Endlich, so denke ich, greifen die Bürger durch! Es hat ja auch viel zu
lange gedauert, bis endlich wieder dem Fußgänger und Radfahrer, dem
unbewaffneten Menschen eine Lobby erwächst. Endlich ist der ADAC erwachsen
geworden und fordert mit Tempolimit, Luxussteuer auf Autos, die Abschaffung
der umweltfeindlichen Fehlsubvention Pendler-Pauschale dem alltäglichen Joch
zu entkommen.
Da möchte man mitrufen: Tut endlich was!
Vielleicht setzt er sich in dieser Nummer auch für die Kinder ein! Sechs
Bremsgitter bremsen die Kinder vor unserem Zebrastreifen aus, obwohl sie
Vorfahrt haben. Und je länger die Kinder brauchen, um den Gitterslalom zu
umrunden, umso mehr Autofahrer treten das Gaspedal durch, um durchzustarten.
Der ADAC ist sicher dagegen.
Also auch von mir: Tut endlich was!
Ich öffne die Mail...aber ach, was muss ich da lesen?
"Sehr geehrter Herr Werner,
die Schmerzgrenze ist überschritten. Deutschlands Bürger können sich
das teure Benzin an den Tankstellen einfach nicht mehr leisten. Zehntausende
Mitglieder haben dem Club bereits ihr Foto geschickt, um dem Protest gegen
hohe Spritpreise ein Gesicht zu geben. In der neuen Motorwelt lesen Sie, wie
ganz normale Bürger und Gewerbetreibende unter den hohen Spritpreisen
leiden. Gemeinsam mit dem ADAC fordern sie von der Bundesregierung:
"Tut endlich was!"
"
Deutschlands Bürger können sich das teure Benzin an den Tankstellen einfach
nicht mehr leisten? War es nicht erst gestern, als ich auf der A1 mit 90
km/h lt. Tacho bei erlaubten 80 der langsamste war, der sogar von
vollbeladenen LKWs überholt wurde? Wie lange ist es her, dass ein schwerer
Geländewagen an mir vorbei raste, obwohl mein Tacho bereits hohe Zahlen
anzeigte? War es nicht heute morgen, als ein Jungspund in einem
tiefergelegten VW irgendwas stets zwischen Gas und Bremse wechselte, um an
meinem Auspuff zu schnüffeln?
Es mag sein, dass sich einige Bürger den Sprit nicht mehr leisten können.
Wahrscheinlich die, die sich ohnehin kein Auto leisten können. Aber wer
immer am Spritpreis leidet: auf deutschen Straßen fährt er nicht.
Vielleicht war es vom ADAC auch umgekehrt gemeint. Ihr Bürger, die Ihr den
Buchhaltungen der Ölkonzerne in die Hände spielt mit Euren
Kilometerfressern, Ihr Auto-Kids, die ihr nur zwischen Vollgas und
Vollbremsung unterscheidet. Ihr Mütter, die Ihr Eure Kinder zur Schule
fahrt, weil sie sonst unter die Räder der vielen anderen Mütter kommen.
Ihr da, deutsche Treibstoff-Großverbraucher, Verhinderer von Preissenkungen.
Tut endlich was!!
Frank Werner
--
http://www.youtube.com/watch?v=YevYBsShxNs
> Ihr da, deutsche Treibstoff-Großverbraucher, Verhinderer von Preissenkungen.
> Tut endlich was!!
Die Zahl der Neuzulassungen sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um
10% gesunken, das Kleinwagensegment um 20% gewachsen, das
Oberklassesegment um den gleichen Betrag geschrumpft. Der
Kraftstoffabsatz ist seit 1999 um 17% gesunken.
Aber nee, die Berufsbetroffenen jammern immer noch dass angeblich nur
noch SUFFs und fette Limousinen über 500PS verkauft werden...
Andreas
Wobei man Fairerweise sagen muss, das sich die Fharzeuggrößen o
entwickelt haben, das viele, die früher mittelklasse gefahren sind heute
Fahrzeuge gleichen gewichts, ähnlicher Abmessungen und ähnlicher
Motorisierung fahren, die sich aber Kleinwagen nennen.
War es nicht so, das ein aktueller Polo inzwischen fast schwerer ist als
ein Ur-Passat?
Ja, ich hätte da eine Idee: wie wäre es, wenn man aus dem
ADAC wieder aus einem Konzern einen Verein macht? Und seine
Lobbyisten dahin schickt, wo sie mal richtig etwas arbeiten
müssen?
--
Manfred Albat
der computer rechnet, der mensch zählt!
> die Schmerzgrenze ist überschritten. Deutschlands Bürger können sich
> das teure Benzin an den Tankstellen einfach nicht mehr leisten.
Das ist eine erstaunliche Behauptung, ist doch die durchschnittliche
Arbeitszeit, die heute für einen Liter Sprit erbracht werden muss,
geringer als z.B. in den Sechzigerjahren.
Siehe auch "Der Mythos vom immer teureren Kraftstoff",
http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/verk_arbeit_fuer_benzin.pdf
> Aber nee, die Berufsbetroffenen jammern immer noch dass angeblich nur noch
> SUFFs und fette Limousinen über 500PS verkauft werden...
Wen interessieren die Neuzulassungen, deren Entscheidungen über Jahre
gefällt werden? Das deutsche Auto ist bekanntermaßen über acht Jahre alt.
Die Sektkorken in den Ölkonzernen knallen immer dann am lautesten, wenn
jemand sein Gesicht in die Kamera hält, um zu erklären, warum ihn der
Spritpreis ruiniert, sich dann umdreht und - mit welchem Auto auch immer -
mit Vollgas Richtung Autobahn fährt.
> (Ob die Daten tatsächlich stimmen, die das Bundesamt da verwendet,
> kann ich nachprüfen. Ob ich mir die Arbeit mach, weiß ich noch nicht.
> Wahrscheinlich nicht.)
Das würde dir auch ganz gar nicht ähnlich sehen. Selbst für den
unbestreitbaren Triumph, dem BMU mal richtig die Kante geben zu können,
würdest du dich anstrengen.
Es macht ja auch weit mehr Spaß hier immer wieder die selben dämlichen
Phrasen über "die" Politiker abzusondern. Dafür bist du bekannt und
willst es bleiben. Glückwunsch.
> Andreas Cammin schrieb:
>> Frank Werner schrieb:
> das ein aktueller Polo inzwischen fast schwerer ist als ein Ur-Passat?
Polo I: ~750kg
Golf I: ~800kg
Passat I/Audi 80: ~850kg
Polo, jetzt: 1200kg
Golf, jetzt: 1300kg
Passat, jetzt: 1500kg
???
Kleinwagen gibt es nicht mehr...
R4, 2CV, Fiat 126, u.a...
ervin
--
Der eigene Entscheidungsraum ist durch die wahrgenommenen Optionen
beschränkt, nicht durch die vorhandenen.
--
Der eigene Entscheidungsraum ist durch die wahrgenommenen Optionen
beschränkt, nicht durch die vorhandenen.
> (Ob die Daten tatsächlich stimmen, die das Bundesamt da verwendet,
kann ich nachprüfen. Ob ich mir die Arbeit mach, weiß ich noch nicht.
> Wahrscheinlich nicht.)
Das würde dir auch ganz gar nicht ähnlich sehen. Nicht einmal für den
> Kleinwagen gibt es nicht mehr...
>
> R4, 2CV, Fiat 126, u.a...
Kleinwagen würde ich subjektiv definieren als Fahrzeuge mit deutlich
unter 50KW und weniger als 750kg Leergewicht.
Gibt es sowas wirklich nicht mehr?
>Kleinwagen gibt es nicht mehr...
>
>R4, 2CV, Fiat 126, u.a...
Na geht, da gibt es noch einen ganzen Haufen, muss man sich halt bei
den Japanern umschauen.
Liebe Grüße
Hannes
--
Für persönliche Nachricht Reply-Adresse verwenden und "usenet" im Betreff einfügen.
Amerika ist die in Wunschträumen oder Albträumen wahrgewordene
Fortsetzung des Abendlandes. (Robert Crumb)
> Kleinwagen würde ich subjektiv definieren als Fahrzeuge mit deutlich
> unter 50KW und weniger als 750kg Leergewicht.
> Gibt es sowas wirklich nicht mehr?
Schwiegermutter fährt neuerdings nen 97er Peugeot 106 mit 44kw und 890kg
Leergewicht. Mittlerweile dürfte es tatsächlich keinen Neuwagen mehr
unter 1000kg geben.
Andreas
> Wen interessieren die Neuzulassungen, deren Entscheidungen über Jahre
> gefällt werden? Das deutsche Auto ist bekanntermaßen über acht Jahre alt.
Das ändert nichts daran dass der Trend abwärts zeigt. Das ist doch gut
so. Oder?
Andreas
> War es nicht so, das ein aktueller Polo inzwischen fast
> schwerer ist als ein Ur-Passat?
Der aktuelle Golf 6 ist doppelt (!) so schwer wie ein Käfer, verbraucht
aber nicht mehr. Dafür ist er um Größenordnungen sicherer, und zwar
sowohl für Insassen als auch für potentielle Unfallgegner (wobei es
dank serienmäßiger Extras wie ABS und ESP auch in Situationen, wo ein
Käfer unweigerlich zum Totalschaden würde, gar nicht erst zum Unfall
kommt). Dass er gleichzeitig auch einen um Größenordnungen besseren
Komfort bietet, nimmt man als nützlichen Nebeneffekt doch gerne mit.
Ich kann das ewige Gejammer um den Benzinpreis nicht mehr hören. Die
Autos, die wirklich viel Sprit verbrauchen, gehören in der Regel
Leuten, die sich den höheren Spritpreis problemlos leisten können. Die
Autos der finanziell weniger gut Ausgestatteten verbrauchen dagegen
nicht so viel, als dass der derzeitige Spritpreis ihre Besitzer
ruinieren würde. Und wer echte Probleme mit den derzeitigen
Spritpreisen hat, der hat auch Probleme, ein Auto überhaupt unterhalten
zu können. Die Spritkosten machen nämlich nach wie vor nur den
kleineren Teil der Unterhaltskosten für ein Auto aus.
Gruß
Michael
>> Wen interessieren die Neuzulassungen, deren Entscheidungen über Jahre
>> gefällt werden? Das deutsche Auto ist bekanntermaßen über acht Jahre alt.
> Das ändert nichts daran dass der Trend abwärts zeigt. Das ist doch gut so.
> Oder?
Also auch wenn ich hier den Ruf eines Autofeindes habe: eigentlich finde
ich, dass das Auto - neben der technischen Faszination - eine gute Sache
ist. Ich würde mir nur wünschen, dass die Technik einen Modernisierungsschub
erführe. Ich habe nicht einmal was gegen Geländewagen (auch wenn meine
private Entscheidung immer eine andere war), aber wir sollten das Fahren
nicht gegen das Leben eintauschen.
Autofahren ist gut und sollte auch Spaß machen. Aber Menschen sind mir
einfach wichtiger als Autos. ;-)
Du meinst der EU? Zolltechnische Vergeltungsmaßnahmen dürfte Deutschland
nicht im Alleingang unternehmen können, die EU eine
Integrationsgemeinschaft seiend.
"man" = Finanzamt und Registergericht?
Am ehesten würde deine Vorstellung wohl dem Smart ForTwo
entsprechen (zumindest wenn wir hierzu lande geltende Standards beachten):
Schwächster Dieselmotor dafür: 33 kW. Gewicht: 855 kg
Schwächster Benzinmotor dafür: 45 kW. Gewicht: 825 kg
Wie du aber unschwer sehen kannst ist selbst dieses Auto schwerer, als
das was du dir vorgestellt hast. Und offiziell ist dieses Auto sogar ein
Kleinstwagen.
Das was heute als Kleinwagen verkauft wird, ist deutlich schwerer und
leistungsstärker. So hat mein Opel Corsa D mit 1.2 l Benzinmotor
59 kW und ist 1128 kg schwer. Und das ist wirklich noch nicht
der stärkste Motor und die schwerste Variante.
Ich habe aber auch tatsächlich ein Auto gefunden, das deinen
Vorstellungen ganz entspricht. Es ist der Tata Nano.
--
Mit freundlichen Grüßen,
Martin Wodrich
> Ich habe aber auch tatsächlich ein Auto gefunden, das deinen
> Vorstellungen ganz entspricht. Es ist der Tata Nano.
Den man auch als überdachten, vierrädrigen Motorroller verstehen könnte. ;-)
> Wenn ich mir die Stoßstange eines 1,6L-Bully Baujahr 1972
> anschaue und die mit einer der heutigen "Zierleisten"
> vergleiche oder das Karrosserieblech eines DKW 3=6 mit
> dem eines Opel Astra , dann bin ich mir sicher, das
> das Mehrgewicht nicht durch mehr Eisen zwecks Sicherheit
> zustande gekommen ist.
Dir ist offenbar nicht bekannt, dass sich die Sicherheit eines
Automobils nicht an Stoßstangen oder Zierleisten festmacht. Die meisten
aktiven und passiven Sicherheitseinrichtungen an modernen Autos sieht
man überhaupt nicht bzw. erst nach einem Unfall.
> Ergo ist mehr Sicherheit nicht identisch mit mehr Gewicht.
Doch. Um das zu verstehen, muss man aber Ahnung von Autos haben.
>> Dass er gleichzeitig auch einen um Größenordnungen besseren
>> Komfort bietet, nimmt man als nützlichen Nebeneffekt doch
>> gerne mit.
>
> Was denn? Holzbretter als Sitze waren nur selten in Autos
> anzutreffen. Allenfalls hinten im Porsche saß man sehr hart.
> Das war afaik nur ein mit Stoff bezogenes Holzbrett damals.
Aha. Komfort beginnt also bei dir mit dem Nichtvorhandensein von
Holzsitzen. Bei mir beginnt er mit Extras wie z. B. Klimaanlage,
Zentralverriegelung, elektrischen Fensterhebern und vor allen Dingen
mit ausreichendem bis üppigem Platzangebot für Mitfahrer und (!)
Gepäck. Allein die Tatsache, dass man beim Käfer den Platz über den
Kotflügeln schlicht verschenkt hat, spricht gegen dieses
Wirtschaftswunder-Auto. Beim Golf kann man den Raum über den Kotflügeln
bis unters Dach mit Koffern zubauen, wenn man möchte. Nebenbei hat der
Golf ein viel aufwendigeres Fahrwerk, welches neben zusätzlichem
Komfort auch mehr Sicherheit bietet. Dummerweise wiegt ein solches
Fahrwerk auch mehr. Glücklicherweise verbraucht der Golf trotzdem nicht
mehr.
Den heiseren Krach eines luftgekühlten Boxermotors möchte man sich
heutzutage auch nicht mehr antun, es sei denn, man ist Masochist (die
haben aber auch mit Spritpreisen von 5 Euro/Liter kein Problem).
Wasserkühlung und Geräuschisolierung bringen weniger Lärm und damit
mehr Komfort, aber auch zusätzliches Gewicht. Alles kein Problem, denn
der moderne Motor reißt es wieder raus. Das Auto wiegt mehr, verbraucht
aber nicht mehr. Ich weiß, ich erwähnte das bereits.
> Es sollte auch niemand an den Stromkostenanstieg Pleite gehen,
> nicht wahr?
Wer mit dem Strompreisanstieg Probleme hat, hat dafür keine mit
Spritpreisen. Er hat nämlich gar kein Auto, weil er sich keines leisten
kann, und das nicht wegen des teuren Sprits, sondern wegen der noch
viel teureren Anschaffungs-, Versicherungs- und Werkstattkosten. Das
verwundert angesichts der Tatsache, dass das ganze Geld für den Strom
draufgeht, auch nicht sonderlich.
Gruß
Michael
> Autofahren ist gut und sollte auch Spaß machen.
Deswegen fahre ich mit dem Zug zur Arbeit.
Andreas
Vergleiche eines alten Open Ascona irgendwann ende der 80er mit einem
94er Opel Corsa 1,5D.
nicht ganz 1100 kg vs. 950 kg.
Ich würde Kleinwagen an den Aussenmaßen festmachen.
Habe jetzt keine Maße zur Hand aber VW Fox oder die Corsas und andere
Fahrzeuge in dieser Größe würde ich durchaus noch als Kleinwagen
durchgehen lassen.
Das Gewicht ist da Sache des Konstrukteurs.
Wenn der niedrigen Verbrauch hinbekommt und brauchbare Motorisierung
dann stören auch GEwichte über einer Tonne nicht, ausser wenn durch die
vielen kW die Steuer und Versicherung zu hoch wird.
Mein letztes Auto hatte 66PS und war als Kleinwagen mehr wie ausreichend
motorisiert.
Der gleiche Wagen eines Verwandten hat 55 PS und ist abseits der
Autobahnen komplett ausreichend für den Alltag.
> Ich würde Kleinwagen an den Aussenmaßen festmachen.
> Habe jetzt keine Maße zur Hand aber VW Fox oder die Corsas und andere
> Fahrzeuge in dieser Größe würde ich durchaus noch als Kleinwagen
> durchgehen lassen.
So gerade noch. Corsa, Polo und Co sind mittlerweile so gross wie ein
Golf II.
> Das Gewicht ist da Sache des Konstrukteurs.
> Wenn der niedrigen Verbrauch hinbekommt und brauchbare Motorisierung
> dann stören auch GEwichte über einer Tonne nicht, ausser wenn durch die
> vielen kW die Steuer und Versicherung zu hoch wird.
Motorleistung ist schon lange nicht mehr die Bezugsgrösse für die
Versicherungseinstufung, sondern statistische Schadenhäufigkeit und
Jahresfahrleistung. Die Versicherer denken derzeit darüber nach, eine
CO2-Komponente hinzuzufügen, aber das wär ja albern :-P
> Mein letztes Auto hatte 66PS und war als Kleinwagen mehr wie ausreichend
> motorisiert.
> Der gleiche Wagen eines Verwandten hat 55 PS und ist abseits der
> Autobahnen komplett ausreichend für den Alltag.
Schwiegermutter hat nach vielen Jahren endlich ihren alten Benz gegen
einen 97er Peugeot 106 eingetauscht. Der ist mit 60PS und 960kg
Leergewicht unterhalb von 100 km/h subjektiv flotter unterwegs als unser
Focus mit der doppelten Nennleistung und 1200kg Leergewicht.
Ihr fiel der Abschied von ihrem treuen alten Sternenkreuzer zunächst
ziemlich schwer - bis dann der Steuerbescheid für den neuen kam. Die
250€ Ersparnis decken schon die Spritkosten für mindestens ein halbes
Jahr. Mittlerweile kristallisiert sich auch heraus, dass sich der
relativ moderne Kurze für eine 70jährige besser und einfacher fahren
lässt als der 190er. Man sieht also: Downsizing ist in! Und die Ökos
jammern trotzdem...
Andreas
man Legislative
--
Manfred Albat
der computer rechnet, der mensch zählt!
Dazu kommt, daß die typischen Autos von damals grauenvolle
Spritsäufer waren.
--
Roland Mösl
http://politik.pege.org Steuerreform pro Mensch
http://notebook.pege.org mobile Computing
http://auto.pege.org Auto und Verkehr
http://wohnen.pege.org Bauen und Wohnen
> Und wer echte Probleme mit den derzeitigen
> Spritpreisen hat, der hat auch Probleme, ein Auto überhaupt unterhalten
> zu können. Die Spritkosten machen nämlich nach wie vor nur den
> kleineren Teil der Unterhaltskosten für ein Auto aus.
So pauschal ist diese Aussage einfach nur Dummfug.
Steuer fällt in der Regel nur einmal im Jahr an, Versicherung
schlimmstenfalls 4 mal im Jahr.
Spritkosten hingegen je nach zu bewältigenden Entfernungen durchaus
wöchentlich.
Und du meinst nicht ernsthaft dass jemand, der sich eine wöchentliche
Ausgabe von 70EUR für Sprit nicht erlauben kann, eigentlich den Unterhalt
eines Autos nicht leisten kann.
Volker
--
Im übrigen bin ich der Meinung, dass TCPA/TCG verhindert werden muss
Wenn es vom Himmel Zitronen regnet, dann lerne, wie man Limonade macht
>
> Kleinwagen gibt es nicht mehr...
Nur wenn du das am Gewicht festmachst.
> Und du meinst nicht ernsthaft dass jemand, der sich eine
> wöchentliche Ausgabe von 70EUR für Sprit nicht erlauben kann,
> eigentlich den Unterhalt eines Autos nicht leisten kann.
Aber sicher. Nehmen wir doch einfach mal ein Allerweltsauto wie den
Golf und suchen hernach autobudget.de auf. Wir landen dann
möglicherweise hier:
<http://www.autobudget.de/neuwagen/neweconomytabsheet.do?sv=16282>
Dieser Seite entnehmen wir, dass das Auto 6,9 Liter Super auf 100 km
verbraucht. Die von dir genannten 70 Euro entsprechen bei den
derzeitigen Spritpreisen ca. 50 Liter. Bei 6,9l/100km kommt man damit
ca. 720 km weit.
Weiterhin verrät uns die Seite, dass das Auto noch andere Kosten
verursacht, die sich auf ca. 35 Cent pro gefahrenen Kilometer
summieren. Die Gesamt-Betriebskosten für das Fahrzeug liegen demnach
bei 252 Euro für besagte 720 km. Der gebeutelte Besitzer muss also
nicht nur in der Lage sein, die 70 Euro für den Sprit aufzubringen,
sondern zusätzlich noch weitere 182 Euro irgendwo hernehmen. Und wenn
er schon bei 70 Euro Probleme bekommt, dann dürften 252 Euro eine fast
unüberwindliche Hürde sein.
Gruß
Michael
> Kein halbwegs realistischer Mensch rechnet mit der
> Abschreibung.
Im Gegenteil: halbwegs realistische Menschen rechnen mit der
Abschreibung. Wer es nicht tut, ist alles andere als realistisch.
> Er muß sie doch nicht jede Woche in eine Schatulle tun,
> um weiterhin sein Auto fahren zu dürfen.
Entweder zahlt er das Auto bar. Dann hat er das Geld entweder geerbt
oder im Lotto gewonnen oder (und das dürfte die Regel sein) vor dem
Kauf in eine Schatulle getan. Oder er finanziert das Auto. Dann tut er
nach dem Kauf regelmäßig Geld in eine Schatulle, und zwar in die des
Finanzierers. Außerdem tut er noch Geld in die Schatullen des
Finanzamts, der Kfz-Versicherung und seiner Autowerkstatt. Und dazu
muss er in der Lage sein, sonst wird das nix mit dem eigenen Auto.
> Wer einen Gebrauchtwagen fährt, wie es die besagte Klientel
> tun dürfte, rechnet auch nicht mit dem Wiederverkaufswert.
Also entfällt ein evtl. Verkaufserlös. Das treibt die Kosten in die
Höhe.
> Diese Neuwagenkauferei alle paar Jahre ist doch nichts als
> männliche Angeberei.
Ok, dann machen wir das Rechenexempel einfach mit einem bar bezahlten,
gebrauchten Golf, Bj. 2003. Eingestellt habe ich die höchste
Haltedauer, die autobudget.de zulässt, also 7 Jahre. Das Auto ist heute
5 Jahre alt, in 7 Jahren hätte es also 12 Jahre auf dem Buckel. Das
Ergebnis sieht man hier:
Die km-Kosten liegen jetzt zwar deutlich niedriger als beim Neuwagen
(wobei ich gerade festgestellt habe, dass autobudget.de auch beim
Neuwagen den Anschaffungspreis von 2003 nennt, was die tatsächlichen
Kosten nach unten verfälschen dürfte, denn ein neuer Golf dürfte
inzwischen deutlich teurer sein als 2003). Sie summieren sich aber
immer noch auf knapp 20 Cent pro km. Der Verbrauch liegt nach wie vor
bei 6,9l/100km (vorausgesetzt, der Motor wurde ordentlich gewartet und
ist in gutem Zustand), also kommt man mit Sprit für 70 Euro auch mit
dem gebrauchten Auto 720km weit. Dabei entstehen Kosten von 720 * 0,20
Euro = 144 Euro. Die Spritkosten machen also auch bei einem bar
bezahlten, 5 Jahre alten Gebrauchtwagen nur ca. die Hälfte der
Betriebskosten aus.
Gruß
Michael
Ich habe am Freitag etwas getan!
Ein Fahrtraining besucht um auch bis 11 kW starke Elektromopeds fahren zu
können.
http://auto.pege.org/2008-fahrtraining/
Mit den neuen stärleren Elektromopeds sind weitaus mehr Fahrten
elektrisch möglich als mit meinem auf 45km/h beschränkten
Dauertestfahrzeug
http://auto.pege.org/typ/e-max-s.htm
> Alfred Weidlich schrieb:
>
>> Ich würde Kleinwagen an den Aussenmaßen festmachen.
>> Habe jetzt keine Maße zur Hand aber VW Fox oder die Corsas und andere
>> Fahrzeuge in dieser Größe würde ich durchaus noch als Kleinwagen
>> durchgehen lassen.
>
> So gerade noch. Corsa, Polo und Co sind mittlerweile so gross wie ein
> Golf II.
Stimmt.
Andererseits auch bequemer wie die alten Versionen.
Darf man nicht vergessen, setze dich mal in einen Corsa oder Polo die
schon etwas älter sind, es hat sich viel getan.
Heute sind diese "Kleinwagen" durchaus ernstzunehmen und keine
Sparschleudern in die man sich reinzwängen muss, früher war das anders.
>
>> Das Gewicht ist da Sache des Konstrukteurs.
>> Wenn der niedrigen Verbrauch hinbekommt und brauchbare Motorisierung
>> dann stören auch GEwichte über einer Tonne nicht, ausser wenn durch die
>> vielen kW die Steuer und Versicherung zu hoch wird.
>> Mein letztes Auto hatte 66PS und war als Kleinwagen mehr wie ausreichend
>> motorisiert.
>> Der gleiche Wagen eines Verwandten hat 55 PS und ist abseits der
>> Autobahnen komplett ausreichend für den Alltag.
>
> Schwiegermutter hat nach vielen Jahren endlich ihren alten Benz gegen
> einen 97er Peugeot 106 eingetauscht. Der ist mit 60PS und 960kg
> Leergewicht unterhalb von 100 km/h subjektiv flotter unterwegs als unser
> Focus mit der doppelten Nennleistung und 1200kg Leergewicht.
WEnn die Tendenz wieder zu leichteren Autos gehen sollte werden auch
wieder Autos unter 100 Ps verkäuflich sein, derzeit haben manche
Autohersteller ab der ober Kleinwagenklasse nur mehr alibihalber so
"schwache" Motoren im Programm.
>
> Ihr fiel der Abschied von ihrem treuen alten Sternenkreuzer zunächst
> ziemlich schwer - bis dann der Steuerbescheid für den neuen kam. Die
> 250€ Ersparnis decken schon die Spritkosten für mindestens ein halbes
> Jahr. Mittlerweile kristallisiert sich auch heraus, dass sich der
> relativ moderne Kurze für eine 70jährige besser und einfacher fahren
> lässt als der 190er. Man sieht also: Downsizing ist in! Und die Ökos
> jammern trotzdem...
Klar, genau so soll es ja auch steuern.
> Der aktuelle Golf 6 ist doppelt (!) so schwer wie ein Käfer, verbraucht
> aber nicht mehr.
Also 50 Jahre PKW Entwicklung ohne Verbrauchsreduzierung?
Scheint so als wenn der Markt alles mögliche nachfragt, aber sicher
keine sparsameren Autos.
> "Arne Luft" <ne...@yhsg3.invalid> schrieb:
>
>> Kein halbwegs realistischer Mensch rechnet mit der
>> Abschreibung.
>
> Im Gegenteil: halbwegs realistische Menschen rechnen mit der
> Abschreibung. Wer es nicht tut, ist alles andere als realistisch.
Das erkläre mal näher. Mich interessiert nämlich tatsächlich der Wertverlust
meines Wagens nicht die Bohne. Nichtmal ansatzweise.
>> Wer einen Gebrauchtwagen fährt, wie es die besagte Klientel
>> tun dürfte, rechnet auch nicht mit dem Wiederverkaufswert.
>
> Also entfällt ein evtl. Verkaufserlös. Das treibt die Kosten in die
> Höhe.
Das stimmt nur, wenn er Wagen nur "kurzzeitig" läuft., d.h um 5 - 6 Jahre.
Meinen letzten hatte ich acht jahre, den aktuellen werde ich wohl mindestens
genauso lange fahren.
> Ok, dann machen wir das Rechenexempel einfach mit einem bar bezahlten,
> gebrauchten Golf, Bj. 2003. Eingestellt habe ich die höchste
> Haltedauer, die autobudget.de zulässt, also 7 Jahre.
Was Autobudget.de oder andere "schlaue" Seiten "zulassen2 interessiert in
diesem Zusammenhang nicht die Bohne.
Fakt ist, dass nicht wenige Fahrer ihre Fahrzeuge 10++ Jahre fahren.
> Weiterhin verrät uns die Seite, dass das Auto noch andere Kosten
> verursacht, die sich auf ca. 35 Cent pro gefahrenen Kilometer
> summieren. Die Gesamt-Betriebskosten für das Fahrzeug liegen demnach
> bei 252 Euro für besagte 720 km.
Ja. Und? Wie ich oben schon erklärt habe, muss der Besizter diese Kosten
aber nicht nach jeder 720km Fahrt in Bar hinlegen.
Diese 252 Eur sind ein statistischer Wert.
Kurz: Milchmädchenrechnung ohne jedenWert.
> Motorleistung ist schon lange nicht mehr die Bezugsgrösse für die
> Versicherungseinstufung, sondern statistische Schadenhäufigkeit und
> Jahresfahrleistung. Die Versicherer denken derzeit darüber nach, eine
> CO2-Komponente hinzuzufügen, aber das wär ja albern :-P
Mehr als das. Versicherungstarife sollten sich am Risiko orientieren,
sonst nichts.
1979 mein erstes Auto VW Käfer 1500
8 Liter 100km/h Landstraße
11 Liter bei 125 km/h
19 Liter winterlicher Stadtverkehr in Wien
2008 mein Seat Alhambra
5,5 Liter 100 km/h Landstraße
6,5 Liter bei 125 km/h Autobahn
9 Liter (nie getestet, nur geschätzt)
Renault Espace Benzin 1988 1280 kg
Renault Espace Diesel 1988 1325 kg
Seat Alhambra 1800 kg
Innenraum ist praktisch identisch.
Elektrische Fensterheber hatte ich schon im Espace.
Also wo kommt die 1/2 Tonne mehr her?
VW Käfer, der Teufel lenkt mit der Hinterasche,
so habe ich meinen ersten Käfer auch geschrottet.
Aber ein aerodynamisch optimierter Passat 1979
(925kg) mit modernen Motor, vielleicht 1,2 Liter Diesel
würde wohl recht wenig verbrachen
Renault Espace Benziner 1988 1280 kg
Renault Espace Diesel 1988 1325 kg
Seat Alhambra 1800 kg
--
Nein jährlich, immer dann wenn die monatlichen Vorauszahlungen
an den Stromanbieter an den wirklichen Verbrauch angeglichen werden
> Michael Landenberger schrieb:
>> "Stefan Zickenrott" <stefan.z...@gmx.de> schrieb:
>
>> Der aktuelle Golf 6 ist doppelt (!) so schwer wie ein Käfer, verbraucht
>> aber nicht mehr.
>
> Also 50 Jahre PKW Entwicklung ohne Verbrauchsreduzierung?
Doch, selbstverständlich.
Oder was meinst du wieviel der Golf benötigen würde, wenn sich die Moteren
seit dem Käfer nicht weiterentwickelt hätten?
Und der Stromverbrauch der Wohnung spielt bei den Unhaltskosten für
einen Benziner, bestehend aus Sprit, Versicherung, Steuer,
Werkstatt und Kredit abzahlen oder Geld für's nächste Auto
zurücklegen genau welche Rolle?
flo
--
Hier gibt es nichts mehr zu sehen.
Gehe zum nächsten Posting
> Mich interessiert nämlich tatsächlich der Wertverlust
> meines Wagens nicht die Bohne. Nichtmal ansatzweise.
Du bekommst deine Autos geschenkt? Wenn ja: sind da, wo deine Autos
herkommen, noch ein paar Autos übrig?
> Meinen letzten hatte ich acht jahre, den aktuellen werde
> ich wohl mindestens genauso lange fahren.
Teile die Anschaffungskosten durch 8, und du kennst die Kosten pro
Jahr. Teile diese wiederum durch die Jahresfahrleistung, und du kennst
die Kosten pro km. Wenn du den Wagen nicht geschenkt bekommen hast,
dürfte da ein Wert > 0 herauskommen. Du musst das nicht unbedingt
"Abschreibung" nennen. Aber es sind *reale* Kosten, die du irgendwie
aufbringen musst.
> Fakt ist, dass nicht wenige Fahrer ihre Fahrzeuge 10++ Jahre
> fahren.
Das dürften vorwiegend Neuwagenfahrer sein. Ein Auto, welches schon
beim Kauf ein paar Jahre auf dem Buckel hat, dürfte nicht so einfach 10
oder mehr weitere Jahre am Leben zu erhalten sein.
Aber egal: mein derzeitiges Auto war ein Gebrauchtwagen. Ich habe es
2003 für 8000 Euro erworben, da war es 7 Jahre alt. Mittlerweile haben
wir 2008, also ist es nun 12 Jahre alt. Ich selbst habe es 5 Jahre
genutzt. Ich kann nicht ausschließen, dass mir morgen der Motor um die
Ohren fliegt oder ich selbst einen Fahrfehler mache und im Graben lande
und der Wagen somit zum Totalschaden mutiert. Sollte das der Fall sein,
verteilen sich 8000 Euro Anschaffungskosten auf 5 Jahre, macht 1600
Euro pro Jahr. Bei 15000 Jahreskilometern entfallen davon knapp 11 Cent
auf jeden Kilometer. Das sind aber *nur* die Anschaffungskosten.
Steuer, Versicherung (in meinem Fall SF 12), Wartung und Reparaturen
sind dabei noch gar nicht eingerechnet. Zum Vergleich: die Kiste
schluckt im Schnitt 11l/100km, also 15,40 Euro pro 100km oder 15,4 Cent
pro km. Also entfallen etwa die Hälfte der Kosten auf den Sprit, die
andere Hälfte auf Anschaffung und Unterhalt. Wer letzteres nicht
einkalkuliert, ist höchst naiv. Aber schon beim Gebrauchtwagenhändler
bzw. beim Beantragen der Doppelkarte dürfte den meisten ein Licht
aufgehen und den Autobesitzer in spe je nach Finanzlage auch mal davon
abhalten, den Traum vom eigenen Auto wirklich werden zu lassen. *Das*
sind dann die echten Realisten. Nicht die, die Anschaffungs- und
Unterhaltskosten einfach so unter den Tisch fallen lassen, um dann
später über die Spritkosten zu jammern.
Gruß
Michael
> Meine Familie hat noch nie ein Auto finanziert.
Und wo hat deine Familie das Geld für das Auto hergenommen? Vermutlich
aus einer wie auch immer gearteten "Schatulle". Und wie kam das Geld da
rein? Siehste...
Gruß
Michael
> Wie ich oben schon erklärt habe, muss der Besizter diese Kosten
> aber nicht nach jeder 720km Fahrt in Bar hinlegen.
Natürlich nicht. Er muss sie vor der ersten Fahrt für die kommenden
72000 km in bar hinlegen. Und wer das nicht kann, bekommt gar nicht
erst die Gelegenheit, über Spritpreise zu jammern.
> Diese 252 Eur sind ein statistischer Wert.
Nein, sie sind ein realer Wert.
> Kurz: Milchmädchenrechnung ohne jedenWert.
Milchmädchenrechnungen betreiben diejenigen, die die Kosten fürs
Autofahren mit den Spritkosten gleichsetzen.
Gruß
Michael
> Das sind kalkulatorische Kosten.
Was unterscheidet "kalkulatorische Kosten" von den Scheinchen, die du
dem Autohändler real und greifbar auf den Tisch legen musst?
> Er muß nicht den Wertverlust wöchentlich ausgleichen, um sein
> Auto fahren zu dürfen.
Hier geht es nicht um Wertverlust. Es geht darum, überhaupt erst einmal
einen Wert in seinen Besitz zu bringen (wer keinen Wert besitzt, kann
ihn auch nicht verlieren). Dafür sind je nach Anspruch nicht
unerhebliche Barmittel erforderlich.
> Das ist alles mit der Anschaffung bezahlt worden.
Glücklicherweise. Denn das hält diejenigen, für die 1,40 Euro beim
Spritpreis noch tragbar sind, für die aber 1,50 Euro schon den
finanziellen Ruin bedeuten, wirksam vom Kauf eines Autos ab. Denn dafür
sind nicht 1,40 und auch nicht 1,50 und auch nicht 70 Euro fällig,
sondern mehrere Tausend, und zwar auf einen Schlag (nicht übers Jahr
verteilt wie beim Tanken, so dass man sie milchmädchenmäßig unter den
Tisch fallen lassen kann). Demzufolge kann diese Zielgruppe von
Spritpreisexplosionen völlig unbeeindruckt weiter ihrem Tagewerk
nachgehen. Sie besitzt kein Auto, und zwar nicht deshalb, weil sie sich
den Sprit nicht leisten kann, sondern weil sie sich das Auto nicht
leisten kann.
> Der Tankwart hingegen will tatsächlich Geld sehen für seine
> Ware, sonst gibt es keine.
Beim Autohändler ist das genauso, nur dass die Summen ein Vielfaches
dessen betragen, was der Tankwart fürs (einmalige) Tanken haben will.
Auch für den Gegenwert so mancher Werkstatt- und Versicherungsrechnung
kann man den Tank gleich mehrfach füllen.
Gruß
Michael
> Es geht nur um die Behauptung, man müsse den Wertverlust bei
> den Betriebskosten eines Autos berücksichtigen, um es zu
> betreiben. Ich behaupte, muß man nicht.
Um ein Auto zu betreiben, muss man ein Auto besitzen. Und um ein Auto
zu besitzen, muss man die Anschaffungskosten aufbringen. Wer das kann,
den bringen 10 Cent mehr oder weniger beim Spritpreis nicht gleich um.
Wer es nicht kann, den bringen 10 Cent mehr beim Spritpreis ebenfalls
nicht um, denn er braucht keinen Sprit, da er kein Auto hat.
> Ein Auto fährt mit Sprit und nicht mit einem auf die
> Lebensdauer umgelegten Kaufpreis.
Ein Auto fährt in erster Linie mit sich selbst. Und dieses "sich
selbst" kostet ein Vielfaches dessen, was der Sprit kostet. Es ist
nunmal so, egal ob der Kaufpreis auf einen Schlag oder verteilt über
viele Jahre fällig wird.
> Vielleicht mag er es, ein Auto zu besitzen. Ich kannte mal ein
> Rentnerpaar, die haben eine großen Benz gehabt und sind damit
> einmal die Woche 250m im Geviert gefahren.
Für die dürften die Spritpreise ebenfalls irrelevant sein. Selbst wenn
ihr Auto 20 Liter auf 100km verbraucht, kommen bei 0,25km pro Woche
nicht die Mengen zusammen, die einen ruinieren.
> Ich kenne noch einen, der hat sein Auto behalten und gepflegt,
> obwohl er wegen Schlaganfall kaum noch gehen, geschweige denn
> fahren konnte.
Offensichtlich war er trotz Schlaganfall in der Lage, zumindest das
Geld für Steuer und Versicherung (und natürlich für die Anschaffung des
Autos selbst) aufzubringen, oder er hat das Auto abgemeldet und auf
Privatgrund abgestellt. Da er aber nicht gefahren ist, dürften Sprit-
und Werkstattkosten für ihn ebenso irrelevant sein wie für das o. g.
Rentnerpaar.
> Vielleicht können sie sich keines leisten. Aber vielleicht
> leistet sich der eine oder andere eines in der Hoffnung auf
> bessere Zeiten.
Wer sich kein Auto leisten kann, der hat auch keines. Wer eines hat,
der kann es sich irgendwie leisten, und sei es auf Pump.
> Ich kenne Leute, die sind vollkommen bankrott. Die können
> ihre Miete seit Monaten nicht mehr bezahlen, aber sie fahren
> Auto.
Das tun sie sicher nicht mehr lange.
> Sie fahren Auto, weil es ihnen immer noch soviel Einkommen
> ermöglicht, das sie nicht hungern müssen und alle Hoffnung
> auf eine bessere Zukunft aus eigener Kraft verlieren.
Einkommen = Einnahmen - Ausgaben. Die Kosten fürs Auto müssen geringer
sein als die mit dem Auto erzielten Einnahmen, damit diese Leute davon
wirklich profitieren.
> Ich geb so Leuten ab und zu Aufträge. Die führen die aus,
> weil sie ein Auto haben. Hätten sie keines, könnten sie es
> nicht.
Ich hoffe, zu zahlst ihnen so viel, dass zumindest die (auf deinen
Auftrag entfallenden) Autokosten gedeckt sind. Ansonsten würdest du die
armen Teufel sogar dazu zwingen, draufzuzahlen.
Gruß
Michael
> In deiner Welt gibt es offensichtlich keinen
> Gebrauchtwagenmarkt.
Auch bei einem Gebrauchtwagen machen die Spritkosten nur die Hälfte der
Gesamt-Betriebskosten aus. Das habe ich bereits vorgerechnet. Bei einem
Neuwagen ist der Sprit sogar nur noch zu einem Drittel an den Kosten
beteiligt.
> Du bist auf die Anschaffungskosten fixiert.
Nein, keineswegs. Ich ziehe auch Steuern, Versicherung, Wartung und
Reparaturen in Betracht.
> Ich verstehe das gar nicht. Einen Gebrauchten kriegst
> du heute für 1000 Euro. Der ist gut im Schuß und hält
> noch lange.
Das tut er nur, wenn du ihm ein Mindestmaß an Pflege angedeihen lässt.
Und die kostet, selbst wenn du selber schraubst. Davon abgesehen hat
ein 1000-Euro-Auto in der Regel keine so lange Restlebensdauer mehr wie
ein 5000-Euro-Gebrauchter. Der geringe Anschaffungspreis verteilt sich
also auf eine geringe Nutzungsdauer. Und wenn ein billiger Gebrauchter
nicht von alleine auseinanderfällt, wird er vom TÜV oder vom
Gesetzgeber aus dem Verkehr gezogen. So wie demnächst hunderttausende
Autos, die keine oder nur die "falsche" Feinstaubplakette bekommen
können. Und selbst wenn man bei den betroffenen Fahrzeugen Rußfilter o.
ä. nachrüsten kann: für umsonst gibt's die Dinger nicht...
> Aber den Sprit mußt du bezahlen. Der
> fällt nicht vom Himmel.
Steuer, Versicherung, Ersatz für abgefahrene Reifen, Ölwechsel und
zugestopfte Öl- und Luftfilter, TÜV-Gebühren (und evtl. Behebung von
Mängeln) und vieles andere fallen auch nicht vom Himmel. Ebensowenig
wie die 1000 Euro, die die Mühle gekostet hat.
Jedenfalls würde ich bei der Anschaffung auch eines billigen
Gebrauchtwagens von Betriebskosten von mindestens 20 Cent pro km
ausgehen, bei einem Neuwagen etwa vom Doppelten. Wären das alles nur
Spritkosten, so würde das bei einem Verbrauch von 7l/100km einem
Spritpreis von ca. 2,85 Euro entsprechen. Derzeit kostet der Sprit nur
die Hälfte davon, es gibt also (noch) keinen Grund zum Jammern.
Jedenfalls nicht für diejenigen, die vor der Anschaffung ihres
fahrbaren Untersatzes richtig gerechnet haben.
Gruß
Michael
Du meinst einen Plug-in Hybrid, der einen Range Extender mit
Benzin hat?
> bestehend aus Sprit,
Der Strom ist zwar saubillig, aber trotzdem nicht ganz kostenlos.
Ich zahle für die 600km Elektromoped pro Monat rund
5.-EUR mehr Stromkosten.
> Versicherung, Steuer,
> Werkstatt und Kredit abzahlen oder Geld für's nächste Auto
> zurücklegen genau welche Rolle?
Der Strom kommt zwar aus der Steckdose,
aber dahinter ist ein Stromzähler wo der Verbrauch gemessen wird.
Und diesen Verbrauch sieht man dann auf der Stromrechnung.
Gebrauchte gibt es umsonst?
> >> Ein Auto fährt mit Sprit und nicht mit einem auf die
> >> Lebensdauer umgelegten Kaufpreis.
> >
> >Ein Auto fährt in erster Linie mit sich selbst. Und dieses "sich
> >selbst" kostet ein Vielfaches dessen, was der Sprit kostet. Es ist
> >nunmal so, egal ob der Kaufpreis auf einen Schlag oder verteilt über
> >viele Jahre fällig wird.
>
> Du bist auf die Anschaffungskosten fixiert. Ich verstehe das gar
> nicht. Einen Gebrauchten kriegst du heute für 1000 Euro. Der ist gut
> im Schuß und hält noch lange. Aber den Sprit mußt du bezahlen. Der
> fällt nicht vom Himmel.
Dafür zahlt man halt mehr Steuer und evtl. auch mehr Versicherung.
Und man muß damit rechnen, daß man manche Teilen tauschen lassen
muß.
> >> Ich kenne noch einen, der hat sein Auto behalten und gepflegt,
> >> obwohl er wegen Schlaganfall kaum noch gehen, geschweige denn
> >> fahren konnte.
> >
> >Offensichtlich war er trotz Schlaganfall in der Lage, zumindest das
> >Geld für Steuer und Versicherung (und natürlich für die Anschaffung des
> >Autos selbst) aufzubringen,
>
> Es gibt Rente und Pensionen in D. Eltern haben Kinder und manche Leute
> haben Häuser. Von was redest du eigentlich? Von einer Welt nur aus
> Neuwagenkäufern und Zwangsverschrottern nach Ablauf der Abschreibung,
> die in Mietwohnungen leben und schuften müssen, bis sie umfallen?
Und wie viele davon haben ihr Haus bar bezahlt? Die meisten zahlen
ihr Haus oder ihre Eigentumswohnung lange ab.
Ich meine ein Auto, daß mit einem Benzinmotor angetrieben wird.
Davon war die Rede.
> > bestehend aus Sprit,
>
> Der Strom ist zwar saubillig, aber trotzdem nicht ganz kostenlos.
>
> Ich zahle für die 600km Elektromoped pro Monat rund
> 5.-EUR mehr Stromkosten.
Ich dachte, du hast dafür Solarzellen?
> > Versicherung, Steuer,
> > Werkstatt und Kredit abzahlen oder Geld für's nächste Auto
> > zurücklegen genau welche Rolle?
>
> Der Strom kommt zwar aus der Steckdose,
> aber dahinter ist ein Stromzähler wo der Verbrauch gemessen wird.
>
> Und diesen Verbrauch sieht man dann auf der Stromrechnung.
Und dieser Verbrauch spielt genau gar keine Rolle, wenn man die
Kosten für ein Auto mit Benzinmotor berechnet.
Oder läuft die Pumpe der Tankstelle über deinen Zähler?
> "Arne Luft" <ne...@yhsg3.invalid> schrieb:
>
>> Das sind kalkulatorische Kosten.
>
> Was unterscheidet "kalkulatorische Kosten" von den Scheinchen, die du
> dem Autohändler real und greifbar auf den Tisch legen musst?
Die Tatsache, dass sie nur auf dem Papier exisiteren und nicht in realen
Schein zu begleichen sind.
> Hier geht es nicht um Wertverlust.
Ging und geht es sehrwohl.
> "Volker Neurath" <nean...@gmx.de> schrieb:
>
>> Mich interessiert nämlich tatsächlich der Wertverlust
>> meines Wagens nicht die Bohne. Nichtmal ansatzweise.
>
> Du bekommst deine Autos geschenkt?
1. Nein.
2. Was genau willst du?
[Litanei gesnipped]
Ich zahle die Anschaffungskosten + Sprit + Versicherung + Steuer + Wartung
Und?
Der Wertverlust des Wagens interessiert mich nicht, weil er mich nicht
interessieren muss, da ich keineswegs vorhabe, ihn schon nach 2,3 oder 4
Jahren wieder zu verkaufen.
Ich fahre die Kiste bis sie auseinanderfällt, mindestens aber 8 Jahre
(solange gibt Toyota Garantie auf den Hybridstrang).
Und so lange muss ich mir auch keinerlei Gedanken um irgendeinen
rechnerischen Wertverlust machen.
> Glücklicherweise. Denn das hält diejenigen, für die 1,40 Euro beim
> Spritpreis noch tragbar sind, für die aber 1,50 Euro schon den
> finanziellen Ruin bedeuten, wirksam vom Kauf eines Autos ab.
Mumpitz. Denn:
> Denn dafür sind nicht 1,40 und auch nicht 1,50 und auch nicht 70 Euro
> fällig, sondern mehrere Tausend,
Was sollte diese Klientel davon abhalten, sich dieses Geld über mehrere
JAhre hinweg anzusparen?
Sorry, aber deine Texte waren allesamt frei von jeglicher logischer
Argumentation, denn aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen ist es dir
offensichtlich nicht möglich, zwischen Anschaffungs- und Unterhaltskosten
zu unterscheiden.
> "Volker Neurath" <nean...@gmx.de> schrieb:
>
>> Wie ich oben schon erklärt habe, muss der Besizter diese Kosten
>> aber nicht nach jeder 720km Fahrt in Bar hinlegen.
>
> Natürlich nicht. Er muss sie vor der ersten Fahrt für die kommenden
> 72000 km in bar hinlegen.
Blödsinn. Da legt er den Kaufpreis zuzüglich der ersten Tankfüllung hin.
Ende im Gelände.
>> Diese 252 Eur sind ein statistischer Wert.
>
> Nein, sie sind ein realer Wert.
Wenn du meinst. Ich sehe sie immernoch als statistischen Wert.
So lange damit fahren bis die Karre auseinanderfällt
oder es Plug-in Hybrids zum kaufen gibt
> Um ein Auto zu betreiben, muss man ein Auto besitzen. Und um ein Auto
> zu besitzen, muss man die Anschaffungskosten aufbringen. Wer das kann,
> den bringen 10 Cent mehr oder weniger beim Spritpreis nicht gleich um.
Das ist Unsinn. Dein Fehler ist, dass du nicht in der Lage oder nicht
Willens bist, zwischen Anschaffungs- und Unterhaltskosten zu unterscheiden.
> So lange damit fahren bis die Karre auseinanderfällt
> oder es Plug-in Hybrids zum kaufen gibt
Auf dem Plug-In Hybrid warten alle.
Vor allem diejenige die damit gegen Kohlekraftwerke
demosnstrieren wollen, und die Kernkraft-Abschaltung gut finden.
Was sie dann pluggen wollen, ist ja egal, es kommt aus der Steckdose.
#
Ist eigentlich egal, der Golf ist heute das Pendant zum Käfer und er
verbraucht ungefähr das gleiche, jede verbesserunge des Motors hat man
also nicht genutzt den Verbrauch zu reduzieren, sondern mit anderen
Vorzügen des Fahrzeuges wieder nivelliert.
Daraus schließe ich, das der Markt Bequemlichkeit, Sicherheit,
Verkaufspreis usw. mehr nachfragt als reduzierten Verbrauch.
Wenn Du hast würden mich Zahlen dazu interessieren, wie viele Fußgänger
und Radfahrer weniger vom Golf als früher vom Käfer angefahren werden.
> Was sollte diese Klientel davon abhalten, sich dieses Geld
> über mehrere JAhre hinweg anzusparen?
Nichts. Und was macht diese Klientel, wenn sie ein Auto angespart hat
und sich eines kauft? Richtig, sie beginnt noch während der Nutzung des
aktuellen Autos mit dem Ansparen fürs nächste Auto, denn das derzeitige
wird nicht ewig halten und sich auch nur in Ausnahmefällen zu einem
Preis verkaufen lassen, zu dem man ein gleichwertiges Ersatzfahrzeug
bekommt.
Autos fallen nicht vom Himmel, sie müssen bezahlt werden. Ob man das
Geld dafür vor dem Kauf oder erst danach zusammenkratzt, spielt für die
Gesamtkosten keinerlei Rolle.
Gruß
Michael
> Michael Landenberger wrote:
>> Was unterscheidet "kalkulatorische Kosten" von den Scheinchen,
>> die du dem Autohändler real und greifbar auf den Tisch legen
>> musst?
>
> Die Tatsache, dass sie nur auf dem Papier exisiteren und nicht
> in realen Schein zu begleichen sind.
Sag mal, bist du so naiv oder tust du nur so?
Ob ich nun reale Scheinchen auf den Tisch lege oder einen Scheck oder
auch die Kaufsumme überweise, wirkt sich genau gleich auf meinen
Kontostand aus: er ist danach niedriger. Und was im Kontext "Auto" von
meinem Konto abfließt, zähle ich zu den Kosten fürs Auto, egal ob es
Anschaffung, Werkstattkosten, TÜV-Gebühren, Steuern und Versicherungen,
Kosten für neue Reifen oder eben Spritkosten sind. Oder sollte ich es
als Wohnungsmiete, Arztrechnung, Lebensmittelkosten oder
Studiengebühren für den Sohn verbuchen?
Gruß
Michael
> Der Wertverlust des Wagens interessiert mich nicht, weil er
> mich nicht interessieren muss, da ich keineswegs vorhabe,
> ihn schon nach 2,3 oder 4 Jahren wieder zu verkaufen.
> Ich fahre die Kiste bis sie auseinanderfällt,
Ok, du fährst also dein Auto, bis es auseinanderfällt. Und was machst
du dann? Schenkt dir Toyota dann ein neues Auto? Vermutlich nicht. Wenn
du dann nicht zu Fuß gehen willst, kümmerst du dich rechtzeitig darum,
nach Ableben des alten Autos über die Mittel für die Anschaffung eines
neuen zu verfügen. Zweckmäßigerweise tut man das, indem man einen
Betrag, der dem Wertverlust des aktuellen Autos entspricht, auf die
hohe Kante legt. Wenn dann das alte Auto den Wert 0 erreicht hat (weil
es verschrottet wird), dann liegt exakt die Summe auf der hohen Kante,
die man für die Anschaffung eines neuen benötigt. Du siehst, der
Wertverlust ist auch für dich relevant, wenn du in 8, 10 oder 12 Jahren
nicht ohne fahrbaren Untersatz dastehen willst.
Gruß
Michael
> Probleme, ein Auto überhaupt unterhalten zu können. Die Spritkosten
> machen nämlich nach wie vor nur den kleineren Teil der Unterhaltskosten
> für ein Auto aus.
Für einen nicht unbeachtlichen Anteil mag das Stimmen. Für Vielfahrer
wohl eher nicht.
Kurzer Check meiner Daten ab 2002 ergab 42% Treibstoff, 58% sonstige
Kosten.
Ralf
> Weiterhin verrät uns die Seite, dass das Auto noch andere Kosten
> verursacht, die sich auf ca. 35 Cent pro gefahrenen Kilometer summieren.
> Die Gesamt-Betriebskosten für das Fahrzeug liegen demnach bei 252 Euro
> für besagte 720 km. Der gebeutelte Besitzer muss also nicht nur in der
> Lage sein, die 70 Euro für den Sprit aufzubringen, sondern zusätzlich
> noch weitere 182 Euro irgendwo hernehmen. Und wenn er schon bei 70 Euro
> Probleme bekommt, dann dürften 252 Euro eine fast unüberwindliche Hürde
> sein.
Wie schon in anderem Post erwähnt - die Argumentation steht auf dünnem
Eis.
Wer hat schon die dort meist verwendeten Einstufungen?
Wie sieht die Rechnung bei 50 oder 35% Versicherung aus.
Wie bei der doppelten Fahrleistung.
etc.
Auch Mittelklassewagen lassen sich mit um die 20 ct/km bewegen.
Wenn kaum Defekte auftreten und man im Jahr genug fährt um die Fixkosten
breit zu verteilen.
Ralf
> Kurzer Check meiner Daten ab 2002 ergab 42% Treibstoff, 58%
> sonstige Kosten.
Schrub ich nicht, dass die Spritkosten weniger als die Hälfte der
Betriebskosten ausmachen? Und das sogar bei Vielfahrern? (ich nehme mal
an, dass du einer bist).
Gruß
Michael
> Michael Landenberger wrote:
>>> Wie ich oben schon erklärt habe, muss der Besizter diese
>>> Kosten aber nicht nach jeder 720km Fahrt in Bar hinlegen.
>>
>> Natürlich nicht. Er muss sie vor der ersten Fahrt für die
>> kommenden 72000 km in bar hinlegen.
>
> Blödsinn. Da legt er den Kaufpreis zuzüglich der ersten Tankfüllung
> hin.
Was genau ist der Kaufpreis? Richtig, der Preis dafür, das Auto in den
kommenden Jahren nutzen zu dürfen. Der wird in der Praxis natürlich auf
einen Schlag fällig. Um nun die Kosten pro km auszurechnen, muss man
den Kaufpreis auf die gefahrenen Kilometer verteilen. Die 72000 km sind
nur ein Beispiel. Möglicherweise fährt das neue Auto auch viel länger.
Dann sinkt zwar der Anteil des Kaufpreises an den km-Kosten, dafür
kommen aber andere laufleistungsabhängige Kosten hinzu (Beispiel: der
Zahnriemen, der in der Regel alle ca. 100.000 km gewechselt werden
muss, was üblicherweise mehrere 100 Euro kostet).
Rechnen wir das ganze doch mal durch:
Ein Mensch bringt mit Ächzen und Zähneklappern 70 Euro in der Woche
auf, also knapp 300 Euro im Monat. Allerdings besitzt er noch kein
Auto, also muss er zunächst eines ansparen. Sagen wir mal, er fasst
einen preiswerten Gebrauchten für 3600 Euro ins Auge. Der ist noch
einigermaßen gut in Schuss und verspricht vergleichsweise niedrige
Wartungskosten. Unser Autobesitzer in spe legt also die 300 Euro, die
er jeden Monat erübrigen kann, auf die hohe Kante. Nach einem Jahr hat
er die 3600 Euro zusammen und kauft sich das Auto. Fortan verwendet er
die 300 Euro, um zu tanken (für mehr reicht es ja nicht). Er fährt den
Wagen also so lange, bis ihm die Versicherung mangels Beitragszahlungen
kündigt, das Finanzamt die Kfz-Steuer anmahnt und der Wagen schließlich
zwangsstillgelegt wird. Danach kann er ja die 300 Euro dazu verwenden,
um einen Stellplatz auf Privatgrund zu finanzieren. Auf der Straße
würde ein nicht angemeldetes Auto nämlich über kurz oder lang
sichergestellt. Und selbst wenn er es schafft, das Geld für
Versicherungen, Steuern und Wartung zusätzlich aufzubringen: wenn das
Auto eines Tages die Grätsche macht, ist wieder mindestens ein Jahr
Zwangspause. Unser stolzer Autobesitzer hat es nämlich nicht geschafft,
gleichzeitig ein Auto zu unterhalten und den Kaufpreis für das nächste
anzusparen. Und das, obwohl er mehr Zeit dafür gehabt hätte: ein
Gebrauchter für 3600 Euro sollte nämlich länger als 1 Jahr halten.
Gruß
Michael
Du weichst also mal wieder der Antwort aus. Was zu erwarten war.
Nochmal: Welche Rolle spielt deine Stromabrechnung für die
Kalkulation der Kosten eines Autos mit Benzinmotor ohne Hybrid,
Werkstatt, Versicherung, Steuer, Anschaffung und Sprit?
Du mußt deine neuen Autos nicht bezahlen? Der Normalbürger schon.
Entweder er legt monatlich genug Geld dafür auf die Seite oder er
nimmt dann einen Kredit auf, den er monatlich zahlen muß. Und diese
Belastung hast du immer wenn du das Auto nicht geschenkt bekommst
oder gewinnst. Oder sowieso ausreichend Geld auf dem Konto hast,
was auch irgendwoher kommen muß.
> Das ist Unsinn. Dein Fehler ist, dass du nicht in der Lage oder nicht
> Willens bist, zwischen Anschaffungs- und Unterhaltskosten zu
> unterscheiden.
Dass es aber in jedem Falle Kosten sind, darüber sind wir uns doch einig
oder?
Und wenn du gute und böse Kosten unterscheiden möchtest kannst du das ja
gern tun, doch das wegge Geld ist gleich.
> Ja. Und? Wie ich oben schon erklärt habe, muss der Besizter diese Kosten
> aber nicht nach jeder 720km Fahrt in Bar hinlegen.
> Diese 252 Eur sind ein statistischer Wert.
>
Letzten Dienstag habe ich zuletzt getankt. Der Tank ist noch halb voll.
Wenn ich heute damit fahre ohne zu tanken, habe ich also keine realen
Benzinkosten. Genial! Ich will einen größeren Tank, dann fahre ich an
noch mehr Tagen völlig kostenlos.
Bernhard
>> Das ist Unsinn. Dein Fehler ist, dass du nicht in der Lage oder nicht
>> Willens bist, zwischen Anschaffungs- und Unterhaltskosten zu unterscheiden.
> Du mußt deine neuen Autos nicht bezahlen?
wo schrieb ich das?
Nur ist das Ansparen der Anschaffungskosten die eine Sache, die
regelmäßige Bereitstellung der Unterhaltskosten eine ganz andere.
Volker
--
Wenn es vom Himmel Zitronen regnet -- lerne, Limonade zu machen.
> Und wenn du gute und böse Kosten unterscheiden möchtest kannst du das ja
> gern tun, doch das wegge Geld ist gleich.
Aber nicht der zeitpunkt des "weg seins", du Schlaumeier.
> aha - das Geld für die Anschaffung des Autos kommt also eben doch nicht aus
> dem Nichts, es muss (wenn nicht grad ererbt oder im Lotto gewonnen)
> erarbeitet
Wer hat hier was anderes behauptet?
> anderweitig ausgeben. Und selbst wenn mein aktuelles Auto bereits in der
> Vergangenheit angespart wurde, muss ich jetzt schon was fürs nächste
> weglegen. Und wenn ich das angesparte Geld für ein Auto einmal ausgegeben
> habe, kann ich das nicht für irgendwas anderes ausgeben oder als
> Notgroschen verwenden.
Ach?
Nur ist Ansparen für ein Auto halt die eine Sache, die Bereitstellung
der Unterhaltskosten eine andere.
Und ja, letztere kann auch jemanden vor Probleme stellen, der keine
hatte, erstere zu besorgen.
Und jetzt überleg mal wie das geht.
> "Volker Neurath" <nean...@gmx.de> schrieb:
>> Was sollte diese Klientel davon abhalten, sich dieses Geld
>> über mehrere JAhre hinweg anzusparen?
> Nichts.
Eben.
Aber die Unterhaltskosten werden eben gerade *nicht* angespart - oftmals
wird nichtmals drüber nachgedacht, dass auch die bereitgestellt sein
wollen (geschweige denn, dass die mal eben nachgerechnet werden),
angesichts der Mölichkeit, sich nach n Jahren sparens nun endlich den
langersehnten Traumwagen kaufen zu können - wenn auch nur als
Gebrauchten.
So, und dann stehen die da, haben einen großen (oder. ehemals großen)
BMW, Audi, Mercedes, VW vor der Tür - und spätestens nach der zweiten
Tankfüllung geht das Gejammer los, denn:
"Boah, der braucht aber viel, das ist aber teuer. Und die Versicherung.
und die Steuer (anmerkung: is'n diesel, aber nur mit Euro 2...).
Und die letzte Wartung war auch nicht 'ohne' .... DAS hätt ich nicht
gedacht!"
Tscha - hättste besser mal....
> Und was macht diese Klientel, wenn sie ein Auto angespart hat
> und sich eines kauft? Richtig, sie beginnt noch während der Nutzung des
> aktuellen Autos mit dem Ansparen fürs nächste Auto, denn das derzeitige
> wird nicht ewig halten und sich auch nur in Ausnahmefällen zu einem
> Preis verkaufen lassen, zu dem man ein gleichwertiges Ersatzfahrzeug
> bekommt.
Ja. Und?
> Ob ich nun reale Scheinchen auf den Tisch lege oder einen Scheck oder
> auch die Kaufsumme überweise, wirkt sich genau gleich auf meinen
> Kontostand aus: er ist danach niedriger.
Jetzt erklär doch endlich mal, an wen der Autofahrer regelmäßig den
Wertverlust überweist, wenn du der Meinung bist, das seinen keine
kalkulatorischen Kosten.
> neuen zu verfügen. Zweckmäßigerweise tut man das, indem man einen
> Betrag, der dem Wertverlust des aktuellen Autos entspricht,
^^^^^^^^^
Nö. Es wird regelmäßig soviel weggelegt, wie man sich gerade erlauben
kann. Nicht mehr und nicht weniger.
> Ist eigentlich egal, der Golf ist heute das Pendant zum Käfer und er
> verbraucht ungefähr das gleiche, jede verbesserunge des Motors hat man
> also nicht genutzt den Verbrauch zu reduzieren, sondern mit anderen
> Vorzügen des Fahrzeuges wieder nivelliert.
Unter anderem der gestiegenen Sicherheit - sowohl für die Insassen als
auch für Nicht-Insassen.
> Daraus schließe ich, das der Markt Bequemlichkeit, Sicherheit,
> Verkaufspreis usw. mehr nachfragt als reduzierten Verbrauch.
Fehlschluss.
> Mehr als das. Versicherungstarife sollten sich am Risiko orientieren,
> sonst nichts.
Bestenfalls könnte man die Fahrleistungs-Komponente stärker gewichten,
dann hätte eine Verringerung der Jahresfahrleistung bzw. der Umstieg auf
ein anderes Fahrzeug möglicherweise eine Reduktion der verkehrsbedingten
Emissionen zur Folge. Ich könnte mir sogar vorstellen dass so eine
Massnahme mehr brächte als ein allgemeines Tempolimit.
Andreas
Ein Plug in Hybrid emittiert innerorts sogar mit
Strom aus Braunkohle weniger als
der fossile Schrott der als Neuwagen angeboten wird
http://auto.pege.org/2007-co2-mobilitaet/renault-kangoo-innerorts.htm
Hier die Effizienz im Vergleich
http://auto.pege.org/2008/energieeffizienz.htm
Und der Treibstoffkostenrechner
http://auto.pege.org/2008-treibstoff/ewig.htm
--
Roland Mösl
http://politik.pege.org Steuerreform pro Mensch
http://notebook.pege.org mobile Computing
http://auto.pege.org Auto und Verkehr
http://wohnen.pege.org Bauen und Wohnen
Die Leute müssen lernen umzudenken.
Einer der reichsten Männer der Welt tut dies gerade
http://german.china.org.cn/business/txt/2008-09/28/content_16551925.htm
Siehe
http://auto.pege.org/typ/byd-f3.htm
Ich mag in der Hinsicht zwar etwas übertrieben sein, aber ich buche in
meiner privaten Kontoführung jeden Monat vom Konto 'Auto' zum Konto
'Wertverlust'. Der Betrag ist geschätzt und wird jährlich mit Hilfe der
Gebrauchtwagenpreise angepasst, aber ich bin ehrlich zu mir selbst,
indem ich mir meine Ausgaben vor Augen führe.
cu
.\\arc
> [ADAC]: "die Schmerzgrenze ist überschritten. Deutschlands Bürger können
> sich das teure Benzin an den Tankstellen einfach nicht mehr leisten."
> [...]
Was bin ich froh, daß ich mir den Strom aus der Bahnoberleitung leisten
kann ;-)
--
Gruß
Ping Of Death, master of ceremony
und Mittelfinger für alle, die uns nicht mögen...
> Ein Plug in Hybrid emittiert innerorts
Falsch. Er würde emittieren, wenn es ihn denn gäbe.
> http://auto.pege.org/2007-co2-mobilitaet/renault-kangoo-innerorts.htm
Weil's so schön war mal wieder die Frage: wo kann man dieses Auto
kaufen und was kostet es?
> Hier die Effizienz im Vergleich
> http://auto.pege.org/2008/energieeffizienz.htm
Du vergleichst die Äpfel von diesem mit den Birnen vom nächsten Jahr.
Gruß
Michael
> Ich mag in der Hinsicht zwar etwas übertrieben sein, aber ich buche in
> meiner privaten Kontoführung jeden Monat vom Konto 'Auto' zum Konto
> 'Wertverlust'. Der Betrag ist geschätzt und wird jährlich mit Hilfe der
> Gebrauchtwagenpreise angepasst, aber ich bin ehrlich zu mir selbst,
> indem ich mir meine Ausgaben vor Augen führe.
1. war das nicht die Frage
2. wenns schee moacht - Geld fliesst da jedenfalls nicht.