") aber die Parias sind.

Am meisten stoert mich dieses quasi-Luegen-fuer-Christus. So wie
bei den Jesusfreaks ist es nicht so wichtig alles ehrlich
darzulegen, sofern das Resultat stimmt - ein Juenger mehr.
Wuestensturm behauptet den Menschen helfen zu wollen, aber nur
sofern sie das Ergebnis der Hilfe vorher als gegeben annehmen.
Niemand kann mir erzaehlen, dass irgendwas von ihrer Seite
wissenschaftlich akzeptiert ist. Das ist voelliger Bloedsinn.

Und was soll ich von Leuten halten, die sich von solchen Dingen
nicht distanzieren? Ist man nicht dagegen, ist man dafuer.

Keep up the good fight.


Ciao,
Norbert

Norbert Sima

unread,
Feb 26, 2001, 2:14:38 AM2/26/01
to
Rainer.F...@fh-reutlingen.de (Rainer R. Friedrich)
schrieb:

>nms...@gmx.net schrieb am Montag, den 26.02.01
>um 07:58 in de.soc.weltanschauung.christentum unter dem


>Topic "Re: Wählt die Partei der bibeltreuen Christen !"
>folgendes:
>
>
>

>>> Denn es gibt nix "Schlimmeres" als einen
>>> Agnostiker/Atheisten, ausser einem weinenden/schmollenden
>>> ;->
>> Oh doch, einen "liebevollen" Christen. :-P
>

>Oh, war einer davon böse zu Dir ?

Hey, das wuerde dir gefallen, gell? Nein, ich kenne eigentlich
keinen, in Oesterreich ist Religion mehr eine Gewohnheit als
alles andere, als Atheist kann man da bestenfalls ein Gaehnen
entlocken.
Es reichen mir schon virtuelle Christen wie deinereiner, die in
ihrer Signatur fuer geisteskranke Comics Werbung machen.

>>> Sind doch kleine Dinge, die Dich erfreuen können.

>>> RRF (ohne Sig)
>> Wie ruecksichtsvoll. :-/
>

>Deshalb jetzt auch wieder mit :->
>
>cu
>RRF

Zum Glueck lese ich Postings selten bevor ich drauf antworte,
und Xnews schneidet alles ab. Naja, fast alles. :-)

Holger Steiner

unread,
Feb 26, 2001, 3:59:51 AM2/26/01
to

Thorsten Mueller schrieb:


>
> Die Partei Bibeltreuer Christen - PBC - versteht sich als eine Partei für
> ALLE - gleich welcher Konfession oder Denomination - die überzeugt sind, daß

> ein aktives Engagement der Christen für unsere Gesellschaft dringend
> notwendig ist und daß die Weisheit der Bibel besser ist als vom Zeitgeist
> bestimmte Meinungen.

> Die Partei Bibeltreuer Christen - PBC - ist das politische Sprachrohr der
> Christen aus allen Kirchen, die für eine gesellschaftliche Wende durch
> Besinnung auf bewährte biblische Grundsätze eintreten. In der
> Stimmenvielfalt einer Großpartei werden Christen weitgehend "untergebuttert


> ". Deshalb brauchen sie eine eigene Partei - die PBC. Als Christen in der
> PBC sehen wir unsere Verantwortung für das Gemeinwohl, schlagen politische
> Alternativen vor und handeln - ganz im Auftrag Jesu, der alle Menschen
> liebt. Seine Liebe sollte eine Leitlinie in der Politik sein. Dafür treten
> wir ein! Wie das realisiert werden soll, können Sie auf den folgenden Seiten
> anhand konkreter Beispiele lesen.
> www.pbc.de

Ich war grade mal dort, zum rumstoebern...

Zitate aus dem Grundsatzprogramm:

"Der Gott der Bibel soll der Gott Deutschlands werden."

Deutschland hat keinen Gott. Deutschland ist ein saekularer
Staat und darf keinesfalls irgendwelchen religioesen Spinnern
in die Haende fallen.


"Die Bibel, der Bestseller aller Zeiten, darf nicht mehr länger
nur als Zierde in den Bücherregalen verstauben, sondern sie muß an
deutschen Schulen gelehrt werden. Mit Sicherheit werden
dadurch immense Segensströme von Gott für unsere Familien, unser
Volk und Land freigesetzt."

Durch yogisches Fliegen werden sicher auch immense
Segenstroeme freigesetzt. ;-)


"Parallel dazu empfehlen wir wieder das Praktizieren des
Schulgebets."

Ich empfehle dazu, einen Blick auf den Kalender zu
werfen und ueberrascht festzustellen, dass das
Mittelalter vorbei ist.


"Die PBC fordert ein Verbot von Astrologie, Wahrsagerei und
Horoskopen in allen öffentliche Medien und eine allgemeine
Aufklärung über die grausamen Spätfolgen solcher
antigöttlichen Praktiken."

Soll Dummheit verboten werden? Das ist wenigsten mal ein
witziger Vorschlag.


"Eine Lebensführung nach göttlichen Maßstäben, wie sie uns in
der Bibel gezeigt werden, ist die beste Gesundheitsvorsorge.
Neben dem Arztbesuch in konkreten Krankheitsfällen sollten auch
biblische Seelsorge und das Gebet als Quelle göttlicher Heilung in
das Gesundheitswesen mit einbezogen werden."

Auf Krankenschein nach Lourdes? Es gibt weitaus billigere
Placebos.


Ganz lustig sind auch Kombinationen:
aus 5.1 "Die PBC tritt für den Erhalt und die Sicherung der
Meinungsfreiheit in unserem Staat ein."

und aus 5.2 "Deshalb fordert die PBC das generelle Verbot
der Darstellung und Verherrlichung von Gewalttaten in den
öffentlichen Medien."

Also trotz Meinungsfreiheit kein Tatort mehr im Fernsehen ;-)


Wegen Langeweile den Rest ausgelassen...

Zum Schluss noch
"Wir sind überzeugt, daß Gebet auch heute noch das beste Mittel
ist, um einen weiteren Zerfall von Sitte und Moral in unserem
Volk aufzuhalten."

Tja, ich denke, auf dieses Mittel sollten sich alle PBC-
Mitglieder auch beschraenken.


man liest sich,
Holger

***
Programming today is a race between software engineers striving to
build bigger and better idiot-proof programs, and the Universe
trying to produce bigger and better idiots. So far, the Universe
is winning.

--
######################################
Holger Steiner
Programmer & Consultant
Synchron GmbH
h.st...@synchron-is.de
http://www.synchron-is.de
Only the code gets executed, not the intentions...
######################################

Peter Herttrich

unread,
Feb 26, 2001, 6:10:35 AM2/26/01
to
In de.soc.politik.misc Thorsten Mueller <Thorsten...@guter-hirte.de> wrote:
> Die Partei Bibeltreuer Christen - PBC - versteht sich als eine Partei für
> ALLE - gleich welcher Konfession oder Denomination - die überzeugt sind, daß
> ein aktives Engagement der Christen für unsere Gesellschaft dringend
> notwendig ist und daß die Weisheit der Bibel besser ist als vom Zeitgeist
> bestimmte Meinungen.
> Die Partei Bibeltreuer Christen - PBC - ist das politische Sprachrohr der
> Christen aus allen Kirchen, die für eine gesellschaftliche Wende durch
> Besinnung auf bewährte biblische Grundsätze eintreten. In der
> Stimmenvielfalt einer Großpartei werden Christen weitgehend "untergebuttert
> ". Deshalb brauchen sie eine eigene Partei - die PBC. Als Christen in der
> PBC sehen wir unsere Verantwortung für das Gemeinwohl, schlagen politische
> Alternativen vor und handeln - ganz im Auftrag Jesu, der alle Menschen
> liebt. Seine Liebe sollte eine Leitlinie in der Politik sein. Dafür treten
> wir ein! Wie das realisiert werden soll, können Sie auf den folgenden Seiten
> anhand konkreter Beispiele lesen.
> www.pbc.de

> Thorsten Müller
> www.guter-hirte.de

Da war doch mal was....... wenn ich mich recht erinnere....

aaaaaaaaaaaaah jaaaaaaaaaa:

http://www.infolinks.de/an/1998/13/019.htm

Sehr bedenklich das ....

--
_____________________________________________________________________________
Microsoft has been doing a really bad job on their OS.
Linus Torvalds
_____________________________________________________________________________

Johannes Schwarz

unread,
Feb 26, 2001, 12:37:56 PM2/26/01
to
Hallo Rainer

"Rainer R. Friedrich" schrieb:

> > Und das hier, ein wahrliches Zuckerstueck:
> > "Gotteslästerliche, pornographische und gewaltverherrlichende
> > Filme, Videos und Druckerzeugnisse sind total zu verbieten,
> > ebenso die Werbung für Prostitution."

> Ich weiss ja nict ob Dior was fehlen würde, wenn es die


> obigen Dinge nicth geben würde, mir jedenfalls nicts.

Da sind wir doch wieder bei der Definitionsfrage. Wer soll darüber
entscheiden, was Pornographie und Gewaltverherrlichung ist? Ich möchte
nicht auf Filme wie "Dogma" (der Film benötigte sogar eine
"Feiertagsfreigabe" von seiten der FSK), "Die letzte Versuchung Christi"
oder auch "Leben des Brian" verzichten (erfüllen wohl alle mehr oder
weniger den Bestand der Gotteslästerung). Unter "Gotteslästerung" werden
im Sinne der PBC auch Bücher von Existentialisten und Freigeistern wie
Camus, Bukowski, Miller (erfüllt bei Miller in Augen der PBC direkt auch
den "Strafbestand" der Pornographie und Werbung für Prostitution)
fallen.

Ein großartiger Film wie "Fight Club" wird je nach Ansicht dann mit
Sicherheit auch verboten werden; eventuell auch Streifen wie "Se7en"
oder "Der blutige Pfad Gottes" (und der "Pfad Gottes" kann durchaus als
Gewaltverherrlichung angesehen werden, insbesondere da dort die Gewalt
von gottgläubigen Menschen gegen die "Bösen" ausgeführt wird). Es gab
mal in Deutschland eine Zeit, wo jeder Film, der auch nur entfernt nach
Gewaltfilm roch, indiziert oder beschlagnahmt wurde ("Das Omen" befindet
sich immer noch auf dem Index; "Carrie" wurde schon vor langer Zeit vom
Index entfernt und läuft mittlerweile sogar unbeschnibbelt im
Fernsehen). Da will ich mit Sicherheit nicht wieder hin. Mir reicht es,
daß Satiren und Parodien wie "Scream" oder "Starship Troopers" auf dem
Index sind, weil die BPjS meint, die Deutschen wären nicht fähig, diese
Filme als Satiren zu begreifen.

Sollte die PBC jemals in Deutschland gewählt werden, sehe ich mich
gezwungen, auszuwandern.

Grüße
Hannes

Johannes Schwarz

unread,
Feb 26, 2001, 1:08:57 PM2/26/01
to
Hi,

"Rainer R. Friedrich" schrieb:


>
> > ("Das Omen" befindet sich immer noch auf dem Index; "Carrie" wurde

> ^^^^^^^
> Kam der nicht schon im TV ? M.W. sogar alle 4 Teile.

"Omen" ist eine Karteileiche der BPjS. Obwohl der Film unbeschnibbelt ab
16 freigegeben war, wurde er indiziert (heute nicht mehr möglich; nur
Filme mit FSK18 können jetzt noch auf den Index gesetzt werden). Die
Indizierung wurde bis heute nicht aufgehoben.

Was im Fernsehen gezeigt wurde, ist nur eine verstümmelte Fassung des
Films. Die anderen Teile (insgesamt alles schwache Fortsetzungen) sind
AFAIK allesamt ab 16 Jahre freigegeben - was die öffentlich-rechtlichen
Fernsehanstalten nicht hinderte, die Filme trotzdem bei der Ausstrahlung
nur geschnibbelt auszustrahlen.

> > Sollte die PBC jemals in Deutschland gewählt werden, sehe ich mich
> > gezwungen, auszuwandern.

> Hier bei mir im Kreis werden die zur Landtagswahl Ba-Wü gar nicht mal
> antreten (naja, wählt man halt ungültig :-) ).

Tolle Aussage!

Grüße
Hannes

Johannes Schwarz

unread,
Feb 26, 2001, 2:47:41 PM2/26/01
to
Hallo Rainer,

"Rainer R. Friedrich" schrieb:

[Omen]

> Ich habe die Teile m.W: im TV und auf Video gesehen, sind teilweise
> schon brutal und nicht für Kinder geeignet.

Deshalb sind sie auch erst ab 16 Jahren freigegeben.

> [...]
> also sind die Omen-Filme schon mind. 20 Jahre alt, genauso wie
> Carrie (ist m.W. von etwa 1976)

Und? Omen ist von 1976, Omen II von 1978 und Omen III von 1981. "Dawn of
the Dead" wurde 1978 gedreht und ist ungekürzt immer noch beschlagnahmt
(obwohl er mittlerweile in USA als "Kunst" gilt). Gleiches gilt für den
1982 gedrehten Streifen "Evil Dead"; von Fulci-Krachern wie "Paura"
(1980) und "l'Aldila" (1981) ganz zu schweigen. Das Alter von Filmen hat
nichts mit einer Indizierung oder Beschlagnahme zu tun (siehe "Caligula"
(1980)). Es gibt immer noch genug Leute, die "Salo" (1975) oder
"Clockwork Orange" (1971) verbieten lassen wollen.

[Ungültig wählen]

> Warum nicht ? Nicht gehen finde ich nicht so gut, da können die Parteien
> dann sagen, dass sie man sie gewählt haette waere man gegangen, so sehen
> sie was ich von ihnen halte. Wahl-"pflicht" also erfüllt, Zettel ungültig,
> habe ich auch schon mal bspw. bei JAV-Wahlen gemacht :-)

Toll! Wo ist der Unterschied, ob man bewußt ungültig wählt oder gleich
zu Hause bleibt? Da die Wahl geheim ist, tut sich da nicht viel.

> Keine Angst: Die PBC kommt nicht so schnell / überhaupt an die Macht.
> Kannst die Koffer wieder auspacken und aufatmen :-> Die kommen
> nichtmal über 1% hinaus, dabin ich mir definitiv sicher, auch wenn ich
> das als Mitglied eigentlich nicht sein sollte, aber ein bisschen
> Realitätssinne ist nie verkehrt.

Dann bin ich ja beruhigt.

Grüße
Hannes

Frank Bechhaus

unread,
Feb 26, 2001, 2:36:21 PM2/26/01
to
Norbert Sima <nms...@gmx.net> wrote:
...
[Seite von "www.wuestenstrom.de"]
>>Wobei Du die Frage stellst und auch gleich in Deinem Sinne
>>beantwortest. Woher weißt Du, daß der Autor des Textes das so
>>gemeint hat?

> Es ist nur eine Vermutung, und muss nicht stimmen. Aber ich
> werden den Autor mal per Mail danach fragen - bin schon gespannt
> was und ob er darauf antworten wird... :-P

Finde ich achtenswert, daß Du nicht einfach spekulierst und dort
nachfragst. Läßt Du dswc daran teilhaben, ob und was für eine
Antwort Du bekommen hast?

...
> Weil die wenigsten Homosexuellen danach fragen, heterosexuell
> werden zu koennen.

Und wenn es nur einer wäre - laß' ihn doch.

> Natuerlich gibt es Menschen, die Probleme damit haben,
> homosexuell zu fuehlen, aber auf die Idee zu kommen, dass es
> daran liegt dass sie in Wirlichkeit heterosexuell sind, darauf
> kommen sie meistens nicht von selbst, das braucht Nachhilfe.

Mir erscheint das, was ich gelesen habe, durchaus plausibel, daß
Homosexualität durch frühkindliche Einflüsse mitbedingt sein kann,
die dazu geführt haben, daß sich die sexuelle Identität in Richtung
Homosexualität entwickelt hat.

Und ich finde nichts dagegen einzuwenden, wenn jemand bereit ist, sich
seine eigene Entwicklung daraufhin noch mal anzuschauen.

...
> Ich bin dafuer jedem Menschen der danach verlangt zu helfen so
> zu werden wie er (wirklich) ist, was immer das auch sein mag.

Was natürlich erschwert wird, wenn jemand darauf festgelegt wird, daß er
homosexuell sei, schon von Geburt an, nach Möglichkeit gleich genetisch
festgelegt, und daß er bitteschön jetzt auch als Schwuler leben und
damit glücklich weden soll. Das ist - von anderer Seite - eine nicht
minder deutliche Einmischung in eine persönliche Lebensgeschichte.

> Nur gehe ich dabei halt nicht von einem bestimmten Ergebnis aus,
> sage also sicher nicht, du musst heterosexuell werden.
> Sowas ist falsch, unverantwortlich, und gehoert verboten.

Gilt das auch, wenn jemand sagt: "Du bist schwul, du wirst auch immer
schwul bleiben, du *kannst* daran nichts ändern"?

...
> Jeder Mensch hat das Recht seine Orientierung zu aendern, sollte
> er das denn schaffen, aber warum sollten dafuer oeffentliche
> Mittel zur Verfuegung gestellt werden?
...

Das ist eine ganz andere Frage. Ob man dafür öffentliche Mittel zur
Verfügung stellen sollte, habe ich bislang noch nicht weiter nach-
gedacht, dazu müßtest Du erst mal den Autor von "Wüstenstrom" befragen.

...
> Ich weiss dass es Leute gibt, die auf den Vorschlag einer Aenderung
> homosexueller Orientierung gleich mit einem Aufschrei reagieren,
> und obwohl ich das verstehe, halte ich es fuer Unsinn.
...

Ich kann es insoweit verstehen, als ich die Diskussion im Gästebuch von
"Wüstenstrom" ein wenig mitverfolgt habe. Wenn jemand lange gebraucht
hat, um mit seiner sexuellen Identität klar zu kommen und durch viele
Fragen und Zweifel gegangen ist, dann möchte er nicht unbedingt, daß
irgendjemand daran rüttelt und die Gespenster zurückholt.

Gruß,
Frank
<><


""""""""""-. homepage: http://www.bechhaus.de/ .-""""""""""
"------------------------------------"

Frank Bechhaus

unread,
Feb 26, 2001, 2:36:50 PM2/26/01
to
Norbert Sima <nms...@gmx.net> wrote:
> nms...@gmx.net (Norbert Sima) schrieb:

>>Das Problem ist nur das, dass jene
>>Leute die sich fuer eine Offenheit der sexuellen Orientierung
>>einsetzen, ein bestimmtes Ergebnis, naemlich
>>Heterosexualitaet vorraussetzen.

> Was ist denn Frank, keine Antwort mehr?

Gemach, gemach. Ich habe neben dswc auch sonst noch ein Leben. :-)

Norbert Sima

unread,
Feb 26, 2001, 3:39:27 PM2/26/01
to
Frank Bechhaus <fr...@bechhaus.de> schrieb:

>Norbert Sima <nms...@gmx.net> wrote:
>...
>[Seite von "www.wuestenstrom.de"]
>>>Wobei Du die Frage stellst und auch gleich in Deinem Sinne
>>>beantwortest. Woher weißt Du, daß der Autor des Textes das
>>>so gemeint hat?
>
>> Es ist nur eine Vermutung, und muss nicht stimmen. Aber ich
>> werden den Autor mal per Mail danach fragen - bin schon
>> gespannt was und ob er darauf antworten wird... :-P
>
>Finde ich achtenswert, daß Du nicht einfach spekulierst und
>dort nachfragst. Läßt Du dswc daran teilhaben, ob und was
>für eine Antwort Du bekommen hast?

Natuerlich, aber bis jetzt habe ich keine bekommen. Nun, ich
habe in ihrem Gaestebuch (das scheinbar wie eine kleine
Diskussionsrunde funktioniert) ihre Seiten ziemlich negativ
dargestellt (was sie aber auch nicht geloescht haben) also
koennte es sein, dass sie mich zu feindselig finden.
Andererseits sollten sie sich vielleicht doch verteidigen.

>...
>> Weil die wenigsten Homosexuellen danach fragen,
>> heterosexuell werden zu koennen.
>
>Und wenn es nur einer wäre - laß' ihn doch.

Ich lass ihn doch. Aber ich denke es ist sinnvoll zu wissen, wen
man am besten um Hilfe fragt, wenn man danach sucht.
Wenn jemand Probleme mit seiner Homosexualitaet hat, dann
empfehl ich ihm sicher keine christlich-fundamentalistische
Beratung.


>> Natuerlich gibt es Menschen, die Probleme damit haben,
>> homosexuell zu fuehlen, aber auf die Idee zu kommen, dass
>> es daran liegt dass sie in Wirlichkeit heterosexuell sind,
>> darauf kommen sie meistens nicht von selbst, das braucht
>> Nachhilfe.
>
>Mir erscheint das, was ich gelesen habe, durchaus plausibel,
>daß Homosexualität durch frühkindliche Einflüsse mitbedingt
>sein kann, die dazu geführt haben, daß sich die sexuelle
>Identität in Richtung Homosexualität entwickelt hat.

Kann natuerlich sein. Nur sollte man dann nicht auch so
konsequent sein, und alle fruehkindlichen Einfluesse
hinterfragen? Warum nur Homosexualitaet?
Nur weil es einem nicht in den Kram passt?
Warum nicht auch einen religioesen Glauben, den man aus seiner
Kindheit mitbekommen hat?

>Und ich finde nichts dagegen einzuwenden, wenn jemand bereit
>ist, sich seine eigene Entwicklung daraufhin noch mal
>anzuschauen.

Sicherlich, aber unterstuetzt von jemandem der sich 1. auskennt,
und 2. keine Vorurteile hat.
Diese Website 1. kennt sich nicht aus, und hat 2. Vorurteile.

>
>...
>> Ich bin dafuer jedem Menschen der danach verlangt zu helfen
>> so zu werden wie er (wirklich) ist, was immer das auch sein
>> mag.
>
>Was natürlich erschwert wird, wenn jemand darauf festgelegt
>wird, daß er homosexuell sei, schon von Geburt an, nach
>Möglichkeit gleich genetisch festgelegt, und daß er
>bitteschön jetzt auch als Schwuler leben und damit glücklich
>weden soll. Das ist - von anderer Seite - eine nicht minder
>deutliche Einmischung in eine persönliche Lebensgeschichte.

So wie jemand zu sagen, dass er ein Suender ist?
Natuerlich sollte man nicht so Meinungen wie oben vertreten,
solange sie nicht wirklich allgemein bestaetigt wurden,
andererseits ist aber dieser Schutz verstaendlich, in einer
Gesellschaft die Homosexualitaet als etwas gewaehltes, und nicht
normales versteht, es ist eine Sache des Stolzes, und der
Bewahrung des eigenen Selbstwertes zu sagen: Ich bin wie ich
bin, akzeptiert mich, wie ich euch akzeptiere.

>> Nur gehe ich dabei halt nicht von einem bestimmten Ergebnis
>> aus, sage also sicher nicht, du musst heterosexuell werden.
>> Sowas ist falsch, unverantwortlich, und gehoert verboten.
>
>Gilt das auch, wenn jemand sagt: "Du bist schwul, du wirst
>auch immer schwul bleiben, du *kannst* daran nichts ändern"?

Eigentlich schon, denn es drueckt jemanden in ein Eck, und sowas
ist grundsaetzlich falsch und unverantwortlich. Ich halte diese
politische Korrekt fuer falsch, nur verstehe ich sie sehr gut,
besonders weil die Konsequenzen fuer eine Nicht-Anerkennung der
Rechte und Existenz Homosexueller offensichtlich wesentlich
schlimmer sind, als jede Anerkennung sein koennte.
Wir koennen jetzt sehen was passiert wenn man solche Menschen
ausgrenzt - diese Alternative faellt also einfach flach.

>...
>> Ich weiss dass es Leute gibt, die auf den Vorschlag einer
>> Aenderung homosexueller Orientierung gleich mit einem
>> Aufschrei reagieren, und obwohl ich das verstehe, halte ich
>> es fuer Unsinn.
>...
>
>Ich kann es insoweit verstehen, als ich die Diskussion im
>Gästebuch von "Wüstenstrom" ein wenig mitverfolgt habe. Wenn
>jemand lange gebraucht hat, um mit seiner sexuellen Identität
>klar zu kommen und durch viele Fragen und Zweifel gegangen
>ist, dann möchte er nicht unbedingt, daß irgendjemand daran
>rüttelt und die Gespenster zurückholt.

Es ist auch eine Frage des grundsaetzlichen Respekts. Ich
koennte zB problemlos argumentieren, was fuer Folgen eine streng
monogam, heterosexuell, maennlich orientierte Gesellschaft fuer
alle die hat, die dem nicht folgen koennen.
Aber es waere voellig unsinnig von dir und anderen zu verlangen,
polygam, schwul, und feministisch zu werden.
Es geht hier um Toleranz, es geht darum wie verschiedene
Lebenswege miteinander oder nebeneinander leben koennen.
Solange es Leute gibt, die ihre Vorstellungen als die einzig
gueltigen durchbringen wollen, und das tust du und andere, wenn
du dich gegen die Anerkennung anderer Lebenswege stellst,
solange wird es auch einen Kampf um jeden Millimeter geben.

Du willst ein Recht fuer Menschen ihre sexuelle Orientierung zu
aendern? Kein Problem, bin ich dafuer.
Aber dann solltest du auch fuer das Recht eintreten, eine
sexuelle Orientierung mit allen Konsequenzen ausleben zu
duerfen, mit *all* den Rechten die du hast und andere haben.

Nur fuer dich etwas zu verlangen, fuer deine Agenda, waehrend du
sonst die Rechte der anderen beschneidest, wuerde sonst deutlich
deinen Egoismus, deine Egozentrik, deinen Eigensinn, deine
fehlende Toleranz, Liebe und Verstaendnis aufzeigen, und ich
moechte irgendjemanden sehen der halbwegs seines Verstandes ist,
und *sowas* als christlich bezeichnen wuerde. Noe, sorry.


Ciao,
Norbert

Frank Bechhaus

unread,
Feb 26, 2001, 3:35:58 PM2/26/01
to
Norbert Sima <nms...@gmx.net> wrote:
> fp...@t-online.de (Frank Pruefer) schrieb:
...
>>....den Bundeswehrfeldwebel...Frank Bechhaus...
...

>>dann ziehen sie entweder sofort den Schwanz ein oder fangen an,
>>wüstes mittelalterliches Laberblahfasel zu salbadern,
...

>>Herr Blechtrampel ist ein typischer Homophober, wie es sie
>>unter Christen und Nazis eben zuhauf gibt.
...
>>Denn Herr Blechhaus
...

> Keep up the good fight.

Ich habe den Herrn Prüfer ja aus Gründen, die beim Durchlesen seiner
Ergüsse den allermeisten Leuten spontan klar sein dürften, schon seit
langer Zeit im Filter. Wenn das, was der ehrenwerte Herr Prüfer dort
betreibt, für Dich ein "good fight" ist, sehe ich keine Grundlage dafür,
mit Dir weiterzudiskutieren.

Gruß,
Frank

Norbert Sima

unread,
Feb 26, 2001, 4:03:23 PM2/26/01
to
Frank Bechhaus <fr...@bechhaus.de> schrieb:

Nicht noch einer. Martin macht sich schon mit einer billigen
Ausrede davon, und jetzt du auch noch? Lachhaft.

Frank Pruefer ist sicher sehr emotional in seinen Aussagen, aber
ich kann mir denken woher er kommt.
Mir ist nicht aufgefallen, dass ich dich irgendwie in unserer
kleinen Diskussion hier unfair behandelt haette.

Wenn doch, soll mich doch jemand neutraler bitte darauf
aufmerksam machen.
Bis dahin werde ich davon ausgehen, dass du der Diskussion
lieber ausweichst, weil du sie nicht gewinnen kannst. Nun ja.

Frank Bechhaus

unread,
Feb 26, 2001, 4:29:56 PM2/26/01
to
Norbert Sima <nms...@gmx.net> wrote:
...
> Nicht noch einer. Martin macht sich schon mit einer billigen
> Ausrede davon, und jetzt du auch noch? Lachhaft.

Ähm, ich diskutiere hier genau so lange, wie ich das selbst für
sinnvoll halte und genau mit den Gesprächspartnern, mit denen ich das
für sinnvoll halte. Ob Du das für lachhaft hältst, ist Deine Sache.

...


> Mir ist nicht aufgefallen, dass ich dich irgendwie in unserer
> kleinen Diskussion hier unfair behandelt haette.

Du nicht, nein. Aber warum klatscht Du an solchen Stellen Beifall?
Das macht den positiveren Eindruck, den ich in unserer Diskussion gewonnen
hatte, wieder zunichte, weil Du dadurch auf mich unaufrichtig wirkst.

Gegenüber mir bist Du freundlich - oder tust Du freundlich - aber wenn
jemand mal ordentlich draufdrischt, unterstützt Du ihn mit "Keep up the
good fight"? Das verstehe ich nicht. Erklär's mir.

...


> Bis dahin werde ich davon ausgehen, dass du der Diskussion
> lieber ausweichst, weil du sie nicht gewinnen kannst. Nun ja.

Ich diskutiere nicht, um zu "gewinnen". Wenn aus unseren Diskussionen
in den Newsgroups der eine oder andere mal einen winzigen Denkanstoß
mitnehmen kann, ist das schon eine ganze Menge.

Wenn es Dir den Abend hebt, Dich als Sieger in die Federn zu legen,
bittesehr.

Gruß,
Frank

Norbert Sima

unread,
Feb 26, 2001, 7:24:56 PM2/26/01
to
Frank Bechhaus <fr...@bechhaus.de> schrieb:

>Norbert Sima <nms...@gmx.net> wrote:
>...

>...
>> Mir ist nicht aufgefallen, dass ich dich irgendwie in
>> unserer kleinen Diskussion hier unfair behandelt haette.
>
>Du nicht, nein. Aber warum klatscht Du an solchen Stellen
>Beifall? Das macht den positiveren Eindruck, den ich in
>unserer Diskussion gewonnen hatte, wieder zunichte, weil Du
>dadurch auf mich unaufrichtig wirkst.

Wieso wirke ich dadurch unaufrichtig? Kann ich nicht
gleichzeitig Frank Pruefer's Anliegen zustimmen, auch wenn ich
seinem Stil nicht folgen will?

Das Thema Homosexualitaet in der Gesellschaft ist nun mal
keines, dass man einfach nur sachlich und distanziert
diskutieren kann - dahinter stecken viele Emotionen.

>Gegenüber mir bist Du freundlich - oder tust Du freundlich -
>aber wenn jemand mal ordentlich draufdrischt, unterstützt Du
>ihn mit "Keep up the good fight"? Das verstehe ich nicht.
>Erklär's mir.

Weil ich Frank's Draufdreschen nicht wirklich falsch finde,
sondern in manchen Situation nur nicht unbedingt sinnvoll.
Du hast vielleicht in meiner urspruenglichen Reaktion erkennen
koennen, was ich von Wuestenstrom und aehnlichen Versuchen
halte, aber wenn ich mit dir diskutieren will, dann kann ich
halt nicht einfach emotional sein, weil das sicher am wenigstens
bewirken wuerde, also versuche ich es subtiler.

Um eines klarzustellen: ich bin dem Anliegen von Wuestenstrom,
und dir, fallst du ihm folgen solltest, nicht freundlicher
gestimmt als Frank Pruefer. Bei aller Freundlichkeit und
Zurueckhaltung die ich vielleicht an den Tag lege, solltest du
dir klar darueber sein, dass ich meine Wut nur beiseite schiebe.

>...
>> Bis dahin werde ich davon ausgehen, dass du der Diskussion
>> lieber ausweichst, weil du sie nicht gewinnen kannst. Nun
>> ja.
>
>Ich diskutiere nicht, um zu "gewinnen". Wenn aus unseren
>Diskussionen in den Newsgroups der eine oder andere mal einen
>winzigen Denkanstoß mitnehmen kann, ist das schon eine ganze
>Menge.

Stimmt.

>Wenn es Dir den Abend hebt, Dich als Sieger in die Federn zu
>legen, bittesehr.

Das war eine Provokation. Es irritiert mich ein wenig, wie sich
zB Martin Kuras hier verhaelt, und ich habe bei dir aehnliches
befuerchtet, deswegen habe ich das geschrieben.
Ich konnte ja kaum ahnen, dass es dich interessieren wuerde, ob
ich Frank nun zustimme oder nicht. Ist doch eher meine Sache.


Ciao,
Norbert

hermann2001

unread,
Feb 27, 2001, 2:49:38 AM2/27/01
to
hallo ihr beiden,
gepflegter dialog, gefällt mir ...

ich sehe homosexualität nicht aus emotionen heraus,
oder mit den augen eines religionisten, oder gar fanatikers ...

für mich ist homosexualität eine krankheit, die man theoretisch
(und in versuchsweisen einzelfällen) ausheilen könnte.
in der praxis wird sich kaum jemand die mühe machen,
weil es die krankenkasse nicht zahlt ...

das selbe haben wir bei anderen 'untugenden' z.b. geiz,
oder jähzorn, oder kleptomanie usw. usf.
auch das wäre 'versuchsweise in einzelfällen' alles heilbar ...!
nur wird das niemand tun, weil es die krankenkasse nicht zahlt.

für all diese dinge wäre im normalfall als erste instanz das elternhaus
zuständig. hier haben wir das erste vakuum ...
in zweiter instanz hätten auch die schulen eine erzieherische aufgabe.
hier haben wir das zweite vakuum ...
in dritter instanz sind dafür auch die religionen zuständig.
die haben es auch schon aufgegeben und damit haben wir das dritte
vakuum ...

die folge ist, daß alle diese dinge zunehmen, weil sie keiner die mühe
macht, etwas dagegen zu unternehmen und sei es auch nur durch
klare standpunkte.
dazu sind die meisten bereits unfähig ...

das ist der niedergang jeder 'hochkultur' und nicht nur der 'alten römer'
...

gruß
hermann


ns.:
ich brauche dazu keine bibel, obwohl diese von haus aus recht hat.


"Norbert Sima" <nms...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:97es4n$o03oi$2...@ID-12420.news.dfncis.de...

Johannes Kuhn

unread,
Feb 27, 2001, 3:24:23 AM2/27/01
to
Hi Hermann,

"hermann2001" <her...@utanet.at> schrieb im Newsbeitrag
news:97fm8j$415$1...@rohrpostix.uta4you.at...

> ich sehe homosexualität nicht aus emotionen heraus,
> oder mit den augen eines religionisten, oder gar
> fanatikers ...
> für mich ist homosexualität eine krankheit, die
> man theoretisch (und in versuchsweisen einzelfällen)
> ausheilen könnte.
> in der praxis wird sich kaum jemand die mühe machen,
> weil es die krankenkasse nicht zahlt ...

Was Du hier so schreibst, bewerte ich nicht emotional und auch nicht
aus dem Blickwinkel eines Agnostikers oder gar Atheisten ...
Für mich ist Dein Geschreibsel schlicht krank und man könnte
natürlich theoretisch versuchen, Dir zu helfen, aber in der Praxis
wird sich hier keiner die Mühe machen, weil es einem ja doch nicht
gedankt wird .....

Also Kopf hoch - und versuche Dich halt nicht mit dem Schwulen-Virus
zu infizieren. Am Besten Du hältst gehörigen Abstand zu Deinen
Geschlechtsgenossen.... (oder benutzt notfalls Kondome)

Gruß Johannes

hermann2001

unread,
Feb 27, 2001, 3:45:24 AM2/27/01
to
von dir hab' ich mir nichts anderes erwartet ...
geh ich recht in der annahme, daß du auch schwul bist ...?

"Johannes Kuhn" <ij....@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:97fo2u$tdq$05$1...@news.t-online.com...

G. Wittka

unread,
Feb 27, 2001, 3:50:43 AM2/27/01
to

> für mich ist homosexualität eine krankheit, die man theoretisch
> (und in versuchsweisen einzelfällen) ausheilen könnte.

Herman,

wie gut, dass es FÜR DICH eine Krankheit ist: damit gehörst du zu
einer Randgruppe. Und ich kann es nur immer wieder betonen, dass es
dafür keine ausreichenden empirischen Beweise gibt.

Die Einzelfälle die du nennst, scheinen da eher eine
pseudo-Homosexualität gewesen zu sein, aber kein echte H.

Deine nachfolgende Argumentation ist ziemlich schwach, weil du nur auf
mögliche Kosten abzielst und dabei den Menschen nicht wirklich ernst
nimmst!

Aber sag an: Übernimmt denn die Krankenkasse die Kosten, um deine
Homophobie zu heilen???

Ich glaube, Angst-Therapien werden übernommen!
Versuche es doch mal damit!!!


> für all diese dinge wäre im normalfall als erste instanz das
elternhaus
> zuständig. hier haben wir das erste vakuum ...
> in zweiter instanz hätten auch die schulen eine erzieherische
aufgabe.
> hier haben wir das zweite vakuum ...
> in dritter instanz sind dafür auch die religionen zuständig.
> die haben es auch schon aufgegeben und damit haben wir das dritte
> vakuum ...

... und wie war das noch mit dem Staat?

Und wie war es mit der Zuständigkeit in der Vergangenheit?
Da hat man die Homosexualität als gesellschaftliches Übel bekämpft, in
dem man die betroffenen Menschen ausgerottet hat!!
Man hat die Homosexuellen Menschen weggemordet oder gefoltert und in
Gefängnisse gesperrt und tut das auch heute noch - Gott sei Dank nicht
mehr in unserem Land -!!!
Ganz zu schwiegen von den unsäglichen Repressalien gegen homosexuelle
Männer und Frauen!
Ist das deine Vorstellung, damit umzugehen??

Na, dann: Gute Nacht!!!!!


> die folge ist, daß alle diese dinge zunehmen, weil sie keiner die
mühe
> macht, etwas dagegen zu unternehmen und sei es auch nur durch
> klare standpunkte.
> dazu sind die meisten bereits unfähig ...

Ich glaube, es gibt immer noch Menschen, die - vielleicht aus
eigener - im weitesten Sinne verstandenen - Betroffenheit nicht in der
Lage sind, sich sachgerecht mit diesem Thema zu beschäftigen: Es ist
ja so einfach, es als psychische Verirrung und Krankheit zu
bezeichnen.
Aber die Menschen wirklich zu verstehen und anzunehmen, dass bedeutet
für manche Menschen eine unüberwindliche Aufgabe.

Solltest du zu diesen Menschen gehören???

>
> das ist der niedergang jeder 'hochkultur' und nicht nur der 'alten
römer'
> ...

Und was den Untergang der Kultur angeht:
Das sind doch alles hohle Phrasen von dir:
Schau doch mal bitte in die Geistes- und Kulturgeschichte der
Menschheit und schau mal genau hin, wieviele von den grossen Geistern
und Genies homosexuelle Menschen waren, dann wirst du feststellen,
dass die Hochkulturen wohl auch erst durch die homosexuellen Menschen
zu einer solchen Hochkultur wurden.

Wie sehr doch manche Menschen vor der Realität weichen, wie der
"Teufel vor dem Weihwasser"!!!! *hihihi*

Gerd Wittka


Anselm Werner

unread,
Feb 27, 2001, 4:01:54 AM2/27/01
to
hermann2001 wrote an Johannes Kuhn:
>
> von dir hab' ich mir nichts anderes erwartet ...
> geh ich recht in der annahme, daß du auch schwul bist ...?

Hallo Hermann,

also ich bin nicht schwul.
Aber ich finde deine Beitraege so suess, und deine pointierten
Fullquotes...

wollen wir uns nicht mal auf nen Kaffee treffen?

Augenklimpernd,
Anselm

--
Anselm Werner, I Prophet des Omnianismus

I. Homepage des Omnianismus:
http://www-users.rwth-aachen.de/anselm.werner

Johannes Kuhn

unread,
Feb 27, 2001, 4:05:16 AM2/27/01
to
"G. Wittka" <gerd....@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:97fpoc$ng3$04$1...@news.t-online.com...

> Man hat die Homosexuellen Menschen weggemordet
> oder gefoltert und in Gefängnisse gesperrt und
> tut das auch heute noch -

Bossasso/Somalia
Todesurteil wegen Gleichgeschlechtlicher Beziehung
26.02.2001
(mk) Zwei Frauen wurden in Bossasso wegen eines Streites verhaftet.
Beide hatten eine lesbische Beziehung. Vor Gericht wurden sie nun
nach dem islamischen Gesetz, der Scharia zum Tode verurteilt. Grund:
"unnatürliches Verhalten".


Klaus Mahlmann

unread,
Feb 27, 2001, 4:45:16 AM2/27/01
to
Mensch, Gerd,

wenn Du schon mit Trollen diskutieren mußt, dann ändere wenigstens
nicht auch noch die Threads. Sonst muß man ja dauernd neue Threads
killen ;-)

Noch lieber wäre mir, ehrlich gesagt, Du würdest gblf gar nicht erst
in den Verteiler aufnehmen. Die Leute. mit denen Du diskutierst,
fallen nicht unter "gbl" und schon gar nicht unter "f". Setze bitte,
bitte, also Deine f'ups passend...

Gruß,

Klaus

(f'up eingeschränkt)

hermann2001

unread,
Feb 27, 2001, 5:40:47 AM2/27/01
to
dein ganzes posting ist schwach,
homosexuelle sind schwach und
schwachsinn ist schwach ...

"G. Wittka" <gerd....@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:97fpoc$ng3$04$1...@news.t-online.com...
>

> > für mich ist homosexualität eine krankheit, die man theoretisch
> > (und in versuchsweisen einzelfällen) ausheilen könnte.
<
<

schwachsinn entsorgt ...
<
<
Wie lange noch geht die Verfolgung weiter????
<
<
bis die krankheit ausgeheilt ist und
unter verfolgung verstehe ich therapie,
aber wer soll das bezahlen, wer hat soviel geld ...?
deshalb wird die degeneration auf allen gebieten
noch zunehmen ...

mathieu

unread,
Feb 27, 2001, 6:07:50 AM2/27/01
to
Frank Bechhaus :

> Mir erscheint das, was ich gelesen habe, durchaus plausibel, daß
> Homosexualität durch frühkindliche Einflüsse mitbedingt sein kann,
> die dazu geführt haben, daß sich die sexuelle Identität in Richtung
> Homosexualität entwickelt hat.

Das ist jedoch mehr und mehr bestritten.

Obwohl man frühkindliche Einflüsse nicht ganz unbeachtet lassen kann,
ist es wahrscheinlich, daß ein großer Teil der sexuellen Orientierung
schon vor der Geburt bestimmt ist.

Die genetische Erklärung bleibt an dem Beispiel der verschiedentlich
orientierten Zwillinge teilweise hängen, die Spur der hormonalen
Impregnation des Fötus, die im Falle von Zwillingen unterschiedlich
sein kann, wird heutzutage bevorzugt.

Af jeden Fall wirken die frühkindlichen Einflüsse auf einem schon
weitgehend vorbereiteten Umfeld ein.

--
M.

Georg-Johann Lay

unread,
Feb 27, 2001, 6:11:19 AM2/27/01
to

An All die lieben Menschen, die nicht ertragen können,
wenn zwei Menschen sich lieben - welcher Nationalität,
Religion, ethnischer Gruppe oder welchen Geschlechts sie
auch zugehörig sein mögen - hier ein paar Worte von
Prof. Dr. Udo Rauchfleisch, Basel
sowie weiterführende Artikel

------------------------------------------------------------------------

Zum Problem der Homophobie

Was ist Homophobie?

Als Homophobie bezeichnen wir mit Weinberg (1972) die irrationale, weil
sachlich durch nichts zu begründende Angst vor homosexuellen
Menschen und ihren Lebensweisen.

Im Grunde ist der Begriff der »Phobie« in diesem Zusammenhang jedoch
falsch und verschleiert die Brisanz des Themas mehr, als daß er sie
klarlegte. Als »phobisch« bezeichnen wir im wissenschaftlichen
Schrifttum nämlich ein aus der individuellen Lebensgeschichte
herrührendes, krankhaft-ängstliches Verhalten, das sich darin zeigt, daß
der betreffende Mensch wegen seiner Angst vor bestimmten Situationen
oder Gegenständen diese unter allen Umständen zu meiden sucht.

Die Homophobie hingegen können wir im strengen Sinne nicht zu den
psychischen Störungen zählen, findet sie sich in der Bevölkerung doch
viel zu häufig, als daß man ihr den Status einer Krankheit zumessen
könnte. Außerdem individualisiert man damit das Problem, und
schließlich meiden homophobe Menschen Lesben und Schwule
keineswegs, sondern beschäftigen sich - z.T. exzessiv - mit ihnen und
suchen gerade ihre Nähe, um in aggressiver Weise gegen sie
vorzugehen.

Insofern scheint mir der Begriff der Homophobie den eigentlichen
Sachverhalt, nämlich die antihomosexuelle Gewalt, um die es hier geht,
ein Stück weit zu bagatellisieren und zu verschleiern. Treffender ist
dann
schon eher der von Herek (1984) geprägte Begriff des Heterosexismus,
der anstelle des individuellen Aspekts die gesellschaftlich-ideologische
Dimension betont, die jede nicht-heterosexuelle Form von Verhalten und
Identität ablehnt und stigmatisiert.

Formen und Häufigkeit homophober,
antihomosexueller Einstellungen

Es liegt auf der Hand, daß die Häufigkeit antihomosexueller
Einstellungen
vor allem davon abhängt, von welchen Manifestationen man spricht.
Ich möchte in der folgenden Diskussion nicht ausführlicher auf die
Extremformen der manifesten Gewalttaten gegenüber Lesben und
Schwulen eingehen. Sie sind zwar keineswegs so selten, wie im
allgemeinen angenommen wird, und betreffen, was noch weniger bekannt
ist, homosexuelle Frauen in fast gleicher Weise wie homosexuelle
Männer (Berrill, oJ., van Oort, oJ.). In der forensischen Begutachtung
solcher Gewalttäter erlebe ich immer wieder, daß es zumeist jüngere
Männer sind, die von zum Teil extremen homophoben Einstellungen erfüllt
sind und deren daraus resultierender Haß auf Schwule sich im Gewaltakt
entlädt.

Während in diesen Fällen die destruktive Dimension ganz offensichtlich
ist, bleibt der Gewaltaspekt bei vielen anderen Verhaltensweisen, denen
homophobe Einstellungen zugrunde liegen, weitgehend verdeckt und wird
erst bei einer genaueren Analyse erkennbar. Unterziehen wir die
Äußerungen und das Verhalten breiter Bevölkerungskreise einer
genaueren Untersuchung, so stellen wir fest, daß antihomosexuelle
Gewalt im weiteren Sinne ein weitverbreitetes Phänomen ist, das sich
selbst bei Angehörigen psychosozialer Berufe und im kirchlichen Bereich
häufig findet.

Die aus der BRD stammende große Erhebung einer Forscherlnnengruppe
der Universität München an insgesamt 2522 Lesben und Schwulen (Knoll
et al., 1995) und die aus der Schweiz stammende Studie von
Schneeberger (1997) an 880 homosexuellen Frauen und Männern weisen
für die im bisherigen Leben erfahrene Diskriminierung am Arbeitsplatz
die
erschreckend hohen Prozentsätze von 81% (BRD) resp. 64% (Schweiz)
nach. Die aufgrund homophober Einstellungen erfolgten Diskriminierungen
umfassen ein breites Spektrum, das von unangenehmen
Schwulen-/Lesben-Witzen über Beleidigungen und Zurücksetzungen bei
Beförderungen bis hin zu »Psychoterror« und offener körperlicher Gewalt
reicht.

In ebenfalls recht offenkundiger Weise manifestieren sich homophobe
Haltungen in ablehnenden Einstellungen gegenüber Lesben und
Schwulen, wie sie sich in großen Erhebungen an repräsentativen
Bevölkerungsgruppen zeigen.

So kommt Bochow (1993) aufgrund seiner Repräsentativbefragung in Ost-
und Westdeutschland zum Schluß: »Mindestens ein Drittel der
Bevölkerung kann als stark schwulenfeindlich eingestuft werden, ein
weiteres Drittel ist ambivalent, das heißt, nicht durchgängig
antihomosexuell, aber keineswegs frei von ablehnenden oder
klischeehaften Einstellungen«, und bei höchstens einem Drittel der
Gesamtbevölkerung könne davon ausgegangen werden, daß es relativ frei
sei von antihomosexuellen Einstellungen.

Die homophoben Berührungsängste wurden vor allem dort spürbar, wo es
nicht nur um allgemeine Stellungnahmen, sondern um konkrete soziale
Kontakte ging. Zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang auch die
homosexuelle Menschen verletzenden offiziellen Verlautbarungen der
katholischen Kirche und verschiedene Stellungnahmen der evangelischen
Kirche, vor allem wenn es um die konkreten Fragen etwa der spirituellen
Unterstützung gleichgeschlechtlicher Paare (»Segnungen«) oder um die
Anstellung homosexueller kirchlicher Mitarbeiterlnnen geht.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, sich vor Augen zu halten,
daß sich homophobe Einstellungen mit der darin gebundenen Gewalt
nicht nur in den erwähnten direkt ablehnenden Äußerungen manifestieren,
sondern sich auch, wie aus dem Zitat von Bochow ersichtlich, in
klischeehaften, Lesben und Schwule diskriminierenden Einstellungen
zeigen.

So ist es beispielsweise verletzend für homosexuelle Menschen, immer
wieder mit dem Vorurteil konfrontiert zu werden, sie würden - vor allem
wenn sie im psychosozialen und kirchlichen Bereich tätig sind und dort
mit Kindern und jugendlichen zu tun haben - für diese eine
»Verführungsgefahr« darstellen, oder wenn lesbischen Müttern und
schwulen Vätern elterlich-erzieherische Kompetenz abgesprochen wird.

Dies sind nur zwei der gängigsten Vorurteile, die von homophoben
Menschen immer wieder zu hören sind und die erhebliche Auswirkungen
auf das Leben homosexueller Frauen und Männer haben - und dies,
obwohl wir aufgrund der humanwissenschaftlichen Forschung heute
wissen, daß eine »Verführung« zur homosexuellen Orientierung nicht
möglich ist (wenn es zu sexuellen Beziehungen zwischen Erwachsenen
und Kindern kommt, so geht es um sexuelle Ausbeutung und Gewalt und
nicht um die Frage der Homo- oder Heterosexualität, wobei sexuelle
Ausbeutung erwiesenermaßen ein Delikt ist, das sich vor allem im
heterosexuellen Bereich findet), und obwohl aufgrund von Langzeitstudien
an Kindern, die bei gleichgeschlechtlichen Paaren aufgewachsen sind,
erwiesen ist, daß lesbische Mütter und schwule Väter über die gleiche
erzieherische Kompetenz verfügen wie heterosexuelle Eltern und die
Entwicklung ihrer Kinder sich in nichts von der anderer Kinder
unterscheidet (Rauchfleisch, 1996 a, 1996 b, 1997).

Wie tief verwurzelt solche diskriminierenden Vorurteile selbst bei
Professionellen des psychosozialen und kirchlichen Bereichs sind, zeigt
eine Studie von Calmbach (1996, 1997) zur Eruierung lesbenfeindlicher
Einstellungen bei 345 MitarbeiterInnen sozialer und kirchlicher Dienste
im
Kanton Basel-Stadt:

Insgesamt erwiesen sich Männer als deutlich homophober
als Frauen, und in bezug auf die verschiedenen
Berufsgruppen ergab sich eine eindeutige Rangfolge mit den
geringsten Homophobiewerten bei Sozialarbeiterlnnen und
PsychologInnen, höheren Werten bei den PsychiaterInnen
und den ausgeprägtesten antihomosexuellen Einstellungen
bei den Theologlnnen.

Die homophoben Haltungen wurden besonders dort deutlich
sichtbar, wo es um konkrete Fragen ging wie die rechtliche
Absicherung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaften
und die erzieherische Kompetenz lesbischer Mütter. Dies
sind ja auch Fragen, die momentan in den Kirchen heftig
und kontrovers diskutiert werden und zum Teil zu wahren
Zerreißproben führen, wobei eine genauere Prüfung zeigt,
daß es im Grunde gar nicht um die Frage der
Homosexualität geht, sondern (etwa im Diskurs mit
evangelikalen Gruppen) um die Frage des
Bibelverständnisses und (vor allem in der katholischen
Kirche) um das Festhalten an patriarchalen
Machtstrukturen.

Die Befunde der Untersuchung von Calmbach stehen in Übereinstimmung
mit Erhebungen in den USA: Die stärksten homophoben Tendenzen
zeigen sich bei Männern sowie bei Menschen, die in einem konservativen
Milieu aufgewachsen sind und insbesondere fundamentalistisch-religiösen
Gruppierungen angehören.

Ihren vielleicht subtilsten Ausdruck findet die Homophobie in der
Tatsache, daß Kinder mit homosexueller Orientierung in eine Welt
hineinwachsen müssen, die sie anders erwartet, als sie sind.

Viele Jahre ihrer Entwicklung in Kindheit und Jugend und selbst noch
Teile ihres Erwachsenenlebens sind davon geprägt, daß sie nicht als die
wahrgenommen und akzeptiert werden, die sie im Kern ihres Wesens
sind, und daß ihnen in der Gesellschaft praktisch keine positiven
Modelle
zur Verfügung gestellt werden, an denen sie sich orientieren und mit
denen sie sich identifizieren könnten.

Es ist keine unzulässige Ausweitung des Gewaltbegriffs, wenn wir auch in
dieser Situation die Wirksamkeit gewalttätiger antihomosexueller
Einstellungen sehen.

Hintergründe homophober/antihomosexueller Einstellungen

Immer wieder ist die Hypothese diskutiert worden, daß sich homophobe
Einstellungen vor allem bei Menschen finden, die ihre eigene - aber
abgelehnte und latent bleibende Homosexualität an offen lebenden
Lesben und Schwulen bekämpfen.

Eine solche Dynamik gibt es durchaus, und sie läßt sich gerade in Fällen
extremer Gewalt gegen homosexuelle Menschen bei einer sorgfältigen
Explikation der Täter nachweisen. Doch ist dies längst nicht die einzige
und wohl auch nicht die am weitesten verbreitete Ursache.

Von viel größerer Bedeutung scheint mir die Tatsache zu sein, daß
Schwule (und sie sind ja vor allem Ziel homophober Aktionen) die
patriarchalen Männerbilder radikal in Frage stellen.

Obschon viele heterosexuelle Männer sich nicht auf ein »Macho«-Bild
festlegen lassen möchten und sich auch tatsächlich manches in den
Rollenvorstellungen von Männern geändert hat, ist doch offensichtlich,
daß zu den propagierten männlichen »Tugenden« Rivalität, der in der
Berufswelt immer wieder geforderte »Biß« und eine gewisse
Rücksichtslosigkeit in der Durchsetzung der eigenen Ziele gehören unter
Vernachlässigung aller emotionalen Anteile.

Auch wenn sich in homosexuellen Beziehungen durchaus ähnliche
Verhaltensweisen zeigen können, weichen diese Beziehungen doch
insofern grundsätzlich von den Beziehungen ab, die heterosexuelle
Männer miteinander pflegen, als bei Schwulen die Dimension der
Zärtlichkeit, der Erotik und der Sexualität hinzukommt. Dadurch fühlen
sich viele heterosexuelle Männer zutiefst in ihrem Selbstverständnis
verunsichert - und aus eben dieser Irritation resultieren die
ausgeprägten
antihomosexuellen Einstellungen und Handlungen vieler heterosexueller
Männer. Frauen fühlen sich hingegen durch die »Aufweichung« der
traditionellen männlichen Rollen verständlicherweise viel weniger in
Frage
gestellt und reagieren deshalb, wie die zitierten Untersuchungen zeigen,
im allgemeinen weniger homophob.

Mit der Infragestellung traditioneller Männerbilder hängt eng eine
weitere
Ursache für homophobe Einstellungen zusammen:
Auch wenn es absurd klingen mag, empfinden wiederum vor allem
heterosexuelle - Männer lesbische und schwule Lebensweisen als
Infragestellung traditioneller Familienstrukturen.

Diese an sich irrationale Angst erklärt sich dadurch, daß diese Männer -
und zwar zu Recht - befürchten, die gleichgeschlechtlichen Formen der
Beziehungsgestaltung und des Zusammenlebens könnten eine kritische
Anfrage an patriarchale Familienstrukturen darstellen.

Dies ist tatsächlich insofern der Fall, als zwei Frauen oder zwei
Männer,
die in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft zusammenleben, ihre
Rollen und die Machtverteilung in ihrer Beziehung nicht am Geschlecht
festmachen können. Wie Untersuchungen an lesbischen und schwulen
Paaren zeigen, pflegen sie miteinander einen wesentlich
partnerschaftlicheren Stil als viele heterosexuelle Paare, deren
Beziehungen vielfach nach wie vor (und unter dem Druck von Rezession
und Arbeitslosigkeit offenbar sogar wieder zunehmend) durch patriarchale
Strukturen mit einseitiger Machtverteilung auf seiten des Mannes
gekennzeichnet sind.

Hält man sich diese Situation vor Augen, so wird der sonst schwer
erklärbare Sachverhalt verständlich, warum das Thema der
Homosexualität eine solche Brisanz und Sprengkraft in unserer (nach wie
vor stark von Männern dominierten und geprägten) Gesellschaft besitzt
und, wann immer es im privaten oder öffentlichen Diskurs auftaucht, vor
allem bei heterosexuellen Männern so starke emotionale, homophobe
Reaktionen auslöst. Der hinter der Homophobie stehende Motor ist - ganz
im Sinne des Heterosexismus-Konzepts von Herek - die Angst solcher
Männer vor dem Verlust ihrer Macht. Tragischerweise übersehen sie
dabei, wieviel sie durch eine Veränderung der traditionellen männlichen
Rollen an Lebensqualität gewinnen könnten, und daß ein Verzicht auf
patriarchale Strukturen ihrer eigenen Lebensqualität und der ihrer
Bezugspersonen zugute kommen würde (Rauchfleisch, 1997).

Was können wir zum Abbau homophober Einstellungen tun?

Wie ausgeführt, stellen Homophobie und antihomosexuelle Gewalt
Einstellungen und Verhaltensweisen dar, die relativ weite Kreise unserer
Bevölkerung betreffen und nicht einmal vor den Türen unserer Kirchen und
ihrer Dienste haltmachen.

Insofern ist der Abbau dieser Tendenzen kein leicht erreichbares Ziel.
Streben wir jedoch nach einer humaneren Welt, in der Respekt vor der
Integrität anderer Menschen jedweder Nationalität, Hautfarbe,
Religionszugehörigkeit und sexueller Orientierung herrscht und die von
der
- zu Recht immer wieder beschworenen - christlichen Nächstenliebe
geprägt ist, so müssen wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Kräften
daran arbeiten, Homophobie und Heterosexismus abzubauen.

Am ehesten erfolgversprechend sind die folgenden Strategien, die
wenigstens stichwortartig genannt werden sollen:

Zunächst gilt es, unsere heutigen humanwissenschaftlichen
Kenntnisse über die Entwicklung heterosexueller und
homosexueller Orientierungen und über die
gleichgeschlechtlichen Lebensformen in der Öffentlichkeit
und speziell bei Fachleuten psychosozialer und kirchlicher
Provenienz bekanntzumachen. Dies muß bereits in der
Ausbildung erfolgen.

Außerdem sollen wir mit Hilfe unserer psychologischen
Konzepte die Hintergründe der Homophobie analysieren und
transparent machen.

Damit einhergehend müssen traditionelle -
patriarchalgeprägte - Strukturen und Positionen (auch in
unseren Kirchen) kritisch hinterbracht und durch eine
Haltung ersetzt werden, die von Respekt und Akzeptanz
gegenüber andersempfindenden Menschen geprägt ist.
Erfahrungsgemäß gelingt der Abbau von Vorurteilen am
besten durch persönliche Begegnungen zwischen
homosexuellen und heterosexuellen Menschen, zum
Beispiel in berufsspezifischen
Weiterbildungsveranstaltungen und Kirchgemeindegruppen
sowie im Rahmen der Erwachsenenbildung und ähnlicher
Angebote.

Bei diesem Prozeß des Abbaus homophober Einstellungen könnten die
Kirchen eine wichtige Funktion erfüllen, da gerade der gemeinsame
Boden des Evangeliums mit seiner Liebesbotschaft eine besonders gute
Bedingung für echte, tiefe Begegnungen bietet und eine Haltung
entstehen lassen kann, die allen Menschen als Geschöpfen Gottes mit je
eigenem Charisma Heimatrecht in der Kirche garantiert und verhindert,
daß sie Opfer von Ausgrenzungen und Diskriminierungen werden.

Literatur

Berrill, K.:

Die Auseinandersetzung mit der Gewalt gegen Lesben und
Schwule in den USA. In: Referat für gleichgeschlechtliche
Lebensweisen (Hg.): Gewalt gegen Schwule - Gewalt gegen
Lesben. Dokumente lesbisch-schwuler Emanzipation. Nr.
6,11-29, Berlin oj.


Bochow, M.:

Einstellungen und Werthaltungen zu homosexuellen
Männern in Ost- und Westdeutschland. In: C. Lange (Hg.):
AIDS - Eine Forschungsbilanz. 115-128. Berlin 1993.


Calmbach, B.:

Homophobie in sozialen Berufen. Lizentiatsarbeit Phil.-Hist.
Fakultät Universität Basel 1996.


Calmbach, B., Rauchfleisch, U.:

Lesbenfeindliche Einstellungen in sozialen Berufen (im
Druck) 1997. Herek, C.M.: Beyond »homophobia«: A social
psychological perspective on attitudes toward lesbians and
gay men. journal of Homosexuality, Special Ißue:
Homophobia: An Overview, 10 (l/2), 1-21, 1984.


Knoll, Ch., Bittner, M., Edinger, M., Reisbeck, G., Schmitt, R., Keupp,
H.:

Studie »Lesben und Schwule in der Arbeitswelt«.
Ergebnisse zur Diskriminierung von Lesben und Schwulen
in der Arbeitssituation. Institut für Psychologie,
Sozialpsychologie, Universität München 1995.
Rauchfleisch, U.: Allgegenwart von Gewalt, Göttingen 21996
a.


Rauchfleisch, U.:

Schwule. Lesben. Bisexuelle. Lebensweisen, Vorurteile,
Einsichten, Göttingen 21996 b. Rauchfleisch, U.: Alternative
Familienformen. Eineltern, gleichgeschlechtliche Paare,
Hausmänner, Göttingen 1997.


Schneeberger, A.:

Psychosomatische Folgen und Begleitphänomene der
Diskriminierung am Arbeitsplatz bei Menschen mit
homosexueller Orientierung. Med. Diss. Universität Basel
1997. Van Oort, D.: (Sexuelle) Gewalt gegen Lesben und
bisexuelle Frauen aller Altersgruppen. In: Referat für
gleichgeschlechtliche Lebensweisen (Hg.): Gewalt gegen
Schwule - Gewalt gegen Lesben. Dokumente lesbisch -
schwuler Emanzipation. Nr. 6, 31-51, Berlin oj.

Weinberg G.:

Society and the healthy homosexual, New York 1972.

Dr. rer. nat. Udo Rauchfleisch, Dipl-Psychologe, Prof. für Klinische
Psychologie an der Universität Basel und Tätigkeit an der
Psychiatrischen Universitätspoliklinik Basel. Psychiatrische Poliklinik,
Kantonsspital Petengraben 4, CH-4031 Basel Veröffentlichung u.a.:
Alternative Lebensformen. Eineltern, gleichgeschlechtliche Paare,
Hausmänner Göttingen 1997.

aus: WORT UND ANTWORT. Zeitschrift für Fragen des Glaubens.
Themenheft Homosexualität. 39. Jahrgang, Heft 2 - April/Juni 1998
Herausgegeben von der Dominikanerprovinz Köln.
Matthias-Grünewald-Verlag Mainz - Copyright beim Verlag.
Internetveröffentlichung mit freundlicher Erlaubnis der Redaktion und
des
Verlages.

mathieu

unread,
Feb 27, 2001, 6:13:51 AM2/27/01
to
hermann2001 :

> homosexuelle sind schwach

Ah ?

--
M.

Johannes Kuhn

unread,
Feb 27, 2001, 6:46:33 AM2/27/01
to
Hi Rainer,

"Rainer R. Friedrich" <Rainer.F...@fh-reutlingen.de> schrieb im
Newsbeitrag news:7we4h...@friedrich-66788.news.cis.dfn.de...

> (26.2.01 - ml) Die Polizei von Puntland hat
> Presseberichte zurückgewiesen, [....]

> War wohl ne "Ente".

Na Gott sei Dank. Die Vorstellung ist ja grauslich....

Wobei es in anderen Fällen leider tatsächlich vorkam. In
Saudi-Arabien steht unter anderem auf Gotteslästerei und Zauberei
die Todesstrafe. In Afghanistan sogar auf nicht-islamische
Mission...

Gruß Johannes

Martin Kuras

unread,
Feb 27, 2001, 2:05:42 PM2/27/01
to
On Tue, 27 Feb 2001 19:48:33 +0100, "Gebhard Kuehschweiger"
<gkuehsc...@aon.at> wrote:

> .... die Verantwortung für das Schwulsein allein dem
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Bitte was???

BTW: Was ist mit der "Verantwortung" für das Hete-sein?

Gruß Martin


--
Alle Verallgemeinerungen sind falsch!

Udo Wolf

unread,
Feb 27, 2001, 4:12:16 PM2/27/01
to

>

Gebhard Kuehschweiger <gkuehsc...@aon.at> schrieb in im Newsbeitrag:
3a9bf639$0$18...@SSP1NO25.highway.telekom.at...
>

> Wie wär's denn damit, dass eine kirchliche Schwulenbewegung einmal den
> krankhaften Selbsthass, der ihnen noch immer implantiert wird als das
> erkennen, was Paulus "Gesetz" nennt? Ist die "Freiheit der Kinder
> Gottes" (1Kor) kein Topos für Schwule in der Kirche? Sagt Paulus
> nicht: "Alles ist euch erlaubt, aber nicht alles erbaut (die
> Gemeinde)?" Werden die Schwulen nicht endlich einmal ihren Teil zum
> Aufbau der Kirche beitragen? Ich kann ihnen das nicht abnehmen, das
> sollte doch von ihnen selber ausgehen! Es kommen doch die Frauen auch
> langsam, zu langsam IMHO ....
>
> Mich ärgert, wenn ein sonst mutiger Schwuler, wie eben Du, sich diese
> Anpassungstheorien unterjubeln lässt und weiterträgt! Mir ist das
> zuwenig, ich möchte mal eine ordentliche Schwulentheologie, natürlich
> von Betroffenen entworfen, hören, nicht nur immer diese Verteidigungen
> ...

Hallo Gebhard,

ich habe ein Buch im Regal stehen (eines der vielen noch nicht gelesenen,
weil der deutsche Titel so kitschig ist): "Sie küßten sich und weinten..."
Homosexuelle Frauen und Männer gehen ihren spirituellen Weg (guter
amerikanischer Titel: "Taking a Chance On God. Liberating Theology For Gays,
Lesbians, And their Lovers, Families, And Friends"). Der Autor ist ein
ehemaliger katholischer Priester, der heute als Psychotherapeut arbeitet.

Ich habe einen ganz starken Widerstand in mir, eine Art "Schwulentheologie"
zu entwerfen, wie Du es so angedeutet hast. MIr liegt das Theologisieren
nicht. Vor allem, es ist die theoretische Ebene, auf der es abgehandelt wird
(Gesetz - Freiheit). Ich habe auch kein Bedürfnis danach (sonst hätte ich
das Buch oben bestimmt schon gelesen). Ich habe auch wenig Lust, den Kampf
auf theoretischer Ebene zu kämpfen (ist Homosexualität angeboren oder nicht?
Solche Fragen interessieren mich herzlich wenig). Obwohl ich natürlich auf
die "theologische" Ebene gehe, wenn ich sage, daß so eine Denkart wie
"Wüstenstrom" sündhaft, gottwidrig und für Christen unwürdig ist. Aber das
sage ich deshalb, weil ich an das Ergebnis denke. An den Früchten werdet
ihr sie erkennen. Wenn am Schluß seelische Krüppel rauskommen, sind das
seltsame Früchte.

Aber ich weiß, was Du meinst. Die Diskussionen zu diesem Thema sind sehr
eingefahren nach dem Schema Angriff - Rechtfertigung. Es fehlt von
schwul-lesbischer Seite oft eine Offensive, die eben auch auf
theologisch-theoretischer Ebene stattfinden muß. Da werde ich mal in mich
gehen.

Du weißt aus meinen früheren Beiträgen, daß mir Gebet oder der Heilige
Geist viel wichtiger sind als Theologie. Aber ich muß da mal mit mir
rumbrüten, wie eine Theologie (d.h. Theorie) aussehen kann, die Glauben zum
Leben bringt und ihn nicht in starre Begriffe einfängt.
Die Greshake-Erfahrung damals war da ja ganz gut.

Schönen Gruß,

Udo.


Gebhard Kuehschweiger

unread,
Feb 27, 2001, 5:28:21 PM2/27/01
to

"Udo Wolf" <jung...@germanynet.de> schrieb

> Ich habe einen ganz starken Widerstand in mir, eine Art
"Schwulentheologie"
> zu entwerfen, wie Du es so angedeutet hast. MIr liegt das
Theologisieren
> nicht. Vor allem, es ist die theoretische Ebene, auf der es
abgehandelt wird

> [...]


> Aber ich weiß, was Du meinst. Die Diskussionen zu diesem Thema sind
sehr
> eingefahren nach dem Schema Angriff - Rechtfertigung. Es fehlt von
> schwul-lesbischer Seite oft eine Offensive, die eben auch auf
> theologisch-theoretischer Ebene stattfinden muß. Da werde ich mal in
mich
> gehen.

Hallo Udo!

Du hast mich verstanden, ich meinte nicht ein Lehrbuch, sondern was
Engagiertes und zugleich Spirituelles - konkrete, vielleicht auch
narrative Theologie, wie sie heute Gottseidank nicht mehr Seltenheit
ist ...

> Du weißt aus meinen früheren Beiträgen, daß mir Gebet oder der
Heilige
> Geist viel wichtiger sind als Theologie. Aber ich muß da mal mit mir
> rumbrüten, wie eine Theologie (d.h. Theorie) aussehen kann, die
Glauben zum
> Leben bringt und ihn nicht in starre Begriffe einfängt.
> Die Greshake-Erfahrung damals war da ja ganz gut.

Ja, das wäre IMHO ein Schritt nach vorne.

Alles Gute,

Gebhard

Thorsten Mueller

unread,
Feb 28, 2001, 12:06:47 AM2/28/01
to
Ich kann es sehr wohl ertragen, wenn zwei Homosexuelle sich lieben, es
verursacht mir aber Schmerzen, wenn ich sehe wie sie dabi in die Hölle
gehen, und das ist nur schwer zu ertragen.

Thorsten

Thorsten Mueller

unread,
Feb 28, 2001, 12:04:46 AM2/28/01
to
Homosexuellen soll man nicht töten, man kann sie heilen.

Thorsten


Thorsten Mueller

unread,
Feb 28, 2001, 12:02:59 AM2/28/01
to
Homosexualität IST eine Krankheit und es gibt gute Chance auf eine Heilung.

Thorsten Müller
www.guter-hirte.de

Thorsten Mueller

unread,
Feb 28, 2001, 12:27:38 AM2/28/01
to
Homosexuelle sollen geliebt und angenommen werden, nicht verfolgt und
vergast.
Ich versuche Homosexuelle in die Augen zu schauen, sie werden dann oft
spöttisch, schauen nach unten oder weg, weil sie ängstlich undunsicher sind.

Das dürfen sie auch sein und wenn Ihnen Ihre Sünde und Veranlagung peinlich
ist, so bringt sie doch einfach vor Gott, ER wird dafür Sorgen, daß alles in
Ordnung kommt.

Thorsten

Christian Günther

unread,
Feb 28, 2001, 3:51:43 AM2/28/01
to
Hallo Thorsten,

>Ich kann es sehr wohl ertragen, wenn zwei Homosexuelle sich lieben, es
>verursacht mir aber Schmerzen, wenn ich sehe wie sie dabi in die Hölle
>gehen, und das ist nur schwer zu ertragen.

Mein Rat: Verursache Dir keine unnötige Pein. Denk einfach nicht
drüber nach. Vielleicht ist Deine Annahme ja auch falsch.

Gruß
Christian

Manfred Keitel

unread,
Feb 28, 2001, 4:46:53 AM2/28/01
to
( "Thorsten Mueller" <Thorsten...@guter-hirte.de> meinte )

>Homosexuelle sollen geliebt und angenommen werden, nicht verfolgt und
>vergast.

Und das Gegenteil schhürst Du, weil du nicht der Realität ins Auge
sehen kannst, Liebe einfach akzeptierst. Schade.

>Ich versuche Homosexuelle in die Augen zu schauen, sie werden dann oft
>spöttisch, schauen nach unten oder weg, weil sie ängstlich undunsicher sind.

Erst haben mich Deine Postings wütend gemacht, aber jetzt empfinde ich
mehr und mehr Mitleid. Du verstehst noch nicht einmal die Reaktionen,
sofern sie überhaupt Deinen Wahrnehmungsfilter im Kopf passieren
können. Schade.

>Das dürfen sie auch sein und wenn Ihnen Ihre Sünde und Veranlagung peinlich
>ist, so bringt sie doch einfach vor Gott, ER wird dafür Sorgen, daß alles in
>Ordnung kommt.

Ich wünsche Dir Genesung von Deiner Homophobie, denn sie scheint bei
dir wirklich schon Anlagebedingt zu sein. Und nimm am besten keinen
Gott als Entschuldigung für Deine Manie.

M.

--

http://www.texthoelle.de/ lyrische und nichtlyrische Lyrik.
-> erneuert: 26.2.01

http://www.zsl-mainz,de/ Beratung für behinderte Menschen.

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