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Solarpanel: Barroso beschliesst Strafzoelle gegen China

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Johns

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Jun 4, 2013, 5:52:32 PM6/4/13
to
04.06.13
Barroso blamiert Merkel: EU beschlieᅵt Strafzᅵlle gegen China

Die ᅵberraschenden Strafzᅵlle gegen chinesische Solarpanel starten
bereits am Donnerstag. Sie liegen zunᅵchst bei ᅵber 11 Prozent.

Erst im August sollen sie die volle Hᅵhe von 47 Prozent erreichen.
[...]
Am Donnerstag starten die Strafzᅵlle gegen chinesische Solarpanel
zunᅵchst mit 11,8 Prozent. Am 6. August sollen die Strafzᅵlle dann
auf 47,6 Prozent steigen, so die Pressemitteilung der Kommission.

Bis dahin sollen die chinesischen Hersteller der EU-Kommission
einen Vorschlag unterbreiten, wie der Handelsstreit beigelegt
werden kann.

Handelskommissar Karel De Gucht sagte dazu am Dienstag in Brᅵssel:
"Der Entscheidung fᅵr die Zᅵlle ist eine neunmonatige Untersuchung
vorausgegangen, wᅵhrend der alle Beteiligten angehᅵrt wurden. Die
Frist der ersten zwei Monate lᅵuft am 6. August aus. Bis dahin steht
die Einladung an China, in Verhandlungen einzutreten. Geschieht
dies nicht, greifen die hᅵheren Zᅵlle."

Europᅵische Hersteller von Solarpanels hatten sich in Brᅵssel fᅵr die
Strafzᅵlle eingesetzt, um die billige Konkurrenz loszuwerden (hier
http://tinyurl.com/onxor3r ). Die Aktie des deutschen Pleite-
Unternehmens Solar World legte nach Bekanntwerden der E
U-Entscheidung deutlich zu.

Die Bundesregierung hingegen hatte sich stets gegen Strafzᅵlle
ausgesprochen. Sie wollte einen Handelskrieg mit China vermeiden
(hier http://tinyurl.com/oe3p4rv ).
Q.
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/05/24/kein-geld-vom-staat-solar-industrie-ohne-geschaeftsmodell/

Der erste Schritt zum Handelskrieg wᅵre gemacht und Deutschland
als DER *Exporteur* in Europa wird der groᅵe Verlierer sein.

Das wird bitter fᅵr Deutschland: Binnenmarkt mit Niedriglᅵhnen
ruiniert und nun Strafzᅵlle. Schlieᅵlich war China ein
wichtiger Absatzmarkt fᅵr Maschinen, Chemie und Automobile.

Die Chinesen haben wenig oder keine Grᅵnde, sich auf dieses
dilettantische Machtgehabe von Barroso mit Terminsetzung
an einen Verhandlungstisch zwingen zu lassen.

Dieser Schuss wird ganz gewaltig nach hinten losgehen.

Denn vor etwa sechs Monaten wurde in Brasilien der Startschuss
fuer Photovoltaik gegeben und da funktioniert das ganz ohne
Subventionen, weil die Sonne hier ca. 30% mehr
Solarenergie bei gleicher Flaeche produziert und...

Brasilien hat alleine mehr als 200 Millionen EW und faengt bei Null an,
wobei in Deutschland und Europa der Markt ja annaehernd gesaettigt
ist. Und noch was, mit Brasilien wird China in Zukunft direkt abrechnen
und braucht sich keinen wertlosen Greenbacks mehr andrehen zu lassen!

Aber schon sehr seltsam, warum wird erhebt man jetzt noch Strafzᅵlle?
Die Solarindustrie in Deutschland bzw. Europa dᅵrfte mittlerweile schon
lᅵngst ihre besten Zeiten gesehen haben, d.h, auch viele ehem.
Angestellte sind lᅵngst wieder raus.

1. Warum jetzt noch retten, wo fast nichts mehr zu retten ist?
2. (Noch bedenklicher) Wie hat es diese kleine (auch geschrumpfte?)
Lobby geschafft ihre Interessen durch zu setzen?
3. Wie kann man so kurzsichtig sein zu glauben,
die Chinesen kᅵnnten das nicht auch machen???

Inkompetenz plus Korruption ergibt EU-Kommission. Wie konnte
es nur zu solch politischen Fehlentwicklungen in der EU kommen.
Die Lᅵsung ist aber einfach: Deutschland raus aus dem Euro,
am besten gleich mit ᅵsterreich usw. zusammen:
http://www.format.at/articles/1323/931/359588/schachtschneider-euro-austritt


js

Arne Luft

unread,
Jun 4, 2013, 6:19:35 PM6/4/13
to
On Tue, 04 Jun 2013 23:52:32 +0200, Johns
<islamve...@fach.experte> wrote:

>Am Donnerstag starten die Strafz�lle gegen chinesische Solarpanel
>zun�chst mit 11,8 Prozent. Am 6. August sollen die Strafz�lle dann
>auf 47,6 Prozent steigen, so die Pressemitteilung der Kommission.

Ich begr��e das ganz au�erordentlich. Das d�rfte das Ende des Ausbaues
der PV in D sein. In D gefertigte Solarmodule sind wegen der hohen
Herstellungskosten hierzulande nicht konkurrenzf�hig und die
Einspeiseverg�tung deswegen anzuheben, d�rfte so schnell nicht
durchsetzbar sein.

Jedes in D nicht installierte Solarmodul ist ein Vorteil f�r die
Leute, die es sonst bezahlen m��ten.

Johns

unread,
Jun 5, 2013, 1:43:22 AM6/5/13
to
Am 05.06.2013 00:19, schrieb Arne Luft:
> On Tue, 04 Jun 2013 23:52:32 +0200, Johns
> <islamve...@fach.experte> wrote:
>
>> Am Donnerstag starten die Strafzölle gegen chinesische Solarpanel
>> zunächst mit 11,8 Prozent. Am 6. August sollen die Strafzölle dann
>> auf 47,6 Prozent steigen, so die Pressemitteilung der Kommission.
>
> Ich begrüße das ganz außerordentlich. Das dürfte das Ende des Ausbaues
> der PV in D sein. In D gefertigte Solarmodule sind wegen der hohen
> Herstellungskosten hierzulande nicht konkurrenzfähig und die
> Einspeisevergütung deswegen anzuheben, dürfte so schnell nicht
> durchsetzbar sein.
>
> Jedes in D nicht installierte Solarmodul ist ein Vorteil für die
> Leute, die es sonst bezahlen müßten.

Die (erste) Antwort kam promt:

5. Juni 2013
"China prüft Strafzölle auf europäische Weine"

Peking/Brüssel - Nach der Verhängung von EU-Strafzöllen auf
chinesische Solarmodule hat die Volksrepublik ein Anti-
Dumping-Verfahren gegen europäische Weine eingeleitet.

Das Handelsministerium in Peking teilte am Mittwoch mit, China
prüfe unzulässige Staatssubventionen beim Weinanbau in EU-Staaten.
Zugleich bekräftigte die chinesische Regierung ihre Kritik an
den jüngst beschlossen Strafzöllen auf Solarmodule. Man setze
weiterhin auf die Vernunft und Flexibilität der europäischen
Partner, damit beide Seiten durch Verhandlungen eine Lösung
finden könnten.

Der Streit über Dumpingpreise für Solarmodul-Importe aus China
droht sich damit wie befürchtet zu einem Handelskrieg zwischen
der Europäischen Union und der Volksrepublik auszuweiten.

Die EU-Kommission hatte am Dienstag trotz Kritik aus Deutschland
und vielen anderen EU-Ländern einstimmig Schutzzölle für Modul-Einfuhren
aus China beschlossen
[...]
Ab Donnerstag sollen Solarpanele mit einem Aufschlag von 11,8
Prozent belegt werden. Im August würde er aber auf 47,6 Prozent steigen,
wenn bis dahin keine Einigung gelingt.
(APA, 5.6.2013)
http://derstandard.at/1369362634354/China-prueft-Strafzoelle-auf-europaeische-Weine

50% Zoll!!!!
Daran erkennt man die Skrupelosigkeit der EU-Bonzen.

js

Thomas Heger

unread,
Jun 5, 2013, 2:07:36 AM6/5/13
to
Am 05.06.2013 00:19, schrieb Arne Luft:
> On Tue, 04 Jun 2013 23:52:32 +0200, Johns
> <islamve...@fach.experte> wrote:
>
>> Am Donnerstag starten die Strafzölle gegen chinesische Solarpanel
>> zunächst mit 11,8 Prozent. Am 6. August sollen die Strafzölle dann
>> auf 47,6 Prozent steigen, so die Pressemitteilung der Kommission.
>
> Ich begrüße das ganz außerordentlich. Das dürfte das Ende des Ausbaues
> der PV in D sein. In D gefertigte Solarmodule sind wegen der hohen
> Herstellungskosten hierzulande nicht konkurrenzfähig und die
> Einspeisevergütung deswegen anzuheben, dürfte so schnell nicht
> durchsetzbar sein.
>
> Jedes in D nicht installierte Solarmodul ist ein Vorteil für die
> Leute, die es sonst bezahlen müßten.
>

Aber es gäbe evtl. Alternativen zur Solarenergie. Ein Nachteil von
Sonnenkollektoren ist doch - offensichtlich- daß sie Sonnenlicht brauchen.

Hier ein 'Bastelbuch' mit ein paar Anregungen zum Selber-Forschen:
www.free-energy-info.co.uk/eBookG.pdf

Aber vielleicht bauen die Chinesen ja mal sowas. (Gibt es auch auf
Chinesisch:
http://www.energysea.net/portal.php )

Deswegen ist das alles Quatsch und die Strafzölle kontraproduktiv.

Außerdem, wenn man schon China kritisiert, dann vielleicht eher wegen
den ungezählten Plagiaten. Besonders Deutsche Werkzeugbauer haben
darunter zu leiden, daß deren Kreationen zügig und in minderer Qualität
zu Dumpingpreisen kopiert und nach Europa verschifft werden.

Bei Solarpaneelen fiele mir jetzt nicht so ohne weiteres ein Grund ein,
warum man jetzt etwas gegen Importe aus China haben könnte. Sie sind nur
billiger als hiesige Produkte. Aber das war doch so in der
Marktwirtschaft - oder nicht?


TH



Hasso

unread,
Jun 5, 2013, 2:10:10 AM6/5/13
to
Am 05.06.2013 07:43, schrieb Johns:
> 50% Zoll!!!!
> Daran erkennt man die Skrupelosigkeit der EU-Bonzen.
>

Skrupellos ist der deutsche Pöbel der sich so etwas gefallen lässt.

Hasso

René Schuster

unread,
Jun 5, 2013, 2:11:02 AM6/5/13
to
On 2013-06-05 00:52, Johns wrote:

> Aber schon sehr seltsam, warum wird erhebt man jetzt noch Strafzölle?
> Die Solarindustrie in Deutschland bzw. Europa dürfte mittlerweile schon
> längst ihre besten Zeiten gesehen haben, d.h, auch viele ehem.
> Angestellte sind längst wieder raus.

Insbesondere konterkariert dieser Schritt die /Erfolge/ der deutschen
Milliarden-Subventionen PV billiger zu machen. Glauben die im Ernst die
Investoren werden neben den stark gesunkenen Einspeisevergütungen auch
noch stark steigende Preise in Kauf nehmen?

Da war wohl der Punsch Vater des Gedanken.

> 2. (Noch bedenklicher) Wie hat es diese kleine (auch geschrumpfte?)
> Lobby geschafft ihre Interessen durch zu setzen?

Abseck hat zwei schöne Schlösser und Eigenjagden.

--
rs

Carla Schneider

unread,
Jun 5, 2013, 2:20:20 AM6/5/13
to
Thomas Heger wrote:
>
> Am 05.06.2013 00:19, schrieb Arne Luft:
> > On Tue, 04 Jun 2013 23:52:32 +0200, Johns
> > <islamve...@fach.experte> wrote:
> >
> >> Am Donnerstag starten die Strafzölle gegen chinesische Solarpanel
> >> zunächst mit 11,8 Prozent. Am 6. August sollen die Strafzölle dann
> >> auf 47,6 Prozent steigen, so die Pressemitteilung der Kommission.
> >
> > Ich begrüße das ganz außerordentlich. Das dürfte das Ende des Ausbaues
> > der PV in D sein. In D gefertigte Solarmodule sind wegen der hohen
> > Herstellungskosten hierzulande nicht konkurrenzfähig und die
> > Einspeisevergütung deswegen anzuheben, dürfte so schnell nicht
> > durchsetzbar sein.
> >
> > Jedes in D nicht installierte Solarmodul ist ein Vorteil für die
> > Leute, die es sonst bezahlen müßten.
> >
>
> Aber es gäbe evtl. Alternativen zur Solarenergie. Ein Nachteil von
> Sonnenkollektoren ist doch - offensichtlich- daß sie Sonnenlicht brauchen.
>
> Hier ein 'Bastelbuch' mit ein paar Anregungen zum Selber-Forschen:
> www.free-energy-info.co.uk/eBookG.pdf
>
> Aber vielleicht bauen die Chinesen ja mal sowas. (Gibt es auch auf
> Chinesisch:
> http://www.energysea.net/portal.php )
>
> Deswegen ist das alles Quatsch und die Strafzölle kontraproduktiv.

Wenn man die Energie tatsaechlich einfach so erzeugen koennte, dann waeren
Solarzellen ueberfluessig und die Strafzoelle koennten uns egal sein.

>
> Außerdem, wenn man schon China kritisiert, dann vielleicht eher wegen
> den ungezählten Plagiaten. Besonders Deutsche Werkzeugbauer haben
> darunter zu leiden, daß deren Kreationen zügig und in minderer Qualität
> zu Dumpingpreisen kopiert und nach Europa verschifft werden.
>
> Bei Solarpaneelen fiele mir jetzt nicht so ohne weiteres ein Grund ein,
> warum man jetzt etwas gegen Importe aus China haben könnte. Sie sind nur
> billiger als hiesige Produkte. Aber das war doch so in der
> Marktwirtschaft - oder nicht?
Als Grund wird Dumping angegeben, d.h. die verkaufen unter Herstellungskosten
um die Konkurrenz in die Pleite zu treiben und dann spaeter wenn die
Konkurrenz tot ist eine marktbeherrschende Stellung zu haben und
dann wieder hoehere Preise zu verlangen. Das macht aber bei Solarzellen
nicht soviel Sinn, weil die ja schon zu heutigen Dumpingpreisen in Europa
nur gebraucht werden wenn sie subventioniert werden.

Tee Trinker

unread,
Jun 5, 2013, 2:27:28 AM6/5/13
to
Carla Schneider <carl...@yahoo.com> wrote in news:51AED8A4.B6AA86B6
@yahoo.com:

> Als Grund wird Dumping angegeben, d.h. die verkaufen unter
Herstellungskosten
> um die Konkurrenz in die Pleite zu treiben und dann spaeter wenn die
> Konkurrenz tot ist eine marktbeherrschende Stellung zu haben und
> dann wieder hoehere Preise zu verlangen

Das Problem sind eher die hohen Lohnkosten in Europa.
Mit Importzöllen wird sich dieser marode Staatenwust auch nicht helfen
können.

Arne Luft

unread,
Jun 5, 2013, 2:53:12 AM6/5/13
to
On Wed, 05 Jun 2013 09:11:02 +0300, René Schuster
<rene+...@schuster.priv.at> wrote:

>Abseck hat zwei schöne Schlösser und Eigenjagden.

Aber das sind nur seine Nebenwohnungen. Er hat auch noch eine Villa.
http://de.wikipedia.org/wiki/Villa_Cahn

Carsten Thumulla

unread,
Jun 5, 2013, 3:33:39 AM6/5/13
to
Klar, weil die Solarenergie zu billig ist.


ct

Volker Wollny

unread,
Jun 5, 2013, 7:39:35 AM6/5/13
to
Am 04.06.2013 23:52, schrieb Johns:

> Die überraschenden Strafzölle gegen chinesische Solarpanel starten
> bereits am Donnerstag. Sie liegen zunächst bei über 11 Prozent.
>
> Erst im August sollen sie die volle Höhe von 47 Prozent erreichen.

Das soll mir recht sein - aber nur, wenn es auch wirklich mehr Arbeit
für uns bringt und nicht nur die Geldsäcke noch mehr mästet.

wy
--
Ein gesparter Pfennig ist ein verdienter Pfennig -
und zwar ein steuerfrei verdienter!
http://selbstversorger-blog.over-blog.de/
http://fokko.wordpress.com

acd

unread,
Jun 5, 2013, 9:01:48 AM6/5/13
to
Am Mittwoch, 5. Juni 2013 08:20:20 UTC+2 schrieb Carla Schneider:
>
> Als Grund wird Dumping angegeben, d.h. die verkaufen unter Herstellungskosten
>
> um die Konkurrenz in die Pleite zu treiben

So einfach ist es nicht, die chinesischen Solarhersteller bekommen Strom und Kredite zu besonders guenstigen Konditionen.

> und dann spaeter wenn die
>
> Konkurrenz tot ist eine marktbeherrschende Stellung zu haben und
>
> dann wieder hoehere Preise zu verlangen. Das macht aber bei Solarzellen
>
> nicht soviel Sinn, weil die ja schon zu heutigen Dumpingpreisen in Europa
>
> nur gebraucht werden wenn sie subventioniert werden.

Daran kann Europa aber kein Interesse haben, denn dort wird die PV noch soweit subventioniert werden, bis etwa 50% EE Deckung erreicht ist.
Da die anderen EU-Laender haben da im Vergleich zu Deutschland einen noch weiteren Weg. Aber auch Deutschland wird bis zum Ausstieg aus der Atomkraft und Kohle (SPD 2030, CDU unbestimmt) noch viele Solarzellen brauchen.

Andreas

Georg Wieser

unread,
Jun 8, 2013, 3:08:04 PM6/8/13
to
Am 05.06.2013 00:19, schrieb Arne Luft:
Wenn die Chinesen das Messer an der deutschen liebstes Kind die fetten
Autos setzen wird das schon wieder. Keine Angst.

Georg Wieser

unread,
Jun 8, 2013, 3:14:59 PM6/8/13
to
Am 05.06.2013 08:20, schrieb Carla Schneider:

> Als Grund wird Dumping angegeben, d.h. die verkaufen unter Herstellungskosten
> um die Konkurrenz in die Pleite zu treiben und dann spaeter wenn die
> Konkurrenz tot ist eine marktbeherrschende Stellung zu haben und
> dann wieder hoehere Preise zu verlangen. Das macht aber bei Solarzellen
> nicht soviel Sinn, weil die ja schon zu heutigen Dumpingpreisen in Europa
> nur gebraucht werden wenn sie subventioniert werden.
>


Was so nicht stimmt. Ich nagel mir demnächst ein KWp aufs Vordach zur
Grundlastabdeckung. Da bekomm ich keinen Cent EEG oder sonst was. Weder
von Dir noch von sonst wem. Nix vom FA zurück. Schlicht gar nix.
Der WR ist übrig von einer meiner großen PVs, da ist ein MMP Tracker
gehimmlet. Die anderen beiden laufen noch. Das KW PV GHeneratoren kostet
mich rund 550 Euro Brutto (vielleicht noch mal 100 Euro
Befestigungsmaterial) und spart mir übers Jahr rund 250 Euro ein.

Wir muß man jetzt rechnen, damit sich das nicht rechnet?!?

Und billiger wird der Strom die nächsten Jahre sicher nicht!

René Schuster

unread,
Jun 9, 2013, 2:38:49 AM6/9/13
to
On 2013-06-08 22:14, Georg Wieser wrote:

> Ich nagel mir demnächst ein KWp aufs Vordach zur Grundlastabdeckung.

Du hast 1 kW Grundlast im Haushalt?

--
rs

Markus Loch

unread,
Jun 9, 2013, 6:14:24 AM6/9/13
to
Am 08.06.2013 21:14, schrieb Georg Wieser:
>
> Was so nicht stimmt. Ich nagel mir demnächst ein KWp aufs Vordach zur
> Grundlastabdeckung. Da bekomm ich keinen Cent EEG oder sonst was. Weder
> von Dir noch von sonst wem. Nix vom FA zurück. Schlicht gar nix.
> Der WR ist übrig von einer meiner großen PVs, da ist ein MMP Tracker
> gehimmlet. Die anderen beiden laufen noch. Das KW PV GHeneratoren kostet
> mich rund 550 Euro Brutto (vielleicht noch mal 100 Euro
> Befestigungsmaterial) und spart mir übers Jahr rund 250 Euro ein.
>
> Wir muß man jetzt rechnen, damit sich das nicht rechnet?!?
>

Nun, du könntest die EEG-Umlage etc. auf deinen selbst erzeugten
Strom an den Staat abführen, da drauf dann die Stromsteuer und zum
Abschluss auf das ganze die Mehrwertsteuer, so wie das jeder
ehrliche Steuer- und Umlagenzahler machen muss.

Rechen wir das mal.

250 Euro Ersparnis sind 1000kWh. Das macht

52.80 Euro EEG-Umlage. (Tendenz stark steigend)
Der Wert liegt oberhalb der Erzeugungskosten von Strom
2.50 Euro Offshore-Umlage
3.30 Euro §19 Umlage
1.30 Euro Kraftwärmekopplungsumlage
17.90 Euro Konzessionsabgabe
20.05 Euro Stromsteuer
======
97.85Euro netto Abgaben

+19%

116.44 Euro brutto Abgaben.

Und das für Strom, der hauptsächlich im Sommer zur Mittagszeit
verbraucht werden muss. Das bewerte ich als kein gutes Geschäft.
Aber immerhin bezahlst du es selber, das ist es ja, was wir
wollen. Und noch sind solche Anlagen von allen Abgaben befreit.
Warum eigentlich und wie lange noch?

> Und billiger wird der Strom die nächsten Jahre sicher nicht!

Das es so kommen wird, da trägst auch du deinen Anteil dran.

Gruss
Markus

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Georg Wieser

unread,
Jun 10, 2013, 7:40:27 AM6/10/13
to
Tagsüber ja in etwa... Jahresverbrauch 9-10.000KWH

Georg Wieser

unread,
Jun 10, 2013, 7:43:46 AM6/10/13
to
Zahlst Du auf Deine eigenen Radieschen und Deine Johannisbeeren auch
Abgaben?
>
> Und das für Strom, der hauptsächlich im Sommer zur Mittagszeit
> verbraucht werden muss. Das bewerte ich als kein gutes Geschäft.
> Aber immerhin bezahlst du es selber, das ist es ja, was wir
> wollen. Und noch sind solche Anlagen von allen Abgaben befreit.
> Warum eigentlich und wie lange noch?

Warum schon? Dann müsstest Du wirklich abwiegen wie viele Pflaumen Du
dieses Jahr geerntet hast und darauf UST bezahlen? Für mein
Zisternen-Regenwasser zahl ich auch nix. Oder erwartest Du da auch eine
Rasengießabgabe?

Georg Wieser

unread,
Jun 10, 2013, 7:45:39 AM6/10/13
to
Am 10.06.2013 07:43, schrieb Emil Naepflein:
> On Sun, 09 Jun 2013 12:14:24 +0200, Markus Loch <M...@rkusLo.ch> wrote:
>
>>> Wir muß man jetzt rechnen, damit sich das nicht rechnet?!?
>>>
>>
>> Nun, du könntest die EEG-Umlage etc. auf deinen selbst erzeugten
>> Strom an den Staat abführen, da drauf dann die Stromsteuer und zum
>> Abschluss auf das ganze die Mehrwertsteuer, so wie das jeder
>> ehrliche Steuer- und Umlagenzahler machen muss.
>
> Es ist in D immer noch so, dass jemand der ein kaufbares Produkt selbst erzeugt,
> dafür keine Steuern bezahlen muss. Das ist bei Strom so, aber auch beim privaten
> Gemüseanbau, bei Eiern aus selbst gehaltenen Hühnern, bei jemanden der sich
> selbst einen Pullover strickt, bei jemanden der sich selbst ein Haus baut, usw.
>
>> Und das für Strom, der hauptsächlich im Sommer zur Mittagszeit
>> verbraucht werden muss. Das bewerte ich als kein gutes Geschäft.
>> Aber immerhin bezahlst du es selber, das ist es ja, was wir
>> wollen. Und noch sind solche Anlagen von allen Abgaben befreit.
>> Warum eigentlich und wie lange noch?
>
> Wenn Du das willst dann muss man fest Quoten für den Stromverbrauch einführen.
> Stromsparen ist dann verboten, da dies Steuern und Abgaben hinterzieht.
>
> Die Nutzung von PV zur Eigenversorgung ist eine Stromspartechnik - sonst nichts.


Danke, daß es noch vereinzelt Menschen gibt die nicht jegliches Maß aus
den Augen verloren haben.... Irgendwann will jemand Geld von mir, wenn
ich das Holz meiner eigenen Bäume verheize weil ich ja dafür kein
versteuertes Gas brauche.



Carla Schneider

unread,
Jun 10, 2013, 9:33:46 AM6/10/13
to
Emil Naepflein wrote:
>
> On Sun, 09 Jun 2013 12:14:24 +0200, Markus Loch <M...@rkusLo.ch> wrote:
>
> >> Wir muß man jetzt rechnen, damit sich das nicht rechnet?!?
> >>
> >
> > Nun, du könntest die EEG-Umlage etc. auf deinen selbst erzeugten
> >Strom an den Staat abführen, da drauf dann die Stromsteuer und zum
> >Abschluss auf das ganze die Mehrwertsteuer, so wie das jeder
> >ehrliche Steuer- und Umlagenzahler machen muss.
>
> Es ist in D immer noch so, dass jemand der ein kaufbares Produkt selbst erzeugt,
> dafür keine Steuern bezahlen muss. Das ist bei Strom so, aber auch beim privaten
> Gemüseanbau, bei Eiern aus selbst gehaltenen Hühnern, bei jemanden der sich
> selbst einen Pullover strickt, bei jemanden der sich selbst ein Haus baut, usw.

------
Branntwein darf grundsätzlich nur mit einer behördlichen Genehmigung
hergestellt werden. Dies gilt auch für die Herstellung kleiner Mengen, die
zum Beispiel nur den Eigenbedarf decken sollen. Es gibt keine Freigrenzen
für Mengen!
Auch wenn die Abschaffung des Branntweinmonopols bis Ende 2013 beschlossene
Sache ist, heißt das nicht, dass jeder ohne Genehmigung brennen kann.
Genehmigungen für die Branntweinherstellung sind nur nach den strengen
gesetzlichen Regeln möglich und für das Schnapsbrennen zum Eigenbedarf
nahezu nicht möglich.
------


>
> > Und das für Strom, der hauptsächlich im Sommer zur Mittagszeit
> >verbraucht werden muss. Das bewerte ich als kein gutes Geschäft.
> >Aber immerhin bezahlst du es selber, das ist es ja, was wir
> >wollen. Und noch sind solche Anlagen von allen Abgaben befreit.
> >Warum eigentlich und wie lange noch?
>
> Wenn Du das willst dann muss man fest Quoten für den Stromverbrauch einführen.
> Stromsparen ist dann verboten, da dies Steuern und Abgaben hinterzieht.
>
> Die Nutzung von PV zur Eigenversorgung ist eine Stromspartechnik - sonst nichts.
Dummerweise spart man damit nur zu den Zeiten wenn die subventionierten Einspeiser
ihren Strom ins Netz schicken und nicht wenn Strom knapp ist.

>
> >
> >> Und billiger wird der Strom die nächsten Jahre sicher nicht!
> >
> >Das es so kommen wird, da trägst auch du deinen Anteil dran.
>
> Du auch, wenn Du Strom sparst.

Markus Loch

unread,
Jun 10, 2013, 9:49:19 AM6/10/13
to
Du hast das Konzept "Steuer" nicht verstanden. Wenn man Strom
besteuert, dann muss das für alle gelten, die Strom verbrauchen,
egal wo der Strom herkommt.

Es ist aber sehr bezeichnend, wenn jemand, der soviel Geld
mit FV verdient wie du, noch nicht einmal selber bereit
ist, die Steuern und Ablagen darauf zu berappen. Das dürfen die
anderen machen.

Gruss
Markus

Siegfried Schmidt

unread,
Jun 10, 2013, 9:51:03 AM6/10/13
to
Emil Naepflein schrieb:

> Es ist in D immer noch so, dass jemand der ein kaufbares Produkt
> selbst erzeugt, dafür keine Steuern bezahlen muss.

Das gilt generell nur für Produkte, die keiner besonderen Verbrauchssteuer
unterliegen.

> Das ist bei Strom so, .

Deswegen ist es beim Strom eben nicht wie bei den Hühnern. Wie auch nicht
beim Kaffee, Schnaps und Tabak.


Siegfried

René Schuster

unread,
Jun 10, 2013, 11:13:53 AM6/10/13
to
On 2013-06-10 14:43, Georg Wieser wrote:

> Am 09.06.2013 12:14, schrieb Markus Loch:
>>
>> Aber immerhin bezahlst du es selber, das ist es ja, was wir
>> wollen. Und noch sind solche Anlagen von allen Abgaben befreit.
>> Warum eigentlich und wie lange noch?
>
> Warum schon? Dann müsstest Du wirklich abwiegen wie viele Pflaumen Du
> dieses Jahr geerntet hast und darauf UST bezahlen?

Du vergleichst Äpfel und Pflaumen. Ich zitiere mich der Einfachheit
halber selbst:

"Beim Strom beträgt der Anteil an (entgangenen) Steuern und Abgaben über
50 %, beim Gartengemüse 7 %. Weiters ist der Anteil der Haushalte, die
einen nennenswerten Anteil an Selbstversorgung mit Gartengemüse
erreichen können oder überhaupt wollen, vergleichsweise gering. Beim
Gartengemüse fehlt dafür der finanzielle Anreiz; das
Einsparungspotential ist gering, es geht dabei IMO eher um die
(vermeintlich) bessere Qualität ("Bio" und so). Der Aufwand zur
Einhebung der 7 % MwSt. auf selbst angebautes Gemüse steht da in
keinerlei Verhältnis zu den möglichen Einnahmen."

Message-ID: <ovdr7a-...@news.schuster.priv.at>

--
rs
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