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Autokosten Halter/Fahrer

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Ervin Peters

unread,
Mar 9, 2012, 4:35:36 PM3/9/12
to
Der ADAC hat in einer Pressemitteilung die Kosten von Autos für ihre
Halter/Fahrer bei 15.000km/a beziffert:

ab 26,2ct/km für einen Kleinwagen bis 1,08€ für einen sparsamen
Oberklassewagen (3.0l Diesel). Die üblichen Vertreter Autos liegen bei
60-80ct/km.

Wie üblich wurden die externen (sozialisierten) Gemein- und Folgekosten
ausgeblendet - bei im Mittel unter 50% Anteil des mIV am modal Split.

ervin

--
Ob eine Stadt zivilisiert ist, hängt nicht von der Zahl ihrer
Schnellstraßen ab, sondern davon, ob ein Kind auf dem
Dreirad unbeschwert überall hinkommt.
- Enrique Peñalosa (abgeschrieben bei Michael Wilch)

Arne Luft

unread,
Mar 9, 2012, 6:20:47 PM3/9/12
to
On Fri, 9 Mar 2012 21:35:36 +0000 (UTC), Ervin Peters
<ervin....@ervnet.de> wrote:

>Wie üblich wurden die externen (sozialisierten) Gemein- und Folgekosten
>ausgeblendet - bei im Mittel unter 50% Anteil des mIV am modal Split.

Ich wohne an einer Durchgangsstraße. Wo muß ich meine monetarisierten
Lärmertragungskosten in gefühlter Höhe von 250.000 € pro Jahr geltend
machen?

Ervin Peters

unread,
Mar 10, 2012, 2:43:22 AM3/10/12
to
Frage Deine Politiker, in der Nähe beginnende, wie sie das Regeln wollen.

Thomas Schäfer

unread,
Mar 10, 2012, 3:33:30 AM3/10/12
to
On 9 Mrz., 22:35, Ervin Peters <ervin.pet...@ervnet.de> wrote:

> Wie üblich wurden die externen (sozialisierten) Gemein- und Folgekosten
> ausgeblendet - bei im Mittel unter 50% Anteil des mIV am modal Split.

Wie üblich wurde auch der externe Nutzen ausgeblendet. ;)
Das ist einfach zu schwer zu beziffern.

MfG
Thomas

Manfred Albat

unread,
Mar 10, 2012, 3:52:40 AM3/10/12
to
Am 09.03.2012 22:35, schrieb Ervin Peters:
> Der ADAC hat in einer Pressemitteilung die Kosten von Autos für ihre
> Halter/Fahrer bei 15.000km/a beziffert:
>
> ab 26,2ct/km für einen Kleinwagen bis 1,08€ für einen sparsamen
> Oberklassewagen (3.0l Diesel). Die üblichen Vertreter Autos liegen bei
> 60-80ct/km.

Alles wie gehabt.

> Wie üblich wurden die externen (sozialisierten) Gemein- und Folgekosten
> ausgeblendet - bei im Mittel unter 50% Anteil des mIV am modal Split.

Wenn es darum geht, den ADAC als kompetenten Beurteilungsverein
über das angebliche Fehlverhalten von Radfahrern oder den
angeblichen Nutzen von Fahrradhelmen zu zitieren, sind die
üblichen Poster stets gerne konform dabei.

Aber hier werden sie die Kompetenz des ADAC anzweifeln.

Dann kommen wieder die altbekannten Poster mit ihren
altbekannten Rechenmodellen mit 2 Cent/km. Wenn man einen
Gebrauchten für 3k€ kauft, der dann bereits seit 300.000 km
ohne nennenswerte Reparaturen und im Gegensatz zu allen
anderen Exemplaren diesen Typs nur 5 l/100 km an Sprit
verbraucht.

Wobei die Prius-Fahrer an der Sonnenblende ihren Energiehunger
stillen und den Überschuss als Biodiesel synthetisieren und
ihn kostenlos an die Nachbarn verteilen.

--
Manfred Albat
der computer rechnet, der mensch zählt!

Holger Schulz

unread,
Mar 10, 2012, 11:06:21 AM3/10/12
to
Thomas Schäfer <schaefe...@gmail.com> wrote:

> Wie üblich wurde auch der externe Nutzen ausgeblendet.

So etwas wie der gemeinsame morgendliche Stau?

hs

Siegfried Schmidt

unread,
Mar 10, 2012, 12:46:16 PM3/10/12
to
Holger Schulz schrieb:

> So etwas wie der gemeinsame morgendliche Stau?

Du solltest mal wieder Bahnfahren, dann bräuchtest du nicht so dumm zu
fragen.

Siegfried


Ralf Bosselmann

unread,
Mar 10, 2012, 1:46:34 PM3/10/12
to
Am 09.03.2012 22:35, schrieb Ervin Peters:
> Der ADAC hat in einer Pressemitteilung die Kosten von Autos für ihre
> Halter/Fahrer bei 15.000km/a beziffert:
>
> ab 26,2ct/km für einen Kleinwagen bis 1,08€ für einen sparsamen
> Oberklassewagen (3.0l Diesel). Die üblichen Vertreter Autos liegen bei
> 60-80ct/km.

Und wie üblichen wurden Werte genommen, die einen Vergleich ermöglichen
sollen. Nicht mehr und nicht weniger. Für die Mehrheit treffen andere,
oft günstigere, Bedingungen zu.

> Wie üblich wurden die externen (sozialisierten) Gemein- und Folgekosten
> ausgeblendet - bei im Mittel unter 50% Anteil des mIV am modal Split.

Wen interessiert das auch?

Ralf

Ralf Bosselmann

unread,
Mar 10, 2012, 1:50:40 PM3/10/12
to
Am 10.03.2012 09:52, schrieb Manfred Albat:

> Aber hier werden sie die Kompetenz des ADAC anzweifeln.

Nö. Zum Vergleich der Modelle passt das schon ganz gut.
Für die real zu erwartenden Kosten muss man halt selbst mal
rechnen.

Ralf



Holger Schulz

unread,
Mar 10, 2012, 2:50:54 PM3/10/12
to
Siegfried Schmidt <usen...@shivasoft.de> wrote:

> Du solltest mal wieder Bahnfahren, dann bräuchtest du nicht so dumm zu
> fragen.

Am Freitag bin ich mit der Bahn gefahren. Da war kein Stau. Meintest du
das?

hs
Message has been deleted

Andreas Cammin

unread,
Mar 12, 2012, 5:24:34 AM3/12/12
to
Am 10.03.2012 09:52, schrieb Manfred Albat:

> Dann kommen wieder die altbekannten Poster mit ihren
> altbekannten Rechenmodellen mit 2 Cent/km. Wenn man einen
> Gebrauchten für 3k€ kauft, der dann bereits seit 300.000 km
> ohne nennenswerte Reparaturen und im Gegensatz zu allen
> anderen Exemplaren diesen Typs nur 5 l/100 km an Sprit
> verbraucht.

Oder man rechnet den durchschnittlichen Bestands-PKW, einen 8 Jahre
alten Kompaktwagen mit knapp 3stelliger PS-Zahl. Dann kommt man auf
irgendwas um 15ct und kommt der Realität näher als beide Extreme...

Andreas

Andreas Cammin

unread,
Mar 12, 2012, 5:21:22 AM3/12/12
to
Am 10.03.2012 20:50, schrieb Holger Schulz:

>> Du solltest mal wieder Bahnfahren, dann bräuchtest du nicht so dumm zu
>> fragen.
>
> Am Freitag bin ich mit der Bahn gefahren. Da war kein Stau. Meintest du
> das?

Am Freitag bin ich mit dem Auto gefahren. Da war kein Stau. Mein Auto
fuhr auch absolut pünktlich, war angenehm klimatisiert und ich hatte
einen Sitzplatz.

Andreas

Christoph Maercker

unread,
Mar 12, 2012, 8:29:13 AM3/12/12
to
Arne Luft wrote:
> Ich wohne an einer Durchgangsstraße. Wo muß ich meine monetarisierten
> Lärmertragungskosten in gefühlter Höhe von 250.000 € pro Jahr geltend
> machen?

Mit oder ohne Motorräger am Wochenende?
Wieviele Rettungswagen|Straßenbahnen|Hubschrauber ... pro Tag?
--


CU Christoph Maercker.

Transport + Sport = Radfahren

Christoph Maercker

unread,
Mar 12, 2012, 8:31:54 AM3/12/12
to
Ralf Bosselmann wrote:
> Und wie üblichen wurden Werte genommen, die einen Vergleich ermöglichen
> sollen. Nicht mehr und nicht weniger. Für die Mehrheit treffen andere,
> oft günstigere, Bedingungen zu.

Als da wären?

>> Wie üblich wurden die externen (sozialisierten) Gemein- und Folgekosten
>> ausgeblendet - bei im Mittel unter 50% Anteil des mIV am modal Split.
>
> Wen interessiert das auch?

Niemanden, der nicht an der Staatsverschuldung beteiligt wird.

Ervin Peters

unread,
Mar 12, 2012, 8:47:49 AM3/12/12
to
Am Mon, 12 Mar 2012 13:31:54 +0100 schrieb Christoph Maercker:

> Ralf Bosselmann wrote:
>>> Wie üblich wurden die externen (sozialisierten) Gemein- und
>>> Folgekosten ausgeblendet - bei im Mittel unter 50% Anteil des mIV am
>>> modal Split.
>>
>> Wen interessiert das auch?
>
> Niemanden, der nicht an der Staatsverschuldung beteiligt wird.

Auch interessiert es die meist nicht, die gern ihren Anteil an den
globalen Umweltproblemen und Beeinträchtigungen 'der Anderen' ignorieren,
weil er ja soooo klein ist. Oder sie eh bald ableben "nach mir die Sin[n|
t]flut"

Aber wie war das? Viele kleine Tautropfen ergeben den reissenden Fluß,
das schäumende Meer und den Tsunami.

Arno Welzel

unread,
Mar 12, 2012, 10:10:59 AM3/12/12
to
Wie definierst Du beim Auto "absolut pünktlich"? Legst Du eine exakte
Abfahrts- und Ankunftszeit fest, an der Du das misst? Klar - wenn man
großzügig plant und z.B. für eine Strecke, die in 60 Minuten machbar
ist, sicherheitshalber 90 Minuten einplant, ist es auch kein Kunststück,
dabei "absolut pünktlich" zu sein.

Am Sonntag bin ich mit Bahn von Paris nach Augsburg gefahren - da war
auch kein Stau, ich habe unterwegs ein Essen serviert bekommen (im
Fahrpreis inbegriffen) und konnte ohne Fahrtunterbrechung die Toilette
benutzen und ein bisschen im Zug spazieren gehen oder meinen Laptop
benutzen. Das Ganze mit einmal umsteigen und ich hatte überall einen
Sitzplatz.

Klar - wenn man als Pendler morgens genau den Zug nimmt, den gefühlte
1000 andere Leute auch nutzen, ist es nervig. Ebenso, wenn der Zug
gefühlt jeden zweiten Tag unpünktlich ist. Aber in Augsburg ist der
Straßenverkehr im Stadtbereich zu den Hauptverkehrszeiten morgens und
abends an manchen Ecken auch kaum mehr als Schritttempo und ich komme da
mit dem Fahrrad schneller voran, als Kollegen mit dem eigenen Auto
(mehrfach ausprobiert).

Zum Thema "pünktliche Bahn":

<http://www.sueddeutsche.de/thema/Bahn-Versp%C3%A4tungen>
<http://zugmonitor.sueddeutsche.de>

Zum Thema "Bahnfahren" allgemein:

<http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/interview-mit-bahnexperten-was-geschehen-muss-damit-mehr-deutsche-bahn-fahren-1.1304412>




--
Arno Welzel
http://arnowelzel.de
http://de-rec-fahrrad.de

Siegfried Schmidt

unread,
Mar 12, 2012, 11:28:43 AM3/12/12
to
Arno Welzel schrieb:

> Klar - wenn man
> großzügig plant und z.B. für eine Strecke, die in 60 Minuten machbar
> ist, sicherheitshalber 90 Minuten einplant, ist es auch kein
> Kunststück, dabei "absolut pünktlich" zu sein.

30 Minuten Reserve sind bei einem vorlaufenden Verkehrsmittel mit 30
Minuten Takt keine Pünktlichkeitsgarantie fürs Ziel, sondern schon
notwendig nur um einigermassen sicher den Gültigkeitsbeginn der
eigentlichen Fahrkarte zu erreichen.

> Klar - wenn man als Pendler morgens genau den Zug nimmt, den gefühlte
> 1000 andere Leute auch nutzen, ist es nervig. Ebenso, wenn der Zug

Und wie siehts wohl in dem Zug aus, wenn nur 5% der parallel im Stau
stehenden Autofahrer auf die Idee kommen, ihre Karre stehen zu lassen und
diesen auch zu benutzen?

> Zum Thema "Bahnfahren" allgemein:
>
> <http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/interview-mit-bahnexperten-was-g
> eschehen-muss-damit-mehr-deutsche-bahn-fahren-1.1304412>

Ich fühle mich beim allgemeinen Thema Bahnfahren nicht im geringsten durch
Erfahrungen und Bedürfnisse eines erster Klasse Kilometerfressers
vertreten.

Siegfried

Thomas Schäfer

unread,
Mar 12, 2012, 11:54:13 AM3/12/12
to
On 12 Mrz., 15:10, Arno Welzel <use...@arnowelzel.de> wrote:

> Wie definierst Du beim Auto "absolut pünktlich"?

Wie wäre es mit "nichts verpasst"!?
Weder evtl. Anschlüsse noch Termine.

Bei der "Definition" ist auch egal, ob Fahrrad oder Flugzeug.

> Klar - wenn man
> großzügig plant und z.B. für eine Strecke, die in 60 Minuten machbar
> ist, sicherheitshalber 90 Minuten einplant, ...

Bei welchem Verkehrsmittel würde man die "machbare Zeit" zugrunde
legen?
Oder doch lieber mit Durchschnittszeit und möglicher Abweichung je
nach
deren Wahrscheinlichkeit und Folgewirkungen kalkulieren!?

MfG
Thomas

Christoph Maercker

unread,
Mar 12, 2012, 1:00:08 PM3/12/12
to
Arne Luft wrote:
> Ich wohne an einer Durchgangsstraße. Wo muß ich meine monetarisierten
> Lärmertragungskosten in gefühlter Höhe von 250.000 € pro Jahr geltend
> machen?

Mit oder ohne Motorräder am Wochenende?
Wieviele Rettungswagen|Straßenbahnen|Hubschrauber ... pro Tag?

Arne Luft

unread,
Mar 12, 2012, 1:28:07 PM3/12/12
to
On Mon, 12 Mar 2012 18:00:08 +0100, Christoph Maercker
<Zwei...@gmx-topmail.de> wrote:

>Arne Luft wrote:
> > Ich wohne an einer Durchgangsstraße. Wo muß ich meine monetarisierten
> > Lärmertragungskosten in gefühlter Höhe von 250.000 € pro Jahr geltend
> > machen?
>
>Mit oder ohne Motorräder am Wochenende?

Mit. Ich bin großzügig.

>Wieviele Rettungswagen... pro Tag?

Das ist saisonabhängig. Aber das muß imho ertragen werden aus
Verpflichtung der Gemeinschaft gegenüber.

LKWs fahren auch durch, um Maut zu sparen, wenn sie von einer Autobahn
auf die andere wechseln. Insofern stünde mir ein Teil der Maut zu,
solange das anhält mangels Bundesstraßenmaut, nicht wahr?

Arne Luft

unread,
Mar 12, 2012, 1:30:23 PM3/12/12
to
On Sat, 10 Mar 2012 07:43:22 +0000 (UTC), Ervin Peters
<ervin....@ervnet.de> wrote:

>Am Sat, 10 Mar 2012 00:20:47 +0100 schrieb Arne Luft:
>
>> On Fri, 9 Mar 2012 21:35:36 +0000 (UTC), Ervin Peters
>> <ervin....@ervnet.de> wrote:
>>
>>>Wie üblich wurden die externen (sozialisierten) Gemein- und Folgekosten
>>>ausgeblendet - bei im Mittel unter 50% Anteil des mIV am modal Split.
>>
>> Ich wohne an einer Durchgangsstraße. Wo muß ich meine monetarisierten
>> Lärmertragungskosten in gefühlter Höhe von 250.000 ? pro Jahr geltend
>> machen?
>
>Frage Deine Politiker, in der Nähe beginnende, wie sie das Regeln wollen.

Wir haben die sogar schon in einer Gemeinschaftaktion zur Überraschung
der 60 Jahre lang im Kreis vorherrschenden Klungelpartei ausgetauscht.
Es hat nicht geholfen. Das Problem sitzt in Berlin.

K. Huller

unread,
Mar 12, 2012, 1:39:10 PM3/12/12
to
Thomas Schäfer wrote:
>
> Bei welchem Verkehrsmittel würde man die "machbare Zeit" zugrunde
> legen?
> Oder doch lieber mit Durchschnittszeit und möglicher Abweichung je
> nach
> deren Wahrscheinlichkeit und Folgewirkungen kalkulieren!?
>
Eine Bahn sollte auf 90%-95% Anschlußsicherheit und Pünktlichkeit (3-5 Min.)
kommen können. Wenn man dann noch Zugfolgen von 5-15 min. hat, reicht eine
Viertelstunde Puffer für praktisch 100% Ankunftssicherheit. Kommt eine Bahn
hinsichtlich ihrer Zuverlässigkeit nicht auf dieses Niveau, verspielt sie
einen wesentlichen Systemvorteil.

Daß es praktisch geht, sieht man hier (keine Seite der Bahn, sondern eines
Konsumentenverbandes)
http://www.rover.nl/index.php/actueel/persberichten/g-persbericht-
archief/211-klantoordeel-over-ns-blijft-achter-bij-prestaties-2011.html

und über mehrere Jahre:
http://www.rover.nl/images/120309_bijlage_bij_persbericht_locov_over_kto_ns_2011-4.pdf

Man braucht auch keinen übermäßigen Aufwand dafür, jedenfalls nicht mehr
Aufwand, als in Deutschland getrieben wird. Sondern man braucht in erster
Linie gesunden Menschenverstand und Systemdenken.

Daß die Schweiz so viel Geld in ihr Bahnsystem steckt, hat andere Gründe. Es
geht vor allem in
- mehrfache (verglichen mit D) Beförderungsleistung pro Einwohner
- Güterverkehr
- aktuelle Großbaustellen (Alpentunnels)
- Flächendeckung bis in dünnbesiedelte Regionen, wo man hier schon nach
Bussen mühsam suchen müßte
und natürlich in Qualität rundum, aber die ist für hohe Zuverlässigkeit
überall nötig.

Gruß
Knut

Holger Schulz

unread,
Mar 12, 2012, 2:32:45 PM3/12/12
to
Andreas Cammin <a...@moregothic.ath.cx> wrote:

> Am Freitag bin ich mit dem Auto gefahren. Da war kein Stau.

Och, schade. Tut mir leid für dich.

hs

Siegfried Schmidt

unread,
Mar 12, 2012, 3:03:02 PM3/12/12
to
K. Huller schrieb:

> Eine Bahn sollte auf 90%-95% Anschlußsicherheit und Pünktlichkeit (3-5
> Min.) kommen können. Wenn man dann noch Zugfolgen von 5-15 min. hat,
> reicht eine Viertelstunde Puffer für praktisch 100%
> Ankunftssicherheit.

Mit Nahverkehr im Vorlauf und Zugbindung im Fernverkehr kann ein
Anschlussverlust einem Fahrkartenverlust bedeuten. Was nutzt 100%
Ankunftsicherheit am Fernziel, wenn du ohne Fahrkarte dastehst?


Siegfried

Manfred Albat

unread,
Mar 12, 2012, 3:08:29 PM3/12/12
to
Was ist in der Zeit davor? Jeder Wagen beginnt als Neuwagen.
Diese Kosten sind vernachlässigbar oder nicht existent, weil
jemand anderer sie bezahlte?

Und wieso soll ich einen Kompaktwagen fahren? Wenn schon, dann
will ich ein *richtiges* Auto. Das einem Fahrkomfort nicht nur
im Hochglanzprospekt bietet. Ein 8jähriger Kompaktwagen schädigt
mein Gehör und vermittelt mir viel zu viel Intimität mit der
Fahrbahnoberfläche. Wenn ich sowas haben will, nehme ich lieber
einen Bentley V8 oder V12 Roadster... 8^>

Ralf Bosselmann

unread,
Mar 12, 2012, 3:16:42 PM3/12/12
to
Am 12.03.2012 13:31, schrieb Christoph Maercker:
> Ralf Bosselmann wrote:
>> Und wie üblichen wurden Werte genommen, die einen Vergleich ermöglichen
>> sollen. Nicht mehr und nicht weniger. Für die Mehrheit treffen andere,
>> oft günstigere, Bedingungen zu.
>
> Als da wären?

Ich kenne z.B. keinen der einen Neuwagen zum Listenpreis kaufen würde.
Auch sind die Versicherung IIRC mit 100% gerechnet, die Mehrheit dürfte
günstiger fahren. Und es lassen sich mit Sicherheit noch andere Faktoren
finden.

Ralf

K. Huller

unread,
Mar 12, 2012, 4:49:38 PM3/12/12
to
Siegfried Schmidt wrote:
>
> Mit Nahverkehr im Vorlauf und Zugbindung im Fernverkehr kann ein
> Anschlussverlust einem Fahrkartenverlust bedeuten. Was nutzt 100%
> Ankunftsicherheit am Fernziel, wenn du ohne Fahrkarte dastehst?
>
Das ist aber kein Problem der 'Bahn' als technisches System, sondern ein
Problem der Organisation der 'DeutschenBahn' als FeudalSystem mit einer
scharfen Trennung zwischen Zügen für Adelige und Zügen für Untertanen. Im
etwas fortgeschritteneren Westeuropa kommt derartiges nicht vor.

Gruß
Knut

HC Ahlmann

unread,
Mar 12, 2012, 6:49:12 PM3/12/12
to
Andreas Cammin <a...@moregothic.ath.cx> wrote:

> Mein Auto fuhr auch absolut pünktlich,

Was soll uns das sagen?
Ein Fahrzeug oder Flugzeug beginnt und beendet seine Reise "absolut
pünktlich", wenn es zu im Fahrplan vorbestimmten Zeiten an einem
ebenfalls vorbestimmten Ort ist. Bei der viel gescholtenen Bahn gilt
alles in einem Zeitfenster von 4 Minuten (IIRC) als pünktlich und
schließt Langläufe Hamburg-München ein. Beim Auto war auf BS-WHV vor
zwanzig Jahren ein Zeitfenster von 15 Minuten bei 3,5h Fahrdauer ein
sehr guter Wert.
Bist Du wirklich nach Fahrplan minutengenau abgefahren und minutengenau
angekommen, hast nur zu vorbestimmten Zeiten angehalten?
--
Munterbleiben
HC

<http://hc-ahlmann.gmxhome.de/> Bordkassen, Kochen an Bord, Törnberichte

Christoph Maercker

unread,
Mar 13, 2012, 4:09:37 AM3/13/12
to
Arne Luft wrote:
>> Mit oder ohne Motorräder am Wochenende?
> Mit. Ich bin großzügig.

Also gleiche Situation wie hier. Dann sind 250 kEUR eine berechtigte
Forderung. :-)

>> Wieviele Rettungswagen... pro Tag?
>
> Das ist saisonabhängig. Aber das muß imho ertragen werden aus
> Verpflichtung der Gemeinschaft gegenüber.

Sehe ich auch so. Deswegen habe ich von der Stadtverwaltung *nur* eine
Sperrung für Krawallräder gefordert. Da sich in der Straße sowohl ein
Pflegeheim als auch ein Krankenhaus befinden, ist das völlig konform mit
§ 45 (1a), Punkt 5 StVO. Wurde abgelehnt, obwohl es sich zu >> 90% um
reinen Freizeitverkehr handelt.

> LKWs fahren auch durch, um Maut zu sparen, wenn sie von einer Autobahn
> auf die andere wechseln. Insofern stünde mir ein Teil der Maut zu,
> solange das anhält mangels Bundesstraßenmaut, nicht wahr?

Nimm doch Wegezoll!

Andreas Cammin

unread,
Mar 13, 2012, 4:34:16 AM3/13/12
to
Am 12.03.2012 23:49, schrieb HC Ahlmann:
> Andreas Cammin<a...@moregothic.ath.cx> wrote:
>
>> Mein Auto fuhr auch absolut pünktlich,
>
> Was soll uns das sagen?

Ungefähr dasselbe wie die Aussage meines Vorposters.

> Bist Du wirklich nach Fahrplan minutengenau abgefahren und minutengenau
> angekommen, hast nur zu vorbestimmten Zeiten angehalten?

Du wirst lachen, nach meinem Arbeitsweg kannst du wirklich die Uhr
stellen. Ich fahre immer zur selben Zeit los, sammele minutengenau
meinen Arbeitskollegen ein, der auf halber Strecke wohnt und komme
minutengenau bei der Firma an. Und das bei 45km Arbeitsweg...

Andreas

Andreas Cammin

unread,
Mar 13, 2012, 4:43:10 AM3/13/12
to
Am 12.03.2012 20:08, schrieb Manfred Albat:

> Was ist in der Zeit davor? Jeder Wagen beginnt als Neuwagen.
> Diese Kosten sind vernachlässigbar oder nicht existent, weil
> jemand anderer sie bezahlte?

Nein. Das durchschnittliche Bestandsauto zugrunde zu legen erscheint mir
lediglich als ein sinnvollerer Ansatz, wenn wir über durchschnittliche
Autokosten reden, als die 20%, die einen höchstens dreijährigen fahren,
wobei davon mehr als die Hälfte eh als Firmenwagen laufen dürften.

Andreas

Johann Mayerwieser

unread,
Mar 13, 2012, 5:29:31 AM3/13/12
to
Andreas Cammin schrieb:

> Du wirst lachen, nach meinem Arbeitsweg kannst du wirklich die Uhr
> stellen. Ich fahre immer zur selben Zeit los, sammele minutengenau
> meinen Arbeitskollegen ein, der auf halber Strecke wohnt und komme
> minutengenau bei der Firma an. Und das bei 45km Arbeitsweg...


So lange ich mit dem Auto in die Arbeit fuhr, war das bei mir genau so,
egal ob jetzt 10 km Arbeitsweg oder 80 km - so lange nichts
außergewöhnliches war - dann war die Ankunftszeit unsicher und konnte
(bei 80 km) durchaus ein Stunde später sein. Wenn ich diese Strecken mit
der Ubahn (die kürzere) oder Bahn (die längere) gefahren bin, hatte ich
auch Störungen, aber die waren wesentlich seltener als beim Auto.
Die längere Strecke bin ich bis vor 4 Jahren gefahren, einfach weil ich
schneller war. Schneller war ich aber nur, weil meine Arbeitsstelle
direkt an einer Autbahnabfahrt in einer Großstadt war, hätte ich noch
einige Kilometer in der Stadt fahren müssen, wäre die Zeit rasant
angewachsen.

Bei den heutigen Benzinpreisen wäre das Auto keine Alternative für einen
täglichen 80 km-Weg zur Arbeit.

Hannes

--
Die Diktatur des Kapitalismus Marktwirtschaft zu nennen ist der gleiche
Euphemismus mit dem die Bonzendiktatur der Kommunisten als Sozialismus
bezeichnet wurde. - Andreas Bockelmann in dafa
Für PN Reply-Adresse verwenden und "usenet" im Betreff einfügen.

K. Huller

unread,
Mar 13, 2012, 6:39:24 AM3/13/12
to
HC Ahlmann wrote:
>
> Was soll uns das sagen?
> Ein Fahrzeug oder Flugzeug beginnt und beendet seine Reise "absolut
> pünktlich", wenn es zu im Fahrplan vorbestimmten Zeiten an einem
> ebenfalls vorbestimmten Ort ist. Bei der viel gescholtenen Bahn gilt
> alles in einem Zeitfenster von 4 Minuten (IIRC) als pünktlich und
> schließt Langläufe Hamburg-München ein. Beim Auto war auf BS-WHV vor
> zwanzig Jahren ein Zeitfenster von 15 Minuten bei 3,5h Fahrdauer ein
> sehr guter Wert.
>
Beim 15-min-Kriterium ist die DB mittlerweile für Langstrecken (ICE, IC)
auch angekommen und damit weit hinter den meisten europäischen Bahnen zurück
(kann sein, daß die griechische oder albanische noch großzügiger ist). Beim
Nahverkehr traut man sich noch 6 min. als Kriterium zu:

Die Kriterien gibts hochoffiziell hier:
http://www.bahn.de/p/view/buchung/auskunft/puenktlichkeit_personenverkehr.shtml
und aktuelle Daten gibts hier:
http://zugmonitor.sz.de/

Der Unterschied zwischen 4 min. und 15 min. Verspätung ist, daß im zweiten
Fall so gut wie alle planmäßigen Anschlüsse platzen. Der Unterschied zum
Auto ist dann, daß sich die Gesamtreisezeit erheblich mehr verlängert als um
15 min., im Regelfall um 1h, mit Pech auch um 2h.

Gruß
Knut

Christoph Maercker

unread,
Mar 13, 2012, 7:43:26 AM3/13/12
to
Ralf Bosselmann wrote:
> Ich kenne z.B. keinen der einen Neuwagen zum Listenpreis kaufen würde.

Manche rechnen sogar mit Gebrauchtwagenpreisen, ohne Reparaturen
versteht sich. ;-)

> Auch sind die Versicherung IIRC mit 100% gerechnet, die Mehrheit dürfte
> günstiger fahren. Und es lassen sich mit Sicherheit noch andere Faktoren
> finden.

Privat habe ich die Rechnung dereinst zu DDR-Zeiten gemacht. Damals wäre
mein halbes, zugegeben schmales, Jahresgehalt für den Trabbi
draufgegangen, wenn ich damit nur täglich zur Arbeit gefahren wäre (ca.
25km/Weg). Ganz so arg ist es heute nicht mehr, aber es kommt schon noch
etliches mehr zusammen als bei einer Kombi aus Öffis + Fahrrad.

Ralf Bosselmann

unread,
Mar 13, 2012, 3:08:32 PM3/13/12
to
Am 13.03.2012 12:43, schrieb Christoph Maercker:
> Ralf Bosselmann wrote:
>> Ich kenne z.B. keinen der einen Neuwagen zum Listenpreis kaufen würde.
>
> Manche rechnen sogar mit Gebrauchtwagenpreisen, ohne Reparaturen
> versteht sich. ;-)

Tja, ich rechne auch mit Gebrauchtpreisen. Aber dennoch mit Vollkosten
inkl. Finanzierung, Inspektionen, (Scheckheftgepflegt), Ersatzteilen
und Abschreibung.
An die vom ADAC ermittelten Kosten komme ich trotzdem nicht annähernd ran.

> mein halbes, zugegeben schmales, Jahresgehalt für den Trabbi
> draufgegangen, wenn ich damit nur täglich zur Arbeit gefahren wäre (ca.
> 25km/Weg). Ganz so arg ist es heute nicht mehr, aber es kommt schon noch

Du hast endlich ein angemessenes Gehalt ;-)
Das war kein Kostenproblem sondern ein Einnahmeproblem.

Ralf

Arno Welzel

unread,
Mar 14, 2012, 5:19:00 AM3/14/12
to
Am 12.03.2012 16:54, schrieb Thomas Schäfer:

> On 12 Mrz., 15:10, Arno Welzel<use...@arnowelzel.de> wrote:
>
>> Wie definierst Du beim Auto "absolut pünktlich"?
>
> Wie wäre es mit "nichts verpasst"!?
> Weder evtl. Anschlüsse noch Termine.

Dann ist die Bahn auch pünktlich. Ich kann die Gelegenheiten, wo ich
Anschlüsse wegen Verspätungen nicht bekommen in den letzten 4 Jahren an
einer Hand abzählen. Das ist auch nicht häufiger als Verspätungen wegen
Staus. Und bei keiner Gelegenheit habe ich deswegen Termine verpasst -
die plane ich aber auch nicht so, dass ich innerhalb von 15-30 Minuten
nach Ankunft beim Termin erscheinen muss.

> Bei der "Definition" ist auch egal, ob Fahrrad oder Flugzeug.

Dann plant man eben so, dass auch ein ggf. verpasster Anschluss kein
Problem wird. Wer seine Anreise so einplant, dass er nur dann pünktlich
ist, wenn es auf dem Weg keinerlei Verzögerungen gibt, ist selber schuld
- egal mit welchem Verkehrsmittel.

>> Klar - wenn man
>> großzügig plant und z.B. für eine Strecke, die in 60 Minuten machbar
>> ist, sicherheitshalber 90 Minuten einplant, ...
>
> Bei welchem Verkehrsmittel würde man die "machbare Zeit" zugrunde
> legen?

Mit "machbar" meine ich hier die Fahrt mit Individualverkehrsmittel ohne
außergewöhnliche Ereignisse - so wie bei der Bahn auch, die ja nicht an
jedem Bahnhof vorsorglich bei pünktlicher Ankunft immer 15 Minuten
wartet, damit sie ggf. bei Verspätungen von 5 oder 10 Minuten noch
pünktlich abfahren kann.

Das Problem verpasster Anschlüsse ist halt ein Kompromiss - würde jeder
Zug bei jedem Halt so lange warten, dass auch Verspätungen der
"Zulieferer" von 5-15 Minuten kein Problem sind, würde das bei
Verbindungen mit 3 oder 4 Zwischenstops fast eine Stunde mehr Fahrtzeit
verursachen - und das will auch wieder niemand.

> Oder doch lieber mit Durchschnittszeit und möglicher Abweichung je
> nach
> deren Wahrscheinlichkeit und Folgewirkungen kalkulieren!?

Und wer macht das - die Berechnung mit Wahrscheinlichkeiten? Und wie
soll das konkret aussehen? Stau wegen Totalsperrung der Autobahn nach
einem Unfall ist sehr unwahrscheinlich und die Verzögerung durch eine
Ausweichstrecke wird dann nur zu 10% eingeplant oder wie?

Arno Welzel

unread,
Mar 14, 2012, 5:20:48 AM3/14/12
to
Wenn "Nahverkehr" ebenfalls die Bahn ist - nein. Da ist die Zugbindung
automatisch aufgehoben, wenn man den Anschluss wegen Verspätung nicht
erreichen kann.

K. Huller

unread,
Mar 14, 2012, 7:04:44 AM3/14/12
to
Arno Welzel wrote:
>>
>> Mit Nahverkehr im Vorlauf und Zugbindung im Fernverkehr kann ein
>> Anschlussverlust einem Fahrkartenverlust bedeuten. Was nutzt 100%
>> Ankunftsicherheit am Fernziel, wenn du ohne Fahrkarte dastehst?
>
> Wenn "Nahverkehr" ebenfalls die Bahn ist - nein. Da ist die Zugbindung
> automatisch aufgehoben, wenn man den Anschluss wegen Verspätung nicht
> erreichen kann.
>
Was nichts daran ändert, daß er weg ist. Da das ziemlich häufig vorkommt,
und man im Regelfall nicht der einzige Fahrgast ist, kanns dann noch
passieren, daß man in nächsten Zug stehen darf. Oder gar wegen Überfüllung
nicht reinkommt oder daß er polizeilich auf vertretbares Maß geleert wird.

Und das Ticket verfällt, falls man für den ersten Teil der Strecke als
Stammkunde eine Zeitkarte hat, man für diesen Abschnitt nicht noch mal extra
neu bezahlt hat, und die S-Bahn ausfällt. Dann heißt es: 'Sie hatten ein
Ticket ab X Hbf um 11:27, Sie waren aber nicht rechtzeitig da, und sind
deshalb selber schuld.' Das ist die klassische Reaktion einer Obrigkeit: der
Pöbel stört nur außer dann, wenn er Abgaben oder Steuern abliefert. Übrigens
sollte man hier nicht von 'Bahn' reden, sondern von 'Deutscher Bahn AG'. Die
benachbarten Staatsbahnen kennen einen solchen Quatsch nicht und fahren
dafür pünktlich(er).

Gruß
Knut

Siegfried Schmidt

unread,
Mar 14, 2012, 5:37:13 PM3/14/12
to
Arno Welzel schrieb:

> Wenn "Nahverkehr" ebenfalls die Bahn ist - nein.

Wenn es getrennte Fahrkarten sind - doch.

> Da ist die Zugbindung
> automatisch aufgehoben, wenn man den Anschluss wegen Verspätung nicht
> erreichen kann.

Du vergisst, dass der Anteil von Zeit/Job/Semesterticketinhaber im
Nahverkehr in der Gegend von 90% liegt.


Siegfried


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