Wenn man aufst�ndert wie folgt ...
1) \ \ \ \
... ben�tigt man nur ~50% der Dachfl�che als Solarzellen-qm f�r maximale
Ausbeute.
Wenn ich jedoch statt dessen wie folgt ...
2) _____________
... eine Solarfolie aufbringe, haben die solaren qm (auf ~100% Dachfl�che)
zwar nur die H�lfte der qm-Ausbeute, aber ich spare mir
- aufwendige Befestigung (Windlast)
- hohes Zusatzgewicht durch die St�nderung
- Kosten der St�nderung
Folien sollen extrem g�nstig werden in n�chster Zeit, munkelt man
(Angebots�berschu� durch weltweit zunehmende Herstellungskapazit�ten).
Mir nicht bekannt ist das Verhalten bei verschiedenen Winkeln
"Einstrahlrichtung zu Solarzellenposition". Wenn 1) 100% der M�glichkeiten
ergebe, wie sieht es mit 2) aus? Sind es 50%, oder sind es noch weniger (pro
gleiche Solarzellen-Fl�che)?
--
Moin+Gruss Alexander
Lass es dir doch von einem der vielen PV-Kalkulatoren durchrechnen.
Erster brauchbarer Google Treffer:
http://www.solarone.de/photovoltaik_rechner_pv_rechner.html
Chris
Das vermutete ich auch. Komisch, dass das dann so propagiert wurde/wird.
Kann ich mir nur mit den hohen Kosten bis heute erkl�ren.
Ich bin gar nicht EEG-scharf (wobei ich es nat�rlich trotzdem in Anspruch
nehmen werde). Ich wollte nur die absoluten Kosten vern�nftig halten und
mich nicht auf Subventionen verlassen m�ssen.
--
Moin+Gruss Alexander
Da werden anscheinend immer noch die heute hohen Kosten f�r Solarmodule
angesetzt (auch bei D�nnschichtmodulen). Au�erdem wird Flachdach(flach)
nicht angeboten, sondern nur Flachdach (aufgest�ndert).
Entweder absorbieren die Module seitliches Licht wirklich grottenschlecht
(das war letztlich meine Frage), dann w�re es legitim. Oder es wird
suggeriert, dass man aufst�ndern muss - f�r den Umsatz. Dann fallen n�mlich
die �berzogenen Modulpreise nicht so auf.
--
Moin+Gruss Alexander
> Alexander Wolff wrote on Thu, 17 Dec 2009 14:26:29 +0100 in
> <hgdblv$8gm$01$1...@news.t-online.com>:
>
>>Mir nicht bekannt ist das Verhalten bei verschiedenen Winkeln
>>"Einstrahlrichtung zu Solarzellenposition".
>
> Das scheint egal zu sein. Die F�rderung nach EEG ist offensichtlich so
> hoch, das sich jedemenge Westd�cher ohne irgendwelche
> Winkelber�cksichtigung zur PV eignen, wie ich durch Augenschein in
> meiner Umgebung feststellen kann.
Dann war der PV-Berater clever (sprich: ein Kaufmann-Schwein) und der
K�ufer eingeschr�nkt marktf�hig, ein ganz normaler selbstbestimmter
Bundesb�rger also. Aber das geht ja sogar ~99% der Hausfrauen so, obwohl
die sich in ihre Metier auskennen sollten ;-)
> Andesrum ausgedr�ckt, eine Winkelanpassung ist zu teuer im Verh�ltnis
> zu dem, was sie mehr an Ertrag bringt.
Das ist Schrott. Schlicht, aber einfach Bl�dsinn!
B�se Bemerkung aus Unwissenheit oder Nichtwissenwollen!
Auf solche Art solltest du dir nicht Luft machen, Arne.
Eine (normal) angepasste PV-Anlage ohne Verschattung amortisiert sich nach
dem Einspeisegesetz (politisch mal gewollt gewesen) in etwa 15 Jahren.
Und bei mir haben die Kursanten auch gelernt, die Kunden
Eine vertikale und horizontale Nachf�hrung, das ist nicht Winkelanpassung,
allerdings ist energetisch nicht ausgleichbar. Aber sowas hast du wohl eher
nicht auf deinen Westd�chern gesehen.
Karl-S. Berg
Ist das jetzt ein Witz oder meinst du das ernsthaft?
Jedes minimale Aufkl�rungsb�chlein �ber Solarenergie und jede nicht all zu
d�rftige Website kl�rt dich �ber Einstrahlungswinkel und Wirkungsgrad auf.
Falls doch:
Nur bei einem Auftreffwinkel von 90� erreicht die Solarzelle die in den
Datenbl�ttern genannte Leistung. Gilt �brigens auch f�r Solarthermie.
[Die folgende �bungsbeschreibung bleibt geistiges Eigentum des Verfassers
ist als GNU zu betrachten <bg>.]
Nimm dir eine Lampe mit einem scharf begrenzten rundem Lichtstrahl (Eckig
ginge auch, wird aber schwer zu finden sein) und halte sie senkrecht auf
eine helle Fl�che. Ziehe eine Linie an der Grenze entlang. Das ist die
Fl�che, die bei voller Einstrahlung die volle Leistung erbringt.
Nun winkle die Lampe um 45� ab und zeichne die neue Fl�che. Das ist die
Fl�che, die jetzt mit gleicher Energie bestrahlt wird. In der Umkehrung
hei�t das, bei gleicher Fl�che f�llt weniger auf Energie auf die Zelle.
Und nun vergegenw�rtige dir, da� die Sonne im Sommer mit 30� und im Winter
mit 60� mittags vom Himmel scheint, also eine vertikale Ablenkung mit
verringertem Energieeintrag. Schaue es dir mit der Lampe an.
W�re ja nicht weiter schlimm, aber morgens kriecht die Sonne von tief unten
aus dem Osten auf das Dach und abends schleicht sie sich nach Westen
ebenfalls nach unten. Das ist sowohl eine vertikale und auch eine
horizontale Ablenkung.
Ist kein Grund zu klagen, thats the live!
Die Sonne ist eh zu bl�d, nachts zu scheinen, wenn man Licht und W�rme
braucht.
Falls dir noch immer nicht klar ist, warum die flache Verlegung 2) ___ in D
keinen Sinn macht, es sei denn, wir verlegen D an den �quator, dann lasse
die Lampe in den Winkeln von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang �ber die
helle Fl�che gleiten und du wirst ohne Grenzlinien zu zeichnen feststellen,
es gibt zu keiner Zeit einen brauchbaren Energieeintrag gibt.
Es braucht also eine optimale Anpassung an diese wankelm�tige Sonne [TM]
(R). Und ist im Durchschnitt (bei anderen Anwendungen anderen Winkel) bei
45�.
Mit deiner Version kommst du in einen Bereich, wo du st�ndig Strom zukaufen
oder dein Warmwasser nachheizen mu�t. Von Amortisation keine Rede bis zu
einer Preissenkung auf 10%! Es sei denn, du ziehst in die N�he des
�quators. Oh, hatten wir ja schon. Aber dann mu�t du mehrmals t�glich die
Solarmodule abfegen, denn da klappt die Selbstreinigung nicht, schon gar
nicht im Sandsturm ;-)
HTH
Karl-S. Berg
Und hier die Ingried:
> Eine (normal) angepasste PV-Anlage ohne Verschattung amortisiert sich nach
> dem Einspeisegesetz (politisch mal gewollt gewesen) in etwa 15 Jahren.
> Und bei mir haben die Kursanten auch gelernt, die Kunden
richtig aufzukl�ren. Eine schlechte Anlage macht schlechte Publicity und
hilft der Umwelttechnik kein bisschen.
> Karl-S. Berg
Oder dir ist vollkommen entgangen, dass in 2009 die Anlagenpreise um
rund 30% gefallen sind, während die Einspeisevergütung nur um 8%
abgesenkt wurde. Oder anders ausgedrückt: Eine Ost-/Westanlage ist in
2009 ungefähr so rentabel wie in den Vorjahren eine optimal
ausgerichtete Südanlage.
Übrigens, u.a. durch diesen Preisverfall ist in der 2. Jahreshälfte
der PV-Markt in Deutschland "expoldiert". Genaue Zahlen liegen noch
nicht vor, aber nachdem im 1. Halbjahr nur 500 MWp verbaut wurden,
sollen es in der 2. Hälfte ca. 2500 - 3500 MWp gewesen sein. Im
Gesamtjahr 2008 lag der Zubau wohl bei 1500 MWp.
>> Es braucht also eine optimale Anpassung an diese wankelm�tige Sonne [TM]
>> (R). Und ist im Durchschnitt (bei anderen Anwendungen anderen Winkel) bei
>> 45�.
>
> Sehr sch�n erkl�rt. In der Praxis h�ngt der Gesamtertrag eines
> Solarmoduls allerdings nur vergleichsweise wenig von der azimutalen
> Ausrichtung und dem Neigungswinkel ab, was im wwesentlichen daran
> liegt, da� es hierzulande auch erhebliche Anteile diffusen
> Himmelslichts nutzt.
Ich wei� nicht, woher du die Behauptung nimmst. Me�technisch ist sie nicht
zu beweisen.
Bei Thermie ist der Energiegewinn bei "flacher" diffuser Einstrahlung noch
nachweisbar, bei Voltaik geht er gegen Null.
> Wesentliches w�rde sich daran nur �ndern, wenn
> man die Zelle nachf�hren, also auf die Sonne mechanisch ausrichten
> w�rde.
Das war nicht Inhalt der Fragestellung.
Und ist auch energetisch nicht wirklich kribbelnd, weil die Systeme
entweder teuer sind und den Gewinn �konomisch teilweise auffressen oder
durch die Steuerung den Energiegewinn teilweise selbst verbrauchen. Bei den
�blichen Kleinanlagen macht die Nachf�hrung kaum Sinn und Kollektoren f�hrt
man eh nicht nach.
> Ok, in der Theorie gibt es nat�rlich keinen Unterschied zwischen
> Theorie und Praxis...
... und in der Praxis wird die stimmige Theorie zur Wahrheit.
Da gef�llt mir die Antwort von Arne weiter oben schon viel besser:
"Wenn die Zellen billig genug sind, dann pfeiff doch auf die
Wirtschaftlichkeit und knall dir das Dach voll ohne R�cksicht auf
Verluste."
oder so �hnlich.
> Gru� aus Bremen
> Ralf
Gru� aus Berlin
Karl-S. Berg
Jupp.
> Dᅵnnschichtzellen, nicht unbedingt Laminate. Wenn man mindestens 30 kW
> installieren kann dann sind die Module von First Solar erste Wahl. Die
> kosten unter 1,50 ᅵ/Wp. Diese werden dann mit in Groᅵserie
> produzierten Aufstᅵnderungen relativ flach installiert. Auf Dᅵchern
> ist auch eine Flᅵchennutzung von mehr als 50 % mᅵglich. Bei
Danke fᅵr die Erlᅵuterung!
--
Moin+Gruss Alexander
Interessant! Nehmen wir also aufs Dach gelegte Solarzellen 100% der
Dachflᅵche gegenᅵber aufgestᅵnderten, besser ausgerichteten Solarzellen mit
50% der Dachflᅵche, dann kauft man doppelt soviele Solarzellen und hat mit
diesen 10-15% Verlust? Das kᅵnnte sich im betrachteten Falle schon rechnen.
> Sie sind auch in ihrer Leistung weit weniger temperaturabhᅵngig. Es
> hat sich sogar herausgestellt, dass die Degradation vermindert wird
> wen die Zellen an der Rᅵckseite wᅵrmeisoliert sind.
Ja, habe ich auch gelesen!
--
Moin+Gruss Alexander
Bl�d bin ich nicht. Ich wollte nur wissen, ob die Nicht-Absorption der
Strahlung bei Schr�gauftreffen normal oder �berdurchschnittlich ist. Alles
andere sollte eigentlich aus meinem Posting hervorgehen:
Angenommen, ein (sich nicht selbst verschattendes) Aufst�ndern mit S-Zellen
kostet 200, ein (vollfl�chiges) Verlegen von D�nschichtmodulen jedoch nur
150. Dann kommt es doch nur noch drauf an, ob die auf die Gesamtfl�che
eintreffende Strahlung �hnlich verwertet wird. Wenn ja, hei�t die
Entscheidung "D�nnschichtmodule". Hinzu kommt der Degradationsvorteil, von
Emil beschrieben.
Hast Du das verstanden? Ich vergleiche MEHR Solarfl�che abgewinkelt mit
OPTIMAL ausgericheter Wenigerfl�che (siehe meine Grafiken mit den L�cken bei
Aufst�nderung). Das musstest Du mir also gar nicht schreiben.
--
Moin+Gruss Alexander
Die Wahrheit liegt zwischen euren beiden Meinung in der Mitte. Die
Erträge hängen stark von der Ausrichtung der Module ab, aber die
Erträge bei diffusem Licht (bzw. Abschattungen) werden auch oft
unterschätzt.
Ich habe eine PV Anlage mit Ost-, West-, und Süddachanteilen mit
gleicher Anzahl Module pro String und gleichen Wechselrichtern. Wenn
an einem Tag oder auch nur zeitweise ausschließlich diffuses Licht
anfällt, dann legen sich im Solarlogger die Kurven aller Strings exakt
übereinander. Zusammen fallen dabei aber dann schon mal mehr als 1 kW
(bei 15 kWp Anlagenleistung) an Einpeiseleistung an. D.h. diffuses
Licht erzeugt durchaus einen nennenswerten Strom. Aber sobald die
Sonne herauskommt und direkt auf die Module strahlt, steigen die
anfallenden Leistungen in Abhängigkeit der Modulausrichtung/Tageszeit
kräftig an.
Ach übrigens, man sollte es kaum glauben, aber auch bei 3 cm
vollflächig Schnee auf den Modulen liefert meine Anlage noch Strom.
Pro String ungefähr so um die 40 W bei dem diffusem Licht heute.
Btw, exakt heute am 21. Dezember ist Wintersonnenwende. Ab heute
werden die Tage wieder "länger" und die Chance auf höhere Erträge
steigt.