Deutschland Behördenland - das kennt jeder. Zu den bekanntesten
Problemen der Bürokratie gehört, dass ein Normalmensch einfach nicht
weiß, wohin man sich mit welchem Problem überhaupt wenden soll.
Das Internet soll helfen. Mit dem Portal http://www.deutschland-online.de/
versucht die Geschäftsstelle der Staatssekretärsrunde E-Government,
mehr Transparenz in die Verwaltung zu bringen. Derzeit gibt es da erst
mal nur "Vorhaben". Aber immerhin. Vorhaben können mitunter zu
Veränderungen führen.
Eines dieser Vorhaben nennt sich "Verbund Internetportale /
Zuständigkeitsfinder". Das ist so eine Art Hypertext-Spezialprojekt.
Es geht darum, Informationen über Verwaltungsleistungen zentral zu
vernetzen. Denn bislang sind solche Informationen weit gestreut über
dutzende, hunderte, tausende Sites von Bund, Ländern und Kommunen.
Nur mal ein Beispiel aus der Familienwelt (vielleicht nicht jedermanns
Sache, aber das ist die Welt, in der ich derueit am ehesten mit
solchen Informationssuchen zu tun habe). Da hört man von irgendeinem
"Gesetz?", demzufolge Kleinkinderbetreuungsformen wie Tagesmütter oder
Kindergrippen "staatlich?" so bezuschusst werden sollen, dass eine
solche Betreuung nicht mehr kosten soll als ein regulärer
Kindergartenplatz. Man überlegt sich Suchbegriffe, gibt sie bei Google
ein und landet auf allerlei offiziellen Seiten und Inhalten. Aber am
Ende ist man genauso schlau wie vorher. Man hat bestätigt bekommen,
dass es so was gibt, aber eine Adresse, Telefonnummer oder Mail, wo
man das beantragen oder für den Einzelfall erfragen kann, hat man
nicht.
Nun wissen wir ja, dass man in unserer modernen Welt mit amtsdeutschen
Begriffen kein cooles Produkt vermarkten kann. Deshalb wird von das
Vorhaben "Zuständigkeitsfinder" eine knackigere Bezeichnung gesucht.
Auf http://www.hamburg.de/anwendung.do?cid=6548185 kann man sich daran
beteiligen. Natürlich nur, wenn einem was Tolles einfällt. "Bingo-
Booster" oder so ...
viele Grüße
Stefan Münz
danke für den Hinweis auf das Vorhaben "Zuständigkeitsfinder". Klingt
nach üblem Verwaltungsdeutsch. Obwohl selber schon durch 22 Jahre
öffentlicher Dienst sprachlich verdorben, habe ich mich gleichwohl
getraut und mal unter
http://www.hamburg.de/anwendung.do?cid=6548185
eigenen Vorschlag gewagt:
amtscout24 und "Wer suchet, der findet" ;-)
Zugegebenermaßen nicht ganz so einfallsreich und authentisch wie der
Name Elster für die elektronische Steuererklärung. :-D
Viele Grüße
Dieter Welzel
http://www.dieter-welzel.de