Angeblich kann man mehrere Ölwechsel tatenlos verstreichen lassen und
die Schmiereigenschaften des Öls sollen sich sogar verbessern.
Wer kann über Erfahrungen mit entsprechenden Filternberichten?
Verhindert die Autoindustrie deren Einsatz, da es den Umsatz der
Werkstätten mindert?
Moritz
"Moritz Kürten" schrieb:
> ich habe gelesen, man könne mit zusätzlichen Feinfiltern
> (Nebenstromfilter) die Wechselintervalle vergrößern. Entsprechende
> Filter werden z.B. von http://www.trabold.de angeboten.
Google bitte nach "Trabold", "Nebenstromfilter" bzw. "Feinfilter". Da
bekommst Du allein aus dieser NG derart viel Lesestoff, daß Deine Fragen
mehrfach beantwortet werden.
Gruß, Garfield
--
/\./\
/ o u \ Ich bin hier nur der Kater...
\<=Y=>/
---oOO-/ " \-OOo---------------------------------------------------
1 bzw. 3 Ergebnisse. Unter viel stelle ich mir was anderes vor.
Moritz
Du machst was falsch.
Guckst du hier:
> http://groups.google.com/groups?hl=de&q=Trabold&meta=group%3Dde.etc.fahrzeug.auto
--
T: "Wollen sie mal AOL kostenlos und unverbindlich testen?"
I: "Ich habe heute schon aus geringerem Anlass getoetet."
[Jens Link in de.alt.sysadmin.recovery]
Fahre einen Mondeo '96 1.8TD, seit über 70tkm mit Trabold Filter, also ohne
Ölwechsel, die 100tkm mache ich wahrscheinlich zum Winter/Frühjahr voll (je
nach Arbeit). Kosten
für Filter + Einbau war damals 740.-DM.
Das Ding macht genau was es tun soll: Es funktioniert, während andere über
Öleigenschaften schwadronieren und sich nicht zu blöde sind 20.-EUR und mehr
für einen Liter Motoröl auszugeben mache ich mir darum keinen Kopf mehr.
Ürsprünglich eingefüllt war Valvoline 10w-40, nachgekippt wird beim
Filterwechsel das Sonderangebot aus dem Baumarkt. Je nach Einbauort im
Motorraum geht Filterwechsel in 1-5 Minuten und mit sauberen Klamotten über die
Bühne. Der normale Ölfilter braucht _nicht_ mit ausgetauscht zu werden.
> Angeblich kann man mehrere Ölwechsel tatenlos verstreichen lassen und
> die Schmiereigenschaften des Öls sollen sich sogar verbessern.
Ja und ja. Durch die verminderte Reibung senkt sich auch der Verbrauch. Beim
Mondeo waren es etwa 0.5-0.8 l.
Alles weitere steht bei www.trabold.de. Dort steht viel und mag sich teils
unglaublich anhören, ich jedenfalls habe meine Zweifel, die durchaus während
der ersten Kilometer vorhanden waren, verloren.
> Wer kann über Erfahrungen mit entsprechenden Filternberichten?
>
> Verhindert die Autoindustrie deren Einsatz, da es den Umsatz der
> Werkstätten mindert?
Selbstverständlich, d.h. davon ist auszugehen.
http://trabold-filter.de/bericht.gif
http://www.nabu.de/nh/299/filter299.htm
http://www.hamburg.de/Behoerden/Pressestelle/Meldungen/tagesmeldungen/2000/sep/w37/do/news.htm
http://www.solar-online.org/mail-archiv/2001/Jan/0085.html
> Moritz
-t.
"Thomas R." schrieb:
>
> Fahre einen Mondeo '96 1.8TD, seit über 70tkm mit Trabold Filter, also ohne
> Ölwechsel, die 100tkm mache ich wahrscheinlich zum Winter/Frühjahr voll (je
> nach Arbeit). Kosten
> für Filter + Einbau war damals 740.-DM.
> Das Ding macht genau was es tun soll: Es funktioniert, während andere über
> Öleigenschaften schwadronieren und sich nicht zu blöde sind 20.-EUR und mehr
> für einen Liter Motoröl auszugeben mache ich mir darum keinen Kopf mehr.
> Ürsprünglich eingefüllt war Valvoline 10w-40, nachgekippt wird beim
> Filterwechsel das Sonderangebot aus dem Baumarkt. Je nach Einbauort im
> Motorraum geht Filterwechsel in 1-5 Minuten und mit sauberen Klamotten über die
> Bühne. Der normale Ölfilter braucht _nicht_ mit ausgetauscht zu werden.
Wie ich schon mehrfach geschrieben habe, ist mir ein Taro bekannt, der
120.000 km ohne Ölwechsel (und ohne Zusatzfilter) gefahren ist und dann
einen Motorschaden hatte, der eindeutig auf das Öl zurückzuführen war.
Die Toleranz der Motoren gegen mangelnde Wartung scheint also allgemein
recht groß zu sein. Dein Bericht ist demnach noch kein Beweis für das
Funktionieren des teuren Wunderfilters.
Gruß, Garfield,
der auch nicht über Öleigenschaften schwadroniert und nicht einmal 5
Euro für einen Liter Öl ausgibt, trotzdem aber einen regelmäßigen
Ölwechsel einem zweifelhaften Verfahren vorzieht.
Ach ja: für mich EOD, ich mag kein Popcorn.
> Fahre einen Mondeo '96 1.8TD, seit über 70tkm mit Trabold Filter, also
ohne
> Ölwechsel, die 100tkm mache ich wahrscheinlich zum Winter/Frühjahr voll
(je
> nach Arbeit). Kosten
> für Filter + Einbau war damals 740.-DM.
> Das Ding macht genau was es tun soll: Es funktioniert, während andere über
> Öleigenschaften schwadronieren und sich nicht zu blöde sind 20.-EUR und
mehr
> für einen Liter Motoröl auszugeben mache ich mir darum keinen Kopf mehr.
> Ürsprünglich eingefüllt war Valvoline 10w-40, nachgekippt wird beim
> Filterwechsel das Sonderangebot aus dem Baumarkt. Je nach Einbauort im
> Motorraum geht Filterwechsel in 1-5 Minuten und mit sauberen Klamotten
über die
> Bühne. Der normale Ölfilter braucht _nicht_ mit ausgetauscht zu werden.
Wie oft wechselst Du den Filtereinsatz?
Gruß,
Friedrich
Öl ist ein Verschleißteil, je länger Du es fährst, um so
schlechter wird es. Ein Nebenstromfilter kann Partikel aus
dem Öl ziehen, aber es laufen auch chemische Prozesse ab.
Beispielsweise enthält Öl Additive zum neutralisieren von Säuren,
die bei der Verbrennung (besonders nach dem Start aus Sickoxiden
+ Wasser -> Salpetersäure oder Schwefeloxiden + Wasser ->
Scwhefelsäure) entstehen.
Möleküle fallen auseinander, wenn es zu heiß wird, das Öl
zersetzt sich. Daneben hat Öl ein Hitzeproblem, ab 120°C bringen
jeweils 10°C mehr bei den Dauertemperaturen eine Halbierung der
Ölstandzeit.
Meine Meining: Mit Nebenstromfilter seltener Wechseln ist OK,
aber gelegentlich wird da schon einiges an Schwachsinn über
die Nachfüllintervalle verzapft.
Gruß, Ralf.
> Ja und ja. Durch die verminderte Reibung senkt sich auch der
> Verbrauch. Beim Mondeo waren es etwa 0.5-0.8 l.
Nur mal so als Frage: Wodurch soll denn die Reibung vermindert werden?
BTW: 0,5 - 0,8 l Minderverbrauch über die reduzierte Reibung im Motor
rauszuholen zu wollen ist schlicht und einfach unrealistisch. Wenn es so
einfach wäre, dann hätte jedes Auto so einen Filter drin, da der
Verbrauch heutzutage ein massives Kaufkriterium ist.
> Alles weitere steht bei www.trabold.de. Dort steht viel und mag sich
> teils unglaublich anhören, ich jedenfalls habe meine Zweifel, die
durchaus
> während der ersten Kilometer vorhanden waren, verloren.
Dort steht z.B. im Frage und Antwortbereich:
F: Verliert Öl mit der Zeit an Schmierkraft.
A: Ohne TRABOLD-Filterung wird dies der Fall sein. Mit Hilfe der
TRABOLD-Filterung erlangen Öle im Motor aber durch eine Art
Veredelungsprozeß nachweislich eine deutlich erhöhte Schmierfähigkeit
gegenüber dem Frischöl.
Klar, die Leute bei den Mineralölkonzernen sind alle zu dämlich. Man
braucht Öl nur durch einen Filter zu schütten und schon ist es
qualitativ hochwertiger als vorher. Wer solchen Unsinn glaubt ist selbst
Schuld.
>> Verhindert die Autoindustrie deren Einsatz, da es den Umsatz der
>> Werkstätten mindert?
>
> Selbstverständlich, d.h. davon ist auszugehen.
Genau, alles Verbrecher. Darum werben die Hersteller auch mit immer
längeren Wartungsintervallen.
> http://trabold-filter.de/bericht.gif
Das Teil hat ja nun eine Aussagekraft, die gegen null tendiert. Da steht
gerade mal, dass dasTeil keinen Schaden anrichtet.
> http://www.nabu.de/nh/299/filter299.htm
Echte Technikfachleute, die Jungs vom NAturschutzbund. Und fit in
Verschwörungstheorien.
>
http://www.hamburg.de/Behoerden/Pressestelle/Meldungen/tagesmeldungen/2000/sep/w37/do/news.htm
Schiffsmotoren sine _keine_ Automotoren.
> http://www.solar-online.org/mail-archiv/2001/Jan/0085.html
Auch eine sehr neutrale Quelle ohne nachprüfbare Behauptungen,
gratuliere.
Nochmal ganz deutlich: Wenn dieser Filter so sagenhaft funktionieren
würde, dann würde sich mindestens ein Autohersteller die Rechte daran
sichern, weil er einen echten Wettbewerbsvorteil hätte. Warum tut das
also keiner?
--
Andreas Menge
unterwegs im Skoda Octavia TDI
oder auf Yamaha XJ600N
> Wie ich schon mehrfach geschrieben habe, ist mir ein Taro bekannt, der
> 120.000 km ohne Ölwechsel (und ohne Zusatzfilter) gefahren ist und dann
> einen Motorschaden hatte, der eindeutig auf das Öl zurückzuführen war.
> Die Toleranz der Motoren gegen mangelnde Wartung scheint also allgemein
> recht groß zu sein. Dein Bericht ist demnach noch kein Beweis für das
> Funktionieren des teuren Wunderfilters.
Sicher, mein alter leckender und Öl verbrennender Passat 1.6D fuhr auch die
letzten 50tkm ohne Ölwechsel.
Bei diesem "Wunderfilter" hat man, wie ich auch schon mehrfach in dieser NG
schrieb, jedoch umfangreiche Gewährleistungsansprüche, auch für Schäden am
Motor die durch die nicht-Funktion des Filters entstehen. Jedoch wollte ich
dies nicht wiederholen, es könnte ein Eindruck entstehen ich verdiene noch was
dran... wie auch an Gollit oder so...
> Gruß, Garfield,
>
> der auch nicht über Öleigenschaften schwadroniert und nicht einmal 5
> Euro für einen Liter Öl ausgibt, trotzdem aber einen regelmäßigen
> Ölwechsel einem zweifelhaften Verfahren vorzieht.
Verständlich, wenn man nichts anderes kennt, eine Reaktion wie in meiner
Werkstatt damals auch. Schliesslich predigt uns die Industrie seit Jahren ja
nichts anderes.
> Ach ja: für mich EOD, ich mag kein Popcorn.
Eis mit Sahne? ;-)
sonnige Grüsse & es nicht allzu verbissen sehen
-t.
> Wie oft wechselst Du den Filtereinsatz?
Zuerst alle 10tkm - wie ich schon sagte, man ist unsicher ob der versprochenen
Eigenschaften - inzwischen nur noch alle 15tkm, wie von Trabold selbst
vorgegeben.
> Gruß,
> Friedrich
-t.
Ohh, nö Du. Das hatten wir so oft, jetzt habe ich keine Lust drauf.
-t.
> > Wie oft wechselst Du den Filtereinsatz?
>
> Zuerst alle 10tkm - wie ich schon sagte, man ist unsicher ob der
versprochenen
> Eigenschaften - inzwischen nur noch alle 15tkm, wie von Trabold selbst
> vorgegeben.
Ich hatte selbst mal so ein Ding, von einer anderen Firma aber vom Prinzip
dasselbe. Der damit ausgerüstete Peugeot 205 Diesel hat damit 280tkm
geschafft (180t mit Filter ohne Ölwechsel), ohne daß der Motor innerlich
irgendwelchen erkennbaren Schaden genommen hätte, Ölverbrauch und
Startverhalten (Diesel! -> Kompression) waren bis zuletzt ebenso unverändert
wie die Fahrleistungen. Das Wechselintervall für diesen Filter war 5000km.
Ich war eigentlich zufrieden, das gemacht zu haben, denn die
7500km-Intervalle waren echt nervig, und der Filterwechsel ließ sich einfach
in der Garage durchführen (mit mächtig schmutzigen Fingern allerdings).
Trotz des kurzen Intervalls hat sich das ganze für dieses Fahrzeug aber
finanziell nicht gerechnet:
180t km entspricht
24 x Ölwechsel zu 5 Liter = 120 Liter Öl (damals 8 DM / L = 960 DM)
Ölverbrauch des Motors 0,15 L/1000 km, annähernd kein Nachfüllen notwendig
oder
36 x Filterwechsel (damals 8 DM/Stck, also 288 DM)
36 x 1 L für den Filter
27 Liter Ölverbrauch, zusammen 63 L oder 504 DM
Damit habe ich die Anschaffungs- und Einbaukosten (ca. 700 DM) nicht
zurückbekommen, es sei denn über den gesparten Arbeitslohn, den ich schlecht
beziffern kann.
Für das Nachfolgefahrzeug, Audi 80 TDI, mit 15000km Wechselintervall und nur
3,5l Ölmenge wäre die Rechnung noch wesentlich schlechter augefallen,
deswegen habe ich auch gar nicht den Versuch gemacht, das Ding umzubauen.
Auch mit dem Trabold-Filter, der 15000km Wechselintervall erlaubt, muß man
im Einzelfall rechnen, ob es sich überhaupt lohnt, was ich für Dein Fahrzeug
nicht abstreite. Die von der Industrie im Interesse des Werkstattumsatzes
unterdrückte Revolution ist es aber nicht. Ein VW-TDI erlaubt inzwischen
50000km Ölwechsel-Intervalle, bei Benzinern sind 100000 denkbar. Da braucht
man das Ding einfach nicht mehr. Die Werkstätten würden es vielleicht sogar
begrüßen, wenn die Kunden wieder alle 15000km zum Filterwechsel antanzen
müßten...
Ich habe mir mal den Spaß gemacht, die Werte eines VW Golf TDI in den
Trabold Kostenrechner einzugeben: 50000 Wechselintervall, Ölinhalt 4,5l.
Ergebnis: "mit herkömmlichem Ölwechsel zahlen Sie ¤545, mit dem
Trabold-Filter hingegen ¤683. Sind Sie sicher, daß Sie realistische Werte
eingegeben haben?"
:-))
Dabei ist noch nicht mal berücksichtigt, daß
- das Volumen des Filters (bei mir damals 1 Liter) bei jedem Filterwechsel
ersetzt werden muß
- der Arbeitslohn für den Ölwechsel meist im Wartungspauschalpreis enthalten
ist, und auch nicht rausgerechnet wird, wenn kein Ölwechsel gemacht wird.
- Bei geschicktem Nachfüllen (Ölwechsel bei "min"-Stand) mit jedem Ölwechsel
ca. 1 Liter aus dem Ölverbrauch gespart wird, was beim Filtersystem
natürlich keine Rolle spielt.
- nur wenige Fahrzeuge überhaupt eine Laufleistung von 300000km erreichen
Selbst die Umweltbilanz ist alles andere als eindeutig, denn die Entsorgung
eines altölverschmutzten Filterelements ist u.U. problematischer als die
Entsorgung von 5l sauber getrennten Altöls. Wie entsorgst Du Deine
gebrauchten Filterpatronen?
Ach ja: Einen Verbrauchsunterschied habe ich seinerzeit nicht beobachtet,
und kaufe ich auch dem Trabold-System ebensowenig ab wie z.B. dem Shell
V-Power. Das ist lediglich eine "self fulfilling prophecy". Erstens kann man
das mangels reproduzierbarem Fahrprofil im Alltag niemals vernünftig messen,
und zweitens sind 5-10% Verbrauchsreduzierung alleine durch die Ölviskosität
unglaubwürdig. Selbst 5% erreichst Du kaum durch einen Wechsel von 15W40
Baumarkt-Öl auf 0W40 Super-Synthetiköl. Drittens verstehe ich nicht, wieso
sich eigentlich die Viskosität durch Filterung überhaupt ändern sollte.
Allenfalls könnte durch den langen Verbleib im Motor die Viskosität
abnehmen, wenn langkettige Moleküle langsam zerhackt werden. Dann wäre aber
Vorsicht geboten, denn dann ist auch die Viskosität im kritischen Bereich
bei hohen Temperaturen und Drehzahlen reduziert, und evtl. die Schmierung
gefährdet!
Gruß,
Friedrich