Am 17.06.2013 07:08, schrieb Carsten Thumulla:
> Am 16.06.2013 15:16, schrieb Christoph Müller:
>> Am 15.06.2013 22:38, schrieb Carsten Thumulla:
>>> Am 15.06.2013 22:19, schrieb Gernot Griese:
>>>> Und wessen Strom ist dann überflüssig im Netz, der saubere
>>>> PV-Strom oder der dreckige Braunkohlestrom?
>>>
>>> Der nicht da ist, wenn man ihn braucht.
>>
>> Nicht produzierter Strom produziert Dreck? Wie das?
>
> Wo habe ich das behauptet?
Das suggerierst du mit deiner Formulierung im Kontext, was auf
"zuverlässige" Energieformen (hier Braunkohle) hinweist.
>>> Was ist an Kohle dreckig?
>>
>> Das zu viele CO2. Die Bergwerke. Der Transport.
>
> Nein, warum?
Zu viel ist zu viel. Wusstest du das nicht?
> Den Kohledreck hat man im Griff
kommt drauf an, von welchem Standpunkt aus man das betrachten will. Wenn
soziale Gemeinschaften auseinander gerissen werden, dann bleiben i.d.R.
ein paar Leute "übrig", die mit der neuen Situation nicht klar kommen
und deshalb z.B. alkoholkrank werden. Die Zusammenhänge sind längst
bekannt. Aus Sicht der Betroffenen wird man schwer behaupten können,
dass man "alles im Griff" hätte. Ganz im Gegenteil. Kommt halt immer auf
das Koordinatensystem an, auf das man sich grade setzen will.
>>> Was ist an Solarenergie wirtschaftlich?
>>
>> Kann es sein, dass du "die Wirtschaftlichkeit" für etwas
>> Allgemeingültiges hältst?
>
> Ja, es ist ein grundlegendes Entwicklungsprinzip. Sie ist eine der
> Konsequenzen aus der Entwicklungsbedingung, was besser ist hat Bestand.
Deshalb gibt es ja auch immer wieder mal Aufstände und Kriege. Wenn ein
paar Wenige meinen, dass A passieren müsste, die Mehrheit jedoch für B
plädiert, dann gibt's spätestens dann massive Probleme, wenn die
A-Befürworten ihre Minderheitsansicht mit etwas zu großem Druck voran
bringen wollen. Dann nämlich gegen den Willen der Mehrheit. Sowas ist
schon immer ein sehr riskantes "Spiel" gewesen.
> Die Mißachtung der Wirtschaftlichkeit hat den Kommunismus geerdet und
> wird das auch hier tun.
Dir scheint der Begriff der Wirtschaftlichkeit noch immer nicht ganz
klar zu sein. Wirtschaftlichkeit ist das Verhältnis von Nutzen geteilt
durch den dafür nötigen Aufwand. Je größer das Ergebnis dieser
Berechnung ist, desto wirtschaftlicher ist es. Für den Dieb z.B. ist es
sehr wirtschaftlich, wenn er dir die ganze Wohnung leer räumt und dein
Vermögen kassiert. Ich gehe mal davon aus, dass sich das aus deiner
Sicht allerdings NICHT als besonders wirtschaftlicher Erfolg zeigt. Des
Einen Freud ist leicht des Anderen Leid. Alles im Zeichen "der
Wirtschaftlichkeit"!
> Intelligente Menschen sehen schon, wohin der
> Laden hier läuft.
Noch intelligentere sehen sogar noch etwas mehr Zusammenhänge.
>> Wirtschaftlichkeit ist Nutzen geteilt durch den dafür nötigen
>> Aufwand. Wer was als Nutzen und was als Aufwand betrachtet, beurteilt
>> jeder ganz für sich selbst.
>
> Richtig, deshalb führt meine Arbeit(*) auch das Entwicklungskriterium
> ein. Wer spinnerte Kriterien setzt ist ebenso wech vons Fenster.
Was aber, wenn sich der Dieb einfach nicht erwischen lässt?
>> Wirtschaftlichkeit enthält also IMMER einen Willen und eine Meinung.
>> Folglich gibt es "die Wirtschaftlichkeit" überhaupt nicht.
>
> Falsch, die Kriterien der Natur schlagen die der Spinner,
Warum tragen manche Hirsche ein Geweih, das sie mehr behindert als ihnen
hilft? Warum gibt es überhaupt so viele unterschiedliche Lebewesen? Gäbe
es "die Wirtschaftlichkeit", dann würden doch drei Sorten vollauf
genügen. Die Natur könnte sich jede Menge Misserfolge durch "massenhaft
Spinner" ersparen.
>> Aus diesem Grund ist es auch so schwierig, dass man trotz des
>> eindeutigen Rechenverfahrens ständig zu ganz unterschiedlichen
>> Einschätzungen kommt. Man will einfach unterschiedliche Probleme
>> gelöst haben will und schon alleine deshalb ist die
>> Wirtschaftlichkeitsberechnung auch immer unterschiedlich mit
>> unterschiedlichem Ergebnis.
>
> Nun, es gibt selbstverständlich nachvollziehbare Kriterien.
Sag das mal dem, der durch Umsiedlung wg. Kohletagebau zum Alkoholiker
geworden ist, weil sein ganzes soziales Umfeld zusammengebrochen ist.
> Der Markt beurteilt jede Leistung.
Und dieser beurteilt jede Sekunde wieder anders.
> dazu benötigt man Freiheit, Freiheit von
> bevormundenden Besserwissern vor allem.
Deshalb braucht man ein BIDIREKTIONALES automatisches
Stromhandelssystem, an dem ALLE mit nur niedrigsten Zugangshürden
beteiligen können. (ASTROHS)
>> An Solarenergie ist z.B. wirtschaftlich, dass der Strom i.d.R. vor
>> Ort produziert wird, dass man die Produktion von Schadstoffen durch
>> das Verbrennen von Energiespeichern (Brennstoffen) einstellen kann,
>> so lange genug Solarstrom produziert wird.
>
> Grundlast ist eben Grundlast,
"Grundlast" ist ein eher abstrakter Begriff, den man nicht notwendig
braucht. Schon gar nicht in der Form von "Grundlastkraftwerken".
> weil man sie nicht nach den Sonnensensoren
> fahren kann.
Wenn das nicht geht, dann passen sie halt nicht in unsere Zeit. Sie sind
den realen Anforderungen schlichtweg nicht gewachsen. Untaugliches Gerät
braucht keiner.
> Die Verfügbarkeit ist eben bei der Sonne nicht gegeben.
Na und? Wir haben doch Energiespeicher, auf die man ggf. zurückgreifen kann.
> Eine wesentliche Eigenschaft fehlt. Der Markt sagt KO.
Damit er das sagen kann, muss er erst mal vorhanden sein. Ist er aber
nicht. Das wäre nämlich erst mit sowas wie dem ASTROHS-Konzept der Fall.
Der Strommarkt ist eher Planwirtschaft. Die Planwirtschaft dominierte im
Kommunismus und dieser ist eben wegen dieser Planwirtschaft
zusammengebrochen.
> Die Ideologen
> wollen das mit Subventionen regeln und entfernen die Gesellschaft vom
> Optimum.
Ideologen meinen auch, dass es "die Wirtschaftlichkeit" mit
Allgemeingültigkeit geben würde. So ist es aber nicht, weil JEDE
Wirtschaftlichkeit nun mal auch eine Willensbekundung ist. Sobald jemand
was Anderes will, gilt die eben berechnete Wirtschaftlichkeit schon
nicht mehr.
>> Man spart sich damit teure Speicherkraftwerke, weil die
>> Energiespeicher dann ja so lange unangetastet bleiben und erst dann
>> abgerufen werden, Solar- und Windstrom grade nicht reichen. ...
>
> Die lassen sich nicht beliebig rauf- und runterfahren.
Stimmt aber nur für Gerätschaften, die unfähig sind, im realen Leben zu
bestehen. Denn dieses fordert ja schnelle Reaktionsfähigkeit. Dann muss
man die Dinger halt flinker bauen.
> Der Schaden
> dadurch ist höher als der Gewinn durch Wackelenergie.
WESSEN Schaden?