In a strange coincidence, another Jewish Konzertmeister of primo Central European 'ensemble culture' died yesterday: Michael Schwalbé of the Berlin Philharmonic passed away in Berlin, aged 92.
Born in Radom, Poland in 1919, he studied with Moritz Frenkel at the Academy of Music in Warsaw. He continued his musical studies at Georges Enescu and Pierre Monteux in Paris, where he graduated in 1938. In 1940, he fled to Lyon, where he served as concertmaster of the local symphony orchestra. In 1944, he fled again from German soldiers by hiding in a moving van to Switzerland. There he was established in 1946 as concertmaster of L'Orchestre de la Suisse Romande.
Herbert von Karajan brought him to the BPO in 1957, a post which he retained till his retirement in 1986. He played on the violin 'King Maximilian' (1709) by Antonio Stradivari.
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<< Michael Schwalbé ist tot
Berlin, 10.10.2012. Michel Schwalbé, der ehemalige Konzertmeister des Berliner Philharmonischen Orchesters, ist in der Nacht auf den 9. Oktober im Alter von 92 Jahren in Berlin verstorben. Der Geiger war von 1957 bis 1985 Konzertmeister des weltberühmten Klangkörpers.
Michel Schwalbé wurde am 27. Oktober 1919 in Radom (Polen) geboren. Nach seinem Abitur 1933 begann er ein Studium am Pariser Konservatorium bei Georges Enescu, Jules Boucherit und Pierre Monteux an. 1940 floh Schwalbé nach Lyon, wo er von 1942 bis 1944 als Konzertmeister des dortigen Symphonieorchesters tätig war. 1944 musste er Frankreich ebenfalls verlassen und floh in die Schweiz, wo er er Konzertmeister des Schweizer Festspielorchesters in Luzern und des Orchestre de la Suisse Romande wurde. Ebenfalls unterrichtete er ab 1948 am Konservatorium in Genf und gründete eigene Kammermusikformationen. 1957 zog er als Akt der Versöhnung mit dem Nachkriegsdeutschland nach Berlin, wo er unter Herbert von Karajan als Konzertmeister der Berliner Philharmoniker wirkte. Ab 1963 unterrichtete er darüber hinaus auch an der Berliner Musikhochschule. Nach seiner Pensionierung wurde er oft als Juror berufen und war als Berater für Orchester und Solisten tätig. Schwalbé gab darüber hinaus zahlreiche Meisterklassen inner- und außerhalb von Europa.
Schwalbé trat in vielen Ländern als Solist, mit Kammermusik-Ensembles wie den Philharmonischen Solisten und als Dirigent auf. Er erhielt u.a. den Sarasate-Preis (1938), eine Auszeichnung beim Wettbewerb von Scheveningen (1948) und wurde zum Ritter des Ordre national de la Légion d'honneur ernannt (1990). Er wurde mit dem Leopold the Second Distinguished Service Order ausgezeichnet und erhielt das Bundesverdienstkreuz. >>