probier es doch mal unter http://www.zvs.de unter den in NRW-Verteilten
Studiengängen. Da müßtest du eigenlich noch irgendwo unterkommen - zur
Not halt im Sommersemester. Viel wichtiger als der NC sind aber deine
persönlichen Vorraussetzungen um Jura Studieren. Siehe dazu auch den
Thread Jura mit 35 noch studieren...
mfg
Jörn Franke
Herbert Neumann schrieb:
Hallo,
wenn mann manche Leute hier so reden hoert, koennte man meinen sie
denken das Einschreiben waere das schwierigste am ganzen Studium...
Informier dich lieber darüber wie der NC zustande kommt. Er ist ja keine
willkürlich gewählte Zahl.
F.
> ich habe einen ganz schlechten NC von 2,9. Gibt es irgendwo für mich eine
> Chance trotzdem Jura zu studieren?
Wann hast du Abitur gemacht? Evtl. kommst du über deine Wartesemester an
einen Studienplatz.
Christoph
> ich habe einen ganz schlechten NC von 2,9. Gibt es irgendwo für mich eine
> Chance trotzdem Jura zu studieren?
Komm doch nach Gießen:
http://www.uni-giessen.de/studium/studienangebot/juristische.shtml
Gruß
Christian
Nein, jeder kann Jura studieren. Nur nach München, Freiburg oder
Heidelberg wirst du nicht ohne weiteres kommen. Da Leute mit schlechtem
Abi auch statistisch gesehen schlechte Examina ablegen ist der
Notendurchschnitt als Auswahlkritierium auch sehr tauglich. Nicht jeder
mit besserem Durchschnitt als 2,9 gehört zur Elite übrigens. Wer faul in
der Schule war, wird damit zu Recht bestraft.
> Wo soll das eingetlich hinführen, das überall ein NC kommt,
> Studiengebühren... Es werden doch mehr Studenten in Deutschland
> gebraucht, warum wird dann über den NC entschieden ob ich was tauge
> oder nicht???
"Klasse statt Masse". Leistungsfähige Leute bringen Deutschland nach
vorne. Mittelmäßige Juristen dagegen nicht.
Gruß
jan
> Nein, jeder kann Jura studieren. Nur nach München, Freiburg oder
> Heidelberg wirst du nicht ohne weiteres kommen. Da Leute mit schlechtem
> Abi auch statistisch gesehen schlechte Examina ablegen ist der
> Notendurchschnitt als Auswahlkritierium auch sehr tauglich.
Von den Leuten, deren Werdegang ich nach der Matura so etwa kenne, hat sich
eigentlich nur einer über das hinaus gesteigert, was er am Gymnasium
gezeigt hat. Der umgekehrte Weg scheint dagegen eher verbreitet zu sein ...
Über dreizehn Jahre an Schulen eingeübtes Lernverhalten lässt sich nicht
mehr so leicht durchbrechen.
>> Wo soll das eingetlich hinführen, das überall ein NC kommt,
>> Studiengebühren... Es werden doch mehr Studenten in Deutschland
>> gebraucht, warum wird dann über den NC entschieden ob ich was tauge
>> oder nicht???
> "Klasse statt Masse". Leistungsfähige Leute bringen Deutschland nach
> vorne. Mittelmäßige Juristen dagegen nicht.
Ich kenne die Lage in Deutschland nicht im Detail, zumindest für die Schweiz
würde ich jedenfalls behaupten, dass es nicht mehr Studenten braucht und
dass die Nivelierung von Studiengängen nach unten um höhere Durchsatzquoten
zu erreichen kaum der Richtige Weg ist. Vor allem braucht es nicht Leute,
die sich mit Ach und Krach eine Hochschulzulassung erkämpfen, um dann nach
etlichen Jahren Studium trotzdem zu scheitern. Die Schweizer Handelszeitung
hat einen Artikel zu einem ähnlich gelagerten Thema:
http://www.handelszeitung.ch/de/artikelanzeige/artikelanzeige.asp?BerichtNr=82345
Gemäss dem Artikel fehlen in der Schweiz Tausende von Informatiklehrlingen.
Offenbar drängen Eltern ihre Kinder dazu, den Weg über das Gymnasium in ein
Studium zu machen.
Gruss
Roman
> Über dreizehn Jahre an Schulen eingeübtes Lernverhalten lässt sich
nicht
> mehr so leicht durchbrechen.
Hmm, ich bemerke aber an mir, dass jetzt, wo ich was mache, was mich
auch tatsächlich interessiert, das ganze sehr wohl umschlagen kann.
Das Abi grade noch mit Ach und Krach (3,5) geschafft hab ich in der
Ausbildung mit sehr gut abgeschlossen und auch jetzt im Studium läufts
hervorragend. Was interessiert mich Shake's'Bier oder das
Paarungsverhalten zweier Amöben?
Das ich während der Schulzeit Freitag abend um 21:30 rumsitze und auch
noch freiwillig lerne, nicht weils sein muss, das hätts nie gegeben...
> > "Klasse statt Masse". Leistungsfähige Leute bringen Deutschland
nach
> > vorne. Mittelmäßige Juristen dagegen nicht.
Wie oben gesagt, ich denke, nur weil einer mit bestimmten Themen auf
Kriegsfuß steht heißt das nicht, dass er nicht in anderen Bereichen
top sein kann.
> Gemäss dem Artikel fehlen in der Schweiz Tausende von
Informatiklehrlingen.
> Offenbar drängen Eltern ihre Kinder dazu, den Weg über das Gymnasium
in ein
Hmm, warum wollten die mich nur nicht, als ich an die Tür geklopft
hab? Naja, Arbeitserlaubnis für 11 Monate, das wärs eh nicht
gewesen...
Zum Thema Jura: Mich würd Jura auch interessieren, aber a) komme ich
wegen des NC nicht rein und b) studier ich eh was anderes, was mich
mehr interessiert. Wenngleich ich mich, so es denn möglich wäre,
durchaus noch für Rechtswissenschaften in Hagen als Teilzeitstudent
einschreiben würde...
Zum Thema NC: Ich denke nicht, dass er so aussagekräftig ist, wie
viele es meinen. Aber Auswahlverfahren oä lassen sich ja kaum
realisieren. Immerhin will unser Prof in Zukunft nur noch begrenzt
Leute über den NC akzeptieren, er will sich seine Studenten auch nach
den Rahmenbedingungen aussuchen.
Grüße
Marcus
Wobei diese Statistiken (wie alle Statistiken) mit aeusserster
Vorsicht zu geniessen sind. "Akademische Ausbildung" umfasst in
vielen Laendern auch z.B. Abschluesse als Krankenschwester, wenn sie
dort als "Bachelor" organisiert sind (AFAIK z.B. Australien). Wenn man
jede, die an einer Uni-Klinik eine Krankenpflegeausbildung macht, auch
noch als "akademische Ausbildung" zaehlen wuerde, kaemen wir auch
"besser" weg.
Wolfgang
> Wobei diese Statistiken (wie alle Statistiken) mit aeusserster
> Vorsicht zu geniessen sind. "Akademische Ausbildung" umfasst in
> vielen Laendern auch z.B. Abschluesse als Krankenschwester, wenn sie
> dort als "Bachelor" organisiert sind (AFAIK z.B. Australien).
Ausserdem erfassen solche Statistiken auch nicht die Berufslehre. Es gibt
keinen Grund, wieso Personen, die eine vierjährige Berufslehre zum
Informatiker gemacht haben nun als "Unqualifiziert" in der Statistik
erscheinen sollten. Zudem kann das Niveau von dem, was in den einzelnen
Staaten als "Universität" gilt auch stark schwanken und darüber hinaus ist
auch nicht erstellt, wieso ein besonders hoher Prozentsatz von Uniabgängern
unbedingt vorteilhaft sein sollte. Das Ziel des Ausbildungssystems sollte
sein, möglichst viele Leute so auszubilden, dass sie mit ihrer Ausbildung
eine geeignete Arbeit finden.
Gruss
Roman
>>Wo soll das eingetlich hinführen, das überall ein NC kommt,
>>Studiengebühren... Es werden doch mehr Studenten in Deutschland
>>gebraucht, warum wird dann über den NC entschieden ob ich was tauge
>>oder nicht???
>
>
> "Klasse statt Masse". Leistungsfähige Leute bringen Deutschland nach
> vorne. Mittelmäßige Juristen dagegen nicht.
eigentlich bri9ngen Juristen überhaupt niemanden nach vorne... Und mehr
Juristen braucht es wirklich nicht. ;-)
freundliche Grüße,
Baldo
Mich würde mal einen Vergleich einer Bachelor-Krankenschwester mit
einer dt. examinierten Krankenpfleger/In interessieren. Abitur braucht
man wohl bei beidem, auch wenn man in D formal auch ohne Abi
Krankenpflege lernen kann. Eine gewisse Praxis wird man auch in beiden
Ländern vorweisen müssen bevor man auf die (kranke) Menschheit
losgelassen wird.
Ansonsten halte ich die Einstufung von Berufsausbildungen als mit
akadmischen Ausbildungsgängen vergleichbar zumindest so pauschal für
nicht haltbar.
Nimmt man mal nicht die Krankenschwester oder einen technischen
Assitenzberuf (Med-T., Pharam-T., Math-T., Phys-T. Assistent,
Chemilaborant,...) sondern die normale Lehre zum Maurer, Elektriker
oder Industriemechaniker,... dann hört man oft, dass man den Leuten
erstmal in der Berufsschule beibringen muss, was sie eigentlich schon
an der Schule gelernt haben sollten. Nimmt man noch die ganzen
Schulvergleichstudien (PISA, TIMS,..) so verwundert das auch nicht
mehr.
Viele andere Länder haben ein effizienters Schulsystem und müssten
deshalb ihren Schülern in der Berufsausbildung nicht mehr so viele
Grundlagen beibringen. Zudem ist in vielen Ländern die
Berufsausbildung auch schullastiger. So können mehr Grundlagen gelernt
werden. Die Praxis müssen die Leute dort dafür stärker im Beruf
erlernen. In D jammern die ausbildende Betriebe schon wegen einem
halben Berufsschultag Allgemeinbildung.
Unser duales Ausbildungssystem hat sich zwar bisher bewährt, jedoch
bezweifle ich ob es in dieser Form auch ein Modell für die Zukunft
ist. Das duale Bildungssystem ist nicht dafür ausgelegt Defizite aus
der Schule auszugleichen. Will man das, dann muss man die Ausbildung
college-artiger aufbauen. Es ist aber sicher sinnvoller das Problem
dort zu lösen wo es entsteht - an den Schulen. Aber auch mit einer
brauchbaren vorhergehenden Schulbildung bin ich nicht sicher ob der
Theorieanteil von 1 Tag/Woche ausreichend ist um genügend Grundlagen
zu vermitteln um bis zur Rente mit der technischen Entwicklung
mithalten zu können. Unsere Arbeitgeber wollen aber sicher keine
qualifizierteren Arbeiter, die dann womöglich auch noch mehr Geld
wollen. Deshalb wird man eine Ausdehnung der Berufsschulzeiten oder
Teile der Ausbildung als Vollzeitschule kaum durchbekommen. Weiterhin
glaube ich, dass ein Hauptschulabschluss und teilweise auch die
mittlere Reife für immer mehr Jobs nicht mehr ausreichen werden.
Momentan sehe ich weder einen Ansatz die Schulen zu reformieren um
dadurch eine gute Grundlage für eine spätere Ausbildung zu schaffen
noch eine Reform des Ausbildungssystem weg von der Ausbildung auf ein
statisches Tätigkeitsprofil hin zur Kompetenzvermittlung für eine
mindestens 40 Jahre dauerndes Berufsleben mit ständig wechselnden
Anforderungen.
Mich würde mal interessieren ob es Vergleichstudien über die
berufliche Kompetenz in bestimmten Berufsfeldern in bestimmten Ländern
gibt. Aber ich vermute mal wegen den vielfältigen Berufsbildern und
Ausbildungswegen wird das kaum möglich sein.
Gruß,
Marco