Homepage

1 view
Skip to first unread message

Elmar

unread,
Jul 12, 2007, 12:53:02 PM7/12/07
to Webkompetenz-Forum
Ich habe noch eine "klassische" Homepage (genauer: einen klassischen
Site, die Homepage ist die Begrüßungs- oder Startseite des Sites),
denn diese vermittelt Wissen und so kann ich eine hierarchische
Struktur nach meinen Vorstellungen anbieten, wie im Artikel
angesprochen. Das Blog ist im Falle der Vermittlung langfristig
gültigen Wissens keine Alternative dazu, ebensowenig ein Wiki, beide
haben keine explizite beliebig tiefe Hierarchie (so weit ich weiß. Bei
einem Wiki könnte ich mir das aber gut vorstellen.).

Die Alternative für hierarchische Sites ist ein adäquates Content
Management System, z.B. Typo3. Leider ist in diesem Fall der Webspace
teurer (und ich verdiene kein Geld mit dem Site und will das auch
nicht). Aber ich denke, das wird sich ändern. Dann werde ich
umsteigen. Allerdings werde ich die jetzt schon über 2.000 Seiten
nicht von Hand einfügen, sondern über ein Skript. Durch rel-Tags kann
ab der Homepage die Struktur eindeutig traversiert werden (z.B. mit
dem Perl-HTML::Parser) und der Inhalt ist ebenso eindeutig auszulesen,
da generell in divs mit der ID "content" eingeschlossen (Hier zahlt
sich die "alte" Vorgehensweise aus: Seiten von Hand im Texteditor
schreiben und taggen, was nur mit Kenntnis von HTML möglich ist. U.a.
war mir SELFHTML eine gute Hilfe und dank seiner Struktur findet man
dort schnell das Gesuchte, was ich bezweifle, wäre der Inhalt in einem
Blog).

Ansonsten halte ich Blogs für die erste Wahl, besonders wenn Einträge
kommentiert werden sollen, und Wikis, wenn Wissen vermittelt werden
soll und die Hierarchie spielt keine Rolle. Es ist schon ein großer
Vorteil, was ohne Zusatzaufwand enthalten ist, besonders Tags, Suche
und RSS-/Atom-Feeds (ich musste das selbst programmieren).

Stefan Münz

unread,
Jul 12, 2007, 5:15:14 PM7/12/07
to Webkompetenz-Forum
Hallo Elmar,

> Ich habe noch eine "klassische" Homepage (genauer: einen klassischen
> Site, die Homepage ist die Begrüßungs- oder Startseite des Sites),
> denn diese vermittelt Wissen und so kann ich eine hierarchische
> Struktur nach meinen Vorstellungen anbieten, wie im Artikel
> angesprochen. Das Blog ist im Falle der Vermittlung langfristig
> gültigen Wissens keine Alternative dazu, ebensowenig ein Wiki, beide
> haben keine explizite beliebig tiefe Hierarchie (so weit ich weiß. Bei
> einem Wiki könnte ich mir das aber gut vorstellen.).

Bei einem Wiki kommt am Ende nichts anderes heraus als bei einer
statischen oder via Typo3 oder mit sonstwas erstellten Homepage:
nämlich HTML. Und HTML kennt keine Hierarchie. Da gibt es <a
href...>...</a> und fertig. Was du als Hierarchie bezeichnest, ist
etwas, das durch reine Optik im Layout entsteht: durch entsprechende
Navigationen, Breadcrumb-Pfade und dergleichen. Und so was kannst du
in einem Wiki ebenso abbilden wie sonstwo. Es gibt sicherlich CMSe,
die den hierarchischen Gedanken konsequenter unterstützen als ein
Wiki, aber das sind dann meistens CMSe, die im Prinzip nichts anderes
Online-Gliederungseditoren sind ("bastele dir eine Baumnavigation und
hänge die Webseiten daran auf") - eine zweifellos nützliche Software-
Gattung, aber irgendwie auch etwas starr.

"Vermittlung langfristig gültigen Wissens": Es ist zweifellos richtig,
dass eine chronologisch sortierte Präsentationsform sich nicht mit
systematischen Inhalten vertägt. Blogs können zwar sehr wohl um ein
oder wenige Themen kreisen, doch eben nur in Form loser Artikel, von
denen keiner den Anspruch erhebt, einen bestimmten Platz in einem
systematischen Ganzen einzunehmen. Es gibt auch Ausnahmen: so lässt
sich etwa das Prinzip der "Fortsetzungsromane" prima in ein Blog
übertragen. So was mache ich ja etwa mit dem Ajax-Tutorial.

Wenn das zu vermittelnde Wissen zum Zeitpunkt des Publizierens
tatsächlich endgültig und vollständig ist, ist eine statische, als
Baumhierarchie aufgebaute Zugangsweise wohl wirklich die beste. Das
mündet allerdings in die philosophische Frage, welches Wissen denn
eigentlich so endgültig ist, dass es die Arroganz besitzen darf, im
entsprechenden Gewand aufzutreten. Am Beispiel SELFHTML hatte ich
genau diese Diskussion und bin leider gescheitert. Meine Ansicht war,
dass SELFHTML sich nicht länger leisten kann, von der Machart her als
ein Werk aufzutreten, das vollständiges Wissen vermittelt. Wenn
nämlich das zu vermittelnde Wissen zwar systematischer Natur ist, aber
nicht unbedingt vollständig, dann ist ein Wiki gar keine schlechte
Lösung. Es ermöglicht die evolutionäre Weiterentwicklung und den
Ausbau von Inhalten, ohne eine einmal gewählte Grundsystematik
aufgeben zu müssen.

In dem Blogbeitrag, auf den sich dein Posting bezieht ...
http://webkompetenz.blogspot.com/2007/07/homepages-und-blogs.html
... geht es um die Alternativen klassiche Website vs. Blog.
Wenn der Inhalt in systematischer Wissensvermittlung besteht, entfällt
diese Alternative denke ich. Da geht es dann wirklich mehr um
klassische Website vs. Wiki.

Verrätst du uns denn auch noch die URL deiner 2000 Seiten? ;-)

viele Grüße
Stefan Münz

maletin

unread,
Jul 12, 2007, 8:13:38 PM7/12/07
to Webkompetenz-Forum
Hallo Elmar,

On 12 Jul., 18:53, Elmar <e...@elmar-baumann.de> wrote:
> [...] Ansonsten halte ich Blogs für die erste Wahl, besonders wenn Einträge


> kommentiert werden sollen, und Wikis, wenn Wissen vermittelt werden
> soll und die Hierarchie spielt keine Rolle. Es ist schon ein großer
> Vorteil, was ohne Zusatzaufwand enthalten ist, besonders Tags, Suche
> und RSS-/Atom-Feeds (ich musste das selbst programmieren).

Wikis können auch taggen und kommentieren.
Bei Mediawiki gibt es z.B. die Diskussionsseite und den [[Kategorie:]]
Befehl.

Elmar

unread,
Jul 13, 2007, 2:45:42 AM7/13/07
to Webkompetenz-Forum
On 12 Jul., 23:15, Stefan Münz <stefan.mu...@googlemail.com> wrote:

> nämlich das zu vermittelnde Wissen zwar systematischer Natur ist, aber
> nicht unbedingt vollständig, dann ist ein Wiki gar keine schlechte
> Lösung. Es ermöglicht die evolutionäre Weiterentwicklung und den
> Ausbau von Inhalten, ohne eine einmal gewählte Grundsystematik
> aufgeben zu müssen.

Hallo Stefan,

die Idee eines Wikis gefällt mir. Ich führte eines vor Jahren (um
2000) in meiner Firma ein. Dort wird es auch ausschließlich im
konstruktiven Sinne genutzt: Wissen auf dem aktuellen Stand zu halten
zu jedermanns Nutzen. Was im Wiki nicht "unterstützt" wird ist die
Individualität, was beim Vermitteln von Wissen von Vorteil sein kann
aber auch nachteilig ("trocken", "langweilig").

> Verrätst du uns denn auch noch die URL deiner 2000 Seiten? ;-)

http://www.elmar-baumann.de/

Viele Grüße
Elmar

Elmar

unread,
Jul 13, 2007, 2:49:35 AM7/13/07
to Webkompetenz-Forum
On 13 Jul., 02:13, maletin <oert...@googlemail.com> wrote:
> Wikis können auch taggen und kommentieren.
> Bei Mediawiki gibt es z.B. die Diskussionsseite und den [[Kategorie:]]
> Befehl.

Hallo,

das Mediawiki werde ich mir bei Gelegenheit anschauen. Wie sieht es
aus mit RSS/Atom-Feeds, die sind eine sinnvolle Erweiterungen zu den
RecentChanges, bei denen man jedesmal nachschauen muss, ob etwas
geändert wurde, was viele überflüssige Aufrufe bedeutet, die Zeit
kosten. Eine E-Mail-Benachrichtigung halte ich für keinen
gleichwertigen Ersatz.

Viele Grüße
Elmar

Stefan Münz

unread,
Jul 13, 2007, 3:05:55 AM7/13/07
to Webkompetenz-Forum
Hallo Elmar,

> http://www.elmar-baumann.de/

Das ist wirklich ein Web-Schatz, den ich mir gleich bebookmarkt habe!
Hab lange nicht mehr so ausführliche und mit so viel Begeisterung
zusammengetragene Information auf einer einzelnen Website gesehen.
Dabei alles sauber durchgestylt und verhypertextet. Wirklich klasse -
und in der Form womöglich doch zu schade, um ein Wiki draus zu machen
- da wünscht man dir eher, du mögest noch viel Freude mit einem Quanta-
Editor haben ;-)

viele Grüße
Stefan Münz

Elmar

unread,
Jul 13, 2007, 7:32:01 PM7/13/07
to Webkompetenz-Forum
Hallo Stefan,

danke für das Lob.

Viele Grüße
Elmar

King^Lully

unread,
Jul 15, 2007, 7:24:52 PM7/15/07
to Webkompetenz-Forum
> Ansonsten halte ich Blogs für die erste Wahl, besonders wenn Einträge
> kommentiert werden sollen,

Da hätte ich mal als (überzeugter ;) Nicht-Blogger und Nicht-
Inhaltsanbieter eine Frage. Wie ist das mit dem Feedback? Ist das im
allgemeinen erwünscht, auch wenn es kritisch ist? Warum bieten viele
Inhaltsanbieter nur dürre Kommentarbereiche, statt bspw. wie hier ein
komfortables Forum? Stimmt mein Eindruck, dass viele Inhaltsanbieter
angepasste Kommentarbeiträge erwarten und gerne auch mal zensieren?

Stefan Münz

unread,
Jul 16, 2007, 2:46:04 AM7/16/07
to Webkompetenz-Forum
Hallo King^Lully,

> Wie ist das mit dem Feedback? Ist das im
> allgemeinen erwünscht, auch wenn es kritisch ist? Warum bieten viele
> Inhaltsanbieter nur dürre Kommentarbereiche, statt bspw. wie hier ein
> komfortables Forum? Stimmt mein Eindruck, dass viele Inhaltsanbieter
> angepasste Kommentarbeiträge erwarten und gerne auch mal zensieren?

Dass es so ist wie es ist, liegt wohl einfach an den typischen Blogs-
Software-Produkten. Darin ist eine einfache Kommentarfunktion
vorgesehen, also eine board-artige Struktur, wo sich die Kommentare
aufs Ausgangsposting beziehen sollten. Bei vielgelesenen Blogs können
sich innerhalb der Kommentare auch mal Diskussionen ergeben. Ist aber
eher ein Ausnahmefall.

Bei blogger.com fand ich die eingebaute Kommentarfunktion von den
Templates her so blöd gelöst, dass ich sie lieber ganz abgeschaltet
habe und alle Reaktionen hierhin verlagerte.

Was die "Erwünschtheit" von Feedback betrifft, so ist das sicher von
Blogger zu Blogger verschieden. Da es keine gesetzliche
Veröffentlichungspflicht für User-Kommentare gibt, nehme ich an, dass
viel Unerwünschtes auch einfach gelöscht wird.

Um die Diskussionskultur innerhalb der Blogosphäre zu bewerten, darf
man aber nicht nur das Verhältnis zwischen Blog-Beiträgen und deren
Kommentaren betrachten. Viele interessante Diskussionen ergeben sich,
wenn Blogger in Blog-Beiträgen zu Blog-Beiträgen anderer Blogger
Stellung nehmen. Diese Blog-übergreifenden Diskussionen sind nur
leider nicht ganz so einfach greifbar, weil sie nicht in einer
geordneten Struktur wie einem Forum erscheinen, sondern lediglich über
einfache Links innerhalb der Blog-Beiträge verknüpft sind.

viele Grüße
Stefan Münz

King^Lully

unread,
Jul 16, 2007, 6:42:28 AM7/16/07
to Webkompetenz-Forum
> Dass es so ist wie es ist, liegt wohl einfach an den typischen Blogs-
> Software-Produkten. Darin ist eine einfache Kommentarfunktion
> vorgesehen, also eine board-artige Struktur, wo sich die Kommentare
> aufs Ausgangsposting beziehen sollten. Bei vielgelesenen Blogs können
> sich innerhalb der Kommentare auch mal Diskussionen ergeben. Ist aber
> eher ein Ausnahmefall.

Es gibt eigentlich relativ oft Diskussionen, die Nutzer behelfen sich
dann mit einem einfachen Adressierungssystem, also bspw. "@14" oder
"@Hamster" oder - wenn man nett sein will ;) - "@Hamster(14)".
Logischerweise funktioniert die Diskussion nicht so supergut, wenn ein
linear organisierter Kommentarbereich z.V. steht.
Hier habe ich den Verdacht, dass genau das vom Blogbetreiber
gelegentlich erwünscht ist, aus Gründen, die naheliegend sind, hier
aber nicht benannt werden sollen. ;)
Denn eigentlich sollte ein Forum Standard sein.

> Viele interessante Diskussionen ergeben sich,
> wenn Blogger in Blog-Beiträgen zu Blog-Beiträgen anderer Blogger
> Stellung nehmen.

Blog-Wars, ja kenne ich, cool! ;)
Aber so hast Du das natürlich nicht gemeint.

> Diese Blog-übergreifenden Diskussionen sind nur
> leider nicht ganz so einfach greifbar, weil sie nicht in einer
> geordneten Struktur wie einem Forum erscheinen, sondern lediglich über
> einfache Links innerhalb der Blog-Beiträge verknüpft sind.

Mir fiel auf, dass BloggerSW andere Blogs durchsucht und gegenseitige
Zitate in die Kommentarbereiche einspielt. Ein bemerkenswertes
Feature.

Wollen Blogger eigentlich diskutieren?

Stefan Münz

unread,
Jul 16, 2007, 9:11:51 AM7/16/07
to Webkompetenz-Forum
Hallo King^Lully,

> Es gibt eigentlich relativ oft Diskussionen, die Nutzer behelfen sich
> dann mit einem einfachen Adressierungssystem, also bspw. "@14" oder
> "@Hamster" oder - wenn man nett sein will ;) - "@Hamster(14)".

Ja, das ist die alte Crux aller Board-Systeme. Siehe
http://aktuell.de.selfhtml.org/artikel/gedanken/foren-boards/

Ein separates Forum wie hier hat allerdings zur Folge, dass dort auch
Diskussionen entstehen, die nichts mit Blogbeiträgen zu tun haben.
_Hier_ ist das ja auch ausdrücklich erwünscht. Aber andere Blog-
Anbieter wollen vielleicht wirklich nur Diskussionen über ihre
Blogbeiträge und kein unabhängiges Forum. Gut gelöst ist das software-
seitig finde ich bei Heise oder Golem, wo es zu allen News-Einträgen
eine Art News-spezifisches Forum gibt, das auch die Thread-Darstellung
ermöglicht.

> Logischerweise funktioniert die Diskussion nicht so supergut, wenn ein
> linear organisierter Kommentarbereich z.V. steht.
> Hier habe ich den Verdacht, dass genau das vom Blogbetreiber
> gelegentlich erwünscht ist, aus Gründen, die naheliegend sind, hier
> aber nicht benannt werden sollen. ;)
> Denn eigentlich sollte ein Forum Standard sein.

Es liegt zunächst einfach an der Blog-Software. Keines der bekannten
Systeme wie Wordpress und Konsorten bietet meines Wissens von Haus aus
eine thread-basierte Diskussionserweiterung. Allerdings kann ich mich
da auch täuschen, so viel weiß ich über diese Produkte auch nicht. Ich
würde jedenfalls nicht gleich schließen wollen, Blogger seien von Haus
aus reine Selbstdarsteller, die höchstens Fußnoten zu ihren
Eingebungen dulden, aber keine offenen Auseinandersetzungen. Viele
haben vielleicht nur deshalb kein "richtiges" Forum, weil die
verwendete Blog-Software keines bietet - oder, und das soll ja auch
vorkommen, dass die Blogger selber thread-basierte Foren gar nicht
mögen.

> Mir fiel auf, dass BloggerSW andere Blogs durchsucht und gegenseitige
> Zitate in die Kommentarbereiche einspielt. Ein bemerkenswertes
> Feature.

Das ist die sogenannte Trackback-Funktion.

> Wollen Blogger eigentlich diskutieren?

Was sie wollen oder wollen sollten, hat gerade heute Roman Hanhart
finde ich in seinen "Tipps für Jung-Blogger" gut beschrieben:
http://blog.yoda.ch/?p=1493
Was die Diskussionsbereitschaft betrifft, so gibt es unter den
Bloggern sicher solche und solche, genau wie in anderen "Gruppen"
auch.

viele Grüße
Stefan Münz

Reply all
Reply to author
Forward
0 new messages