ja, das mit dem Identitätsmanagent:
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Semantisch scheint es eher um etwas anderes zu gehen, denn Identität
bedeutet Selbstheit, auch im Sinne von Eindeutigkeit. "role
management" wäre eigentlich treffender, ist aber schon von den
Berechtigungssystemen besetzt. "personality management" vielleicht,
aber auch missverständlich, wobei ich gerne mal davon spreche, dass
jemand eine bestimmte Persönlichkeit fährt. Dann wäre es aber wieder
eine Rolle und dieses Wort ist ja schon besetzt.
Warum heisst das Ding überhaupt Identitätsmanagement? Nun, weil aus
Sicht des Einzelsystems eine Identität vorliegt.
MKG
Lully
> Semantisch scheint es eher um etwas anderes zu gehen, denn Identität
> bedeutet Selbstheit, auch im Sinne von Eindeutigkeit. "role
> management" wäre eigentlich treffender, ist aber schon von den
> Berechtigungssystemen besetzt. "personality management" vielleicht,
> aber auch missverständlich, wobei ich gerne mal davon spreche, dass
> jemand eine bestimmte Persönlichkeit fährt. Dann wäre es aber wieder
> eine Rolle und dieses Wort ist ja schon besetzt.
Stimmt schon - "Identitätsmanagement" klingt irgendwie schief. Aber
genau diese Schieflage macht finde ich den gewissen Reiz des Wortes
aus. Früher war man auf der Suche nach seiner Identität, heute managt
man sie einfach ;-)
Korrekt ist auch, dass "Identität" eigentlich gerade das
Unverwechselbare, Authentische, Singuläre einer Person bezeichnet. Das
Einnehmen von Rollen, der spielerische Umgang mit Pseudonymen und
"falschen Identitäten" ist eigentlich gerade _keine_ Identität. Oder
am Ende doch? Denn was ist Identität letztlich, und warum wurde und
wird denn so viel danach gesucht? Doch deshalb, weil das Selbst immer
kleiner wird, je näher man ihm kommt, und wenn man es praktisch
erreicht hat, löst es sich praktisch in Nichts auf. Im nächsten
Schritt lernt der Weisheitslehrling dann, dass man nichts von seiner
Identität hat, wenn man versucht, darauf zu hocken wie eine Henne auf
dem Ei. Man muss aus ihr heraus handeln. Also muss man sich wieder von
ihr wegbegeben. Mit der Sonne im Rücken gewissermaßen, wie es in
Goethes Faust heißt. Doch in welche Himmelsrichtung soll man gehen? Da
gibt es viele. Die Antwort: alle Richtungen stehen offen, und es ist
durchaus Zeit genug, um mehrere einzuschlagen. Welche genau, das
könnte man als das begreifen, was mit "Identitätsmanagement" gemeint
ist.
Ommmm ;-)
viele Grüße
Stefan Münz