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Das liebe ich so an der BWL-Denke

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Adrian Knoth

unread,
Dec 8, 2005, 8:03:54 AM12/8/05
to
Ich spiele mal Gateway und präsentiere
<http://www.heise.de/newsticker/foren/go.shtml?read=1&msg_id=9257047&forum_id=88005>
in leicht veränderter Rechtschreibung:

[Gateway - Anfang]
...BWL ist die "Wissenschaft", einen komplexen Sachverhalt durch
radikales Streichen von Faktoren - seien sie nun wichtig oder nicht -
soweit runterzubrechen, bis auch das mathematisch einfach veranlagte
BWL-Gemüt die Sache überschauen kann, um per linearer Approximation
oder irgendeiner hahnebüchernen Daumenformel stolz ein Euro pro
Stück, per Anno oder was auch immer errechnen zu können.

Ob ich weiss, wovon ich rede? Nun... ja und nein. Ich nehme mir die
Freiheit, in meiner Beurteilung auch etwas zu approximieren. Hierzu
nehme ich einfach meine Grundstudiumserfahrungen mit BWL, in denen
ich mir fünf Fächer antun durfte. Was ich da so erlebt habe...
unglaublich! Da hast du vorher Physik, und der Prof haut dir
um die Ohren, daß die Zahl, die man als Ergebnis hat, so richtig sein
kann wie sie will - wenn man die Einheiten nicht durch den kompletten
Rechenweg mitgezogen hat, dann gibts da null Punkte drauf, basta. Und
in der nächsten Vorlesung steht da vorne so ein BWLer, teilt Äpfel
durch Birnen mal der Summe über die Mondphasen und schreibt stolz wie
Oskar EUR/Stück dahinter. Und danach in der Mensa sitzt dann so ein
Grüppchen erleuchteter Betriebswirtschaftler zusammen, um gemeinsam
das sagenhafte Geheimnis um die Ableitung von x² zu ergründen.

Überspitzt? Nein, es ist wirklich so geschehen! Hineilen mag man, den
Stift führen, danach das Köpflein tätscheln und den Wunsch "Gute
Besserung" aussprechen... oder einfach weinend davonlaufen.

Ob ich es besser könnte, und die komplette BWL nur Schwachsinn ist?
Nein! Natürlich wird dort eine Menge Wissen vermittelt, fängt bei so
Kleinigkeiten wie Steuer, Buchhaltung und Unternehmensbilanz an und
beleuchtet später dann die komplexen Zusammenhänge der Weltwirtschaft,
und sicher noch vieles mehr, das ich garnicht ermessen kann, ohne es
gelesen zu haben.

Aber, unter Anderem, befasst sich Betriebswirtschaft auch damit,
Sachverhalte zu analysieren, zu bewerten, und Handlungen draus
abzuleiten. Berücksichtige ich das Erlebte, wird mir so einiges klar.
In der BWL gibt es aus dem Mangel, Sachverhalte vollständig - oder
wenigstens in ihren wichtigsten Faktoren - erfassen zu können, die
Tendenz zu "Modeerscheinungen".

Es gab die Mode, ohne Sinn und Verstand wirklich alles auf
Just-in-Time und das Lager auf den LKW zu verlagern. Aber konsequent!
Nur leider hatte man die Rechnung so stark vereinfacht, daß Faktoren
wie Stau, LKW verreckt oder Ähnliches vollkommen rausgekürzt wurden.
Mit dem Ergebnis, daß plötzlich ein komplettes Werk Stillstand hatte,
weil ein LKW vor Wanne-Eickel mit einem platten Pneu auf dem
Seitenstreifen stand... ja sowas, wer hätte das nur ahnen können. Sehr
lustig die parallel dazu durchgeführten baulichen Aktivitäten in
einer Firma zu beobachten. Erst fast das ganze Lager abgerissen und
ein modernes LKW-Terminal hingebaut. Und kaum zwei Jahre später
erfreute sich die heimische Bauindustrie daran, das halbe Terminal
durch ein Lager ersetzen zu dürfen...

Dann gab es den "Einkauf-Hype": Wir aquirieren alles an Sparten verfügbare
auf dem Markt, scheiss drauf was die herstellen, hauptsache die
Rendite stimmt. Dabei ist jedem Bäcker klar, daß der Metztger
gegenüber zwar einen gut gehenden Laden hat, dies sich aber schnell
ändern kann, wenn der Bäcker einsteigt und sich im Wurstkochen
probiert...

Also der umgekehrte Trend: Kernkompetenzen! Ja wir konzentrieren uns
darauf! Und dann wir alles gut! Endlich! Die betriebswirtschaftliche
Weltformel ist gefunden, juchu, Goldene Zeiten!
Warum nur fällt es mir schwer daran zu glauben, mir zweifelndem
Wicht?

Keine Ahnung, ob das bei Infineon nun wirklich sinnvoll ist, das zu
beurteilen dauert länger als 10 Minuten. Aber ich zweifle ernsthaft
an der Kompetenz unserer Manager, solange Leute, die ihr Abi mit
Deutsch und Reli-LK bestritten haben, für die alles über die 4
Grundrechenarten hinaus auf dem Taschenrechner "komische Tasten"
sind, aber wunderbar selbstbewußt einen vom Pferd erzählen können,
alle Vorraussetzungen für ein BWL-Studium erfüllen.

[Gateway - Ende]

Zumindest für das BWL-Grundstudium kann ich Obiges ebenfalls
bestätigen ;)


--
mail: a...@thur.de http://adi.thur.de PGP: v2-key via keyserver

Lieber einen albernen Haufen als einen Haufen Albaner (Ingo Appelt)

Michael Dahms

unread,
Dec 8, 2005, 8:22:27 AM12/8/05
to
Adrian Knoth wrote:

> Ich spiele mal Gateway und präsentiere
> <http://www.heise.de/newsticker/foren/go.shtml?read=1&msg_id=9257047&forum_id=88005>
> in leicht veränderter Rechtschreibung:

[...]

> Zumindest für das BWL-Grundstudium kann ich Obiges ebenfalls
> bestätigen ;)

Wenn Du das inhaltlich diskutieren willst, bist Du bestimmt in
de.sci.oekonomie an der besseren Stelle.

Michael Dahms

Adrian Knoth

unread,
Dec 8, 2005, 8:38:08 AM12/8/05
to
Michael Dahms <michae...@gkss.de> wrote:

> Wenn Du das inhaltlich diskutieren willst, bist Du bestimmt in
> de.sci.oekonomie an der besseren Stelle.

Nee, war nur "zur Information" ;) de.talk.jokes fand ich nicht
so ganz passend ;)

--
mail: a...@thur.de http://adi.thur.de PGP: v2-key via keyserver

Geld allein macht nicht glücklich - es muß dir auch gehören

Tanja Gabriele Klein

unread,
Dec 8, 2005, 9:27:25 AM12/8/05
to
Adrian Knoth <a...@thur.de> wrote:

> Michael Dahms <michae...@gkss.de> wrote:
>
> > Wenn Du das inhaltlich diskutieren willst, bist Du bestimmt in
> > de.sci.oekonomie an der besseren Stelle.
>
> Nee, war nur "zur Information" ;) de.talk.jokes fand ich nicht
> so ganz passend ;)

Also, mir hat's gefallen ;-)

Liebe Gruesse, Tanja

Oliver Battenfeld

unread,
Dec 8, 2005, 11:07:42 AM12/8/05
to
Adrian Knoth wrote:

Hallo,

> Warum nur fällt es mir schwer daran zu glauben, mir zweifelndem
> Wicht?

der Wicht hat vor allem sein Problem mit dem Glauben, denn über übermässiges
Wissen kann er sich nicht beschweren :-)

Das Posting hat jedenfalls alle Züge des klassischen Heise-Trollens. Er holt
ein paar Buzzwords hervor, die er irgendwann mal aufgeschnappt hat und
glaubt deren Bedeutung zu kennen, weil sie so schön griffig sind.

Dabei hatte er sich schon disqualifiziert, als er so wunderschön geekig
seinen Sermon über das "Mitziehen von Einheiten" rezitiert hat.

> Zumindest für das BWL-Grundstudium kann ich Obiges ebenfalls
> bestätigen ;)

Dann solltest du dich vielleicht besser mit dem Inhaltlichen beschäftigen,
als auf das Gebahren der Mitstudenten zu achten. BWL zieht naturgemäss
überdurchschnittlich viele Flachzangen an, weil sie glauben, sie kriegen da
eine Ausbildung zum "Boss". Dass BWL keine "richtige" Wissenschaft ist oder
nur für Hohlbirnen geeignet ist - das kann nur eine solche behaupten.

--
Gruss,
Oliver, kein BWLer :-)
(aber Diplom-Nebenfach war BWL)

Paul Lasse

unread,
Dec 11, 2005, 3:32:41 PM12/11/05
to
Hi,

> Oskar EUR/Stück dahinter. Und danach in der Mensa sitzt dann so ein
> Grüppchen erleuchteter Betriebswirtschaftler zusammen, um gemeinsam
> das sagenhafte Geheimnis um die Ableitung von x² zu ergründen.

Hab auch BWL im Grundstudium gehabt.Im Skript hat man in den
Übungsaufgaben seine Produktionsmittel immer Verkauft = positives
Vorzeichen.In der Klausur mußte man es entsorgen = negatives Vorzeichen.

Dazu eine Tussi während der Klausur:Ist die Frage sarkastisch gemeint ?

David Burke

unread,
Dec 20, 2005, 4:20:52 PM12/20/05
to
"Adrian Knoth" <a...@thur.de> schrieb im Newsbeitrag
news:slrndpg8a...@ppc201.mipool.uni-jena.de...

> [...] Aber ich zweifle ernsthaft


> an der Kompetenz unserer Manager, solange Leute, die ihr Abi mit
> Deutsch und Reli-LK bestritten haben, für die alles über die 4
> Grundrechenarten hinaus auf dem Taschenrechner "komische Tasten"
> sind, aber wunderbar selbstbewußt einen vom Pferd erzählen können,
> alle Vorraussetzungen für ein BWL-Studium erfüllen.

Ich wüsste nicht, was an einem Reli-LK negativ sein soll? Ich selber belege
die Leistungskurse katholische Relogion und Mathematik. Und ich halte dies
für die beste Kombination, die man wählen kann, um auf den weiteren
Werdegang (u.a. auch in der Wirtschaft) vorbereitet zu sein (mal abgesehen
davon, dass ich anstatt Religion lieber Altgriechisch belegt hätte).
Wer braucht denn heutzutage noch diese Abiturienten mit Physik-Mathe oder
Deutsch-Geschichte? Das ist doch absoluter Mainstream und wählen nur jene,
die absolut einseitig befähigt sind. Das ist meiner Meinung nach auch in der
Wirtschaft total unbrauchbar, wenn man über die Anstellung eines
Fließband-Arbeiters (steht in diesem Fall als Synonym für jemanden, der nur
nach Anweisung Dinge ausührt) hinaus möchte.
Die Zeit der Fachidioten ist längst vorbei und vielmehr werden Leute
gebraucht, die in höchstem Maße am Fortkommen des Betriebes interessiert
sind und diese Entwicklung auch durch Eigeninitiative unterstützen. Was
bereitet einen da besser vor als meine genannte Kombination aus Religion und
Mathematik:

Religion:
Erstmal natürlich die Lehre von Gott und der Welt. Aber andererseits auch in
höchster Maße das Studium der Zusammenhänge in Gesellschaft und zwischen
Menschen. Wer Menschen etwas verkaufen möchte, der muss fähig sein auf ihre
Bedürfnisse einzugehen. Dazu zählen zwar auch die oberflächlichen
Bedürfnisse, auf welche zu Hauf die ganz normale Werbung eingeht, aber wer
wirklich erfolgreich sein möchte, der muss auch die tiefen inneren
Bedürfnisse der Menschen verstehen können. Eine Reise ins innerste der Dinge
quasi.
Mit dem reinen Runterbeten des Katholischen Erwachsenen Katechismus oder dem
Auswendiglernen von katholischen Dogmata hat dieses Fach rein garnichts
zutun. Es ist höchst anspruchsvoll und in jeder Hinsicht multiperspektiv,
alsdass es viele _mögliche_ (also nicht Das Eine) Gesellschaftsbilder
betrachtet (u.a. auch atheistische, protestantische, orientalische,
agnostizistische,...).

Mathematik:
Ich würde es als die höchste Kunst des Abstrahierens beschreiben. Alles das,
was man in vielen anderen Naturwissenschaften ergründet, bedarf letztlich
doch der Mathematik, um es zu notieren. Sie ist quasi das Notationssystem
für logische Zusammenhänge. Wer in der harten Schule der Mathematik gelernt
hat, komplizierte Sachverhalte zu notieren und mit ihnen so zu hantieren,
dass man aus vielen gegebenen Voraussetzungen eine Lösung entwickelt, der
wird auch mit allen anderen ihm gestellten Problemen schnell zurecht kommen.
Denn letztlich lässt sich sogar jedes menschliche Problem irgendwie durch
Zahlen mit Logikverknüpfungen beschreiben.

Kombiniert ergeben diese beiden Felder eine sehr gute Voraussetzung für ein
Wirken in der Wirtschaft. Einerseits den Menschen und seine Stellung im
Kosmos nicht aus dem Blick verlieren, andererseits aber doch die Fähigkeit
Probleme auf ein anderes System wie die Mathematik zu abstrahieren (quasi so
wie es die BWL-Leute versuchen).

Naja, anscheinend versteht das aber niemand und deshalb hat man auch so
schlechte Chancen auf einen Ausbildungsplatz: "Werden Sie doch lieber
Priester oder Krankenpfleger..." (wenn Sie nicht bereit sind skrupellos
Menschen zum Vorteil für das Geschäft zu kündigen)... Sowas hört man dann...
Also, hier ein Aufruf: Wer noch nen Ausbildungs-/Studienplatz zum
Wirtschaftsinformatiker (BA) für 2006 frei hat oder einen schaffen möchte,
kann sich gern bei mir melden!


LG
David


Roman Klinger

unread,
Dec 21, 2005, 5:48:10 AM12/21/05
to David Burke
Hallo,

David Burke wrote:
> "Adrian Knoth" <a...@thur.de> schrieb im Newsbeitrag
> news:slrndpg8a...@ppc201.mipool.uni-jena.de...
>
>>[...] Aber ich zweifle ernsthaft
>>an der Kompetenz unserer Manager, solange Leute, die ihr Abi mit
>>Deutsch und Reli-LK bestritten haben, für die alles über die 4
>>Grundrechenarten hinaus auf dem Taschenrechner "komische Tasten"
>>sind, aber wunderbar selbstbewußt einen vom Pferd erzählen können,
>>alle Vorraussetzungen für ein BWL-Studium erfüllen.
>
> Ich wüsste nicht, was an einem Reli-LK negativ sein soll? Ich selber belege
> die Leistungskurse katholische Relogion und Mathematik. Und ich halte dies
> für die beste Kombination, die man wählen kann, um auf den weiteren
> Werdegang (u.a. auch in der Wirtschaft) vorbereitet zu sein (mal abgesehen
> davon, dass ich anstatt Religion lieber Altgriechisch belegt hätte).

Meinst Du damit, daß Du glaubst, mit Altgriechisch noch besser
vorbereitet zu sein? Oder hast Du Religion gewählt /statt/ Altgriechisch
um besser vorbereitet zu sein?

> Wer braucht denn heutzutage noch diese Abiturienten mit Physik-Mathe oder
> Deutsch-Geschichte? Das ist doch absoluter Mainstream und wählen nur jene,
> die absolut einseitig befähigt sind.

Ich halte das für etwas pauschal beurteilt.

> Das ist meiner Meinung nach auch in der
> Wirtschaft total unbrauchbar, wenn man über die Anstellung eines
> Fließband-Arbeiters (steht in diesem Fall als Synonym für jemanden, der nur
> nach Anweisung Dinge ausührt) hinaus möchte.

Ich denke schon, daß man auch in Physik und Mathematik logisches und
strukturiertes, planendes Denken lernen kann. Abgesehen davon müssen
auch Leute, die nur naturwissenschaftliche LKs haben noch etwas
gesellschaftswissenschaftliches als Abiturfach machen. Und jedenfalls
bei mir war der Begriff LK kein Garant für einen höheren Anspruch als im GK.

> Die Zeit der Fachidioten ist längst vorbei und vielmehr werden Leute
> gebraucht, die in höchstem Maße am Fortkommen des Betriebes interessiert
> sind und diese Entwicklung auch durch Eigeninitiative unterstützen. Was
> bereitet einen da besser vor als meine genannte Kombination aus Religion und
> Mathematik:
>
> Religion:
> Erstmal natürlich die Lehre von Gott und der Welt. Aber andererseits auch in
> höchster Maße das Studium der Zusammenhänge in Gesellschaft und zwischen
> Menschen.

Ich habe es mit Gott nicht so. Er aber auch nicht mit mir.

Ich habe es auch nicht so mit Religionsunterricht, kann diesen aber auch
nicht beurteilen. Allerdings liegt mir die Meinung nahe, daß ein
Philosophieunterricht die Vorteile des Religionsunterrichts mit denen
der weniger voreingenommenen Sichtweise vereint. Das ist allerdings, wie
bereits begründet, ein Vorurteil. Kannst Du das widerlegen?

> Mit dem reinen Runterbeten des Katholischen Erwachsenen Katechismus oder dem
> Auswendiglernen von katholischen Dogmata hat dieses Fach rein garnichts
> zutun. Es ist höchst anspruchsvoll und in jeder Hinsicht multiperspektiv,
> alsdass es viele _mögliche_ (also nicht Das Eine) Gesellschaftsbilder
> betrachtet (u.a. auch atheistische, protestantische, orientalische,
> agnostizistische,...).

Ich freue mich, daß es bei Dir so war. Andere Leute haben mir da aber
auch schon andere Geschichten erzählt.

> Naja, anscheinend versteht das aber niemand und deshalb hat man auch so
> schlechte Chancen auf einen Ausbildungsplatz: "Werden Sie doch lieber
> Priester oder Krankenpfleger..."

Ich glaube kaum, daß es nach einem Studium jemanden interessiert, welche
LKs man hatte. Ich bin fast Absolvent der Kerninformatik, und mich fragt
schon keiner nach meinen Fächern oder Noten (weder bezogen auf Uni noch
auf Schule), sondern nach meinen Fähig- und (leider auch) Fertigkeiten.
Und das finde ich auch ganz gut so. Nicht daß ich meine Noten verstecken
müßte, vielmehr ist man schließlich kein Produkt der LKs und des
Studiums sondern bildet seine Persönlichkeit durch viel mehr Einflüße,

Schönen Gruß,
Roman

Robert Lederer

unread,
Dec 22, 2005, 2:27:12 AM12/22/05
to

David Burke schrieb:

> Ich wüsste nicht, was an einem Reli-LK negativ sein soll?

Ich auch nicht. Habe ich zwar nicht belegt, aber ist sicher interessant.
Und es ist sicher nicht verkehrt, in der Schule die Fächer zu wählen,
die einen wirklich interessieren. Wie bei allen Fächern hängt das aber
auch vom Lehrer ab. Ich denke, es geht hier auch mehr um diejenigen, die
Religion (oder beliebige andere Fächer) wählen, weil da schon 12 Punkte
eine schlechte Note sind.

> Ich selber belege
> die Leistungskurse katholische Relogion und Mathematik. Und ich halte dies
> für die beste Kombination, die man wählen kann, um auf den weiteren
> Werdegang (u.a. auch in der Wirtschaft) vorbereitet zu sein (mal abgesehen
> davon, dass ich anstatt Religion lieber Altgriechisch belegt hätte).

Die beste Kombination, die DU wählen kannst....

> Wer braucht denn heutzutage noch diese Abiturienten mit Physik-Mathe oder
> Deutsch-Geschichte? Das ist doch absoluter Mainstream und wählen nur jene,
> die absolut einseitig befähigt sind.

Ja, aber z. B. der Mathe-Physik Mainstream sorgt normalerweise später
dafür, dass irgendwo auch Geld verdient wird. Ist also Voraussetzung
dafür, dass jemand Altgriechisch und Archäologie studiert, um dann
anschließend sein Leben lang irgendwo in der Wüste nach alten Steinen zu
graben.
Und man kann durchaus auch Physik mit philosophischem Interesse belegen,
oder Musik oder sonstwas. Ist wohl eher eine Frage des ernsthaften
Interesses.

> Das ist meiner Meinung nach auch in der
> Wirtschaft total unbrauchbar, wenn man über die Anstellung eines
> Fließband-Arbeiters (steht in diesem Fall als Synonym für jemanden, der nur
> nach Anweisung Dinge ausührt) hinaus möchte.
> Die Zeit der Fachidioten ist längst vorbei und vielmehr werden Leute
> gebraucht, die in höchstem Maße am Fortkommen des Betriebes interessiert
> sind und diese Entwicklung auch durch Eigeninitiative unterstützen.

Bißchen einseitig gesehen, findest Du nicht? Ich sehe auch nicht, warum
allein die Wahl von Mathe/Physik zum Fachidioten qualifiziert, der
nachher in der Wirtschaft überhaupt nicht zu gebrauchen ist. Vielleicht
erklärst Du einfach mal die alleinige und pauschale Eignung der
Kombination Katholische Religion/Altgriechisch für höchste
Führungspositionen...


> Kombiniert ergeben diese beiden Felder eine sehr gute Voraussetzung für ein
> Wirken in der Wirtschaft.

Sie mögen eine gute Voraussetzung ergeben dafür, sich weiter zu
qualifizieren. Und das Interesse für diese Kombination mag evt. helfen,
nachher erfolgreich zu sein. Aber mit zwei Leistungskursen im Abitur
bist Du sicher noch nicht für irgendwas qualifiziert.

> Einerseits den Menschen und seine Stellung im
> Kosmos nicht aus dem Blick verlieren, andererseits aber doch die Fähigkeit
> Probleme auf ein anderes System wie die Mathematik zu abstrahieren (quasi so
> wie es die BWL-Leute versuchen).

Wenn du dann in der Lage bist, die Lösungen wieder in die Realität
zurückzubringen...

> Naja, anscheinend versteht das aber niemand und deshalb hat man auch so
> schlechte Chancen auf einen Ausbildungsplatz: "Werden Sie doch lieber
> Priester oder Krankenpfleger..." (wenn Sie nicht bereit sind skrupellos
> Menschen zum Vorteil für das Geschäft zu kündigen)... Sowas hört man dann...

Kann ich mir nicht vorstellen, dass man das oft ernsthaft hört, wenn man
nicht seinerseits pauschal auf der alleinigen Eignung dieser
Fächerkombination herumreitet. Es könnte einem jemand gegenübersitzen,
der z. B. Mathe/Physik als Leistungskurse hatte...
Neben Deinen Leistungsfächern hast Du sicher auch noch andere Fächer
belegt. Und die passenden Noten wirst Du wohl auch haben, wenn Du
zumindest zum Vorstellungsgespräch geladen wirst.

> Also, hier ein Aufruf: Wer noch nen Ausbildungs-/Studienplatz zum
> Wirtschaftsinformatiker (BA) für 2006 frei hat oder einen schaffen möchte,
> kann sich gern bei mir melden!
>

Ja, wir haben alle nur auf Dich gewartet.

Grüße

Robert

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