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Provokation Porsche

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Ulrich Nehls

unread,
Jun 12, 2009, 9:41:55 AM6/12/09
to
Eine nette, kurze Glosse in der ZEIT, in der sich unsere aktuelle
gesellschaftliche Verfassung spiegelt:

http://images.zeit.de/text/2009/25/Auto-25

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Herbert Albrecht

unread,
Jun 12, 2009, 10:18:35 AM6/12/09
to
Ulrich Nehls schrieb:

> Eine nette, kurze Glosse in der ZEIT, in der sich unsere aktuelle
> gesellschaftliche Verfassung spiegelt:
>
> http://images.zeit.de/text/2009/25/Auto-25

Das ist keine Porsche-Spezialitᅵt sondern der grᅵᅵte Nachteil von
Cabrios im praktischen Betrieb: Man hᅵrt viel mehr von dem Stuᅵ, den die
anderen so sagen.

Herbert

Frank Werner

unread,
Jun 12, 2009, 10:58:09 AM6/12/09
to

"Ulrich Nehls" <radl...@arcor.de> schrieb im Newsbeitrag
news:4a325b21$0$31346$9b4e...@newsspool4.arcor-online.net...

> Eine nette, kurze Glosse in der ZEIT, in der sich unsere aktuelle
> gesellschaftliche Verfassung spiegelt:

Porsche ist nicht nur Geschmackssache. Ich wᅵrde auch einen fahren, aber nie
in Deutschland. Der Common Sense ist hier weg. Davon zeugen letztlich die
vielen Riefen, die ich stets an meinen Autos nach dem Parken in der
deutschen ᅵffentlichkeit vorfand.

Die Deutschen mᅵgen Diskretion in jeder Hinsicht. Niemand darf auffallen,
eine besondere Situation herbei fᅵhren. Im Stau erwarten alle
selbstverstᅵndlich, dass man sich hinten anstellt. Auch wenn man auf dem Weg
ins Krankenhaus wᅵre oder zu spᅵt das Kind abholt. In diesem Land darf man
es nie eilig haben. Man macht sich gleich verdᅵchtig.

Oft erlebe ich es. dass sich mir andere besonders dann in den Weg stellen,
wenn ich Hᅵchstgeschwindigkeit fahre, um wenigstens eine der vielen Ampeln
bei grᅵn zu erwischen. Ich weiᅵ nicht, warum die anderen fahren, aber meine
Fahrten haben immer ein Ziel.

Am besten ist, man stellt sich nie ᅵber die anderen. Im Beruf auch nicht.
"Wir sind alle gleich wie damals in der Jugendherberge." Dass wir
unterschiedlich viel Geld verdienen, ist eine der groᅵen Ungerechtigkeiten
des Universums - aber nicht zu ᅵndern. Also kᅵrzen wir gern anderer Leute
Gehᅵlter - zum Beispiel die der Manager - anstatt vielleicht still und
heimlich keine Aktien der entsprechenden Unternehmen zu kaufen.

Verdient hᅵtten wir alle das gleiche Gehalt. Ob wir zehn Jahre auf der Uni
waren oder zehn Jahre im Knast. Dieser Mentalitᅵtsteil hat etwas von einem
Agrarland, das zu schnell zu Geld gekommen ist.

Und so wird hierzulande oft gebremst. Weil es so schᅵn gleich macht und
niemand sich Gedanken ᅵber die eigene Position machen muss. Das wᅵrde
vielleicht noch viel Schlimmeres aus den Leuten hervorbringen, als sich
gegenseitig bis zum Stau auszubremsen. Dann doch lieber etwas mehr Zeit
einplanen als eigentlich nᅵtig wᅵre.

Kostet halt alles ein bisschen mehr.

Frank Werner
--
World's in heaven with Windows 7

Ulrich Nehls

unread,
Jun 12, 2009, 11:44:31 AM6/12/09
to
Herbert Albrecht schrieb:

> Das ist keine Porsche-Spezialitᅵt sondern der grᅵᅵte Nachteil von
> Cabrios im praktischen Betrieb: Man hᅵrt viel mehr von dem Stuᅵ, den
> die anderen so sagen.

Gilt das auch umgekehrt, oder wird im Inneren von Autos nur Sinnvolles
geᅵuᅵert?

Message has been deleted

Norbert Lack

unread,
Jun 12, 2009, 1:44:20 PM6/12/09
to
Martin Trautmann schrieb:
> On Fri, 12 Jun 2009 15:41:55 +0200, Ulrich Nehls wrote:
>> http://images.zeit.de/text/2009/25/Auto-25
>
> Spielstrasse? 30 km/h? Ab zur Nachschulung...

... obwohl die Ansicht "Spielstra�e = 30 km/h" (mal abgesehen davon,
dass es wahrscheinlich eine verkehrsberuhigte Zone war) nicht nur bei
Porschefahrern verbreitet ist --- wie ich vor l�ngerer Zeit pers�nlich
erfahren "durfte".

Gru�
Norbert

--
Des Deutschen HeiligsBlechle gef�hrden ist mindestens zehnmal so
schlimm wie "Kinder(tm)" gef�hrden und doppelt so schlimm wie "Frauen
verhauen". (Walter Jann� am 27.04.2009 in de.rec.fahrrad)

Message has been deleted

Ulrich Nehls

unread,
Jun 12, 2009, 2:15:44 PM6/12/09
to
Frank Werner schrieb:

> In diesem Land darf man es nie eilig haben. Man macht sich gleich
> verdᅵchtig.

In Deutschland sehe ich ausschlieᅵlich Leute, die sich eilen. Das
Schlimmste hier ist gar, einfach so rumzusitzen (auᅵer man ist Rentner,
Bettler oder Punk), das kommt einer Todsᅵnde gleich.

Wir verfuhren uns Frᅵhjahr 1993 mal in Italien, da war ein Mann
mittleren Alters an der Straᅵe, der einfach - an die Wand seines Hauses
gelehnt - in die Morgensonne blickte.

Als wir nach ca. 10 Minuten umgedreht hatten und das Haus erneut
passierten stand er immer noch genau so da. Ich war schwer beeindruckt,
denn so etwas habe ich hier in Deutschland nie gesehen. Bei uns hier
wᅵrde einer zumindest seine Einfahrt fegen, oder sonstwas "Nᅵtzliches"
machen.

Und bei uns muss man am Besten immer in Eile sein, dann gehᅵrt man erst
dazu.

Michael Landenberger

unread,
Jun 12, 2009, 2:18:51 PM6/12/09
to

"Arne Luft" <ne...@yhsg3.invalid> schrieb:

> Siehste auch an Porsche: Keiner von denen, die diese Idioten
> so vehement verteidigen, kann sich einen leisten.

Ich gehe mal davon aus, dass es unter den Porsche-Fans mehr Leute gibt,
die sich einen Porsche leisten k�nnen, als unter den Porsche-Gegnern.
Schlie�lich geh�ren all die, die bereits einen Porsche besitzen, auch
zu den Fans und nicht zu den Gegnern.

Gru�

Michael

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Andreas Cammin

unread,
Jun 14, 2009, 3:08:11 AM6/14/09
to
Ulrich Nehls schrieb:

>> In diesem Land darf man es nie eilig haben. Man macht sich gleich
>> verdᅵchtig.
>
> In Deutschland sehe ich ausschlieᅵlich Leute, die sich eilen. Das
> Schlimmste hier ist gar, einfach so rumzusitzen (auᅵer man ist Rentner,
> Bettler oder Punk), das kommt einer Todsᅵnde gleich.

Treffen wir uns in der Mitte: Immer schᅵn im Takt bleiben :-P

> Wir verfuhren uns Frᅵhjahr 1993 mal in Italien, da war ein Mann
> mittleren Alters an der Straᅵe, der einfach - an die Wand seines Hauses
> gelehnt - in die Morgensonne blickte.

> Als wir nach ca. 10 Minuten umgedreht hatten und das Haus erneut
> passierten stand er immer noch genau so da. Ich war schwer beeindruckt,
> denn so etwas habe ich hier in Deutschland nie gesehen. Bei uns hier
> wᅵrde einer zumindest seine Einfahrt fegen, oder sonstwas "Nᅵtzliches"
> machen.

So ein glᅵcklicher Mensch... Ich hab ab Montag Urlaub, und lege mir
schon Strategien zurecht wie ich mir mᅵglichst wenig "nᅵtzliches"
aufbᅵrden lasse. Selbst als ich letztes Jahr mit einem gebrochenen Arm 4
Wochen zuhause war, hiess es nur "Du bist doch zuhause, warum machst du
dann nichts?"

Andreas
--
Offizielles Mitglied von Roland Mᅵsls Killfile

Christian Wied

unread,
Jun 14, 2009, 1:31:45 PM6/14/09
to

"Ulrich Nehls" <radl...@arcor.de> schrieb

> Eine nette, kurze Glosse in der ZEIT, in der sich unsere aktuelle
> gesellschaftliche Verfassung spiegelt:


Der Fahrradfahrer wart halt ein Ing, der die tollsten Maschinen bauen
l�nnte/konnte und wegem der Zerfall der Industrie aufs Radl umsteiegen
musste.

Nun schiebt er eben etwas frust auf die GEZ-bezahlten Schmarotzer mit
Supergeh�ltern, die immer noch verzweifelt versuchen die Realit�t sch�n zu
reden.


Klaus Kreider

unread,
Jun 15, 2009, 2:24:21 AM6/15/09
to

"Martin Trautmann" <t-...@gmx.net> wrote in message news:slrnh34n3t...@ID-685.user.individual.de...

> On Fri, 12 Jun 2009 15:41:55 +0200, Ulrich Nehls wrote:
> Spielstrasse? 30 km/h? Ab zur Nachschulung...

Porsche in der Spielstraße ist wie Löwe im Zirkuskäfig - gehört dort einfach nicht hin

Klaus

Klaus Kreider

unread,
Jun 15, 2009, 2:30:48 AM6/15/09
to

"Christian Wied" <Christi...@gmx.net> wrote in message news:4a353407$0$13950$9b62...@news.freenet.de...

>
> Nun schiebt er eben etwas frust auf die GEZ-bezahlten Schmarotzer mit
> Supergehältern, die immer noch verzweifelt versuchen die Realität schön zu
> reden.

Was soll´s - wer ein Porsche hat und sich diesen auch leisten kann, hat i.d.R. eine (zumindest finaziell) schöne Realität. Warum soll man dem Besitzer/der Besitzerin das nicht gönnen?
Klaus


Ervin Peters

unread,
Jun 15, 2009, 2:50:46 AM6/15/09
to
Klaus Kreider am Mon, 15 Jun 2009 08:24:21 +0200:

Wieso?

Ist doch eh nur ein Spielzeug für im Herzen und im Geiste jung
gebliebene...

Auch ein Porschefahrer kann lernen mit leerlaufdrehzahl und schleifender
Kupplung 7-10km/h zu fahren.

ervin

--
"Ich gehe immer an die Arbeit, weil sie mich davon
abhält, all die anderen Sachen machen zu müssen"
Bill Nighy in der Takt vom Mai 2009

Herbert Albrecht

unread,
Jun 15, 2009, 3:21:16 AM6/15/09
to
Ulrich Nehls schrieb:
> Frank Werner schrieb:

>
> Wir verfuhren uns Frᅵhjahr 1993 mal in Italien, da war ein Mann
> mittleren Alters an der Straᅵe, der einfach - an die Wand seines Hauses
> gelehnt - in die Morgensonne blickte.
>
> Als wir nach ca. 10 Minuten umgedreht hatten und das Haus erneut
> passierten stand er immer noch genau so da. Ich war schwer beeindruckt,
> denn so etwas habe ich hier in Deutschland nie gesehen. Bei uns hier
> wᅵrde einer zumindest seine Einfahrt fegen, oder sonstwas "Nᅵtzliches"
> machen.

Im Sᅵden gilt die Sonne eigentlich eher als Belᅵstigung, so wie hier der
Regen. Beides ist nᅵtzlich und wichtig, aber wenn man zuviel davon hat,
nervt es nur noch. Wo in Italin war das? In Norditalien kann er noch die
Sonne genossen haben, in Sizilien eher nicht.

Vorausgesetzt, er hat die Sonne genossen - warum ist es besser, einfach
nur so dazustehen als etwas zu tun, was man im Sonnenschein machen kann?

Warum ist 'Einfahrt fegen' nᅵtzlich? Mein Auto kommt auch durch grᅵᅵere
Laubhaufen gut durch.

Herbert

Andreas Cammin

unread,
Jun 15, 2009, 4:00:54 AM6/15/09
to
Ervin Peters schrieb:

> Auch ein Porschefahrer kann lernen mit leerlaufdrehzahl und schleifender
> Kupplung 7-10km/h zu fahren.

Ich habe sowieso den Eindruck, dass Porschefahrer sich tendenziell eher
besser im Strassenverkehr zu benehmen wissen als z.B. die Fahrer von
stark motorisierten "Volks"autos. Wie kann es sonst sein dass ein
Porsche 911 in der Haftpflichtversicherung billiger ist als selbst die
meisten Kleinwagen?

Andreas
--
Offizielles Mitglied von Roland Mösls Killfile

Alter Hase

unread,
Jun 15, 2009, 5:19:29 AM6/15/09
to
Andreas Cammin schrieb:

> Wie kann es sonst sein dass ein Porsche 911 in der
> Haftpflichtversicherung billiger ist als selbst die meisten
> Kleinwagen?

Ich kriegte gerade erzählt, dass ein Familienwagen viel teurer
versichert kommt seit der 19-jährige Sohn mitversichert wird.

Die ältere Schwester vor einigen Jahren hat nicht zu so einem Anstieg
der Prämie geführt. Scheint also nicht nur mit der Marke zu tun zu
haben, was eine KFZ-Haftpflicht kostet, sondern auch damit wer ihn fährt.

--
Der Opel Viagra - und steht und steht und steht ...

Message has been deleted

Andreas Cammin

unread,
Jun 15, 2009, 6:32:38 AM6/15/09
to
Alter Hase schrieb:

> Ich kriegte gerade erzählt, dass ein Familienwagen viel teurer
> versichert kommt seit der 19-jährige Sohn mitversichert wird.
>
> Die ältere Schwester vor einigen Jahren hat nicht zu so einem Anstieg
> der Prämie geführt. Scheint also nicht nur mit der Marke zu tun zu
> haben, was eine KFZ-Haftpflicht kostet, sondern auch damit wer ihn fährt.

Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Genaugenommen gehört auch noch
ein paar andere Paare hinzu.

Grundgrösse für die Kfz-Haftpflicht ist immer die Haftpflichtklasse des
Modells. Dazu kommen dann noch individuelle Einflussfaktoren, wie
Km-Leistung, Fahreralter, Abstellplatz usw. Die machen aber immer nur
ein paar Prozent nach oben oder unten aus.

Andreas Cammin

unread,
Jun 15, 2009, 6:34:59 AM6/15/09
to
Arne Luft schrieb:

> Aber Porsche liegt mit seinen CO2-Emissionen weit �ber dem, was
> vern�nftig ist. Porsche hat sogar die Frechheit, zu verlangen, das sie
> das d�rfen, weil sie was besonderes sind. Das ist das Problem.

Vergleich mal die CO2-Werte eines Porsche Boxster mit denen anderer
Autos mit 250 PS. Vergleicht man �pfel mit �pfeln, steht Porsche in
dieser Hinsicht garnicht so schlecht da.

Andreas
--
Offizielles Mitglied von Roland M�sls Killfile

Message has been deleted

Christian Robert

unread,
Jun 15, 2009, 7:05:03 AM6/15/09
to
/* Andreas Cammin wrote: */

> Ich habe sowieso den Eindruck, dass Porschefahrer sich tendenziell eher
> besser im Strassenverkehr zu benehmen wissen als z.B. die Fahrer von
> stark motorisierten "Volks"autos.

In der Tat. Irgendwie ein wenig wie bei Hunden: Die kleinen machen den
größten Krach, die großen drehen nur dem Kopf um und denken sich "was will
der Kläffer denn?"

Herbert Albrecht

unread,
Jun 15, 2009, 7:59:35 AM6/15/09
to
Arne Luft schrieb:
> Andreas Cammin wrote:
>
> Ich bin eh gespannt, wie Porsche seine Autoproduktion retten will,
> wenn sie nur gro�e Dreckschleudern bauen und als Firma allein bleiben
> wollen. Ab einem bestimmten Zeitpunkt werden horrende Strafzahlungen
> in der EU f�llig. Vielleicht verlagern sie ihre Produktion nach Katar
> und liefern nur noch nach China?

Dazu brauchen sie ja gerade VW. Als die Debatte um flottenspezifische
CO2-Grenzwerte konkret wurde, war mir klar, dass Porsche mit einem
Kleinwagenhersteller zusammengehen muss. VW war ganz klar 1. Wahl, aber
eine Fusion, bei der Porsche eine von x Marken des Konzern wird, war f�r
die Porsche-Aktion�re unakzeptabel - die Porsche-Aktie war hoch oben, VW
rutschte immer weiter ab.

Klar, dass sie versuchten, sich bei VW einzukaufen. Dabei gibt es ein
Problem: wenn pl�tzlich viele Aktien nachgefragt werden, steigt der
Preis. Selbst f�r viel Geld h�tten sie keinen ausreichend grossen
Aktienanteil erwerben k�nnen, um zusammen mit VW CO2-rechtlich eine
Flotte zu bilden.

Aktienspekulanten verstehen offenbar nichts von Autos, sonst h�tten
nicht so viele gegen Porsche auf fallende VW-Kurse gewettet - und
verloren. So hat Porsche billig Optionen auf VW-Aktien bekommen und
theoretisch (wenn man den Optionspreis mit dem aktuellen Kurswert
vergleicht) ein Supergesch�ft gemacht.

Dieses Gesch�ft h�tte Porsche viel Geld eingebracht, wenn sie die Aktien
zum Kurswert verkauft h�tten, aber das ging ja nicht, wegen
FlottenCO2-Grenzwert. Sie mussten die Optionen einl�sen und die Aktien
behalten und dazu brauchten sie Geld. Normalerweise h�tten sie das
problemlos aufnehmen k�nnen - sie hatten ja die VW-Aktien als
Sicherheit, aber die Banken hatten so viel Geld verspekuliert, dass sie
sich nicht trauten, Milliardenkredite auszureichen. Daher die aktuellen
Probleme von Porsche.

So reime ich mir die Sache jedenfalls zusammen aus den �ffentlich
zug�nglichen Informationen. Das Niveau, auf dem das Thema in den Medien
behandelt wird, ist dabei nicht gerade hilfreich. Wiedekings angebliche
Grossmannssucht, H�rters Lust, mit einer geniale Spekulation alle zu
�bertrumpfen, pers�nliche Streitereien zwischen den Aktion�ren Porsche
und Piech - f�r solchen Bl�dsinn riskiert doch keiner sein
Millionenverm�gen oder seinen Spitzenjob.

Herbert

Ulli Steingrobe

unread,
Jun 15, 2009, 8:16:30 AM6/15/09
to
Andreas Cammin schrieb:

> Grundgrösse für die Kfz-Haftpflicht ist immer die Haftpflichtklasse des
> Modells.

... wobei auch die nicht willkürlich vom Himmel fällt, sondern
ihrerseits von der Zielgruppe abhängt, denn da gehen dann auch
statistische Erfahrungswerte von Unfallhäufigkeiten ein.

> Dazu kommen dann noch individuelle Einflussfaktoren, wie
> Km-Leistung, Fahreralter, Abstellplatz usw. Die machen aber immer nur
> ein paar Prozent nach oben oder unten aus.

ACK

Ulli

--
Hans-Ulrich Steingrobe Fuehrerschein ersetzen nicht
Augen, Ohren, Verstand.
(Mister Miyagi, Karate Kid)

Message has been deleted

Christian Robert

unread,
Jun 15, 2009, 10:52:25 AM6/15/09
to
/* Arne Luft wrote: */

>> In der Tat. Irgendwie ein wenig wie bei Hunden: Die kleinen machen den
>> größten Krach, die großen drehen nur dem Kopf um und denken sich "was
>> will der Kläffer denn?"
>

> Aber die Großen setzen die größeren Haufen beim Pflasterverscheißen.
> Darum geht es.

Das mag in der Tat sein - aber dabei ging es in den vorliegenden Beispiel
überhaupt nicht. Ich möchte dich in deinem immerwährenden Kampf gegen die
CO2-Schleudern namens Porsche ja nicht unnötig aufhalten aber meinst du
nicht es gibt auch im Automobilbereich nicht deutlich lohendere "Ziele",
mit denen sich auf die schnelle deutlich mehr zur CO2-Ersparnis beitragen
ließe? Selbst wenn morgen früh alle Porschefahrer auf spritsparende
Kleinwagen umstellen - viel besser wirds uns dann auch nicht gehen.

Message has been deleted

Manfred Albat

unread,
Jun 15, 2009, 1:00:24 PM6/15/09
to
Klaus Kreider schrieb:

Was hat das mit Porsche zu tun? Der Fahrer war nach eigenem Bekunden
zu schnell und wer seine kümmerlichen Kenntnisse der der StVO nicht
teilt, ist ein ungebildeter Spießer.

Mir hätte er nicht ungestraft Schläge angedroht. Und ich wäre auch
nicht eilig davon geradelt. Und seine kleine Tochter hätte den Papa
dann durchaus mit roter Nase erleben dürfen. Passend zum Porsche.

--
Manfred Albat
der computer rechnet, der mensch zählt!

Andreas Cammin

unread,
Jun 15, 2009, 1:29:50 PM6/15/09
to
Ulli Steingrobe schrieb:

>> Grundgrösse für die Kfz-Haftpflicht ist immer die Haftpflichtklasse des
>> Modells.
>
> ... wobei auch die nicht willk�rlich vom Himmel f�llt, sondern
> ihrerseits von der Zielgruppe abh�ngt, denn da gehen dann auch
> statistische Erfahrungswerte von Unfallh�ufigkeiten ein.

Genau darauf bezog ich mich ja. Wenn die 911er trotz Leistungen von
>300PS in Haftpflichtklassen von 12-13 liegen, dann k�nnen 11er-Fahrer
tendenziell wohl kaum r�cksichtslos rasende Strassenrambos sein.

Andreas
--
Offizielles Mitglied von Roland M�sls Killfile

Klaus Kreider

unread,
Jun 15, 2009, 4:36:05 PM6/15/09
to

"Ervin Peters" <ervin....@ervnet.de> wrote in message news:pan.2009.06...@ervnet.de...

> Klaus Kreider am Mon, 15 Jun 2009 08:24:21 +0200:
>

>> Porsche in der Spielstraße ist wie Löwe im Zirkuskäfig - gehört dort


>> einfach nicht hin
>
> Wieso?
>
> Ist doch eh nur ein Spielzeug für im Herzen und im Geiste jung
> gebliebene...
>
> Auch ein Porschefahrer kann lernen mit leerlaufdrehzahl und schleifender
> Kupplung 7-10km/h zu fahren.

aber dafür wurde er nicht wirklich konstruiert ;-)

Klaus

Klaus Kreider

unread,
Jun 15, 2009, 4:38:48 PM6/15/09
to

"Andreas Cammin" <andreas...@freenet.de> wrote in message news:4a35ffb8$0$30890$9b62...@news.freenet.de...

> Ervin Peters schrieb:
>
>> Auch ein Porschefahrer kann lernen mit leerlaufdrehzahl und schleifender
>> Kupplung 7-10km/h zu fahren.
>
> Ich habe sowieso den Eindruck, dass Porschefahrer sich tendenziell eher
> besser im Strassenverkehr zu benehmen wissen als z.B. die Fahrer von
> stark motorisierten "Volks"autos. Wie kann es sonst sein dass ein
> Porsche 911 in der Haftpflichtversicherung billiger ist als selbst die
> meisten Kleinwagen?

Da kann man dir nur recht geben. Ich wurde noch nie von einem Porsche auf der AB "gejagt" aber von genügend A***s
.... und jetzt schnell weg....
Klaus

Klaus Kreider

unread,
Jun 15, 2009, 4:41:52 PM6/15/09
to

"Alter Hase" <alte...@unknown.com> wrote in message news:4a361222$0$31345$9b4e...@newsspool4.arcor-online.net...

> Die ältere Schwester vor einigen Jahren hat nicht zu so einem Anstieg
> der Prämie geführt. Scheint also nicht nur mit der Marke zu tun zu
> haben, was eine KFZ-Haftpflicht kostet, sondern auch damit wer ihn fährt.

Mein Sommer- Auto würde bei meiner Haus&Hof-Versicherung gar nicht angenommen werden, wenn ein unter 24-Jähriger damit fahren würde.
Klaus

Klaus Kreider

unread,
Jun 15, 2009, 4:43:59 PM6/15/09
to

"Andreas Cammin" <andreas...@freenet.de> wrote in message news:4a36850f$0$14022$9b62...@news.freenet.de...

> Genau darauf bezog ich mich ja. Wenn die 911er trotz Leistungen von

> >300PS in Haftpflichtklassen von 12-13 liegen, dann können 11er-Fahrer
> tendenziell wohl kaum rücksichtslos rasende Strassenrambos sein.

mit >300 PS bracht niemand mehr "den Dicken" zu machen - er weiß, dass er kann wenn er will und das macht gelassen

Klaus

Klaus Kreider

unread,
Jun 15, 2009, 4:48:09 PM6/15/09
to

"Andreas Cammin" <andreas...@freenet.de> wrote in message news:4a3623d4$0$30902$9b62...@news.freenet.de...
> Arne Luft schrieb:
>
>> Aber Porsche liegt mit seinen CO2-Emissionen weit über dem, was
>> vernünftig ist. Porsche hat sogar die Frechheit, zu verlangen, das sie
>> das dürfen, weil sie was besonderes sind. Das ist das Problem.

>
> Vergleich mal die CO2-Werte eines Porsche Boxster mit denen anderer
> Autos mit 250 PS. Vergleicht man Äpfel mit Äpfeln, steht Porsche in
> dieser Hinsicht garnicht so schlecht da.

Naja, das ist aber nur die halbe Wahrheit. Ein Porsche lässt sich durch den Verzicht von 2-6 Zylinder sparsamer fahren aber wenn die Pferde arbeiten sollen, fressen Porsche-Pferde genau so viel Hafer wie die von MB, Ferrari, Maserati ..........
Klaus


Ervin Peters

unread,
Jun 15, 2009, 5:26:31 PM6/15/09
to
Klaus Kreider am Mon, 15 Jun 2009 22:43:59 +0200:

was?

> und das macht gelassen

versteh' ich nicht. Das ist mbMn nicht viel mehr als eine
Wunschvorstellung.

Ich fahre fast immer gelassen, schon damals mit dem FIAT 126 (26PS), dazu
braucht es keine 300PS, ich finde bei den Fahrzeugen, die bei einem
Leistungsgewicht über 100PS/t liegen kommt ganz im Gegenteil schnell mal
Hektik auf, einmal unbedacht aufs Gas gelatscht und schon fährt man 90
anstatt 50 und so Sachen. Grad bei den großen Dieseln kann man innerorts
nicht mal im letzten Gang fahren, weil das unterhalb der Leerlaufdrehzahl
liegt und alle solche unentspannenden Dinge.

--

Neulich fuhr ich mal wieder auf der B87 raus, so knapp 18km/h. Die Fahrer
ein paar wohl teurer Cabrios gaben sich auch dem Überholzwang hin und
überholten ziemlich unentspannt bei Gegenverkehr und durchgezogener Linie
mit etwa 60cm Abstand. Trotz > 300PS, mehr als 6Zylindern und > 2t
Leermasse.

Vier Stück, ältere hagere Herren am 'Volant'.

ervin

...Irgendein Süddeutscher Rolls-Royce-Cabrio-Club hatte wohl Ausfahrt.

Ulli Steingrobe

unread,
Jun 16, 2009, 2:56:05 AM6/16/09
to
Andreas Cammin schrieb:
>
> Ulli Steingrobe schrieb:
>
> >> Grundgrösse für die Kfz-Haftpflicht ist immer die Haftpflichtklasse des
> >> Modells.
> >
> > ... wobei auch die nicht willkürlich vom Himmel fällt, sondern
> > ihrerseits von der Zielgruppe abhängt, denn da gehen dann auch
> > statistische Erfahrungswerte von Unfallhäufigkeiten ein.

>
> Genau darauf bezog ich mich ja. Wenn die 911er trotz Leistungen von
> 300PS in Haftpflichtklassen von 12-13 liegen, dann können 11er-Fahrer
> tendenziell wohl kaum rücksichtslos rasende Strassenrambos sein.

Eben genau darauf wollte ich auch hinaus.
Von diesem Effekt habe ich übrigens beim letzten Fahrzeugwechsel auch
profitiert und zahle jetzt trotz 50 PS mehr 100 Euro Prämie weniger.

Herbert Albrecht

unread,
Jun 16, 2009, 4:43:33 AM6/16/09
to
Arne Luft schrieb:

> Christian Robert wrote:
>
>> /* Arne Luft wrote: */
>>
>>>> In der Tat. Irgendwie ein wenig wie bei Hunden: Die kleinen machen den
>>>> gr��ten Krach, die gro�en drehen nur dem Kopf um und denken sich "was
>>>> will der Kl�ffer denn?"
>>> Aber die Gro�en setzen die gr��eren Haufen beim Pflasterverschei�en.

>>> Darum geht es.
>> Das mag in der Tat sein - aber dabei ging es in den vorliegenden Beispiel
>> �berhaupt nicht. Ich m�chte dich in deinem immerw�hrenden Kampf gegen die
>> CO2-Schleudern namens Porsche ja nicht unn�tig aufhalten aber meinst du
>> nicht es gibt auch im Automobilbereich nicht deutlich lohendere "Ziele",
>> mit denen sich auf die schnelle deutlich mehr zur CO2-Ersparnis beitragen
>> lie�e? Selbst wenn morgen fr�h alle Porschefahrer auf spritsparende
>> Kleinwagen umstellen - viel besser wirds uns dann auch nicht gehen.

Schon die Beschr�nkung auf den Automobilbereich ist falsch. CO2 wird
�berall erzeugt und Einsparkonzepte sind umso wirkungsvoller, je breiter
sie angelegt werden.

> So gerechnet, ist alles egal. Solange die Chinesen und Amis locker
> weiter CO2 emittieren und die Bundesrepublik demn�chst von CO2-freien
> Atomstrom auf Gas- und Kohlekraftwerke umstellt und das Klimaschutz
> nennt, spielen die Autos �berhaupt keine Rolle.

Sie sind ein kleiner Teil des Problems.

> Und �berhaupt ich, als Einzelner, spiele als Emittent schon gar keine
> Rolle.

So ist es.

> Aber, wenn wir immer so rechnen, passiert rein gar nichts.

Das ist falsch, es passiert ja etwas. Ich weiss nicht, ob genug passiert
aber ich bin ganz sicher - wenn die ergriffenen Massnahmen 10 mal so
wirkungsvoll w�ren, wie sie sind, g�be es kaum weniger Warnungen, wir
t�ten viel zuwenig.

Bekanntlich
> ist der Sturz aus einem Hochhaus bis zum Aufprall eine durchaus
> angenehme Erfahrung.
>
> Dar�ber brauch man nicht diskutieren. Das ist so.

Da kann ich keine eigenen Erfahrungen beisteuern, obwohl ich mal im 11.
Stock gewohnt habe.

> Wenn das so ist, dann sind alle gefordert und alle m�ssen
> zusammenarbeiten, um das Problem zu l�sen. Unter normalen Umst�nden
> sind auch die meisten Leute einsichtig und dazu bereit. Dabei ist es
> psychologisch exorbitant wichtig, das es keine Privilegien gibt. Schon
> weniger als 1% Egoisten, die nicht mitmachen, st�ren die Bereitschaft
> der anderen, Beschr�nkungen auf sich zu nehmen.

Hier kommst du gedanklich auf den Holzweg. Du gehst offenbar davon aus,
dass es nur mit Verlust und Verzicht geht, nur dann w�re es n�tig, dass
sich alle in gleicher Weise beteiligen. Dazu fehlen uns alle
Voraussetzungen:

- Es m�sste eine Weltgemeinschaft geben, die koordiniert handelt
- Es m�sste eine weltweite �ffentlichkeit geben, in der die Probleme
offen diskutiert und alle L�sungswege bewertet werden
- Alle Beteiligten m�ssten auf einem so �hnlichen Entwicklungsstand
sein, dass eine materielle Basis f�r Handlungen vorhanden ist
- Bei allen Beteiligten m�sste ein vergleichbares Problembewusstsein
vorhanden sein

> Das Problem der Menschheit sind die Egoisten. All diese
> sozialkritischen Theorien des 19. Jahrhunderts versuchen, das
> auszusagen. Egal ob sie die Juden oder die Kapitalisten stellvetretend
> daf�r benennen.

Alle Versuche, Gesellschaften auf der Basis dieser Theorien zu
realisieren, sind schnell untergegangen.
>
> Wenn du nun behauptest, du oder andere sollen so eine Schei�karre
> fahren d�rfen, weil das doch nichts ausmacht, dann ruhst du dich auf
> denen aus, die es nicht machen.

Das behauptet niemand.

Das ist wie mit den Rasern auch, die
> nur deshalb rasen k�nnen, weil sich die anderen an die Regeln halten.

Nun wirds absurd. Mal abgesehen davon, dass 'rasen' eine
Definitionssache ist, liegt doch auf der Hand, dass alle, die langsamer
fahren, den Raser bei seiner T�tigkeit behindern.
>
> So funktioniert die Argumentation der Egoistenschweine in diesen
> F�llen und auch die der Intoleranten: Man wolle doch nur den Feiraum
> nutzen, den andere durch ihren Verzicht geschaffen haben.

Und jetzt wirds gef�hrlich: wer so argumentiert, fordert bald Lager.

Herbert

Norbert Lack

unread,
Jun 16, 2009, 6:00:35 AM6/16/09
to
Ervin Peters schrieb:

> Neulich fuhr ich mal wieder auf der B87 raus, so knapp 18km/h. Die
> Fahrer ein paar wohl teurer Cabrios gaben sich auch dem Überholzwang
> hin und überholten ziemlich unentspannt bei Gegenverkehr und
> durchgezogener Linie mit etwa 60cm Abstand. Trotz > 300PS, mehr als
> 6Zylindern und > 2t Leermasse.

War dann das Produkt aus Antriebsleistung und IQ oder das aus
Fahrzeugmasse und IQ bei Dir und den "Herren" gleich?

Gruß
Norbert

Klaus Kreider

unread,
Jun 16, 2009, 7:54:07 AM6/16/09
to

"Ervin Peters" <ervin....@ervnet.de> wrote in message news:pan.2009.06...@ervnet.de...
> Klaus Kreider am Mon, 15 Jun 2009 22:43:59 +0200:
>
>> "Andreas Cammin" <andreas...@freenet.de> wrote in message
>> news:4a36850f$0$14022$9b62...@news.freenet.de...
>>
>>> Genau darauf bezog ich mich ja. Wenn die 911er trotz Leistungen von
>>> >300PS in Haftpflichtklassen von 12-13 liegen, dann können 11er-Fahrer
>>> tendenziell wohl kaum rücksichtslos rasende Strassenrambos sein.
>>
>> mit >300 PS bracht niemand mehr "den Dicken" zu machen - er weiß, dass
>> er kann wenn er will
>
> was?
>
>> und das macht gelassen
>
> versteh' ich nicht. Das ist mbMn nicht viel mehr als eine
> Wunschvorstellung.
>
> Ich fahre fast immer gelassen, schon damals mit dem FIAT 126 (26PS), dazu
> braucht es keine 300PS, ich finde bei den Fahrzeugen, die bei einem
> Leistungsgewicht über 100PS/t liegen kommt ganz im Gegenteil schnell mal
> Hektik auf, einmal unbedacht aufs Gas gelatscht und schon fährt man 90
> anstatt 50 und so Sachen.

Wer solch ein Auto fährt, sollte es beherrschen. Beim 126er Fiat erwarte ich das aber auch. Unbedachtes drauflatschen wird mit Laufen ab 4 Wochen bestraft und das ist auch gut so.

> Grad bei den großen Dieseln kann man innerorts
> nicht mal im letzten Gang fahren, weil das unterhalb der Leerlaufdrehzahl
> liegt und alle solche unentspannenden Dinge.

Das ist bei allen modernen Autos so, die für Höchstgeschwindigkeiten von 200 km/h ausgelegt sind (Ausnahmen abgesehen). Das hat nichts mit ge/entspannt zu tun sondern mit Physik, nutzbare Drehzahlbänder und Drehmomentverläufe.

>

>
> Neulich fuhr ich mal wieder auf der B87 raus, so knapp 18km/h. Die Fahrer
> ein paar wohl teurer Cabrios gaben sich auch dem Überholzwang hin und
> überholten ziemlich unentspannt bei Gegenverkehr und durchgezogener Linie
> mit etwa 60cm Abstand. Trotz > 300PS, mehr als 6Zylindern und > 2t
> Leermasse.

Dann waren es keine Porsches ;-)
Welcher abstand wäre denn opportun gewesen?
und
Hälts du den eben angegebenen Abstand selbst ein, wenn du an einem Kinderwagen/Rollstuhl, Fußganger oder Radfahrere vorbeifährst selbst ein?


>
> Vier Stück, ältere hagere Herren am 'Volant'.
>
> ervin
>
> ...Irgendein Süddeutscher Rolls-Royce-Cabrio-Club hatte wohl Ausfahrt.

Neid?

Klaus

Klaus Kreider

unread,
Jun 16, 2009, 7:55:52 AM6/16/09
to

"Ulli Steingrobe" <ulli...@hotmail.com> wrote in message news:4A374205...@hotmail.com...


> Eben genau darauf wollte ich auch hinaus.
> Von diesem Effekt habe ich übrigens beim letzten Fahrzeugwechsel auch
> profitiert und zahle jetzt trotz 50 PS mehr 100 Euro Prämie weniger.

Das war aber jetzt politisch unkorrekt ;-)

Klaus

Ulli Steingrobe

unread,
Jun 16, 2009, 8:31:32 AM6/16/09
to
Klaus Kreider schrieb:

Gefreut hats mich trotzdem.
Augenzwinkernde Begründung des Versicherungsagenten:
"Den alten können sich auch junge Anfänger schon leisten, den neuen
fahren halt nur so alte Säcke wie wir :-)"

Message has been deleted

Ervin Peters

unread,
Jun 16, 2009, 2:39:57 PM6/16/09
to
Klaus Kreider am Tue, 16 Jun 2009 13:54:07 +0200:

> "Ervin Peters" <ervin....@ervnet.de> wrote in message
>

>> Neulich fuhr ich mal wieder auf der B87 raus, so knapp 18km/h. Die
>> Fahrer ein paar wohl teurer Cabrios gaben sich auch dem Überholzwang
>> hin und überholten ziemlich unentspannt bei Gegenverkehr und
>> durchgezogener Linie mit etwa 60cm Abstand. Trotz > 300PS, mehr als
>> 6Zylindern und > 2t Leermasse.
>
> Dann waren es keine Porsches ;-)
> Welcher abstand wäre denn opportun gewesen?

Der gesetzlich vorgeschriebene hinreichende, den Gerichte regelmäßig auf
größer oder gleich 1,5m festlegen.

> und Hälts du den eben angegebenen Abstand selbst ein, wenn du an einem
> Kinderwagen/Rollstuhl, Fußganger oder Radfahrere vorbeifährst selbst
> ein?

selbstverständlich, auch mit dem Rad und vor allem bei Geschwindigkeiten
über 50km/h.

Ausserdem beacht ich öfter sogar durchgezogene Linien.

>> ...Irgendein Süddeutscher Rolls-Royce-Cabrio-Club hatte wohl Ausfahrt.
>
> Neid?

nein, worauf könnte ich neidisch gewesen sein?

Die Mädels auf den Beifahrersitzen, nein, halt, es war eine Bank, waren
auch schon schrumpellig.

also worauf? Was schätzt man so in Vollgäßlerkreisen als so wertvoll ein,
das man meint Andere könnten darauf neidisch sein?

ervin

Herbert Albrecht

unread,
Jun 17, 2009, 8:59:15 AM6/17/09
to
Arne Luft schrieb:
> Herbert Albrecht wrote:
>
>> Arne Luft schrieb:

>
>>> Aber, wenn wir immer so rechnen, passiert rein gar nichts.
>> Das ist falsch, es passiert ja etwas.
>
> Wir tun etwas, weil es gen�gend Leute gibt, die nicht so denken, wie
> ich im nichtgequoteten Teil meines Artikels dargestellt habe.

Mein Eindruck ist, dass die Teilnahme von Staaten an internationalen
CO2-Reduzierungsinititiven unabh�ngig ist von der Mentalit�t der B�rger.
Von den Asiaten sagt man z.B. dass sie sehr wenig individualistisch sind
sondern viel Wert auf �bereinstimmung mit den anderen legen. Japan,
China und die sog. Tigerstaaten m�ssten demnach f�hrende CO2-Vermeider sein.
>
> L�ndern mit �berwiegend egozentrischer Mentalit�t (arabische Staaten
> zb) tun gar nichts.
>
Woraus schliesst du bei den Arabern auf Egoismus? An der vorherrschenden
Religion kanns nicht liegen, oder?

>>> Wenn das so ist, dann sind alle gefordert und alle m�ssen
>>> zusammenarbeiten, um das Problem zu l�sen. Unter normalen Umst�nden
>>> sind auch die meisten Leute einsichtig und dazu bereit. Dabei ist es
>>> psychologisch exorbitant wichtig, das es keine Privilegien gibt. Schon
>>> weniger als 1% Egoisten, die nicht mitmachen, st�ren die Bereitschaft
>>> der anderen, Beschr�nkungen auf sich zu nehmen.
>> Hier kommst du gedanklich auf den Holzweg.
>

> Nein.


>
>> Du gehst offenbar davon aus,
>> dass es nur mit Verlust und Verzicht geht, nur dann w�re es n�tig, dass
>> sich alle in gleicher Weise beteiligen. Dazu fehlen uns alle
>> Voraussetzungen:
>

> Wir haben unseren Lebensstil aufgebaut ohne gro�e R�cksicht auf die
> Umwelt.

Umweltbelastungen werden bisher nur wenig eingepreist,
Ressourcenverbrauch ist mal extrem billig, mal sehr teuer, je nachdem,
wie m�chtig die Anbieterseite gerade ist. Das muss ge�ndert werden.

Das konnten wir, weil der gro�e Rest der Welt sich in
> best�ndiger Armut und R�ckst�ndigkeit hielt. Sei es historisch
> bedingt, sei es durch ein falsche Ideologie (Marxismus).

Mit dem Rest der Welt hat das nur insoweit etwas zu tun, dass dieses
Manko eher aufgefallen w�re, wenn mehr Menschen an der Entwicklung
teilgenommen h�tten.
>
> Jetzt, wo die auch wollen, wird es dramatisch. So, wie wir unser Leben
> leben, k�nnen es nicht 6 Mrd. Menschen leben. Das verkraftet der
> Planet nicht.

Angenommen, das die Behauptung stimmt, dann fehlt mir in der
�ffentlichen Debatte schon mal die Bev�lkerungspolitik. Warum m�ssen es
denn 6 oder mehr Milliarden sein? China ist soweit ich sehe das einzige
Land, das diesen Aspekt ber�cksichtigt. Das Verfahren, dass sie
anwenden, sieht nicht beispielhaft aus, aber das Thema total zu
ignorieren geht auch nicht. Als ersten Schritt k�nnten wir ja mal damit
aufh�ren, die �berbev�lkerung der Erde durch politische Programme
k�nstlich zu steigern.
>
> Also mu� sich was �ndern. Es �ndert sich aber nichts, wie daran zu
> sehen ist, wie die aufstrebenden Staaten ihren Wohlstand mehren. Das
> liegt zum Teil auch daran, das unsere Industrien ihren Schrott dorthin
> m�glichst unver�ndert verkaufen wollen und unsere B�rger ihren Schrott
> m�glichst billig einkaufen wollen.
>
> Porsche zb bietet f�r China keine besonders CO2-arme L�sung an.
> sondern setzt voll und ganz auf deren Wunsch, es uns nachzumachen.

Das w�re auch unsinnig.
>
> Also bleibt nur noch der Verzicht auf Wohlstand und
> Spa�-M�glichkeiten, weil der Wandel verzockt wurde oder von vielen
> dessen Notwendigkeit nicht eingesehen wird, weil die Verantwortlichen
> zb in der Regierung nur labbern und dann doch was anderes oder was
> falsches tun.
>
Das geht nur mit Diktatur und �kostasi.


>
>> - Es m�sste eine Weltgemeinschaft geben, die koordiniert handelt
>> - Es m�sste eine weltweite �ffentlichkeit geben, in der die Probleme
>> offen diskutiert und alle L�sungswege bewertet werden
>> - Alle Beteiligten m�ssten auf einem so �hnlichen Entwicklungsstand
>> sein, dass eine materielle Basis f�r Handlungen vorhanden ist
>> - Bei allen Beteiligten m�sste ein vergleichbares Problembewusstsein
>> vorhanden sein
>

> Das mu� man erschaffen. Dazu m�ssen aber unsere Leute erstmnal bereit
> sein, einzusehen, was alles notwendig ist. Sind sie aber nicht, weil
> sie glauben, es gehe immer so weiter wie bisher. Selles wird ihnen
> auch eingeredet.

Mal abgesehen davon, dass es nicht an 'unseren Leuten' liegt (in
Deutschland ist die Bereitschaft, sich an weltweiten CO2-Initiativen zu
beteiligen eher �berdurchschnittlich) gibt es ein paar Dinge, die es der
�ko-Szene schwer machen, Menschen ausserhalb ihres Zirkels zu �berzeugen:

- alle bisherigen Kampagnen haben sich in der Nachbetrachtung als
total �bertrieben erwiesen. Da liegt der Verdacht nahe, das es mit dem
CO2 auch nicht so schlimm kommen wird

- die Autolastigkeit der Argumentation erweckt den Verdacht, dass es
im Grunde immer gegen das Auto geht und das jeweilige Ziel nur als Alibi
herhalten muss
>
> Das Problem ist, was tun mit jenen, die nicht mitmachen wollen. Da
> m�ssen dann Gesetze her. Aber derlei wird leider meist erst nach
> gro�en Katastrophen gemacht und die m�ssen sich m�glichst in kurzer
> Zeit mehrfach wiederholt haben, damit es auch begriffen wird.

Wirklich einschneidende Regeln k�nnen erst durchgesetzt werden, wenn der
Bedarf unabweisbar ist. Da die Argumentation der Bef�rworter nicht
stringent ist (siehe oben) bleibt wohl wirklich nur (falls sie denn
stimmt) auf die ersten Katastrophen zu warten. Das gleiche Problem hat
Sch�uble mit dem Terrorismus: wenn hier wirklich mal 3000 Leute in die
Luft gesprengt werden, dann bekommt er seine Antiterrorgesetze. Und er
bekommt Vorw�rfe, warum die nicht schon lange gelten. Von den gleichen
Leuten, die sie jetzt bek�mpfen.


>
>>> Wenn du nun behauptest, du oder andere sollen so eine Schei�karre
>>> fahren d�rfen, weil das doch nichts ausmacht, dann ruhst du dich auf
>>> denen aus, die es nicht machen.
>> Das behauptet niemand.
>

> Was ist es denn anderes, wenn jemand sagt, das es doch nichts
> ausmacht, wenn ein paar so ein Ding fahren, weil die meisten anderen
> es ncht tun?

Wer hat das gesagt?


>
>> Das ist wie mit den Rasern auch, die
>>> nur deshalb rasen k�nnen, weil sich die anderen an die Regeln halten.
>> Nun wirds absurd. Mal abgesehen davon, dass 'rasen' eine
>> Definitionssache ist, liegt doch auf der Hand, dass alle, die langsamer
>> fahren, den Raser bei seiner T�tigkeit behindern.
>

> Wenn alle "rasen", dann steht der Verkehr, weil jeder jeden behindert.

Die Aussage kann nur stimmen, wenn man rasen=autofahren(unabh�ngi von
der Geschwindigkeit) setzt. Du best�tigst da ein altes Vorurteil von
mir. Soll ich mich nun bedanken?

Herbert

Stefan Zickenrott

unread,
Jun 17, 2009, 2:13:41 PM6/17/09
to
Klaus Kreider schrieb:

> Hälts du den eben angegebenen Abstand selbst ein, wenn du an einem Kinderwagen/Rollstuhl, Fußganger oder Radfahrere vorbeifährst selbst ein?

Fahrradfahrer sind zwar alles ander als automatisch bessere
Verkehrsteilnehmer, aber sie profitieren schon von der Gnade der
persöhnlichen Betroffenheit: Wer zu oft Sicherheitsabstände missachtet,
liegt entsprechend oft auf der Nase, lernt es durch Schmerzen oder nimmt
Mittelfristig aus Gesundheitsgründen gar nicht mehr als Fahrradfahrer am
Straßenverkehr teil.
Ählich Regulative gibt es zwar bei den Motorisierten auch, aber sie sind
bei weitem nicht so wirkkungsvoll.

Stefan Zickenrott

unread,
Jun 17, 2009, 2:17:42 PM6/17/09
to
Andreas Cammin schrieb:

> Ervin Peters schrieb:
>
>> Auch ein Porschefahrer kann lernen mit leerlaufdrehzahl und
>> schleifender Kupplung 7-10km/h zu fahren.
>
> Ich habe sowieso den Eindruck, dass Porschefahrer sich tendenziell eher
> besser im Strassenverkehr zu benehmen wissen als z.B. die Fahrer von
> stark motorisierten "Volks"autos. Wie kann es sonst sein dass ein
> Porsche 911 in der Haftpflichtversicherung billiger ist als selbst die
> meisten Kleinwagen?

Vielleicht weil ein Porsche eher als Zweit- und Freizeitfahrzeug benutzt
wird, während leistungsstarke Passat und Co eher von Vielfahreren, die
sich aufgrund ihrer Routine schon etwas fähiger und sicherer fühlen
benutzt werden?

Message has been deleted

Herbert Albrecht

unread,
Jun 18, 2009, 8:54:15 AM6/18/09
to
Arne Luft schrieb:
> Herbert Albrecht wrote:
>
>> Arne Luft schrieb:
>>> Herbert Albrecht wrote:
>>>
>>>> Arne Luft schrieb:
>>>>> Aber, wenn wir immer so rechnen, passiert rein gar nichts.
>>>> Das ist falsch, es passiert ja etwas.
>>> Wir tun etwas, weil es gen�gend Leute gibt, die nicht so denken, wie
>>> ich im nichtgequoteten Teil meines Artikels dargestellt habe.
>> Mein Eindruck ist, dass die Teilnahme von Staaten an internationalen
>> CO2-Reduzierungsinititiven unabh�ngig ist von der Mentalit�t der B�rger.
>
> Du kennst dich mit Mentalit�ten aus?

>
>> Von den Asiaten sagt man z.B. dass sie sehr wenig individualistisch sind
>> sondern viel Wert auf �bereinstimmung mit den anderen legen. Japan,
>> China und die sog. Tigerstaaten m�ssten demnach f�hrende CO2-Vermeider sein.
>
> Japan ist in der Tat eine der f�hrenden Klimaschutznationen. Jede
> Menge AKWs und CNG statt Kohlekraftwerke, Hybridautos, gut ausgebaute
> Nahverkehrsmittel, effeziente Technologien, etc.
>
> Wenn sie jetzt noch auf ihren bl�dsinnigen Walfang verzichten w�rden,
> w�re es ganz angenehm.

Belastet der Walfang das Klima? Das w�re mir neu.

> S�dkorea hat eine lange eigene Tradition in AKWs, die teilweise noch
> auf kanadische Natururanreaktoren (Candu) zur�ckgehen.
>
> Wenn du dir
> http://carma.org/dig/show/world+country
>
> anschaust, dann taucht da Japan hinter D auf, obwohl es ein h�heres
> BIP als Germany hat und Germany mehr Renewals verwendet.

Sehr interessant.

> Zum BIP
> http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L�nder_nach_Bruttoinlandsprodukt
>
> Da siehst du, das Japan ein BIP von 4,9 Billionen USD hatte und D
> eines von 3,7 Bill. USD (europ�ische Billionen aka 1 Billionen =
> 10^12).
>
> S�dkoreas Bip lag bei 947 Mrd. USD und das von Polen bei 525 Mrd. USD.
> Trotzdem haben die Koreaner nur 12 Mill. to CO2 mehr als die Polen
> emittiert.
>
> Es geht also nicht darum ,wieviel Windr�der rumstehen und PV
> subventioniert wird. Von den 10 gr��ten Dreckschleudern in Europa
> stehen 7 in D.
>
> So, was wolltest du jetzt eigentlich sagen?

Dass eine erfolgreiche Klimapolitik eines Staates unabh�ngig ist von der
Bereitschaft seiner Bewohner zum Verzicht.


>
>>> L�ndern mit �berwiegend egozentrischer Mentalit�t (arabische Staaten
>>> zb) tun gar nichts.
>>>
>> Woraus schliesst du bei den Arabern auf Egoismus? An der vorherrschenden
>> Religion kanns nicht liegen, oder?
>

> Es gibt globale Untersuchung dar�ber, wie sich Leute in
> Testsituationen verhalten. Da kommt heraus, das englische Egoisten
> akzeptieren, wenn sie von ihren nichtegoistischen Mitspielern f�r
> ihren Egoismus bestraft werden, w�hrend arabische Egoisten Leute
> bestrafen, die sie f�r Altruisten halten, auch wenn die ihnen im Spiel
> gar nichts getan haben.

Ein interessanter Beitrag zur fachwissenschaftlichen Diskussion, mehr nicht.
>
> Altruismus wird vom arabischen Egoisten bestraft, damit er nicht
> aufmuckt, wenn er ausgenommen wird. Bei uns hat der Egoist immerhin
> noch ein schlechtes Gewissen. Das ist die unterschiedliche Tradition
> und das, was an und f�r sich als unsichtbare Hand die Marktwirtschaft
> am laufen h�lt. Bekanntlich wurde sie in England entwickelt und nicht
> in Arabien. Warum, d�rfte jetzt klar sein.

Soweit ich weiss, ist die moderne Marktwirtschaft im mittelalterlichen
Italien entstanden. In England haben viel sp�ter ein paar Leute B�cher
dar�ber geschrieben, die offenbar so gut waren, dass sie als
Standardwerk weltweit Anerkennung fanden.


>
>>> Jetzt, wo die auch wollen, wird es dramatisch. So, wie wir unser Leben
>>> leben, k�nnen es nicht 6 Mrd. Menschen leben. Das verkraftet der
>>> Planet nicht.
>> Angenommen, das die Behauptung stimmt, dann fehlt mir in der
>> �ffentlichen Debatte schon mal die Bev�lkerungspolitik.
>

> Das ist falsch. Die Antibabypille wurde seinerzeit vom Erfinder
> entwickelt, um das Wachstum der Bev�lkerung in der Dritten Welt gegen
> deren Willen zu begrenzen.

Das war keine Bev�lkerungspolitik sondern h�chstens die Absicht einer
Einzelperson, die nicht realisiert wurde. Gerade in der 3. Welt hat die
Antibabypille kaum etwas an der Geburtenrate ge�ndert.
>
> Also, das Problem war bekannt. Nur gibt es keine Mittel dagegen.

Doch, siehe China. Nur sehen alle anderen Staaten ihre Bev�lkerung nicht
als Problem sondern als Mittel, sich international durchzusetzen.
Entweder durch 'viele Leute zahlen viele Steuern' oder durch 'viele
Leute sind viele Soldaten im n�chsten Krieg'.

Siehe
> Papst Johannes, Paulus und wie sie alle hie�en, die in der Welt
> rumgefahren sind und den Leuten eingeredet haben, Kinder zu kriegen.
> Damit wurde so manches nationale Bev�lkerungsprogramm zerst�rt.

Richtig, die Rolle der Religionen sehe ich auch sehr kritisch.


>
>> Warum m�ssen es
>> denn 6 oder mehr Milliarden sein?
>

> Ich bin f�r 100 Mrd. Menschen. Wir m�ssen uns nur �berlegen, wie wir
> das hinkriegen. Es geht.

Da fehlt ein :-), nicht wahr?


>
>> China ist soweit ich sehe das einzige
>> Land, das diesen Aspekt ber�cksichtigt.
>

> Was ist denn mit D? Machen wir nichts, um auszusterben? Seit �ber 100
> Jahren nimmt in Europa die Anzahl Kinder pro Frau ab. In allen
> L�ndern, je nach Entwicklungsstand. Das liegt daran, das viele Kinder
> kriegen ein Risiko ist, das frau gerne vermeidet, wenn sie es kann.

Der deutsche Staat gibt gerade mal wieder viel Geld aus, um Geburten zu
f�rdern.


>
>> Das Verfahren, dass sie
>> anwenden, sieht nicht beispielhaft aus, aber das Thema total zu
>> ignorieren geht auch nicht. Als ersten Schritt k�nnten wir ja mal damit
>> aufh�ren, die �berbev�lkerung der Erde durch politische Programme
>> k�nstlich zu steigern.
>

> Der n�chste Weltkrieg erledigt das Problem ein f�r alle mal. Da gehen
> ein paar Milliarden Menschen �ber die Wupper. Sp�testens 2060 haben
> wir es hinter uns.
>
Das ist ein verbreiteter Irrtum. Untersuchungen haben ergeben, dass der
Bev�lkerungsverlust durch Kriege schnell ausgeglichen wird.


>
>>> Also mu� sich was �ndern. Es �ndert sich aber nichts, wie daran zu
>>> sehen ist, wie die aufstrebenden Staaten ihren Wohlstand mehren. Das
>>> liegt zum Teil auch daran, das unsere Industrien ihren Schrott dorthin
>>> m�glichst unver�ndert verkaufen wollen und unsere B�rger ihren Schrott
>>> m�glichst billig einkaufen wollen.
>>>
>>> Porsche zb bietet f�r China keine besonders CO2-arme L�sung an.
>>> sondern setzt voll und ganz auf deren Wunsch, es uns nachzumachen.
>> Das w�re auch unsinnig.
>

> Porscheautos verbieten sollte doch einfacher sein, als
> Zwangsabtreibungen global einzuf�hren. Oder bist du f�r
> Zwangsabtreibungen, damit Porsches mehr Platz haben?
>
Wenn nur noch die Kinder auf die Welt kommen, die von den Eltern
wirklich erw�nscht sind, wird der Platz vielleicht schon frei.

Das ist ein sensibles Thema, besonders in D mit unserer speziellen
Vergangenheit, aber wenn jemand von anderen Verzicht fordert und sie
evtl. sogar dazu zwingen will, muss er die Gr�nde daf�r umfassend
nachweisen. Dazu geh�rt auch eine Einsch�tzung der Bev�lkerungszahl und
eine Darstellung der damit verbundenen Politik.


>
>>> Also bleibt nur noch der Verzicht auf Wohlstand und
>>> Spa�-M�glichkeiten, weil der Wandel verzockt wurde oder von vielen
>>> dessen Notwendigkeit nicht eingesehen wird, weil die Verantwortlichen
>>> zb in der Regierung nur labbern und dann doch was anderes oder was
>>> falsches tun.
>>>
>> Das geht nur mit Diktatur und �kostasi.
>

> Das geht �berhaupt nur mit Einsicht. Um die zu errreichen, bedarf es
> einiger menschengemachter Katastrophen. Der Wettlauf geht darum, ob
> die Menschheit einsichtig geworden ist, bevor kein Weg am Untergang
> mehr vorbeif�hrt.


>
>
>>> Das mu� man erschaffen. Dazu m�ssen aber unsere Leute erstmnal bereit
>>> sein, einzusehen, was alles notwendig ist. Sind sie aber nicht, weil
>>> sie glauben, es gehe immer so weiter wie bisher. Selles wird ihnen
>>> auch eingeredet.
>> Mal abgesehen davon, dass es nicht an 'unseren Leuten' liegt (in
>> Deutschland ist die Bereitschaft, sich an weltweiten CO2-Initiativen zu
>> beteiligen eher �berdurchschnittlich)
>

> Bl�dsinn. Schau dir die Tabelle an. D ist ein CO2-Schwein. Und dann
> wollen wir AKWs abschalten, um Gas- und Kohlekraftwerke zu bauen.
>
Die Gas- und Kohlekraftwerke gibt es nicht, weil es der Wille der
Bev�lkerung ist, sondern weil die Lobby der Stromkonzerne hier sehr
einflussreich ist und weil die Umweltschutzbewegung im Gegensatz zu
Japan oder Frankreich die Atomkraft politisch plattgemacht hat.

> D redet nur. Effektiv was machen, tun wir nicht. Du siehst an der
> CO2-Emission, das der ganze Solarschei� viel Geld kostet aber
> �berhaupt nichts bringt.

Ich gehe davon aus, dass in den anderen L�ndern auch mehr oder weniger
hei� �ber das Thema gestritten wird, nur kriegen wir das hier nicht so mit.


>
>> - die Autolastigkeit der Argumentation erweckt den Verdacht, dass es
>> im Grunde immer gegen das Auto geht und das jeweilige Ziel nur als Alibi
>> herhalten muss
>

> Das hier ist de.soc.verkehr. Deshalb geht es ums Auto.

Hier ist das ok, aber es ist leider �berall so. Nur ein Beispiel: ein
gro�er Teil der t�glichen Wege w�ren �berfl�ssig, wenn man leichter
umziehen k�nnte. dazu m�sste

- die Regeln zur Maklercourtage ge�ndert werden, damit eine
Preiskonkurrenz m�glich ist
- die Grunderwerbsteuer abgeschafft werden
- Notar- und Amtsgerichtsgeb�hren auf der Basis des tats�chlichen
Aufwandes berechnet werden
- das Mietrecht so ge�ndert werden, dass man durch langes Verweilen in
einer Wohnung keine niedrigen Mieten und besseren K�ndigungsschutz
'ersitzen' kann.

Hat es dazu mal ein Konzept vom BUND oder von Greenpeace gegeben? Haben
die Gr�nen mal entsprechende Gesetzesvorschl�ge ausgearbeitet?

Mir ist dazu nicht bekannt, ich h�re nur Tempolimits, Fahrverbote, immer
h�here Steuern.

Dazu der Ton, in dem diese Dinge propagiert werden, offenbar geeignet,
um solche Idioten wie den Radfahrer aus der ZEIT-Glosse (wenn es ihn
denn gab, es kann ja auch die pointierte Zusammenfassung vieler
Alltagserlebnisse des Autors gewesen sein) zu seinen Ausf�llen zu
motivieren.

Die fehlende W�rmed�mmung von Wohnungen ist Ursache erheblich gr��erer
Umweltbelastungen wie das Fahren mit evtl. etwas zu starken Autos. Ist
schon mal jemand dumm angeblubbert worden, weil er ein schlecht
ged�mmtes Haus bewohnt?


>
>>>>> Wenn du nun behauptest, du oder andere sollen so eine Schei�karre
>>>>> fahren d�rfen, weil das doch nichts ausmacht, dann ruhst du dich auf
>>>>> denen aus, die es nicht machen.
>>>> Das behauptet niemand.
>>> Was ist es denn anderes, wenn jemand sagt, das es doch nichts
>>> ausmacht, wenn ein paar so ein Ding fahren, weil die meisten anderen
>>> es ncht tun?
>> Wer hat das gesagt?
>

> Die halbe NG seit Jahren. Ohne Porschefantasien scheint f�r manche das
> Leben nicht lebenswert zu sein.

Glaube ich nicht. Die Porscheverteidiger haben bei den Angriffen auf
Porsche vermutlich aus dem gleichen Grund ein schlechtes Gef�hl wie ich
als Nichtraucher bei den immer neuen Vorschl�gen, das Rauchen zu
bek�mpfen: sie erschrecken vor der R�cksichtslosigkeit der Angreifer und
denken, heute sinds die Raucher (die Porschfahrer), wen triffts morgen?

Herbert

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Herbert Albrecht

unread,
Jun 19, 2009, 7:52:48 AM6/19/09
to
Arne Luft schrieb:
> Herbert Albrecht wrote:
>
>> Arne Luft
>
>>> Der n�chste Weltkrieg erledigt das Problem ein f�r alle mal. Da gehen
>>> ein paar Milliarden Menschen �ber die Wupper. Sp�testens 2060 haben
>>> wir es hinter uns.
>>>
>> Das ist ein verbreiteter Irrtum. Untersuchungen haben ergeben, dass der
>> Bev�lkerungsverlust durch Kriege schnell ausgeglichen wird.
>
> Das ist falsch. Bis um 1800 wurde die Bev�lkerung in Europa durch
> Kriege und Seuchen mehr oder weniger konstant gehalten mit einem ganz
> leichten Aufw�rtstrend seit 1200 nach der gro�en Pest.
>
> Indien hatte um 1000 n. Zw. und vor dem Beginn der Eroberung durch die
> Moslems afaik ca. 180 Mill. Einwohner. Um 1550 nach dem Abschlu�
> derselben waren es noch 120 Mill.

Wesentliche Ursachen sollen hohe Kindersterblichkeit und schlechte
medezinische Versorgung gewesen sein, die die Bev�lkerungszahl in etwa
konstant hielten. Verluste, etwa durch Kriege oder Seuchen, wurden nur
ganz langsam ausgeglichen.
>
> Im Vergleich dazu haben die Kriege der neuesten Zeit kaum
> Menschenleben im Verh�ltnus zur Gesamtzahl gekostet. Auch gab es
> keinen Einbruch bei Wirtschaft und Wissenschaft.
>
> Das ist beim n�chsten Weltkrieg anders. Wenn 4 Mrd. Menschen von 7
> Mrd. draufgehen und die entwickelten Staaten weitgehend
> leergeschlachtet wurden, dann sind wir technologisch anschlie�end
> wieder da, wo einst die industrielle und agrarische Revolution mal
> angefangen hat.

Schon beim Verlust von ca. 1/3 der Bev�lkerung w�re eine technische
Zivilisation vermutlich nicht �berlebensf�hig, weil an verschiedenen
Stellen Spezialisten fehlen die die komplexen technischen Systeme
reparieren und betreiben k�nnen.
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solcher Weltkrieg stattfindet, ist nach
Beendigung des Kalten Krieges erheblich gesunken, daf�r k�nnte es mehr
regional begrenzte Kriege geben.

Dazu kommen die Umweltbelastung und der Klimawandel,
> sowie der Verlust leicht zug�nglicher Ressourcen wegen bereits
> geschehener Ausbeutung.
>
> Unter den Umst�nden geht das nicht mehr so schnell aufw�rts in jeder
> Beziehung. Wir in den westlichen Industriel�ndern lebten und leben
> aktuell im Rausch, verfr�hst�cken den Planeten und k�nnen nicht genug
> kriegen.
>
Wenn es dennoch zu einem gro�en Krieg kommt, wird der in Bezug auf
Umweltbelastung und Klimawandel (Stichwort: nuklearer Winter) sowieso
alles �bertreffen, was wir im Frieden schlimmstenfalls zustande bringen.

Herbert

Stefan Zickenrott

unread,
Jun 21, 2009, 12:39:51 PM6/21/09
to
Arne Luft schrieb:

> L�ndern mit �berwiegend egozentrischer Mentalit�t (arabische Staaten
> zb) tun gar nichts.

In Dubai entstehen gerade die ersten nullernergie Gesch�ftshochh�user.

>> Ich weiss nicht, ob genug passiert
>> aber ich bin ganz sicher - wenn die ergriffenen Massnahmen 10 mal so
>> wirkungsvoll w�ren, wie sie sind, g�be es kaum weniger Warnungen, wir
>> t�ten viel zuwenig.
>

> Wir tun zu wenig.

Und 10 mal soviel ist m�glicherweise immer noch nicht genug.

> Wir haben unseren Lebensstil aufgebaut ohne gro�e R�cksicht auf die

> Umwelt. Das konnten wir, weil der gro�e Rest der Welt sich in


> best�ndiger Armut und R�ckst�ndigkeit hielt. Sei es historisch
> bedingt, sei es durch ein falsche Ideologie (Marxismus).
>

> Jetzt, wo die auch wollen, wird es dramatisch. So, wie wir unser Leben
> leben, k�nnen es nicht 6 Mrd. Menschen leben. Das verkraftet der
> Planet nicht.

Aber wir haben grunds�tzlich die m�glichkeiten daf�r zu sorgen da� es
anderen mindesten so gut gehen kann wie uns, ohne da� wir unsere Umwelt
bis zur Unbewohnbarkeit vernichten.
Der Planet allerdings verkraftet noch viel mehr, um die Natur mache ich
mir �berhaupt keine Sorgen, die wird uns gegebenenfalls einfach
aussterben lassen.

> Porsche zb bietet f�r China keine besonders CO2-arme L�sung an.
> sondern setzt voll und ganz auf deren Wunsch, es uns nachzumachen.

Deren Wunsch ist es zur Zeit sich innenpolitisch nicht durch noch mehr
Umweltzerst�rung und die daraus folgenden Proteste zu destabilisieren.

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Stefan Zickenrott

unread,
Jun 23, 2009, 2:47:45 PM6/23/09
to
Arne Luft schrieb:

> CO2-freie AKWs sind demnach strukturkonservierend,

AKWs sind nicht CO2-frei. In der Gesamtbilanz sind sie CO2 arm, weil sie
beim Betrieb keins emittieren. Beim Aufbau, der Ver- und Entsorgung
sieht das aber schon ganz anders aus.
Insgesamt d�rten sie beim CO2 Deutlich hinter der Windkraft, die sich
aus bekannten gr�nden nicht als alleinige Technik zur Stromerzeugung
eignet, weit zur�ckbleiben. Den Vergleich mit einem Gasturbinenkraftwerk
mag jemand anderes absch�tzen.

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Stefan Zickenrott

unread,
Jun 23, 2009, 4:59:24 PM6/23/09
to
Arne Luft schrieb:

> Stefan Zickenrott wrote:
>
>> Arne Luft schrieb:
>>
>>> CO2-freie AKWs sind demnach strukturkonservierend,
>> AKWs sind nicht CO2-frei. In der Gesamtbilanz sind sie CO2 arm, weil sie
>> beim Betrieb keins emittieren. Beim Aufbau, der Ver- und Entsorgung
>> sieht das aber schon ganz anders aus.
>
> Wieviel Beton und Stahl brauch es, um eine 3MW-offshore-M�hle in den
> Untergrund zu rammen und dann nimm das mal 1500. Da kommt einiges mehr
> zusammen, als f�r ein AKW gebraucht wird.

Was nichts daran �ndert das sich der energetische Aufwand wesentlich
besser Amortisiert. Auch, weil ja beim AKW die Brennstoffbereitstellung
mit eheblichen energieaufwand verbunden ist. "Energetische Amortisation"
ist das Stichwort was dir weiterhilft.

> Bekanntlich laufen Windzeiger im Schnitt nur
> 2000 rechnerische Volllaststunden im Jahr, das jedoch 8760 Stunden
> hat. Der Rest �bernimmt die Gasturbine oder der Kohleofen.

Da sie sich, soweit ich mich erinnere, mindesten um den Faktor 5 besser
amortisieren, w�rden auch wesentlich weniger als 2000 Vollaststunden
reichen um in der CO2 Bilanz besser als ein KKW da zu stehen.

> Ich vermute, das die Windanlagen erheblich dazu f�hren, das unn�tzes
> CO2 emittiert wird, weil Verbrennungskraftanlagen im standby betrieben
> werden m�ssen oder runtergefahren werden, weil der sto�weise
> anfallende Windstrom abgenommen werden mu� und dann quasi im Leerlauf
> vor sich hin brennen, weil ganz ausschalten nicht geht.

Gasturbinenanlagen lassen sich ganz ausschalten, un der Windstrom f�llt
nur regional begrenzt aus, eine Totalflaute �ber ganz Deutschland oder
gar Europa d�rfte eine meteorologische Sensationsmeldung sein.

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Andreas Cammin

unread,
Jul 7, 2009, 8:20:04 AM7/7/09
to
Arne Luft schrieb:

> Allerdings ist der EU-Fahrzyklus eine Lachnummer, weil er bereits 30
> Jahre als ist und geradezu l�cherliche Anforderungen stellt. Ist also
> Betrug bzw. Selbstbetrug, denn das Klima ist unserer aller Sache. Der
> �bliche bullshit eben, wie es auch die Zementierung von
> �berkapazit�ten durch Staatsgelder ist, anstatt eine notwendige
> Bereinigung zuzulassen (Opel).

Komisch, ich scheine tats�chlich einer der wenigen zu sein, denen es
gelingt, Verbrauchswerte in der Gr�ssenordnung des NEFZ zu erreichen.
Wenn ich aber sehe, wieviele andere Autofahrer Sprit, Nerven und Geld
durch unn�tige Brems- und Beschleunigungsman�ver verschwenden, ohne
dadurch effektiv Fahrzeit einzusparen, sollte es mich eigentlich nicht
wundern.

Mal ein paar Bestwerte aus meiner Praxis:

Mercedes 190 Bj. '86: 7,5l/100km S (real)
BMW X3 2.0D: 6,5l/100km D (Bordcomputer)
Peugeot 206cc: 6,0l/100km S (BC)
Peugeot 106: 5,7l/100km S (real)
Dacia Sandero 1.4 MPI: 6,2l/100km S (BC)
Ford Focus 1,8 16V: 8,0l/100kkm LPG (real, entspricht ca. 6,7l/100km S)

Ich halte es daher f�r etwas vermessen, dem Hersteller Betrug
vorzuwerfen, nur weil die allgemein mangelnde Vorausschau im
Strassenverkehr keine Ber�cksichtigung bei der Durchf�hrung des
Fahrzyklus findet.

Andreas
--
Offizielles Mitglied von Roland M�sls Killfile
"Photovoltaik ersetzt 10cm Benzin pro Jahr."
(Roland M�sl in de.rec.fahrrad)

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Herbert Albrecht

unread,
Jul 7, 2009, 5:38:34 PM7/7/09
to
Arne Luft schrieb:

> Andreas Cammin wrote:
>
>> Ich halte es daher f�r etwas vermessen, dem Hersteller Betrug
>> vorzuwerfen, nur weil die allgemein mangelnde Vorausschau im
>> Strassenverkehr keine Ber�cksichtigung bei der Durchf�hrung des
>> Fahrzyklus findet.

Betrug w�re es erst, wenn jemand mit seinem perfekt gewarteten Auto und
einer dem Normzyklus entsprechenden Fahrweise die versprochenen
Verbrauchs- bzw. CO2-Werte nicht erreicht.

> Die Schweizer haben Zyklusverbrauch und Realit�tstest verglichen und
> eklatante Unterschiede festgestellt. Ich hab dar�ber seinerzeit hier
> diskutiert. Alles umsonst, ne.

Das �berrascht mich nicht. In der Realit�t ist das Auto nicht immer
perfekt gewartet sondern h�chstens kurz nach dem Werkstattbesuch (wenn
es denn eine gute Werkstatt war) und der Fahrer f�hrt anders als von
Fahrzyklus vorgegeben. Das ist sein gutes Recht, schliesslich ist es
*Individual*verkehr. Er sollte dann nur nicht �ber seinen Verbrauch n�rgeln.
>
> Es ist au�erdem bekannt, das a. von manchen die Motorsteuerung den
> Fahrzyklus erkennen kann und sich entsprechend verh�lt und b. die
> Verbr�uche durch realit�tsfernes Fahren (frag mal den M�sl Roland wie
> das geht) individuell gedr�ckt werden k�nnen, ohne das es irgendeine
> Relevanz f�r die Allgemeinheit hat.

Wenn sich eine lernende Elektronik an den normabweichenden Fahrstil
anpasst, verst�rkt sie nat�rlich die negativen Folgen der Abweichung.
>
> Wenn die Hersteller ein Interesse daran h�tten, CO2-arme Motoren zu
> liefern, w�rden sie auf realit�tsnahe Zyklen bestehen. Tun sie aber
> nicht. Unterlassung ist auch eine Spielart von Betrug.

Jeder Hersteller m�chte CO2-arme Motoren liefern, jetzt, wo das Thema so
gepusht wird. Die einen achten dabei mehr auf die Alltagsbed�rfnisse
ihrer Kunden, die anderen mehr auf formale Anforderungen wie diesen
Fahrzyklus.
Wer auf den Zyklus hin optimiert, kann mit relativ wenig Aufwand auf dem
Papier gute Erfolge erzielen. Ob so eine Strategie g�nstig f�r einen
Hersteller ist, erscheint mir zweifelhaft: zuerst locken sie Kunden mit
g�nstigen Normwerten an, frustrieren sie aber damit, dass sie diese im
Alltag nicht erreichen - so kommt keine Kundenbindung zustande.

Herbert

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Herbert Albrecht

unread,
Jul 8, 2009, 5:12:13 PM7/8/09
to
Arne Luft schrieb:
> Herbert Albrecht wrote:
>
>> Arne Luft schrieb:
>
>>> Die Schweizer haben Zyklusverbrauch und Realit�tstest verglichen und
>>> eklatante Unterschiede festgestellt. Ich hab dar�ber seinerzeit hier
>>> diskutiert. Alles umsonst, ne.
>> Das �berrascht mich nicht. In der Realit�t ist das Auto nicht immer
>> perfekt gewartet sondern h�chstens kurz nach dem Werkstattbesuch (wenn
>> es denn eine gute Werkstatt war) und der Fahrer f�hrt anders als von
>> Fahrzyklus vorgegeben. Das ist sein gutes Recht, schliesslich ist es
>> *Individual*verkehr. Er sollte dann nur nicht �ber seinen Verbrauch n�rgeln.
>
> http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrzyklus
>
> "Der Fahrzyklus und die Vorgehensweise bei der Messung ist in der
> Richtlinie des Rates 70/220/EWG vom 20. M�rz 1970 beschrieben."
>
>
> Das ist er:
>
> http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/6/6e/NEDC.jpg
>
>
> Meinst du, da kommt irgendwas sinnvolles raus in Sachen
> CO2-Emissionen?
>
Es ist halt ein Kompromiss, wahrscheinlich ein schlechter. Sp�testens
nach den Erfahrungen der Amerikaner mit ihrer Flottenverbrauchsregelung
w�re es klug gewesen, die Finger davon zu lassen, statt dessen macht
Europa nun den gleichen Fehler mit dem Ziel der CO2-Veminderung. Bin
gespannt, welche �berraschenden Nebenwirkungen wir bekommen.

Herbert

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Andreas Cammin

unread,
Jul 12, 2009, 11:13:18 AM7/12/09
to
Arne Luft schrieb:

> Von wegen Porschefahrer seien besonders vorsichtige und vern�nftige
> Fahrer.

Weil es einen gibt der Papa den Schl�ssel geklaut und den Wagen dann
geschrottet hat?

Wenn es danach ginge, w�ren alle Audifahrer schon seit 15 Jahren zu
d�mlich zum Ausparken.

Zu dieser Zeit n�mlich durfte ich vor einem Szenelokal meiner
Heimatstadt folgendes beobachten: Ein junger Schn�sel steigt in einen
nagelneuen, gr�nmetallicfarbenen Audi 80, startet den Motor, legt l�ssig
den Arm auf die Lehne des Beifahrersitzes, schaut nach hinten, parkt mit
Schwung aus, schl�gt ein - und nimmt mit dem Kotfl�gel voll einen
Laternenpfahl mit...

Andreas
--
Offizielles Mitglied von Roland M�sls Killfile

"Auch Digitaluhren mit Zeiger ticken, wenn der Zeiger weiter springt."
Roland M�sl in de.etc.fahrzeug.auto

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Michael Landenberger

unread,
Jul 12, 2009, 1:56:52 PM7/12/09
to
"Arne Luft" <ne...@yhsg3.invalid> schrieb:

> "Ein 18-J�hriger ist am Samstag mit einem Porsche durch die
> Frankfurter Innenstadt gerast...

Hier war kein Porsche beteiligt, sondern ein Golf:
<http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/2116661_0_7965_-21-jaehriger-rast-gegen-strommast-toedlicher-unfall-in-bad-cannstatt.html>.

Der Fahrer war 21 Jahre alt.

Merke: es kommt nicht auf das Auto an, sondern auf den Fahrer. Und
diejenigen Fahrer, die ihre Hormone noch nicht im Griff haben, d�rften
in der Regel noch zu jung sein, um sich einen Porsche leisten k�nnen.
Folglich passieren Deppenunf�lle mehrheitlich mit billigen
Allerweltsautos.

Gru�

Michael

Herbert Albrecht

unread,
Jul 12, 2009, 4:33:49 PM7/12/09
to
Arne Luft schrieb:
> Ulrich Nehls wrote:
>
>> Eine nette, kurze Glosse in der ZEIT, in der sich unsere aktuelle
>> gesellschaftliche Verfassung spiegelt:
>>
>> http://images.zeit.de/text/2009/25/Auto-25
>
>
> http://www.bild.de/BILD/regional/frankfurt/dpa/2009/07/12/18jaehriger-faehrt-porsche-gegen-wand.html

>
> "Ein 18-J�hriger ist am Samstag mit einem Porsche durch die
> Frankfurter Innenstadt gerast...

Es war also _ein_ Porsche, aber war es auch _sein_ Porsche?

Wir hatten hier mal ein sog. Crash-Kid, der klaute �fter mal Opels,
brauste damit durch die Stadt und spielte amerikanische Autocrashfilme
nach. Was sagt das �ber das Fahrverhalten legaler Opelbesitzer?

Herbert

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Michael Landenberger

unread,
Jul 14, 2009, 1:55:44 AM7/14/09
to
"Arne Luft" <ne...@yhsg3.invalid> schrieb:

> Noch ein Beispiel, wo das Auto den Fahrer zum Rasen verleitet hat:

Und was macht so ein Ferrari, wenn keiner drinsitzt? Richtig, er steht
einfach nur in der Gegend rum. Was macht derselbe Ferrari, wenn ein
vern�nftiger Fahrer drinsitzt? Richtig, er f�hrt nicht zu schnell und
auch nicht riskant. Erst wenn sich ein Idiot hinters Steuer setzt, wird
aus einem Ferrari ein Raserauto. Merke: es liegt am Fahrer, nicht am
Auto.

> "Mit 231 Kilometern in der Stunde

Dazu braucht man keinen Ferrari, das geht heutzutage schon mit Autos
der unteren Mittelklasse.

Schade, dass es keine Statistiken gibt, mit welchen Autotypen die Leute
ihre Flenspunkte eingefahren haben. Ich denke, eine solche Statistik
d�rfte dein Weltbild ins Wanken bringen.

Gru�

Michael

Klaus Kreider

unread,
Jul 14, 2009, 8:27:51 AM7/14/09
to

"Michael Landenberger" <spameim...@arcor.de> wrote in message news:7c2kv7F...@mid.uni-berlin.de...

> Schade, dass es keine Statistiken gibt, mit welchen Autotypen die Leute
> ihre Flenspunkte eingefahren haben. Ich denke, eine solche Statistik
> dürfte dein Weltbild ins Wanken bringen.

Nette Idee, auch wenn ich glaube, dass so mancher Hersteller versuchen würde, die Veröffentlichung zu vereiteln.
Klaus

Andreas Cammin

unread,
Jul 14, 2009, 1:59:03 PM7/14/09
to
Arne Luft schrieb:

> Falsch. Ein Auto, bei dem der leiseste Kitzel mit dem Gaspedal zu
> einem gewaltigen Satz nach vorn f�hrt, ist viel schwerer zu
> beherrschen und in einem solchen ist es auch f�r viele viel schwerer
> sich zu beherrschen, als in einem wo das nicht geht.

Dann erkl�r mir bitte warum ein Porsche 911 in der Haftpflicht eins der
billigsten Autos �berhaupt ist, wenn die Schadenh�ufigkeit die
entscheidende Kenngr�sse f�r die Typklasseneinstufung ist.

Ich pers�nlich habe nur eine Erkl�rung - Die Fahrer dieser Autos sind
weit unterdurchschnittlich schuldhaft an Verkehrsunf�llen beteiligt.

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