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Kosten für Bahnfahrten (was: Re: Die besten Foto-Apps für Android-Handys ?)

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Arno Welzel

unread,
Feb 11, 2012, 6:16:09 AM2/11/12
to
Michael Perlitschke, 2012-02-10 03:29:

> "Ralph A. Schmid, dk5ras" <ra...@radio-link.net> schrieb im Newsbeitrag
> news:ujn6j7pv6gacu3b63...@4ax.com...
>> "Michael Perlitschke" <mperl...@aol.com> wrote:
>>
>>> Hat die deutsche Reichsbahn nicht sowieso kostenloses WLAN als
>>> Service-Leitsung fuer alle Fahrgaeste auf Schienen im Zug ? Also ich
>>> koennte
>>
>> Nein, nur in einigen Zügen auf einigeN Strecken T-hotspots zum
>> üpblichen Tarif.
>>
>>> Also wenn man das schon im Flugzeug kostenlos aufgedreangt bekommt, sollte
>>> das mit der Bummelbahn sicherlich noch einfacher gehen und vielleicht
>>> schon
>>> seit Jahren realisiert sein. Zumindest nehme ich das mal in meiner
>>> Grenzenlosen positiven WLAN Naivitaet an.
>>
>> Überlege mal, was das kostet.
>
> Ueberleg mal was Du an Kohle in die Ticket-Automaten stopfst um mit der
> albernen Klingelbahn umsatendlich durch die Gegend gewuchtet zu werden. Die
> Preise fuer den reinen Vieh-Transport sind so dermassen gepfeffert, da muss
> man sogar in jedem Abteil ein paar endgeile GOGOs erwarten muessen ;-) Auch
> die Getraenke muessten kostenlos von einer nackten Schoenheit samt praller
> Hupen kredenzt werden ( angrabbeln oder auf Verlangen ein BlowJob
> inkl. )...LOL

Ich zahle mit BahnCard 50 für die Strecke Augsburg-Berlin ca. 60 EUR.
Das sind etwa 600 km Strecke. Solche Fahrten habe ich im Jahr mehrmals,
so dass sich auch die Kosten für die Bahncard rechnen.

So - nun kann man mal nachrechnen, was das mit dem eigenen Auto kosten
würde:

Angenommener Verbrauch 7 Liter Normalbenzin pro 100 km über die gesamte
Strecke, macht 42 Liter. Bei 1,62 EUR pro Liter sind das schon mal 68
EUR nur für den Treibstoff.

Nun ist aber der Treibstoffverbrauch nicht Alles - das Auto muss erstmal
angeschafft und zugelassen werden und verursacht laufend Kosten, selbst
wenn es die meiste Zeit nur herumsteht. Auch ein Mietwagen ist nicht
kostenlos.

Geht man beim eigenen Auto mal von 400 EUR monatlichen Kosten aus (Siehe
dazu auch
<http://www.autobild.de/artikel/grosse-autokosten-tabelle-376884.html>)
und durchschnittlich 3 Stunden Nutzung pro Tag, kostet jede Stunde mit
dem Auto rund 4,40 EUR. Die Fahrt Augsburg-Berlin würde ich mit
mindestens 5 Stunden ansetzen, also nochmal 22 EUR.

Am Ende hat man also mindestens 90 EUR Kosten für eine Autofahrt von
Augsburg nach Berlin und muss dafür auch noch selber fahren und kann in
der Zeit auch nichts anderes mehr machen.

Dagegen kann ich im Zug auch etwas lesen, mit meinem Netbook arbeiten,
Filme anschauen usw..

Da finde ich 60 EUR mit der Bahn nicht so übertrieben. Selbst der
Normalpreis mit 120 EUR ist letzlich nicht so teuer, wie es einem
erscheint. Wesentlich billiger ein eigenes Auto erst, wenn mehrere Leute
sich das Auto teilen.

Und nebenbei bemerkt: Die steuerlich absatzbare Reisekostenpauschale für
geschäftliche Fahrten liegt bei 0,30 EUR pro Kilometer - das wäre bei
der genannten Strecke mit 600 km rund 180 EUR. Wenn Autos wirklich so
günstig wären, würde der Staat es wohl kaum so grosszügig subventionieren.

Da hier Off-Topic leite ich das mal nach de.soc.verkehr weiter.



--
Arno Welzel
http://arnowelzel.de
http://de-rec-fahrrad.de

Gerald Gruner

unread,
Feb 11, 2012, 12:05:54 PM2/11/12
to
Arno Welzel schrieb am 11.02.12:

[Fahrtkosten]
> Am Ende hat man also mindestens 90 EUR Kosten für eine Autofahrt von
> Augsburg nach Berlin und muss dafür auch noch selber fahren und kann in
> der Zeit auch nichts anderes mehr machen.

Das ist sicherlich richtig.
> Dagegen kann ich im Zug auch etwas lesen, mit meinem Netbook arbeiten,
> Filme anschauen usw..

Auch das.

> Da finde ich 60 EUR mit der Bahn nicht so übertrieben. Selbst der
> Normalpreis mit 120 EUR ist letzlich nicht so teuer, wie es einem
> erscheint.

Viele Leute unterschätzen die Kosten ihres Autos und rechnen die
"ehda"-Kosten gar nicht erst ein.

> Wesentlich billiger ein eigenes Auto erst, wenn mehrere Leute
> sich das Auto teilen.

Doch was, wenn man nicht von Oberzentrum zu Oberzentrum mit direkter
ICE-Verbindung fährt, sondern wenn man zwölfnfuffzig mal umsteigen muss -
incl. der Wartezeiten, Verspätungen, Ausfälle und bei *sch...* Wetter?
Was, wenn man dabei mehr als eine kleine Tasche Gepäck hat?
Was, wenn man nicht von Bahnhof zu Bahnhof will, sondern auch nur ein wenig
ins Umland?
Was, wenn man vor Ort weiter mobil sein möchte?
Was, wenn...

Das Auto hat bei allen seinen Kosten auch noch zwei, drei weitere Vorteile.
Und DAS ist der Grund für seinen Erfolg gegenüber dem ÖPNV.

MfG
Gerald

--
No trees were killed in the sending of this message. However
a large number of electrons were terribly inconvenienced.

Martin Freitag

unread,
Feb 11, 2012, 12:51:27 PM2/11/12
to
Gerald Gruner schrieb:
>> Wesentlich billiger ein eigenes Auto erst, wenn mehrere Leute
>> sich das Auto teilen.

Das stimmt wohl, sollte man auch tun, wenn man keinen Grund dagegen hat. :-)

> Doch was, wenn man nicht von Oberzentrum zu Oberzentrum mit direkter
> ICE-Verbindung fährt, sondern wenn man zwölfnfuffzig mal umsteigen muss -
> incl. der Wartezeiten, Verspätungen, Ausfälle und bei *sch...* Wetter?
> Was, wenn man dabei mehr als eine kleine Tasche Gepäck hat?

Dem kann ich nur beipflichten. Muss man mal eben mit Koffer/Reisetasche
5-10km zum Bahnhof, braucht man entweder einen Bus oder eine Straßenbahn
(wenn man kein Taxi nehmen will, was preislich ja dann völlig aus dem
Ruder liefe), die wiederum einen Fahrschein kostet und trotzdem noch
wesentlich mühsamer ist (v.a. in der möglicherweise fremden Zielstadt).
Hier ist Oeffie (um eine Verbindung zu Android zu wahren ;-)) eine
wirklich nützliche App, trägt einem aber leider noch nicht das Gepäck. ;-)
Bahnfahren KANN wirklich ziemlich toll sein, v.a. wenn man einsteigt,
ohne viele Umstiege am besten mit ICE o.ä. irgendwohin donnert und vor
Ort aussteigt und "da" ist. Aber wer "Anreise" zum Bahnhof hat, dann
vielleicht noch 3 Mal umsteigen darf, mit ein bisschen "Glück" noch
Bahnhöfe erwischt, wo die DB es nicht mal mehr für nötig hält, ein
Bahnhofshäuschen zu unterhalten(!), der friert sich bei jetzigem Wetter
u.U. schneller die Zehen ab, als ihm lieb ist. Und dann gnade dir Gott,
dass dein Zug pünktlich kommt oder/und du den Anschlusszug nicht
verpasst. ;-)
Gruß

Martin
--
() ascii ribbon campaign - against html e-mail
/\ www.asciiribbon.org - http://www.asciiribbon.org/index-de.html
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Siegfried Schmidt

unread,
Feb 11, 2012, 4:26:52 PM2/11/12
to
Gerald Gruner schrieb:

>> Dagegen kann ich im Zug auch etwas lesen, mit meinem Netbook
>> arbeiten, Filme anschauen usw..
> Auch das.

Das ist nicht ganz richtig - gegenwärtig kann man es nicht, man muss es
tun.

Weil es in einem vollbesetzen ICE kaum noch Plätze gibt, wo im Blickfeld
kein Film läuft. Mit etwas Pech auf einen 17-Zöller beim Nebenmann, der bei
jedem Gag rumhampelt.


Siegfried

Ralph Angenendt

unread,
Feb 11, 2012, 6:18:01 PM2/11/12
to
Well, Frank Kemper <sampl...@googlemail.com> wrote:
> Und richtig lustig wird es, wenn du nicht von Augsburg nach Berlin
> musst, sondern von Dasing nach Königs Wusterhausen;-)

Das ist eigentlich ein recht gutes Beispiel, mit knapp 7 Stunden liegt
das auch noch im Limit (auch wenn man zwei- bis dreimal umsteigen muss).

Mir ist halt das "ich kann noch was machen" (und wenn es nur
konzentriert Musikhören oder Lesen ist) wichtiger.

Fliegen auf der Relation lohnt sich nicht wirklich, da von Dasing aus
weder der Münchner noch der Nürnberger Flughafen in vernünftiger Zeit zu
erreichen ist (es sei denn, man möchte sein Auto dort parken). Da ist
die Bahn mit Fahrzeiten von > 1:45 wirklich im Hintertreffen.

Ralph
--
Warst du nicht fett und rosig?

Siegfried Schmidt

unread,
Feb 11, 2012, 7:11:41 PM2/11/12
to
Ralph Angenendt schrieb:

> Das ist eigentlich ein recht gutes Beispiel, mit knapp 7 Stunden liegt
> das auch noch im Limit (auch wenn man zwei- bis dreimal umsteigen muss).

Das Problem ist nicht die Zeit, das das Chaos das ausbricht, wenn der erste
Anschlusszug nicht dasteht wo er sollte.

> Mir ist halt das "ich kann noch was machen" (und wenn es nur
> konzentriert Musikhören oder Lesen ist) wichtiger.

"Meine Damen und Herren, unser Zug verkehrt heute ohne die Wagen 24 bis
27". Und schon ist es Essig mit konzentrierten Musikhören oder Lesen.

Siegfried

Message has been deleted

Peter Liedermann

unread,
Feb 12, 2012, 4:20:38 AM2/12/12
to
On Sun, 12 Feb 2012 01:11:41 +0100, Siegfried Schmidt
<usen...@shivasoft.de> wrote:


> "Meine Damen und Herren, unser Zug verkehrt heute ohne die Wagen 24 bis
> 27". Und schon ist es Essig mit konzentrierten Musikhören oder Lesen.

Das wäre noch nicht so schlimm. Mindestens für die Passagiere 2.Klasse
ist es dann oft auch Essig mit Hinsetzen.

Gruss,
Peter

Ervin Peters

unread,
Feb 12, 2012, 5:46:12 AM2/12/12
to
Am Sun, 12 Feb 2012 00:11:41 +0000 schrieb Siegfried Schmidt:

> "Meine Damen und Herren, unser Zug verkehrt heute ohne die Wagen 24 bis
> 27". Und schon ist es Essig mit konzentrierten Musikhören oder Lesen.

"Stau auf der A4 wegen Unfälle durch an die Witterungsbedingungen nicht
angepasste Geschwindigkeit. Mehrere Verletzte, Vollsperrung, eine
Umleitung ist nicht möglich." - so habe ich meinen
Scheidungsgerichtstermin beinahe verpasst...

...und ich war angestrengt, gestresst und genervt weil ich dann auch
wieder Vollgas fahren durfte, um den Termin mit nur 25min zu erreichen -
und ich war extra schon 1/2h eher losgefahren bin und mit ø 95 km/h (fast
nur Autobahn) kalkuliert habe.

Man kann auch die gleichen Anforderungen die man an die Bahn stellt an
sich und sein Auto stellen - die werden dann ähnlich selten erfüllt.

Aber viel schöner finde ich das man im Zug kein Radio hören muß,
gelegentlich interessante Mitfahrer hat, und meistens Kommunizieren,
Arbeiten, Lesen oder schlafen kann. Das ist viel effizienter, abgesehen
von den anderen Vorteilen, eine Toilette im Fahrzeug zu haben, rumlaufen
zu können oder auch mal gymnastik machen zu können - alles in einem meist
wohltemperierten Raum.

Und mein Rad kann ich auch einfacher und sicherer Mitnehmen.

ervin

--
Ob eine Stadt zivilisiert ist, hängt nicht von der Zahl ihrer
Schnellstraßen ab, sondern davon, ob ein Kind auf dem
Dreirad unbeschwert überall hinkommt.
- Enrique Peñalosa (abgeschrieben bei Michael Wilch)

Thomas Schäfer

unread,
Feb 12, 2012, 8:22:27 AM2/12/12
to
On 11 Feb., 18:05, Gerald Gruner <gerald...@yahoo.de> wrote:

> Viele Leute unterschätzen die Kosten ihres Autos und rechnen die
> "ehda"-Kosten gar nicht erst ein.

Oder sie haben ihr Kfz "ehda", um 5x täglich Kind
in den KiGa zu kutschieren und weiter ins Büro zu fahren,
was ÖPNV nunmal nicht flächendeckend leisten kann.

Und wenn man schon mal ein "ehda Kfz" hat,
zahlt man seine Fixkosten sowieso und vergleicht
nur noch seine Betriebskosten mit dem Zugticket
(dann meist auch ohne Bahncard).

MfG
Thomsa

Mathias Böwe

unread,
Feb 12, 2012, 9:35:17 AM2/12/12
to
Frank Kemper <sampl...@googlemail.com> wrote:

> Nee, im Ernst: Die ganze Rechnerei Zug vs. Auto geht nur dann für den
> Zug gut aus, wenn der Autofahrer allein unterwegs ist *und* wenn der
> Zugfahrer kein Auto besitzt, das auch dann Garagenmiete, Wertverlust und
> Versicherungskosten produziert, wenn der Zugfahrer Zug fährt;-)

Dann möge man aber, weil bei den Berechnungen häufig nur die Grenzkosten
herangezogen werden, für den Bahnnutzer die Grenzkosten einer BahnCard
100 zugrundelegen. Wie mag das Ergebnis dann aussehen?

Mathias, auf Reisen nicht gern arbeitend
--
inzwischen wieder ohne Signatur

Peter Liedermann

unread,
Feb 12, 2012, 11:39:16 AM2/12/12
to
On Sun, 12 Feb 2012 11:46:12 +0100, Ervin Peters <ervin....@ervnet.de>
wrote:

> Am Sun, 12 Feb 2012 00:11:41 +0000 schrieb Siegfried Schmidt:
>
>> "Meine Damen und Herren, unser Zug verkehrt heute ohne die Wagen 24 bis
>> 27". Und schon ist es Essig mit konzentrierten Musikhören oder Lesen.
>
> "Stau auf der A4 wegen Unfälle durch an die Witterungsbedingungen nicht
> angepasste Geschwindigkeit. Mehrere Verletzte, Vollsperrung, eine
> Umleitung ist nicht möglich." - so habe ich meinen
> Scheidungsgerichtstermin beinahe verpasst...

Unter widrigen Witterungsbedingungen leidet auch die Bahn. Ein grosser
Vorteil der Bahn ist allerdings, dass Lokomotivführer eine brauchbare
Ausbildung erhalten, zu der Analphabeten u.ä. gar nicht erst zugelassen
werden. Fälle von nichtangepasster Geschwindigkeit hat es auch bei der
Bahn gegeben, sie sind aber tatsächlich äusserst selten.

Ein wichtiger Aspekt ist aber auch die Vermeidung von unnötigen Fahrten,
unabhängig vom Verkehrsmittel. Meinerseits werde ich nie zum
Scheidungsrichter eilen müssen.

>
> ...und ich war angestrengt, gestresst und genervt weil ich dann auch
> wieder Vollgas fahren durfte, um den Termin mit nur 25min zu erreichen -
> und ich war extra schon 1/2h eher losgefahren bin und mit ø 95 km/h (fast
> nur Autobahn) kalkuliert habe.

War dabei Deine Geschwindigkeit noch angemessen?

>
> Man kann auch die gleichen Anforderungen die man an die Bahn stellt an
> sich und sein Auto stellen - die werden dann ähnlich selten erfüllt.

Mein Ausgangspunkt war das Sitzplatzangebot, und das ist in meinem Auto
stets auf allen Strecken und auch im Stau ausreichend für mich.

>
> Aber viel schöner finde ich das man im Zug kein Radio hören muß,

Ist bei Deinem Autoradio irgendetwas defekt?

> gelegentlich interessante Mitfahrer hat, und meistens Kommunizieren,
> Arbeiten, Lesen oder schlafen kann. Das ist viel effizienter, abgesehen
> von den anderen Vorteilen, eine Toilette im Fahrzeug zu haben, rumlaufen
> zu können oder auch mal gymnastik machen zu können - alles in einem meist
> wohltemperierten Raum.

An Zugtoiletten habe ich keine angenehmen Erinnerungen.

>
> Und mein Rad kann ich auch einfacher und sicherer Mitnehmen.
>
Im Frachtraum spricht da nichts dagegen, im Fahrgastraum ist das oft eine
Belästigung der anderen Passagiere. Das Radfahren auf Bahnsteigen muss
natürlich unterbunden werden.

Gruss,
Peter

Ervin Peters

unread,
Feb 12, 2012, 12:38:00 PM2/12/12
to
Am Sun, 12 Feb 2012 17:39:16 +0100 schrieb Peter Liedermann:

> War dabei Deine Geschwindigkeit noch angemessen?

meistens ;)

>> Man kann auch die gleichen Anforderungen die man an die Bahn stellt an
>> sich und sein Auto stellen - die werden dann ähnlich selten erfüllt.
>
> Mein Ausgangspunkt war das Sitzplatzangebot, und das ist in meinem Auto
> stets auf allen Strecken und auch im Stau ausreichend für mich.

Für mich ist es das Komplettangebot ;)

>> gelegentlich interessante Mitfahrer hat, und meistens Kommunizieren,
>> Arbeiten, Lesen oder schlafen kann. Das ist viel effizienter, abgesehen
>> von den anderen Vorteilen, eine Toilette im Fahrzeug zu haben,
>> rumlaufen zu können oder auch mal gymnastik machen zu können - alles in
>> einem meist wohltemperierten Raum.
>
> An Zugtoiletten habe ich keine angenehmen Erinnerungen.

ich habe bessere als die auf Autobahnparkpplatzen, Rasthöfen und viel
frequentierten Gaststätten. Ausserdem braucht man keinen € einzuwerfen um
sie benutzen zu dürfen.

>> Und mein Rad kann ich auch einfacher und sicherer Mitnehmen.
>>
> Im Frachtraum spricht da nichts dagegen, im Fahrgastraum ist das oft
> eine Belästigung der anderen Passagiere.

selten, dann aber eine 'notwendige', analog der (Roll-)koffer,
Kinderwagen, Skier, Hundeboxen, etc. was man ja gelegentlich auch m³
weise dort antrifft.

Peter Liedermann

unread,
Feb 13, 2012, 12:11:26 PM2/13/12
to
On Sun, 12 Feb 2012 18:38:00 +0100, Ervin Peters <ervin....@ervnet.de>
wrote:
Using Opera's revolutionary email client: http://www.opera.com/mail/

Peter Liedermann

unread,
Feb 13, 2012, 12:17:28 PM2/13/12
to
On Sun, 12 Feb 2012 18:38:00 +0100, Ervin Peters <ervin....@ervnet.de>
wrote:

> Am Sun, 12 Feb 2012 17:39:16 +0100 schrieb Peter Liedermann:
>
>> War dabei Deine Geschwindigkeit noch angemessen?
>
> meistens ;)
>
>>> Man kann auch die gleichen Anforderungen die man an die Bahn stellt an
>>> sich und sein Auto stellen - die werden dann ähnlich selten erfüllt.
>>
>> Mein Ausgangspunkt war das Sitzplatzangebot, und das ist in meinem Auto
>> stets auf allen Strecken und auch im Stau ausreichend für mich.
>
> Für mich ist es das Komplettangebot ;)

Meine Klimaanlage funktioniert aber auch bei 35 Grad Aussentemperatur.


>
>>> gelegentlich interessante Mitfahrer hat, und meistens Kommunizieren,
>>> Arbeiten, Lesen oder schlafen kann. Das ist viel effizienter, abgesehen
>>> von den anderen Vorteilen, eine Toilette im Fahrzeug zu haben,
>>> rumlaufen zu können oder auch mal gymnastik machen zu können - alles in
>>> einem meist wohltemperierten Raum.
>>
>> An Zugtoiletten habe ich keine angenehmen Erinnerungen.
>
> ich habe bessere als die auf Autobahnparkpplatzen, Rasthöfen und viel
> frequentierten Gaststätten. Ausserdem braucht man keinen € einzuwerfen um
> sie benutzen zu dürfen.

Ich habe gute Erfahrungen mit solchen, die ein wenig kosten.
Umweltfreundlich sind sie zugegeben nicht.


>
>>> Und mein Rad kann ich auch einfacher und sicherer Mitnehmen.
>>>
>> Im Frachtraum spricht da nichts dagegen, im Fahrgastraum ist das oft
>> eine Belästigung der anderen Passagiere.
>
> selten, dann aber eine 'notwendige', analog der (Roll-)koffer,
> Kinderwagen, Skier, Hundeboxen, etc. was man ja gelegentlich auch m³
> weise dort antrifft.

Nachdem es ja keine Raucherwagen mehr gibt, könnte man einige Wagen
speziell kennzeichnen, in denen nur begrenzt Krimskrams erlaubt ist und in
denen Ruhe zu herrschen hat. Bei Rädern weiss ich aber wirklich keinen
Grund, warum die nicht im Frachtraum verschwinden können.


Gruss,
Peter

K. Huller

unread,
Feb 13, 2012, 12:33:55 PM2/13/12
to
Peter Liedermann wrote:
>
> Bei Rädern weiss ich aber wirklich keinen
> Grund, warum die nicht im Frachtraum verschwinden können.
>
Weil der Gepäckraum der Bahn eine Eigenschaft hat, die weit verbreitet ist,
und die von der Forscherin A.Merkel kürzlich auch bei den Geldmitteln für
andere nützliche Dinge entdeckt wurde: er ist 'nicht da'.

Falls die Leute recht haben, die dahinter keine naturgesetzlichen sondern
politische Gründe vermuten, dann müßte der Gepäckraum jetzt dort sein, wo
der Präsident Urlaub macht(e).

Gruß
Knut

Arno Welzel

unread,
Feb 14, 2012, 2:17:31 AM2/14/12
to
Peter Liedermann, 2012-02-13 18:17:

[Fahrradmitnahme bei der Bahn]
> Nachdem es ja keine Raucherwagen mehr gibt, könnte man einige Wagen
> speziell kennzeichnen, in denen nur begrenzt Krimskrams erlaubt ist und
> in denen Ruhe zu herrschen hat. Bei Rädern weiss ich aber wirklich
> keinen Grund, warum die nicht im Frachtraum verschwinden können.

Es gibt keinen "Frachtraum" mehr in aktuellen Personenzügen - weder bei
der Regionalbahn, noch bei ICE. Post und andere Frachtgüter werden in
eigenen Zügen transportiert.

Fahrradmitnahme wird faktisch nur noch bei Regionalverbindungen
angeboten. Es gab mal Pläne, das auch im ICE zu ermöglichen, die aber
wieder verworfen wurden - offenbar passen Fahrräder nicht zum Image des
ICE und den geplanten maximal 2 Minuten Aufenthalt pro Bahnhof, wo
Fahrräder beim Ein- und Aussteigen potentiell Zeit fressen.

frank paulsen

unread,
Feb 14, 2012, 4:25:55 AM2/14/12
to
Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> writes:

> Peter Liedermann, 2012-02-13 18:17:
>
> [Fahrradmitnahme bei der Bahn]
>> Nachdem es ja keine Raucherwagen mehr gibt, könnte man einige Wagen
>> speziell kennzeichnen, in denen nur begrenzt Krimskrams erlaubt ist und
>> in denen Ruhe zu herrschen hat. Bei Rädern weiss ich aber wirklich
>> keinen Grund, warum die nicht im Frachtraum verschwinden können.
>
> Es gibt keinen "Frachtraum" mehr in aktuellen Personenzügen - weder bei
> der Regionalbahn, noch bei ICE. Post und andere Frachtgüter werden in
> eigenen Zügen transportiert.

briefpost wird aktuell ueberhaupt nicht mit dem zug transportiert,
paketpost nur in ausnahmefaellen.

> Fahrradmitnahme wird faktisch nur noch bei Regionalverbindungen
> angeboten. Es gab mal Pläne, das auch im ICE zu ermöglichen, die aber
> wieder verworfen wurden - offenbar passen Fahrräder nicht zum Image des
> ICE und den geplanten maximal 2 Minuten Aufenthalt pro Bahnhof, wo
> Fahrräder beim Ein- und Aussteigen potentiell Zeit fressen.

es gibt noch IC und EC mit fahrradbefoerderung, die sind aber nicht auf
allen strecken zu haben.

--
frobnicate foo

Siegfried Schmidt

unread,
Feb 14, 2012, 4:57:17 AM2/14/12
to
Arno Welzel schrieb:

> wieder verworfen wurden - offenbar passen Fahrräder nicht zum Image des
> ICE und den geplanten maximal 2 Minuten Aufenthalt pro Bahnhof, wo
> Fahrräder beim Ein- und Aussteigen potentiell Zeit fressen.

Prust. Dazu müssten es die ICE erst mal schaffen überall da anzuhalten wo
es nach Wagenstandsanzeigern vorgesehen ist. An manchen Halts vergehen ja
schon 1-2 Minuten bei der allgemeinen Rennerei um überhaupt in der Nähe der
richtigen Tür anzukommen - falls die Wagennummernanzeigenbeleuchtungfunzeln
Lust haben, ihr Geheimnis überhaupt preiszugeben.

Siegfried


Peter Liedermann

unread,
Feb 18, 2012, 1:53:54 PM2/18/12
to
On Tue, 14 Feb 2012 08:17:31 +0100, Arno Welzel <use...@arnowelzel.de>
wrote:


> Fahrradmitnahme wird faktisch nur noch bei Regionalverbindungen
> angeboten. Es gab mal Pläne, das auch im ICE zu ermöglichen, die aber
> wieder verworfen wurden - offenbar passen Fahrräder nicht zum Image des
> ICE und den geplanten maximal 2 Minuten Aufenthalt pro Bahnhof, wo
> Fahrräder beim Ein- und Aussteigen potentiell Zeit fressen.

Ach so. Dann fährt Ervin Peters also nur Regionalverbindungen.

Ervin Peters

unread,
Feb 19, 2012, 4:37:57 AM2/19/12
to
Am Sat, 18 Feb 2012 19:53:54 +0100 schrieb Peter Liedermann:

> On Tue, 14 Feb 2012 08:17:31 +0100, Arno Welzel <use...@arnowelzel.de>
> wrote:
>
>
>> Fahrradmitnahme wird faktisch nur noch bei Regionalverbindungen
>> angeboten. Es gab mal Pläne, das auch im ICE zu ermöglichen, die aber
>> wieder verworfen wurden - offenbar passen Fahrräder nicht zum Image des
>> ICE und den geplanten maximal 2 Minuten Aufenthalt pro Bahnhof, wo
>> Fahrräder beim Ein- und Aussteigen potentiell Zeit fressen.
>
> Ach so. Dann fährt Ervin Peters also nur Regionalverbindungen.

Wenn ihr hier schon über mich quatscht, hier weitere Erfahren:

- ja ich nehme meinen Sessel in Regionalbahnen, ICs und S-Bahnen mit,
nicht jedoch in ICEs, und einmal bin ich sogar mit dem Tschechenzug von
Prag nach München mitgefahren, wo ich dann doch mein Rad in einen alten
Paketwagen hochhieven durfte.

- Das Ein- und Austeigen dauert weniger als 2min wenn der Wagenstand
bekannt ist (IC), in jedem Wagen ein Mehrzweckabteil ist oder bei den S-
Bahnen wo man an jeder Stelle sein Rad mit rein nehmen kann - ist
allerdings nicht überall erlaubt.

Problematisch sind allein die alten Regionalbahnen (z.B. Halle-Eisenach)
mit den hohen Einstockwagen, weil dort die Türen eng sind und eine
Mittelstange haben, oder gerade die Paketwagen, wo die Zugbegleiter erst
Tore öffnen müssen...

Das man Räder nicht ICEs mitnehmen kann ist manchmal wirklich ärgerlich,
weil das die möglichen Verbindungen einschränkt oder verlängert. Aber das
wird sich vermutlich nicht gar so schnell ändern...

Andreas Cammin

unread,
Feb 20, 2012, 7:31:59 AM2/20/12
to
Am 14.02.2012 08:17, schrieb Arno Welzel:

> Fahrradmitnahme wird faktisch nur noch bei Regionalverbindungen
> angeboten. Es gab mal Pläne, das auch im ICE zu ermöglichen, die aber
> wieder verworfen wurden - offenbar passen Fahrräder nicht zum Image des
> ICE und den geplanten maximal 2 Minuten Aufenthalt pro Bahnhof, wo
> Fahrräder beim Ein- und Aussteigen potentiell Zeit fressen.

Ich habe vor drei Jahren mal die Kombination Fahrrad-Bahn für meinen
täglichen Arbeitsweg erwogen. Gescheitert ist dieser Plan nicht etwa
daran, dass auf den verwendeten Zügen keine Fahrradmitnahme möglich
wäre, sondern vielmehr daran, dass es im Tarifsystem der Bahn zu dem
Zeitpunkt nicht vorgesehen war, ein Monatsticket mit Fahrradmitnahme zu
buchen. Ich hätte so bei jeder Fahrt eine Fahrradkarte lösen müssen.
Insgesamt hätte mich der Spass monatlich annähernd so viel gekostet wie
ich jetzt für die Privatnutzung des Firmenwagens versteuern muss.

Andreas

Christoph Maercker

unread,
Feb 21, 2012, 9:17:13 AM2/21/12
to
Peter Liedermann wrote:
> Unter widrigen Witterungsbedingungen leidet auch die Bahn.

Nicht so sehr wie Autoverkehr unter Staus. Es vergeht kein Werktag ohne
Staumeldungen mehr. Da kriege ich meine Bahnanschlüsse schon noch etwas
öfter. ;-)

> Vorteil der Bahn ist allerdings, dass Lokomotivführer eine brauchbare
> Ausbildung erhalten, zu der Analphabeten u.ä. gar nicht erst zugelassen
> werden. Fälle von nichtangepasster Geschwindigkeit hat es auch bei der
> Bahn gegeben, sie sind aber tatsächlich äusserst selten.

Bei der Bahn haben Rotlichtverstöße meines Wissens höhere Anteile an
Unfällen als im Staßenverkehr. Ob es eine Bahnvorschrift für angepasste
Geschwindigkeit gibt, ist mir nicht bekannt, dafür Fälle, wo überhöhte
Geschwindigkeit gefahren wurde, weil entsprechende Signale übersehen wurden.

> Ein wichtiger Aspekt ist aber auch die Vermeidung von unnötigen Fahrten,
> unabhängig vom Verkehrsmittel.

FULL ACK.

> Mein Ausgangspunkt war das Sitzplatzangebot, und das ist in meinem Auto
> stets auf allen Strecken und auch im Stau ausreichend für mich.

Dafür kann ich im Zug aufstehen, ohne Anhalten zu müssen. :-b

>> Aber viel schöner finde ich das man im Zug kein Radio hören muß,
> Ist bei Deinem Autoradio irgendetwas defekt?

Andere Freizeitbeschäftigungen als Radio/CD/... hören sind im Auto
schwer möglich, ausgenommen bei Leuten, die aus reinem Vergnügen fahren.
Die aber fallen unter die Kategorie "unnötige Fahrten". Im Zug kann ich
lesen, telefonieren, fernsehen, ... , ohne Unfälle zu riskieren.

> An Zugtoiletten habe ich keine angenehmen Erinnerungen.

Sind mit Autobahn-Klos vergleichbar.

>> Und mein Rad kann ich auch einfacher und sicherer Mitnehmen.

Angesichts fortschreitender Stilllegung von Strecken wird das mehr und
mehr zum Muss. Dieser Nachteil der Bahn wiegt schwerer als die meisten
übrigen.
--


CU Christoph Maercker.

Transport + Sport = Radfahren
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