Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

Wie geht es in Japan jetzt weiter mit dem Atom

4 views
Skip to first unread message

Arne Luft

unread,
Jun 15, 2013, 10:25:33 PM6/15/13
to

In Japan sind nächsten Monat Wahlen zum Oberhaus. Die regierende LDP
von Shinzo Abe läßt bei ihrem aktuellen Wahlkampf keinen Zweifel
daran, das sie beabsichtigt, die AKWs des Landes wieder hochzufahren.

Ursprünglich hatte die LDP nicht vor, die AKWs allzusehr in den
Vordergrund ihres Wahlkampes zu stellen. Sie hat jedoch in
Übereinstimmung mit der nationalen Wachstumspolitik, die Abe begonnen
hat, auch die Notwendigkeit des Wiederanfahrens der AKWs betont, um
die Ausgaben für Energieimporte zu verringern, um die
Wirtschaftlichkeit der heimischen Industrie zu stärken.

Es wurde jedoch klargestellt, das die Reaktoren nur in Übereinstimmung
mit den neuen Sicherheitsrichtlinien wieder hochgefahren werden.

Die Änderung der japanischen Energiepolitik, die mit der Regierung Abe
einhergeht, findet auch im Energieweisbuch seinen Niederschlag.

So wird der geplante Ausstieg aus der Atomkraft, wie ihn die
abgewählte Vorgängerregierung bis 2030 plante, mit keinem Wort
erwähnt. Stattdessen spricht es davon, das jene Vorgängerregierung die
Abhängigkeit Japans von der Atomkraft zu verringern vorgeschlagen hat
und deshalb andere Energieerzeugungsformen fördern wollte.


Zur Zeit laufen nur zwei von 50 AKWs in Japan. Beide gehören der
Kansai Electric und Power Co.

Diese Firma ist es auch, welche einen Antrag stellte, zwei weitere
ihrer AKWs hochfahren zu dürfen. Beide Anlagen und auch derjenige, den
die Shikoku Electric anfahren will, wird mit Plutonium-Mischoxid
betrieben. Von diesem haben die Japaner mehr als genug vorrätig und es
ist noch mehr davon unterwegs aus Frankreich.

Nach eigenen Angaben sitzt Japan auf 45 to Plutonium. Die irdische
Staatengemeinschaft sieht das gar nicht gerne, weil Plutonium leicht
zum Bau von Atombomben verwendet werden kann.

Quelle: japanische Tageszeitungen



Es sieht also nicht danach aus, als wenn Kretschimätschi die Japaner
hätte besonders beeindrucken können.

Arne Luft

unread,
Jun 20, 2013, 8:13:35 AM6/20/13
to
On Sun, 16 Jun 2013 04:25:33 +0200, Arne Luft
<inv...@invalid.invalid> wrote:

>Es wurde jedoch klargestellt, das die Reaktoren nur in �bereinstimmung
>mit den neuen Sicherheitsrichtlinien wieder hochgefahren werden.

>Zur Zeit laufen nur zwei von 50 AKWs in Japan.

Anfang Juli werden die neuen Vorschriften f�r Reaktorsicherheit in
Japan in Kraft getreten sein. Sofort anschlie�end planen mehrere
japanische EVUs Antr�g f�r 12 AKWs zur Wiederinbetriebnahme zu
stellen. Die Antr�ge sind bereits ausgef�llt und liegen zur Zustellung
bereit, sobald die neue Regelung rechtskr�ftig ist.

Damit die angefahren werden k�nnen, ben�tigt es au�erdem der
Zustimmung der lokalen Beh�rden. Die meisten von denen sehen es
positiv und sind der Meinung, das aus der Havarie der
Fukushimareaktoren gelernt wurde und die Anlagen sicher sind.

Andere sind der Meinung, das es noch genauerer Regelungen bedarf, was
zu tun sei bei einem AKW-Unfall.

Es wird bis zu 6 Monate dauern, bis die Entscheidung gefallen ist. So
l�uft das dort.

Arne Luft

unread,
Jun 24, 2013, 7:36:10 AM6/24/13
to
On Sun, 16 Jun 2013 04:25:33 +0200, Arne Luft
<inv...@invalid.invalid> wrote:

>In Japan sind n�chsten Monat Wahlen zum Oberhaus. Die regierende LDP
>von Shinzo Abe l��t bei ihrem aktuellen Wahlkampf keinen Zweifel
>daran, das sie beabsichtigt, die AKWs des Landes wieder hochzufahren.

Als Stimmungstest daf�r k�nnen die Wahlen zur Stadtversammlung in
Tokio benutzt werden, die vor ein paar Stunden zuende gingen.

Das Ergebnis war der gr��te Sieg Abe's LDP seit 1963. Die LDP erzielte
59 der zu vergebenden 127 Sitze, 23 erhielt ihr langj�hriger
Koalitionspartner New Komeito. Zusammen haben sie damit fast eine 2/3
Mehrheit.

Die st�rkste Oppositionskraft wurden die Kommunisten, w�hrend die
ehemalige Regierungspartei LDP weit abgeschlagen landete.

Alles in allem wird vermutet, das das einen gro�er Schub f�r die
LDP/New Komeito bei den bevorstehenden Oberhauswahlen gibt.





Also, der Besuch Kretschmanns bei den Gr�nen in Japan hat sich
anscheinend nicht ausgezahlt. Tatsache scheint vielmehr zu sein, das
unsere Energiewende ganz offensichtlich ein ausgesprochen
abschreckendes Beispiel f�r andere Nationen ist.


Stellt sich die Frage, warum wir Steuerzahler einem Ex-KBWler die
Reise nach Japan und Korea bezahlen sollen. Wenn er sich die
Demarkationslinie zwischen Nord- und S�dkorea anschauen will, um dort
dumme Spr�che zu klopfen, dann h�tte er das schon l�ngst auf eigene
Kosten erledigen k�nnen. So teuer ist das Fliegen nicht gewesen in den
letzten Jahren.

0 new messages