Vielleicht erinnert sich der eine oder andere von euch noch an manche OV
vs. Synchro-Diskussionen, an denen auch der Autor dieser Zeilen
leidenschaftlich mitgewirkt hat :-)
Leider litten die Diskussion immer an mangelndem Zahlenmaterial.
*Tusch* Bis heute :-D
Ich hatte vereinzelt auf die Eurobarometer-Studie 54 "Europäer und
Fremdsprachen" im Auftrag der Europäischen Kommission hingewiesen (1000
Befragte im Westen Deutschlands und 1000 im Osten; vollständiger Bericht
auf Französisch als PDF-File unter
http://europa.eu.int/comm/public_opinion/archives/eb/ebs_147_fr.pdf),
die die Frage gestellt hatte, ob man vorziehe, ausländische Filme und
Fernsehprogramme untertitelt oder synchronisiert anzusehen. Leider
wurden nur europaweite Ergebnisse veröffentlicht, so daß ich den
Verantwortlichen geschrieben und sie nach länderspezifischen Daten
gefragt habe. Heute kam endlich die Antwort, die auf meiner Homepage als
ca. 30 KB großes GIF-Bild zu bewundern ist:
http://www.s-line.de/homepages/my_world/o-ton.gif
Obwohl die Anzahl Befragter mit 1000 je Land doch eher gering ist,
zeigen die Zahlen ein deutliches Bild: wer in OmU-Ländern lebt, will
diese nicht missen (Schweden, Dänemark, Finnland...), und wer in Ländern
mit Synchros lebt, kann nicht ohne sie sein (Deutschland,
Frankreich...). Nur Länder wie Belgien oder Luxemburg zeigen ein
interessant gespaltenes Meinungsbild - weiß jemand genau, wie die
Fernseh- und Kinoprogramme in diesen Ländern aussehen? Ich könnte mir
vorstellen, daß die Belgier und die Luxemburger wie die Niederländer
jede Menge Sender aus ihren Nachbarländern empfangen können - die
Niederländer sprechen sich aber eindeutig für OmUs aus. Rätsel über
Rätsel, aber zukünftige Diskussionen stehen damit wenigstens endlich auf
einer Grundlage :)
Schöne Grüße,
Andreas
X-Post über drtm und drfm, F'up nach drfm
--
No hay banda.
++ http://www.s-line.de/homepages/my_world/ ++
Lux und Belgien zeigen fast ausschließlich Original mit U. Neuerdings
lässt sich allerdings der Trend erkennen, dass Kinderfilme und Filme
wie StarWars auch mit einer Vorstellung nachmittags auf deutsch oder
französisch laufen. Ähnlich verfährt derzeit die Schweiz, wo in allen
Großstädten selbstverständlich OmU läuft. Für die kleinen Eisfresser
also die Deppenversion, für den Rest Original.
So kann ich getrost bei meiner intoleranten Meinung bleiben, dass wer
keine Originalfassung mag, schlicht zu...ist.
Marc
>
> Obwohl die Anzahl Befragter mit 1000 je Land doch eher gering ist,
> zeigen die Zahlen ein deutliches Bild: wer in OmU-Ländern lebt, will
> diese nicht missen (Schweden, Dänemark, Finnland...), und wer in Ländern
> mit Synchros lebt, kann nicht ohne sie sein (Deutschland,
> Frankreich...).
Mhh ich hab mir die Zahlen angeschaut, immerhin wollen doch fast 13% der
befragten Deutschen OmUs!!!! Das ist sehr viel für ein Land bei dem fast
100% Synchronisation ausgestrahlt wird, und so wie ich es sehe hätte da
Premiere einen gewaltigen Markt den sie seit Jahren massiv ignorieren!
Wenn sie schon Spartenfernsehen machen haben sie 10% der Bevölkerung die
wirklich keine Alternative hätte im TV ingoriert. Ich denke so kann man es
auch sehen!
--
Wenn ich eine Windows CD an einen Politiker binde und ihm Geld dafür
gebe, dass er einmal um den Block rennt und dabei grunzt, dann läuft
Windows endlich ohne unerklärliche Abstürze.
Andreas C. Lazar <la...@z.zgs.de> schrieb:
> Obwohl die Anzahl Befragter mit 1000 je Land doch eher gering ist,
> zeigen die Zahlen ein deutliches Bild: wer in OmU-Ländern lebt, will
> diese nicht missen (Schweden, Dänemark, Finnland...), und wer in
> Ländern mit Synchros lebt, kann nicht ohne sie sein (Deutschland,
> Frankreich...). Nur Länder wie Belgien oder Luxemburg zeigen ein
> interessant gespaltenes Meinungsbild - weiß jemand genau, wie die
> Fernseh- und Kinoprogramme in diesen Ländern aussehen? Ich könnte mir
> vorstellen, daß die Belgier und die Luxemburger wie die Niederländer
> jede Menge Sender aus ihren Nachbarländern empfangen können - die
> Niederländer sprechen sich aber eindeutig für OmUs aus.
Belgien muß man zur Hälfte zu Frankreich, zur Hälfte zu den Niederlanden
zählen. Schließlich geht es um die Sprache - daher ist auch das Ergebnis
Österreichs dem deutschen so ähnlich.
Luxemburg ist ein vielsprachiges Land. Wer sich dort um einen Job
bewirbt, braucht Englisch, Deutsch und Französisch nicht als beherrschte
Fremdsprachen anzuführen - es wird vorausgesetzt, daß diese (alle)
gesprochen werden können.
Der Großteil der Bevölkerung dieser Länder kann also Medienangebote in
der Muttersprache wahrnehmen, nämlich die Synchros für die großen
Sprachräume, was die Ergebnisse, die denen der großen Länder
entsprechen, erklärt. In Belgien sind es halt nur die Flamen, die
rausfallen und entsprechend den Schnitt verändern. Da hätte mich mal
eine Aufteilung nach Norden - Süden interessiert (im Gegensatz zu
Deutschland, wo ja nicht wirklich unterschiedliche Ergebnisse zu
erwarten waren).
Bis denn
Hauke Ingmar
>Andreas C. Lazar wrote:
>Wenn sie schon Spartenfernsehen machen haben sie 10% der Bevölkerung die
>wirklich keine Alternative hätte im TV ingoriert. Ich denke so kann man es
>auch sehen!
Was mich wundert, ist dass der Zweikanalton kaum noch dafür genutzt
wird auf einem Kanal Deutsch auf dem anderen Originalsprache zu
senden. Stattdessen kommt dann des öfteren auf einem Kanal diese
Handlungsbeschreibungen (dafür gibts doch sicher einen richtigen
Namen?) für Sehbehinderte. Zuletzt ist mir das bei der Kevin Kline
Nacht auf ARD (?) wieder aufgefallen. Nicht das ich unbedingt was
degegen hätte, aber was in diesem Zusammenhang mal interessant wäre
ist der prozentuale Anteil der Zuschauer die diesen Dienst nutzen.
Was ich beschämend finde, ist, dass wir Deutschen mal wieder die
letzten Deppen sind, die auf ihre gewohnten Synchronisationen nicht
verzichten möchten und auch nicht einsehen, welchen positiven Effekt
dies z.B. für Kinder die damit aufwachsen hätte.
Gruß, Johannes
--
For every complex problem, there is a solution that is simple, neat,
and wrong. - H. L. Mencken
++ http://www.8ung.at/jduncker/nolan/ ++
> Was ich beschämend finde, ist, dass wir Deutschen mal wieder die
> letzten Deppen sind, die auf ihre gewohnten Synchronisationen nicht
> verzichten möchten und auch nicht einsehen, welchen positiven Effekt
> dies z.B. für Kinder die damit aufwachsen hätte.
"Nee, Kevin, du kannz jetz nich in Kriech dea Steane gehn, die tun da
Englisch reden, dat verstehse doch nich!" ;-)
Seit ich "Crouching Tiger, Hidden Dragon" OmU gesehen habe, bin ich
überzeugt, alles zu schaffen. Allerdings hab ich den beim ersten Mal auch
auf Deutsch gesehen.
Bei englischsprachigen Filmen kann ich meistens auf die Untertitel
verzichten, weil sie meistens ganz gut zu verstehen sind. Obwohl: Vor "About
a boy" hab ich doch etwas Angst, seit ich Hugh Grant im Trailer reden gehört
habe. Da hab ich echt kaum noch was verstanden und Ewan McGregor legt ja
außerhalb der Star Wars-Galaxie auch ganz schön los.
Lukas
--
"Anstiftung zur Beihilfe und Beihilfe zur Anstiftung oder zur
Beihilfe ist Beihilfe zur Haupttat." (BGH NStZ 96, 562)
http://mitglied.lycos.de/bloed
"Andreas C. Lazar" <la...@z.zgs.de> wrote in news:acj99v$vag$1
@msheas02.msh.de:
>
> Leider litten die Diskussion immer an mangelndem Zahlenmaterial.
>
> *Tusch* Bis heute :-D
Well done!
Etwas fand ich in dieser Statistik bemerkenswert: die Engländer
zeigen eine eher geringe Bereitschaft, das ist noch nicht das
Bemerkenswerte (obwohl sie immer noch über den Deutschen und
Österreichern liegen, aber allzu genau darf man die konkreten
Zahlen ja nicht nehmen). Die Iren zeigen dagegen einen wesentlich
höheren Anteil. Was ich aber sehr merkwürdig finde, ist "UK
total": ich verstehe es so, dass zu den 1000 aus England noch 300
aus Wales, Schottland und Nord Irland dazu kommen. Und wenn man
diesen Zahlen glauben schenken darf, haben 296 von diesen 300
zustimmend geantwortet! (Aber vielleicht verstehe ich die
Darstellung auch falsch.)
Gruss,
Ralf
Marc.W...@web.de (Marc Wendler) wrote in news:3ced2a26.8864240
@news.tiscali.de:
> Für die kleinen Eisfresser
> also die Deppenversion, für den Rest Original.
> So kann ich getrost bei meiner intoleranten Meinung bleiben,
> dass wer
> keine Originalfassung mag, schlicht zu...ist.
Das Wort, das Du gesucht hast, war nicht "intolerant" sondern
"borniert", auch ein schönes Wort und deine Haltung wesentlich
treffender beschreibend.
Gruss,
Ralf
> Das ist sehr viel für ein Land bei dem fast
> 100% Synchronisation ausgestrahlt wird, und so wie ich es sehe hätte da
> Premiere einen gewaltigen Markt den sie seit Jahren massiv ignorieren!
>
Premiere ignoriert seit Jahren auch den Pornomarkt massiv, der bestimmt
mehr als 10% der Deutschen anspricht. Denen ist nicht zu helfen.
Schöne Grüße,
Andreas
>Das Wort, das Du gesucht hast, war nicht "intolerant" sondern
>"borniert", auch ein schönes Wort und deine Haltung wesentlich
>treffender beschreibend.
Danke, genau das habe ich natürlich gemeint. Das Wort war mir
entfallen.
Marc
Das zeigt vor allem wie straeflich das ganze in Deutschland von Kino-
Seite vernachlaessigt wird. Dafuer das 14,4% der Westdeutschen lieber
O-Ton sehen ist das Angebot extrem schlecht. Bremen hat immerhin
eine knappe halbe Million Einwohner und trotzdem kann man hier neben
der OV-Sneak-Preview nur mit massiven Komfort-Einschraenkungen ins
Kino gehen, wenn man die Synchro-Pest vermeiden will:
* Blockbuster wie LOTR oder Star Wars kommen erst nach 4-6 Wochen ins
Programm, meistens nur an einem Termin und irgendwann mal in den
Zweitverwertungskinos fuer eine Woche taeglich
* Massentaugliches Arthouse-Kino kommt maximal an einem Termin als
OmU/OV, vieles auch gar nicht (vor allem skandinavisches, spanisches,
griechisches Kino)
* Nur bei Nischen-Kino ist die Versorgung gut, da hier Betreiber und
Verleiher Kino als Kunstform schaetzen und ein dankbares Publikum
haben.
> Das zeigt vor allem wie straeflich das ganze in Deutschland von Kino-
> Seite vernachlaessigt wird. Dafuer das 14,4% der Westdeutschen lieber
> O-Ton sehen ist das Angebot extrem schlecht. Bremen hat immerhin
> eine knappe halbe Million Einwohner und trotzdem kann man hier neben
> der OV-Sneak-Preview nur mit massiven Komfort-Einschraenkungen ins
> Kino gehen, wenn man die Synchro-Pest vermeiden will:
Ich liebe Berlin (gut dass ich da wohne)! Neben der Handvoll
mittelmäßiger, aber meist charmanter OV-Kinos gibts hier ja jetzt seit
einiger Zeit im CineStar am Potsdamer Platz nur noch OV-Vollprogramm.
Charme hat dieses Kino wie die meisten sterilen Multiplexe zwar eher
nicht, aber immerhin kann man mal sehen, dass sich OV und ein
akzeptables technisches Niveau nicht ausschließen müssen. Hoffenlich
können sie das Konzept halten.
(Muß ja nicht immer die "The Matrix"-OmU sein, die schätzungsweise ein
Jahr lang allnächtlich im Moviemento lief. Immerhin in Stereo, auch wenn
die Kopie aussah, wie sorgfältig mit dem Schwingschleifer bearbeitet.)
Gruß
Philip
> Cornell Binder <co...@dafhs.org> wrote:
>
>> Das 13% Originalversionen und Untertitel bevorzugen sagt
>> doch erstmal überhaupt nichts darüber aus, wie groß die
>> Menge derjenigen ist, die dafür auch Geld auf den Tisch
>> legen würden.
>
> Hmm... wer bevorzugt OF (mit oder ohne UT)? Zum überwiegenden Teil
> dürften dies Filmfreaks sein, die mehr als nur bequeme Unterhaltung
> suchen.
Was ist denn an einer OF unbequem? Wenn man die Sprache versteht, ist
sie nicht unbequemer als eine synchronisierte.
Ich muss immer wieder sagen, diese Originalfassungs-Verfechter (geht
jetzt nicht direkt an dich, Hergen) kotzen mich mit ihrer Arroganz und
Borniertheit und eingebildeten Intellektualität regelrecht an. Ich kann
das bald nicht mehr lesen, wie sie sich immer wieder selbst auf die
Schulter klopfen, wie toll sie sind, dass sie diese ganzen feinen und
feinsten Feinheiten (gar nicht zu sprechen von der Atmosphääääre) in den
Filmen mitkriegen, die den doofen Synchrosehern verborgen bleiben.
Und dann nicht mal selber bessere Übersetzungen liefern können (und
meistens geht es ja nur um ein paar Sätze). Aber das wollen sie ja auch
gar nicht, alles soll Original sein, damit nur noch sie es verstehen
können.
Warum nicht gleich alles in ROT13 schreiben, dann bleiben die Doofen
auch aussen vor...
In meinen Augen ein absolut typisches
Englisch-Leistungskurs-Bildungsbürger-Balg-Gehabe (wo sie gehen und
stehen lesen sie Originalausgaben, damit es auch ja jeder sieht, was sie
alles drauf haben). Oder noch tiefer, Schüler, die das erste Mal
Englisch haben und einen dann auf Englisch ansprechen und denken, man
verstünde sie nicht, weil sie's ja als einzige können. Alles x-mal
gesehen und jedesmal wieder scheisse und lächerlich gefunden.
Wirkt jetzt vielleicht zu drastisch, aber zurück nehme ich das nicht,
und klare Positionen werden ja in der Regel auch besser verstanden.
Es gibt genug Leute, die Englisch so schlecht verstehen, dass sie schon
mit dem täglichen Englisch in der Werbung ihre Probleme haben. Die
freuen sich über jeden synchronisierten Film und haben von OFs und OTs
gar nichts, die lernen es dadurch auch nicht mehr und wollen es auch gar
nicht. Und sollen es auch nicht. Ich habe nichts dagegen, wenn sich
jemand seine DVDs mit OT ansieht, er möge es aber bitte nicht dauernd
als das allein seligmachende darstellen.
Matthias
--
jaaa *lool* toler witz *rumknuddel* *megafreu* !!!!!!!!!!!!
aber ehrlich gesagt *fg* :-))) glaub ich *blööck* die Blödheit der
heutigen Generation *wink* kommt woanders her 8o}}}}}}
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! (Sascha Müller in dtj)
synchro-bevorzuger sind doof ;););)
ov rules! höhö.
gruss ^_^
Jan
Das ist erheblich verzerrt, ich denke der Anteil der Hoerspielfans
liegt bei DVDs in etwa bei den 86%.
Wenn ein Film wie 'Mulholland Drive' auch nach einem Vierteljahr
nicht im O-Ton lief _koennen_ ja auch gar keine 14% MA fuer richtiges
Kino entstehen; der Anteil derer, die wie ich, einen Film lieber gar
nicht sehen als synchronisiert ist im Vergleich zu den 14% sicher
deutlich kleiner.
Danke für den Artikel, sehr interessant
Nun, hier in Luxemburg empfangen wir tatsächlich viele Nachbarlandssender.
Alle grossen deutsche, französische, belgische Sender, plus einige englische,
portugiesische und italienische. Wegen der 3-Sprachigkeit ist das auch
grösstenteils kein Problem.
Im Kino laufen die meisten Filme fast nur in Omu, U zu einem Drittel
Deutsch/Französisch und 2 Drittel Französisch/Niederländisch, obwohl das fast
kein Mensch versteht, ist aber aus Lizenzgründen so (Benelux...). Nur grosse
Blockbuster und Filme für Kinder laufen zusätzlich auch in der deutschen Synchro.
Auf Luxemburgisch wurde bisher noch nichts übersetzt ;)
Ich habe die Umfrage jetzt noch nicht durchgelesen, kann mir aber vorstellen,
dass die Mehrheit für OmU ist, obwohl Umfragen hierzulande irgendwie nie
repräsentativ sind...
In Belgien vermute ich mal, stimmen sie für französische Synchros, da auch
ihr TV-Programm davon geprägt ist, bekommen das ja alles aus Frankreich.
Dass in den Niederlanden OmUs beliebt sind, ist durchaus logisch, da auch
ihr TV-Programm meistens OmUs ausstrahlt (niederländische Untertitel).
Pa
--
50 Funny Things to Do in an Elevator
2. Blow your nose and offer to show the contents of
your kleenex to other passengers.
[...]
>Es gibt genug Leute, die Englisch so schlecht verstehen, dass sie schon
>mit dem täglichen Englisch in der Werbung ihre Probleme haben. Die
>freuen sich über jeden synchronisierten Film und haben von OFs und OTs
>gar nichts, die lernen es dadurch auch nicht mehr und wollen es auch gar
>nicht. Und sollen es auch nicht. Ich habe nichts dagegen, wenn sich
>jemand seine DVDs mit OT ansieht, er möge es aber bitte nicht dauernd
>als das allein seligmachende darstellen.
Klar, die Leute, die Du beschreibst, gibt's. Aber das hat doch nichts
mit der Frage "Sollte man OF mit UT im großen Stil verwenden?" zu tun.
Die Frage ist doch, wenn man vom aktuellen Modell in Deutschland (also
Synchro fast überall) weggeht, welchen Zuschauern schadet das, und wem
nützt es? Welche der beiden Gruppen von Personen ist größer bzw. für
die Industrie (welche auch immer, Filmverleih, Fernsehsender,
Kinobetreiber etc.) interessanter? Ich muß gestehen, ich habe keine
Antwort darauf. Aber die Frage muß man stellen dürfen.
Wenn ich mir Andreas' Tabelle so ansehe, vermute ich, daß man auch in
Deutschland mit OF mit UT auskäme, weil die anderen Länder, in denen
es etabliert ist, es eben auch so bevorzugen. Nur will niemand die
Leute jetzt im Moment verprellen. Ist für mich nachvollziehbar, und
deswegen bleibt eine Umstellung wohl illusorisch. Realistischer ist
wohl (für das Fernsehen), einen eigenen Sender mit OF zu etablieren,
der den OF-Kinos gleichkommt. Allerdings nur realistischer, nicht
realistisch! :)
Gruß,
Marco
> Was mich wundert, ist dass der Zweikanalton kaum noch dafür genutzt
> wird auf einem Kanal Deutsch auf dem anderen Originalsprache zu
> senden.
Ich erinnere mich, daß es da Probleme mit dem Lizensieren dieser Filme
gibt. Für den englischen Ton muß dann halt nochmal extra Geld gezahlt
werden, was den Fernseh-Providern wohl zu teuer ist.
--
So long... Fuzz
können?
> >Und sollen es auch nicht. Ich habe nichts dagegen, wenn sich
> >jemand seine DVDs mit OT ansieht, er möge es aber bitte nicht dauernd
> >als das allein seligmachende darstellen.
> Klar, die Leute, die Du beschreibst, gibt's.
...und ich schätze mal, durch alle Altersgruppen (0 bis 11-12 und ab
40-50 aufwärts, Ossis usw.) auf mindestens 90% der Bevölkerung.
> Aber das hat doch nichts
> mit der Frage "Sollte man OF mit UT im großen Stil verwenden?" zu tun.
Doch, weil Du großen Stil für eine elitäre Minderheit anwenden willst.
> Die Frage ist doch, wenn man vom aktuellen Modell in Deutschland (also
> Synchro fast überall) weggeht, welchen Zuschauern schadet das, und wem
> nützt es? Welche der beiden Gruppen von Personen ist größer
s.o. Ich kann Dir zum Beispiel ehemal. DDR sagen, das Leute mit Schul-
bildung DDR in aller Regel nicht in der Lage sind, Englisch oder gar
Französisch absatzweise zu verstehen.
Darunter sind durchaus Leute, die Fachliteratur ohne Probleme in Englisch
lesen, aber mangels Schulung des Ohres von der Geschwindigkeit der Dialoge
überrollt werden.
> bzw. für die Industrie (welche auch immer, Filmverleih, Fernsehsender,
> Kinobetreiber etc.) interessanter?
90% statt 10% im Kino zu sehen?
> Wenn ich mir Andreas' Tabelle so ansehe, vermute ich, daß man auch in
> Deutschland mit OF mit UT auskäme,
Was heist auskommen? In der Not frisst der Teufel Fliegen.
> weil die anderen Länder, in denen es etabliert ist, es eben auch so
> bevorzugen.
Nein, die Bevorzugen das, weil es größtenteils mehrsprachige Länder sind,
sie die Filme auch ohne UT verstehen, bzw. diese nicht wirklich benötigen.
> Nur will niemand die
> Leute jetzt im Moment verprellen. Ist für mich nachvollziehbar, und
> deswegen bleibt eine Umstellung wohl illusorisch.
Ja. Dann wäre der Markt tot, die paar Hanseln, die noch ins Kino gehen
würden. Ich würde dann auf mindestens eine Generation schätzen, die sich
in so einer Situation aus der Konserve "ernähren" würden. Und wenn ich mir
immer noch heute anschaue, was die Kids im östlichen Teil Deutschlands
zu lernen bekommen (Gymnasium), dann schätze ich mal, das sich das nicht
groß ändert.
> Realistischer ist
> wohl (für das Fernsehen), einen eigenen Sender mit OF zu etablieren,
> der den OF-Kinos gleichkommt. Allerdings nur realistischer, nicht
> realistisch! :)
Arte? Du gibts genug Französisches?
regards, Andreas
Schöne Grüße,
Andreas
Eine wirklich repräsentative Umfrage zum Thema Synchro vs. OV müßte
meiner Meinung nach folgende Anforderungen erfüllen:
- Im Vorfeld erforschen, inwieweit die Vorliebe für Synchros oder OmUs
vom nationalen Fernseh- und Kinoprogramm geprägt ist und inwieweit sie
eigener Überlegung entspringt. Ich würde gefühlsmäßig dazu tendieren,
daß die Vorliebe fast ausschließlich der Fernsehprägung entspringt, aber
um sicherzugehen, müßte man einen gewaltigen Feldversuch mit Leuten
durchführen, die noch nie mit Fernsehen in Kontakt waren. Also mit
Embryos :)
- Die Fragen so stellen, daß die Befragten nicht lügen können. Ist
vielleicht bei diesem Thema nicht so heikel, könnte aber doch
Auswirkungen haben (Motto: "Wenn ich antworte, daß ich auf UTs stehe,
halten die mich für klüger").
- Erforschen, welche finanziellen, zeitlichen, materiellen oder
sonstigen Opfer die Leute für die eine oder andere Form zu bringen
bereit sind.
Vor allem ohne definitive Aussagen, ob ein vom Fernsehen unberührter
Mensch, hätte er die Wahl, OmUs oder Synchros bevorzugen würde (das
scheint mir irgendwie die Crux der ganzen Diskussion zu sein), können
wir uns nur auf mehr oder weniger gute Mutmaßungen stützen. Besitzt
nicht einer der Mitlesenden zufällig ein Meinungsforschungsinstitut ;-?
> Und wenn ich mir
> immer noch heute anschaue, was die Kids im östlichen Teil Deutschlands
> zu lernen bekommen (Gymnasium), dann schätze ich mal, das sich das nicht
> groß ändert.
>
Im Westen ist's auch nicht viel anders. Sitz Du mal im McDonalds neben
einer Gruppe pubertierender Schülerinnen, die nicht mit ihren
Austauschpartnern aus England kommunizieren können und sich daher nur
gegenseitig Schimpfworte beibringen... wie CoBi schon schrieb, ist eine
sofortige Umstellung von Synchro auf OmU nicht möglich. Auch eine
graduelle meines Erachtens nur unter größten Schwierigkeiten.
Schöne Grüße,
Andreas
> Vor allem ohne definitive Aussagen, ob ein vom Fernsehen unberührter
> Mensch, hätte er die Wahl, OmUs oder Synchros bevorzugen würde
Aber woher soll er denn dann wissen, was er bevorzugt? Er hat ja
schliesslich beides noch nie gesehen.
--
"I asked mom if I was a gifted child... she said they certainly
wouldn't have *paid* for me."
-- "Calvin and Hobbes", Bill Watterson
Presse:
Die luxemburgischen Tageszeitungen sind entweder auf Deutsch oder auf
Französisch verfasst. Teilweise wird auch in beiden Sprachen berichtet.
www.wort.lu
www.tageblatt.lu usw
Unsere Magazine sind hauptsächlich Deutschsprachig, vereinzelte Artikel sind
auf fr.
www.revue.lu
www.telecran.lu usw
Momentan gibt es aber die eine oder andere Publikation die auf Englisch
erscheint, weil auch die vielen Gastarbeiter und Ausländer in Luxemburg
diese Sprache verstehen, und weil so keine Gruppe eines schon recht kleinen
Marktes ausgeschlossen wird (nur 400000 Einwohner)
TV:
Eigenproduzierte Sendungen werden auf luxemburgisch ausgestrahlt. Comics usw
die das restliche Programm auffüllen teilweise in fr., teilweise in
englisch. (Ja, wir dürfen die Simpsons auf Englisch sehen!!!!!!!)
www.rtl.lu
www.tangotv.lu
Kino:
Die Filme werden immer in OmU gezeigt. Ausser d.- und fr. sprachige Filme
(ohne Untertitel). Weshalb die Meinung zu OmU's hier in L so gespalten ist,
ist ganz einfach. Viele Leute verstehen nicht genügend Englisch, weil das
früher nicht so streng gepaukt wurde, um einen Film anzusehen, ohne die
Untertitel lesen zu müssen. Und das Lesen der Untertitel stört dne
Filmgenuss. Die jüngeren hingegen bevorzugen die Originalversion. Trotzdem
kommt es oft vor, dass Blockbuster die in OmU, fr. und d. gezeigt werden,
mehr Zuschauer in der Synchroversion in die Kinos locken als in der OmU.
Soviel zum Thema Synchro in L
Daniel
Sorry, aber kannst du mir erklären was du damit meinst?
bye Jan
--
"Freunde kommen und gehen, doch ein guter Feind bleibt dir fürs Leben."
Jaja, klopft euch nur ruhig weiter auf die Schulter.
-Arnulf
In Koeln wo ich seit geraumer Zeit wohne bin ich auch extrem verwundert und
natuerlich enttaeuscht, dass in keinem der Multiplexe hier Filme im O-Ton
laufen. Nur Wochen spaeter als der eigentliche Starttermin mal im UCI wobei
ich mir das aus vergangen schlechten Erfahrungen mit diesen Kinos noch nicht
gegeben habe. Fuer eine Medienstadt und Multi Kulti wie Koeln ja immer sein
will oder ist, ist das beschaemend. Grosses Kino schaue ich doch nicht in
Programmkinos mit miesem Bild & Ton. Dann lieber garnicht und auf die DVD
warten.
Aber mal sehen wie lange das Cinestar in Berlin durchhaelt, das
ausschliesslich OV Filme bringt!
Die Bereitschaft selbst unter Studenten Filme im Original Ton (meist
Englisch) zu schauen ist in Deutschland erschreckend gering!
Schade,
Philipp
Philipp Kursawe schrieb:
>
> In Koeln wo ich seit geraumer Zeit wohne bin ich auch extrem verwundert und
> natuerlich enttaeuscht, dass in keinem der Multiplexe hier Filme im O-Ton
> laufen.
In Köln gibt es eigentlich nur ein echtes Multiplex, den Cinedom. Und
Herr Eichinger möchte damit in erster Linie Geld verdienen. OVs stören
da nur.
> Nur Wochen spaeter als der eigentliche Starttermin mal im UCI
Hürth != Köln ;-)
> wobei
> ich mir das aus vergangen schlechten Erfahrungen mit diesen Kinos noch nicht
> gegeben habe.
Muss auch nicht sein, allenfalls aus historischen Gründen.
> Fuer eine Medienstadt und Multi Kulti wie Koeln ja immer sein
> will oder ist, ist das beschaemend.
Tja. Früher[tm] gab es im UFA-Palast immer eine OV-Vorstellung. Früher
war das Capitol mal ein reines OV-Kino.
> Grosses Kino schaue ich doch nicht in
> Programmkinos mit miesem Bild & Ton.
Dieses Gerücht hält sich ja hartnäckig. Aber gut, das hält das
Plex-Publikum fern. ;-)
Schöne Grüsse
Frank
Arnulf Guenther jr. <arn...@gmx.net> wrote in
news:o46teusnksnup2sfr...@4ax.com:
>
> Jaja, klopft euch nur ruhig weiter auf die Schulter.
>
Wer klopft hier wem auf die Schulter?
Gruss,
Ralf
>Als Luxemburger kann ich sicher auch ein paar Worte zu diesem Thema sagen.
>Die Filme werden immer in OmU gezeigt. Ausser d.- und fr. sprachige Filme
>(ohne Untertitel). Weshalb die Meinung zu OmU's hier in L so gespalten ist,
>ist ganz einfach. Viele Leute verstehen nicht genügend Englisch, weil das
>früher nicht so streng gepaukt wurde, um einen Film anzusehen, ohne die
>Untertitel lesen zu müssen. Und das Lesen der Untertitel stört dne
>Filmgenuss. Die jüngeren hingegen bevorzugen die Originalversion. Trotzdem
>kommt es oft vor, dass Blockbuster die in OmU, fr. und d. gezeigt werden,
>mehr Zuschauer in der Synchroversion in die Kinos locken als in der OmU.
Erstmal Glückwunsch, dass Du in Luxemburg lebst. Für Kinobegeisterte
wirklich ein klasse Ort wegen schöner Kinos und gutem Filmangebot.
Wie ich das Programm von Cine Utopia und Utopolis verfolge, sehe ich
eigentlich nur OV-Fassungen. Die deutschen Fassungen, die gelegentlich
auch laufen, konzentrieren sich auf die Nachmittage und/oder sind nach
wenigen Wochen wieder verschwunden. Im Utopolis läuft derzeit Starwars
EP 2 sowohl in Original, als auch in der deutschen und französischen
Fassung. Das sagt eigentlich schon alles, wobei die überwiegende
Anzahl der Vorstellungen, vor allem am Abend- die OV belegt.
In Luxemburger Geschäften wird man nach meiner Erfahrung stoisch auf
französisch bedient, auch wenn man dann selbst deutsch spricht und
evt. sogar verstanden wird. Selbst Kinoreservierungen im Utopia
mussten auf franz. gemacht werden, sonst lief da nichts (Film dann auf
englisch). Schön und gut, so hat man sich halt die paar Sätzchen auf
franz. vorbereitet.
Im Kneipenviertel "Grund" wurde nach meiner Beobachtung alles mögliche
gesprochen. Deutsch lief gut, englisch auch, französisch sowieso,
absolut internationales Publikum.
Meiner Meinung nach ist das alles eine riesen Bereicherung und nicht,
wie hier gelegentlich vertreten, eine totale Zumutung.
Grüße, Marc
>Jaja, klopft euch nur ruhig weiter auf die Schulter.
>
> -Arnulf
Bitte Ironie sparsam gebrauchen, sie wird gelegentlich nicht
verstanden, selbst wenn man sie mit der Holzkeule aufträgt.
Marc
Das mit der Hörfassung ist mir bei der ARD auch schon öfter aufgefallen,
denn die ARD hatte ja noch ab und zu 2-K-Fassungen gesendet (im Gegensatz
zum ZDF, die sowas nur bei chines. oder ähnlich verbreiteten Sprachen
machen). Warum können die nicht wenigstens die 2-K-Fassung als Wdhg nachts
senden? Dann könnte man es wenigstens aufnehmen.
Sabine
> Die Bereitschaft selbst unter Studenten Filme im Original Ton (meist
> Englisch) zu schauen ist in Deutschland erschreckend gering!
Vor langer Zeit (ca. 10 Jahren) haben wir dazu in einem Studentenkino
mal ein Experiment gemacht:
Wir haben einen Film (IIRC "Rain Man") parallel in zwei Hörsälen gezeigt,
einmal OF, einmal deutsch übersprochen. Die Zuschauerzahlen waren in
beiden Vorstellungen praktisch gleich. IIRC waren in der OF-Vorstellung
1-2% weniger Zuschauer.
Allerdings sind die Zahlen nur bedingt repräsentativ:
- Sitzplatzanordnung und Projektion in den beiden Hörsälen unterschieden
sich erheblich. Viele bevorzugten den einen oder den anderen Hörsaal
deutlich.
- Es war ein Film mit sehr breitem Publikumszuspruch (sonst hätten sich
zwei Vorstellungen auch nicht gelohnt). Da ich davon ausgehe, dass
häufige Kinogänger eher zu Filmen im Originalton tendieren (ohne das
mit harten Zahlen belegen zukönnen), hätten sich bei einem Film, zu
dem nur das übliche Stammpublikum kommt, die Zahlen vermutlich
zu Gunsten der OF-Version verschoben.
Ciao, Claus scho...@cinephil.de
Vor 3 oder 4 Wochen lief 'Sexy Beast' in der OV-Sneak-Preview und weil
das gesprochene Englisch angeblich schwierig sei (dabei lief schon
erheblich regionaler gefaerbtes Englisch in der Sneak, z.B. 'Bamboozled'
oder 'O Brother, Where Art Thou') kam das Angebot, die mit 15 Minuten
Versatz im kleineren Nebensaal gestartete deutsch uebersprochene
Fassung sehen zu koennen.
Pi mal Daumen ein Viertel sind gewechselt, und das obwohl alle bewusst
in die OV-Sneak gegangen sind und die Doppel-Vorstellung nicht
angekuendigt wurde.
Ein moselfränkisches Dialekt, das in den vergangenen Jahren immer weiter
internationalisiert wurde. Wenn du also Deutsch, Französisch, Englisch, und
Holländisch mischst, kommt lux. dabei heraus!
Daniel
Utopolis ist wirklich klasse, zeigt praktisch nur Popcornkino.
www.utopolis.lu
Das Utopia hingegen setzt auf Kritikerfilme, gehört aber der gleichen Firma
wie das Utopolis und praktisch alle weiteren Kinos in Lux.
> Wie ich das Programm von Cine Utopia und Utopolis verfolge, sehe ich
> eigentlich nur OV-Fassungen. Die deutschen Fassungen, die gelegentlich
> auch laufen, konzentrieren sich auf die Nachmittage und/oder sind nach
> wenigen Wochen wieder verschwunden. Im Utopolis läuft derzeit Starwars
> EP 2 sowohl in Original, als auch in der deutschen und französischen
> Fassung. Das sagt eigentlich schon alles, wobei die überwiegende
> Anzahl der Vorstellungen, vor allem am Abend- die OV belegt.
Wobei: Einer der meistgesehenen Filme der letzten Jahre Taxi 2 auf fr!
> In Luxemburger Geschäften wird man nach meiner Erfahrung stoisch auf
> französisch bedient,
wegen der grossen Ausländerzahl und der hohen Gastarbeiterzahl aus den fr.
und belgischen Grenzgebieten die nur fr. sprechen!
> Im Kneipenviertel "Grund" wurde nach meiner Beobachtung alles mögliche
> gesprochen. Deutsch lief gut, englisch auch, französisch sowieso,
> absolut internationales Publikum.
Im Grund findet man tatsächlich alles vom Dänen bis zum Ami und zum
Chinesen. Zu bemerken ist allerdings dass praktisch alle Ausländergruppen
luxemburgisch lernen oder wenigstens versuchen
ausser den Franzosen und den Belgiern.
> Meiner Meinung nach ist das alles eine riesen Bereicherung und nicht,
> wie hier gelegentlich vertreten, eine totale Zumutung.
Was meinst du hier? Das internationale Publikum?
Daniel
>Was meinst du hier? Das internationale Publikum?
Wie Du schon sagtest, z.B. sich bei einem Bier mit Chinesen auf
Letzeburjisch zu unterhalten ;-)!
Cheers, Marc
Im ORF scheinen sie das aufgegeben haben, seit sie Ihre Liebe zum
Dolby-Surround-Logo entdeckt haben. Fast alles kommt in Stereo
(+Dolby), daherist auch gar keine Tonspur mehr frei.
cu andreas
Die meisten Diskussionen in de.* handeln davon, ob Luxemburgisch
eine eigene Sprache oder ein deutscher Dialekt ist, aber du bist jetzt
der erste der fragt, ob es das wirklich gibt ;)
Es entstand aus einem moselfränkischen Dialekt heraus, vor nicht
all zu langer Zeit lief dazu ein Thread in de.etc.sprache.deutsch .
Pa
--
50 Funny Things to Do in an Elevator
19. Give religious tracts to each passenger.
In Sachen Komfort, fast nicht zu übertreffen: grosse Beinfreiheit,
beiderseits der Sitze Lehnen, die erste Reihe ist 13 Meter von der Leinwand
entfernt...
> Wobei: Einer der meistgesehenen Filme der letzten Jahre Taxi 2 auf fr!
Das war aber keine Synchro, sondern OV ;)
Pa
--
50 Funny Things to Do in an Elevator
50. If anyone brushes against you, recoil and holler "Bad touch!"
>> Utopolis ist wirklich klasse, zeigt praktisch nur Popcornkino.
>> www.utopolis.lu
>
>In Sachen Komfort, fast nicht zu übertreffen: grosse Beinfreiheit,
>beiderseits der Sitze Lehnen, die erste Reihe ist 13 Meter von der Leinwand
>entfernt...
Das ist das Utopolis Kino 10, einmalig und immer noch eine weite Reise
wert, zumal dort natürlich fast nur OV läuft.
Marc
Taxi 2 auf fr. war selbstverständlich OV. Habe den Film übrigens sehr gut
gefunden, allerdings nur in fr., auf deutsch war er scheisse!
Was das Utopolis betrifft, so glaube ich dass wir Luxemburger eines der
besseren, vielleicht sogar der besten Multiplexe Europas haben. Es ist
wirklich einmalig!
Daniel
>Was das Utopolis betrifft, so glaube ich dass wir Luxemburger eines der
>besseren, vielleicht sogar der besten Multiplexe Europas haben. Es ist
>wirklich einmalig!
Gemach, gemach. Utopia und Utopolis gehören nach meinem Kenntnisstand
zumindest anteilmäßig zur Kinepolis-Kette, obwohl sie vom Luxemburger
Kinomacher Simon betrieben werden. Kinepolis investiert standardmäßig
auf allerhöchstem Niveau in alle seine Kinos, auch die kleinen Säle.
Könnte jetzt viel über Maschinen, Tonanlage etc, sagen, aber man muss
es einfach mal erlebt haben. Natürlich verwirklicht auch Kinepolis das
Multiplex Prinzip mit funktionalen Sälen ohne Vorhang, Plüsch und
Lampenschirmchen. Meiner Meinung nach aber in einer anderen Klasse als
Ufa, Cinemaxx, Kinepolis, UCI und wie sie alle heissen. Absoluter
Spitzenreiter ist in der Kette sicherlich das Mutterhaus Kinepolis
Brüssel, ganz in der Nähe des Atomiums. Die haben circa 18 Kinos,
alles THX Säle und natürlich digital, aber sie übertreffen den in D
gewohnten Standard immer noch im ein paar Punkte. Auch in Antwerpen
wird ein großes Kino der Kinepolis (nicht Kinopolis) betrieben. Für
Süddeutschland ist ein Kinepolis in Schaffhausen (Schweiz) erreichbar,
etwa 20 Auto-Minuten von Singen. Deutschland liegt leider brach.
Die Homepage ist nicht so berauschend wie die Kinos und unter
www.Kinepolis.com abrufbar.
Beste Grüße, Marc
>Was das Utopolis betrifft, so glaube ich dass wir Luxemburger eines der
>besseren, vielleicht sogar der besten Multiplexe Europas haben. Es ist
>wirklich einmalig!
Will das Utopolis nicht kleinreden. Es ist spitzenklasse und ein
absolutes Erlebnis, keine Frage.
Und nochmals für alle Fans, die Filme laufen fast alle in OV und zum
großen Teil weit vor dem Deutschlandstart.
Das Kino ist über die Autobahn nach Luxemburg leicht zu erreichen und
befindet sich aus deutscher Sicht vor dem Innenstadtbereich,
Autobahnausfahrt Kirchberg, 5 Minuten nach dem Flughafen.
Fahrtzeit von Trier etwa 45 Minuten.
Marc
> Das zeigt vor allem wie straeflich das ganze in Deutschland von Kino-
> Seite vernachlaessigt wird. Dafuer das 14,4% der Westdeutschen lieber
> O-Ton sehen ist das Angebot extrem schlecht.
Chemnitz hat derzeit sage und schreibe drei Cinestar-Palaeste (mit
insgesamt ueber 20 Saelen [1]), und trotzdem scheint es sich nicht zu
rentieren, auch nur in einem Saalk Originalfassungen zu zeigen. Sie
hatten es einmal fuer ein paar Wochen versucht, aber das wurde ziemlich
schnell wieder eingestellt. Ob es eher am Interesse oder am
Bekanntheitsgrad gemangelt hat, ist mir aber nicht bekannt.
Tschau,
Ingo
[1] Wenn man auf Umlaute umschreibt, schreibt man dann "Saelen" oder
"Saeaelen"? Sieht beides falsch aus...
>[1] Wenn man auf Umlaute umschreibt, schreibt man dann "Saelen" oder
> "Saeaelen"? Sieht beides falsch aus...
Die Mehrzahl von Saal schreibt sich nur mit einem ae, da bei Umlauten
keine Dopplung vorkommt. Also ist das Erstgenannte richtig.
by Carsten
--
Zu viele Abkürzungen im Usenet? Kürzel erklärt's:
http://www.rhusmann.de/kuerzel/k_dl.htm
Das Bamberger CineStar (8 Säle) zeigt wöchentlich wechselnd OFen, und
nicht einmal im kleinsten Saal. Neulich hatte ich eine Privatvorstellung
von "Monsters, Inc."... aber gut, das war auch der letzte
Vorstellungstag.
--
<bg>
»Die meisten spielen hier Counterstrike, ein äußerst anspruchsvolles
Rollenspiel«
- Veranstalter einer Bamberger LAN-Party
Nicht ganz richtig. Utopia und Utopolis gehören zusammen mit dem Utopolis
Longwy (F) sowie Ciné Cité Luxbg, und Ciné Ariston Esch zur luxemburgischen
Firma UTOPIA s.a
> alles THX Säle und natürlich digital, aber sie übertreffen den in D
> gewohnten Standard immer noch im ein paar Punkte.
gibt es auch im Utopolis...
Daniel
Rekord eines Studienkollegen für die Strecke von Trier (Burger King beim
Stadion) bis zum Utopolis 21 Minuten 43 Sekunden!!!
;-)
Daniel
>Rekord eines Studienkollegen für die Strecke von Trier (Burger King beim
>Stadion) bis zum Utopolis 21 Minuten 43 Sekunden!!!
Hat Lux nicht Geschw.-Beschr. 130 auf der Autobahn?
Spätestens beim Grenzübergang wird Dein Kumpel ja mal auf 150
runtergebremst haben, oder?
Marc
schon klar, an der Utopia sa ist aber Kinepolis mit nicht geringen
Anteilen beteiligt, genau Daten sind mir entfallen. Das Kinokonzept
wurde auf jeden Fall von Utopolis übernommen. Vom Kassencounter bis zu
den Maschinen ist es alles identisch.
Marc
Stimmt, 130 ist die Geschwindigkeitsbeschränkung. Aber seit diesem Jahr gilt
man ja erst ab 195 in L als Schwerkrimineller und nicht wie vorher ab 160?!
Polizei ist auf unseren Autobahnen eher selten anzutreffen, und wenn, dann
nur an den immer gleichen Stellen in Stadtnähe!
Daniel
--
Wenn ich eine Windows CD an einen Politiker binde und ihm Geld dafür
gebe, dass er einmal um den Block rennt und dabei grunzt, dann läuft
Windows endlich ohne unerklärliche Abstürze.
> Etwas fand ich in dieser Statistik bemerkenswert: die Engländer
> zeigen eine eher geringe Bereitschaft, das ist noch nicht das
> Bemerkenswerte (obwohl sie immer noch über den Deutschen und
> Österreichern liegen, aber allzu genau darf man die konkreten
> Zahlen ja nicht nehmen). Die Iren zeigen dagegen einen wesentlich
> höheren Anteil. Was ich aber sehr merkwürdig finde, ist "UK
> total": ich verstehe es so, dass zu den 1000 aus England noch 300
> aus Wales, Schottland und Nord Irland dazu kommen. Und wenn man
> diesen Zahlen glauben schenken darf, haben 296 von diesen 300
> zustimmend geantwortet! (Aber vielleicht verstehe ich die
> Darstellung auch falsch.)
Wo hast Du denn Zahlen für England allein gefunden?
Ich sehe nur "UK total" mit 1300 Befragten. Die Zahlen entsprechen
ungefähr denen von Irland. Dass es 1-2% weniger sind, kann an der
statistischen Ungenauigkeit liegen, oder daran, dass die Iren geringfügig
polyglotter oder weltaufgeschlossener sind.
Mich wundert lediglich, dass bei "UK total" 1300 Leute und nicht nur
1000 wie in den meisten anderen Ländern befragt wurden.
Ciao, Claus scho...@cinephil.de
Claus Schotten <ne...@cinephil.de> wrote:
>
> Wo hast Du denn Zahlen für England allein gefunden?
Grundgütiger! Ich habe E mit... ich mag's gar nicht aussprechen.
(Zu meiner Entschuldigung: ich bin aufgrund ständigen Gebrauchs im
Beruf so auf ES als Abkürzung für Spanien fixiert, dass mir E als
Abkürzung für "Espagne" gar nicht in den Sinn gekommen ist.)
Gruss,
Ralf
Heute (30.05.), 21:30 Uhr in Berlin im Freiluftkino an der
Philharmonie.
--
The trick is not to care.