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NotÄrzte unter sich

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Herwig Huener AQSR

unread,
May 10, 2012, 5:12:34 PM5/10/12
to
22 Floréal an 220 de la Révolution
23:12:34 +0200

Ich finde es nicht mehr - ist mir heute über den
Weg gelaufen. Ein Forum, wo Mediziner oder
MedizinStudenten über Medizin diskutieren. Also
ein RatlosigkeitsPortal.

Der Thread, in den ich irgendwie reinkam, thematisierte,
welcher Arzt als NotArzt am besten ist - also Chirurg,
Internist, Gynokologe, Pädiatriker, was immer.

Was ich mitgenommen habe: Besser drei Wochen vor dem
NotFall in der RettungsLeitStelle anrufen, um den
DienstPlan zu optimieren.

Diese Vorstellung: Man liegt mit zerfetzten Gliedern
am StrassenRand, und dann kommt ein TiefenPsychologe
und erklärt einem, dass das Problem schon in der
Kindheit während der analen Phase angefangen hat.

Herwig

--
******************************************************
* Herwig Huener http://www.die-quantenrente.de *
* Assistierender QuantenScharfRichter *
******************************************************

Muck Krieger

unread,
May 10, 2012, 5:41:55 PM5/10/12
to
Herwig Huener AQSR wrote:

> Ich finde es nicht mehr

Bist du so paranoid, daß dein BrowserVerlauf permanent
gelöscht wird?

> Diese Vorstellung: Man liegt mit zerfetzten Gliedern
> am StrassenRand, und dann kommt ein TiefenPsychologe
> und erklärt einem, dass das Problem schon in der
> Kindheit während der analen Phase angefangen hat.

Naja, man könnte glaubhaft versichern daß man diese
Disposition bereits beim Austritt aus dem Geburtskanal
nicht mehr umkonfigurieren konnte ...

Könnte schlimmer sein - gerade plärrt mir so eine Tussi
"ich bin die Königion der Feuchttücher" in der Werbe-
Unterbrechung entgegen. Vorhin hat mich SCHEIDENPILZ
DROHT geweckt ... und ich hatte wohl neulich nur geträumt,
daß eine neue Regelung der EBU (European Broadcasting
Union) die überlaute Werbung reduzieren sollte ...

Mu-alteseriensindeigentlichdasbesteschlafmittel-ck

Benedict Mangelsdorff

unread,
May 11, 2012, 12:58:20 AM5/11/12
to
Am 10.05.2012 23:41, schrieb Muck Krieger:
[...]
> Naja, man könnte glaubhaft versichern daß man diese
> Disposition bereits beim Austritt aus dem Geburtskanal
> nicht mehr umkonfigurieren konnte ...

Shshshsh! Nicht so laut, sonst kommen die Versicherer auf dumme Gedanken.

> Könnte schlimmer sein - gerade plärrt mir so eine Tussi
> "ich bin die Königion der Feuchttücher" in der Werbe-
> Unterbrechung entgegen. Vorhin hat mich SCHEIDENPILZ
> DROHT geweckt ... und ich hatte wohl neulich nur geträumt,
> daß eine neue Regelung der EBU (European Broadcasting
> Union) die überlaute Werbung reduzieren sollte ...

Sollte, wollte, müsste, dürfte, hätte.

Konjunktive sind das Vokabular von Schwätzern.

Ich bin sicher, dass viele Firmen ohne zu zögern gern weiter gegen
jedwede Regel verstossen, wenn man jeden Tag einen ihrer Mitarbeiter
öffentlich hinrichtet - solange es keine Putzfrau und kein Hausmeister ist.


ttyl8er, bm.

--
e=mc² ± 2 dB

Benedict Mangelsdorff

unread,
May 11, 2012, 1:33:09 AM5/11/12
to
Am 10.05.2012 23:12, schrieb Herwig Huener AQSR:
[...]
> Diese Vorstellung: Man liegt mit zerfetzten Gliedern
> am StrassenRand, und dann kommt ein TiefenPsychologe
> und erklärt einem, dass das Problem schon in der
> Kindheit während der analen Phase angefangen hat.

Die Notversorgung (Verbinden, Plastiktüte) wird noch gerade so von der
Kasse abgedeckt, weitere Behandlungen fallen unter IGeL.

Nichts ist so zynisch wie die Realität.

Der allgemeine Sprachgebrauch macht es deutlich.

In 'Institutionen' (Ämtern, Versicherungen, Banken etc.) arbeiten
'Sachbearbeiter'. Welche 'Sachen' 'bearbeiten' die da wohl?

Im Neusprech heissen die 'Sachbearbeiter' mancherorts 'Fallmanager'.
Neusprech 2.0. Die 'Sache' wird zum 'Fall' und muss nicht mehr
'bearbeitet', sondern 'gemanaged' werden.

Deswegen nennt man z.B. Putzleute heute wohl auch 'Bodenkosmetiker',
'Gebäudepflegemanager' oder denkt sich gleich ganz neue Begriffe aus.

Ein Häkchen hier, ein Textbaustein da, ein Mausklick dort - und schon
ist wieder Feierabend. Chinesen-Knopf 3.0.

Schöne neue bunte Welt der Verwaltung. 'Standardaufgaben' werden so
konfektioniert, dass sie problemlos von Affen 'erledigt' werden können,
solange genug Bananen bereitstehen.

Optimierung: Bananen sind teuer, die vollständige Migration auf ein
ELIZA-Derivat leider noch nicht durchgeführt.

Ein 'Manager' sieht hier sofort Potenzial, das noch umgesetzt werden
muss - inklusive Transfer der gesamten 'Dienstleistung' zum billigsten
Anbieter bei Erhöhung des Geldflusses durch die 'Pflichtigen' (also uns).

Teuer, schmal und schlecht - so macht man 'Wachstum'. Die TK-Branche
z.B. macht es uns seit Jahren vor.


Letztendlich geht es bei unserer gesamten Existenz nur noch um die
Umverteilung virtueller Güter. Einzelpersonen müssen sich schon gewaltig
anstrengen, um dabei wenigstens Störfaktoren zu werden.

Das ist _unsere_ Aufgabe.


ttyl8er, b'Doctor Tarr and Professor Feather'm.

--
e=mc² ± 2 dB

Ruediger Lahl

unread,
May 11, 2012, 1:45:40 AM5/11/12
to
Herwig Huener AQSR <Herwig...@t-online.de> wrote:

> Ich finde es nicht mehr - ist mir heute über den
> Weg gelaufen. Ein Forum, wo Mediziner oder
> MedizinStudenten über Medizin diskutieren. Also
> ein RatlosigkeitsPortal.

Der hier? http://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?t=67688

> Was ich mitgenommen habe: Besser drei Wochen vor dem
> NotFall in der RettungsLeitStelle anrufen, um den
> DienstPlan zu optimieren.

Grundsätzlich sind das alles Ärzte, die zuerst einmal Allgemeinmedizin
studiert haben. Für eine vorklinische Stabilisierung des Patienten dürfte
die Ausbildung ausreichend sein. Was erwartest du denn von dem Notarzt? Der
soll dich nicht heilen, sondern lediglich beurteilen, ob du gleich in die
Klinik musst, oder warten kannst, bis dein Hausarzt die Praxis öffnet. Das
kann auch ein Hautarzt noch leisten. Auch wenn sein Praxisalltag anders
aussieht, so wird er durch seine Notarzteinsätze schon genügend Übung
haben, um ausreichend genaue Diagnosen zu stellen.

An einem Unfallort geht er den anwesenden Rettungssanitätern nur zur Hand.
So viele Behandlungsmöglichkeiten hat er da gar nicht und eine Spritze
setzen, kann er.

> Diese Vorstellung: Man liegt mit zerfetzten Gliedern
> am StrassenRand, und dann kommt ein TiefenPsychologe
> und erklärt einem, dass das Problem schon in der
> Kindheit während der analen Phase angefangen hat.

Ist ein Psychologe ein Arzt?
--
bis denne

Michael Müller

unread,
May 11, 2012, 2:53:27 AM5/11/12
to
On 11.05.2012 07:33, Benedict Mangelsdorff wrote:
> In 'Institutionen' (Ämtern, Versicherungen, Banken etc.) arbeiten
> 'Sachbearbeiter'. Welche 'Sachen' 'bearbeiten' die da wohl?
Ab und an soll es ja vorkommen, dass auch eine junge Kundin bearbeitet wird.

Grüße
Michael

Benedict Mangelsdorff

unread,
May 11, 2012, 7:37:35 AM5/11/12
to
Spätestens, wenn er die junge Dame als 'Sache' bezeichnet, bedarf er
anschliessend selbst einer 'Bearbeitung'.

Dr. Joachim Neudert

unread,
May 11, 2012, 9:02:50 AM5/11/12
to
Am 11.05.12 07:45, schrieb Ruediger Lahl:
Nein.
Es gibt ärztliche Psychotherapeuten, das sind Ärzte mit abgeschlossenem
Studium der Humanmedizin (damit ist man "praktischer Arzt", nicht mehr,
nicht weniger), die sich auf Psychotherapie verstehen oder spezialisiert
haben (da sind also durchaus Hausärzte dabei!), diese ärztlichen
Psychotherapeuten dürfen bei Kassenzulassung also z.B. Medikamente
rezeptieren.

Dann gibt es Psychiater (Psycho-Ärzte), die sich mit den harten
Geisteskrankheiten (Psychosen) beschäftigen. Schizophrenie, Zyklothymie,
Paranoia. Pharmakotherapie, forensische Psychiatrie, all die harten Dinge.

Dann gibt es Psychologen. Die haben Psychologie studiert, können
Psychotherapien offerieren, aber keine Rezepte ausstellen, und auch kein
ärztliche Nothilfe leisten.

So etwa.

Gruß

Joachim

(schwierig ist es wenn niedergelassene Pathologen zum KV-Dienst
eingeteilt sind (das ist so, approbierter Arzt ist Arzt, mein Kumpel
niedergelassener Herzchirurg muß auch mitmachen, ich selber eh' aber
Internisten als Generalisten wissen sich meist gut zu helfen, Chirurgen
sowieso) ) und keinen Vertreter organisiert bekommen.
Die wissen zwar sonst hinterher immer alles besser ("postmortale
Klugscheisser"), aber wenn man sie vorher am noch lebenden Subjekt
befragt und zu Entscheidungen zwingt, geht das manchmal suboptimal
aus... ;-) )

Alexander Kluss

unread,
May 11, 2012, 10:45:01 AM5/11/12
to
Am 11.05.2012 15:02 schrieb Dr. Joachim Neudert das hier:

> (schwierig ist es wenn niedergelassene Pathologen zum KV-Dienst
> eingeteilt sind (das ist so, approbierter Arzt ist Arzt, mein Kumpel
> niedergelassener Herzchirurg muß auch mitmachen, ich selber eh' aber
> Internisten als Generalisten wissen sich meist gut zu helfen, Chirurgen
> sowieso) ) und keinen Vertreter organisiert bekommen.
> Die wissen zwar sonst hinterher immer alles besser ("postmortale
> Klugscheisser"), aber wenn man sie vorher am noch lebenden Subjekt
> befragt und zu Entscheidungen zwingt, geht das manchmal suboptimal
> aus... ;-) )

Das erinnert mich wieder an das Schild, das im BWKrhs Ambg mal hing.

Der Internist weiß alles und kann nix.
Der Chirurg kann alles und weiß nix.
Der Psychologe weiß das er nichts kann.
Der Pathologe weiß alles und kann alles - aber es hilft nix mehr.

Gruß Alex
--
Rechtschreibfehler entstehen durch die Datenübertragung und sind vom
Autor nicht zu beeinflussen.
http://www.seamonkey-project.org

Herwig Huener AQSR

unread,
May 11, 2012, 5:23:23 PM5/11/12
to
23 Floréal an 220 de la Révolution
23:23:23 +0200

Muck Krieger wrote:

>> Ich finde es nicht mehr

> Bist du so paranoid, daß dein BrowserVerlauf permanent
> gelöscht wird?

Mein häuslicher Browser ist so paranoid, dass er nicht
die Historie meines dienstlichen Browsers kennt.

Herwig Huener AQSR

unread,
May 11, 2012, 5:45:36 PM5/11/12
to
23 Floréal an 220 de la Révolution
23:45:36 +0200

Dr. Joachim Neudert wrote:

> ...

> Dann gibt es Psychologen. Die haben Psychologie studiert, können
> Psychotherapien offerieren, aber keine Rezepte ausstellen, und auch kein
> ärztliche Nothilfe leisten.

Die Kirche hat das aber besser organisiert - da dürfen
im Notfall Laien (also wenigstens "gläubige", also
KircheSteuer-zahlende Laien) gewisse Dinge machen,
wenn ein Pfarrer nicht mehr rechtzeitig erreichbar
ist - etwa einen Säugling taufen, der gerade am
Sterben ist. Oder eine Ehe kirchlich schliessen,
wenn einer der Partner ebenfalls mit dem Tod kämpft.

Wobei ich, fällt mir jetzt auf, eine gewisse
Rekursivität sehe - jemand, der in der Kirche ist,
könnte so das "HilfsPersonal" aus den Reihen der
anwesenden Agnostiker vermehren. - Werden die dann
KirchenSteuer-pflichtig? Werden sie es, wenn sie
sich nur unter Protest haben taufen lassen?

Das sind alles Szenarien, die haben wir damals im
KonfirmandenUntericht nicht gelernt. Die Mediziner
haben es da einfacher - Entscheidungen sind nur dringlich,
solange der Patient noch atmet. Die Kirchen fühlen sich
erst richtig zuständig, wenn er nicht mehr atmet.

BTW, um wieder Topic-näher zu sein: Darf ein NotArzt
die letzte Ölung geben? Haben NotArztWagen das notwendige
HandWerksZeug dabei? Was ist, wenn der Patient um
einen Exorzismus nachsucht - kann ja sein, dass er
an sowas glaubt, dass die Symptomatik dringlich erscheint
und dass der Patient sich danach deutlich wohler fühlt.

Was ist - gar nicht so weit hergeholt - wenn jemand über
112 gleich um einen Pfarrer bittet? Muss die
RettungsLeitStelle der Beteuerung, dass ein Arzt nicht
mehr von Nutzen sein kann, Glauben schenken? Könnte ja
sein, dass es ein Arzt ist, der diesen Ruf absetzt.

Wer konstruiert noch mehr solche Situationen?

Herwig Huener AQSR

unread,
May 11, 2012, 5:52:00 PM5/11/12
to
23 Floréal an 220 de la Révolution
23:52:00 +0200

Ruediger Lahl wrote:

> ...

> Der hier? http://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?t=67688

Ich glaube, ja. THX

Das Problem beim dienstlischen Surfen ist, dass auch die
Lektüre leichtintellektueller Seiten durch das Arbeiten
unterbrochen werden kann, weil das natürlich Priorität

Patrick Grochowy

unread,
May 11, 2012, 8:04:33 PM5/11/12
to
"Herwig Huener AQSR" <Herwig...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag news:johavr$jm5$1...@news.albasani.net...
> [...]
> Der Thread, in den ich irgendwie reinkam, thematisierte,
> welcher Arzt als NotArzt am besten ist - also Chirurg,
> Internist, Gynokologe, Pädiatriker, was immer.
> [...]

Laut diesem Artikel (bzw. dem hippokratischen Eid) sind
Chirurgen gar keine Ärzte:

<http://www.scilogs.de/blogs/blog/anatomisches-allerlei/2012-05-11/melancholia-hippocratica>

Hihi ...

Gruß Paddy
--
gadgets.grochowy.de - Tools und Helferlein
www.geomnesia.de - Geo-Shortlinks

Dr. Joachim Neudert

unread,
May 12, 2012, 12:48:12 AM5/12/12
to
Am 11.05.12 23:45, schrieb Herwig Huener AQSR:

> Wer konstruiert noch mehr solche Situationen?
>
> Herwig
>

Walter Moers- "Das kleine Arschloch". Am Telefon der Telefonseelsorge.

"Ja,
Jaa....
ich verstehe.
Uh.
Oh!
Nein!
Das ist ja wirklich ausweglos.

Selbstmord?

Jaa, das könnte eine Lösung sein..."

Dr. Joachim Neudert

unread,
May 12, 2012, 1:16:53 AM5/12/12
to
Am 12.05.12 02:04, schrieb Patrick Grochowy:
> "Herwig Huener AQSR" <Herwig...@t-online.de> schrieb im Newsbeitrag news:johavr$jm5$1...@news.albasani.net...
>> [...]
>> Der Thread, in den ich irgendwie reinkam, thematisierte,
>> welcher Arzt als NotArzt am besten ist - also Chirurg,
>> Internist, Gynokologe, Pädiatriker, was immer.
>> [...]
>
> Laut diesem Artikel (bzw. dem hippokratischen Eid) sind
> Chirurgen gar keine Ärzte:
>
> <http://www.scilogs.de/blogs/blog/anatomisches-allerlei/2012-05-11/melancholia-hippocratica>
>
> Hihi ...
>
> Gruß Paddy

Das sagen wir Internisten schon lange!

Wenn Ihr meint, man könnte sich zwischen Fandroiden und Apple-Fanboyz
gut kabbeln, dann habt ihr diese Konstellation noch nicht erlebt...

Muck Krieger

unread,
May 12, 2012, 4:45:19 AM5/12/12
to
Herwig Huener AQSR wrote:

> Mein häuslicher Browser ist so paranoid, dass er nicht
> die Historie meines dienstlichen Browsers kennt.

Du treibst dich dienstlich in Notfalltherapie-Foren herum?

Äh, dienstlich in diesem Universum? Ist dein Chef so krank?
Oder muß ich das als Aufgabe deiner Entität als amtierender
Quantenscharfrichter verstehen?

Wie auch immer, schönes Wochenende!

Mu-reisenbildet-ck

Thomas Flaig

unread,
May 12, 2012, 8:53:23 AM5/12/12
to
Am 2012-05-11, schrieb Herwig Huener AQSR :
> Die Kirche hat das aber besser organisiert - da dürfen
> im Notfall Laien (also wenigstens "gläubige", also
> KircheSteuer-zahlende Laien) gewisse Dinge machen,
> wenn ein Pfarrer nicht mehr rechtzeitig erreichbar
> ist - etwa einen Säugling taufen, der gerade am
> Sterben ist.
Die Taufe darf sogar jeder spenden, dazu muß man selbst nicht in der
Kirche sein, nur die Taufhandlung als solche muß "im Sinne der Kirche"
erfolgen.

ciao
Thomas
--
"I think they're going to take all this money that we spend now on war and
death --" - "And make them spend it on life."
-- Edith Keeler and Kirk, "The City on the Edge of Forever",
stardate unknown.

Rainer Knaepper

unread,
May 12, 2012, 9:30:00 AM5/12/12
to
triody...@t-online.de (Muck Krieger) am 10.05.12:
>Herwig Huener AQSR wrote:

>> Ich finde es nicht mehr

>Bist du so paranoid, daß dein BrowserVerlauf permanent
>gelöscht wird?

Beim Arbeitsplatzrechner in der Firma? Jawoll!

Aus Gründen.

Rainer

--
Nicht Techniker und Programmierer sind die neuen Softwarearchitekten
sondern Juristen und Politiker. (Benedict Mangelsdorff in ger.ct)

Stefan Blumenrath

unread,
May 12, 2012, 5:50:58 PM5/12/12
to
Hallo Patrick Grochowy, Du schriebst:

> Laut diesem Artikel (bzw. dem hippokratischen Eid) sind
> Chirurgen gar keine Ärzte:
>
> <http://www.scilogs.de/blogs/blog/anatomisches-allerlei/2012-05-11/melancholia-hippocratica>

Sehr geil, ich habe erst nich auf den Autor geachtet, aber nach drei
Zeilen dachte ich sofort an hwicht... Strike! Und Danke für den Link,
ich schau ins scilogs viel zu selten rein.

Schöne Grüße
Stefan

--
_________________________________
/ Die Opfergalerie einer Katze \
<http://www.der-mut-macher.de/og.php>

Eike Kroemer

unread,
May 14, 2012, 4:34:13 AM5/14/12
to


Am 11.05.2012 07:45 Ruediger Lahl wrote:
> Herwig Huener AQSR <Herwig...@t-online.de> wrote:
>
> Grundsätzlich sind das alles Ärzte, die zuerst einmal Allgemeinmedizin
> studiert haben. Für eine vorklinische Stabilisierung des Patienten dürfte
> die Ausbildung ausreichend sein. Was erwartest du denn von dem Notarzt? Der
> soll dich nicht heilen, sondern lediglich beurteilen, ob du gleich in die
> Klinik musst, oder warten kannst, bis dein Hausarzt die Praxis öffnet. Das
> kann auch ein Hautarzt noch leisten. Auch wenn sein Praxisalltag anders
> aussieht, so wird er durch seine Notarzteinsätze schon genügend Übung
> haben, um ausreichend genaue Diagnosen zu stellen.
>
> An einem Unfallort geht er den anwesenden Rettungssanitätern nur zur Hand.
> So viele Behandlungsmöglichkeiten hat er da gar nicht und eine Spritze
> setzen, kann er.

Autsch.
Da sieht die Realität m.E. etwas anders aus, jedenfalls wenn der Patient
ein ernsthaftes Trauma hat. Der Notarzt hat dich lebend ins Krankenhaus
zu bekommen und ggf. Deine Bergung zu ermöglichen, dazu sollte er Dir
die Schmerzen nehmen und Dich relaxieren können (und zwar sofort, nicht
in 5min) und dazu hätte er besser Erfahrung mit Intubation.

Nicht ohne Grund stellen ADAC und DRF schon spezielle Anforderungen an
die Ärzte, die ihnen vom Vertragskrankenhaus zum Mitfliegen angeboten
werden.

Was Du also haben willst (und womit zumindest in Norddeutschland wenn
möglich primär die Rettungsmittel besetzt werden), ist ein Anästhesist
mit Fortbildung Rettungsmedizin und 5+ Jahren Erfahrung (in der Rettung).

Chirurgen können zwar besser schneiden aber nicht beatmen und haben
keine Ahnung von Biochemie/Pharmakologie. Hausärtzte, Internisten haben
schlicht nicht die Erfahrung mit schnellwirkenden Medikamenten und, wenn
sie sich einschätzen können, auch Angst, sie zu verwenden, da sie für
folgenden Atemstillstand keinen Plan B haben.

Mit Deiner Beurteilung der Rolle des Notarztes hast Du dort recht, wo
- der Notarztdienst ähnlich dem hausärtlichen Notdienst aus einem Pool
besetzt wird, in den alle dürfen (m.W. ist heutzutage die FB
Rettungsmedizin Voraussetzung, aber es gibt 'Bestandsschutz') oder
- er angeschlossen ist an ein kleineres Krankenhaus, das ihn aus seinem
Stammpersonal besetzt, und das typischerweise keine ITS für schwere
Fälle hat.
Wenn kein rettungs-erfahrener Arzt mitfährt, könntest Du mit den dann
besser ausgebildeten RA besser bedient sein.

Leider ist die inkompetente Besetzung zumindest in ländlichen Gebieten
Standard, da man die Besetzung eines Bereitschaftsdienstes mit echten
Fachkräften nicht bezahlen will.

Nochmal zur Rolle der Klinik bei der Notfallrettung:
In den USA, fahren auf den Rettungsmitteln paramedics, die lediglich
eine Erststabilisierung durchführen und dich dann asap in die
Notfallaufnahme bringen, die dann mit traumaerfahrenen ärztlichen
Fachkräften besetzt ist.
In D ist das Prinzip anders, nämlich darauf ausgelegt, das
Patientenleben auf der Straße zu retten (tradeoff: schlechtere
Bedingungen aber schneller) und dann stabilisiert in (irgend)einem
Krankenhaus abzuladen.
Nur bei schweren Traumen oder speziellen Bedarfen geht's hinterher in
ein Traumazentrum (von denen es nicht viele gibt) oder an eine
spezialisierte Einrichtung (Herzzentrum, Möglichkeit zu CT,
Neurochirurgie, ...)

Last but bei weitem not least: Der _Notarzt_ ist derjenige, der wenn er
die Erfahrung, die Verbindungen und das Durchsetzungsvermögen hat, Dich
in das Krankenhaus bringen kann, in dem Du mit Deiner speziellen
Diagnose am besten aufgehoben bist. Und das macht für Dich allzuhäufig
den Unterschied zwischen Überleben und Genesung aus.



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