Es ist möglicherweise nur die Interpretation der taz über das Papier.
Cohn Bendit schein auf allen Hochzeiten zu tanzen.
Hier werden wieder alte Ideen (Finanztransaktionssteuer)
wiederverwertet. Und man will die Macht des Europaparlament stärken
(kein Wunder bei Mitgliedern des EP).
Man befürwortet Föderalismus, will aber eine einheitliche
Wirtschaftspolitik. Die Rolle der Banken bei den krisenhaften
Zuständen in Süd- und Osteuropa wird nicht thematisiert.
Fragen wird doch mal, bei wem diese Länder eigentlich verschuldet sind
und wer von ihren Zinsen profitiert?
Fragen wir doch mal, ob die aufgezwungene Sparpolitik nicht das
Exekutieren eines langfristigen Plans zum Sozialabbau und zur
Umgestaltung der Gesellschaft ist (weniger Solidarität, mehr
"Eigenverantwortung" mit so riskanten Modellen, wie die Riester-Rente
und andere Finanzprodukte)
Populistisch wird der Neid auf die faulen Südländer geschürt, die
nichts tun und mit 60 in Rente gehen (steht explizit nicht im Text,
ist aber Teil der Strategie)
Ich sehe keinen Sinn darin, den Schulterschluß mit "denen da oben" zu
suchen, die nur Scheinlösungen für eine Krise anbieten, die sie selber
verursacht haben.
Europa muß durch praktisches Tun von unten entwickelt werden.
Roland Schnell, Berlin, DE