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Die Hitze der Antarktis: aus erlesenen Daten mit Sorgfalt komponiert

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Joern Abatz

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Dec 13, 2009, 9:28:36 PM12/13/09
to
Wer hat nicht dieses Bild noch im Kopf: die Antarktis, von unten her
gesehen, und gar nichts ist irgendwie blau. Der gesamte Westen ist
gefļæ½hrlich knallrot, aber auch alles andere ist zumindest leicht rosa:
http://www.3sat.de/nano/astuecke/130259/

Von den 110 Stationen auf dem Kontinent, welche 18 wurden auf den
Schienenstrang gelegt, um dieses zu beweisen:
http://savecapitalism.wordpress.com/2009/12/11/ghcn-antarctica-careful-selection-of-data/

Subject: can you replicate this?
http://wattsupwiththat.com/2009/12/13/frigid-folly-uhi-siting-issues-and-adjustments-in-antarctic-ghcn-data/

Jļæ½rn

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Florian Gross

unread,
Dec 26, 2009, 11:47:48 AM12/26/09
to
Peter Muehlbauer glaubte zu wissen:

> Und jedesmal auch noch die gleiche alte L�ge, und jedesmal ein paar Meter mehr
> zur Abschreckung.
>
> "Im mehr als zwei Millionen Jahre alten Eis sind etwa 25 bis 30 Millionen
> Kubikkilometer Wasser gebunden. W�rde es ins Meer flie�en, stiege der
> Meeresspiegel um 60 bis 80 Meter."
>
> Selbst wenn das ganze Eis dort schmilzt, steigt der Meeresspiegel um nicht
> mehr als ca. 20 Meter.
> Statt sich mal 5 Minuten hinzusetzen und das durchzurechnen, wird munter und
> gebetsm�hlenartig das geechot, was andere Deppen denen vorl�gen.

Ist in deiner Rechnung auch mit drin, da� sich der Kontinent ein wenig
anhebt, wenn die Last von dem Eis wegf�llt?

flo
--
L�blich,L�blich! Freut mich das es dir wieder gut geht. Ich dachte
schon man h�tte dich hier erschossen oder gar schlimmeres. [WoKo in dag�]

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Joern Abatz

unread,
Dec 27, 2009, 10:24:22 AM12/27/09
to
On Sun, 27 Dec 2009 05:03:57 +0100, Peter Muehlbauer wrote:

>> > Selbst wenn das ganze Eis dort schmilzt, steigt der Meeresspiegel um
>> > nicht mehr als ca. 20 Meter.
>> > Statt sich mal 5 Minuten hinzusetzen und das durchzurechnen, wird

>> > munter und gebetsmᅵhlenartig das geechot, was andere Deppen denen
>> > vorlᅵgen.
>>
>> Ist in deiner Rechnung auch mit drin, daᅵ sich der Kontinent ein wenig
>> anhebt, wenn die Last von dem Eis wegfᅵllt?
>
> Und um wieviel hebt er sich an, falls er sich anhebt, falls alles Eis
> wegschmilzt, irgendwann, in einigen zig-tausend Jahren?

Eis: Dichte 0.9
Fels: Dichte 5.5

Er dᅵrfte sich ungefᅵhr ein Sechstel so weit heben, wie das Eis vorher
ᅵber Wasser war. Der Anstieg des Meeresspiegels reduziert sich dadurch
wieder um ein Sechstel.

Jᅵrn

Christoph Müller

unread,
Dec 27, 2009, 11:22:19 AM12/27/09
to
Joern Abatz schrieb:

> Eis: Dichte 0.9
> Fels: Dichte 5.5
>
> Er dᅵrfte sich ungefᅵhr ein Sechstel so weit heben, wie das Eis vorher
> ᅵber Wasser war. Der Anstieg des Meeresspiegels reduziert sich dadurch
> wieder um ein Sechstel.

???

Da hebt sich das Land, das unter Eis lag. Damit sollte sich das
Meeresvolumen aber doch reduzieren. Wohin soll das Wasser laufen? Wenn's
keinen Gully gibt (in dieser Grᅵᅵenordnung kenne ich keinen), wird halt
der Wasserstand (=Meeresspiegel) hᅵher werden. Auch dann, wenn sich das
Land, das unter Eis lag, hebt und sich dort die Ufergrenzen nach auᅵen
verschieben.

--
Servus
Christoph Mᅵller
http://www.astrail.de

Carla Schneider

unread,
Dec 27, 2009, 2:12:09 PM12/27/09
to
Christoph M�ller wrote:
>
> Joern Abatz schrieb:
>
> > Eis: Dichte 0.9
> > Fels: Dichte 5.5
> >
> > Er d�rfte sich ungef�hr ein Sechstel so weit heben, wie das Eis vorher
> > �ber Wasser war. Der Anstieg des Meeresspiegels reduziert sich dadurch

> > wieder um ein Sechstel.
>
> ???
>
> Da hebt sich das Land, das unter Eis lag. Damit sollte sich das
> Meeresvolumen aber doch reduzieren. Wohin soll das Wasser laufen?

Das ganze ist komplizierter.
Das Land d.h. die Kontinente schwimmen ja sozusagen im Erdmantel,
weil sie aus Material geringerer Dichte bestehen. Das Wasser in
den Ozeanen hilft dabei, weil es noch zusaetzlich auf den Meeresboden
drueckt. Wenn man jetzt eine Insel mit Gebirge drauf durch
beschweren nach unten drueckt, steigt der Meeresboden auf der Welt
entsprechend an , bzw. sinkt ab wenn das Land wieder herauskommt.
Allerdings sinken die anderen Kontinente dann mit ab weil sie
ja ebenso im Erdmantel schwimmen ....
Einen Einfluss gibt es aber: Wenn der Meeresspiegel steigt wird
auch der Druck am Meeresboden hoeher, was effektiv die Kontinente weiter
nach oben drueckt. Das fuehrt dazu, dass das Wasser nicht so hoch
steigt wie es rein rechnerisch nach der Volumenzunahme waere,
wenn man Kontinente und Meeresboden als starr annimmt.
Eigentlich muesste das schon lange mal jemand ausgerechnet haben,
es ist auf jedenfall nicht so trivial dass man es sofort sieht.

> Wenn's
> keinen Gully gibt (in dieser Gr��enordnung kenne ich keinen), wird halt
> der Wasserstand (=Meeresspiegel) h�her werden. Auch dann, wenn sich das
> Land, das unter Eis lag, hebt und sich dort die Ufergrenzen nach au�en
> verschieben.

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Joern Abatz

unread,
Dec 27, 2009, 11:29:45 PM12/27/09
to
On Mon, 28 Dec 2009 02:36:30 +0100, Wolfgang Schwanke wrote:

>> Er dᅵrfte sich ungefᅵhr ein Sechstel so weit heben, wie das Eis vorher
>> ᅵber Wasser war.
>

> Quatsch. Der Festlandsockel schwimmt nicht im Wasser, weiᅵtu.

Die Kontinentalscholle schwimmt auf dem Magma des Erdmantels. Wenn oben
ein Gewicht von ihr abgenommen wird, kommt sie hᅵher raus.

Gestatte mir bitte eine kleine Rᅵckmeldung zu deinem Schreibstil.

Du wᅵrzt deine Postings mit Grobheiten. Du denkst wahrscheinlich, daᅵ
das witzig rᅵberkommt, tut es aber nicht. Bei mir verlierst du fᅵr jedes
Schimpfwort einen Punkt. Sobald dein Score unter Null geht, verschwindest
du aus meinem Wahrnehmungshorizont. (Genauso wie ein im Meer versinkender
Kontinent, womit wir wieder beim Thema wᅵren.)

Jᅵrn

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Carla Schneider

unread,
Dec 29, 2009, 8:12:18 AM12/29/09
to
"Ralf . K u s m i e r z" wrote:
>
> X-No-Archive: Yes
>
> begin quoting, Joern Abatz schrieb:
>
> >>> Er d�rfte sich ungef�hr ein Sechstel so weit heben, wie das Eis vorher
> >>> �ber Wasser war.
> >> Quatsch. Der Festlandsockel schwimmt nicht im Wasser, wei�tu.

> > Die Kontinentalscholle schwimmt auf dem Magma des Erdmantels. Wenn oben
> > ein Gewicht von ihr abgenommen wird, kommt sie h�her raus.
> > Gestatte mir bitte eine kleine R�ckmeldung zu deinem Schreibstil.
> > Du w�rzt deine Postings mit Grobheiten. Du denkst wahrscheinlich, da�
> > das witzig r�berkommt, tut es aber nicht. Bei mir verlierst du f�r jedes

> > Schimpfwort einen Punkt. Sobald dein Score unter Null geht, verschwindest
> > du aus meinem Wahrnehmungshorizont. (Genauso wie ein im Meer versinkender
> > Kontinent, womit wir wieder beim Thema w�ren.)
>
> Da hat der Herr Schwanke ausnahmsweise mal vollkommen recht, und schon
> bist Du eingeschnappt...
>
> Es sind drei Dichten und zwei Schichtdicken bzw. Volumina zu
> betrachten: Die Dichte des Erdmantels (das ist kein Magma, sondern
> festes Gestein - es "flie�t" aufgrund der hohen Spannungen darin,
> nicht, weil es, wie das viel leichtere Magma, glutfl�ssig w�re), die
> etwas niedrigere Dichte der darauf "schwimmenden" Kontinentalscholle,
> sowie die Dichte(n) des Eises bzw. des Wassers, und au�erdem die
> Schichtdicke des Inlandeises sowie die H�henzunahme des
> Meeresspiegels, wenn das abschmelzen sollte.
>
> Die Landhebung ist umso gr��er, je geringer der Dichteunterschied
> zwischen Tiefengestein und Deckschicht ist - im worst case also null,
> dann ergibt sich der Anstieg aus der Differenz zwischen Eisdichte und
> Gesteinsdichte. Sollte also die Eisschicht 1000 m dick sein und das
> Dichteverh�ltnis 5:1, dann w�rde sich das Land langfristig um ca. 200
> m heben.
>
> Wenn dabei der Meeresspiegel um 50 m stiege, dann w�rde sich der
> Meeresboden ein wenig absenken - das macht den Kohl nicht fett.
>
> Man kann sich das ziemlich einfach anhand eines Modells �berlegen:
>
> Man nehme ein Becken, gef�llt mit einer schweren Fl�ssigkeit (dem
> "Gestein"), sagen wir: Quecksilber. Darin schwimmt ein gro�er flacher
> Schwimmer mit hoher Dichte, z. B. aus Blei, der auf der Oberseite eine
> Sch�ssel tr�gt, gef�llt mit einem Eisklotz. Auf der
> Quecksilberoberfl�che befindet sich noch eine dicke Wasserschicht, aus
> der der Bleischwimmer oben rausragt. Und dann nimmt man den Eisklotz
> vom Bleischwimmer runter und l��t ihn im Wasser schwimmen - es sollte
> auch mit Schulkenntnissen m�glich sein, daraus die ver�nderte
> Schichtdicke des Wassers auszurechnen.
> Und dann noch die korrekten
> Werte aus der Geologie einsetzen, und voila...

Und was kommt dabei heraus ?
Ausprobieren kann man es schlecht, ein Aquarium mit Quecksilber fuellen
und Blei drin schwimmen lassen ist kein Experiment was jemand von uns
im Badezimmer machen kann - Blei ist vielleicht in Quecksilber loeslich...
Also bleibt nur das ausrechnen:
Ein schwimmender Koerper verdraengt soviel Fluessigkeit
wie er selbst wiegt, das gilt auch fuer das Schwimmen in zwei verschiedenen
Fluessigkeiten. Nehmen wir an der Schwimmkoerper hat ueber seine Flaeche
konstante Dicke und Dichte, damit man es leichter rechnen kann.
Wir haben also 3 Dichten in aufsteigender Reihenfolge d1 d2 und d3,
und der Schwimmkoerper haette eine Dicke h.
Es befindet sich vom Schwimmkoerper die stecke h3 eingetaucht in die schwere
Fluessigkeit mit Dichte d3 und die strecke h1 in die leichte Fluessigkeit
mit Dichte d1, dann gilt h*d2 = h3*d3+h1*d1 .
Der Wasserspiegel am Schwimmkoerper ist h1+h3,
h3 = (h*d2-h1*d1)/d3 .

Wenn man h3 nach h1 ableitet bekommt man -d1/d3 heraus.
Der Wasserspiegel am Schwimmkoerper ist h3+h1, des Wasserspiegels
nach h1 also 1-d1/d3 .

D.h die erhoehung des absoluten Wasserspiegels h1 um 1m erhoeht
h1+h3 um 1m* (1-d1/d3).

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Ingo Menger

unread,
Dec 31, 2009, 8:47:06 AM12/31/09
to
On 29 Dez., 14:12, Carla Schneider <carla_...@yahoo.com> wrote:
> "Ralf . K u s m i e r z" wrote:

> Ausprobieren kann man es schlecht, ein Aquarium mit Quecksilber fuellen
> und Blei drin schwimmen lassen ist kein Experiment was jemand von uns
> im Badezimmer machen kann

Doch, Ralf kann das!
Sollten Quecksilber und Blei nicht reichen, und man braucht noch was
pulverförmiges in dem Experiment, wie wäre es mit etwas Asbeststaub,
Arsen oder Rattengift?

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