Oder einfach mal twittern hier?

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Stefan Münz

ungelesen,
16.02.2009, 17:36:5116.02.09
an Webkompetenz-Forum
Hallo,

das Hallo ist natürlich fehl am Platz beim Zwitscher-Quickie. Deshalb
jetzt aber schnell zu den bis zu 140 Zeichen:
<start>WOW, _das_ gibt Selbstbewusstsein:
http://www.namenstag-termine.net/Namenstag-Stefan.html
:-)</stop>

Keine Antwort erforderlich. Das Posting ist reine
Selbstbefriedigung ;-)

viele Grüße
Stefan Münz



engin.be...@googlemail.com

ungelesen,
23.02.2009, 12:32:4623.02.09
an Webkompetenz-Forum
Nur mal interessehalber, warum twittern die Leute? Ist das mehr als
Chatten?
Hab mal ein Blog besucht, das hauptsächlich Twitter-Mitteilungen
beinhaltete, seehr gewöhnungsbedürftig.

Lilleby

ungelesen,
23.02.2009, 14:05:2423.02.09
an Webkompetenz-Forum
Hallo Engin,

> Nur mal interessehalber, warum twittern die Leute? Ist das mehr als
> Chatten?

Es ist eher so ne Art Chatblog. Man redet nicht miteinander, sondern
einfach drauflos. Die meisten denken aber genausowenig wie beim
Chatten darüber nach, wie literarisch wertvoll oder orthografisch
richtig das gerade Geschriebene ist. Man tippt einfach nur mal kurz in
die Tastatur, was gerade den Sinn beschäftigt. Man kann es vom PC aus
tun, aber auch vom Handy, also eigentlich von überall aus. Jeder
Beitrag darf maximal 140 Zeichen haben, also noch weniger als eine
SMS. Wer gut zwitschern kann, hat viele Follower, also Leser. Man kann
Twitterer, die man besonders mag, ähnlich wie einen Feed abonnieren
und verpasst dann nichts, was die von sich geben.

Probier es ruhig mal aus. Einfach auf http://twitter.com/ einen
kostenlosen Account anlegen und drauflostippen. Vielleicht mal einen
ganzen Tag lang, quasi als Selbsttest, ob dir Twittern liegt :-)

Lilleby

ungelesen,
24.02.2009, 02:53:2724.02.09
an Webkompetenz-Forum
Kleiner Nachtrag noch (warum benutzt Google Groups eigentlich einen
Nickname, den ich vor einiger Zeit bereits wieder aus meinem Profil
entfernt habe?):

http://www.fischmarkt.de/2009/02/twitter_ist_das_neue_rss.html

Die Marschrichtung heißt ganz offensichtlich: immer kürzer, immer
abgehackter, immer mehr quick and dirty. Selbst für einen Blog-Beitrag
von vielleicht 1000 Zeichen reicht die Konzentration wohl nicht mehr.
Kein Wunder, denn alle Aktiven prahlen ja gern damit, wie viel
Information sie täglich verarbeiten ("ich checke ständig meine 600
Twitter-Followings, während ich gleichzeitig in ICQ und MSN bin und
eine Ajax-Application entwickele"). Mit dieser schönen, neuen Power-
Welt hab ich so meine Probleme, aber als Fastfuffziger darf ich das ja
auch allmählich ;-)

Ansonsten stimme ich obigem SinnerSchrader-Artikel überhaupt nicht zu.
RSS hat sich sehr wohl gut verbreitet, und Feedreader sind vielleicht
nicht so verbreitet wie Browser oder Mailclients, aber durchaus nicht
vom Aussterben bedroht.

viele Grüße
Stefan Münz

Frank S.

ungelesen,
24.02.2009, 07:49:5724.02.09
an Webkompetenz-Forum


On 24 Feb., 08:53, Lilleby <stefan.mu...@googlemail.com> wrote:

> Die Marschrichtung heißt ganz offensichtlich: immer kürzer, immer
> abgehackter, immer mehr quick and dirty. Selbst für einen Blog-Beitrag
> von vielleicht 1000 Zeichen reicht die Konzentration wohl nicht mehr.

So würde ich das nicht sehen, oft verweist Twitter ja mittels eines
links zu den Blog Einträgen, es ist also mehr ein Hinweis/Teaser
medium. An anderer Stelle würde Twitter mal als die passende Lösung
für die Lücke zwischen Blogging und Journalismus bezeichnet. Finde
leider den passenden link nicht mehr.

> Ansonsten stimme ich obigem SinnerSchrader-Artikel überhaupt nicht zu.
> RSS hat sich sehr wohl gut verbreitet, und Feedreader sind vielleicht
> nicht so verbreitet wie Browser oder Mailclients, aber durchaus nicht
> vom Aussterben bedroht.

Ich stimme dem Artikel in der Form auch nicht zu - RSS ist für
automatische Hinweise auf Artikel etc. für mich nicht mehr weg zu
denken. Aber Twitter hat für viele eine deutlich leichtere
Einstiegshürde (Twitter account anlegen + follow drücken verglichen
mit einem Reader einrichten und die RSS feeds von den Seiten
einbinden). Dies macht es grade für die nicht so technisch versierten
Nutzer deutlich einfacher. Twitter hat aber (bewusst) den Nachteil,
dass man hier auch Sachen verpassen kann - man muss nicht alles und
immer lesen, wichtige Dinge wiederholen sich eh oft genug und werden
weiterverbreitet (social networking halt).
RSS als solches ist im Netz angekommen, fast jede Seite die
regelmässig News oder Updates anbietet hat einen RSS feed, aber dieser
bietet keine Möglichkeit für Rückmeldungen, wie man Twitter es aber
anbietet.

Die Präsentation http://www.slideshare.net/minxuan/how-twitter-changed-my-life-presentation
zeigt schön 5 Phasen in der Twitter Nutzung auf, die so auch gut
passen könnten:

1. Denial: "Was soll der Mist?"
2. Presence: "Na gut, ich mach zumindest mal nen account auf."
3. Dumping: "Ich pack links zu meinem Blog und zu PR Mitteilungen in
Twitter." (als RSS Ersatz?)
4. Conversing: "Meine links sind nicht immer so nützlich, aber ich
nutze Twitter für interessante 1:1 Diskussionen." (Hier wirds langsam
zum chat?)
5. Microblogging: "Ich veröffentliche nützliche und interessante
Informationen mit Twitter, die von anderen gelesen werden und über die
diskuttiert wird."

Und es wird ganz gut gezeigt und erklärt, dass der typische
Einstiegssatz bei Twitter eigentlich falsch ist. Statt "What are you
doing?" sollte es lieber "What has your attention right now?" heissen.

Gruß
Frank (http://www.twitter.com/FrankS)

Gedankenspiel

ungelesen,
24.02.2009, 08:39:4224.02.09
an Webkompetenz-Forum
> Und es wird ganz gut gezeigt und erklärt, dass der typische
> Einstiegssatz bei Twitter eigentlich falsch ist. Statt "What are you
> doing?" sollte es lieber "What has your attention right now?" heissen.

Würde ich twittern, würde ich mich in der Selbstbeobachtung verlieren
(Wie sieht das aus, was ich mache? Und wie erkkläre ich jemandem, was
ich mache? Und wie kriege ich das hin, dass das sich auch noch
intressant anhört?) und aufgrund des damit einher gehenden
Multitasking (Jetzt darf ich nicht vergessen das gleich zu twittern! -
Und muss auf dem Laufenden bleiben, was X schreibt...) überfordert
werden. Es würde mich einfach vom fokusierten, bewussten Erleben (oder
auch Arbeiten) abhalten (Dies mag jedoch nicht für jederman/frau ein
hohes Ziel sein).

Ähnliche, andersartige und gegenteilige Erfahrungen / Perspektiven?

Markus

Swen Wacker

ungelesen,
24.02.2009, 09:38:0224.02.09
an Webkompetenz-Forum
Moin,

> Würde ich twittern, würde ich mich in der Selbstbeobachtung verlieren
> (Wie sieht das aus, was ich mache? Und wie erkkläre ich jemandem, was
> ich mache? Und wie kriege ich das hin, dass das sich auch noch
> intressant anhört?)

Erst mal muss es überhaupt jemanden interessant. Und ob man so eine
Meinungsäußerung dann auch komplett öffentlich machen muss? Ich bin
erstaunt, wie es erwachsene, vernünftige Menschen schaffen, ohne
Schamesröte öffentlich Dinge wie "@biriba: Knuddel, n8, liebe Dich,
vermisse Dich" zu schreiben und acht Stunden später nahtlos ein
"@restderwelt: gmail funzt wieder" dranzuhängen. Mir wäre das einfach
nur peinlich. Für mehr oder wenige intime Gute-Nacht-Wünsche gibt es
die mündliche Übermittlung (Worte, ggfs. über Telefon) oder SMS. Und
trotz eines deutlichen Hangs zur Selbstüberschätzung bin ich mir
sicher, dass es niemanden in der Welt interessiert, wenn ich mehr oder
wenig feststelle, dass Gmail gerade erreichbar ist oder nicht.

Ein Dienst wie Twitter, der es Menschen oder Institutionen zensurfrei
erlaubt, mehr oder weniger ohne Zeitverlust Dinge zu veröffentlichen,
hat seine Berechtigung - eindeutig und ohne Zweifel. Wie jede neue
Kulturtechnik in der Kommunikation muss sie aber wohl erstmal eine
Zeitlang reifen, bis Sender und Leser ein Maß erreichen, das für alle
einen Mehrwert bringt.

Gruß

Swen

Sky

ungelesen,
24.02.2009, 11:07:5224.02.09
an Webkompetenz-Forum
> Man tippt einfach nur mal kurz in
> die Tastatur, was gerade den Sinn beschäftigt. Man kann es vom PC aus
> tun, aber auch vom Handy, also eigentlich von überall aus. Jeder
> Beitrag darf maximal 140 Zeichen haben, also noch weniger als eine
> SMS. Wer gut zwitschern kann, hat viele Follower, also Leser.

Die Längenbeschränkung ist also ein Feature, schwer nachzuvollziehen,
das sich das durchgesetzt hat.
Die "Follower" und so also "soziale Netzwerke" bzw. Sozialverhalten.
Ist das so grundsätzlich richtig eingeordnet? Geht der Inhalt so nicht
hopp?

Stefan Münz

ungelesen,
24.02.2009, 14:15:3124.02.09
an Webkompetenz-Forum
Hallo Sky,

> Die Längenbeschränkung ist also ein Feature, schwer nachzuvollziehen,
> das sich das durchgesetzt hat.

Ja, davon bin ich überzeugt. Wenn SMSse nicht auf 160 Zeichen
beschränkt wären, würden nicht Milliarden davon versendet. Die
Mehrheit wäre psychisch völlig überfordert mit einem unendlich großen
Eingabefeld ;-)

> Die "Follower" und so also "soziale Netzwerke" bzw. Sozialverhalten.
> Ist das so grundsätzlich richtig eingeordnet? Geht der Inhalt so nicht
> hopp?

Hab zwar nicht genau verstanden wie du das meinst. Zunächst mal sind
es noch keine soziale Netzwerke, sondern eher "soziale Effekte".
Sobald man eine 1, 2, 3 usw. im Feld "followers_me" stehen hat (das
sind die Leute, die einen selbst "abonniert" haben), wird man
natürlich angespornt wie blöde und fängt noch viel doller an zu
zwitschern, was wieder weitere Follower anzieht. Es ist also wirklich
wie an manchen Hergottsfrühmorgenden im Sommer, wenn den Vögeln die
Welt gehört und sich einige davon geradezu in Ekstase zwitschern und
sie sich gegenseitig noch anspornen. Soziale Beziehungen sind aus
diesem Getöse mit Sicherheit auch schon entstanden, aber die Twitterei
ist nicht per se darauf ausgelegt. Was den Service eigentlich auch
angenehm macht, denn dieses "du, jetzt bring dich hier mal ein", das
man bei manchen Social Networks mehr oder wenniger deutlich
aufgedrängt bekommt, hat man beim Twittern nicht.

viele Grüße
Stefan Münz




Die Nachricht wurde gelöscht

Dieter

ungelesen,
24.02.2009, 17:01:5724.02.09
an Webkompetenz-Forum
Hallo Stefan,

> Ja, davon bin ich überzeugt. Wenn SMSse nicht auf 160 Zeichen
> beschränkt wären, würden nicht Milliarden davon versendet. Die
> Mehrheit wäre psychisch völlig überfordert mit einem unendlich großen
> Eingabefeld ;-)
Ich bin davon überzeugt, dass so mancher Hype wie Moorhuhn, SMS,
Skype, Second Life, Bloggen und nun Twitter (Mikro-Blogging) sich auch
wieder legt oder zumindest "normalisiert".
Bis auf Second Life und Twitter habe ich das alles mal ausprobiert.
Jetzt blogge ich noch regelmäßig, schreibe selten mal eine SMS und
benutze noch seltener Skype. Und gleichwohl habe ich das Gefühl, dass
die Informationsflut immer größer wird.
Meine Freundin beschwert sich schon zu Recht, dass ich viel zu oft und
lange am Computer sitze und viel zu viel Zeit mit meinen Blogs
verbringe. Da muss ich nicht noch anfangen zu twittern.
Wichtiger ist es mir da, wieder mehr außerhalb des Internets aktiv zu
sein (siehe http://www.getafirstlife.com/ und http://www.reset.ch/leavethenet.html)
und Ruhe wieder schätzen zu lernen (siehe http://alleinr.de/).

Beste Grüße
Dieter Welzel

Frank S.

ungelesen,
25.02.2009, 06:57:1425.02.09
an Webkompetenz-Forum
On 24 Feb., 14:25, Markus Vonach <mar...@vonach.eu> wrote:

> Würde ich twittern, würde ich mich in der Selbstbeobachtung verlieren
> (Wie sieht das aus, was ich mache? Und wie erkkläre ich jemandem, was
> ich mache? Und wie kriege ich das hin, dass das sich auch noch
> intressant anhört?) und aufgrund des damit einher gehenden Multitasking
> (Jetzt darf ich nicht vergessen das gleich zu twittern!) überfordert
> werden. Es würde mich einfach vom fokusierten, bewussten Erleben (oder
> auch Arbeiten) abhalten (Dies mag jedoch nicht für jederman/frau ein
> hohes Ziel sein).

Ganz einfach, wer sagt das du alles twittern musst? Gerade die
Beschränkung auf 140 Zeichen zeigt ja schon, dass es keine
Lebensgeschichte werden soll. Jeder kann - und sollte - Twitter so
nutzen wie es für ihn am besten ist. Dies kann auch beinhalten, dass
man es gar nicht nutzt ;-)
Ob ich Twitter einfach als Medium nutze um News oder Blogartikel zu
promoten, mit Bekannten und Freunden in Kontakt zu bleiben oder um
damit selber Informationen aufzusaugen - all das bleibt mir
überlassen. Robert Basic hat einen treffenden Artikel geschrieben, was
man bei Twitter beachten sollte:
http://www.robertbasic.de/2009/02/10-tipps-zur-steigerung-der-twitter-follower/
- am Ende kommt eine einzige Regel dabei heraus: "Scheiß auf alle
Listen, Tipps, Regeln und twitter einfach"

Wenn du befürchtest, dass twitter dich überfordert, dann nutz es am
besten nicht - aber dies ist dann doch eher ein privates Problem auf
deiner Seite und kein Problem von twitter an sich, oder?

Gruß
Frank

Gedankenspiel

ungelesen,
25.02.2009, 08:26:3325.02.09
an Webkompetenz-Forum
Hallo,

@Frank: danke für deine Anregung!
Dennoch bin ich nicht sicher, ob du mich nicht missverstanden hast.
Oder ganz einfach nicht auf meine Frage anworten wolltest?
Du antwortest auf meine Frage, wie eure Erfahrungen mit dem Twittern
aussieht damit, dass du auf meine individuelle Situation eingehst. Das
ist sehr freundlich, aber das ist eigentlich nicht das, was ich
erhofft hatte.

@alle: Ich versuche es also nochmal:

- Würde ich twittern, würde ich mich in der Selbstbeobachtung
verlierenoder vom Multitasking überfordert werden. (Das ist eine
persönliche Anmerkung, auf die ich keine Antwort erwarte - welche aber
einen Kontext vorgibt)

- Wie ist das bei euch? (Oder wie seht ihr das allgemein?) Ähnliche,
andersartige und gegenteilige Erfahrungen / Perspektiven? (Das ist die
Frage)

Markus

Claudia Klinger

ungelesen,
25.02.2009, 11:12:4525.02.09
an Webkompetenz-Forum

Seit ein paar Wochen twittere ich (http://twitter.com/HumanVoice)

-> vorher hatte ich nur einen Account (->Phase 1),
-> und fragte mich, was der Blödsinn soll (->Phase 2),
-> begann dann, meine neuen Blogpostings zu melden (Phase 3), was mir
mehr Leser brachte;
-> folgte nun Leuten, deren Tweets ich partiell nützlich/interessant
finde,
was mir Twitters Info- und Inspirationspower erschloss (Phase 4)
-> nutzte nun Zusatztools (Suche, Statistiken)
-> erkenne und nutze Feinheiten (@reply, Retweets)

und sehe beeindruckt, wie schnell "Schwarmkommunikation" WIRKUNG
zeigt, WENN etwas weiter gezwitschert wird.

Was RSS angeht, stimme ich dem Fischmarkt-Artikel zu, meine
Erfahrungen sind ähnlich. Kaum mehr Steigerungen bei den RSS-Abos,
wohl aber bei Twitter-Stream. (Bisher gibt es nur einen, ich überlege
noch, pro Blog zu splitten)

Auch selber schau ich nur noch selten in den RSS-Reader, weil mir
Twitter genug Stoff bringt - und immer mit der Anmutung: das wurde von
Menschen weiter gereicht (ist also aktuell/interessant), bzw. kann
weiter gereicht werden (was bei RSS nicht so der Punkt ist).

Zum Schluss zitiert ich mal einen Eigenbeitrag zum selben Thema in
einer Mailingliste von letzter Woche:

------------------------------------------------------------------------------------
HEUTE ist Twitter die "neueste Schicht" auf einer Zwiebel
voller vernetztern Kommunikationesstrukturen, die von
Abermillionen Menschen genutzt werden - alles und jeder ist
"irgendwie" im Internet.

Twitter ist EINFACH und beliebig nutzbar. Alles, was auf
Twitter aufscheint, hat das Potenzial, binnen kurzem auf
die gesamte Infostruktur des Netzes durchzuschlagen.

WENN jemand etwas von allgemeinem Interesse sagt, kann das
sehr sehr schnell an sehr sehr viele weiter gereicht werden.

DAS ist das Faszinierende, was es so bisher noch mit keinem
NEtz-Tool gegeben hat.

* Gestern fanden Twitterer das virale Werbe-Game von
Xing "unterirdisch" - heute ist es raus aus dem Netz.

* vor wenigen Tagen schien die Hürde "50.000 Unterzeichner der
Grundeinkommen-Petition" noch unerreichbar - heute, drei Stunden
vor Schluss sind es 51352 Unterzeichner. Wesentlich über
Twitter zusammen gezwitschert... (und der Bundestagsserver
brach des öfteren zusammen).

* Letzte Woche gab es Abmahnungen der BahnAG und C&A gegen
Blogger, die ihrerseits kommunikativ in die Offensive gingen -
über Nacht gaben die Angreifer auf, weil die Welle der
negativen Rückmeldungen RIESIG war (auf Twitter bekam man
mit, wie das abging...)

Twitter ist kein Freizeit-Plauder-Medium, obwohl es so
harmlos wirkt. Sondern das Instrument, mit dem gesellschaftliche
Prozesse noch einmal exponentiell beschleunigt werden.

Da bin ich lieber dabei als nur betroffen!
-----------------------------------------------------------------------------------

Und einen Twitter-Artikel im WWMAG, dem bald weitere folgen sollen

*Twitter: Vom Raum zum Schwarm (Teil I)
http://www.webwriting-magazin.de/twitter-vom-raum-zum-schwarm/


Lieben Gruß allen

Claudia


engin.be...@googlemail.com

ungelesen,
25.02.2009, 18:55:3825.02.09
an Webkompetenz-Forum
> HEUTE ist Twitter die "neueste Schicht" auf einer Zwiebel
> voller vernetztern Kommunikationesstrukturen, die von
> Abermillionen Menschen genutzt werden - alles und jeder ist
> "irgendwie" im Internet.
>
> Twitter ist EINFACH und beliebig nutzbar. Alles, was auf
> Twitter aufscheint, hat das Potenzial, binnen kurzem auf
> die gesamte Infostruktur des Netzes durchzuschlagen.

Da ich bisher nur Versatzstücke der "obersten Zwiebelschicht" zur
Kenntnis genommen habe und mein Eindruck, freundlich formuliert, nicht
der allerbeste war, äh, wo gibts denn mal was Brauchbares zu lesen aus
der Twitterei? Äh, Tweedverweise wären nett.
http://twitter.com/HumanVoice ?

Frank S.

ungelesen,
26.02.2009, 11:01:4226.02.09
an Webkompetenz-Forum
On 25 Feb., 14:26, Gedankenspiel <goo...@gedankenspiel.org> wrote:
> - Würde ich twittern, würde ich mich in der Selbstbeobachtung
> verlierenoder vom Multitasking überfordert werden. (Das ist eine
> persönliche Anmerkung, auf die ich keine Antwort erwarte - welche aber
> einen Kontext vorgibt)

Da hab ich mir soviel müde im vermeiden gegeben ;-)

> - Wie ist das bei euch? (Oder wie seht ihr das allgemein?) Ähnliche,
> andersartige und gegenteilige Erfahrungen / Perspektiven? (Das ist die
> Frage)

Ich fühl mich bisher definitiv nicht überfordert, wenn es zuviel wird
oder ich keine Zeit habe, dann verpass ich halt einfach Nachrichten.
Direkte Antworten an mich (@replies) oder direct messages kommen ja
trotzdem noch. Und wenn es allgemein zuviel wird, dann folge ich
zuvielen Leuten und sollte ein paar wieder entfernen.
Und ich muss zugeben, wie man sich in der "Selbstbeobachtug" verlieren
kann, ist mir nicht ganz klar.

Gruß
Frank

Stefan Münz

ungelesen,
26.02.2009, 14:25:0626.02.09
an Webkompetenz-Forum
Hallo Frank,

> Und ich muss zugeben, wie man sich in der "Selbstbeobachtug" verlieren
> kann, ist mir nicht ganz klar.

Ich glaube schon zu verstehen, was Gedankenspiel damit meinte. Er
bezog sich wohl auf meine hingeworfene Aussage, beim Twittern tippe
man einfach ein, was man gerade denkt oder tut. Wenn ich darüber
schreiben will, was ich gerade tue, und mir wird klar, dass das,
worüber ich schreiben wollte, schon längst nicht mehr das ist, was ich
gerade tue, weil ich ja mittlerweile etwas schreibe, dann wird es
sinnlos und unwahr zu schreiben "ich tue gerade das und jenes". Das
mag in dieser Form spitzfindig klingen, aber es ist was dran. Vor
allem dann, wenn man den Vorgang des Schreibens (wozu auch das Tippen
gehört) als einen Zustand erlebt, bei dem man sich aus dem übrigen
Herumgetue des Alltags irgendwie herauslöst und in eine Sphäre der
Reflexion eintaucht. In einem sollchen Zustand empfindet man
Zwitschern als Blasphemie -- man möchte _reden_.
Wahrscheinlich geht das nur jener Generation oder nur jenen Leuten so,
die sich schon mal mit solchen Dingen wie diesen hier beschäftigt
haben:
http://www.gleichsatz.de/b-u-t/trad/humb2.html
Also nimm's nicht übel ;-)

viele Grüße
Stefan Münz

Frank S.

ungelesen,
27.02.2009, 04:47:1527.02.09
an Webkompetenz-Forum


On 26 Feb., 20:25, Stefan Münz <stefan.mu...@googlemail.com> wrote:
> Also nimm's nicht übel ;-)

Also übel nehme ich bestimmt nichts, finde es ja eher interessant :-)
Aber das führt mich ja wieder zu den Aussagen zurück, die ich oben
schon geschrieben hatte - die Aussage, bzw. der Leitsatz "Was tust du
gerade?" ist für Twitter einfach falsch, auch wenn fast jeder so
anfängt. Gerade dadurch wird es als lächerliches und sinnloses
zwitschern wahr genommen, was es aber in der "richtigen" Nutzung
nachher einfach nicht mehr ist.

Und oft ist ein guter Tweet eher die Aufforderung und der Anfang einer
guten Diskussion, welche dann aber nicht mehr via Twitter statt finden
muss, oder gar sollte. Die Grenzen dieses Mediums sind also eigentlich
klar gesteckt und man sollte auf jeden Fall vermeiden Twitter jetzt
als einen Chat/Mail/whatever Ersatz zu sehen. Es füllt einfach eine
kleine Lücke in der Kommunikation, welche man vorher vielleicht gar
nicht bemerkt hat.

Versuchen sollte es jeder einmal und es nicht beurteilen, solange man
sich selber noch in der "Was tust du gerade?" Phase befindet :-)

Gruß
Frank

Claudia Klinger

ungelesen,
27.02.2009, 11:27:5427.02.09
an Webkompetenz-Forum

So, mittlerweile ist ja Stefan auf Twitter "angekommen", was natürlich
ein falscher Ausdruck ist, stammt er doch aus der "Raumerfahrung".

Grade hab ich den zweiten Teil meiner Basics-Serie über Twitter fertig
gestellt:

* <a href="http://www.webwriting-magazin.de/twitter-vom-raum-zum-
schwarm-teil-ii/">Vom Raum zum Schwarm - Teil II</a>

Mit Neuerungen im Netz hab ich immer so ein kleines Publishing-
Problem: Wenn ICH anfange, es intensiv zu nutzen bzw. zu erforschen,
ist die Zeit der "New-Adopter" üblicherweise schon vorbei. Es gibt
dann also schon jede Menge "How-To"-Artikel, so dass ich jedes Mal
glaube: dazu muss ich nun nicht AUCH NOCH WAS schreiben - schon gar
nicht über die Basics.

Aber falsch! Jedes Mal erlebe ich dann auch, dass mir Leute aus meiner
Stammleserschaft folgen und ebenfalls "einsteigen". Und anders als ich
denke, stehen sie vor einer Menge "unverständlicher Infos" und
überwältigend vielen Quellen, die mehrheitlich in Besprechung dieser
Sache schon einen ziemlichen Nerd- und Insider-Jargon pflegen. Und
allermeist die "Selbstverständlichkeiten" gar nicht mehr erläutern.

Also sind eigene Artikel dazu doch nicht ganz überflüssig - wenn sie
auch den Kundigen banal vorkommen mögen.

Beste Grüße
Claudia


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