"Mit unglaublicher Geschwindigkeit entzaubern die Konsumenten das
einstige goldene Kalb. Aus einer heiᅵen Affᅵre wurde innerhalb weniger
Jahre eine kᅵhle Zweckbeziehung."
und
"Im Grunde reicht ein Wagen vom Preis eines VW Polos fᅵr die meisten
Bedᅵrfnisse aus, zu Mehrausgaben verfᅵhrt nur der emotionale Mehrwert.
'Es ist die emotionale Reichhaltigkeit, die den ᅵkonomischen Mehrwert
treibt. Wenn ein Thema stark emotional besetzt ist, sind die Menschen
bereit, dafᅵr viel Geld auszugeben. Die deutsche Autoindustrie hat von
diesem Mehrwert weltweit am meisten abgegriffen. Sobald diese Kopplung
von Produkt und Gefᅵhl im Kopf aussetzt, bedeutet den Menschen der
technische Mehrwert an sich nicht viel'."
http://www.stern.de/auto/service/kultobjekt-auto-der-lack-ist-ab-1511882.html
> "Mit unglaublicher Geschwindigkeit entzaubern die Konsumenten das
> einstige goldene Kalb. Aus einer heiᅵen Affᅵre wurde innerhalb weniger
> Jahre eine kᅵhle Zweckbeziehung."
>
> und
>
> "Im Grunde reicht ein Wagen vom Preis eines VW Polos fᅵr die meisten
> Bedᅵrfnisse aus, zu Mehrausgaben verfᅵhrt nur der emotionale Mehrwert.
> 'Es ist die emotionale Reichhaltigkeit, die den ᅵkonomischen Mehrwert
> treibt. Wenn ein Thema stark emotional besetzt ist, sind die Menschen
> bereit, dafᅵr viel Geld auszugeben. Die deutsche Autoindustrie hat von
> diesem Mehrwert weltweit am meisten abgegriffen. Sobald diese Kopplung
> von Produkt und Gefᅵhl im Kopf aussetzt, bedeutet den Menschen der
> technische Mehrwert an sich nicht viel'."
... also im Prinzip genau das Gegenteil von dem was du uns in letzter
Zeit hier vollheulst.
Andreas
--
Offizielles Mitglied von Roland Mᅵsls Killfile
"Photovoltaik ersetzt 10cm Benzin pro Jahr."
(Roland Mᅵsl in de.rec.fahrrad)
Kᅵnnte sein, dass er Recht hat. Es gibt da eine entsprechende
Entwicklung bei den HiFi-Anlagen. Als die Stereomusik populᅵr wurde, so
in den 60ern und 70ern, gab es eine Konsumwelle in der
Unterhaltungselektroindustrie. Vorher hatte man ein einfaches Radio (die
Modelle unterschieden sich nur in der Verkleidung) und hᅵchstens noch
einen Kofferplattenspieler, nun musste es eine Stereoanlage sein, die
mindestens einen Verstᅵrker, einen Tuner und zwei Lautsprecherboxen
hatte, mᅵglichst noch ein Tonbandgerᅵt und ein Cassettendeck. Sowas war
damals richtig teuer, meine erste Anlage kostete zusammen ᅵber 3000
Mark, mehr als meine damaligen Autos. Die Leistungen neuer Gerᅵte wurden
stᅵndig getestet, ihre Vor- und Nachteile in den Populᅵrmedien ausgiebig
behandelt und bald gabe es Fachzeitschriften zum Thema.
Die Argumentation, mit der Aussenstehende solche Angaben ablehnten (was
willst du mit 120 Watt Ausgangsleistung, der Nachbar schimpft ja schon
ᅵber deine 10-Watt-Anlage) ᅵhnelt auffallend der, mit der heute teure
Autos abgelehnt werden.
Was ist davon ᅵbriggeblieben? Ausser einem kleinen Kreis von HighEndern,
die fᅵr fingerdicke Lautsprecherkabel 3-stellige Preise bezahlen,
kᅵmmert sich niemand mehr um HiFi. Wer eine Anlage braucht, kauft halt
irgendwas im Kaufhaus oder bei Tschibo.
ᅵbertragen auf die Autobranche hiesse das, die Polo und die Rolls
Royce-Klasse ᅵberlebt.
>
> und
>
> "Im Grunde reicht ein Wagen vom Preis eines VW Polos fᅵr die meisten
> Bedᅵrfnisse aus, zu Mehrausgaben verfᅵhrt nur der emotionale Mehrwert.
So einfach ist das aber nicht. Anders als beim Radio, dass nicht mehr
kann als Wortsendungen und Musik spielen, hat ein Auto ein viel
breiteres Anwendungsspektrum und fᅵr viele Anwendungen reicht der Polo
definitiv nicht aus.
> 'Es ist die emotionale Reichhaltigkeit, die den ᅵkonomischen Mehrwert
> treibt. Wenn ein Thema stark emotional besetzt ist, sind die Menschen
> bereit, dafᅵr viel Geld auszugeben.
Das ist richtig und falsch zugleich. Die Trennung zwischen praktischem
und emotionalem Mehrwert ist immer willkᅵrlich. Schon bezogen auf eine
Einzelperson ist es oft schwierig, zu entscheiden, ob bei eine Handlung
praktisch begrᅵndet ist oder emotional entstand. Wer so etwas
verallgemeinert, kann nur irren oder mᅵchte beherrschen.
Herbert
> ᅵbertragen auf die Autobranche hiesse das, die Polo und die Rolls
> Royce-Klasse ᅵberlebt.
Das reicht aber nicht um die asphaltierte "Infrastruktur" am Leben zu
erhalten.
>> "Im Grunde reicht ein Wagen vom Preis eines VW Polos für die meisten
>> Bedürfnisse aus, zu Mehrausgaben verführt nur der emotionale Mehrwert.
>
> So einfach ist das aber nicht. Anders als beim Radio, dass nicht mehr
> kann als Wortsendungen und Musik spielen, hat ein Auto ein viel
> breiteres Anwendungsspektrum und für viele Anwendungen reicht der Polo
> definitiv nicht aus.
Ja, das Auto kann vorwärts und rückwärts fahren, während das Radio die Musik
nur vorwärts spielen kann. Natürlich gibt es Transporterfordernisse, für
die ein Kleinwagen nicht ausreicht. Trotzdem ist es unsinnig, sich ständig
einen Möbelwagen zu halten, weil man alle 5 Jahre umzieht.
>> 'Es ist die emotionale Reichhaltigkeit, die den ökonomischen Mehrwert
>> treibt. Wenn ein Thema stark emotional besetzt ist, sind die Menschen
>> bereit, dafür viel Geld auszugeben.
>
> Das ist richtig und falsch zugleich. Die Trennung zwischen praktischem
> und emotionalem Mehrwert ist immer willkürlich. Schon bezogen auf eine
> Einzelperson ist es oft schwierig, zu entscheiden, ob bei eine Handlung
> praktisch begründet ist oder emotional entstand. Wer so etwas
> verallgemeinert, kann nur irren oder möchte beherrschen.
Es ist auch ziemlich gleichgültig, ob es nun objektiv oder subjektiv ist,
was als emotional und was als rational eingeschätzt wird, und ob ein Wandel
solcher Einschätzungen durch Generationswechsel stattfindet oder die
gleichen Personen im Laufe der Zeit ihre Ansichten ändern: Wenn die Leute
auf breiter Front den Eindruck gewinnen, daß sie so viel Auto wie bisher
nicht mehr brauchen, und der emotionale Eindruck vom Autofahren als
Freiheitserlebnis wegbricht, dann kriegt die Autoindustrie ein großes
Problem.
Das automobile Freiheitserlebnis steht ja auch in Diskrepanz zu überfüllten
Straßen und zu Verkehrsregeln; an ihm scheitern hierzulande auch pauschale
Höchstgeschwindigkeiten auf Autobahnen. Entsprechend können auch solche
Möglichkeiten wie eine streckenbezogene PKW-Maut mit zugehöriger
Überwachung dazu führen, Autos nur noch rein pragmatisch zu sehen; erst
recht Möglichkeiten, extern in die Steuerung einzugreifen, indem etwa an
Geschwindigkeitsbegrenzungen bei zu schneller Fahrt automatisch abgebremst
wird. Wenn das Fahrzeug ferngesteuert werden kann, ist der Eindruck von
Freiheit weg.
Ralf
--
"Die Natur hat schon häufig natürliche Zahlen zerlegt, zum Beispiel...die
acht Beine einer Spinne in die vier Himmelsrichtungen." Prof. Dr. W.
Mückenheim, Mathematikkoryphäe der "Hochsachule Augsburg", am 01.10.09 in
de.sci.mathematik
>> "Im Grunde reicht ein Wagen vom Preis eines VW Polos für die meisten
>> Bedürfnisse aus, zu Mehrausgaben verführt nur der emotionale Mehrwert.
>
> So einfach ist das aber nicht. Anders als beim Radio, dass nicht mehr
> kann als Wortsendungen und Musik spielen, hat ein Auto ein viel
> breiteres Anwendungsspektrum und für viele Anwendungen reicht der Polo
> definitiv nicht aus.
Ja, das Auto kann vorwärts und rückwärts fahren, während das Radio die Musik
nur vorwärts spielen kann. Natürlich gibt es Transporterfordernisse, für
die ein Kleinwagen nicht ausreicht. Trotzdem ist es unsinnig, sich ständig
einen Möbelwagen zu halten, weil man alle 5 Jahre umzieht.
>> 'Es ist die emotionale Reichhaltigkeit, die den ökonomischen Mehrwert
>> treibt. Wenn ein Thema stark emotional besetzt ist, sind die Menschen
>> bereit, dafür viel Geld auszugeben.
>
> Das ist richtig und falsch zugleich. Die Trennung zwischen praktischem
> und emotionalem Mehrwert ist immer willkürlich. Schon bezogen auf eine
> Einzelperson ist es oft schwierig, zu entscheiden, ob bei eine Handlung
> praktisch begründet ist oder emotional entstand. Wer so etwas
> verallgemeinert, kann nur irren oder möchte beherrschen.
Es ist auch ziemlich gleichgültig, ob es nun objektiv oder subjektiv ist,
was als emotional und was als rational eingeschätzt wird, und ob ein Wandel
solcher Einschätzungen durch Generationswechsel stattfindet oder die
gleichen Personen im Laufe der Zeit ihre Ansichten ändern: Wenn die Leute
auf breiter Front den Eindruck gewinnen, daß sie so viel Auto wie bisher
nicht mehr brauchen, und der emotionale Eindruck vom Autofahren als
Freiheitserlebnis wegbricht, dann kriegt die Autoindustrie ein großes
Problem.
Das automobile Freiheitserlebnis steht ja auch in Diskrepanz zu überfüllten
Straßen und zu Verkehrsregeln; an ihm scheitern hierzulande auch pauschale
Höchstgeschwindigkeiten auf Autobahnen. Entsprechend können auch solche
Möglichkeiten wie eine streckenbezogene PKW-Maut mit zugehöriger
Überwachung dazu führen, Autos nur noch rein pragmatisch zu sehen; erst
recht Möglichkeiten, extern in die Steuerung einzugreifen, indem etwa an
Geschwindigkeitsbegrenzungen bei zu schneller Fahrt automatisch abgebremst
wird. Wenn das Fahrzeug ferngesteuert werden kann, ist der Eindruck von
Freiheit weg.
Ralf
--
"Die Natur hat schon häufig natürliche Zahlen zerlegt, zum Beispiel...die
acht Beine einer Spinne in die vier Himmelsrichtungen." Prof. Dr. W.
Mückenheim, Mathematikkoryphäe der "Hochschule Augsburg", am 01.10.09 in
de.sci.mathematik
Das halte ich fᅵr einen Irrtum. Die Leute kaufen vielleicht keinen
dicken Daimler mehr und keinen schnelle Porsche aber ersatzweise
irgendein anderes kleines unscheibares Auto. Nur wenige werden vom Auto
auf andere Verkehrsmittel umsteigen (und die eher aus finanziellen
Grᅵnden als als Folge eines Bewusstseinswandels, auch wenn sie das nicht
zugeben).
Herbert
Schau etwas genauer hin: es gibt Limousinen, Coupes, Cabrios,
Sportwagen, Vans, Gelandewagen und alle möglichen Mischformen, bei denen
ich auch manchmal durcheinanderkomme. VW bietet, glaube ich, einen höher
gelegten Golf und einen tiefer gelegten Offroader an. Alle diese
Bauformen bedienen ein bestimmtes Nutzungskonzept für Autos.
Für Umzüge ständig einen Möbelwagen vorzuhalten, ist natürlich Unfug,
aber für verschiedene Nutzungssituationen verschiedene Autos
anzuschaffen, kann Sinn machen und Leute, die reichlich Geld und
Parkfläche haben, tun das auch.
Dem Normalbürger fehlt dazu meistens das Geld und fast immer der
Parkplatz und so muss er sich für einen Kompromiss entscheiden. So kommt
es zu den 4-Sitzern, in denen nur einer sitzt und zu Limousinen mit
Sportwagenmotor.
>
>>> 'Es ist die emotionale Reichhaltigkeit, die den ökonomischen Mehrwert
>>> treibt. Wenn ein Thema stark emotional besetzt ist, sind die Menschen
>>> bereit, dafür viel Geld auszugeben.
>> Das ist richtig und falsch zugleich. Die Trennung zwischen praktischem
>> und emotionalem Mehrwert ist immer willkürlich. Schon bezogen auf eine
>> Einzelperson ist es oft schwierig, zu entscheiden, ob bei eine Handlung
>> praktisch begründet ist oder emotional entstand. Wer so etwas
>> verallgemeinert, kann nur irren oder möchte beherrschen.
>
> Es ist auch ziemlich gleichgültig, ob es nun objektiv oder subjektiv ist,
> was als emotional und was als rational eingeschätzt wird, und ob ein Wandel
> solcher Einschätzungen durch Generationswechsel stattfindet oder die
> gleichen Personen im Laufe der Zeit ihre Ansichten ändern: Wenn die Leute
> auf breiter Front den Eindruck gewinnen, daß sie so viel Auto wie bisher
> nicht mehr brauchen, und der emotionale Eindruck vom Autofahren als
> Freiheitserlebnis wegbricht, dann kriegt die Autoindustrie ein großes
> Problem.
Ja, und die deutsche Wirtschaft, die stark vom Autoboom profitiert hat,
auch.
>
> Das automobile Freiheitserlebnis steht ja auch in Diskrepanz zu überfüllten
> Straßen und zu Verkehrsregeln; an ihm scheitern hierzulande auch pauschale
> Höchstgeschwindigkeiten auf Autobahnen.
Das Auto steht im Zentrum eines modernen Kulturkampfes schrieb der
Kommentator unserer Regionalzeitung neulich und da hat er wohl Recht.
Individuelle Freiheit ist als Grundbegriff der staatlichen Ordnung hier
bis zum Ende des WKII unbekannt gewesen, auch die Protagonisten der
nachträglich hochgelobten Paulskirchenbewegung meinten nicht die
Freiheit des gemeinen Volkes sondern die einer intellektuellen Elite.
Erst die amerikanische Vorherrschaft hat uns an der amerikanischen
Lebensweise teilhaben lassen, sehr zum Missvergnügen der alten
Oberschichten, die ihre 'naturgegebenen' Privilegien vermissten.
Die grüne Bewegung wird ja weithin von gutausgebildeten, finanziell gut
gestellten Bürgern getragen, die offenbar das Gefühl haben, dass da
Leute auf der Strasse sind, die da nicht hingehören.
Entsprechend können auch solche
> Möglichkeiten wie eine streckenbezogene PKW-Maut mit zugehöriger
> Überwachung dazu führen, Autos nur noch rein pragmatisch zu sehen; erst
> recht Möglichkeiten, extern in die Steuerung einzugreifen, indem etwa an
> Geschwindigkeitsbegrenzungen bei zu schneller Fahrt automatisch abgebremst
> wird. Wenn das Fahrzeug ferngesteuert werden kann, ist der Eindruck von
> Freiheit weg.
Der 'Eindruck von Freiheit' ist schon lange weg und die Freiheit wird
auch bald verschwinden, jedenfalls für den Normalbürger. Damit der
stillhält, erzählt man ihm, dass das nur zu seinem besten ist.
Was solls, könnte man sagen. Der Glaube des Fahrers einer bestimmten
Automarke, Freude am Fahren zu haben ist doch genauso virtuell wie der
Glaube eines ÖPV-Nutzers, der im Regen am Strassenrand auf den Bus
wartet, an einem überlegenen Mobilitätskonzept teilzuhaben. Wir in
Deutschland haben die Sondersituation, im Autoboom zu erstaunlichem
Wohlstand gekommen zu sein. Vieleicht kann das noch ein paar Jahre
verlängert werden, wenn unsere Autoindustrie es schafft, am nachgeholten
Autoboom in Asien teilzunehmen, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass
mit dem Autoboom auch unser wirtschaftlicher Erfolg schwindet. Und da
hat nicht die vielgescholtene Autoindustrie schuld sondern diejenigen,
die das Auto kaputtgeredet haben.
Herbert
> Individuelle Freiheit ist als Grundbegriff der staatlichen Ordnung
> hier bis zum Ende des WKII unbekannt gewesen, auch die Protagonisten
> der nachträglich hochgelobten Paulskirchenbewegung meinten nicht die
> Freiheit des gemeinen Volkes sondern die einer intellektuellen
> Elite.
>
>
Autsch. http://de.wikipedia.org/wiki/Paulskirchenbewegung
Du meinst vermutlich Feb. 1848 (Paris) und die Folgen. Vielleicht
vertiefst du dich mal in die Geschichte der Fronherrschaft auf
deutschsprachigem Boden bis 1848, und in ein paar Forderungen der
bürgerlichen Revolution (Leipziger Verleger gegen die "Schmach der
geistesmörderischen Zensur", Febr. 1848) usw. Dann haben sich die
einfachen Formeln vielleicht ein wenig erledigt.
> Erst die amerikanische Vorherrschaft hat uns an der amerikanischen
> Lebensweise teilhaben lassen, sehr zum Missvergnügen der alten
> Oberschichten, die ihre 'naturgegebenen' Privilegien vermissten.
Das ist sachlich und historisch falsch, soweit es auf den Gebrauch von
Autos bezogen sein sollte. Die Nazis haben den "Volkswagen" erfunden
(weshalb wurde der so genannt? Siehe Hitler, März 1934 bei der IAA in
Berlin) und die Motorisierung der Gesellschaft vorangetrieben.
Die US-Besatzung hat dann in der Tat ihre Lebensweise und ihre "Kultur"
in unserem Land hinterlassen und damit paradoxerweise dies Anliegen des
Dritten Reichs vollendet.
Mir liegt ein Brief original vor, in dem eine Vierzehnjährige den
Einmarsch der US-Armee in Rudolstadt 1945 beschreibt. Darin steht, es
sei "unglaublich, dass die Amis für jeden Weg, der weiter als 10 Meter
ist, das Auto nehmen. Sie gehen praktisch nicht zu Fuß."
(Das ist nicht verwunderlich, denn ein Spaßobjekt wie das Auto macht nur
richtig Spaß wenn man es nutzt so oft es geht.)
Diese seltsame Angewohnheit wurde in Deutschland übernommen, wie Blue
Jeans, Cola oder Lucky Strike. Grund dürften die damals schon
überlegenen Marketingmethoden der US-Unternehmen sein, die u.a. dafür
sorgten, dass es heute überall in der Welt Coca-Cola gibt, selbst an den
abgelegensten Orten und auch dort, wo sauberes Trinkwasser fehlt. Dass
Opel schon seit 1929 zu General Motors gehörte, ist ja bekannt. Der
"Erfolg" dieses "American Way of Life" ist u.a. darin zu besichtigen,
dass gut ein Drittel der US-Bevölkerung heute stark adipös ist, und dies
astronomische Gesundheitskosten nach sich zieht. Von den geschätzten
Kosten könnte man problemlos mehrere DAX-Unternehmen aufkaufen - jährlich.
Der Wirtschaftswissenschaftler Charles Courtemanche (University of North
Carolina) hat die Zusammenhänge zwischen billigem Sprit und
Fettleibigkeit in den USA seit 1984 systematisch untersucht und kam zu
dem Schluss, "dass ein Kausalzusammenhang besteht". Er meinte:
"Eine dauerhafte Erhöhung des Spritpreises um einen Dollar würde die
landesweite Fettleibigkeitsrate um 10 Prozent senken."
Das Auto ist übrigens deswegen Lieblingskind der großen
Supermarktketten, weil nur der autofahrende Kunde genügend Stauraum
mitbringt, um das Drittel zusätzlicher "Spontankäufe" mitzunehmen, also
Sachen, die nicht auf dem Einkaufsplan stehen. Wer mehr kauft, isst und
trinkt auch mehr, und genau das ist Ziel des Marketings nach US-Zuschnitt.
Ist natürlich schön, wenn man sich zugleich als Freiheitskämpfer
gerieren kann wenn man solches gutredet. Und die anderen sind dann ganz
einfach verkappte Sozen, Freiheitsfeinde und nur neidisch, klar.
> Die grüne Bewegung wird ja weithin von gutausgebildeten, finanziell
> gut gestellten Bürgern getragen,
Das trifft auf jede Partei zu, selbst auf die Linken.
> die offenbar das Gefühl haben, dass da Leute auf der Strasse sind,
> die da nicht hingehören.
Ich freue mich über jeden, den ich auf der Straße sehe. Man trifft da so
oft Freunde oder Bekannte. Nur leider gibt es kaum mehr Straßen, die
nicht den Autos "gehören".
> Der 'Eindruck von Freiheit' ist schon lange weg und die Freiheit wird
> auch bald verschwinden, jedenfalls für den Normalbürger.
Es gibt ja noch die Autowerbung, mit diesen schönen Bildern
allein dahingleitender, gutausgebildeter, finanziell gut gestellter
Bürger. Die bleibt, und ihr könnt sie auch immer wieder ansehen.
> diejenigen, die das Auto kaputtgeredet haben.
Das wäre ne respektable Leistung: mit Worten gegen die Autoindustrie?
Das ist toller als David gegen Goliath. Wer das schafft geht in die
Geschichte ein, und zu Recht.
> Die Zukunft des Autos f�r den Massenmarkt liegt nicht mehr in mehr
> Leistung, immer gr��er und immer luxur�ser.
Diese Entwicklung ist schon seit einiger Zeit im Gange und findet
derzeit nur einen (vorl�ufigen) H�hepunkt, wobei zu erkennen ist, dass
die Hersteller die M�glichkeit verst�rkt ins Kalk�l ziehen, dass der
Kunde zwar bereit ist, Abstriche bei Gr�sse und Leistung, nicht aber bei
Komfort und Ausstattung zu machen. Schon vom 1. Clio Anfang der 90er gab
es eine Luxusausf�hrung, die mit Leder, Klima usw. teilweise besser
ausgestattet war als die meisten Mittelklasselimousinen.
Andreas
--
Offizielles Mitglied von Roland M�sls Killfile
"Photovoltaik ersetzt 10cm Benzin pro Jahr."
(Roland M�sl in de.rec.fahrrad)
Nein, die meine ich nicht.
>
> Du meinst vermutlich Feb. 1848 (Paris) und die Folgen.
Genau.
Vielleicht
> vertiefst du dich mal in die Geschichte der Fronherrschaft auf
> deutschsprachigem Boden bis 1848, und in ein paar Forderungen der
> bürgerlichen Revolution (Leipziger Verleger gegen die "Schmach der
> geistesmörderischen Zensur", Febr. 1848) usw. Dann haben sich die
> einfachen Formeln vielleicht ein wenig erledigt.
Mir ist schon klar, dass es eine vielschichtige Bewegung mit
unterschiedlichen Motiven und Zielen war. Einige Historiker vermuten,
dass die Forderung nach Abschaffung der Fronarbeit aus dem Wunsch des
Bürgertums nach billigen Arbeitskräften für ihre Fabriken entstand. Sie
hatte jedenfalls den gewünschten Erfolg: die befreiten Landarbeiter
suchten Arbeit (Land zum bearbeiten hatten sie ja nicht) und fanden die
in den Städten.
Die Entlohnung dieser Fabrikarbeiter und ihre Lebensbedingungen in den
Städten macht auf mich nicht den Eindruck, dass hier befreite Menschen
glücklich gelebt habe.
Soweit ich weiss, hat Henry Ford als erster erfolgreich versucht, das
Konzept einer Marktwirtschaft praktisch umzusetzen, in dem die Arbeiter
auch Konsumenten sind.
>
>> Erst die amerikanische Vorherrschaft hat uns an der amerikanischen
>> Lebensweise teilhaben lassen, sehr zum Missvergnügen der alten
>> Oberschichten, die ihre 'naturgegebenen' Privilegien vermissten.
>
> Das ist sachlich und historisch falsch, soweit es auf den Gebrauch von
> Autos bezogen sein sollte. Die Nazis haben den "Volkswagen" erfunden
> (weshalb wurde der so genannt? Siehe Hitler, März 1934 bei der IAA in
> Berlin) und die Motorisierung der Gesellschaft vorangetrieben.
Ach, die Nazis mal wieder. Sie waren wirklich super Propagandaexperten,
die Lügen, mit denen sie das Volk verdummt haben, spuken immer noch in
den Köpfen herum: Die Nazis haben den Volkswagen nicht erfunden sondern
ein Herr Porsche. Die Nazis träumten von der Weltmacht und dafür
brauchten sie Rüstungsfabriken. Zu behaupten, man wolle ein Auto für den
Normalbürger bauen, war genial: so zahlten diese für die Fabrik in der
Hoffnung, später einen Käfer zu bekommen. In Wirklichkeit wurden in
Wolfsburg während der Naziherrschaft fast nur Militärfahrzeuge produziert.
> Die US-Besatzung hat dann in der Tat ihre Lebensweise und ihre "Kultur"
> in unserem Land hinterlassen und damit paradoxerweise dies Anliegen des
> Dritten Reichs vollendet.
Die einzigen Anliegen der Nazis waren Weltherrschaft und Judenvernichtung.
> Mir liegt ein Brief original vor, in dem eine Vierzehnjährige den
> Einmarsch der US-Armee in Rudolstadt 1945 beschreibt. Darin steht, es
> sei "unglaublich, dass die Amis für jeden Weg, der weiter als 10 Meter
> ist, das Auto nehmen. Sie gehen praktisch nicht zu Fuß."
Wahrscheinlich hat sie so eine Art Briefträger beobachtet. Unser
Briefträger macht es genauso: er fährt von Haus zu Haus und die
Grundstücke sind 15 m breit.
>> Die grüne Bewegung wird ja weithin von gutausgebildeten, finanziell
>> gut gestellten Bürgern getragen,
>
> Das trifft auf jede Partei zu, selbst auf die Linken.
Bei den Bonzen, nicht beim Fussvolk und schon gar nicht bei den Wählern.
Herbert
> Soweit ich weiss, hat Henry Ford als erster erfolgreich versucht, das
> Konzept einer Marktwirtschaft praktisch umzusetzen, in dem die Arbeiter
> auch Konsumenten sind.
Richtig, der "Fordismus". Auch eine Art Schneeballsystem wie sich später
zeigte.
> Ach, die Nazis mal wieder. Sie waren wirklich super Propagandaexperten,
> die Lügen, mit denen sie das Volk verdummt haben, spuken immer noch in
> den Köpfen herum: Die Nazis haben den Volkswagen nicht erfunden sondern
> ein Herr Porsche.
Richtig, die Nazis konnten keine Autos bauen. Den Volkswagen hat aber
nicht der Hr. Porsche erfunden, sondern der war tatsächlich eine Idee
Hitlers, wie er auf der IAA im März 1934 verkündete. Billig, sparsam im
Verbrauch, viersitzig sollte er sein. Porsche erhielt erst später im
Jahr 1934 den Auftrag einen solchen Wagen zu entwickeln.
> Die einzigen Anliegen der Nazis waren Weltherrschaft und Judenvernichtung.
Fragt sich wozu man die Deutschen dann mit einem bezahlbaren Auto
beglücken wollte.
> ... also im Prinzip genau das Gegenteil von dem was du uns in letzter
> Zeit hier vollheulst.
Nein, genau das, was ich geschrieben habe, mit anderen Worten. Du
findest darin nur neuen Stoff fᅵr deine Kaffeesatzleserei, aber dafᅵr
kann ich nichts.
--
Automobilkritiker sind identisch mit Kriegsgegnern und kriegsunfᅵhigen
Mᅵnnern .. Am Steuer sitzen also die willensstarken, die energischen,
kaltblᅵtigen, kurz: die gesunden Mᅵnner (Artur Fᅵrst, 1924)
> Das automobile Freiheitserlebnis steht ja auch in Diskrepanz zu
> ᅵberfᅵllten
> Straᅵen und zu Verkehrsregeln;
Das wahre Freiheitserlebnis stellt sich dann ein, wenn man sich in der
Bahn einen Stehplatz 1. Klasse erkᅵmpft hat.
> .. meint der Hirnforscher Peter Kruse:
> "Im Grunde reicht ein Wagen vom Preis eines VW Polos fᅵr die meisten
> Bedᅵrfnisse aus, zu Mehrausgaben verfᅵhrt nur der emotionale Mehrwert.
Hirnforscher verdienen eindeutig zuviel und mᅵssen nie bei IKEA einkaufen.
Deshalb kᅵnnen sie unausgegorenen Unsinn verzapfen. Schade, dass
Wissenschaftler nie gezwungen werden, ihre Thesen zu leben. Kruse mit einem
Polo bei IKEA...Raab ᅵbernehmen Sie.
Frank Werner
> Hirnforscher verdienen eindeutig zuviel und mᅵssen nie bei IKEA
> einkaufen. Deshalb kᅵnnen sie unausgegorenen Unsinn verzapfen. Schade,
> dass Wissenschaftler nie gezwungen werden, ihre Thesen zu leben. Kruse
> mit einem Polo bei IKEA...Raab ᅵbernehmen Sie.
Man kann sogar als Fuᅵgᅵnger bei IKEA einkaufen, sofern man sein Hirn zu
benutzen im Stande ist.
--
"Es betrifft die Gefᅵhrdung der ᅵffentlichen Sicherheit, hervorgerufen
durch die unsinnige, immer mehr ᅵberhandnehmende Automobilraserei. Es
kann nicht lᅵnger zugesehen werden, wie diese Fahrzeuge (...) die
Staats- und Gemeindestrassen occupieren." (Aargau, Schweiz, 1907)
Ach ja? Wie hilft mir Dein Hirn denn beim Transport des billigsten Bettes
der Welt ᅵber 115 km?
Frank Werner
> Ach ja? Wie hilft mir Dein Hirn denn beim Transport des billigsten
> Bettes der Welt ᅵber 115 km?
Wenn du nicht dein eigenes benutzen willst nutzt dir meines auch nicht.
> Hirnforscher verdienen eindeutig zuviel und mᅵssen nie bei IKEA
> einkaufen. Deshalb kᅵnnen sie unausgegorenen Unsinn verzapfen. Schade,
> dass Wissenschaftler nie gezwungen werden, ihre Thesen zu leben. Kruse
> mit einem Polo bei IKEA...Raab ᅵbernehmen Sie.
Es gibt mittlerweile auch in der kleinen Klasse Kombis und Micro-Vans,
die sich in Punkto Nutzwert nicht hinter grᅵsseren Fahrzeugen verstecken
mᅵssen. Auch der Polo kommt demnᅵchst (wieder) als Kombi.
Ich hab neuerdings einen Clio Grandtour. 1300 Liter maximaler Laderaum
dᅵrften auch fᅵr Ikea reichen ;-)
Andreas
--
Offizielles Mitglied von Roland Mᅵsls Killfile
"Auch Digitaluhren mit Zeiger ticken, wenn der Zeiger weiter springt."
Roland Mᅵsl in de.etc.fahrzeug.auto
> Nein, genau das, was ich geschrieben habe, mit anderen Worten. Du
> findest darin nur neuen Stoff fᅵr deine Kaffeesatzleserei, aber dafᅵr
> kann ich nichts.
Versuch nicht, mich und alle anderen hier zu verarschen, dazu musst du
entschieden frᅵher aufstehen. Du heulst hier seit wochen rum, Autos
wᅵren reine Spassmobile mit immer hᅵheren Motorleistungen. Der Artikel
konstatiert exakt das Gegenteil davon.
Eigentlich nett von dir, dass du mir die Arbeit abnimmst und dich selbst
mal mit Fakten widerlegst :-)
Andreas
--
Offizielles Mitglied von Roland Mᅵsls Killfile
>> Ach ja? Wie hilft mir Dein Hirn denn beim Transport des billigsten Bettes
>> der Welt ᅵber 115 km?
> Wenn du nicht dein eigenes benutzen willst nutzt dir meines auch nicht.
Eine tolle Antwort. So ungefᅵhr habe ich sie erwartet :-)
Frank Werner
> Ach ja? Wie hilft mir Dein Hirn denn beim Transport des billigsten Bettes
> der Welt ᅵber 115 km?
man Bringdienst
Den gyps auch bei IKEA.
Denn: die haben verstanden.
Volker
--
Im ᅵbrigen bin ich der Meinung, dass TCPA/TCG verhindert werden muss
Wenn es vom Himmel Zitronen regnet, dann lerne, wie man Limonade macht
> man Bringdienst
>
> Den gyps auch bei IKEA.
Ausser fᅵr Leute, die sich zwei Mal die Woche ein neues Bett kaufen. Und
es ist jedermanns gutes Recht in einer freiheitlichen Gesellschaft so
viel Betten zu kaufen wie man will.
> man Bringdienst
>
> Den gyps auch bei IKEA.
Der Bringdienst hat Leute, die das Bett zu Fuᅵ oder mit dem Fahrrad zum
Kunden tragen?
Gruᅵ
Michael
>> man Bringdienst
>> Den gyps auch bei IKEA.
> Der Bringdienst hat Leute, die das Bett zu Fuᅵ oder mit dem Fahrrad zum
> Kunden tragen?
Genau! Der Horizont mancher Wissenschaftler ist eben klein.
Wer bei IKEA kauft, dᅵrfte in den seltensten Fᅵllen das Geld haben, den
teuren Bringdienst zu beauftragen.
Frank Werner
> Wer bei IKEA kauft, dᅵrfte in den seltensten Fᅵllen das Geld haben, den
> teuren Bringdienst zu beauftragen.
Warum haben sie dann einen Bringdienst, wenn ihn die Kundschaft doch gar
nicht nutzen kann, wie du sagst?
--
Servus
Christoph Mᅵller
http://www.astrail.de
> "Michael Landenberger" <spameim...@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:7iso43F...@mid.uni-berlin.de...
>
>>> man Bringdienst
>>> Den gyps auch bei IKEA.
>
>> Der Bringdienst hat Leute, die das Bett zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum
>> Kunden tragen?
>
> Genau! Der Horizont mancher Wissenschaftler ist eben klein.
>
> Wer bei IKEA kauft, dürfte in den seltensten Fällen das Geld haben, den
> teuren Bringdienst zu beauftragen.
Häh?
Aber das Geld um einen passenden Transporter vorzuhalten? Oder
auszuleihen?
ervin
--
42
> Der Bringdienst hat Leute, die das Bett zu Fuᅵ oder mit dem Fahrrad zum
> Kunden tragen?
wo schrieb ich das?
> wo schrieb ich das?
Nirgends. Aber jetzt gibt es den zweiten Teil der Frage: welchen
Unterschied macht es fᅵr die Umwelt, ob das Bett im eigenen PKW von
Ikea nach Hause transportiert wird oder mit einem Transporter des
Bringdienstes? Welchen Vorteil hat es, zu Fuᅵ zu Ikea zu gehen und sich
die dort gekauften Mᅵbel bringen zu lassen?
Gruᅵ
Michael
Dass die Umwelt nicht mit der Herstellung eines weiteren "Stehzeuges"
belastet wird sondern nur mit der des LKW welcher auf einer Tour mehrere
Teile verteilt und somit unter gesamtokᅵlogischer betrachtungsweise viel
gᅵnstiger ist als der Einkauf mit dem Privat PKW. Das trifft auch dann zu
wenn man mehr als einmal fahren mᅵsste um das ganze Zeug mitzubekommen.
Ein Bringdienst ist in der Regel sowieso immer billiger und effizienter als
der Einkauf im Ladengeschᅵft. Das ist ja auch der Grund wieso Internetshops
und frᅵher Katalogversandhᅵuser oft gᅵnstiger anbieten kᅵnnen.
LG Andy
> Dass die Umwelt nicht mit der Herstellung eines weiteren "Stehzeuges"
> belastet wird
Da stimmt, doch die Ursprungsfrage war anders: nᅵmlich ob man mit einem
Polo bei Ikea einkaufen kann.
Und tatsᅵchlich: man kann. Man kann sogar zu Fuᅵ. Man braucht keinen
Family-Van o.ᅵ. zu *besitzen* um Mᅵbel zu kaufen.
Mit einem Polo hab ich das auch schon selbst gemacht. Da geht selbst ein
185x185 cm Expedit Regal rein. Und noch einiges mehr.
LG Andy
Es trifft aber nicht zu, wenn man ohnehin mit dem Kombi dahin fährt.
Dann kann man das Zeug auch gleich mitnehmen, wenn es reinpaßt.
Wenn das ein Gewerbegebiet ist, wo man folgendes einkauft:
irgendwelche Elektroniksachen beim Saturn, einen Sack Hundefutter, ein
paar Pflanzen im "Gartencenter" und ein Regal im Mitnahmemarkt ist das
sogar besser, als 4 Lieferwagen zu triggern.
> Man braucht keinen Family-Van o.ᅵ. zu *besitzen*
> um Mᅵbel zu kaufen.
Wenn aber ca. 1-2 Mal pro Woche einen Family-Van fᅵr andere Dinge
braucht und deswegen einen besitzt, soll man dann trotzdem zu Fuᅵ zu
Ikea gehen und ggf. den Bringdienst bemᅵhen? Und soll man sich fᅵr die
Fahrten, fᅵr die der Van ᅵberdimensioniert wᅵre, einen Polo als
Zweitwagen zulegen, nur damit man fᅵr jeden Zweck das optimale Auto
hat?
Gruᅵ
Michael
> Wenn aber ca. 1-2 Mal pro Woche einen Family-Van fᅵr andere Dinge
> braucht und deswegen einen besitzt, soll man dann trotzdem zu Fuᅵ zu
> Ikea gehen und ggf. den Bringdienst bemᅵhen? Und soll man sich fᅵr die
> Fahrten, fᅵr die der Van ᅵberdimensioniert wᅵre, einen Polo als
> Zweitwagen zulegen, nur damit man fᅵr jeden Zweck das optimale Auto hat?
Die Wahrheit ist wie immer individuell. Ich persᅵnlich wᅵrde mir kein
grᅵsseres Auto zulegen, damit ich alle 2 Jahre mal damit zu Ikea kann.
Andreas
--
Offizielles Mitglied von Roland Mᅵsls Killfile
"Photovoltaik ersetzt 10cm Benzin pro Jahr."
(Roland Mᅵsl in de.rec.fahrrad)
Dennoch kann man den Kombi mieten, oder? Oder in der gr��ern Familie umher
verleihen? Und so wirds bei vern�nftigen oder zur Vernunft gezwungen Leuten
ja auch gemacht.
LG Andy
>> Wer bei IKEA kauft, dᅵrfte in den seltensten Fᅵllen das Geld haben, den
>> teuren Bringdienst zu beauftragen.
> Warum haben sie dann einen Bringdienst, wenn ihn die Kundschaft doch gar
> nicht nutzen kann, wie du sagst?
Kann? Dᅵrfte!
Frank Werner
> Frank Werner am Mon, 05 Oct 2009 19:59:04 +0200:
>> Wer bei IKEA kauft, dürfte in den seltensten Fällen das Geld haben, den
>> teuren Bringdienst zu beauftragen.
> Aber das Geld um einen passenden Transporter vorzuhalten? Oder
> auszuleihen?
Unwahrscheinlich.
Jedenfalls kommt man nicht in den meisten Fällen mit einem VW Polo aus, wie
der überbezahlte Wissenschaftler behauptete.
Frank Werner
> > Wenn das ein Gewerbegebiet ist, wo man folgendes einkauft:
> > irgendwelche Elektroniksachen beim Saturn, einen Sack Hundefutter, ein
> > paar Pflanzen im "Gartencenter" und ein Regal im Mitnahmemarkt ist das
> > sogar besser, als 4 Lieferwagen zu triggern.
>
> Dennoch kann man den Kombi mieten, oder?
Kann man. Man kann auch immer ins Bordell gehen, statt zu heiraten.
Sorry für den blöden Vergleich, aber er trifft einfach zu gut.
> Dennoch kann man den Kombi mieten, oder? Oder in der gr��ern
> Familie umher verleihen? Und so wirds bei vern�nftigen oder
> zur Vernunft gezwungen Leuten ja auch gemacht.
Und die Familie, von der man sich den Kombi leiht, ist die auch
unvern�nftig?
Gru�
Michael
> Ich persᅵnlich wᅵrde mir kein grᅵsseres Auto zulegen, damit
> ich alle 2 Jahre mal damit zu Ikea kann.
Ich auch nicht. Ich wᅵrde mir aber auch kein kleineres Auto zulegen
oder gar das Auto ganz abschaffen, nur weil ich selten zu Ikea komme.
Ich brauche es nᅵmlich noch fᅵr andere Zwecke, die ein groᅵes Auto
erfordern, und das so hᅵufig, dass es sich durchaus lohnt, eines zu
besitzen. Und wenn das groᅵe Auto schonmal da ist, dann kann ich damit
auch ein Billyregal transportieren, wenn es mal nᅵtig sein sollte. Ich
bin sicher, dass das der Umwelt nicht mehr wesentlich schadet als wenn
mir Bringdienst das Regal liefern wᅵrde.
Gruᅵ
Michael
> "Andreas Cammin" <andreas...@freenet.de> schrieb:
>
>> Ich persönlich würde mir kein grösseres Auto zulegen, damit
>> ich alle 2 Jahre mal damit zu Ikea kann.
>
> Ich auch nicht. Ich würde mir aber auch kein kleineres Auto zulegen
> oder gar das Auto ganz abschaffen, nur weil ich selten zu Ikea komme.
> Ich brauche es nämlich noch für andere Zwecke, die ein großes Auto
> erfordern, und das so häufig, dass es sich durchaus lohnt, eines zu
> besitzen. Und wenn das große Auto schonmal da ist, dann kann ich damit
> auch ein Billyregal transportieren, wenn es mal nötig sein sollte. Ich
> bin sicher, dass das der Umwelt nicht mehr wesentlich schadet als wenn
> mir Bringdienst das Regal liefern würde.
Vielleicht bist Du einfach nicht "die meisten Leute" und Deine
Transportaufgaben sind auf den Durchschnitt hochgerechnet nicht "die
meisten Fälle". Könnte ja sein, daß die Verwendung Deines Fahrzeugs vom
statistischen Mittel mehr oder weniger erheblich abweicht.
--
Es ist Zeit für Reich
Noe wieso? Bei denen rentiert er sich doch, oder? Aber 50% der Haushalte in
St�dten sind Singlehaushalte und daf�r stehen auf den Stra�en eindeutig
zuviele Riesenkisten rum.
LG Andy
> Ich
> bin sicher, dass das der Umwelt nicht mehr wesentlich schadet als wenn
> mir Bringdienst das Regal liefern wᅵrde.
Seh ich schon auch so, wenn das Teil schon mal da ist machts auch nicht mehr
viel aus. Man kᅵnnte hᅵchstens noch argumentieren wenn ich das Auto nicht
brauche kaufts evtl. einer und durch die ganze Kette wird dann vielleicht
ein neues Auto weniger gekauft. Aber das ist dann wirklich weit hergeholt.
LG Andy
> Michael Landenberger wrote:
>> Und die Familie, von der man sich den Kombi leiht, ist die
>> auch unvern�nftig?
>
> Noe wieso? Bei denen rentiert er sich doch, oder?
Eben. Bei Familien rentiert sich ein Kombi. Daher finde ich es albern,
wenn ein alleinlebender Autohasser wie z. B. ein Herr Nehls anderen
Leuten (insbesondere Familienv�tern) vorschreiben will, welche Autos
sie zu fahren und wie sie ihre Billyregale zu transportieren haben und
ob sie dabei Spa� haben d�rfen oder nicht.
> Aber 50% der Haushalte in St�dten sind Singlehaushalte und daf�r
> stehen auf den Stra�en eindeutig zuviele Riesenkisten rum.
Mehr als 50% "Riesenkisten"? Glaube ich nicht. Die Zulassungszahlen
sprechen auch dagegen.
Gru�
Michael
> Wenn das ein Gewerbegebiet ist, wo man folgendes einkauft:
> irgendwelche Elektroniksachen beim Saturn, einen Sack Hundefutter, ein
> paar Pflanzen im "Gartencenter" und ein Regal im Mitnahmemarkt ist das
> sogar besser, als 4 Lieferwagen zu triggern.
Fᅵr den Fall, dass ein solcher Groᅵeinkauf geplant ist, lᅵsst sich immernoch
das passende Fahrezug mieten.
Das kann dann u.U. durchaus ein Fahrzeug der klasse "Mercedes Sprinter"
sein.
Man *kann* aber tut es nicht. Warum?
Ganz einfach - es ist zu umstᅵndlich. Mit dem eigenen Pkw/Fahrrad/ᅵPV
zum Autovermieter, dort Auto mieten, evtl. noch mal zurᅵck nach hause
(z.B. um Getrᅵnkekisten als Leergut abzuholen), dann einkaufen, zurᅵck
nach hause zum ausladen, Auto zum Vermieter zurᅵckbringen, mit eigenem
Pkw/Fahrrad/ᅵPV zurᅵck nach hause. Dauert grob geschᅵtzt etwa drei mal
so lange wie einfach das Leergut in den eigenen (ausreichen grossen) Pkw
packen, einkaufen fahren und zurᅵck nach hause.
Klar, theoretisch wᅵre es besser, fᅵr jede Fahrt das genau zum
Anforderungsprofil passende Auto zu mieten, aber praktisch hat sich das
in den letzten Jahrzehnten nicht bewᅵhrt, warum sollte sich das ᅵndern?
Erst wenn es automatisch selbstfahrende Autos gibt, ᅵndert sich die
Lage. So etwas kauft man vielleicht nicht mehr sondern bestellt es nach
Bedarf vor die Tᅵr.
Allerdings ist die Vermieterei auch fᅵr den Anbieter kein leichtes
Geschᅵft - die Kunden wollen leider immer alle das Gleiche: Mo-Fr ein
Kompaktfahrzeug fᅵr die Fahrt ins Bᅵro, Sa ein Grossraumfahrzeug fᅵr den
Familieneinkauf und So ein Cabrio fᅵr den Ausflug ins Grᅵne. Da die
Firmen ihre Flotte nach der Spitzennachfrage planen mᅵssen, bleiben die
meisten Fahrzeuge auch dann noch Stehzeuge. Nur stehen sie dann auf
einem Betriebshof im Gewerbegebiet.
Herbert
> Man *kann* aber tut es nicht. Warum?
Weil in diesem Thread das zu transportierende Gut mittlerweile vom
Ikea-Sofa zur Getrᅵnkekiste geschrumpft ist (die ich ᅵbrigens auch ohne
Mietwagen transportiert kriege. Das geht locker auf dem Rad.)
>> Dennoch kann man den Kombi mieten, oder?
> Kann man. Man kann auch immer ins Bordell gehen, statt zu heiraten.
> Sorry f�r den bl�den Vergleich, aber er trifft einfach zu gut.
Trifft wirklich gut, demonstriert er doch wieder einmal das
libidin�se Verh�ltnis zum Auto, dessen geh�uftes Auftreten
sich auf die derzeitige Organisation des Verkehrssektors so
pr�gend auswirkt.
Hans Crauel
> Wenn aber ca. 1-2 Mal pro Woche einen Family-Van f�r andere Dinge
> braucht und deswegen einen besitzt, soll man dann trotzdem zu Fu� zu
> Ikea gehen und ggf. den Bringdienst bem�hen? Und soll man sich f�r die
> Fahrten, f�r die der Van �berdimensioniert w�re, einen Polo als
> Zweitwagen zulegen, nur damit man f�r jeden Zweck das optimale Auto
> hat?
schon ein Fox ist fuer die in deutschland typische nutzung eines PKW in
der regel ueberdimensioniert. wobei das geraet immer noch zu schwer ist,
und deutlich mehr als notwendig verbraucht.
hier in der naehe fuehren ein paar muetter gerade einen kleinkrieg mit
der stadt, weil an markttagen die zufahrt zu einer grundschule mit den
mitlerweile ueblichen Sharan oder Zafira ein bisserl knifflig geworden
ist. putzig fand ich die argumentation 'Wenn wir nur in 300m Entfernung
parken k�nnen, k�nnen wir ja auch gleich zu Fuss gehen'. das ist wahr,
so sind staedtische grundschulen in der regel angelegt...
--
"Der letzte Wahlleiter in diesem Land, der derart undemokratisch mit
kleinen und anderen Parteien umgesprungen ist, ist 1946 von einem
alliierten Milit�rtribunal hingerichtet worden."
> Nirgends. Aber jetzt gibt es den zweiten Teil der Frage: welchen
> Unterschied macht es f�r die Umwelt, ob das Bett im eigenen PKW von
> Ikea nach Hause transportiert wird oder mit einem Transporter des
> Bringdienstes? Welchen Vorteil hat es, zu Fu� zu Ikea zu gehen und
> sich die dort gekauften M�bel bringen zu lassen?
ein privat vorgehaltener PKW, der nicht auf den transport von moebeln
ausgelegt ist, kann deutlich kleiner gewaehlt werden, und wuerde in
einer gesunden welt nicht nur weniger kraftstoff verbrauchen, sondern
auch weniger parkraum.
dass das mit dem geringeren verbrauch z.B. beim Smart spektakulaer nicht
stimmt, ist ein anderes problem.
> schon ein Fox ist fuer die in deutschland typische nutzung
> eines PKW
Wie ist denn "die in Deutschland typische Nutzung eines PKW"? Und ab
wann f�ngt deiner Meinung nach die atypische Nutzung an?
> in der regel ueberdimensioniert.
Wie oft muss es vorkommen, dass das Auto unterdimensioniert ist, damit
sich die Anschaffung eines gr��eren Wagens lohnt?
> hier in der naehe fuehren ein paar muetter gerade einen
> kleinkrieg mit der stadt, weil an markttagen die zufahrt
> zu einer grundschule mit den mitlerweile ueblichen Sharan
> oder Zafira ein bisserl knifflig geworden ist. putzig fand
> ich die argumentation 'Wenn wir nur in 300m Entfernung
> parken k�nnen, k�nnen wir ja auch gleich zu Fuss gehen'.
Der Schulweg meines Sohnes zur Grundschule war lt. Google Earth
ziemlich genau 600m lang. Er ist dort immer zu Fu� hingegangen, es sei
denn, jemand kam sowieso mit dem Auto an der Schule vorbei oder er
hatte etwas Unhandliches zu transportieren (siehe
<news:7ic8dgF...@mid.uni-berlin.de>). �brigens hielt sich der
Autoverkehr vor der Schule in Grenzen. Trotz �ber 300 Sch�lern, die
dort jeden Morgen eintrafen, und einer relativ engen Stra�e
(verkehrsberuhigte Zone) gab es auch kurz vor 8 Uhr so gut wie nie ein
Verkehrschaos. Das beweist, dass die Mehrzahl der Sch�ler zu Fu� dort
hingegangen ist und nicht mit dem Auto hingefahren wurde.
Davon abgesehen glaube ich nicht, dass M�tter nur wegen 300m Schulweg
ihrer Kleinen gleich einen "Aufstand" machen. Aber die genauen
Hintergr�nde werden wir wohl nie erfahren.
Gru�
Michael
> ein privat vorgehaltener PKW, der nicht auf den transport
> von moebeln ausgelegt ist, kann deutlich kleiner gewaehlt
> werden,
Es sei denn, er dient au�er dem Transport von M�beln auch anderen
Zwecken, f�r die man ein gro�es Auto ben�tigt, z. B. zum Transport
einer vielk�pfigen Familie. Ein solches Auto ist mit ein paar
Handgriffen zum M�beltransporter umgebaut, weswegen man sich als
Besitzer eines solchen Fahrzeugs keinen M�belwagen mieten muss.
> und wuerde in einer gesunden welt nicht nur weniger kraftstoff
> verbrauchen, sondern auch weniger parkraum.
Wer regelm��ig ein gro�es Auto ben�tigt (die Einkommens- und
Spritpreisentwicklung d�rfte es ohnehin schon seit geraumer Zeit nur
einer Minderheit erlauben, ein gr��eres Auto zu fahren als unbedingt
n�tig), m�sste sich f�r die Fahrten, bei denen ein kleines Auto gen�gt,
ein solches als Zweitwagen anschaffen. Ein gro�es und ein kleines Autos
brauchen aber in der Regel mehr Parkraum und mehr Kraftstoff als ein
gro�es allein.
Gru�
Michael
Ja, *wenn*. *Wenn* die Familie allerdings nur drei- bis vierk�pfig ist
und das gro�e Auto _nur_ f�r den Urlaub (bzw. insgesamt weniger als
einen Monat pro Jahr) ben�tigt wird (weil das kleinere auch f�r den
Wocheneinkauf und Ausfl�ge ohne gro�es Gep�ck reicht), ist es
entsprechend w�hrend �ber 90% des Jahres �berdimensioniert.
Gru�
Norbert (f�hrt Corsa/Fiesta, Combo/Kangoo, Astra Caravan, Zafira und
Transit --- und ist sie nach Gebrauch gleich wieder los)
P.S.: _Wo_ bin ich? ;-)
--
Zusammengefasst: Mischung aus Dumm- und Faulheit,
sprich menschliches Normalverhalten ;-) .
(Benjamin Spitschan am 11.03.2009 in de.rec.tv.technik)
> Es sei denn, er dient au�er dem Transport von M�beln auch anderen
> Zwecken, f�r die man ein gro�es Auto ben�tigt, z. B. zum Transport
> einer vielk�pfigen Familie. Ein solches Auto ist mit ein paar
> Handgriffen zum M�beltransporter umgebaut, weswegen man sich als
> Besitzer eines solchen Fahrzeugs keinen M�belwagen mieten muss.
die vielkoepfige familie ist aber die absolute ausnahme.
die durchschnittliche haushaltsgroesse in Deutschland hat sich von
ungefaehr drei personen um 1950 herum zu knapp zwei personen 2008
gewandelt, in zwei drittel der haushalte gibt es gerade mal ein oder
zwei personen. nur knapp 4% der deutschen haushalte haben fuenf oder
mehr personen.
*das* bildet das durchschnittsauto mit mindestens vier sitzplaetzen
ueberhaupt nicht ab.
> Wer regelm��ig ein gro�es Auto ben�tigt (die Einkommens- und
> Spritpreisentwicklung d�rfte es ohnehin schon seit geraumer Zeit nur
> einer Minderheit erlauben, ein gr��eres Auto zu fahren als unbedingt
> n�tig), m�sste sich f�r die Fahrten, bei denen ein kleines Auto
> gen�gt, ein solches als Zweitwagen anschaffen. Ein gro�es und ein
> kleines Autos brauchen aber in der Regel mehr Parkraum und mehr
> Kraftstoff als ein gro�es allein.
die zahl derjenigen, die regelmaessig ein grosses auto benoetigen,
duerfte verschwindend gering sein: fuer 70% der haushalte ist ein Golf
schon wesentlich zu gross. (und ich schreibe das als Golf-fahrer...)
wenn man das realistisch betrachtet, wird ein KFZ nur ganz am rande nach
dem tatsaechlichen transportbeduerfnis ausgewaehlt, und ich nehme mich
da auch nicht aus.
> "frank paulsen" <frank....@gmx.net> schrieb:
>
>> schon ein Fox ist fuer die in deutschland typische nutzung
>> eines PKW
>
> Wie ist denn "die in Deutschland typische Nutzung eines PKW"? Und ab
> wann f�ngt deiner Meinung nach die atypische Nutzung an?
typische nutzung ist kurzstreckenverkehr mit weniger als 40km taeglich,
besetzt mit einer person.
wirklich atypisch sind besetzungen mit mehr als vier personen, so wie
strecken von mehr als 100km einfach.
> Wie oft muss es vorkommen, dass das Auto unterdimensioniert ist, damit
> sich die Anschaffung eines gr��eren Wagens lohnt?
wann sich soetwas lohnt, haengt immer von zielvorstellungen ab, und ich
habe da keine alleinseeligmachende antwort. kunststueck, ich verhalte
mich in bezug auf pkw-verkehr ja auch weitgehend irrational.
unter der moeglichen massgabe, man wolle so wenig kaputtmachen wie
irgend moeglich, ist die schwelle relativ hoch. will man mit seinem
kombi auch einen bestimmten status demonstrieren, liegt die schwelle
voellig anders.
> Davon abgesehen glaube ich nicht, dass M�tter nur wegen 300m Schulweg
> ihrer Kleinen gleich einen "Aufstand" machen. Aber die genauen
> Hintergr�nde werden wir wohl nie erfahren.
doch, tun sie. immerhin haben sie schon mal eine eingabe an den rat
geschrieben, und derzeit warte ich darauf, dass sich das auch in der
presse auswirkt. leider verschwindet so kleinkram gerade etwas hinter
der etwas seltsam gelaufenen kommunalwahl.
> "Michael Landenberger" <spameim...@arcor.de> writes:
>> Wie ist denn "die in Deutschland typische Nutzung eines PKW"?
>
> typische nutzung ist kurzstreckenverkehr mit weniger als 40km
> taeglich, besetzt mit einer person.
Und was w�ren weniger als 40 km t�glich, daf�r aber 50% der Fahrten
voll besetzt? Du siehst, es ist nicht ganz so einfach ;-)
>> Und ab wann f�ngt deiner Meinung nach die atypische Nutzung an?
> wirklich atypisch sind besetzungen mit mehr als vier personen,
> so wie strecken von mehr als 100km einfach.
Und was ist, wenn sich typische und atypische Nutzung abwechseln? Was
ist, wenn die atypische Nutzung 25%/50%/75% der Nutzung ausmachen?
> unter der moeglichen massgabe, man wolle so wenig kaputtmachen
> wie irgend moeglich, ist die schwelle relativ hoch. will man
> mit seinem kombi auch einen bestimmten status demonstrieren,
> liegt die schwelle voellig anders.
Was aber, wenn man weder daran interessiert ist, m�glichst wenig
kaputtzumachen, noch daran, seinen Status zu demonstrieren, sondern
sich einfach nur das Leben ein bisschen leichter machen m�chte? Was
ist, wenn man z. B. als Alleinfahrer mit einem Van durch die Gegend
f�hrt, weil das nunmal das einzige verf�gbare Auto ist und man keine
Lust hat, im str�menden Regen mit dem Fahrrad zu fahren oder auf den
Bus zu warten?
Gru�
Michael
> Trifft wirklich gut, demonstriert er doch wieder einmal das
> libidinᅵse Verhᅵltnis zum Auto, dessen gehᅵuftes Auftreten
> sich auf die derzeitige Organisation des Verkehrssektors so
> prᅵgend auswirkt.
Ich sehe wie sich deine Lippen bewegen aber ich hᅵre nur:
"Schhhhhhhhhhhhhhh..."...
Andreas
--
Offizielles Mitglied von Roland Mᅵsls Killfile
"Auch Digitaluhren mit Zeiger ticken, wenn der Zeiger weiter springt."
Roland Mᅵsl in de.etc.fahrzeug.auto
> die vielkoepfige familie ist aber die absolute ausnahme.
Autos f�r vielk�pfige Familien sind ebenfalls die Ausnahme. Schau dir
die Zulassungszahlen an. Also passt es wieder.
> *das* bildet das durchschnittsauto mit mindestens vier
> sitzplaetzen ueberhaupt nicht ab.
Wenn Autos mit 4 Sitzpl�tzen billiger sind (und auch nicht mehr Sprit
verbrauchen) als solche mit 2 Sitzen, dann kann ich das vollkommen
verstehen. Zumal man die hinteren Sitze ja auch umklappen und somit
Platz f�r den Transport anderer Dinge schaffen kann. Als Student
(Single oder mit LAG) hatte ich *immer* ein Auto mit 5 Sitzen und
ebensovielen T�ren. Etwas anderes w�re mir gar nicht in den Sinn
gekommen, denn es gab sehr h�ufig mehr als 2 Personen oder volumin�se
Gegenst�nde zu transportieren. Meine Studentenfahrzeuge waren �brigens
Simca 1100 L, VW Passat B1 Variant (!) Typ 1, VW Passat B1 Variant (!)
Typ 2 und Ford Escort Turnier (!). Jedes dieser Autos war abwechselnd
mal gut ausgelastet und auch manchmal mit nur einer Person
unterfordert. 2 verschieden gro�e Autos zur gleichen Zeit konnte ich
mir aber nicht leisten. Das d�rfte vielen Autobesitzern heute auch so
gehen.
> die zahl derjenigen, die regelmaessig ein grosses auto
> benoetigen, duerfte verschwindend gering sein:
Die Zahl der wirklich gro�en Autos ist, gemessen an der Gesamtzahl der
in D zugelassenen Fahrzeuge, ebenfalls verschwindend gering.
> fuer 70% der haushalte ist ein Golf
> schon wesentlich zu gross.
Wenn ein Golf auch nur f�r 10% der Fahrten die richtige Gr��e hat, dann
ist er nicht zu gro�. Meine Badewanne fasst auch �ber 300 Liter, aber
ich f�lle sie nur selten bis zum Rand. Meistens dusche ich auch nur,
dann wird sie gar nicht gef�llt. Manchmal g�nne ich mir aber ein
Vollbad zur Entspannung, und dann bin ich froh, eine so gro�e Badewanne
zu haben.
> wenn man das realistisch betrachtet, wird ein KFZ nur ganz
> am rande nach dem tatsaechlichen transportbeduerfnis
> ausgewaehlt, und ich nehme mich da auch nicht aus.
Ich denke, das liegt daran, dass jeder sein "tats�chliches
Transportbed�rfnis" anders definiert. Der eine sieht das tats�chliche
Transportbed�rfnis bereits dort, wo er 5 Minuten auf den Bus warten
m�sste. Der andere greift erst dann auf das Auto zur�ck, wenn es
�berhaupt keine andere M�glichkeit mehr gibt, von A nach B zu kommen.
Gru�
Michael
> "frank paulsen" <frank....@gmx.net> schrieb:
>
>> die vielkoepfige familie ist aber die absolute ausnahme.
>
> Autos f�r vielk�pfige Familien sind ebenfalls die Ausnahme. Schau dir
> die Zulassungszahlen an. Also passt es wieder.
>
>> *das* bildet das durchschnittsauto mit mindestens vier
>> sitzplaetzen ueberhaupt nicht ab.
>
> Wenn Autos mit 4 Sitzpl�tzen billiger sind (und auch nicht mehr Sprit
> verbrauchen) als solche mit 2 Sitzen, dann kann ich das vollkommen
> verstehen.
autos mit vier sitzplaetzen verbrauchen dramatisch mehr als sinnvoll
konstruierte mit nur zwei sitzen. solange die anschaffung eines PKW aber
nicht nach rationalen kriterien stattfindet, wird das im angebot nicht
abgebildet.
> Zumal man die hinteren Sitze ja auch umklappen und somit
> Platz f�r den Transport anderer Dinge schaffen kann. Als Student
> (Single oder mit LAG) hatte ich *immer* ein Auto mit 5 Sitzen und
> ebensovielen T�ren. Etwas anderes w�re mir gar nicht in den Sinn
> gekommen, denn es gab sehr h�ufig mehr als 2 Personen oder volumin�se
> Gegenst�nde zu transportieren.
*das* ist der punkt: dass alternativen existieren kommt dem typischen
PKW-besitzer kaum in den sinn. ich habe das gerade mit der monatskarte
angerissen, aber es betrifft natuerlich auch den fall des transportes
voluminoeser oder schwerer gueter: es kommt im regelfall nicht so oft
vor, dass es sich unter ansetzung ueblicher betriebswirtschaftlicher
kriterien lohnen wuerde, dafuer sein fahrzeug eine nummer groesser zu
waehlen.
> Meine Studentenfahrzeuge waren �brigens
> Simca 1100 L, VW Passat B1 Variant (!) Typ 1, VW Passat B1 Variant (!)
> Typ 2 und Ford Escort Turnier (!). Jedes dieser Autos war abwechselnd
> mal gut ausgelastet und auch manchmal mit nur einer Person
> unterfordert. 2 verschieden gro�e Autos zur gleichen Zeit konnte ich
> mir aber nicht leisten. Das d�rfte vielen Autobesitzern heute auch so
> gehen.
die alternative heisst in der regel ja auch nicht, sich zwei autos zu
leisten, sondern kreativ zu sein: bringdienste und mietfahrzeuge nutzen,
genau wie OePV. (radfahren ist zumindest mein ding nicht, ausser als
sportgeraet. auch das ist nicht rational, aber ich mag mich nicht auf
einen 'drahtesel' setzen, weil ich viel zu viel spass an toller technik
habe. ein gutes fahrrad ist aber zumindest hier so schwer zu parken wie
ein PKW)
> Ich denke, das liegt daran, dass jeder sein "tats�chliches
> Transportbed�rfnis" anders definiert. Der eine sieht das tats�chliche
> Transportbed�rfnis bereits dort, wo er 5 Minuten auf den Bus warten
> m�sste. Der andere greift erst dann auf das Auto zur�ck, wenn es
> �berhaupt keine andere M�glichkeit mehr gibt, von A nach B zu kommen.
ja, genau so ist das.
> autos mit vier sitzplaetzen verbrauchen dramatisch mehr
> als sinnvoll konstruierte mit nur zwei sitzen.
Dumm nur, dass es so gut wie keine sinnvoll konstruierten Autos mit 2
Sitzen zu kaufen gibt. Und die wenigen, die es gibt, kosten genausoviel
oder sogar mehr als 4-Sitzer und verbrauchen auch nicht nennenswert
weniger.
> solange die anschaffung eines PKW aber nicht nach
> rationalen kriterien stattfindet, wird das im angebot
> nicht abgebildet.
Die wenigsten Leute d�rften das Geld daf�r haben, ein Auto nach
irrationalen Kriterien anzuschaffen.
>> Zumal man die hinteren Sitze ja auch umklappen und somit
>> Platz f�r den Transport anderer Dinge schaffen kann. Als
>> Student (Single oder mit LAG) hatte ich *immer* ein Auto
>> mit 5 Sitzen und ebensovielen T�ren. Etwas anderes w�re
>> mir gar nicht in den Sinn gekommen, denn es gab sehr
>> h�ufig mehr als 2 Personen oder volumin�se Gegenst�nde
>> zu transportieren.
>
> *das* ist der punkt: dass alternativen existieren kommt dem
> typischen PKW-besitzer kaum in den sinn.
In meinem Fall gab es keine Alternativen. Ich hatte wie gesagt h�ufig
mehr als 2 Personen und ich hatte auch h�ufig volumin�se Gegenst�nde zu
transportieren (als Student habe ich in einer Band gespielt und mir
mein Studium u. a. als Servicetechniker f�r Fernseher und Hausger�te
verdient). Deswegen kam es mir nicht in den Sinn, etwas anderes zu
fahren als einen Kombi (zumal gebrauchte Kombis auch nicht wesentlich
teurer waren als vergleichbare Schr�g- oder Stufenheckautos).
Und sp�testens wenn es darum geht, einen Kinderwagen bequem (!) im Auto
unterzubringen, ist ein Kombi unschlagbar.
> ich habe das gerade mit der monatskarte angerissen, aber es
> betrifft natuerlich auch den fall des transportes voluminoeser
> oder schwerer gueter: es kommt im regelfall nicht so oft vor,
> dass es sich unter ansetzung ueblicher betriebswirtschaftlicher
> kriterien lohnen wuerde, dafuer sein fahrzeug eine nummer
> groesser zu waehlen.
Privatleute m�ssen ihr Fahrzeug nicht unbedingt nach
betriebswirtschaftlichen Kriterien w�hlen. Beispielsweise spielt auch
die schwer messbare Gr��e "Komfort" eine Rolle, und da sind gro�e Autos
in der Regel im Vorteil.
Gru�
Michael
> autos mit vier sitzplaetzen verbrauchen dramatisch mehr als sinnvoll
> konstruierte mit nur zwei sitzen. solange die anschaffung eines PKW aber
> nicht nach rationalen kriterien stattfindet, wird das im angebot nicht
> abgebildet.
Das bedeutet im Umkehrschluss, dass es keine sinnvoll konstruierten
Zweisitzer gibt. Denn wenn im Vergleich zum Smart Fortwo, der laut
spritmonitor.de als Benziner im Schnitt auf knapp 6 Liter kommt, ein
vergleichbar teurer oder gar g�nstigerer Viersitzer in der <4m-Klasse
genausoviel oder gar weniger verbraucht, dann ist es eher eine
irrationale Entscheidung, den Smart anzuschaffen.
Siehe hier: http://www.spritmonitor.de/de/die_sparsamsten_autos.html
Andreas
--
Offizielles Mitglied von Roland M�sls Killfile
"Photovoltaik ersetzt 10cm Benzin pro Jahr."
(Roland M�sl in de.rec.fahrrad)
> Wer regelmäßig ein großes Auto benötigt (die Einkommens- und
> Spritpreisentwicklung dürfte es ohnehin schon seit geraumer Zeit nur
> einer Minderheit erlauben, ein größeres Auto zu fahren als unbedingt
> nötig),
Meine Beobachtung hier im „armen“ Osten ist eine andere.
> müsste sich für die Fahrten, bei denen ein kleines Auto genügt,
> ein solches als Zweitwagen anschaffen. Ein großes und ein kleines Autos
> brauchen aber in der Regel mehr Parkraum und mehr Kraftstoff als ein
> großes allein.
Das ist wahr, aber man braucht ja nicht alles zu besitzen, was man manchmal
braucht.
--
Hannes Kuhnert, Chemnitz
> Das ist wahr, aber man braucht ja nicht alles zu besitzen,
> was man manchmal braucht.
Da fällt mir ein schönes Beispiel ein. Unser Auto ist ein Van, den wir
ursprünglich mit 5 Sitzen gekauft haben, dessen Platzangebot sich aber
mittels zusätzlicher Sitze auf bis zu 7 Plätze erweitern lässt. Nun kam
es gelegentlich vor, dass wir mehr als 5 Personen zu transportieren
hatten. Glücklicherweise fährt der Nachbar das gleiche Auto wie wir, so
dass wir uns von ihm immer 1 oder 2 Sitze borgen konnten. Da das aber
wider Erwarten häufiger vorkam, wurde mir das irgendwann peinlich.
Außerdem konnte der Nachbar seine Sitze auch nicht immer dann
entbehren, wenn wir sie brauchten. Also habe ich mich entschlossen,
selber zusätzliche Sitze zu erwerben. Ich musste dafür bei ebay 150
Euro pro Sitz ausgeben. Die Ausgabe habe ich bis heute nicht bereut,
und das obwohl die beiden zusätzlichen Sitze die meiste Zeit ungenutzt
im Keller herumstehen. Allein das Gefühl, von niemandem abhängig zu
sein, kann einem schon mal 300 Euro wert sein. Möglicherweise auch
mehr. Alles eine Frage der persönlichen Sichtweise.
Gruß
Michael
>> Wer regelmäßig ein großes Auto benötigt (die Einkommens- und
>> Spritpreisentwicklung dürfte es ohnehin schon seit geraumer Zeit nur
>> einer Minderheit erlauben, ein größeres Auto zu fahren als unbedingt
>> nötig),
>
> Meine Beobachtung hier im „armen“ Osten ist eine andere.
Fakt ist, das Kleinwagensegment ist das einzige Wachstumssegment bei
insgesamt rückläufigen Zulassungszahlen. Punkt.
Andreas
--
Offizielles Mitglied von Roland Mösls Killfile
"Photovoltaik ersetzt 10cm Benzin pro Jahr."
(Roland Mösl in de.rec.fahrrad)
> frank paulsen schrieb:
>
>> autos mit vier sitzplaetzen verbrauchen dramatisch mehr als sinnvoll
>> konstruierte mit nur zwei sitzen. solange die anschaffung eines PKW aber
>> nicht nach rationalen kriterien stattfindet, wird das im angebot nicht
>> abgebildet.
>
> Das bedeutet im Umkehrschluss, dass es keine sinnvoll konstruierten
> Zweisitzer gibt. Denn wenn im Vergleich zum Smart Fortwo, der laut
> spritmonitor.de als Benziner im Schnitt auf knapp 6 Liter kommt, ein
> vergleichbar teurer oder gar g�nstigerer Viersitzer in der <4m-Klasse
> genausoviel oder gar weniger verbraucht, dann ist es eher eine
> irrationale Entscheidung, den Smart anzuschaffen.
http://www.twike.de/index.html
mal so als beispiel fuer ein seit jahren existierendes zweisitziges
kraftfahrzeug, das ungefaehr zwei drittel der PKW-fahrten in D ersetzen
koennte. (wohlgemerkt: der fahrten, nicht der fahrtkm)
es koennte auch gut ein drittel der PKW ohne echten verlust an
mobilitaet ersetzen, aber dem ding fehlt halt alles, was an 'sonstigen'
kriterien zur anschaffung eines autos fuehrt, und es ist durch die
fertigung in kleinstserie natuerlich relativ teuer.
> dem ding fehlt halt alles, was an 'sonstigen' kriterien zur
> anschaffung eines autos fuehrt,
Das "Sonstige" hat gestern die gro�e rote Zeitung sch�n auf den Punkt
gebracht. Im RE las die jemand, und ich konnte die �berschrift
entziffern, die die bange Frage stellte:
"Wieviel BUMS hat der 3,9 Liter-Golf?"
(Der "Bums" zus�tzlich in fettgedruckten roten Lettern. Die Zeitung wei�
eben, worauf es ankommt beim Autokauf.)
> http://www.twike.de/index.html
>
> mal so als beispiel fuer ein seit jahren existierendes zweisitziges
> kraftfahrzeug, das ungefaehr zwei drittel der PKW-fahrten in D
> ersetzen koennte. (wohlgemerkt: der fahrten, nicht der fahrtkm)
>
> es koennte auch gut ein drittel der PKW ohne echten verlust an
> mobilitaet ersetzen, aber dem ding fehlt halt alles, was an
> 'sonstigen' kriterien zur anschaffung eines autos fuehrt, und es ist
> durch die fertigung in kleinstserie natuerlich relativ teuer.
Leider ist das teil auch derma�en h�sslich. Hier m��te Designm��ig kr�ftig
was gemacht werden. Die Preise die dort genannt sind, sind nat�rlich nur was
f�r echte Weltverbesserer.
LG Andy
> "Wieviel BUMS hat der 3,9 Liter-Golf?"
>
> (Der "Bums" zus�tzlich in fettgedruckten roten Lettern. Die Zeitung wei�
> eben, worauf es ankommt beim Autokauf.)
Wo ist dein fucking problem? Es ist noch gen�gend Luft in der
Weiterentwicklung f�r Leistung UND Effizienz. Aber so ist Nehls: VW
k�nnte ein 0,5l-Auto bauen, das 200 km/h schafft, Nehls w�rde heulen:
Wieso so schnell?
Davon ab sehe ich mich zum millionstenmale veranlasst auf die massiv
einbrechenden Zulassungszahlen f�r Sportwagen, Oberklasse und grosse
SUV, sowie auf kometenhaft ansteigende Zulassungszahlen im
Kleinwagensegment hinzuweisen. M�sste es nicht genau umgekehrt sein,
wenn du recht h�ttest?
> Ulrich Nehls schrieb:
>
>> "Wieviel BUMS hat der 3,9 Liter-Golf?"
>>
>> (Der "Bums" zusätzlich in fettgedruckten roten Lettern. Die Zeitung
>> weiß eben, worauf es ankommt beim Autokauf.)
>
> Wo ist dein fucking problem? Es ist noch genügend Luft in der
> Weiterentwicklung für Leistung UND Effizienz. Aber so ist Nehls: VW
> könnte ein 0,5l-Auto bauen, das 200 km/h schafft,
Aufgehen würde es, wenn man mit etwa 12kW und knapp 100% Wirkungskrad
200km/h erreichen könnte. Das ist selbst mit HPV Aerozäpchen wie dem
Quest/WaW nicht einfach zu erreichen, und der Wirkungsgrad von knapp 100%
unerreichbar. Nimmt man realistische Wirkungsgrade von um die 33% an,
braucht man die Aerodynamik eines Weltrekord-HPV um die 200km/h zu
erreichen. Auch das mit der Alltagstauglichkeit limitiert das Potenzial
von VW eher bei 1l und 100km/h.
ervin
--
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> Aufgehen würde es, wenn man mit etwa 12kW und knapp 100% Wirkungskrad
> 200km/h erreichen könnte. Das ist selbst mit HPV Aerozäpchen wie dem
> Quest/WaW nicht einfach zu erreichen, und der Wirkungsgrad von knapp 100%
> unerreichbar. Nimmt man realistische Wirkungsgrade von um die 33% an,
> braucht man die Aerodynamik eines Weltrekord-HPV um die 200km/h zu
> erreichen. Auch das mit der Alltagstauglichkeit limitiert das Potenzial
> von VW eher bei 1l und 100km/h.
wären bei quadratisch steigendem Energieverbrauch 4l bei 200 km/h. und
9l bei 300. Ist doch auch gut :-)
Andreas
--
Offizielles Mitglied von Roland Mösls Killfile
"Photovoltaik ersetzt 10cm Benzin pro Jahr."
(Roland Mösl in de.rec.fahrrad)
Da hatte doch irgendjemand einen Link zu einer Karikatur "Warum
Gedankenleser kein SUV fahren." - die pa�t auch zu diesem Fahrzeug.
Thorsten