Hallo,
In der jetzt angehängten Grafik sehen wir die
Aufgabenfelder, welche vor uns liegen.
Sie liegen nicht im kurzfristig durchsetzbaren
Bereich.
Unsere Aufgabe ist es, sie dorthin zu
bringen.
Entweder, indem sie in den gelben Bereich
verschoben werden und propagiert werden, oder indem sie in den grünen Bereich
der kurzfristigen wirtschaftlichen Vernunft verschoben werden.
Letztlich muss es ein nationales Kerninteresse
werden, die internationalen Aufgaben anzupacken. (Bild Langfristige
Durchsetzbarkeit philosophischer Ansätze)
Der Widerspruch zwischen kurzfristiger
wirtschaftlicher Vernunft und langfristiger philosophischer Durchsetzbarkeit
entsteht durch die Meinungsbildungslinie in der Mitte der Grafik.
Sie weist aus, dass der rationaler politische
Wähler ebenso hin- und hergerissen ist, zwischen kurzfristiger Durchsetzbarkeit
und langfristiger philosophischer Weisheit.
Diese Linie stößt in das orange Feld vor, welches
von Spezialistengremien, wie dem AK Finanzmärkte von Attac München, besetzt
wird. Sie müssen die Ansätze einordnen und ihre Perspektive
aufzeigen.
Auch ihre Aufgabe besteht darin, internationale
Ansätze zu kurzfristigem nationalen Interesse zu machen.
Da das politische Verständniss der Mehrheit aus der
Langfristigkeit schöpft, empfiehlt es sich der Linie von unten zu
nähern.
Je weiter man dann allerdings in die Bereiche
internationalen politischen Denkens vordringt, desto weiter entfernt man sich
von der kurzfristigen Durchsetzbarkeit. Denn die politische Meinungsbildung ist
entweder noch nicht weit genug entwickelt, oder sie
fordert philosophische Prinzipien, zu welchen noch kein Konsens
besteht.
Letzte Grafik: Langfristige Durchsetzbarkeit philosophischer Ansätze 4
Hier habe ich die Progressivitätspyramide
eingesetzt um zu zeigen, dass sie als Leitfaden auf der einer Skala zwischen
Langfristigkeit und Meinungsbildung durchaus Sinn macht.
Die ausgewiesene Problemlage sind unterschiedliche
philosophische Ansätze einzelner Nationen, unter welchen politische Kollegen des
EineWeltGedankens anderswo, ihre Anhänger sammeln werden.
Der politische Diskurs hat weltweit
unterschiedliche Qualität.
Der EineWeltGedanke selbst, ist hier bereits als
ausreichende Systematik zu verstehen, also als Kopf der Pyramide.
Freilich ist er, angesichts der im orangen Feld
benannten Aufgaben mit konkreter Programmatik zu füllen.
Auch ist es wichtig die bestehende Systematik, also
die Menschenrechte, weiter zu fördern und sie nicht auf dem Altar der
Durchsetzbarkeit zu opfern.
Beispiel wäre hier Gadaffis Libyen, welches den
internationalen Föderalismus zwar unbedingt födern wollte, aber eine
Pistolendikatur war.
Die Handlungsanweisung, welche sich ergibt lautet
wie folgt:
1. Langfristig weniger durchsetzbare, aber
notwendige poltische Ansätze werden zu kurzfiristig durchsetzbaren
gemacht.
2. Nationale Politik wird zum Träger des
internationalen EineWeltGedankens.
Ich nenne diese Analyse Wurstbrotanalyse, weil die
öffentliche Meinungsbildung wie eine Schicht Butter zwischen dem kargen Brot
kurzfristiger opportunistischer Ausbeutung und dem reichen
Wurstbelag der philosophischen Verankerung liegt.
Die Konsolidierung der philosophischen
Grundlagen ist von höchster Wichtigkeit, da ihr Tempo das Tempo der
Diskussion bestimmt.
Langfristigkeit ist in
der Meinungsbildung als wichtigerer Parameter erkannt worden, als
Durchsetzbarkeit.
Das wichtigste Problem welches die Analyse aufwirft
sind in der Tat verschiedene philosophische Grundlagendisziplinen, welche sich
nicht mit einem konkreten Fahrplan zu einer besseren Welt
beschäftigen:
Der Kenntnissstand des politischen Bürgers reicht
selten über die nationale Politik hinaus.
( z.B. Konkrete philosophische Grundlagen für ein
Bürgerparlament zu den Vereinten Nationen wurden erst in den letzten 25 Jahren
erarbeitet, und werden es noch. Großteils von politischen Aktivisten der
Völkerverständigungsvereine.
Es gibt also keine historischen Vorbilder für die
Durchführung von Kampagnen in dieser Größenordung.)
Unsere Aufgabe als Verantwortliche und als Experten
ist also den Kenntnisstand des Bürgers so zu erweitern, dass die "langfrstige
Nichtdurchsetzbarkeit" von Ansätzen, wie der "vollständige Armutsbeseitigung",
entlang der öffentlichen Meinungsbildungslinie, zurück ins Feld kurzfristiger
Durchsetzbarkeit kommt, ansonsten haben wir vor der bestehenden Systematik der
Menschenrechte versagt.
Freundliche Grüße,
| Fabian Ralf Elleder |
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